Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 769 (17.3.1921)
- Date
- 1921-03-17
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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DK. Men, Domrerskay Wlener Morgenzelksttg Echudertduud «!» Sattst d« BrahmS-5kantate ^Rinaldo" durch feto« schönen Stimmittel angenehm ausgefallen. Frau Dagny Schjelderup bezauberte in Liedern ihrer nordischen Heimat durch die Frische ihres Vortrages und die Ursprünglichkeit der Empfindung. Ihre reine, helle Stimme wirkt am stärksten in leichten, heiteren Gesängen und in der Wiedergabe zarter Stimmungen; sie bemüht sich aber auch mit Erfolg, den dramatischen Ausdruck zO bewältigen. Wie wir von zuverlässiger Seile erfahren, besitzt auch Frvu Elisabeth KalloS, deren Lrederabend wir nicht beiwyhnen konnten, für heitere Lyrik eine starke Begabung. Der uns zugegangene Äericht betont ihre gut ttmbrierte Sin»me Ufch ihren kultivierten Vortrag. Frau Helene Oberländer - Wechsler, deren Tätigkeit an der Volksoper noch unvergessen ist, hat sich tue Leuchtkraft ihres Organs bewahrt. Wie früher, bewunderte mau die glühende Leidenschaftlichkeit dieser schönen Stimme, die im Lyrischen wie im Dramatischen alle Register dcS Tones und des Ausdrucks beherrscht. Mehr äußerliches Bühnentempcrament entwickelte ihr Partner Herr Jean E r n e st auS Nizza, der mit wildem Draufgängertum eine Anzahl Arien sang und stürmischen Beifall entfesselte. Er könnte einen Teil seiner Temperaments, routtne an Fräulein My Lutz»er abgeben, die bei der Wiedergabe der schönsten Brab ms-Lieder kühl und gleich-gültig blieb und so trotz ihrer hübschen Stimmittel nicht, zu erwärmen vermochte. Fra« Berta Kreisberg leitete ihr interessantes Programm mit einigen altitalienischen Arien ein, denen sie noch andere musikalisch,^ Raritäten folgen ließ. Ihre sym. pathische Stimme ist nicht sehr ergiebig, ihr Vortrag stets -angenehm und geschmackvoll. — Mit Geschmack und Geschick behandelt auch Herr Franz T. Bubendorfer seinen zarten lyrischen Tenor, der noch einiger Kräftigung bedarf, um den Dimensionen des Konzertsaales und den Anforderungen von Beethoven- „Adelaide" gerecht zu werden.; Frau Frieda Schulbaum verbindet eine schone, dynkle, tragfähige Stimme mit solider Technik und seelen. vollem Vortrag, der besonders in altitalienischen Gesängen zur Geltung kam. Klingend« Tiefe, leicht ansprechende Höhe und gutsitzende Kopftöne vervollständigen den sympathischen Gsssam teindruck. v Alljährlich, wenn es Frühling wird, gibt Alfred Grü»»„ selb fernen Klavierabend und zaul'ert mit seinem silberhellen Klaviergesanq und seinem lichtdurchfluteten Vortrag für eine kleine Weile Liebe und Lenz in das Grau des Alltags. Mit seinem Herzen ist auch sein zu Herzen gehender SpielMNg geblieben und wie vor Jahrzehnten sind auch heute imk$ die Jugend und die Frauen mit dem liebenswürdigen »wienerischen Künstler im SÖunfce. . Fräulein Gisela Beck besitzt eine sorgfältig gepflegte Bechnik^spielteaber Schumanns „Faschingsschwank" mit so pedantischem Ernst, daß die lustigen Geister des Wiener Faschings dessen nicht froh werden konnten. — Auch bei Frau Stella Wang, die einen BrahmS-Abend veranstaltete, ist das Schwergewicht auf das Technische verlegt, da» in den Handel- Variationen