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Wiener Morgenzeitung · 1921-01-14 · Heft 707 (14.1.1921) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 707 (14.1.1921)
Date
1921-01-14
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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* Men, Freitag SS. d. M. Die Ausgabe findet in der Lebcnsmittrlsektion, Al, Esieplatz 3, statt. Die obangeiübrlen FaffungStaae sow e die sSr die früheren Fassungen bezeichnete Stunde sollen oMaurst «n-ehatten »erden. Lebensmittelstelle «UKraina". VM., Strrnllaaffr 32 A bi- 12 und 7-3 dis */*jß Uhr), ^uv Abriabr (Häuften: .Söobnen, Erbsen. Karioff^ln. Hirse. MaiSariest. We-renorirff. Rolltiersir. Reis. Kondensmrlck.Primsrn. Gemüse m Eisig. Salz, Rolllicringc. portugiesische Sardinen, norwegische Sr"oMn, ital'.crircke Fischngd Gemüsekonserven. Corncdbeef, Ri'oto, Leberpastkte. Kaffer. Schokolade, Tee. Mal-kaffee. Keks, Honrgl'ntter.Sverseöl.Margarine. Krmerol, Butter (dänische), Kleyen, Marmelade (Heikeldcelkn, Prrffeibeerr»), Münder, Holzbrikctis, Kerzen, Sciscn, Weme usw. Das Urteil in dem Streit um das Deutsche Landestheater. Die Klage ab gewiesen. Prag» 13. Jänner. In der Angeleg-nheit der Erblogenbrfitzrr des Sränderheaters wurde beute das Urteil gefällt. Die Klage wurde abgewcien und die Kläger (O. Tliun-Hohenstem, Dr. A. Rohan und Karl Auersperg) zum Ersatz der. Prozeßkosten verurteilt. In der Begründung wird airsgefülirt. daß die Angeklagten sich einen störenden Eingriff n ckt Hab n zuschulden kommen lasten und daß sie für die Handlungen , britter Personen nicht verantwort! ch seien. Sie hätten^ auch nicht beabsichtigt, den Besitz der Klager zu stören, die ihre Loge frei bcnüktn lönnen, allerdings nur personstch und für ihre Familie, keineswegs aber iür Bevollmächtigte und Gäste. Die Kläger haben ke n Recht aus deunche Vorstellungen, denn der Beschluß, daß im Siändcthrater deut'ch gespielt werde, rrsolgte «v 25. Juli 18*0 durch den Landtag- Dieser war eme aulvnvmr steiw llige E'klärung der E geniiim r des Gebäudes, keineswegs aber rin Vertrag mit den Erblogenbe'tzern. und es wurde kein Recht festgesetzt, daß im Thcater nur d utsch gespielt werden dürfe. Von der Staatsoper. Der Arbe tSvlan der Ctaatsover stehi für den 26. Mär, eine vollständige Nmrffrenierung des «Fliegenden 'Holländer" emter Lrrmng von Dr.R'ckard Siraun und Hoirai Roller vor. Bor Beginn der komplizierten S-rncu« und Beleuchtungs- Proben. welche durch zwer Monate die Bühne 'ast aus'chl cßlrch m Anspruch nehmen, findet am 15. Februar noch e ne N uemfiudierung des „Wasserträger" von Cherubini. mitHe.rn May-, i» der T'tclrolle. unter Leitung Dr. R chard Sliauß' statt. Außerdem stnd in Vorbereitung «Ton Juan" 'fr kung^ Dv. Richard Strruß) und „Figaros Hochzeit" (Leitung Direktor Schalk) sowie Reprisen von «6osr kan tutts", „Palestrma", »Nsire Dame". Dre nächste Aufführug des «Ring des Nibelungen" ist iür Anfang Mär; in Aussicht genommen. Nach dem „Fliegenden Holländer" gelang» Jul us B ttwrs »Die Kohlhaymerin" zur Uraufführung. Müsikalrsche Leitung Herr Alwin- ■ - Aus de« Theatern. Im B a r g t h e a t e r gelangt morgen, Samstage zu ertzöbren Preisen „L i b u s s a° zur Aufführung. An ang 7, Uhr abends. In der Staatsover geht morgen. Samstag, zu erhöhten Prellen „D l e tote Stadt" m Szene. Beginn */j7 Ufer ab-nds. Im DeutschenVolkstheater wird morgen,. SamSlap, vm 7*7 Udr