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Wiener Morgenzeitung · 1921-02-03 · Heft 727 (3.2.1921) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 727 (3.2.1921)
Date
1921-02-03
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite« Wien, Donnerstag Hanfe gebrauchte Pelz« aller M!! 7«r»1e «dgel«ste <> errat« jtitb DamenNeidcr. Uttifortnru, Wäsche, Tchuye, Teppiche, Röbel. Brillante«, Pretiosen nvd Iawelen. 811 Nur Mayer, 2.Bez.. Große Sperlgasse 28 Reellste Stans! «eine Filiale: Telephon 46821! * Lebensmüde. Im Hotel Belvedere. Landsiraßerpürtkl 27. A»t sich in der Nacht mim 2. d. M. em Gast, der alS «Dr. Leo 'S ch l i e st e r" gemeldet war. in der Absicht, stch zu törcn, tme Morvbiuminjektio» gemacht. Die Rettungsgesellschast brachte ihn ÄtS Wiedner Krankenhaus. * » * Selbstmorde lm ILnner 1921. Im Jänner 1931 And im Wiener Polleeigebiet «3 Per'onen. d-umner 15 weiblichen Geschlechtes, freiwillig aus dem Leben geschieden gegen 3 s im $6mt«r vorigen Jahres und 40 rm Tezcmder vorigen Jahres. * „Metavnm Gold- — (mit dem Regenbogen) die gut- Hmäbrlr Talchenlamvenbattcrie. * Heule. Donnerstag den 3. d. M, von 9 bis 5 Nhr «elangen aus -em Besitz eines GioßindusirieNen dessen gesamte Wobmmgreimick» ung sow e Persenrpviche. D lder, Spiegel usw. in» AnNivnShaus I Fi'chrr. V.. Slrobachgasse 8, Parterre? zur Brrsteigrrung. Stiaßenbahnlinirn 3. 1^, 61 und 68. * Kisten aller A'.t erzeugen ma'chinell und lie'ern rasch Md billig A. Gmsberg & Co. H , Praterstraße 56, Derernsnachrichten., , Jüdische T i s ch g e' e l l s ch a s t Alleristraße und Umgebung. H e u t e wie allwöchentlich ^nfammerkunsi im Weißen Saale des Ri-dbof Geselliger Abend. Gaste wükvmmrn. Anfang 3 YUu n&mb?. Einladungen werden nicht vnickuät. — P a l Ü st r wa - S e k t t o n d e s Vereines jüdischer Hörer an der Hochschule iür Bodenkultur. S'msraa den 5. d. M., Uhr abends, allgemein zugänal cher L ch'blldervortwg üv'r Masch'nenelnrrchtuna einer Zucker'adrik. ^Jcieient Ing. P. Svbeck. Ort: Jüdische Arbeiterliiche. 11., Vlumauergasse 1. Sonniag fcai ß. d. M.. 10 Uhr vorrmtkigs, Ml>''ledervnsa"'mlmig im Brre n Zion. — Hrtachdutb. Heule. '/.8 U r a end'. picsse Versammlung im XX. Ben? Ort o n beeHall •, aX., Denisgasse SS. Referenten Dr. Teich m x n n n>ch> G. Picker. Jugendliche, erscheine'! — verband zionistlscherJugendgruvpen Dafvir Marlin Rathiprecher schwer erlran't ist. w rd es c. st in d ei b s vier Wochen möglich sein, eine Delem rten'ryinm e v u i n n. — Hebräischer Klub Hent' um 7 Ufv Herrä difr Abend im Hotel Post, Fle?chma>k Ans die'-m A lasse v'rtDcn Lewe feie Abend.'rme nicht statt uno blnbr der L'.seiaal geschlossen. _ »r* h >» 'WWev MMWtztzW. Sport. 