bestens gelang. In der F-moll-Sonate dröhnen die Bässe im ersten Satze voll männlicher Energie, während . die Pianistin dem Andante die Seligkeit zwei« liebend« Herzen schuldig blieb. — Bei Mieczyslaw Horszowski -tritt die reife Technik zugunsten der künstlerischen Impression zurück und et laßt frei seine seelischen Kräfte spielen. Er ver» fügt üb« eine reiche Skala von Farben und Schattierungen, dieser in der Kleinkunst Debussys auf das glücklichste zu mischen versteht; auch Klavierstücke von Albeniz, die mehr auf den äutz«en Effekt auSgehen, vertiefte et durch sein poetisches Spiel. — Die halbwüchsige Hilde Merinski, die im großen Musikvereinssaal mit Begleitung des Svmphonieorckesters konzertierte, spielte Schuberts „Wanderer"-Phantafie mit energischer Rhythmik, solid« Technik und hübscher Tonnüancierung. Daß sie an Beethovens Es-Dur-Konzert Schiffbruch litt, sollte ihr eine Mahnung sein, ihre Kräfte nicht vorzeitig zu überspannen, sondern ihrem starken Talent die nötig« Zeit zu lassen. Auch die jugendliche Geigerin Rvzsika R e v a h hatte den Ehrgeiz, im Großen MusikvereinSsaal mit Orchester zu H spielen. Sie besitzt beretts eine erstaunliche Sicherhett in- .allem Technischen und bewältigt leicht die schwierigsten Doppelgriffe PagamniS. So ist sie in den verschiedenen Künsten? des Geigenspiels ftüh erfahren; es fehlt ihr nur noch die f- Kunst — einen gehaltvollen und edlen Ton zu bilden. — Nicht unerwähnt bleibe Herr Alexander G o l e m b a, der mit Schwung und-^Temperament, allerdings nicht immer mit der nötigen Sorgfalt, geigt, und Herr Emanuel Scharfb e r g. dessen Biolinverttag Geschmack und Musikalität ver-! rät, schließlich die neue KammermusikervereimguNA Hueber- ■ Mansch, die Beethovens sämtliche Klaviertrios zur Aufführung . bringt. . Frau Olga HueVer-Mansch zeigte, im B-dur-Trio, op.11, in welchem dem Klavier die Führerrolle zugewiesen ist, das volle Verantwortungsgefühl, Herr Josef Z i m b l e r spielte den Geigenpart mit warmem, blühendem Ton und jener Gründlichkeit, die man an dem Konzertmeister de- ShmphonieorchesterS stets schätzt, und der Cellist Luzian H.o,rwitz trug als Dritter im Bunde daö Seine zu einem voxHldl^en Beethoven-Musizieren bei. 'V* De. Erwin Felder. .Lustspieltheater. Ein Abgeordneter, der sich den Kampf gegen die Nachtlokale zum Spezialgebiet seiner politischen Tätigkeit erkoren hat, witd durch eine. unerwartete Erbschaft selbst Besitzer einer solchen Lasterhöhle und muß mm bei Nacht seinen Gästen ein an feuerndes Beispiel gerade jener „Verworfenheit" bieten, gegen die er bet Tag berufsmäßig wettert. Die tutnW COutitiiaiimrifhMta. riAAwf im ftowte haJt SWriiA menschen^ allerlei lustige Verwirrung an, der«, Schürzung und Lösung den Autoren des neuen Schwanks, Wilhelm Jakoby und Artur Llppschitz, nickst Übel gelungen ist, wenn man auch nicht alle ihre Voraussetzungen und Konsequenzen allzu scharf unter die kritische Lupe nehmen darf. Unbestritten. bleibt ihnen jedensalls ein großer Heiterkeitserfolg, an dem auch * die vortreffliche Darstellung hervorragenden Anteil hat. Eine Reihe teils aktueller Typen, wie dHp'puritanische Abgeordnete (August Hardtner), das der Herrschaft an Vornehmheit <^>es Auftretens wett überlegene Stubenmädchen (Mimt ©Steiger), und ein „Telepath" (Harry Stollberg), teils Figuren aus älterer Schwankherkunst, wie die boshafte Erbtante (Josefine Sch war z), die besorgte Gattin des auf Abwege geratenen Ehemannes (Berta Dannegger) und ein alle Schwierigkeiten überwindendes Liebespaar (Liesel Thiele und Paul O l l m ü h l), ein Zigeunerprimas (Willy E z a p p) und ein Tanzlokalportier (Paul Hagen-Stiller) geben sehr dankbare Rollen ab, die bei den genannten Darstellern sehr gut aufgehoben sind. ._ &r. H. Sp. Staats oper^ J Leo S le z a k ist von fcmem Urlaub unücktzesthrt und tritt zum ersten Male Momag in „Olhcllo" auf. Am Todestage Berthovrns geht „Fidrlio" in Szene. — Michael Bohnen wird kommend»« Mittwoch m „Aldo" und am O 'onmag in dm „Mellte»singern" mumtfen. — Wt: wird in rer Staatsvper .T v S c a" gegtt en. Es wirkt Herr Alistodemo G i a rg »n o von der Mailänder Scala als Gast m.t. DelegrerLorwersamnirung des Deutsch - Ssterrerchichon Dühnenvereines. Am weiten Beiatung-ktage wurde der von B zepräsidknsin P a u l s e n e naehcnd begtündete EnnvuN der neuen Satzungen genehmigt. Im Verlaine d r Debal:e über eine Nclhe von fast zumeist abgelchnirn Anträgen führte Theodor Weiß Beschwerde über das Vorgehen tes DirckiorS Bernau gegenüber einzelnen Mitgliedern des Dcut-chen BolksthcaterS., Angelegenhett wurde drm Rechlsschutzbureau zur weitere» Behandlung zu- ^ewiesen. _ Aus den Theatern. In der S t a a t S o p e r gelangt morgen. Freitag. »Siegfried" »in Au fülmrng. Als Gaste wir ea Frau Marre Lorefly-Hölltscher um Herc Mechaet Bohnen mct. Anfang '/«6 Uhr. Im Burgtheater geht 'morgen, Freitag, „% e t 2. a u s ch" in Sz ve. Anfang 7 Uhr. In der V o l k S o p e r gelangt in Abänderung des Spie lplanes heute „Die I ü d r u" zur Aufführung. . Im D e u t f ch e n V o l kS t h e a t e r svieleu in der beMrgen Aufführung von Ibsens ,.P e e r G y n t" .zum ersten Male Her« Zctcncus dm Dr. Begrisfrnfeldt und Here Pater den fremden Paffagier. Montag dm 21. d. M. 7 Uhr, aelavgt Grillparzers Lustspiel e h' d e m, d e r lügt" zur Wrederbolung. Für dreje Vorstellung gelten volkstüurllch« Preise ohne Bormerkgebühr. Im Wiener Dürgertheatrr wird Montag den 4. April rn emer Nachmcktagscorstellung Karl S t r e, 1m a p n dre Rolle des Enenstem in der „Fledermaus" z u ullt a u s e n d st e a Male fingen.. Der dieser Feftaussührung wirken dre Damen E l j z z a, F e'd a k und Z w e r e u z sowre die Herren Z e s l o und Eijeubach mit. . Im Wiener Sladtthrater gelangt morgm. Frerlag den 18. d. M., neu m Srene gesetzt „Totentanz" von Aua Srrm.hberg, mit Josef Jarno, Laura Z e l l e r und Willy B o l k e r m dm Hauptrollen, zur Darstellung. Demission der Weingartner-Gesellschaft. Mr erhalten folgende Mittierlung: Die neue in der Volksoper geschaffen« Sitrurtion hat den Aufsrchtsrat der Felix Weingartner-Gesellschaft m. b. H. veranlaßt, zur Gänze zu demisswnieren. Der Auftichtsrctt ist der» Meinuug, daß die Situation hiedurch «leichtert und neue Möglichkeiten geschaffen werde« können. Kar! Goetz ist aus'dem Verband des Deutschen VolkStheaterS ausgeschieden und verlegt seine künstlerische Tätig» kett nach Berlin. Man verdankt dem Künstl« emige Stunden der Ergviffenhett mrd der Erhebung. Leider nur einige. Denn seine Eigenart, mit schlichtesten Mitteln eine Gestalt