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Wiener Morgenzeitung · 1921-01-19 · Heft 712 (19.1.1921) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 712 (19.1.1921)
Date
1921-01-19
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Men, Melks fT I ll-TTI-- Bühne und Kunst. Berliner Premiere«. Berlin, 12. U„i>«. Florian Geyer, der fchtvarzgeharnifchLs Bauern- 'stjhrer. starb nun auch im Großer Schauspielhaus den MärthrerLod für Freiheit und Recht. In der von nahen Gewittern schwülen Zeita'mosphäre wirkte Hauptmanns Dichtung mit doppelter Gewalt. Es war e'n Sieg des Werkes, aber eine Niederlage des SchausP'elhauseZ. Was an diesem ungeheuren Rundbau gigantisch wirkt, ist seine Häßlichst. Menschcng?füllt wird er zu einrm Schallverstärker erregter Publikumsgeräusche und zu einem Grabe für das Wort des Schausp'elers. Der Beifall, der diesmal erklang, wirkte mit der Gewalt eines Naturereignisses. Er galt dem wundervollen, schwarzen Hauptmann Emil Klöpfers, der mit kSm Stahlglanz seiner Stimme und der herben Männlichkeit des Spieles in die Rrihe erster Darsteller aufrückte. Bor allem aber Hauptmann, dem Lebenden und Unsterblichen, aus dessen tumultuarischer Dichtung' Erinnerungen an JüngsterleStes auf den Hörer nicht verraten. Die Bewältigung des Szenischen über, das' Hauptproblem des Abends, mißlang tcoh redlichem Bemühen. Die Raummaß.' de.' Bühne z rrissen den na u altstischen Dialog, die Deratungsszene der Bäurischen litt unter dem Anblick eines Tischmöbels von geradezu grotesken Dimensionen und der Saal im Schlosse zu Rimpar ertötete mit seiner Oede die tiefe Wirkung des Augenblicks, da Florian Geyer feige ermirdet wird. Nur dort, wo sich die Regie Karl Heinz Martins auf hie Wirkungen der Guckkastenbühne beschränkte, hatte sie Erfolg. Sie versa te. so o't sie den vollen Bühnrnring mit Massen beleben wollte. Spricht dies nun gegen Reinhadt, den, Erbauer des Schauspielhauses, oder für Reinhardt, den Reg'sseur? . Der gleiche Abend brachte die Erstaufführung von Franz Schreiers „Ce-eichneren" in der Staatsoper, die von Dr. Stiedry seit langem mit Anspannung aller Kräfte vorberei'.et worden war. Man halte schon so viel von diesem Werke gehört, daß selbst das unerhörteste musikdramat'sche Geich.'Yen die cn sach e Scnsationsbegierde nicht hätte befriedigen können. Dennoch wurde es ein echter Erfolg, der dem Dichterlom.ponisten endlich die Sympathien Berlins gewann. Nicht geringen Anteil daran hatte die vielgerühmte Darstellerin der Carlotta, Barbara Kemp/ die ihre Rolle mit reichster Menschlichleit erfüllte. Die zwei.e Aufführung leitete Schreler selbst und ste'g.'rte damit die orchestrale Leistung zu möglichster Vollendung. Okkar Bolz als Akviano gab einen Lieferfaß/en Märtyrer sexueller Unzulänglichkeit, st auchelte nur über die Fußangel des melodramatischen Schlusses. Schreiers Dp'r offenbarte such den Berlinern eine neue Welt dSZ Musikerlcbrns, wirkte ungeheuer anrogend und berauschend, wohl auch verwirrend. Pankoks Bühnenbilder nicht immer zu loben, wiewohl ihm und dem Spielleiter Hörsch gerade in btt schwierigen Inszenierung des Bacchanals ein guter Wurf gelungen ist. Dr. K. M. Aus den Theatern. i Im Burathrater