Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 756 (4.3.1921)
- Date
- 1921-03-04
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2979076-2979773-2979835--06865-2992860- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Sit 790 Wie». Freitag Wiener M«rg«*zeiti»«s_4. März 1921 Seife 7j Obe r- S t. Beit— Ottäkri« g. Ostmark.Plab.7j? W Aanak). --.O st- HAt k—S lowa «. Östnrarr-Pldtz. Y«4 Uhr (Kaullch). — e rma n i a-B ewegun g Schwechat (Wancüra). Mev S^ortklull» Audi«« spielt Sonntag in der Meisterschaft Lear» Simmering« Minerva. DaS Spiel findet aut l Uhr Mittags auf de« Renuweger Sportplatz statt. Der Sportklub Hertha spielt am Sonntag in Brünn aeae» die dortige Moravska Skavia, die dachst den tschcchuchen Boykott durchbricht. Hakoah Amateure. Der Vorverkauf Ar das am Sonntag stattfindende MeisterschMsviel Hakoah—Amateure hat berettS begonnen. (Cafv JndustneÜen. Konkordiaplatz 3, und Gtadiön. u.» Franzendrückenstraße 24.) Hakoah» Hockeysektio» Samstag nachmittags Freundschafrsspiel gegen Lehrer- S p o r t v e r einig u n g am Lehrer-Platz: Reserve alß Uhr: Langer; Griinleld. Steiner ll; Wiener. Berger. Wald; Klent Ul, Hugo und Bela Neumann. Byk, Wiener. Ersatz: Diamant. — I.: %5 Uhr: Blitz; Kaufmann, Koch; Landp. Weinwürm, Nosfig l; Rosenfeld. Aosfig U, Raschitz, Wengra^. Lehrseld. Hechawer. Heute, Freitag, ab V,8 Uhr Schwimmabend für Dame« und. Herren im Bearrixbad, Ul., Linke Bahngasse (Ecke MÜnzgaffe): Mitgliederausnahme.im Bade. Hera». Heute, 6 Uhr, Vollversammlung im Ciffs Drei Lauser. lX., Alserstraße 34. Tagesordnung: Mannschaftsaufstellung, Trainingsfrage. " Ei«e Krone °° 1.30 Centimes Geld.! 9» Zürich notierte: die österreichische 5krone . . ... . 1.80 (ltz0 am 3. Mär.;) die ilsterr. gestempelte 5kröue . . . .—.90 (—.90 am 2 März' hie tschechische Krone . . . . . . . 7.5b ( 7.45 am 2 März) dte SRoit 9 55 v 9.60 am 2» Äkarz ülgrarn ».»,» , » » . * 4 IQ- ( 4-05 am 2. Ä7a:z Bukarest .......... 8.10 ( 8.— am 2 März Budapest . . . . » . 1.37V* ( 1.84 am 2 März) Warschau .. . . . . . —:69 (—.68 äm 2. März) Die Wirtschaftslage Frankreichs. Die wirtschaftliche Lage Färnkreichs zeigt im Innern die Begleiterscheinungen der zwar, gemilderten, aber immer poch starken Absatzkrise, nach, auhenhin eine Handelspolitik, die in krampfhafter Steigerung her Ausfuhr und erhöhtem Schutz der eigenen Industrie immer stärkeren merkantilistischen Charakter annimmt. Wenn das französische Wirtschaftsleben auch auf dem Wege der (Senefutig ist, so . zeigen die im Laufe des Jänner wieder gestiegenen A r b e i t s l o f en z i f f e r n, die nach der amtlichen Statistik gegen 60.000 betragen, daß im Uebergangsznstand zum Besseren noch manche Schwierigkeit zu überwinden sei», dürfte. Die Krise istnach wia vor in der Textilindustrie am schärfsten, eS folgen dann die Metallwerke und die Industrien der öftentlichen Arbeiten. In der Metallindustrie hofft man, in absehbarer Zeih eiste gewisse finanzielle Stabilität der Fabriken zu erreichen, zumal die lange erwartete Baisse der Kohlen- und Kokspreise dank b$n reichen deutschen Lieferungen endlich eingetreten ist und nunmehr eine