3. Februar 188! Freie I8-is<s»e B^ksb^hne. Seit mehreren Wochen gibt die Freie Jüdische Volksbühne im eigenen Theatersaal (2. Bezirk, Untere. Augortcnstratze 8) allabendlich Vorstellungen. Das hohe Niveau der Darbietungen hebt stch nicht nur vorteilhaft von dem jüdischen Tingltangl - Unwesen ab, sondern hat auch . volle Anerkennung, ja Bewunderung berufener Beurteiler gesunden, Ne nach einmaligem Besuch dieser würdigen jüdischen Kunststatte immer wiederkehren. Wir erfüllen nur unsere rcdak. stonelle Pflicht, wenn wir alle jüdischen. Kunstfreunde au^ die Freie Jüdische Volksbühne aufmerksam machen. Der Vere'.a :ntb die wackere Schauspielertruppe, die in selbstlosem, küi stlerischern Idealismus dieses Theater begründet hak en, verdienten es, daß sie durch zahlreichen Besuch und gute Einnahmen recht bald in die Lage gesetzt werden, in größerem INatzstab wirken zu dürfen und dieses Theater zu einer jüdischen Musterbühne auszugesialten. Wer Vorstellungen wie «Jeckel, der Schmied", „Der Unbekannte" oder «Der Gott d?r Rache" gesehen hat, wird nicht nur wiederkommen, sondern in seinem Kreise für die Freie Jüdische Volksbühne werben. » .,, „... ' Heute abends halb 8 Uhr gelangt in der Freien JüdUchön, Volksbühne Asch' dreiaktiges Drama «Der Gott der Rache" mit Egon Brecher in der Rolle des Jankel Ähc.p-, Zchowicz. zur Aufführung. > - A»s de« Theatern?'.,, ° V Im B u a t h t a t e r gelangt morgen, Freitag zu erhöhten Preisen „Hamlet" zur Aufführung. Än'ang '/,7 Uhr In der S t a a t s v p e r grhi morgen, Freitag, ,Ä-ld a" M Szene. Erhöhte Preise. Antang 6 Uhr. , I« der Volksover gelangt heute. DonnerZt-w. '»Carmen", mit den Damen Rantzau, de Deb et r und de > Herren Schürmann. Fleischec-Janc ak. B.er, Bandler und Marlowsky m den Hauptrollen, zur Aufführung. Im Deutscben Volk-stbeater g'lnvst morgen. Freitag den 4. d. M um 7 Ubr Beinard Shaws saiirnclns Märchenspir! „A n d r o k l u s und der Löwe", deut'ch von Siegfried Trcbitsch, in Sicne ges tzt von Dir ftor Beinau, h» folgt! der Besetzung der Hauvtrollen zur Elstaufführung Andi vkluS — Herr Goch, der Löwe — Hcrr Brau cweiter, FrrrovmS — Herr Ev'tth. H.inwmann — Herr Werner-Kahle. Lcnin!u§ — Herr Crma, Me-ellns —- Herr Alttmg n, Cen'ur s — Herr Schrerber. Kaiser — Herr Bonn, Svincho — Herr Nowotny, Svielleuer — Herr Weiß, Megara — Frau Bolckniar, Lao nia — Brau Waguer. In den K a m m e r s p i e l e n de§ Denlschen Volks' sthraters begmnt die heu ige Aufführung von Schnitzlers ^Reigen" '*nr */*7 Ubr, die vo» Samslag heu 5. und Sonurag den 6.d.M. um 6 Uhr. . _ Das Krrnftoer«Lchtnis VanderLikts. W.K. Bänder- Lilt, der kürzstch vcrstordene Senior der Mill'adärfam-tie, hat. ivie der Berliner „Kunstwandcle." heuchlet, ler Sinkt Rew-'-lork herrliches ^ermächmis hinierlassen. Gemäß fe rent Testam'iu Melden die schönsten stricke seiner bcrüi'Mteii Cgmmlung dem Äotropoli'Ln dlULbum r,f art m Rew-Avrk einv rlcibt weiden. 