gelangt moraeri. Donnerstan. .DieBrautvonMessrn a*-zur Alustührung. Äniang 7 Uhr. In der StaatSover a^t mv'oen, Donnerstag, „6 v s i t a n t u 11 eM in Szene. Anfang 7 Uhr. In der Volksover d rigirr t deute. M ttworsi, Hrrr Edvards GrancNi als Gaß Bnd « »E' n M a s k e n t> n i l“. Die Hanpnollen sind mrt dm Damen Blaba. Musil, Sal noer und den H rrrn R-tnr-skum als Gast, Fleischer, Baumann. Wrischler und Markowsky besetzt. Im D e u t i ck e n B o l k S 1b - a 1 e t oesangt Sonntag dien 28 d. M. um *1*8 Nbr zu voNSliimlichen Prusten obne B»'.- «nkgebübr der Sckwank ,Im wrrßen Rösti" von Dkumenthal und Kadkjvuro. in den K a m m e r i v i e 1 e n «Lmfalls um V,s Uhr Wrd»kinds ch l o ß W e t t er stein* z»r Aufführung. Im Wiener S1 a d t t h e ate r wi'd heu'eÄhrander Dumas Sckanspiel »Dev FallClenitncean*;mn erben Male gegeben. Der Reingewinn d es« Vorstellung fli ßk cer Tubertuloscnfür sorge zu Bea nn 7 Uhr. — Mblnms Boi stabillegende ^L i! r o m* mit Ha st N i e» e und Dire tor Jarno in den Hauptrollen wird demnächst wieder m dcn Spirlvlan aufseuommen «erden. In der Neuen WrenerBübne bemnnt. beute, Mittwoch, die Erstem sUbrung der Komödie ,L v f i st r a t a" pünktlich V?7 Uhr. Zuspätkommende rönnen erst nach dem erste» Alt zu ihre« Ertzen gerangen. In -er R e n a i s s a n c e - B ü b n e stckaygt täolich »G e fi ä n d n r S* zur Anksüh'ung. Ans mg 7 Ubr — ' onntog den 88. d. nachmittags, anfang 3 Uhr, ,Harun - al« R a s ch » d*. i DaS bereits angekünd'ate Konzert der ersten jnoendlich» dramarsichm Sängerrn des Darmstädter Linde^beaterS Fanny Cleve findet nm 14. Februar im großen Musilv »einssaale statt. Mnwirkend Prul E m e r r dt lKliv er). Karten ob h-mr <rn -rr MustkoereivSkaffe, de, Gatrmann und rm. Mo^arthaus. Konzert Julius Wolfsohn. Julius Wolisohn gibt am 22. d. M. einen Äladirwbeud rm Große» Musttverrmssaal. Der Künstler wnd unter anderem sechs seiner Paraphrasen über jüdische L i e d t r, bit 1c rasch die allgemeine Beliebtheit erlangt haben, zum Vortrag Hisse». ______ i { Wtlvga«»' „ftain" gelangte im Stadttheate -rR » stock zur Uraufführung und fu.ieltc einen ftinieu 6t! lp. w-» t*** «rtt kwch uz bitte Sauen «M LiS'.dr«, ^l Nnschld^ em «eveS Kindermärcken von Korvtow-kta. tand bi der Erk'wr'fsiib'.uno in der R naWncet'übne crsß n Berfäkl. Bo« den SP? tw r'r&cit sind rnSbelynd n Srn U r b a n. Frm U rban-KnrrdrNger und Herr N e u g e b n;u e r her vor",»hebe». Ein blnterlasieoes Drama Bans Kaltnekers. Direktor B e r N a « hat daS b nterlastene dveiaktiae Dramr dcS dnrck «eine ,m Donall»'?teta'» erichi nwe Novell» »Die Liebe* bekanntgewardenen sinrgen Schnftst llerS HrnS Koltneker .Das Bergwerk* zur Aufführnng 'm dreier Spielzeit erworben. Pereg'.Goldene Kette* fn WnrfchO«. Die D waer Truppe, welche m Äi'arschau mir Att-ikrs .Tämotr* «rosten Erfolg barte, dere''et j'M eine Änfkübrung der ^Gotdenen Ketre* von Per er vor. D 8 Drama kam vor em,y -n Mouai rn mm erst-n Mrle rm Nrw'Botkck Jlv.ng-Place-Theater iauf dre jüdscheBüime. Gin ne«.e« Drama Peretz Hirschbeln. Im »Neuen.