Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 692 (29.12.1920)
- Date
- 1920-12-29
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 Wien, 'smttroodj j Der 8» Jenner 1921 | und die SogshisnSSSe ) tü.j Marxergasse. veranstalt en auf Bitte des! MAKKABI L ersten Wiener jüdischen Turnvereins, IX., Liechtens'e nt strasse 20, eine sehr lustige, maskierte Engeladen wird niemand, denn es kommen alle. Eine oder awei Karten sollen noch im Turnlokal zu haben sein, — Beginn 7 Uhr. — lim 7.10 Uhr Filmaufnahme. Ende nach 1 Uhr «ir Konzentrierten Massen leben, auch jüdische Theater zu finden, aber sie stehen alle-— mit ganz vereinzelten Ausnahmen — auf dem denkbar niedrigsten Niveau und spielm ansschlteßlich mlndestwertigen Schund namenloser Skrrlrnten. Jakob Gordftls Theatralik gilt auf diesem Niveau als der höchste Gipfelzu dem man mit unantastbarer Dswunder»n<g emporschaut. So im gesamten. russische» Osten, so in Galizien, in der Bukowina, in Rumünisn und auch im allgemeinen in, Amerika. Ueberall stecken unsere Massen in der ur-glaublichsten Aaschmacksverwilderung. Ein Elend, an dem vor allem die TeilnahmSlosigkcit unserer intelligenten Kreise schuld ist, derselben Kreise, die das Gros des breiten Theaterpublikums and Schöngeistertums in' «Men Stödten und Städtchen Zuropas bilden." Der Aufruf erinnert an das Beifpiirl diir Franzose«, sie durch Gründung dos „Theatre libre" eine neue Epoche öeS verflachenden französischen Theaters herbcisührten, schildert diebisher^e schöne Entwicklung und die Leistungen der - Diener Freien Jüdischen Volksbühne und gibt der Erwartung Ausdruck, daß der Appell bei allen auswärtigen jüdischen Orgänisalionen und Verbanden, „in denen« vorwärtsstrebende Jugend und jüdischer Arbeitertdealismus vor» starkem Willen zur allgemeinen jüdischen Entfaltung getragen wird", die erhoffte Wirkung erzielen werde. In Fragen der Bereinsgründungen wende man . sich rw die Freie Jüdische Volksbühne, Wie«, 2. Bezirk, Untere Äugartenstraße Ul, oder an Herrn Dr. Jeftkiel Lifschütz, Bien, Z. Bezirk, Nestroygasse 11/6. . Aus de« Theatern. . Ju dk? S t a a r s o p e r wurde die Premiere von Erich Bolfgang K o r n g o l b S Over „D'e tote Stadt" a n f u ti* 4estlmmteZeit verschoben. — Ein En»'emd!c, befiebcud aus M iglirdern der StaatZover. wird am 6. Jäuner im StadtrdeaterinPreßburu en Gistiptrl absöiviere«. Zur rlusfuhnmg gelangt die ^Entführung aus dem .5 11 a \ l* unter Leitung des Direktors Schalk. , Im D e utscheoDolkstbeater gelangt morgen. D-nnerSrag. Hermann B a b r § Lust«viel ,D 11 U n m ensch" » folgender Besetzung, der Hauptrollen zur ersten Aufsüdryng: Arat Rofian — Herr Homma, Klementine — F, au Bolckmas, Höfrat Daion Hosti', — Herr Zwaid, Baronin Hofiiz — Frau Helle-. Fürst« B geiheim — Frl. Waldow. Baron Bobern — ' Herr Weugraf, Cvmtrsse Lori — Frau Hockwald. ,Dr. Harb — Herr Lackner, Therese — Frl. Wessely. Dr. Peterer — Hört xlfeld, Hanemann — Herr Durian. Wäbi — Frau Pöhl.sSvreltriter: Dr. He-nz Sckulbam. Die bereits wledcrbolt ange- Budigte N u'wzrnrerung von Büchners „D a n l on 8 T o b" wird nunmehr unter Duektor Bernaus Leitung vorbereitet. I» den K a m m e r s p t e l e n beginnt b!e beutigr Mt* eussüdlung des Einukterlripiychons ,Eh e^vonF. W.Morlev pünktlich um 7 Uhr. In