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Wiener Morgenzeitung · 1921-01-22 · Heft 715 (22.1.1921) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 715 (22.1.1921)
Date
1921-01-22
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Sette 6 Wien, Damstag - -— — ——-r*““ Wlener Moraenzcrtunq L2 Miner lM_Nr. TO »^eb?r m der R eir a iN a n c e. B 6 h n e mi'tietfn und die *®w ifetti heiftte Rolle bc§ ©otloti bc CtönbtÖilt int «,© ta i 8 n b «t 8" spielen. Die fünfte fl tztc) Mornenmnsik stndet Sonmag 80. d. M.. N Nln vorminngs. im ßkofien ffonj;eitfimi^ol lätt. Das P' oarimm lautet: I. S. Back: Präludium und Wm g-nmll; .Grift und Seele-. Kantate für eine ÄÜümme. Kawmerorckester und Orael. Rerer: Pastorack, «P* F-aur; Woment musical. op. 69. P-dur. I S. Back D,ol,nkon-.ert E-dnr. Mendelssohn: Senate für Outft. F-moIl Aus'iidrrn^e: Orqanift Professor F>an; Scklitz. Operviängeun Hnmme Kittel. Norneitme str Josef Pcischer, rin Kammetorchester. Drugent fclor. Wunderer. Eine Spende für die Opernpenflonftke». Mr. Jervme Stands roual, und Mrs. Moraorft Stonborvnak ßrborene W i 11 a e n ft e i n baden der -tratst'eaterve,mal nna zu Händen d's Min-fterialra'es Dr. Vudw'a W'Nt-'r d e Summe »on llb000^0 überw'cfen. mit der B fte. d'ekes Geld aiisfckl'ksrllck für d'e Alwenftomftrn der decken Staats'beater n, verwenden gnd daran die Bedmamig ae mtp't.' daß dieses G'sckenf durck keinerlei Abgabe» an Staat oder Stadt geichmälctt «erden darf. d———. Sport. Das Wettspiel für den Peüarna-Fonds. Die am Donnerstaa im ^ußballverb.rnde^ stattaeiundene Velvreckung der Kapitäne der erstklatsiqen Vereine war mit Aus' nähme Rapids von allen Vereinen besckickt. AÜ^''me'm 'Prack man ftck dafür aus, das vroie'tieite Wobltatisiseit?'plel tatfäcklick am 3V. Jauner zur DmSMninq zu bringen. An Sülle d 8 nach Deutschland iibersicdclten Weser würde Katz lHalvaP am linken Mgel der ä-Mamckckasi spielen. Als Svmtvlas wu-de lener der Simmermaer gewählt. Die E'Ntr'tlspreick »-brn iebr medrig anaefetzt werden, die Ausgabe von Fre kar en vollkommen unterbleiben. Da dcr Sportklub Rapid nicht vertret n war, wurden ke'.ne endgültigen Befchlüft' gefaßt. über das gewalttätige Benehmen ihres Mannes beklagt habe. Zn einer Nachbarin sagte die Frau, ihr Mann benehme sich wie ein Narr und habe ihr gedroht, sie werde nur mehr einige Tage;u leben haben. Der Stadtschutzmann Göttinger er'Lhlie als Z uge. das; der Angeklagte währendsciner ersten Ehe ein ordentlicher und braver Mensch gewesen sei. der niemals getrunken habe. Als er seine zweite Ehe geshlossen hatte, waren die Z vistigkeiten mit der zweiten Frau und auch die Trink.'xZesse Sedelmayers an der Tagesordnung. Die Gerichtspsychiater Primarius Dr. Stelzer und Dr. Probst erklärten den Beschuldigten als einen Alkoholiker. Er sri leicht reizbar und willensschwach. Seine zweite Ehe, die ein Mißgriff war. hat ihn zum Trinker gemacht. Im Rausche neigt der Beschuldigte zu Gewalttätigkeiten, doch sei er weder vor noch-Während-der Berstl'unst der "Til ' ' : ' krank ober slrntesverwirrt gewesen. Das tiefe«. . , . Die ursprünglich