-M-schen Tsterter* m Ne!v'Pork.lrSi"de Per^z Hirsch'enS neue? Drama .Lebest für Leben* juM ersten Male au'grsührt und er rorig großen Et«olg. Eine siddisck^ Tbeoter- «nb KnnsteelisKeist in Warscha«. D mnächst eMeint in Wo'schcn un er der Ne>a?i'.vn - von D'-. M chr l '«ü 11 dj t i f jnib A K aeirNa eine Th o«er» rmd KinisizeiischM in jiddselxr Sprache »»'.er dem Trtr! „Ring n*. - Die New Porker ..Jüdisch* DroMatReerenllfta". in d-w all e iü^'chri T'owakin'oen Amerika" von Mrski. Ach. y rlchbew ^bi? nr een Ore'e'ten chvnbernt vraan sicrt si''d. lmt den „Ktlch der heb m eher, lin>? chr-'tst st er -» Wien*, mü te, Ä-abtlma dkt Autoren nreie««en 'bre' Mi-nsieber l'frui'. D e Herren:' L: T«m''eS. M. Grost. M. Sit^rrrg pnd M lech Name; wnrlen m dr8 bkesto- KoMstee trwählt. Sekretär ist M. Groß, IX., RögerMsse 24,13. Cttiente erw^nttchi hon LüsttzTrK hr in . Dr? Ef-rtg'l'htsn. Bemühungen maßgebender Kre'fk. in erster Li .re des L/staintes im-VnnbeZministLtiUm sÜr VerkehrZwes.'n, dann der Gtadtgemeiwde Wien Md d'ö fester» r l frfchen s'ugtech -is hen B.'ce'ns. di: Grundlagen für c»v» österrei "kfhrn Luf!v:rlehr und die EinfchaÜung Oesterreichs in da) I'.t'rna'i'nalr ^uftverkchrsamt zu schaffen» haben nu"M'hr 'U einem für ti: stei«»!? Luüfa'irt sehr MeutnngSvol.'en Erfo'g geführt Die Eüente hat» wie uns der Oesterrei iifche, f'ugtech^is ste Verein mi'.tei't, be'chl sien, eine Anzahl Hairgars und sonstig:!^ für den Betrieb von Flughäsrrr notwendiger Anlügsn von dek allgemein,"» Vernichtung äus'uuehme». In di'srm Sinne'werden für Luftverkehrs» zwecke-sr'i-te."e"en: In Wien (Fsugfskd Äfpern).ztv2i einzelne und Dcppelhangar. ein Materialdev-t> eine Ggrage, eine R.'ParaturwerkMtte für Motoren, eine ^Reparcrturwerkstatte für- Ftug'eugs, ein Bureau für die Direktion, ein Bureau für di: Z libehorde, Mannschostsuuterkünf'r und die Ben'inanlag:;- in G-raz zwei Hangars mnd die.Nebei'^ebäube für ■- Reparatur, Direktion .usw.; in ÄlätzenfNri > ftih Hangar- und Neb-enkantsn. Zur Begründung t4vf,i LnfthäfSns in Iunsbr u ck wurde» zwei HangarSbestimmt. Der M eher'öfterreichische Cup» Für _ d,e am 6 Frbkuik ßütsind-nde nächsie Runde de' Cup. an der beveitS di-'nwticklnsngtn Veriwe ir tttrhmeN, ingnö die vorgestern vorgenrmlnene Au?losung s-lcrti^erPvmung- Ober-St. B it—OüM'ukj Donanstadt—Öit-ilringrr S. C-» M Ä. K. stalle. Ci'grr' aus Simme »'er Sv. B.-Atzgeisdorf ge^en Ataria. Seger ans Ebergzssma—Büumgw'en gegen -Slum 19 >7, Moelmg gegen Siecer aus Brrndock-Mal er, .Red Srar grg"n.Siceer aus O'd-Lmdstraßer Ämatenrc» Enbrit-MarlN'chal. VauwgartrN—Eioderein, Germama- Jdl rStvrs. Donaufeld-Rrnnwig. Lae>rtlnU8-Wr. Nenstidt. Wr. Bewegung-Liesing, Slvwin Hechitver, Olympia i^l- Notnianis, Ceck.te—Rußdovser Ä. C., UnitaS—Stuvm 1914. Der Spvrtk-lu- Ostmarb. der in dir Meifiet'chast der U. Kla' e führt, spielt am Sonntag M Dörnbach gegen de» Wiener Sportklub. El« neuer Wrltrakord im Rückenschwimmen. Der ÄMerckaner Kealvha. der auf der Anüre'p nev Otvmv'ade im IDO'M-Rnckenichw'MMen mit 1 14*8 rme neue ^‘cUtjöefif'fe sintrg schuf, stellte j tzt m Honolulu emen neue« Weltrek^ld «m Rücken» schlvimmeü über 100 Nards mtt l:06'1 auf. Eine -Kotorradrennfahet. Part*—Nizza findet im Februar Katt. Die St'kcke von 120' km wird m 'ün^ Tagen bewälng: m t Empvenfiat on n m Dijon» Lyon, svwre Aoignon