di-r BolkSoper wird heule, Mit wock, §)ber- 'Äthners ä c t1 i t* m der Besetzung der Erstaufführung »irderdolt. Im Wiener Stadttheater wird das nunmehr »ou der Zensur freigegebme Schaufprel ,D a s Gelübde" »<m Heinrich L a rr t e n s a ck vorbereitet. Di«- Erstaufführung findet Momog den 3. Jänner 1921 statt. Leovoldine Konstantin gastiert in der werblichen Hauptrolle. Der Borvrrkänf für diese Premrcrc hat berer'S begonnen. Eiu ostjüdifchrr Kürrstlcrbirnd tu Berühr. In Berlin wurde unter Vorsitz des bekannten.Radierers Joses B.udko sin ostjüdischer Künstlerbund gegründet, dem zahlreiche jüdische Künstler aus Polen, Litauen und Rußland, die gegenwärtig in Deutschland weilen, angehören. Rnbkf Schlldkrrnt gastiert gegenwärtig cm Nerv- Yorker Jüdischen Theater. Er spielt jetzt mit großenr Erfolg die Hauptrolle in einer Komödie' aus dem jüdischen Schriftstellerleben „Je verheiratet — nicht verheiratet" von O schrrowitsch und Gottes leid. Maurice Ravels Drmzwcrke dr der StaatSoper. Irr öec Staatsoper sollen noch in dieser Saison drei musikalische Tanzwerke Maurice Ravels zur Aussühruilg gelangen. Es sind dies: „La Balse", Poeme choceographique; „Daphnis et Chloe", Ballett in drei Teilen, und „Ma Meve l'Oyr", Ballett in fünf Bildern. Urrnia-Jrnnenchor. Der nengegrünbete. bereits 130 MÜ-- ijttebcr zählende Frauenchor der Urania wird zum ersten Male <un 7. Februar 1021 bei einer unter Li-.ung feines Dirigenten Dr. Hans Plcß i.n großen Mujüverelnssaa! stattsuid-nden Aufführung der Zweiten Symphonie vo» Gustav Mahler vor die Oesstntlichkeit treten. Die Probe» rverden jeden Montag von 6 bis 8 Uhr abends im Strauß-Lanner-Saal des Konzerthanses abgehalten. Ausnahme neuer Mitglieder vor jeder Probe. ObSrkanto» Hermann Akayerorvitsch gibt om 4. Jänucr 1921 im Mmleien Konzntb.ulL''aat vor Antritt keiner imgUicken upd amerikanncken Tou.riee r« ttouzett. b t welchem er m Wim noch n^cht prbörts iiiurg^che Ge'äna-mir o. l gair- Olgübegleitung vorlragcn w rd (Orgtl. Pi ofcffo' Meiner.> Karten an der KonzeuhauZiasse G--,r man . >u?er Bu! lnudlung Löwit, l., Rotemulmstlatze, and im Ttzenrer'ar'.rn-unKU Schreis, PorMrusatze 82. Wiener Morgettzett««g Vom Gportlluü Mnkkobi, VrLtm. Der Sportklub Makkabi. Brünn, dessen . Mannschaft sich zum Großteil aus Budapest-r und Wimer erstklassigen Spidern zusammensetzt, stellt für die FrühsahrSsaisön clt reichhaltiges internationales Wettspielprogramm zusammen. Unter anderen Wiener Vereinen wurde bereitder Floridsddrfer A. C. nach Brünn verpflichtet. , „ Die noch MrSstrhendri» Meisterschaftsspiele. Bon den noch auSstehenden Meisterschaftsspielen soll jeneS zwischen W. A. C. und Rapid am kommenden Sonntag zur Austragung gelangen; die übrigen — Sportklub-—Admira, Rudolfshügel—Simmering, Amateure—Simmering ■ würden . auf das Frühjahr verschoben. Von den Fnschallrrn bet Hakoah. Rach kurzer Ruhe- Pause nehmen die Fußballer der Hakoah in der nächsten Woche wieder das Training auf. Zweimal wöchentlich werden die Spieler der ersten und zweiten Mannschaft in bet Körper-- knltursch'ule Wolframs gymnastische Uebungeu. betreiben. Am letzten Jännerfountag dürste das erste Trainingspiel auSgctragen werden. Drakonische.Strcfen beabsichtigt, in Zukunft der. Fußball- Verband über jene Vereine zn »erhängen, die