auf zwei Tage anberaumte Verhandlung wurde bereits gestern abends zu Ende geführt. Die Geschwornen beantworteten nach kurzer Beratung die auf Mord 'lautende Schuldsrage mit fünf Stimmen Nein gegen sieben Stimmen Ja. Die Eventualfrage auf Totschlag wurde jedoch einstimmig bejaht. Im Sinne di ses Wahrspruches verurteilte der Gerichtshof den AngeklagtLn Albert Sed Lima her zu acht Jahren schweren Kerkers. - M. ROHATYN I Wien, l., Maria Theresienstrasse 10 1 Telephon 20-3-63 ,<^aq»—aCTtBwa«WPgBemBW—p<p*i»u»NB|ieniiiriir.>iitrli. «*»egwgca*»a Zündsteine mschie enster Systeme TM Pose» enfi Uwtm JlbUllwt*a M. FOIDL & SOHN WIES, 1, Fratz-Jos^te-Kt! 7-0 Indnstrepatut, III. Stock. Tel. 17-2-11 ] Leuten ein. welche in Palästina ein ruhiges, ländliches Lebe», zu führen wünschen. Für alle diese Leute kommt allein die Erwerbung von Pflanzungen in Frage. Es find jedoch nur in AusnahmSfällen Pflanzungen in Palästina verfügbar. Jedem Juden, der dort eine Pflanzung zu erwerben wünscht, sollte dazu Gelegenheit gegeben werden. Eine große Pflanzungsgesellschaft nnisite die Vflanznnaen mnlegen. und sobald sie anfangen, Früchte zu tragen, sollten sie ernzelneu Leuten oder Persorrrngruppen^zur Verfügung gestellt werden. Eine sölcke müßte' fckäftirngSweise ein Kapital von wenigsten 500.000 ägyptischen Pfund besitzen. Mit diesem Kapital könnte sie 60.000 bis 40.000 Duuam erwerben und das 'Land mit Mandel-. Obstbäumen. Weinreben und Eukalyptus bepflanzen. Mir den^auS dem verkauf dieser Pflanzungen erzielten Beträgen könnten neue ‘ bepfaiaft werden. Die Gesellschaft brauchte nicht immer für eigen« Rechnung zu arbeiten; sie könnte Aufträge übernehmen und Pflanzungen im Aufträge und auf Kosten von privater Seite anlegen. Industrielle Kreditba nken. Fast täglich gehen Anfragen von Jndustriellenkreisen auö allen Weltteile», be» Die Haboah in der Tschecho-Slowabei. D'e Hrkoah spielt »n Ostern in der T'ckccko-Slowakki. Am 27. Man ist sie beim Teplitzer Fuhbastklub *u Gaste, während sie am 2*. März in Prag araen dm Deufchen Fußballllub mft r ft. Die Tvlitzer 4ragm ihr Rktonrsp el be-.eits eine Äycke » äter m/Men aus. wädi end der D. F. C erft im Herbst Gast der H'Toah rft. Keiner der decken de« schböhm'fcken Bneine darf vor den Hakoah-Zvielen koutrakllick in Wien gastier en. Die Sp. V. Audnlfahugel spielt morgen in Favoriten ge-r» die Cr-cte'er. Dir Hakoah trsit morgen g.'gen die Neubauer Fustball' spieler in stärkster Aufstellung an. Auch in der Ncskroemann'chrft, die geaen ^Funid ruier Sportklub spielt, «erden die besten verfüg-- darrn Kräfte läiiq sein. Die Berliner Berufsfutzballer. Der Berliner Berbandstag brichtoä mrt 35 gegen 25 St'mmtn, die yewe'enen Berufssp eler ru amnestieren und rhnen die Tulnadme an MeisterschastLspieleu vom Beginn der Spielrrit 1921/22 Ln gestanev. Hecharoer. Heute, 7 Ubr. Cas6 Stadtvark, Parkring 2. Bollvenammlung der Fugballjekiion. Die Svieler Aftrad. Eckbaus. Leier. Bock. Sv erer. Kaiman, P. Weiß. Wecker, I. Werst. Paul. Kopfstein. Kolisck. Lauser und Deutich sowil» dre Spieler en R scrve hrben mverlaisig m erfcheimn Morgen Meisterschaft