abends «Flamme" und um 10 Uhr abendS als Jublläumsvorstelluug des Schausp elers Theodor. D e , § „I o u r n a l r st e n" gegeben. Deutsches V o l k Z r b e a t e r. Bei der Samsrag den 15. d. M, 10 Uhr abends, anläßlich des ^Osäfergen Bühnenvnd 25jädrigen Vol sibeatertub lams Theodor Wrm'stat findenden Aufführung von Gustav Fieylags «Jouinal sten" wirk n als Gäste Lotte Win vom Bur> t'emr und Annie D i e r k c n s. Hotrat Hugo T h r m t a und Geoig Reime r s, Hins T b i m r g und Paul Prangen vom Burgiheatcr, Karl B l a s r l und Lov's T r e u m a n n, ferner in der Kenzeik- «iuloge Kammersängerin Eiiie E l r z z a, Sari. F e d ä k, Pros. Alfr.d G r ü n s e l d, Franz Lchär und Di-ck'or Hrrrh Dolden mit. H rvorragenve Schrrfisteller und dre.Di ektoi en «ad Mitglieder anderer Wiener Bühnen werden sich als Eh»engäste einfinden. In den Kämmers vielen wird morgen, Samstag» «m 7r7 Uhr abends «Die Menagerie" und um 10 Uhr aberitS ,D a S r u h i g e H e i m", »C o m t e f f e C l e" und. »D e r S e l i g e" gespielt. In der B o l k s o v e r wird heute. Freitag, „T a n n- Häuter", mit den Damen Reick. Sckimou. Mann und den Herren Schür mann. Baumann. Fleischer und Neümann in den Hauptrollen, gegeben. D>r-c>em: Herr Auderietb. — Jn'olae Erkrankung rrneS Hauprda stellerS muß d e dieswöchen'liche, iür Samstag nachmittags angctetzt gewrse' e Aufführung des ersolgrrichen MärchrnspieleS „Klein Wo 1 iaangß Zauber- «ach t" unterbleiben. Die nächste Aufführung findet Sonntag den 23. d. M., nachmittags 2 Uhr, stall. Wiener Stadtthrater. Mittwoch den 19. d. M. findet die Erst ussührung des Scha>llpieleS „D c r F a! l C l ä m e n e e a u" von Alexand-'r Dumas siatt. «onstanze v. Lrnden gast eit als G'äfin Dombrowita, Magda Garden spielt die I s a. Fritz H o f b a u e r den Pierre Clsmeneeau und Hans Kurth den Konstantin, ferner find noch m wichtigen Rollen be^ckafugt die Damen Fröhlich. H e l b o r n und die Herrm F l e m in l ch, Schenk und Volker. Die Jnszenieiung bc'vrgt Egon Brecher. Der Reingewinn die!« Vorstellung fließt der Auberkul-seufürsorge zu. _^_, ' Die Vereinigung bildender Künstlerinnen Desterreich» veranstaltet in den Parierreiäumcn des Künstlcrbo«srs vom 15. Februar bis 1b. Riärr I. I e ne AncstcUung tza« Werken der Malerei, Graphik, Plastik und Keianuk. drc anch K» Künstler'nn'n, dre nickt Mitglieder der Peremianng sind, chickt werden kann. Einsmdungen müssen anfangs Februar rm- Aeff.n. ÄuSkÜnfir weiden im chrkietar at derV.reiniamig bil'cn^r Kunstlrrinnen, l., A,ay edcraasfe S, Rionlag M.uwoch und Umtikg von 4 bis 6 Uhr erteilt. Heute abends, 1%, erlangt in der «Fre en iüd scheu Bolttdühne" I. Gordin's dreiali'ge Trag.komö-ie ..Tchlomte Bch»rl«t-n" pn ^rsia?ffsHh"vnn. S?iel?/'i-r: I. Den>sch. Wlener MovgeirZeirttns 14. Jänner 1921 -kr. M 4 Der Volkswirt. *■■4 WinLersportzüge auf der Westbahn. Der Wintersportzua gebt vom Westbabnhos um 6 Ukr 85 Min. früh ab und kommr um 10 Uhr 4.Min.'in St. Aegvd an. Die Retonr» sabrt «iolfl» um?> Ubr 85 Min. nachmitta S. d:e Arkuntt in Wien nm 9 Uhr 5 Min abends. Für diffkn Zug belangen beim Landesverband iür Frembenv rkebr rm Vorverkauf Fahrkarten zur Ansgibc welche den Stemvelarlldruck „Sv^rt'Ug" trogen; diese Fahrkarten ge't'en j^d^eh auch sst^ einnr anderen am Berkehrstage des aenknständlichen ZuaeS verkehrenden Personenzna mit AÜS» ukrhme des P-,son«'Mng'S Nr. 17; anderi'rseits haben anch die 'in Barverkauf nach Scheibn'übl und darüber hinanS für den Verkehrstng dieses Utraes ansgeg^benen Fahrkarten ohne genannten Sten pelaufdruck für diesen Zug Geltung. Seltene Gelegenheit:?.irm Schiedsrichtern. Schied?