unberechtigte Spieler. in. ihren^ Mannschaften aufstellen.. Es sollen lycfjt nur die Klubs a^s solche mit hohen'Geldstrafen belegt werden, sondern. dem KavitLn wird auch eine sechsmonatige Disgnalisilatiin drohen. Sportklub Jene Mitglieder, die zu . der am 16. Jänner 1921 ftattfinbenbett Generalversammlung bisher k"ine Einladung erhalten haben» werden ersucht, ihre genaue Adresse dem Sekretariat, Men, 1. Be'irk. Konkorbiaplatz 4 (Casö Industriellen), umgehend bekannt^«geben. Akademirchs Aadaen. IX.. Türkenstraste 9 Am'e. Mit'woch. Nhr absndS Tninen im Tnrns'ale d-'S Efiladetd-Gymnafinms, W., Viedner Hinvtstrane ^®<fc KrirdndergaffkV Anmeldungen weiden tSgstch von ^,12 dis lft\ llhr im Sekretariat rmgegennevommen. Gerichtssaal. Gie Plfinderer von Vade» vor Gericht. Wr-Neustadt. 36. Dezember. lPn»-?el.) Vor dem dieffgen Einzellichtel Landcsgerikdtsl ak S cd u l h o f fanden die Plilndciunaen. die sich in Baden am 4. d. M anläR ch einer Ärbtlrerdemonstra'ion zugunsten der streikenden Sparkassendeimten ereigneten, ein Nachspiel. Vorläufig haben sich Kail Gohn, Kellner deS HotclS ,z«M goldemn Hirschen^, wegen choShaster SachbefchLdiglmg und der Postkutscher Kml Steiner wegen Plünderuna, beziehungsweise Dieb'iablS. zn verantworten. Gvhn wurde unter Anwendung deS anßelordentlichen MilderungSrechieS zu einer schweren Kerker strafe von zwei M 0 n a t e n verurteilt. - Der Ziveitangeklagte, Kart S t eine r» - der sich an dm Plilndttungen in vk'schiedenen Lokalen, wie im Cas6 und Hohl Bnstol sowie im Hotel ^grüner Baum*, beteiligt hat, wurde zu f üN-s Monalenschwerrn Kerkers verurteilt. Eine Reihe von Personen wird sich noch wegen dieser Plünderungen z« verchrtwortehaben. Der Volkswirt. Eine Krone « 1.6272 Centimes Geld. In Zürich notierte: die osterreichffche Krone . . 162V» f 1.67V# am 21. Dezember) die österr. gestempelte Krone . . 1.10 < 1.15 im 27 Dezember^ die tschechische Kröne ..... 7.80 ( 7.60 am 27 Dezember) vre Mark .......... 890 S10 am 27. Derember' ilarinn . . . . ... ... . 410 ( 420 im 87 Dezember) Bukarest .. 8.20 (885 am 27. Dezember' Budapest . . . . . . 1.12'/, ( 1.17V, am 27 Dezember! Warkcha« .......... 1.16 ( 1.15 am 27. Dezember) ZU. Durchsruvgsverordnuvq zvm Dermdgensabgabegefetz. Die M. Dinchführungsverordnung zum Berm8g''nSabgas>egcsetz regelt die AuSwrhl und Bewertung der VeraleichSgllter und die Fest'etzung der sogenannten BcrhältnrSzahlen, inner enthält sie die Bcstimmnng über die Festsetzung der Steuerkurse und Sleucnve te der Wertpaprere und deren Verlautbarung. >Dir Borbereilnnpen der Auswahl der d8ue l'chcn Vergleichs' güter. mrt deren Hckie b'e übrigen läuerlichen Betriebe bewerte» weiden sollen, wurden bereüs im Sommer, durch einen Dnrch» ührungserlah cingele tet. ,Die Durchführungsverordnung reg'lt nunmehr das ganze Dersalnen b»S zur Festsetzung der BerhLltn Szahl, das ist des Verhältnisses zwischen dem Katastralreincrirag emd dem ermitlclren Euragsweite des Vergllichsgmes. Dieke >"e»häl nismbb wnd das Mittel der Veranlagung der übrigen bäu rl chen Wiuscka ten bilden, bei gleichartigen Güt rN wird ste nnvLuiukerk. br' Sbnl chen Gütern mit den den Umerschieden deS' >u bewerlenven Gutes vom VeWleichsgnt enisvrrchenden Modr° sskationen dazu verwendet werden, um durch Mulnplikaiion