iu.lmive eurem Ruhetage m Lyon. L3 VüV Zuschauer wii e r zu dem Det sv el zw kchen den Dam-nsutt'all'lübs D'ck Kcr Livervo.l »ud St. Helen, das von D-ck Ke» mrt 4:0 gewonnen wurde, rrsch en:ü. Akademische Sportabteilung Indaea (lX, Tii len» straße 9l. H me Turnen un Elrsnbech-Gyrnnafium, V., W'ebner Haurtüra ie. Ecke Kr Hube,gaffe. Änm ldungen werten täglich von Vrt2 ii§ V*1 Uhr tot Sekte rrmt en!gegenomm «. Jüdischer Atylettkklnb. H ute. V,7 Uhr abends, Klnbuntrrbaltnngsabend m C a f 4 H , n d e n b u r g. iX., Al' erst r a ß e 7t. — Morai-N ob 7 Ubr ü'ends Turnt a'ming im I. T B. M.ikkalli. XVII.. Rvy rgaffe 9/t« - Schwer« a t b l e t i f: F? ritag. */s8 Ul,r. Daining tn Wardunger- Gasthaus, XVI., Nrulerchrnfelscifirüße 92. Gerichtssaal. ttttter der Anklage des Totschlages an der Gattin. Doe dem Schwirrgerlcht unter dem Vorsitz beS Ober« landesgecichtsrates Dr. Jacob hatte sich gestern der 55jährige Gutsverwatter J's:f Bäumt aus Untersiebenbrunn w:g:n TotshbaMan seiner Gattin zu verantworten. Wir dir Ank.'äg.'s^rift au2fü,hrt. wurde Frau Regiue Bänml am Mors?«: drs 30/ August v. % t»£ z» ihrem Bette emh» E.' mT\ geftruben. Da der heevekgerufone Ärzt de» Verdacht a»S> sprach, daß die Frau eines unnatürliche» . Todes gm storben sri, wurde die Leichs obduziert urÄ» ei» Bruch des Zmrgenbeins und Bbutaustritta in den Auge», gesunde», Bauml wurde in Haft genommen, stellte aber jedes Ke» schulden in. Abrede. Die Gerichtsärzte stellte» fest, daß Frach Bauml von fremder Hand, und zwar durch Erstickung, den Tod g:fu»den habe. Die Anklage vertrat Staatsanwalt Dr. W a g n e r, als Verteidiger fungierte Dr. P r e tzd n rg*r» .Der Angeklagte erklärte auch gestern, er habe feinet Frau nie ein Leid zugesügt. Er hörte sie in der Äacht plötzlich um Hilfe rufen und als er aus dem Betts spranK lag sie in Krämpfen, auf dem. Boden. Sie war schwer hevz- Tcibettb und da er ihren Zustand kannte, versuchte er ihr den krampfhaft geschlossenen Mund zu öffnen. Cr fei fett dem Jahre 1889 verheiratet und habe mit seiner Frrm nicht den geringsten Streit gehabt. Es wäre nicht der geringste Anlaß vorhanden gewesen zu einem Streite; rpchi am Abend vor ihrem Tode seien sie friedlich beim Nachtmahl zusammeng-ewefen. Es fei eine Verkettung von Unglückliches Zufällen, die ihn in eine» so schweren Verdacht gebracht häber^ Im Verlauf des Beweis Verfahrens wurden auch drei Töchter des Angeklagten und seine Schwäger als Zeuge» «invernommen. Sie sagten Übereinstimmend auS, daß Bäuuck mit stiner Gattin stets in musterhafter Che gelebt habe. Die Gcschwornen verneinten nach kurzer Beratung sorvohk dir Hauptsrage auf Tots hlag wie auch die Eventualfrag* auf Vergehen gegen die Sicherheit des Lebens mit zwölf Stimmen, worauf der Gerichtshof Jofes Bänmt freisprach. Der Volkswirt. Line Kro«« -- 115 Centime» Geld. Neuerlicher Niickgang. - Stei-ermt, der «tafc In »iftrJrt» uoitcrie;?it österreichische Krone . . . . » l 18 <1.17V, am 17. Fämm)?re Asien aestemr'elte Krone . . . -.9^ <~M ,« 17 FämnH oif lsäwchtsche K^one . ..... «8'X 7.75 im 17 Jänner) >ie Mark ..1065 1005» am 17. Iavner) -i^ram.. 410 ( 420 am 17 JLn,e^ Br-.ta esi ......... 8-15 ( 8.