4rs sind dies: „Poriräl rer Lady Giuld>ord" von Holbeiu, ^Bildnis eines allen Mannes un juwelenbesetzten Turbalt". von Äembraudr, „Szene rm Hof" von Pienr rer Hoogh;, cm Secvon van de Belde; «Porträt der Mrs. Ellsott" von Gainölborough; .Porträt drL Obersten Coichmaker" von Nchnoldö: ',Drr Toilerte der Bevus" von Boucher; ..Osriko" von <ÄreU''e: mne Landschast von Greuzc; „lsou^o von G.enze mio zwer Loms-^XlV.'Bror.irn ron Gomhldre,- drr -us cet Hamilton- Hakoah—Skova« 8 :6 ■ Slovan erwies stch als bedeu end härterer G'gner ^al- Ciicket. D>e Hakoah-Mannschast'. dre wieder m veränderter Ausstellung antrrt, fand sich erst in der zweaert Spielhälfte z,rsammen. D rnrz war es aber um die Zweitklalstgen geschehen, sie konnten nur mehr ein Riickznqsgesechk liefern, >n welchem Ke sich als tute Ver'eidt-iung§-.-Elf zeigten. Das (vor'der Pause öbe'anS scharfe Sp el bewegte sich dank d r Einstchl der Spieler nach der. Bause in völlig geordneten Bahnen, da sie stch trotz der konstanten Fehlrnischrrdunsen des SchiedsrichtetS nrcht aus der Ruhe bting<n ließen^ - - - . ^* Än der Hakoob dMiisrte Boro§ als Halbrechter Stürmn-. Obwohl cr u' t'ainierl ist. ze'ote ft doch ernige vorzügliche Alironen. Gmisl war wieder di? Seele deS Augrlffes. Sein Arbutseistr rst vo'b.ldlrch. Slntzstr füllte den mrge»vohn en linken F^lgclstürnterPosten aut aus. Giiinwald rrnd Häusler vervollständigten daZ gute Stürme.gtrintett. Vor der Paule war Pöllak M.ittelläuf r, n rch'rer Molnar. Der: letzttr' füllte » dem Posten be'dentend besser aus. Scheuer und Gr ünstld besorgten ersolgretär d'e V'erie digun'sarbeit. Eine ausgezeichnete Leistung tzollbtMe Rrnmirin rm Tor. Slov-rn zngte autk? Können. Der beste Mmmschaftste«! war d e Verreid gurg. Sowvlrl Becher als, auch Mann sind, ^hr stoüsscher. Im Angriff sticht Llstoyat durch großes SHußvnmögn' h roor . Ta ° vom Sch■ edsr ickrter -Nolenüve-'g ele-d. geleitetes Wettspiel zngt die Hakoab sofort m Front. Em.übrkiius schart gettkiencr Freiüo'; Scheuers geht an die Ltargr. Dann wird das Spiel offen. Ern Bomben chuß vistovats wild von R-'uman» g-merstert. E nige Augr ffe werden von Clutzkv pur r-mel-iirt. Das'Spiel wird äusterst dcrb, was, je einem Mann d n Äns'chluß nnträ't Nach der Parste treten dre Mrnn'chastn mit Erlaubnis d-'S Uirpn-iri 'chen wieder kortrpl tt an. Hakoah ist jetzt stark üb clea-rr. Ein von Häu'l-r gut gerretkner Corner wird von Grüvw -ld rum stUrreudcn strenn verwandest >n. Ärinutc). Tann kommt lovan an». Sr? lreßlich mast-t sich das deaere'Ste'roe',mögen -^er, .''>ale-a'"ier geltend «01 Slovan wnd BoüfoiniKn zurück.-,edräncl. Ja b^r 3 '. und S5. Minute stellt Gans! mizwe. B'.ach ^rm das Endrestrltat leer. Im <p e!e i.-r Re e vcn st re d e HaioU!) S:0 (0-0X Die Tore rchoircn Tcken.Zt rnid D'.'cke- De 'b-'^en Lnstungen borcn Ditiler, Svura, Ps'-amr-r und Tulörg rm Tor. InLirch-rv S? o.-tverein Nchdnth. Samsraq abends Tv^lciv '.srmml.mg Uiw. Mannschaftv ruiftcllrmg für das Welt? svi'l g gen E lamm^sdors. . .. -'■Vä.