« achter Schmidt hat nur Mfn Gel'genhrit ein Wetk'prel zu leiten, di er von last sämtlichen Wiener Vereinen als^Unvarteiiscker abg lehnt wurde. Sanmaa lest t er als zweites S^'kl der Herbst« sai'on das Treffen' Amateure—Simmering 'Es di)r!te dies übnoens dos leyte Match un'cr dem alten Tarif sein» da die Schieds'jcht^ von nun an für die Leitmrg emeZ erstklassigen Spiels 5H0 beansp uckeN-(Bisher 75.) Der I. Sp. B Hechawer führt momentan mit vier B.-rlnstvnnsten in der kV. Klaste. Ivabrend die übr gm Vereine mmdestens 5 Veil'-stpunlie z» verzechvn-hüben. — Di e Ges e) s r g f e i t? f p f 11 o n des Vcre n s hat Samstag nm V.8 Ubr im Cills-.Folky. I., Gon'ogrgasie kEche We der'mgiste^, ihrm ersten bunten Abend m't Trnr ab. vorhe' KoMiteesttzttNg.— Schwimm s-e k t i o n. Heri'e, 7,8 Uhr. Schwrmmabend für Damen und Herren llk... Müniaaff? 5, Bratr'xbad. — Die o r d e n t l i ch e G e n e r ä l v e r f ü m Nt l u n o des S. C. Hechawer findet am 23 d. M., 9 Uhr Mmiltttgs, int" Cais Lladtv'rk statt.; . - Sportblub HäSmonea. Hente */«7 Ubr erscheinen 'amtliche Mrtok ed"> der Schwimmsemö'i «in V remskofirl Cake Uenker. -U. Prst-, 88. Samstag 6 lilir1 im Cll6 ^ollandia, Tamrfichlffstraße 30, Treabcnd (Akademie und Tanz) - '. - " - ' Jüdischer Athletiklrlvb sucht Mh: die l mch Ui Mannicha't für Sonnta'o spielstarke Gegner arll fr m--en Mäven •Hiifänif en on Schrinsilhrer WRy P e e z e n i k. XVI., Renkartspaffe 8. T levkon Samstag ab 7-8 Ukr 17839.) All^ S'nelrr er'chnnen Somstoo 7«8Ukr,abends »m Ga s Baltnabof. XVl. O ta5 noerstrone 1*2.. Sonntag Kllibitn'erhiltung im Cas Hindenburg. ..IX.. Als-rstraße 7l. Gäste, willkommen. — Stzortlrkuk» Hakoah. Horkehsektion: Sonntag ^<11 Uhr rormit'a"s Train i'gsviel am dem W A. C-Plav. Rur folaen^e.Sv ker bibrn sich nnbednat vnv'tl ch echmsindeN: Lwger. K-intmann. Ko^, - W inwurm. Klmt> ll,. Wen^rat,' Klimt I. Kmzm-mi'. Ro na I- Ra'en'cld,. N fing-ll..Hell r« Neumann. Bpk. ''r'ald — Lick t/i > h l r t.r f f e f t » 0 n: <5 . nn^ tag Qu iselv-'nlaui -. Umkse deko!-rl n ' ch t mehr K 0 N». st a N'l r n hü g e l; Tresivuntt ‘/JO Ufer vo-mittags P>at«'. ste-rn. — S lli a ch s e k t'- om F e tag ,8 Uhr Vollve»sgnrm'nnr. i'"d Anmeldungen' für die -Kurs'., .fiu s"ea nn am 19. d. M.' Das Klnburrn er be -innr )Fre raa dm 2t. d. .M.'-Nennungen: tGe 'ükr ff- >0). wea e n b s 19 d. M> tiiol:rh im SUretana' oder an den Sp estagen (Man aa/Mrt.ivoch, Fre-'üg) vom Sektion?-/ kassier Sax entgegen gen ommm.. rum Die Sorgen des „Tierfreundes". , Bor dem Einzskrirh^r.. Hofrat Dr. /H e l l e r hatte, sich heute dev :42jährrge Markthelf«: Anton Kubesch wegen' Beruntteuungs eines 'ärarrschöN RefttvepferdeS, das ihm von^ der Sächbemöh^ifirrutig zur PsnühÄig andertrauis worden war, zu verantworteNi Seirre Rechtfertigung wirkte durch , dir mevkwüröige; Art, wie er immer, wieder seine Aufrichtigkeit betonte, .erheiternd, da er vom Richter fast bei jedem Worte der Unwahrheit überwiesen wurde. Auf die-Frage des Richters, was er mit dem Pferde gemacht habe, antwortete Kubesch in echtem Wiener Dialekt: Ich bin ein aufrichtiger Mmsch. darf ich reden? — Richter: Gewiß, reden Sie nurl — Der Angeklagte erzählt nun umständlich, daß das ihm