zu farmen und sie zu beseelen, kam bei dem Massenbetrleb der Berncru-Bühnen nicht recht zur Geltung. Aber so oft ein günstiges Schicksal ihm eine Rolle oder auch nur ein Röltti^N zuteikbe, durften sich die Kenner auf einen genußreichen Abend freuerr. Unvergeßlich sind vor allem sein Scbretber» lein in SchönherrS dramatischein Märchen „Ein Königreich" und sein AndrokluS. Aber auch Episodenfiguren, wie der alte Herr in WildganS' „Liebe", d« Schloßherr in Kaiser- «Brand im Opernhaus" bleiben als Schöpfungen eines feinen, gepflegten Geistes und echten Künstlers in d« Erinnern»rg haften. Dieser Mcnm hotte in Wien heimisch werden»müsien. ES ist kein schlechtes Zeugnis für das Wien« PubUtum. daß, es die Bedeutung Goetz' erkannt hat und daß der selten Gehörte zu seilten Lieblingen zahlte. Er möge bald wiederkehren mrd ein reicheres Feld d« Betätigung fiuderr. DaS jüdische Theater in Lettland. Die jüdische Abteilung beim Bildungsministvoium in Lettland arbeitet, wie der WUn«r „Tog" berichtet, an einem OrganjfationSstatut kür ein ständiges jüdisches dramatisches Theat« für Lettland. Jur künstlerischen Leitung werden die bekanntesten Regisieure und Schauspiel«, der russisck>en Bühnen, wie Frau S. I. Görden, D. Arbenin und andere berufen. Das Repertoire des jüdischen Theaterbesteht aus den besten Werken europäischer und jüdischer Schriftsteller.. Gerichtssaal. Ein Msrdprozetz irr Graz. Graz, 16. März. Hrme fand vor dem Schwurgericht dix Berhandluntz gegen den MWisen Hilfsarbeider Schaden statt, der am. 8. November v. I. bei Sinnersdorf die Katharina S t r i» b 5 ck ermordet und deren Schwrst« zu ermordm versucht hat. Der AnMazte wnrde m LS Zsßren schwere» it MLrz im Se«r V -- - -.:■■■■ -----u--..-.—..1 Sportpalast Rolande,Wien II, Prater M JE Mm Donnerstag, 17. März, 7 Uhr abends, Lei ermässigten Preteen Grosse internationale Radrennen . Tcrfolg’angsreunon Hofmann-Münzer gegou Kokoll-Duschins&f« Prämienfahren, Hauptfahren, Vorgabefahren, Radballmatche«' Konzert «üer Kapelle Wacek Sport. Die heutigen NadrÄtnen. Heute um 7 Uhr abends kommen in der Rotunde miedet! Radrennen zur Austragung, für die die ermäßigten Wochentagspreise gelten. Das Programm ist folgendes: Große.S Hauptfahren über 2000'Meter, mit Vorläufen. Vorgäbe fahren über 2000 Meter. ..P r a m i e n fahr e« über 20 Runden. ..Verfolgungsfahren zwischen de» Mannschaften Kokoll-Duschinsky und ' Hosfmann-Münzner, Radball-Matches zwischen den Mannschaften Landstraße 1864 und Rund um Wien, Radlerhort und Stttrm« Vogel. Der' Prnterlaus. Am Sonntag vermittags' kommt akS erfte offizielle leichtathletische Veranstaltung der Pratcrlauf zur Austragung, zu welchem 80 Mannschaften zu je 10 Mann ihre-Nennung abgegeben haben. In der Gruppe A. Leicht« athlefikvereine, starten Hakoah (mit vier Mannschaften), W. A. C, (eine Mannschaft) und Rapid (eine Mannschaft). Die größtq Starterzahl stellendie milttärischen' 'Formationen. Zum Hakoah—Wacker-Spiel. Das schlechte Abscbneide» der Hakoah gegen.Wacker ist zum Teil damit zu ertlare«, daß Kratz, Molnar. und Halpern ald Verletzte, Scheuer alS Kranker antrat. Ueberdics wirkte, das völlige Versagen von Drucker und Dickter auf die Mannschaft lähmend. Beschwerde über einen Schiedsrichter. Der Sportklub Hakoah hat beim