gegen Frem um Val und 2 Uhr, 11. Ostmark-Platz. Der Sportklub Anitas hält am Dien?taa den 95 d. M rm Ca'6 N^ue Wiener Bübne. Liecktensternstraße 27, eine außerordentliche Generalversammlung ab. Hazair. Heute, 7 Uhr abends. Vollversammlung i« Klubheim. i.. B berstraste 10, Crss Postsparkasse. Nrckher LertungSsitzung. Morgen, 9 und Vs!l Ubr. Wettspiel mit zwei Man"« schäften geaen Bund der Bcrstcherungsangefleütrn auf dem Gcrstboser-Platz. Sportklub Hasmonea tt., Prater 83, Cafsienfer' Heute, ll,l Ubr, Manmckaftßeinteilung und wichtige Mitgl ederversammiung rm Vcreinslokal. Neugearündeter zionistischer Eportkl«- Esra. ll., Taborstraße 20 a. Heute, 3 Uhr nachmittags. Vortrag Doktor Schmerle .Der 8‘0!V$mn§ nrb die Jugendbewegung". Sännl-che Sportler des U. Bezirks werden rrsucht> piiukriich zu «scheinen. Menorah. Wandersektion: Morgen. Sonntag, «R v,2 Uhr. Treffpunkt Obelisk (Manabrlie'oünel). tzütlkldors— Sopdienalve—Neuwaldegg —FußbalNettion: Morgen. Sonntag, Wett ptel mü rwei Mannschaf en gegm Arbett'erfvorl» Aub Helios am Flondsdorfer Biktorin-Plav ,m XXI. Be-irk. Treffpunkt der der Z lnkagaffe (3ler-Lue. Folaende Fustba!/ r Labm bestimmt -u erscheinen: Ebner. Reis. Fruckthcindler. Heckt. Kästen. F'irdmann l. ll. Hl, A r lew 1, II, Stemmer I. H. Löffler, Schnerfer, Frredhaber, O. Sckulmerstrr, Seaall,' Jäkel, Erster, Friedhaber Mettz k, ll. Kovschütz. Gerichtssa'al. Mord an der Gattin. - Bor dem Schwurgericht war gestern der' 37jährige Fuckerbäcker Albert Sedelmayer wegen deS Verbrechens des MordeS an seiner' Gattin Marie angeklagt. Er vernnttvoriete sich dahin, baß er die Frau zwar im Streite getötet, aber nicht mit Absicht ermordet habe. Er erzählte: «Die Frau ist aus dem Diwan gesessen und hat geschrien. Ich Hab' gesagt: Sei ruhig! und Hab' ihr eins auf. den Mund gegeben. Sie hat aus der Nase zu bluten angesangen »nd noch ärger geschrien. Da Hab' ich ihr mit einer Hand den Mund zugehalten und mit der anderen ber* HalS zu« -equetscht, damit sie zu schreien aushört. .So lang,, bis ftt ruhig worden iftt . . . ' Doriitzender: Hierauf sind Sie inS Wirtshaus' gegangen und haben einen Liier Wein, gelaust? — An gell.: Ja, für die Frau. (Heiterkeit.) — Bors.: Für die tote Frau? Sie wollten Vortäuschen, daß Sie ahnungslos nach Hanse kamen und keine Ahnung hatten, daß die Frau tot sei. Einige Nachbarinnen der Frau Sedelmayer gaben als < «. baä m tote». LANM« die Lr<m tu kbatott Der VMsrvirL. Eine Krone « 1 27V» Centimes Gerd. Besserung der Krone. — SlückLUng Le, Mord» In tfifctcb notierte: , dir vsterretchifchc Krone . . . . 127V, l l.85 nai 20 Jänner) rnr österr. gestempelte Krone < . . —.SS —.90 .»m 20 Jänner, die tfckechifchr Krone ..... 8.30 ( 84) im 20 Jänner) me Mark ...» ...... .1y3d 10 55 am . 20 Jänner Ägram .» . .... . ... . » 4 —i ( 4)® .20 Jä tttr Buka'est . . . . .... . * . 8 25 ( 8.25 rm 20 Jänner Budapest . . ... ..... . 