Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 744 (20.2.1921)
- Date
- 1921-02-20
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 82% known words query
- IRI
…/2979076-2979773-2979823--06743-2992726- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Baku 1× ep/1000527
- Saarburg 1× ep/1045601
OCR text
Nr. 744 /Men, Sonntag Wiener Moroeitzettuitg 20. Februar 1921 -1 BANKHAUS M. ROHATYN Wien,Maria Theresienstrasse 10 Telephon 20-3-63 494 rn - *•*. n-1 svn »■.'»r - in --» im» JE WWII J>U7>1IWUV Der Volkswirt. Girre Krone --- 1.32V§ Centimes Geld. Ir. ^üricd norierrr: die östrrrrlchnchc Krone . . dre öüerr. gcsiemrelte Krone die riLeHtschc Krone. . . dre Mark . . . . . . . . Ägram , « » . ».» » « » DakqrLst ... * iBudärefj- . ,'V v. . . . Marichau . . . . . . . 1.32Vs * 135 am IR Februar^ . l.— ( 1.— 18 I9'btnat . 7 SO l 7 80 .\ta IR Februv) . sss s 97 Vs am 18 Februar . 4 Sb ( 4 25 itn 18 F-bruu . 8 — t L40 im 18 Fbiua . I IS l 1.15 im 18 Februar' -^.77'/, (-.80 am 18. Februar > Dr. Neifch §kber die BermVgsnsah^a^e. Usict Einladung deZ VeveineS »Währungssckwtz' ^rach Dr. Reis dj im großen ©ade der Handels- und Getverbekammer und führte «, a/aus: Der von den Sozialisten Vertretene Plan einer möglichst weitgehenden Realabgabe sei kn dyyr^ Widerstand/ der"bürgerlichen Parteien gescheitert. Der Zweite.hauptsächliche Standpunkt-sei aber die Art der Einreibung, die Festsetzung der Termine und Eiuzahlungs« oedinguuo-n gewesen. Auch hier sei der Standpunkt der rüvgerlichsn Parteien schließlich in der Hauptsache zum Duräibruch gelangt, der an 'Stelle 'drakonischer Maßnahmen and Strafen sowie Gewaltmäßregeln lreüer g^visse ' Begünftigungen für rasche und weitgehende Einzahlung sehen sollte. sich die bürgerlichen.Parteien vondiesem Voriehen der: gleichen oder noch besseren Erfolg versprachen, ätten sie eine Art, m o ra lisch er Be rp fl i ch t u n g aüvbvlNoürmen» daß ihre Parteiangehörigen diese Voraussagen nicht Lugen strafen werden. — Hrdet diesen VorauStu^gen habe man die Vorauszahlung' der Vergensabgabe vor der Bemessung geschaffen. Man sollte inen» daß dies Anreiz genug biete, dem Staate rasch und reichlich zu geben. Es gäbe aber noch immer einzelne Leute. Sk anderen die Vorauszahlung gewissenmaßen «rnieS /machen" wollten. Der Staat — so sagen sie — könne von Heute auf morgen Zusammenbrechen und dann hätte, man <fiäj mit der Leistung übereilt. Es sei hier nicht Zeit genug, 'um die ganze Niedrigkeit der Gesinnung untd Gemeinheit olchen..Denkens in einem Augenblick, wo alles: an die - iettur^ des Staates denkt, därzustellen. Diese Ausstreuungen find aber auch ganz unrichtrg. Oder glaubt man wirklich, daß, 'wenn nach dem Zusammenbruch eine sehr linksgerichtete s^egierung.xLns Ruder käme, diese den „Bourgeois" etwa die j Vermögcn^abgabf&enten werde? \ , SS' -seT zu. hoffen, daß die Erkenntnis all dessen, daß . Klugheit - unid Anständigkeit, Verstand und Staatsgefühl /gänzlich zum Durchbruch gelangen und dem günstigen An« j sang der Vorauszahlungen ein erfolgreiches Ende sichern. DhrrchsÄhrungserlatz Mw Vermögensabgabegesetz. Das Vundesministerium für Finanzen hat in einem durch süh rungserlaß zum Gesetz über die einmalige große- Vermögensabgabe -nähere Bestimmungen über die selbstverjLndlich zulässige Verwendung von Verrnögenschaften, die im Ginne , der Ul. Vollzugsanweisung zur Sicherung der Der- sowie solcher, die beim Postsparkassenamt gegen