übergebene Pferd seht heruntergekommen und licherlich krank war. Es habe ihn erbarmt und darum v'erkausts er es einem Pferdefleischhauer mit der ausdrücklichen Bedingung, .das; es sofort geschlachtet werde. „Herr.Richter", fuhr der Ang-rklagte fort, „ich bin ein aufrichtiger Mensch, ich habe gesehen, wie das Pferd, niedergeschlagen wurde." — Richter: Dev betreffende Pferdellleischhauer hat aber angegeben, daß er das Pferd am Markt um 23.000 Kronen gekauft und daß von einer solchen Bedingung keine Rede war. Was haben Sie mit dem Gelbe gemacht? — Ängeklagter: DaZ habe ich mir aufgehoben, um es später dem Major. Täuber der' Sachdemobilisierung zu übergeben. Richter: Das ist schon wieder eine Unwahrheit. Angeklagt er: Pardon, Herr Richter, ich habe bas Roß nicht nur deswegen hergegeben,-weil vS krank war, sondern weil mir auch meine Frau erbarmt, hät^ — Richter (erstaunt): Ihre Frau? Was hat denn bis mit dem- Pferde zu tun? — Angeklagter: Sie ist lungenkrank und Nstr haben nur eine Bettstatt gehabt. Ich habe ein zweites Bett gekauft, daß meine Frau ruhig schlafen kann, dafür habe ich 4500 Kronen ausgegebmi. —* Richter: Das ist schon wieder eine Lüge, denn bei der Polizei haben Sie von 10.000 Kronen Erlös für das Pferd gesprochen, dann korrigiert, daß Sie 10.000 Kronen zu Hause liegen haben, in Wahrheit hat man aber bet Ihnen 15.000 Kronen vorgefunden. — Angeklagter: Herr Richter, ich bin ein aufrichtiger Mensch, ich will jetzt die volle Wahrheit sagen. Wahr ist, daß ich für das Äett über 3000 Kronen ctnsgegeben habe. Rach diesen Worten zieht der Angeklagte ein Bündel Banknoten aus der Tasche und sagt zum Richter: „Das Geld habe ich mir zu,'aminengespart. Ich gebe meinen letzten Rock her, ehe ich mich einsperren lasse. Der Richter erklärte, daß er jetzt das Geld nicht annehmeu ll -e in») vertctgte sodann die Verhandlung, damit -de,:! . agten die Gelegenheit geboten werde, den S.ha. ..nlzumachen, da anzunehmcn s-ei, daß es nicht seine Absicht war, da-, Pferd dauernd der: SachdemobilisiernnA zu emt;ieh«u. Eine Krone °° 1.35 Centime» Geld. In Zürich notierte: die österrerchlschc Krone.185 ( 1,46 am l£. HfilvmH die öftere, gestempelte Krone . * . I.— (1— am 13 JännnH die tschechische Krone ...... 7.50 ( 7.65 am 12. Jänner) die Mark'. .......... 9.20 985 «m 19. Jänners ikflra« ......... 4 25 { 4 85 am 12 Jünnerz Bukarest .......... 8 50 ( 8.70 am 12. 32n«ct) Budvvrst.. 1.077s ( 1.15 am 12 Warschau ... -.90 (-.85 am 12. ÖfSnw^ HrraSsetznng -er Einkommensteuer. iJn der gestrigen Sitzung des Finanz-- und Badgeb» ausschusses wurde seitens der Sozialdemokraten der Antrag gestellt, die Einkommensteuer bis zu 200.600 Kvonen (das ist bis zur 43. Stufe) um etwa e in Drittel herabzufetzen. Bei größeren Klmllie« geht die Ermäßigung bis zu 55 Prozent. Die Sozial» demokraten entschlossen sich zu dieser Forderung nach eir^r Einkommensteuerreform unter dem Drucke der Arbeiterschaft', drtz bekanntlich in den letzten Tage» unter dem Ei.