1.10 ( l.io am 30 Jann«) Warschau .... . . . . . . . l—.95 am 20. Jauner) Aussichtsreiche GEschSstszwelge in PalSRna. DaS Pretzbureau der «Zionist Commission" (Waad Hazirim) weift auf eine Reihe von aussichtsreichen Geschäftszweigen in Palästina hin. Als solche werden benannt: Erzeugung von Baumaterial. ,ES wurde schon oft die Begründung von Fabriken <Jüt Zement. Kalksteinziegel, Asbestzementschiefer uüd Lehmziegel propagiert. ES gibt jedoch in Palästina noch anderes Baumaterial, d.lS bisher entweder eingeführt oder in Palästina in ganz primitiver Weise erzeugt wurde, und es wäre sehr wünschenswert, diese Erzeugung auf eine beffere technische Grundlage zu stellers^. Die Fabrikation, von hydraulischem Kalk, dre Gewinnung von Naturgestein aus Sternbrüchen, die Erzeugung hon Eisengegenständen (Tür. und Fensterschioflern) und Dachröhren von Lhlolich für Fußböden usw. sind einige der dringendsten Notwendigkeiten. Nur wenn eine solche Gesellschaft den . Hauptteil des im Lande benötigten Baumaterials in guter technischer Ausführung und zu vernünftigen Preisen erzeugt, wird die Bauindustrie in Palästina, welche gegenwärtig durch die hohen Preise gehemmt ist. einen großen Ausschwl'ng erfahren. Eine Gesellschaft, die es sich zur Aufgabe machte, das notwendige Baumaterial.herzustellen, würde in Palästina ein fruchtbares Feld für ihre Tätigkeit finden. DaS Kapital einer solchen Gesellschaft müßte etwa '50.000 bis lOü.OUO Pfund Sterling betragen. HäuserbaugeseNschasten. Die Gesellschaft „Haboneh". welche in London mit einem Kapital von 100.000 Pfund Sterling zur Errichtung von Gebäuden in Palastma begründet wurde, ist infolge ihres viel zu geangen Kapitals, außerstande, den an sie gerichteten Anforderungen'zu entsprechen. ES ist selbst für' . mehrere Baugenossenschaften noch Verwendung. ES soll daran erinnert werden, daß eö m Palästina tausende Juden gibt, die Häuser zu baue« wünschten, die aber auS eigenen Mitteln für den Anfang nur 28 bis.80 Prozent der Baukosten bestreiten können. Ho teige seil schäften. Der große Touristenverkehr, der für die nächsten Jahre in Palästina zu erwarten ist, wird, den Mangel an entsprechenden Hotels fühlbar machen, so lange nicht eingefehen wird, daß Palästina durch neue Hotels, Verbefferüng der VerkehrSvcrhältniffe. inrbesondere durch Motorverkehr» für dre Touristen anziehend gßmacht werden mutz. ES unterliegt keinem Zweifel, daß von den zehntausenden Touristen, die alljährlich nach Aegypten kommen (für das Frühjahr 1921 werden 60.000 Touristen erwartet) ein großer Teil nach Palästina kommen wird, da die Strecke Kairo—Jerusalem jetzt mit der Bahn in 16 Stunden zurückgc-legl werden kann. Auf diesen Verkehr muß sich Palästina nun vorbereiten. Eine j ü d i s ck e Hotelgefellschaft sollte so bald wie möglich gegründet tverden. PflangungSgesellschaften. Die Bildung von PflmrzungSgesellschaften für Obst- und Waldbäume ist eine dringende Notwendigkeit, Täglich laufe» Unfteaae» von reichen sonders aus Osteuropa, ein. In vielen Fällen wollen die Leute ihre Maschinen von auswärts mitbringen. Meistens jedoch fragen sie an, ob eS möglich ist, mit ihrem eigenen entwerteten Kapital und ausschließlich auS eigenen Misteln Fabriken zu errichten und wie hoch die Kosten der Wirk» schaftSführung in der ersten Zeit sein würden. Da eS