Rentenbuch hinterlegt-sind, zwecks Vorauszahlung der Vermögensabgabe ungeordnet.' Die. Bestimmungen der VII. Durchführungs" Verordnung, zum, Dermögensabgabegeseh über ^die vorläufige Annahme nimt kontrollbezeichneter Kriegsanleihen werden auf die ^Schuldütel jener Optanten, die durch zehnjährigen Aufenthalt in einer inländischen Gemeinde Anspruch ans den Erwerb des HeiwatrechteS gehabt hatten, ausgedehnt. Auch die nach dem 31. Oktober 1918 erworbenen Kriegsanleihen werden unter bestimmten Voraussetzungen zur vorläufigen Dorauszab'.unZ zu gelassen. Vorauszahlungen sind ohne Rücksicht auf etwa bestehende Steuerrückstände stets, auf die Vermögensabgabe anzurechnen. Gesuche um Befreiung von der Vermögensabgabe. Die Oeff ntl-chke t wurde feim et dich » aufgeklärt, daß G suche um Be reiuna von der Beimög nsadgate ormäh $ 7, Absitz 2 und 8 und js i.", Absatz 2 des 2siim8c,enSabgabeges tzcs vorläufig nicht ctitgebracEit w rdm 'ollen, da näbne Änvidvuv^ei über d>e E'n'ningnng d ese» Gesuche erst ren osten werden wüiven. Zn m schen hat ->e Vit D» ck!üb uv sverordnung zum '^''nnögensaba begeiek beü'mmb dm solche Genchc be» der zu« ständigen Skenetbebö'de l. Instanr einacrelcht werden ^ollm. r-otz^^n langen noch immer lotete Gesuche m großer An-abl te m Bundesmmister um für Fincinum ew. Ties bat nur »me B.r'ögenmg in der Erlediqung zur Fo^ae. da di"'e an unrckoeer Stelle rrngebrachien Gesuche den Ge'uchsiellen zmückgestelll werken müssen, kamst sie sie cm richtiger Stelle rindringen. Eniissch' Gv^orfkr-ediLs kür Oesterreich. London. 18. Februar. (Reuter.) Der Handelsminifter ist ermächtigt worden, englischen Gesellschaften und Einzelpersonen Kreorte für die Ausfuhr engl!« scher Waren nach Oesterreich zu eröffrsen. Das Parlament hat der britischen Regierung S6 Millionen Pfund zwecks Förderung des Außenhandels be« willigt. Ein Teil dieses Betrages soll nunmehr den englischen Industriellen als Kredit zur Verfügung gestellt werden. Oesterreich benötigt vor allem Rohstoffe und Halbfabrikate. Es bleibt abzuwarten, ob die österreichischen Kauf-, leute und Fabrikanten bei dem ' gegenwärtigen enormen. Valutarisiko den Kredit werden ausnützrn können. Dre rrngar';^^ Vermögensabgabe. S’O't 1000 fronen an! Budapest, 19. Februar. In der heutigen Sitzung der Nationalversammlung unterbreitete Finanzminister Doktor Hegchüs eine Reihe von Gesetzentwürfen, darunter den ersten Teil der auf die Vermögensablösung bezughabmden gesetzgeberischen Bestimmungen. Dieser Entwurf behandelt die Vermögensablösung der Einlagen, der Kontokorrentfovderungen und' der Bargelddepots, ferner der mländischen Aktien ur.b der genossenschaftlichen Geschäftsanteile, der ausländischen Währungen und der ausländischen Wertpapiere. Die Vermögensablösung beträgt von 1000 bis 10.000 Kronen 5 Prozent, von 10.000 bis 50.000 Kronen 10 Prozent, von 60.000 bis 100.000 Kronen 15 Prozent und über 100.000 Kronen 20 Prozent. Bon ausländischen Staatsbürgern ist die in Rede stehende Vermögensatlösung zu entrichten, wenn sie ständig in Ungarn wohnen oder zumindest ein Jahr un» unterbrochen, oder zum Zwecke des Vermögenserwerbes sich längere Zeit hier aufholten. Ausländische Unternehmungen, die auch in Ungarn Gefchäftsniederlagen besitzen, haben gleichfalls eine Vermögensablosung zu entrichten. Die für ausländische Werte zu entrichtende BermögensaHlösung erfolgt in ausländischer Währung. Der Geschäftsbericht des