-” «äJ» q. >»-«>- *v* LUrr 3‘it'öJtc -- 1.75 CeutiMrs I ■ Tn-t-f, no ict:e- * .ic "sicr-e ck'i ch- <?>.one . Kl f>5 1 Fcbrnm> 'es!? lt-'v ' i . . 1 10 . 1.1'> m 1 ' >1Uir ir rsibe.-.sch'. ähos c . . . . . >- i 7 9.1 ’\n 1 F' ru; 'S M.-rt .; . . . 9 '0 9 5r> am 1 7(i Htnv Icram .... .^ .. . , 4 <;0 - 4 50 m 1 F l'llt!?vka-.esi ‘ . 8 55 ' 8, 0 ’-h 1 F In lid . . . 1.15 > > 5 1 F 'tun’;r chau . 4. - . 7^75 an> 1 Fr.!va ■ Dre gefetz^Os .WerLNermiAALrirng' der \ ' a"s‘ Seit. dem Ausbruch der schweren .Wirtschaftsurrd Finanzkrise infolge der WaffensiillstanhSbrhingungen.. der Verschleppung der FriedenSverhandlungen und der--Vergew?l!i-. gung durch den FriedenZschlritz von Saint-Germain vollzieht sich em unaufhaltsamer Verfall des Finanzwesens des Staates, der fernen Ausdruck , in der stetigen Zunahme des Notenumlaufes findet, weil dem Staate kein anderes Hiifs-. . upttel. zur Befriedigung seiner Bedürfnisse gelassen wurde ' als die Notenpresse. Ohne ihre Verwendung hätte der österreichische Staat seine Zaylungen längst einstellen müssen. . Kein Einsichtiger wird verkennen, daß ein solcher Zustand nicht dauern kann und daß die Benützung der Notenpresse einmal aufhören mutz, aber auch gedankenloser Unverstand kann nicht glauben, daß eine Aenderunq dadurch herbeizuführen ist, daß. man den Nennwert der im Umlauf 'befindlichen. Noten durch gesetzliche, Verfügung v e r m r ndert, wenn man nicht gleichzeitig imstande ist, die Wirtschaftslage g r ü n d L i ch Z u bessern, Wgre man aber in. dieser Lage, dann entfiele ja die Notwendigkeit eines gewaltsamen Eingriffes in.! den Notenumlauf, weil das gesundende Wirtschaftslsöen selbsttätig auch eine Gesundung der Währung herbeiführt, Gchom vor m?hr.'att -h«ndert..i8rhLLN wuvde in der österreichischen Monarchie eine Devalvierung deS Papiergeldes verfügt, Die Protokolle der KorymissiunSheratungen, die in jener Zeit aus Anlaß dieser Frage stattfanden, enthalten eine Darlegurrg der Gründe gegen dre Devalvicrung, die für.unsere Zeit ebenso gelten wie für die damalige Zeit. Adolf. Bärberichtet darüber..kn seiner Geschichte der Finanzen Oesterreichs im 16. Jahrhundert iSeite 16): „Diesen Argumenten (für die Devalvation) gegen- - über behaupteten fünf Stimmen:' Die^Debalvalion-,-sei^die, un-. gerechteste und unbilligste Besteuerung, da ber} Hautztgrundsatz einer jeden Steuergesetzgebung, alle Staatsbürger -gleichmäßig heranzuziehzN, dadurch verletzt ^wurde.