von äußerster Wichtigkert ist. diese industriellen Unternehmen mit ihren technischen Erfahrungen nach Palästina zü bringen, und da der nur geringe und kurzfristige Kredit, der bestenfalls von der Angko-Palestine Company zu erhalten wäre, für dies« Zwecke unzureichend ist, so erscheint die Errichtung Einer I n d u st r i e b a n t, welche tmfionbe sein mußte, die Äack» frage industrieller Unternehmungen nach langfristigen Kredite» zu befriedigen, als zwingende Notwendigkeit« ES sollte zu« Gründung einer solchen Bank, welche wenigstens ein Kapital von 800.000 ägyptischen Pfund besitzen müßte, geschritten werden. (Schluß sotgt.^ Die Kredttaktton für Oesterreich. Zur Frage der Gewährung von EntentekrÄiten an erfährt die Korrespondenz .Herzog aus Kreisen, die rntt der Wiener Sektion der R?paration8kömmission ertö^ Fühlung unterhalten: Die Derhand« lungcn, die gegenwärtig in Paris in Anwesenheit Sir William G o o d e 8 zwischen den Delegierten größerer englischer und französischer Finanzgruppen sowie staatlicher Finanzst-ellen geführt werden, haben noch immer jene Sanierungskrebite als Grundlage, deren Diskusse» durch die Vorschläge Sir William Goodes herbeigeführt würden. Daß bei der Beschaffung dieser Kredite an» Ks'chts dar großen Schwierigkeiten der Weltsinanzlage gerade dem Privatkapital eine Hauptrolle zugedacht ist, ist nur natürlich. Immerhin aber muß e§ als selbstverständlich gelten, daß die Herbeischaffung eines Garantiefonds für jene Kredite nur nach de» Rich f ::a, welche die beteiligten Regi-rungen ausstellen werden, zustande kommen kann, wobei na .ürlich bestimmt« Garantien, die von den Ententemächten für diese Kredit« in Aussicht genommen werden, eine der wichtigste« Grundlagen der Kredite bilden sollen. Nach wie vor wird ein« Beteiligung Amerikas — wobei natürlich zunächst an das Privatkapital gedacht ist — als unerläßlich betrachtet und schon aus diesem Grunde kan» an eine volle Realisierung des Sanierungsprogramms vor dem Regierungsantritte Hardtngs kaum gedachi werden. Amerikas Haltung. HoUdo«, 81. Jänner. Einer Meldung des ReutWschen Bureaus aus Washing ton zufolge hat das Staatsdepartement bet Ansicht Ausdruck gegeben, daß von den alliierten Mächten ohne vorherige Beratung mit den Vereinigten Staaten keine Maßnahmen zur Lösung der bedrohlichen Lage in Ost erreich getroffen werden könnten. Bisher sei nicht bekannt, inwtekveit die.Bereinigten Staaten bereit sind, sich an dem Pla» der Stabilisierung Oestsrreichs zu beteiligen. Der Appell der ungarischen Minister a« d'te „ungarischen" Kaufleute uud Industrielle«. In der Bubapester Handels- und Gewerbekamm« haben der Handelsminister Ludwig v. H e g y e s h a l m y und der Finanzminister Roland v. Hegedüs charakteristische Reben gehalten, deren Einzelheiten, wie unS aus der ungarischen Hauptstadt berichtet wird, vo» Jubelausb üchen /her Zuhörer begleitet waren. Besonders während di'r chauvinistischen Aeußerungen HvgedÜS' war des Jubels kein Ende, was einem bei der Lektüre seiner Rede, die wir rrackst-ehend im Stuftiuft

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