Norddeutschen Lloyd. Ueber daS Geschäfts raebn iß d-S Norddeutschen L l o v d in heu Kr'e'ßkahren 1^14 b s i‘«J8 sowie tit denIah en IS.9 und 1920 w"d vom No'd?»U!schen Lloyd 'vtgendes mitgeteilt: Für 1914 b s 19H er^bt sich e n B :r,edsüb r'cknß von '.3,200 002 Mark,.welchw zu Adich'k'bung''n benütz' ist, für 1^19 verdkeiden 1!i.70l(000 Mark und >ür 1920 A.00000 Mark RohüberschÜsie. welche nach Abichrnbunaen von 5.6"0.0stl» Mark. bkz'el'»ngSwei>e 8 4!,0.000 Mark es ermöglichm, de, Generalversammlung die Bertnluna einer Div'tenke von je 8*/# fftr die beiden Jahre 1919 und 19 0 vorzu'chlaaen. Nach Gen iimrsiung durch die Generalvcu'ammluna wird d e geietzsi!-.« Nückl.rge in 1919 740.000 Mail und'm 1920 um 719.' 0) Mark, zusammen um 1.4^0.000 Mark erhöbt, d m Erneuerungsfonds m ISIS 2,750 0l-0 Mark, in 19?" 2,660.0 0 Mark, in'ammr» 5,410 0>0 Ma-k - «gefühlt. Die Rr'nven b lanien sich msg.samr au? 4^.0 0000 Mark. TaS Wiederan'baukoi'to erscheint mit SS^e M llwnen Mark, wovon biS tzl. De-'ember 1920 '0Y6 Millionen Mai k tür d n Wiederaufbau verausgabt wäre«- DaS Kapital soll um 125 Millionen Mark kihöht werden. Abschluß des rufstsch-holländischen Naphthaab komm^ns. Stockholm, 19. Februrr (Tel. Komp.) D e S owjelv r e \ i e buchtet über nncu Bkitrag^ab chlusi Zwischen Moskau und dem N a p b r h a s y n d i k a t der R o v a l Durch Company DaS Cyneikat erhält - de Ausbeute für 1 0 Millionen P,ld Navy, ka in den Gegenden v^^ Baku und Utah. Dre Angestellten sollen das Reckt der E.- e r fcriatitat geni ß « AlS Gkgenlkistnna wll die Royal Du ch Company beim Wiederau'b u der russischen Naphlhaindustr»e mitnmfen und Transvortm ttel liefe»«. BX5RO* MASCHINEN** NOBBBK.T eHRLlCM BB BORO» EtWai^iTUIlUSr KOmANDflV 6*$ZU$CtVXt Telephon 17956 J Pasisetieckonto 62421 I., WIt»pli«ij?er0tra98e Nr. Ä* .SP^tAUTAT- Pr^Va'-c Farbbä der Hnrbon.n Wnrhsn^tdere Ezpl' Ulcrung von Salz in Peläftiim. Aus Jerusalem^ wird uns berichtet: Zwecks Ausbeutung dos Toten Meer-«. Salzes wurden im Golf von Atlith Ausbaggerungen unternommen. Bei dieser ncugeschaffenen Älrbeitsgelegenheit werdet 160 . Familien ihr Auskommen finden können. Die Kohlenpreiasrage in Enalind. Ein Bertret«L der CoalAüociativn äußerte sich rer,,Da ly Mat* gegenüb r. daß sich die Preisreduzierung für K oh l e etwav»«. Rahmen von iünf Sch'llmg wo Tonne beweg-» wiid. Die s^rad'tzung ,st n ckt vor Apnl oder Mar in Aussicht genommen- Sie ist i-'vch v"' Sick'ibe r m e'wa''ev. ' V Zur Nsstrifizlerung der ungarische« KrkegSanleihwL, Dir ungarische Gesandtschaft in Wien Verlautbart: Die iu Oesterreich erliegenden ungarischen Kriegsanleihen der. i* Oesterreich wohnhaften ungarischen Beamten, ungarischen. Pensionisten urrd gemeinsamen Pensionisten ungarischer: Staatsangehörigkeit werden zur Konsignierung und Nostrrfi» zierung in Ungarn zugelassen. Die näheren Details diee Durchführung werden vom königlich . ungarischen Finanz» Ministerium bekanntgegeben werden. Die Frage der Nostrisi» zierung der in -Oesterreich befindlichen ungarischen Kriegs» anleihen sonstiger in Oesterreich lebender ungarisches Staatsangehöriger bleibt bis aus weiteres in Schwebe. j Privatverkehr Im gestrigen Privatverkehr war die? Tendenz fest. Es notierten: Kredit 1460.—» StaatSbahui 6310.—. Alpine 6040.—, Lombarden 8660.— und Südbahü* Prioritäten 3800.