Verbilligung der Produktion ermöglicht. In der Textilindustrie ist die Lage gleicherweise in den etsässi« schon1 Leinen- und Paumwollfabriken wie in der Lyoner Seidenindustrie gefährdet, am ernstesten allerdings in den Fabriken'des Nordostens, die mitihrem Absatz fast gänzlich auf den Wiederaufbau, eingestellt waren und darum jetzt infolge des allgemeinen Stillstandes .der Wiederaufbantätigkeit besonders zu leiden haben. Die Gründe für die plötzliche Unterbrechung der Wiederaufbauarbeiten sind mannigfacher Natur; die hauptsächlichste wirtschaftliche Ursache dürfte in her Absicht der französischen Regierung zu suchen sein, die Bestellungen so lange hinauSzuschjeben, bis der eingetretene Preisrückgang eine Aufnahme der Arbeiten unter wesentlich billigeren Bedingungen ermöglicht. Die Förderung der Kohlengruben im Mederaufbaugebiet hat sich im Laufe des November 1920 auf 14.831 Tonnen gehoben, das heißt um 8164 Tonnen gegenüber der Forderung im Oktober vermehrt. Daß «ast auf dem Wege dev allmählichen Rückkehr zur Freiheit de» Handels fortzuschreiten, gewillt ist, beweist die Mitte (Jänner erfolgte Aufhebung'der Kohlenkarte und damit'die- Rückkehr zur freien KohteNbewirtschaftung, eine Tatsache, - die zugleich die beste Bestätigung für die reichen brutschen Kohlenlieferungen ist. Der Ueberfluß Frankreichs aff Kohlen ist wieder vom „Journal des Debüts" bestätigt worden, das Sine Meldung brachte, wonach infolge der Anhäufung großer Kohlenvorräte auf den/französischen Gruben^ eine Stockung des Betriebes eingetreten sei. Die finanzielle Lage.des Staates ist zwar als ernst, aber nach den Motten des bisherigen französischen Finanzministers Marse! nicht als gefährdet anzusehen... Der Ertrag der indirekten Steuern und Einkünfte des Staat"» sowie seiner Monopole hat im Jahre 1920 die Höhe von 12.059,203.860 Francs erreicht; es ist demnach gegenüber dem Vpranschlag eine Mehreinnahme , vün 16 Prozent zu verzeichnen. Die Erhöhung im Jahr 1920 hat in ungefähr gleichem Maße ihre Ursache in den fiskalischen Neuschöpfungen des Jahres 1920 wie in dem plötzlichen Anwachsen des Wertes der Steuerobjekte. Die Zolle: nckünfte im Jahre 1920» in der Höhe von 1.691,516.000 Francs zeigen gegenüber dem Ertrag des Jahres 1919 ein Mehr von 17 Prozent. In der Au tz en Handelspolitik hat die Regierung die Wege eingeschlagen, die ihr von, der Kämmer anläßlich der bekannten Interpellationen über die Wirtschaftskrise gewiesen worden waren. Nachdem da» Ermächtigungsgesetz zur Erhöhung dev Zölle ohne ausdrückliche Zustimmung der Kammer bis ßiirn 1, Jänner 1921 ausgedehnt worden war, ireß die ZollerWung <nu§ nicht lange auf tzch warten; ße erfolgte durch Verordnung von 10. Jänner 1921. Wenn auch die Einfuhr, mit ungefähr.13 Milliarden die Ausfuhr übersteigt, so ist doch zu berücksichtigendaß gegenüber^ 1919 eine Besserung um 11 Milliarden erzielt ist, waS umso bedeutsamer ist, als gerade Nahrungsmittel und Fertigfabrikate in der Einfuhr crbgenom men haben. EkleichLsrrrngen in der zollamtlichen Abfertigun§ von Ausfuhrgütern. ' Bisher mußten Aüsflchrsefidungen, die in Wien und in sonstigen Stationen am