Fußball-VerbaÄ) über-., den Schiedsrichter Lorenz, der das sonntägige Meisterschaftsspiel gegen W.acker geleitet hat, wegen seiner mangelnden Objektivität Beschwerde geführt. Eine Klubzeitung gibt der Sportklub Hakoah ab triefet! Woche heraus, die jeden Freitag an die Mitglied« de- V«, eines kostenlos zur Versendung gelangen wird. Boxkämpfe in. der Rotunde. Am nächsten DtenStgA kommen zn der Rotunde große Boxkämpfe zur Austragung d«en wichtigster der Gang Czirolnik gegen Fr^mk Rose ist« Der Deutsche Fußballklub Prag soll am ^Sonntag i» Men gegen Rapid antreten. Hechawer, Geselligkeitssektion: Heute umhM 8 Uhr abends: Bunter Abend im Cafe Stadfiheater, 8. Bez^ Albertgafie 39. Gaste willkommen. Schwimmsektioa: Freitag Schwimmabend im Beatrixbad. Nichtschwimmer; Gratisunterricht. Heros. Heute um halb 2 Uhr Training. Freitag Versammlung im Cafe „Drei Lauser9. Bezirk, Alserstratze 34. Anschließend Mannschaftsaufstellung für Samstag und. Sonntag. Hasmonea. Samstag um halb S Uhr Wettspiel de« kombinierten 2. und 3. Mannschaft gegen Olympia-Senioren auf dem 5drieauer Platz. Spieler: Wolf, Schuster, Wieselmann, Welt, Sokal, NeiSb«g, FiScuS. Frey 2, KarczaL Dr. Rubin, Ihr. Ersah: MeinbeS, Rubin. Abends 7 Ähp Spielerversammlung. — Sonntag 12 Uhr Meisterschaft gegm» Prater-Athletik«-Klub. Sportplatz Lkrwau (Endstation A. Ak). -<-- —- .. -- - - -- - - | om i iTunii ii—riiiHf irani^if mir I '7!i nt 7 'ir ■ r r i if | BANKHAUS M. ROHÄTYN Wien, I., Maria meresisntztrasse 10 | Telephon 20-3-63 n* Der Volkswirt. Eine Krone 1.35 Centimes Geld. Mäßiger Rückgang der Krane. j 3« Äünch woticUe: die osterreichlsche Krone . . . . . . l.tzb (1.40 cun Ifc. Mürz» die offen, gestempelte Krone . . —.85 (—.871/» am 16. MärH die tschechische Krone....... 7.70 i 7.70 am 16. MLßüi die Mark........... 9.32'/* (9.32*/» am 16. MärzZj Agram ».»»..»..»»»» 4.— ( 4.— am 16. dNarzl Bukarest ............ 7.95 ( 7.90 am 15. M8rz)> Budavest 1.42V, (1.44 am 15. Märzjl Warschau ........... .—.69 (—.70 am 15. Die ZockerNeferunge« ans der Tscheche Slowakei. Die TWecho-Dlowakeii, die unter bet «ckge»er»«n Depression zu leiden anfängt unb besonders im Z»ckerq geschäft, vornehmlich mit Frankreich, arge Enttäuschungen orieibt, sieht sich nunmehr veranlaßt, einen Teil ihre) Zucker« reichtums an uns abzugcken, und endlich sind die dret Lief erungSver träge abgeschlossen worden, welches Oesterreich die Lieferung von 3600 Waggons gewähre leisten. Im Durchschnitt sollen täglich 30 bis 40 WaggonSs geliefert werden. Es harÄnÄt sich um Zucker erst-« klassiger Qualität, mit dem wir bis zum Herbst^ versorgt sein werden- Von den 3600 Waggons werden 210Q zum größeren Teil in Würfelzucker und zum kleineren Teil in Kristallzucker zu 13 tschechischen Kwnen geliefert. WaH die restlichen 1500 Waggons betrifft, werden wir den monoi* lich aus der New-Uorker Notierung resulüereuden Weltmarkt« preis in D o l l a r zu zahlen haben. In österreichischen Kron«ß beträgt der Wert des geschlosienen Qnanttrms etwa vieg .Milliarden. Die Oefsentlichkeit hoftt, daß infolge best vorhAtnismähig Niedrigen Preises eine Erhöhung unseres gegenwärttge» Zuckerpreise nicht erforderlich sein wird.<De< Abschluß ist nicht nan für den Korrsum, sondern auch füg l «^88 LMtzvS Im «W & MtKMWMx Ke^üuug. j