Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 772 (20.3.1921)
- Date
- 1921-03-20
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Men, Sonntag , Wiener Morgenzsitnn^ 20. Marz 1921?kr. 772 Seite * * Purim-Markenball. Unter der Devise „Das ganze Jahr Mig,und Purim nicht???!" findet heute. Sonntag, imBavriichen Hoi, II., Taborstraße 39, um 7*7 Uhr abends, ein Purim-. Maskenball der Veranstaltmtgsgruvpe der Hiiachdmh in Oesterreich statt. Während der Pause verschiedeneBelustigungen: Purimläme, Aufmarsch von Maskenkarikattnc-n. wie: Königin Esther. Mordechai. Haman, AhaSvcroS usw. Rrstlicbe Karten im Vorverkauf z» X 50.— bei Hitachdnth, I-, Fleischmarkt 15/12, und Verein Zion, II., Glockmgasse 30. * Die jüdischen Tischgesellschaften Rlserstraste und Amgebung und Porzellangasse veranstalten am Donnerstag den 24. März I. I. einen Purim-Abend unter Mitw-rkurg hervorragender Kunstkräfte. Das überaus rcichhalttge und interessante Programm verspricht einen gelungenen Abend. Näheres stehe Inserat. * Das schönste Purim-Geschenk für Kinder auf der Elementarstufe «st Müllers patentierter hebräischer Lesekasten. Erhältlich kenn Selbstverleger. Wien, II-, L i ch l e n a vergas s e 12. und in jüdischen Buchhandlungen. > * Eigene Beiefmarkerrabtettung im Dorotheum. DaS Dorotheum ist, vielfach geäußerten Wünschen der interessierten Kreue Rechnung tragend, an die Schaffung einer eigenen Bnelinarkenabteilung geschritten. In dieser Abtettung findet unter Anwesenheit des amtlich bestellten Schatzmeisters Experten Major a. D. Klemens K l e n e r t die Uckcrnahine von Briefmarken (Notgeld' jeder Art zur Schätzung. Belehnung und freiwilligen Versteigerung statt. Im letzten Falle werden auch Vorschüße m entsprechender Höhe gewährt. Die Geschäftsstunden der Abteilung find bis auf weiteres an Wochentagen (mit Ausnahme von Samstag) für die Zeit von 9 bis n Uhr vormittags, Dienstag «nd Freitag auch von 3 bis 5 Uhr nachmittags festgesetzt. Dir nächste Versteigerung von Briefmarken (Notgeld) ist für Dienstag den 5. April 1921 anberaumt. zu dieser Auktion werden noch Einlieferungen entgcgengenommen. Im weiteren find Briefmarkenauklionen an bestimmten Wochentagen in Aussicht grnommen. * Grotze Purim-Beranstattung. Als letzte Redoute dieser Saison veranstaltet der Jüdische Verein Nord-Ost am Montag den 28. d. M. im Hotcl Continental eine großangelegte Purim-Redoute mit reichhaltigem, originellem Programm. Karten find nur noch in beschränkter Anzahl erhältlich. Näheres im heutigen Inserat. * Aus dem Besitz eines orientalischen Diplomaten gelangen Montag den 21., Dienstag den 22. und Miitwoch den 23. d. M. ab V*3 Uhr nachmittags im AukttonShaus I. Fischer, Wien, V., Etrobachgasse 8, Parterre, M o b c f, Persecteppichk, Antiquilätm, Bilder. Bronzen. Stockuhren, Drkörativnsgegeustände u>w. zur Versteigerung. Besichtigung nurnocb heute von 9 bis 5 Uhr (Straßenbahnlinien 3, 13. 61 und 63). * Unsere Leser erhalten von allen Einkäufen bei der Firma Brüder Leivold, II., Taborstraße 26 und 29, bei Vorweisung der auf der letzten Seite unseres Blattes befindlichen Annonce 5°/, (fünf Prozent) Rabatt. * „Frühlings-Nachredoute". Unter dieser Devise findet heute in den Sofiensälen, UI.. Marxergasie 17, die dritte exklusive Redoute dcs akademischen Techmkerverbandes statt. Näheres siehe Inserat. * Für den Gxpsvt nach Polen liefern am dortigen Geschästsniarkt gesuchte Eisenwaten aller Art äußerst preiswert A. Pichl & Co.,!., Volksgartenstraße 5. Näheres siehe