- Der Reiche, dessen Vermögen in Realitäten, Waren oder anderen Gegenständen von Wert bestehe und der zur Zeit der Devalvierunq nur eine geringe Menge Bankozettel besitze, würde billig davonkommenj während andere - den größten Töil ibrrS eigenen und erborgten' Vermögens verlieren können. Jeder würde danach streben, sich des Nestes «der Noten zu entledigen. Unruhe und Volksaufstände in größeren , Städten würden die Folge sein." In diesen wenigen Sätzen ist mit eindriNglichsr Deutlichkeit die ganze Unbill geschildert, die gegen breite Volksschichten durch eine gesetzliche.We'rtverminoecung der Banknote verübt würde, um den Raub sicherznstellen, den eine i Oberschichte, von Glücksrittern, Spekulanten und Hyänen des BÜRO» MA&hUNSfte NOÜSERX __ _ __ EW3RLJCWI wMRisai EeuLn»r Telephon 179S6 Wl«n, L., Wfpplin^cntrAflflC Nr. 81 SPEZI A1.ITAT? Fr<th»n<s Prirbha-der *<arliow.H Waehwmwtere’ t «oaucRanjgtpMcr« «mm Niederbruches in diesen zwei NnglückSjahren ergattert habe». Die Lage hes Staates und feiner Mnanzen erführe nicht nur keine Verbesserung, sondern eine Verschlimmerung» weil der letzte Rest des Vertrauens verloren wäre. Warum aber flattern immer wieder die Gerüchte mif,' daß die gesetzliche Wertberminderung bereits im Werke?<si^ däß alle Vordreitungen dazu getroffen seien usw.? Die Ber» breiter diese« Gerüchte sind in den Kreisen derjenige» $*' suchen, die sich von einer- Wervermindernng ebenso Vorteil versprechen, wie sie ihn aus der Berschechtetrmg dev ANS» landskurfes Unserer Wahrung zu ziehen verstehen. Ä4G - Schlahwort Devalvation ist ein «Börsentyp" geworden. Es sä daran erinnevt» daß schon Dr. Reisch in sernsß ersten Rede m der NationÄversammlung die ErUäruwg avt' gegeben hatte, daß die Regierung den Gedanken eine»" Wertverminderüng deS'Geldes von sich we^e. Der gegen-"' wärtige Finanzminister Dr. Grimm hat bei verschiedenen' Gelegenheiten da§ gleiche erklärt. Und der Leiter dsg Börsekommissariats, Finänzrat Dr. Reißenberger, gab ^in der am W. d.'M: abgehaltdnen Sitzung der Wiener kammer im Auftrag des BurchesmimiisteriumS für Finanzen neuerdings die offizielle Erklärung och,/ dptz weder eins Zwangsaulcibe noch eine NstenahstempeluNg noch «ine De-, valvierung der Krone noch ein ZwängSauStausch der« gleichen von der Negierung beahstchttgt sei und daß auch alle Gerüchte über eine Intervention oder Einstußnahms der Neparationskommission ^>der einzelner ihrer Miig'.ieder nach dieser Richtung, vollkommen unbegründet sind. Natürlich lassen sich die Verpveiter solcher Görüchtr auch durch die bestimmtest« Darlegung ihrer Unstichihqltrg, keit nicht einschüchtern, denn sie suchen doch ihren Vorteil in dieser Vevdreitung, und so greifen sie schließlich solche« Erklärungen, gegenüber zu dem AuSkunftSmittel der Behaup*. tung, was die gegenwärtige Rsgierung nicht tun könne oder .! wolle, werde die nääffte dun. Aber welche Regierung wärs i für den Gedmcken eines Staatsbankrotts zu hahrn? Nutz! zu welchem Zweck? Damit die Spekulanten ans de« Zufammenbruch noch höhere Gewinne ernstreiche«- Wenn man. unsere Wirtschaft nicht durch Steigerung der Güte« erzeugung und durch Gütevausfuhr wrÄer aktiv mache» kann, wird man durch Aenderung des Nennwertes der Bank«, ncten oder durch gewaltsame Einschränkung ihres Umlaufe-, fei cs in welcher