mst rem Kataflral'enrrtras dieser Güter ihren Ertragewert zu ermt-fln. V D'i? Stee.kur'e und S'euerwerte der »ntneitc'eten Papiere, zunächst jene Hir d e an der ' tcncr. Sorte notierten, welken in Stmerknrsblä tern ve^l-mtbart weiden, die bei een Steuer-- be'iörden und allen Em ahlun.Sstellen zur allgemcnen Emsschl au l egen und überdies bei d u. m der Berordi'ung bezeichneten Stellen täas^lich erhäl lich sein weroen. Som it cL stch um Papiere bandelt, die im Kursdlattc n chl vo kommen, wird die ^teiqerbchörbe anläßlich der Vera, lagung dre Festsetzung deS SteuerknrseS vr.uilassen. Sbuerpsi' uge. de en besonö r'S Jntcrcite an F.st ey'.mg haben. (8un n sich an die Stturi'ichöldc wenden; »Ür Zwecke der B l nntmsl gun.t.ii't eie Fcst>ctzn-'a nicht er orderlich. wer! ,m Betenntaisse die Bezeichnung veS Papiers nutz der Stückzahl aevü-eu wtrd. 29. Dezember 1920 Nr. 692 Neuregelvng vo« Geschäftsgebaren bei» PoftsVsrbüssenamt. Am 1 Jauner 1021 treten de m Postsparkassena«! »rm GebN'rnvor chn ten für Werlpapierg<-kchöste. Verwahtung tmi Verwaltung von We tpavirren unv Krssenfäch^ (S.ifcs) i« Kraft. Die jährliche Drpotgedühr beträgt in H'vkunft für österreichische Ssausvaviere tür sonstige^ Wertpapiere 2*/« des Neni'wcr'eS, mindestens % 1 für jrde Wkripaplergattun- Dir e jährliche Gebühr ist von stssntlichei» Dn otL m entrichtrS Die bisherig? Bestimmung, wonach jene Wnpoviere, bei bete« Erlag seinerzeit eine rinmilige Gebühr eingkhoben «ötden ist von her jährlich Ü Gebühr de'rdt waren, ist nunmehr aufgehobe» Die WlhShuntz 8er Depotge' ühr findet aus jene DevotS kn« AMvkNdung, deren AuSsolgung vot dem 1. April 12Sl tzev tätigt wird. Die halbjährigen Mirtgebührt« strKasse« fächek wetten vom 1. Jänner 1921 angesaugen aus ttß Doppelte der bisherrgm Satze erhöht, stllt destedntdr FachmiettV blerbt jedock der alte Tarif bis zum Erde der laufende« Mied Periode m Geltung. Eine Krisis in de» paiiistiiensische« Mel«, rnbustrr^. Zernsakem, 24. Dezember. (Jüb. Korr.-Bur.) Di« paüb stinenfrsche rinbustrie macht jetzt ebne schwere Krise bvtcht die durch die Sperrung her früheren Absatzgebiete, wie Rust» lanb, Deutschland und Oesterrekch, verursacht wurde. DÄ Weiw gartettbesitzer ftub mit ihren Zahlungen ausständig, da fft noch große Warenmengen vom Jahre ISIS auf Lag« habe». Man rechnet mit einem tvetteren Preissturz iw d« Wetnproduktion für bas Jahr 1921. Die finanzielle La'gv der Kvlontsten ist infolgedessen eine schwierige. Aufhebung der BeuzinzwangSwirtschaft itf Deutschland. Bertln. 28 De-.ember. (Ttl.-Komp) Wie von komvrtenwi Stelle M'tgeteilt wird, werde« die GeseytSbestimmnngen über bb ZrvangSLewülfcha'tuug und die Höchstvleife von Benzin in kn nachAcn Trgen aufgehoben werden. Die bereits erteilten Freiaabd scheine auf Benzin werden tingelest, sobald sie der Litserstruu bis zum 3. Jänner 1931 VSrgrlegt weiden. Die Vkibranchk müssen sich vtlpstichren, das ihnen überlassene ReichSbenzi« »« im eigenen Betr eb zu verwenden, und habe» für den Käst, das sie dieser Beipstichtung zuwiderhandel«, eine hohe Korrveutionab strafe z« zahlen. Ermäßigung dev AuSfuhrabgabe. Berlin, 28. Dezember. (Tel.»Komp.) Wie aus dem Reichs wirtsckaflSmiMerium verlautet, wird in de« nächsten Tage» dii Ausfuhrabgabe für Brauetvech. Kupferoxyd, Kupfervitriol M bengalische Zündhölzer ermäßigt werde«. Amerikanische Banke« i« Hamburg. Hamburg, 28. Dezember. (Tel.