Juscrat. * Der Gewinn deS Kaufmannes liegt schon im Einkäufe, weshalb wir auf die heutige Annonce der Firma Otto Wagenberg, Elsen- und Stablwaren sn gros, Wien, l., verweisen, welche als eine der bedcutendstcn Firmen dieser Branche in der Lage rst, mit den günstigsten Offerten zu dienen. * Export nach Palästina. Die Klo st e rneub « r g e r W a g e n f a b r , k s - G e s e l l s ch a ft in Wien, XII., Grieshosgasse 16, hat als erste österreichische Firma grMe Posten von landwirtschaftlichen Fuhrwerken und Handsuhrgerinen nach Palästina geliefert und diese Waren haben dort raschen Absatz und guten Anklang gesnnden. Dill Rücksicht 'auf den zu gewartiaendcn Wiederaufbau Palästinas wird dieser Zweig unserer ^ndustrre dort noch große Absatzmöglichkeiten haben. Ausländer! Die Firma Dukcsz & Paschkusz, Wrcn. I., Bauernmarkt 21. hat preiswert abzugeben: Große Posten Manikür- und Kammkasseten, Bürsten, Stahlwaren, Parfümerien, Zigaretten- und Tabakdoscn usw. . *I,Ene« Herr, der auf elegante, erstklassige Garderobe hält, wende sich an die Firma S p i tz e r & Mark n S, II.. Strphaniestrsße 1 (nächst Stephaniebrücke). Beste Qualitäten, zivile Preise! * Wichtige Mitteilung für unsere Leser. Der Jnvcntulverkaus im „Restenmarkl". Wien. VI., Damdockgaßr 10, beginnt am Montag und wild allen unseren Lesern und Abonnenten gegen Vorweisung dieses Blattes ein 3°/oiger Rabatt gewährt. Versäumen Sie nicht, diese, günstige Gelegenheit zn benützen! Unterricht. . * BankkurS. An der privilegierten Handelsschule Emst Deutsch, Wien, IX., Hörlgaffe 12 (Ecke der Lrechtrnsteinstraße). beginnt der nächste nermwvchige Kurs für Handels-, Bank- und Borsewescn für Jurrstcn, Techniker. Offiziere, Beamte. Lebrer usw. am 1-..April um 4 Uhr nachmittags. Der Kurs umfaßt: Doppelte Buchsühmng und Bilanz, kaufmännische Arithmetik, Handels- und Wechselkunde, Handels- und BaeKorrespondenz sowie Banktechnik 'und Börsewesen. Anmeldungen täglich nur von 2 bis 7 Uhr abends. (Vormittags kein Schuldetrieb.) Auswärtigen empfehlen wir unsere Lehrbchelfe für Bankkurse zum Selbststudium! _ VereiirsrmchrLchten Hebräischer Klub, H.. Taborstraße 1. Montag, 8 1!hr: Dr. Goldstein. Kurs für mischnaitischeö Recht. Donnerstag den £4. d. M. im Hotel Contiurutak. II., Taborstraße 6, P u r t mfeier des Hebräischen Klub. Beginn 6 Uhr abends. Hebräer willkommen — JüdifcheTischgesellsckaft. P o r z e l l a n g a s s e. Morgen, Montag, im großen Saale des Cafö City, IX.. Porzellangaffe, geselliger Abend mit Gesanasvcn trägen, unter Mitwirkung einer bekannten Sängerin. Brauen 8 Uhr. Eintritt frei. Gäste willkommen. — Verern jüdischer Hörer an der H»o ch s ch u l e fürBodenk u l t u r. Heute. 8 Uhr abends, Vortrag Ä. Seemann im Hochschulausschnß, IX., Türkenstraße 9» „Ueber Brache und Gründüngnng im allgemeinen und speziell für Palästina". Gäste willkommen. — Vereinigte hebräische Schulen (MachlAkah Iwrith des Jüdischen SchulvercineL). Morgen, 7 Uhr abends. Purimfeier in der Tohnvee-Halle. XX^ Denisgaffe 33. Restliche Karten bei der Abendkaffe erhältlich. — Aguda akad m i t Itarbut Java«.. Heute 9 Uhr vormittags AoSfchußsttzung, 10 Uhr Mitgliederversammlung. — Bereinigung iüdlscherHöreranderHochschulefürWelt- Handel. Heute, */48 Uhr, spricht ich Heim. U, Taborstraße 1, Hcir Dr. A. Schmer!