Sitz eines Zollamtes zur Aufgabe gelangten, vor der Aufgabe der Beschau durch das Zollamt unterzogen werden, während dort, wo sich kejn Zollamt befindet, die Prüfung auf die AuSfUhHähigkeit durch das Bahnamt der Versandstation vorgenommen wurde. - Zur Deseitigüng einer ungleichmäßigen Belastung der Ausfuhrgüter durch Zustreiflosten und dergleichen" wurde nun allgemein,'also auch für Wien, verfügt, daß. Ausfuhrgüter von der Versandstation auf ihre AusfuhrzulässiMit zu prüfen sind und eine vorherige zollamtliche Abfertigung künftig u n t e r b l e i,6 t. In Fällen der Ausfuhr von Waren in. Teilsendungen auf Grund einer Ausfuhrbewilligung obliegt dem Versender, jede .Teilmenge am Rücken der Ausfuhrbewilligung selbst a h z u schreiben. Demnach sind künftighin Ausfuhrwaren vor der Aufgabe ins Ausland dem Zollamt nicht mehr zu stellen, und auch nicht mehr im Wege der Hausbeschau zur Abfertigung zu bringen. Zur.Hintanhaltung von Mißbräuchen ist für eine wirksame, die Interessen der Exporteure aber in keiner Weise beeinträchtigende Aufsicht Vorsorge getroffen. In der Notwendigkeit der Einholung von Ausfuhrbewilligungen für Verbotswaren tritt -eine Aendcnmg natürlich nicht ein. Konferenz der tschecho-slowakifchen Waggonfabriken. Brnnn, 3. März. „Lidovs Nov.ny" melden: In einer in Böhmisch-Trjibau stattstndenden Beratung von Vertretern der tschccho-slowaki'chen Waoyonfabriken wrrd über eine gleichmäßige Austeilung der den Fabriken zugehenden^Bcstellungen verhandelt werden. Dadurch soll verhütet werden, daß einzelne Betriebe zu Arbertrrentlassungen gezwungen,, während andere voll beschäftigt find. Den Waggonfabriken liegen ausreichende Bestellungen auf Güterwagen vor, während Aufträge auf Personenwagen fehlen. Die Konferenz findet am 6. d. M. statt. Handelsnachrichten aus der Tfchecho-Slorvakei. : Prag, 3. März. In bev gestrigen Sitzung des Verwaltungsrates der I n. d u st r i a l bank wurde die Bilanz genehmigt und beschlossen, der am 28. d. M. stattfindenden Generalversammlung vorzuschlagen, aus dem Reingewinn von 18,471.000 tschechischen Kronen eine Dividende von 32 tschechischen Kronen, das sind 8 Prozent (gegen 7. Prozent im Vorjahr) auszuschütten. . Wie die /MvhMsF^'niMek, fand m Wer per t eine Versammlung der Mitglieder des dortigen Industriellen- Verbandes und der Angestellten der Industrie statt, in der eine Resolution angenommen wurde, die sich über die Schwierigkeiten, die dem Export nach Oesterreich bereitet werdet:, folgendermaßen ausspricht: Es mehren sich die Zeichen, daß die Regierung besonders den Absatz nach Wien unmöglich macht, weil sie durch ihre unverständliche Haltung Oesterreich gegenüber dieses zu Re - pressivmaßnahmen gezwungen hat, so daß unsere Waren nach Oesterreich nicht mehr einfuhrfähig sind. Auch hat sich die Regierung noch nicht ernstlich Mühe genpmmen, zu einem Handelsvertragsübereinkommen mit Oesterreich zu gelangen, daS unser natürliches Absatzgebiet ist und den Handel mit den übrigen Absatzgebieten der ehemaligen Monarchie und der Länder des Balkans besorgt. Es steht fest, daß der Handel Wiens mit unseren ErMgnissen niemals", durch eine