Form immer, an der wirtschaftlichen und finanziellen LaM.Oesterreichs und an dem BefftaHtz-. unserer Währung nicht däs geringste ändern. ' Hätten wir abe^ daS -Gluck, daß die Entente mdr einen so umfangreichen Kredit gewährte, daß wir «ine neu« Notenbank mit zureichendem Metallschatz errichten konnte»^, dann wäve die gesetzliche Wert'beschrär-.ikung der Banknote»! zur Gesundung unserer Geldverfassung dtrochanS überflüssig, denn aus dem Verkehr .entstünde «in natürliches: Wertverhältnis zwischen den devalvierten infla^omstischen und den metallisch bedeckton Noten, das sich allmählich auf., einen gewissen Stand dauernd einstellen nrü drwutch den, Abbau der Inflation selbsttätig hcvbeifühven würde. Wozu, sollte die 'Neparationskommission in diesem Falle zu einem' Zwangsmittel greisen, daS nicht nur übeSflüssig, sondern auch mit Opfern verbunden wäre? Oefterrerchisch-rrngarischr Bank. Budapest, 2. Februar. lUng. Tel.-Korr-Brw.) I« Fingnzminissermm fanden bmte nachmutigS mit der Leitung der Oesterre ch sch-ungauschrn Bank Verhandlungen sielt. Den Gegen- ' slgnd der Beratungen bilderen jme schwebenden Fragen, dir der Au!sirll,ing der Bilanz der Oesterreichisch'nngarischen Bank, für daS Jahr >980 zufammenhängen. ES wurde eine volle Aer»' ständigung erzielt. ' Heravsetzung der Ersenprerse in der Tschecho»' Slowakei. - Prag, 2. Februar. (Tel-Komp.) Infolge de-Umstandes» daß von der Negierung d e Aushebung der KolSsieuer für Hochöfen beschlossen. wurde, haben die ffchechi ch:n Eisenhütten be-» ichlossen, ah?L K M. den WienpmS «m snnÜhernh %L htrabLuietzen. ■ ,;: Die palästinensische Ein- Und Ansfuhv! ,Halestln« Weeklh" berichtet, daß die für Palästina'.yH*.. günstige. Präpaleyz de§ Handels durch die für den. Monat- , November veröffentlichten Ziffern deS Zoll- und S euer» departementI bestätigt wird. In diesem Monat wurden jrSBaten für 681.080 Pfund Sterling eingeführt, während der -Export'bloß die- Höhe von 50.095 Pfttnd Gterling erreicht. Größeren Anlaß zur Beunruhigung gibt die Abnah des Exports um 22.745 Pfund Sterling nn 'ZerbäNurS zur gleichüa^ Periode des Jahres ISIS. Zweifellos spielt das Ausfuhr-' verbot für Getreide eine große Rolle-in der Abnahme Exports. Da Palästina mit seinen Ls'ienSmittcln ttlcht au-»" reicht-und auch keine Unternehmungen führen kann» sacht . man Abhilfe in der Reduzierung der Weizen- und Gersten»^ preise, welche sich naturgemäß auS der N2i;'.crung5potili^ nämlich der Exporteinschränkung, ergeben.! Von den,Ländern, welche nach Palüstirw a N S füh r t SW* sicht an erster Stelle Großbritannien mit einer ivumwe von. 202.454 Pfund Sterling, Aegypten, die Vereinigten Staaten und Indien folgen mit Summen von 68.617» 66.323» 42.891 Pfund Sterling, Frankreich importiert Waren. weW. i den Wert von 20.695 Pfund Gterling erreichen «E detz

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