« über »Die Wiener Gezerah". Gäste willkommen. für jWrcde WegMvaWe Jüdische Kriegsinvalide und deren A Familien befinden sich in großer Not. d Blinde. Krüppel und Tuberkulosekranke r u f e n die jüdische Oeffentlichkeit um Hilfe an. Zur Wiederausrichtung der Existenz dieser Unglücklichen hat der Verband der jüdischen Invaliden (Wien, 2.Bez., Obere Donaustraße 65) Anteilscheine zu 10.000 K. und 5000 & ausgegeben. Mer MkUrchein reitet eine Mische famtNer Zeichnungen werden mtgegengenommen: In der Redaktion der „Wrcner Morgenzeitung", in der Verkehrsbank. Filiale Taborstraße; , Postsparkassenkonto 191.138, und im Verbände der jüdischen Invaliden, Wien, 8. Bez., Obere Donaustr. 65, an Wochentagen zwischen 4 und 6 Uhr nachm. Verband der jüdischen Invaliden und Heimkehrer in Wien 6708 Die Ernährung. Der Marktbericht. Mit Rücksicht auf die hohen, für die breiten Schichten der Bevölkernng unerschwinglichen Fleischpreise ist auch an einem Samstag der Verkehr in der Großmarkthalle weniger lebhaft. Auf den Grün wäre nmärkten waren die Zufuhren gnnsssg mUf.Jif.fien; sowohl Gemüse als auch Obst sind in entsprechenden Mengen vorrätig. Bei frischen Ge müsen ist ein Anziehen der Preise zu beobachten. Die Zufuhren an Kartoffeln haben sich gebessert, doch reichen die Mengen bei weitem nicht für den Bedarf. Da§ Angebot an Eiern niinmt von Tag zu- Tag zu, doch ist bisher in den Preisen keine wesentliche Verbilligung zu konstatieren. Osterdienst der DrotkoMmisfione». Am KarsamStag den 86. d. M. werden alle Brotkommisfionen Dormittagsdienst haltcn; an diesem Tage entfällt der Nachunttagsdienst. Am Ostersonntag. Ostermontag und am Dienstag den 29. d. M. bleiben die Kommisstonslokale yeschloffen. Am Mittwoch den 39. d. M. amtieren die Brotkommffstonen wie gewöhnlich. Milchkarten für Kinder bis zum voSendeten ersten Lebensjahre. Am 37. d.M. treten neue Milchkarten für Kinder bis zum vollendeten ersten Lebensjahre in Kraß. Diese Karten können von den bezugsbcrechttgten Haushalten vom 21. d. M. an allen Tagen während der gewöhnlichen Dienstsinnden brr der zuständigen Brotkommrsston gegen Vorweisung der bisherigen Krndermilchkarte und eines Ausweisdokuments dcs HausbaltMgs-' Vorstandes (Geburtsschein, Trauuugsschein, Heimatschein, Gewerbeschein, amtliche Legitimation und dergl.1 beb öden werden. Dir Bezugsberechtigten werden im eigenen Interesse anszesordert, die Karten noch vor dem Beginn ihrer Gültigkeit zn beheben, da sonst eine Verzögerung in der Kondeusmilchzuweisung eintrrten könnte. Pflanzenfettaasgabe. Vom 20. bis 26d. M. werden bei den städtischm Maigarineabgabestellen per Person 12 dkg Pflanzenfett zum Preise von X 13.80 ansgrgebeu. LebenSmittelausgabe der Abteilung Wien des American Joint Distribution Committee. Personen, die bei der Abteilung Wien des American Joint Distribution Committee im Genüße der fortlaufenden Unterstützung stehen und die LebcnsmittelauShilfe in der Woche vom 14. bis 18. d. M. nicht gefaßt haben, können bei sonstigem Verluste die entfallende LebenSmittelmenge s p ä t e st e u s M o n 1 a g den 21. d. M. in der Lcbensmittelseklion, HI., E st e p l a tz 8, behebm. Bühne «nd Kurts! r! Wiener Stadttheater. Josef Jarnos Kapitän Edgar m Strindbergs „Totentanz" ist längst als eine seim rühmlichsten Leistungen anerkannt. Auch anläßlich der sehr gerundeten Neuinszenierung, die auf das dichtgefülllc HauL eine tiefe Wirkung übte, wurde der Künstler ungewöhnlich gefeiert. Seine neuen Partner waren, wirklich sehr bemiilit, aber man kann bei größtem Wohlwollen nur anerkennen, daß sie nicht störten. Laura Zeller war bald schmollendes, gut erhaltenes HsuSmütterche», bald zanksüchtige, verbitterte Provinrsrau, aber niemals die