andere Stadt ersetzt wer.den wird, daß die Konsumenten Unserer Artikel trotz aller Bemühungen der Prager Negierung niclü vön Wierr ab gelenkt werden können und daß wir diese indirekten Kunden an Deutschland verlieren, das schon heute den österreichischen Markt beherrscht. Z '.r WicderAvftmhwi; von Englands Handel mit Rußland wird die Gründung einer „RussiaN Trade Corporation" geplant, deren Organisation zwei Gruppm, eine in England, eine in Rußland, umfassen soll. Das Kapital der Gesellschaft (10 Millionen Pfund Sterling) soll gleichfalls in beiden Ländern aufgebracht werden. Im feitaltat Ausschuß' der englischen Organisation wird ein von btt englischen Regierung ernannter Präsident, ein von der russischen Regierung ernannter Vizepräsident, zwei englische und zwei russische Aufsichtsräte sitzen. Eine ähnliche Zusammensetzung soll die russische Organisation, die als Departement der Sowjetregierung gedacht ist, erhalten. Tätigkeit der Gesellschaft wird bilden: Export nach Rußland von dort benötigten Waren auS England und seinen Kolonien, Verkauf der aus Rußland in Großbritannien eingeführten russischen Erzeugnisse, Durchführung finanzieller Operationen« Aufbringung von An-, leihen usw., Errichtung gemischter Kommissionen zur Ueberprüsung und Erledigung von Geldangelegenheiten zwischen Angehörigen der beiden Staaten, die im Zusammenhang mit Handelsgeschäften entstanden sind. Der Nutzen, wird zwischen Leiben Organisationsgruppen geteilt. In Rußland wird die Geschäftsführung der Korporation in Form eines Staatsin o n ö p o l S erfolgen (in England nicht). Dis Schwicrßgkcite» der polnische« Knufimmnsdank. Zu den Schwierigkeiten, in denen sich die Polnische Kausmannsbank in ' Warschau - befindet, gibt das polnische Kriegsminrsterlum jetzt bekannt^ baß die Bank vom Kriegsministerium in der letzten Zeit 288 Millionen Mark erhalten , hatte, als unberührbares Akkreditiv zugunsten des Bezuges von größeren Mengen Reis aus Japan. AlS nun das Ministerium das Geld zurückforderte, stellte sich heraus, daß die Bank zur Rückgabe «icht k» der . Lage war und mit dem Gelde andere Verbindlichkeiten gedeckt hatte. Die Direktoren sind daraufhm in Haft genommen «ud eine interministerielle Unfsichtskonyniünm ainDchcht ttttbpt. Km KMüttewWK sM ffr samten Unternehmens soll nach Möglichkett vermieden werdend Tatsächlich nehmen dre Zweigniederlasiungen von dem Warschauer Ereignissenlauin Notiz und setze:: ihre geschäftliche Tätigkeit fort. , . Dalntenkurse. Im gestrigen freien Verkehr waren fremde Zahlungsmittel gefragt und h ö h e r. Nachstehend die offinelle« Schlußkurse: ' Amsterdam 24 Geld, 25.650.— Ware (gegen I.Mätz 24.925.- Geld. 25.625.— Ware), «gram 490.-. 494.- (491.— 495.—, Belgrad (1965.- 1985.-). Berlin 1154.50, 1160 50. (1151.50, 1160.50), Brüssel 5465.-, 5445.— (HW.—. 5470.—). Bndavrst 164.-. 166.— (165.-, 167.—), Bukarest 957 50. 967 50 (965.—, 975.—). Christiania 12.575.—; 12.625.— 12.475.—, 12.525.-). Ksvenhagen 12 975.^,18.025.— (13.025.-, 13.075.-), London 2832.50. 2852.50 (2820.—, 2840.—), Mailand und Triest 2665.—. 2665.— (2640.—, 2660.—), New-Aork. 729.50, 733.50 (727.