-.sftrß von kommunistischen Elementen hi« Steuerzahlung in Form von Abzügen von den Löhne» glatt-verweigerte. Der Bundesminister für Finanzen Dr. Grimm erklärte sich mit dem Antrag einver. standen. Die Herabsetzung bedeutet auch für den »uf Dienstbezüge angewiesenen Mittelstand eine wesentliche Erlelchlerung. Infolge der Entwertung der Krone gestaltet s'.ch die Lebensführung derart kostspielig, daß di» neuen Steuersätze für Einkommen bis zu 200 000 Krone» eine Ueberbesteuerung bedeutet hätten, wie sie in keiirei»! zweiten Staate der Welt geübt wird, ein Unrecht» auf das wir wiederholt hingewiefen haben. Ueber di» Deckung des durch die Ermäßigung bewirkten Abfalles' liegt noch kein Beschluß vor. * /■ Dr. Grimm erklärte ferner, die Finanzverwaltirng rechne damit, daß die Vorauszahlungen auf die Bevmögensabgabe in den nächsten Wochen in einem sehr großen Ausmaß geleistet werden. Es ist nicht notwendig^ daß der Abgabepflichtige vor Abstattung der Dorauszahlung die Vermögensfflssion ablegt, damit die Vorausi zahlung unrer die begünstigten zähle. Die Durchführung?veroröNungett, betreffend -das Bekenntnis und die Vorauszahlungen, wird noch in diesem Monat erscheinen. Die Finanzverwaltung werde eine gewisse Verlängerung für die Einbringung der Fass tonen zugestehen —- nicht, für die begünstigte» Vorauszahlungen. Wenn die Vorauszahlung geleistet wird und das Bekenntnis innerhalb der. erweiterten Frist eingebracht wird, wird die Begünstigung ebenso eintreten wie bet« ' jetzigen Zustand. ' ' ' " '*■■■'/■ O ' In der Nachmittagssitzung des Finanz- und Budget» aüsfchusses wurde die Beratung über den Antrag, bv» treffend eine Herabsetzung der Einkommensteuer sotd» gesetzt. / . - /*' Abgeordneter Dr. Köllmann beantragt, dem § A , einen Passus anzufügen, wonach im Jahre 1921 eine,Bemessung des Einkommensteuer in den Stufe» 1 bis 6 zu unterbleiben habe, um zu vermeiden, daß emer bestimmten Gruppe von Einkommenbesitzer« .eine Vegünstigüng zuteil werde. Die §§ 1 und 2 wurde» . in folgender ahgeänberter Fassung angenommen: Ä» der nach,:.den Ltz 172^und 173 der Personalsteuernyveste vom Jahre 1920 in der 1. bis 42. Stufe entfallende» Einkommensteuer wird für das Jahr 1921 ein Nachlaß vött einem Drittel der im § 172 festgesetzten Steuer, sähe gewährt. § 2. Erreicht der Steuerbetrag eines Steuerpflichtigen nicht 2 Kronen vom Mochenbezug oder nicht volle 10 Kronen vom Monatsbezug oder nicht 120 Kronen vom Jahreseinkommen, so hat.her im 8 234 der Personalsteuernovelle vorgesehene Steuev- 1 abzug, beziehungsweise die Steuereinhebung zu unterbleiben. ■ § 3 bleibt unverändert. Die Entschließung wurde unverändert zum Beschluß erhoben. Der Beschlußantrag Danneberg, die Bundesregierung wird aufordert, dem Nationalrat unverzüglich einen Entwurf Über eine jährliche Vermögenssteuer vorzulegen, wird gemäß dem Antrag MiklaS mit Hinweglassuffg des Wortes „unverzüglich" angenommen. Zum Berichterstatter für das Haus wird Abgeordneter A lli na bestellt. Ausländische Nachfrage für die österreichischen Schatzscheine. In der letzten Zeit zeigte sich seitens ausländischer? Kapitaiskr.'ise lehhaskeS Interesse für die neuen österreicht-' schen Schatzscheine. Namentlich nach Deutschland und ypch der Schweiz gingen ansehnliche Posten dieses AnlagepapiekS, dessen Erwerbung für die Besitzer höherwertiger Valuta hellte unbedingt sehr rentabel erscheint. Aber auch abgesehen vo» dirsern, für ausländische Kapitalisten in Betracht kommende« valutarischen Moment mögen auch die finanziellen Bedi»» gnngen der S^a/schelne ein sich genug Anreiz ausüber. Ihr« s-ch5pr zrutige V.r iusüng, lf:re Cs.'omptlerbarkett und d« > Umstand, daß sie zu jedem Monatsersten dreimonatig kündbar sind, so daß sie eine ohne jeden Kapitalsverlust leicht Berm ögen-investilwn. darstellen, rechtstrtijM

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