dämonische, von der »Haßliebe" unterjochte Alice, die Sirmdberg meinte. Und Herrn Willy Volker, der den Kurt gab, glaubte man nicht' waö er zu spreche» hatte. Er sah aus, rosig und gepolstert, wie ein erfolgreicher, jugendlicher Reisender in Konfektion und hielt sich von der Gedankenwelt Strindbergs stets in respektvoller Emfcrmmg'. _ 0. A. Freie Jüdische Vslksl>Lh«e Heute, nachmittags S Uhr, gelangt Gordins „Gott. Mens ch u n d T e u s e l" zur Aufführung. Abends Vs8 Uhr geht Schalom Asch' dreiaktige Komödie »Der Landsm a * in Szene. _ Aus den Theatern. Im Burgtheater gelangt morgen. Montag, „W a S i h r w o l l t" zür Aufführung. Beginn 7 Uhr; zu dieser Vorstellung gelangen nur Logen und Parlctvitze zum Verkauf. In der Staatsoper geht morgen, Montag.zu W sonderen Preisen II. „O t h e l l o" in Szene. Beginn %7 Ahr, Im DentschenVolkstheater wird SamStag den 26. d. M. Romain RollandS dreiaktigeS Drama „D i e Zeit wird kommen" zur überbaupt ersten Aufführung gelangen. Auch im französischen Original hat der Dichter das Werk bis jetzt der Bühne ferngehalten, vm den darin behandelten Gegenstand des aktuellen Interesse zu entkleiden. Dre Spielleitung hat Direltor Bernau übernommen. j In der V o l k s o p e r wird morgen, Montag, Direktor Felix Weingartner zum ersten Male nach seiner Rückkehr in „Der Meistersinger von N ü r n b e ta" am Dirigeptenpnlt erscheinen: den Stolzing singt Herr Kammersänger Erik Schmedes von der Staatsoper als Gast. — Samstag den 86. d. M. geht in der Bolksoper nach mehrjährig« Pause neueinstndiert „P a r s i s a l" in Szene. Die Hauptrolle« sind mit den Damen Gelter. Musil, Reich, Hoffman«, Kux, Wagschal, Salinger. Knarek, Weiner und den Herren Schürmann, Fleischer-Janczak, Baumann, Frischlcr, Fälbl, Lazer, Beer U»d Peters beietzt. Dirigent Herr Direktor Felix Weingartner, Regie Herr Oberregrffeur Markowskv. | Wochenspielvlan desDeutschenDolkS« theaters: Montag. 7 Uhr ,Wed' dem, der lügt". — Dienstag. 1 Uhr »Die nackte Wabiheit". — Mittwoch, 7 Uhr „Flamme". — Donnerstag, 6 Uhr „Peer Gynt". — Freitag Geschloffen. — Samstag. 7,7 Uhr »Dre Zeit wird kommen". —: Sonntag, 7«2 Uhr „Weh' dem, der lugt"; 7 Uhr „Die nackte Wahrheit". In den K a m m e r s p i e l e n des Deutschen. BolkS« theaters gelangt Samstag den 26. d. M. der LustspielzhNuS „M an kann auch anders", vier reipettlose Komödim von Hans Müller, zur UrauMhrung. In diesem Zyklus stellt Herr Willy Thaller drei Rollen dar. Spielleiter: Dr. Heinz Schulbaur. k W o ch e n s p i e l p l a n der K a m m e r s p i ek e: Montag. %7 Uhr „Schloß Wetleistem". — Dienstag. V«7 Uhr „Anatol". — Mittwoch. 1U7 Uhr „Schloß Wetterstein". — Donnerstag, ^,7 Uhr „Menagerie". — Freitag Geschloffen. — Samstag, Va3 Uhr „Kinderhussaklion"; V27 Uhr „Gesinnung". — Sonntag, 1isB Uhr „Schloß Wetterßem"; 7 Uhr, Mi* sinnang". — Als Nachtvorstellung täglich: „Kümmere dich «m Amalie". Anfang 10 Uhr.; Wochenspielplan d es Wiener Stadt« t h e a t e r s. Montag, 7 Uhr „Das Fenster". — Dienstags 7 Uhr „Das Fenster". — Mittwoch, 7 Nhr „Totentanz". — Donnerstag, 7 Ubr „Liliom". — Freitag Geschloffen. — SamS« tag, 7 Uhr „Die steinerne MaZke". ' Jur Josefstädter Theater finden SamStag den 26.. Sonntag den 27. und Montag den 23. d. M. um 10 Uhr nachts drei parodcsiische Vorstellungen statt, welche mit'dem launigen Einakter „Warum hasiDu es nicht gleich gesagt?" eine eheliche Szene in zehntausend gesvrochmen und zwanzigtauscnd ungesprochenen Worten ans dem Französischen des A. Dreyfus mit