-, 73Paris 5192.50. ■ 28 >.50 (5170--, 5210.-). Prag 909.-, 915.— (906.75. 912.75), Sofia - 850.-. 860.- (852.50, 862.50),' Stockholm 16.170.—, 16.230.- (16.220.-. 16.280.-), Warschau und Krakau 78.—, 80.— (76.—, 78.—), Zürich 12-125.—, 12175.— (12.025.-. 12075.—), Dollarnoten 723.-, 727.— (720.—, 724 —), Belgische Noten 5405.—, 5445.— (5420.—; 5460.—), Bulgarische Noten 830.—, 840.— ^825.—, 835.—), Dänische Noten 12.875.—, 12.925 - '12.925.-, 12.975.—), deutsche Marknoten 1152.50, 1158.50 (1153.50, 1159.50), englische Noten 2810.—, 2830.- (2805.-, 2825.-), französische Noleir 5180.-, 5220.— (5155 -, 5195.-). holländische Nöten 24ß50.—, 24 950.— ^24.850.—, 24 950.—), italienische Noten 2662:50, 2682.50 (2637.50, 2657.50), unabgestempelte jugoslawische Noten 1918.—, 1968.— (1923.—. 1973.—). norwegische- Noten 12.500.—, 12550.—, (12.375.- 12.425.-), polnische Marlnoten 78.50,80.50 (75.50, 77.50). Rumänische Noten 947 50, 957.59 (945.-, 955.-), Russische (Rom.) 297.-, 303.- (BOI.—, 307.—), Schwedische Noten 16.070.-, 16.130- <16.120,-, 16.180.-), Schweizer Noten 12.135.—. 12.175.— (11.975.—, 12.025.-—),tschechoslowakische Noten 908.50, 914.50 >806.75, 912.75), ungarische Noten 163.70. 165.70 (164.50, 166.50'. ' Di« Ansprüche der Tschecho-SlorvaLei auf di< Elbeschiffatzrt. In der Generalversammlung der „Elbe" Dampsschisfahrts-A -'G. in Hamburg wurde mitgeteilt: Die Bev Handlungen in'Paris würden auf eine kurze Zeit unterbrochen, damit die Forderungen der Tfchecho-Slowakei von den deutsche» Sachverständigen nochmals ernstlich yeprüft werden könnten. Am 6.. 8. M. soll der amerikanische Schiedsrichter die Entscheidung treffen, ob die Tschkcho-Slowakei überhaupt einen berechtigte» Ampruch am die Elbeschiffahrt hatte. Außerdem komme noch d« Abgabe des Schiffsraums für die Wiederputmachungskommission, die sich zwischen 170.000 und 200.000 Tonnen bewege, hmzw Einzelnen Schiffern seien bereits diesbezügliche Mitteilungen zn« gegangen. Die D i v i.d e.n d e der Gesellschaft wurde mit 20% (im Vorjahre 6%) festgesetzt. Hanna-Malzfabrik in Krrmster. Die am 1. d. M. abgeballene 51. ordentliche Generalversammlung hat für das G'schLftsjabr 1919/20 die Verteilung einer Dividend e von llä 20 per Aktie beschlossen. ( Von der Wiener Msfse. Die Zeichnung von Aktien für die Wiener Messe-Ä.-Gnimmt einen günstigen Verlauf. Das Interesse der Kaufmannschaft und auch sernerstehender Kresse ist bedeutend. Der Obmann des Proponentenkomitees, KommeniaW H o ch m u t h, begibt sich dieser Tage mit einigen Fachlmte» nach Leipzig, um die Einrichtungen der dortigen Messe zu studieren. DaS Meßamt in Leipzig hat in entgegenkommende» Wesse die Erlaubnis erteift daß in Leipzig während der Messe fSr die Wiener Herbstmesse Propaganda gemacht wird, so daß z» hoffen steht, daß ausländische Einkäufer, die Leipzig zu besuche» gewohnt find, auch Wie» auffuchen werden. . Ausgleich. Die Passiven der F i a t Film-Grs. m. b. H^ in Wren, VII., Nmbaugüitel 2, über welche gestern das Ausgleichsverfahren eingeleitet wmde, betragen K 1,474.000. Beteiligt ist zumerstHrivatrapita!. . Söiener Börse. Hervor gerufen durch die