— «« 17 Jikmeer) ....... .1.10 1.12'/, am 17 Jänn«) Ü-ar'chau ... — 75 .-.70 *n 17. 38«»«) Der Staatsbormtschlss. Der Finanz- und Bubgetausschuß des RütionalrateS trat gestern in die - Beratung des GtaatsvoranschlageS ein. Gerreralberichterstatter Dr. Gürtler leitete die Vev- Handlungen ein. Cr erklärte, man müsse unbedk^t die Auf- Merk,amkeit bet Machthaber der Entente darauf lenken. Last die Entwicklung unserer valutarischen Verhältnisse es mit sich gebracht' -habe, daß die SLaatszwecke mit der im Budget vorgesehenen Zahlenmenge nicht realisiert werden kön/len» Zum ersten Male ist im StaatSvoranschlag eine Post der Vermögensabgabe in der Höhe von 2tyg Milliarde» Kronen eingestellt. Wie soll aber die Mentalität btt Bevölkerung auf die rasche Abstattung der VeitmöMsabgM hingelenkt werden, wenn weiten Kreise», der Vsvölkerung die Verstellung tzorschwebt. daß wir doch schon am Rand* des Abgrundes.stehen, und daß es daher schade ist, Noch zur allgemeinen Konkursmasse sein Schärflein beizutrageu. IN der Bevölkerung kann sich ein gewisser Sparbetrieb «ur dann bemerkbar machen^ wenn die Einkommen wie da* Kaufkrafthöhen erreichen. i Das neuerlich aufgetauchte Projekt einer zwischenstaatlich fundierten Lxportnote kann nicht helfet denn diese Exportnote würde sich nur tn den Nachbarstaates aufhalten.- Für uns wäre dieser Note gegenüber keine andere Situation geschaffen, wie derzeit gegenüber den ausländische» Zahlungsmittel«. Geholfen kann üns tfat werden, wenn me» un}:xe Balntaendlich wertbeständig macht. Mr stehe» der Entente nicht alS Bittende gegenüber. ES wurde unA vielmehr in bet MaNtelnote als Prämie für unsere Ü n a bhängig keit versprochen, daß man uns alle Mittel gcke» werde, «m di.'ss Unabhängigkeit aufrechtzuerhalten. \ , Der Redner -verwies in einer Besprechung der Einzrlpösien dts Staatsvoranschlages darauf, daß « gelungen fei, die Unterhaltsbeiträge von 215 Millionen Krone» aus rund 25 Millionen Kronen herabznsetzen. — Was M Ministerium für Heerwesen betrifft, beträgt das EvfprdcrutS, trotz Ausscheidung der im Vorjahre in dieser» Mi-listerium rrssortierenden Kosten für den KrtegSgefanger^nfonds noch immer über eine Milliarde Krone«. DaS Mmisterium für BolkSernährung weist eine ungeheure Steigerung der Ausgaben von 8,9 auf 7,2 SDltf® liarden Kronen aus. “ j Wir müssett offen und ehrlich eingestehen, baß wir ar» Ende unserer Kräfte sind. Ein solches Budget, wka »3 die gegenwärtige Regierung vorlegt, und wie es durch einen Nachtrag noch verschärft werden wird, verträgt ein Staat nur einmal, ein zweiteSmal nicht mehr. Und wrnzr die Finanzverwaltüng bei der Erstellung des nächsten StaatKvoranschlageS nicht auf einem festen Boden steht, wenr» sich! nicht bald die Symptome einer Besserung zeigen, wird sich in diesem Staate niemand mehr finden, der eine» solche« Staatsvoranschlag verlege» Und der ihn bewillige» wird. Das sind Ditrge, die einmal Mit aller DeUtlichkttt gesagt werbe» Müssen. . Sperre der auslündischen Wertpapiere i* Ungarn. Budapest, 1& Jäntter. (Ung. Tell-Korr.«Bur.) Durch einö Verordnung brr ungarischen Regierung wer» » den 2Q$v0|*nt sämtlicher auslündischsr Ärrtpatziekr^ ditz

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