—. i Die Firma Josef Lewenhäk, Wien, hat ihren bisherige» Wirkungskreis ltzolzgrotzhandlung) durch Errichtung eine? Exportabteilung für Waren und Erzeugnisie aller Art bedeutend erweitert. Sie wird das Exportgeschäft nicht nur nach den Sukzessionsstaaten und dem Balkan, sonder» durch ihre Schwestersirma L. Lewenhäk, 82. Aldersgate Street, London E. C. 1. auch nach England und den übrige» Weststaaten pflegen. Infolge der Verlegung ihrer BureauL und Mirsterlager nach Wien, 2. Bezirk, Taborstraße 1, dürft« sich dank der zentralen Lage der persönliche Verkehr mit de» ausländischen Kaufteuten, beziehungsweise deren Einkäufer»^ wesentlich leichter gestalten. Durch die beabsichtigte Ueber» nähme von Generalrepräsentanzen leistungsfähiger Jndu« strieunternehmungen dürfte die genannte Firma zur PopAt larisierung unserer Industrien im Ausland beitragen« Neu^run^uny einer Woll-A.-G. in Zürich. Do» niv'drrländi'chen Kavitalisirn wurde in Zürich mit einem Aktie kapit'il von 3 Millionen Schweizer Franken eine Woll-A.>>l, gegründet, die die Ern- und Aus'uhr von Wolle tetreibr« soll. RkederS'^rreMsche Esk-mpte-G'-ftllschaft. In der «ev; waktungsratsitzung wurde Dr. Oskar Jnwald-W.ald» treu, Vizepräsident und Generaldirektor der Glasfabrik« und Raffinerien Jofsf Jnwald A.-G., in den VerwsltnngSrai kooptiert. - Drrtrag über die Vermögensabgabe. DienStag d« 22. d. M. um halb 8 Uhr abends hält Herr Hugo Benedikt für die Mitglieder der Zionistischen Bezirkssektion L attfc»j straße im Restaurant Ltttmann (Radetzkystraße) einen E- — trag über die Vermögensabgabe. Aufhebung der Einfuhrverbote in Finnbnck. Wie Kammer für Handel, Gewerbe und Industrie in Wien mitteitt«! wurde das generelle Einfuhrverbot in Finnland aufgehvben^ Nur für reine Luxnswaren bleiben die Einfuhrverbote «ttj»i recht. Für die österreichische Schuh- und Hutindustrie eröffn«« sich dort gute Absatzmöglichkeiten. j StemprkebNtcrierunq dnrch das Postamt GtammErSbsef. Wie die Kammer für Handel, Gewerbe und Industrie 1« Wien mitteilt, wurde zufolge Erlasses der FmanzlandeS» direktion tn Wien vom 10. Februar 1921, Zahl V 2479/2, das Postamt Siammersdorf unter dem Vorbehalt des bv-° liebigen Widerrufes mit der Obiiterierung der Stempelmarkei auf Wechseln, kaufmännischen Anweisungen über Geldleistungen sowie auf diejenigen Schecks, welche den Anforderung«! des § 3 d«S Gesetzes vom 8. April 1906, R.-G.E Nr. 84L nicht entsprechen, daher der Stempelpflicht wie kaufmännisch« Anweisungen unterliegen, betraut. Börse für landwirtschaftliche Produkte. Der Dertrüch gang des Züricher Kronenkurses hat die Tendenz de» Warenmarktes im Sinne der Festigkeit beeinflußt. Die heuti« Wochenbörse zeigte lebhaften Besuch, wobei auch Interessenten aus den Sukzessionsstaaten nicht fehlten. Im Transithande! konnten heute belangreichere Umsätze nicht getätigt werde» da nur kleinere jugoslawische Offerten Vorlagen. Die jugoslawischen Produzenten warten gegenwärtig das Ergebnis Ser Zollverhandlungen ab und geben größere Warenposten derzei ungern ab. Jugoslawischer Neumais wird mit Mark 3 65 Lokoware mit K. 26.— bis 37.— bewertet. Futterstoff Offeriere grosse Posten Pifiolnägol, T«nftsiifte, Sensen, Dengolzouge, Hufeisen, Ei, hifnägel,Vorhangschlösser, Ifauskastcnsclilösser, Bttbenhanon, Holzhacken, Metall' sägoblUtter, Spannslisreblätter, Zngsägen, Eimer, Zangen, Schanfeln, 1 Striegel, Holzschrauben, Fassnieten, Werkzeuge, Draht 0*28, Otto Wagentierg, Eisen- und Stahlwaren en gros Wien»!•» Tuchlaubeu 19 —> Telephon Nr« 99.948, 69.999« sie