Meldungen aus Paris und Londo» betreffs Deutschlands, eröffnete die gestrige Börse iit schwache» Haltung. ES fanden in den führenden Kuliffewerten Abgaben statt, wozu überdies.uoch die Rahe der Versorgung maßgebend war. Nachdem aber die Abgaben keinen größeren Umfang hattet war das AuSgebot auf keinem Gebiet drängend. Eine Ausnahm» bekundeten Länderbank-Aktien, die nach dem letzteren stärkere» Rückgang mit einer Besserung einsetzten, da eine günstigere Auf-! tassung hmsichtlrch der Umwandlung dieses Instituts vorherrschend war. Im «eiteren Verlaufe des.Verkehrs trat jedoch eine entschiedene Besserung ein.und die anfangs erlittene Einbuße wurde zum größten Teile wieder wettgemacht. Größere Käufe in Alpine-t Aktien bewirkten eine Steigerung dieses Effetts um X 390.—, ferner wurden Südbahn-Prioritäten w:eder lebhafter umgesetzt und zu höheren Kmfin aus, dem Markte genommen. Bevorzugt und steigmd waren auch SiemenS-Atti», wogegen Ruston u« K 479.— im Rückstand blieben. Im Schranken war das Ge-' schäst ruhiger und znmeist schwächere Karle in Geltung. So verloren Dan pfschiff.t°l.4S0.—, No.rdbah» K 980.—, Graz-Köflacher K 275.—, Brch« Kohlen K 500.—. Gran-Szaszvarec K 300.—, Ungarische allgememe Kohlen K 800.—, Urikany K 400.— und Westbßhmen K 830.—. Höher dagegen waren Berg und Hütte» um kl 12(;0.—. Aus dem Rentenmarkt gab die Ocsterrelchischtz Goldrente und Ungarische Kronenrente \t b% tk. 9m übrige» verweisen wir aas «üchstehende Schlußkurse: H Znvnstrie-rinrernehmnngen. Allgemeine Daugesell« schaff 2320.— (— 80.—), Unionbau 2230.— (— 69.—), Wien« Baugesellschast 1950.— (— KönigShofer Zement —; .-i. Perlmooker gement 4500.—(4* ICO.—), Wienerberger Ziegel 5800 - (+ 200 —), Liefinger Braueree 2850.— (— 40.—), Sarajevo 5200.— (—100.—), Aussig Chem. 13.250.— (—170.—), Brosche SpintuS —Carborundum 8000.— t— —). Clothilde —(— —.—), A. E. G. Union Elektr. 2250.— (-Bereinigte Elektrische 2570.- (— 80.-), Siemens Schnckert 2550.- (+100.—), Alpine 9300.- (+ 890.—), Berg- und Hüttenwerke15.700.— (-1-1300.—),Austna Email 5700.— (— 140.—), Egydier 9000.- (— —), Enzesielder 3500.— -— 15.—), Felten & Guilleaume 9200.— (— 200.—), Greiuitz Eisen 6460.— (-fllO.—), Hutter & Schrantz 300».— (— 90,—), Krupp A.-G. 2160.- (— 10.—), Poldchütte 5290.— (+ 20.—), Prager Eisen 15.100.—(— 390.—), . Rimamurauy 6600.— (—175.—), Skodawerke 3965.— (—175.—), Waffenfabrik 3490.— (— 60.-), Dritter Kohlen 11.250.- (- 60p.-), Grau- Szaszvarrr 4900.— (— 300.—), Nordung. Kohlen 4580.— (—20.—), Obenmg. Hütten 6800.— (-j- 10.—), Rossitzer 5300.— — —Salgo - Tarjauer 10.480.^- (— 70.—), Trifailer Kohlen 5880.—(-1-180.-). Nng. Allg. Kohlen 14.100.- (- 800.—), Urikany 7500.— (— 400—), veitscher Magnesit —.— -.—), Westböhm. 7250.- f- 330.—), WolfSegg 2450.-. (— 40.—), Dane! Maschinen 4390.— (-,—), Brünn« Maschffle» 4650.— (— 100.—), Daimler Motoren 1375.— (— 5.—), Fiatwerke 1420.— (+ 20.—), Heid Maschinen 1438.— (— 8.—), Hofherr & Schrantz 1319.— (—40.—), Sigl Lokomotiv 3405.— (— 95.—), Ruston 4120.— (— 479.—), Simmeringev 2170.- (-128.-), Elbemühl 4280.— (-160.-), Seykam-JosG' chattr 6300.—(—140.-), Rmsteditt U^-t-