«Komp.) D,e Mercantib Bank in Ncw-Aork, an der die Guaranty Dust Co. betelligt i§ und die in der innnen Stadt Hamburg ein Grundstück nworvr, hat, nimmt dort Mme Jänner ihre Tätigkeit in vollem Umfang nur, nachdem sie breitS seit September mit den Vorbereitung« biezu beschäftigt war. Dre National City Bank in New-Nork fei bereits Beamte für rme im Lause deS nächsten Jahres;v eröffnende Zwerganstalt in Hamburg angestellt habe«. Amerikanisches Kapital in der poluifchen Naphthaindustrie. Marschau, 28. Dezember. Polnischen Blättern gufotgi finden in Warschau zwncken Bertieiern der Akliengesellschaß »Polika Nafta" und der amelikanische» »Premier Oil* Ber Handlungen statt wegen Urbernahme eines großen Teiles dn Ähren der »Povka Na'M" dmch dir amcnkaniichr Gesellschaft Die Verhandlungen üchmeu eiuen günstigen Verlauf und fette» demnächst abgeschlossen werden. Die RcurcgcltMg der EtnLommmstvuer. Durch db Reform der EillLoimucnsteuer hat die Zahl bet ihr .tatsächliche unterliegenden Persona» insofern/ eine bedeuteu/w Erweiterung erfahren, als nunmehr nicht tute die Steuer von den Dienstbezügen der Angestellten» sondern auch vo« den Lohnbezügen der Arbeiter und der Hausgehilseu durch den Dienstgeber abzuführen ist. Die ziemlich kotn» plizierten Ausschrcioungen, welche die Dienstgeber — zw denen auch die Hausfrauen zu zählen find — zu führen Habens fetzen eine gckraue Kenntnis der einschlägigen gesetzliche,- Bestimmmrgen voraus. Aber auch die übrigen, durch dt» Perfoualsteuernovelle von 1920 getrofsenm Aenderungen fi»$ für die weitesten Kreise von großer Bedeutung, so die Regelung der Besteuerung von VeräußerungS- und SpeknlationS«- gewinnen, ferner die Begünstigungen verschiedener Artttp weiterS die gegenwärtig in Kraft tretenden, schwierig zu handhabenden Uebergangsbestimmullgen «sw. Die gesamte schwierige Materie ist in der Broschüre „Die Ssterreichtscho Einkommensteuer seit 1920" von Dr. Otto Szombathy, Sekretär des Gremiums der Wierlev Kaufmannschaft, die im Manzschen Verlag erschienen ist, systematisch dargestellt und an zahlreichen Brispstelen verständlich erläutert. Die W- Handlung, die nach denselben Gesichtspunkten gefaßt ist wie die bekannte Schrift desselben BerfassecS Übe« die Vermögens abgabe, berücksichtigt bereits die Durchführungsverordnung vom 7, Dezember 1920 und ist. in allen Buchhandlungen ö»m Preise von 45 Kronen erhältlich., Ermäßigung des Zinkvkcchpr.iseS in Deutschland. AuS Berlin »vird gemeldet: Der Zmkblechverband ermäßigt vom 28. d. M. cur den Preis von 1000 Mark auf 800 Mark per 100 Kilogramm. wiener Warenbörse. Nach einer achnäaigm Pa«st wies bte gestrige Warenbörse guttn Briuch aus und fiat keß AuS« gebot war in allen Gattungen C d e m »k a i i e n ja verzeichne«. De Kauflust ließ jedoch viel zn wün'chen.üdug und machte fich .'imückhaltung gelt-'no. Nur gmnae Mengen kühlte« zvm Ab» «chl'Nte. und zwar Chron,alaun u n 380 und Stückalaun tranfit u K 28. ffolgenve ÄUlk l gelmgien zum Ansgebote: 1 Waoav« Fuftlol zu Vei 47 ab luniäurcker S^auon exklufive Fässer, 15 tt agoonS Solvry'ova zu K 15 ob Wien. Kuiiumbickromat t« t 838, Anhchlor tu K 46, Salmtakfalz zn 189, Ehlvtz