Laura Z e l l e r in der Hauptrolle erugeleitet werden. Eme Reigenparodie „Der rosenrote Neige n", ein erlaubtes Stück mit einem Vor- und eine» Nachspiel von Anatol und Max, mit Hans Lackncr. Artur Ranzrnbofcr, Oskar Sima vom Deutschen Volkstheater und Ernst Arnold vom Carl-Theater in den Hauptrollen, beschließt de« Abend. Zwffchen den beiden Stücken tanzt die bekannte Phantasie^ tänzerin Helene Engler und Walter Huber vom Burgtheater «ntz Charlotte Waldow vom Volkstheater bringen ihre bekannte« Künstlerparodien zmn Vortrag. Künstlerische Leitung: Ernst ’ Oesterrekcher. Der Kartenvorverkauf beginnt morgen. Montag, an den beiden Tageslaffen des Josefstädler Theaters und in allert Karten'nreaus. | Jin K>o mödienhauS wird „Der R a r r e » abend desHerrn derWelt" von Jakob Moreuo L e v y Lum ersten Male am 1. April, 10 Uhr abends, aus-i aeiüim. Worverkausskarten an der Tageskaffe des Komödien»! Hauses, in allen TheaterkarteubnreauS »nd in der Redaktion deSf Genoffenschaftsverlsges. _:_ Herr Bohnen ist noch immer indisponiert und kann bäk halb in der heutigen Vorstellung der „Götterdämmerung" in; der Staatsoper nicht auftreten. Herr Zec hat die Partie Hagen übernommen. - Aufgefchobenes Kdnzert. Infolge technischer Schwierig^ ketten muß der für morgen, Somrtag, um halb 3 Uhr nacht mittags Im Mittleren Konzerthanssaal angesetzte .jüdische Liederabend" der Frau Mirra Sokolskaja unirr Mit^ Wirkung.Professor Wolfsohns für einen späteren Zeit^ Punkt verschoben werden. Die gelösten Karten behaltew ihre Gültigkeit. Der Tag, an dem der Liederabend statt^ finde» wird, wird rechtzeitig bekanntgegeben werde«. Für Kostüme Joh. WieSner: „Die Freiheit des menschlichen Willens". Drau, müller, Wien, 1920. j Die Frafse der Willensfreiheit nenrit Nietzsche ein Problem, daS immer wieder gelöst wird und immer wieder ungelöst bleibt. Der Verfaffer versucht es auf originelle und gründliche Weise zu lösen, indem er drei Beweise für die Jndetermination deS Willens führt, die nicht leicht entkräftet werden können. Es kommt darauf mt, wie man die Frage der Willensfreiheit auffatzt. Hier wird unter Willensfreiheit die Abhängigkeit der WillenShandluwg von einer vorhergehenden Urteilsbikdung verstanden. Der erste Beweis behan» „ . . nw«Ä M^*®K"liii'EirRESt£ireiSSE « Covercoats irnü CubsriUue om WUksteu Boz. .WiodmUhiasss Nr. 2 5TÄ&. Literatur u^Wiffeuschaft, Preisgekrönte Mische Märchen. In Würdigung der Wichtigkeit der Märchen für die ©M ziehung des Kindes und in Erkenntnis des Umstandes, datz dem jüdischen Kinde nur Märchen aus fremden Kultur-- kreisen geboten werden müssen, sah sich das Kutturamt deZi Jüdischen Hochschulausschusses, um einem vielfach ausgesprochenen Wunsche indischer Erzieher nachzütommen, veranlaßt, ein Preisausschreiben für jüdische Märchen zu erlaßen. Auf den im vorigen Jahr erfolgten Aufrufs sind mchrers jüdische Märchen eingelaufen, darunter auch eine geschloffen«; Märchensammlung des in pädagogischen Kreisen längst gewürdigten Herrn Siegfried Abeles, der seine eingeveichlen Märchen bereits mit großem Erfolg in jndischen Knderheimen vorgetragen hat. Die Jury hat von den eingereichten Märchen bloß die Sammlung des Herrn Meles für preiswert anerkannt und folgende IMirchen 'preisgekrönte „Der lahme Josef" mit dem 1. Preis von 1000 Kronen, «Das Schrätlein" mit dem 2. Preis von 600 Kronen, „Mordechai lebt" mit den< 3. Preis von 400 Kronen. Weiterhin wurde Fräulein Rata S ch n e i d e r (TepliHt Schönau) die ^Anerkennung ausgesprochen.