Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 688 (24.12.1920)
- Date
- 1920-12-24
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Wiener Moraenzettrmq Seite H Freitag Tagesbericht. Wohnrmgsfchacher. Jede", der jetzt in die angenehm- Lage kommt, Msr einen freien Raum zu verfügen, der betrachtet diesen Umstand als einen kleinen Haupttreffer vdrr ze'gt sich doch vom ersten 'Augenblick an entschlossen,, dü: Angelegenheii da'.u auszubauen. Da sind Zunächst einmal diemöbliertLn, Zimmers Mau fordert , für ein Zimmer in den inneren Bezirken seelenruhig 1200 bis 1400 Kronen monatlich, Ist List. Badezimmer Und Te's-" phönbenützüng dabei (was . Vermieter nicht einen Beller mehr kostet), so wird das Vergnügen um ' 300 Kronen teurer berechnet. In sechs Wochen ist der.Jahres- Zins - für die ganze Wohnung hereiyHebracht. Dabei muß nran das Meublement sehen, das da geboten wird. Die ältesten Möbel werden vom Boden geholt und erleben eine Auferstehung und dritte oder vierte Jugend, öder die sie fick) selbst wahrscheinlich sehr wundern. Kein Sofa har genügend viel zerbrochene Federn, kein Waschtisch ist wackelig, kein Emailkrug zerbeult genug, um von der Aufnahme in das „elegant möblierte" Zimmer ausgeschlossen zu sein. „Mehl ist-eines, und, Freundschaft ist ein anderes", sagt Wildes kluger'Müllrr, vlZ er dem hrmgernden Freunde helfen soll. So meinen die Vermieter wohl auch, „elegant" sei eine Qualität und „ganz" eine andere. Dabei ist die Bettwäsche, stuf deren Wer: man sich, immer brruft,. uni die maßlosen Forderungen zu - rechtfertigen, in der Regel-von sehr tzweifrlhaster Beschaffenheit und wird nur alle Jubeljahre gewechselt. Macht der Mieter irgendwelche Wünsche nach dieser Richtung geltend, flugs wird der Kreis noch rin bißchen erhöht — eine Grenze nach oben scheint eö jkt überhaupt nicht zu geben. Diese Kreise. werden .unbedenklich von jedermann gefordert, von Studenten «und von kleinLN Beamtinnen. Wer haute ein Zimmer iucht, der muß es auch bezahlen t'önnrn — heißt das RösoncMent, und niemand denkt daran, daß es^ schließlich keine pure Leichtsertigteit ist, wenn ein junges Ehepaar, das vielleicht sogar rin paar Ariegsjahrs gerirennt verbracht hat, den Wunsch Hegt, einmal auch tzusatrnnrnMvohnrn und rin Dach über den Kopf zu Haben. ' ' ''; Ueberhaupr dir jungen Ehepaare! -Aus die har inütt es besonders scharf, steht doch die Vermieterschaft von ganz Wien auf dem freundlichen Standpunkt: Wrr letzt h-ei-atet, der muß Aahlungsfähig sein, unbegrenzt, unermeßlich zahlungsfähig, So werten vpu ^sdem jungen Ehepaar ganz unbedenklich dis „Ausländerpreise" verlangt. Denn das ist es, was allen diesen Leuten die Köpfe verdreht hat: die Auslands-' Valuta. Natürlich steigern sich diese Erscheinungen, wenn -nicht eia, oder Zwei möblierte Zimmer, sondern eine Wohnung „unter der Hand" zu vermieten.ist. So ziemlich alle Wohnungen, die frei werden, fittb <.unter der .Hand" zu vergeben und das Metamt kommt im besten Fall üt die angenehme Lage, seinen Aegen zu der Abmachung zu geben und uackr Kräften gs- Lührt dremzusLh-^u. 'Zumeist Lierek sich ihm aber auch Vazu keine .Gelegenheir, denn die Wohnung wird natürlich nur „möbliert" vermietet und dis „Ablöse", die man zu zahlen hat, gilt nur für das Mobiliar und rornrr so aus dr-er alten Sesseln, einem wackeligen Tisch und einem ausgefransieu Teppich besteht. Noch schlimmer sind allerdings die. Fälle, in deirsu eirie «nzfudte Einriohsung mitver kauft lnirb.—wie bei Verla ssenschaften, denn da wissen di; Vermieter überhaupt nicht mehr, was sie verlangen sollen. 'Kein Wunder, wr.rin sie anmaßend werden! Beginnt dgch vom ersten Dag an, da eine Wvhnüng leersteht, ein w tolles ßk-rcuft’ um das Mietrecht. daß dis glücklichen .Besitzer den Kopr verlieren müssen. Da wick)- Änfviriert und intrigiert, bic Frauen schmeicheln und die Männer dwhen, die Reichen zeigen ihre Brief» Ärsche» und die Armen trachten durch die Erzählung C-reS Schicksals zu rühren. Aber das gelingt niemals. t^ß«>n dem Augenblick an, wo ein Mensch eins Wohnung zu vermieten hat, sind alle Bande der Teilnahme und Rücksicht für ihn gelöst.! Wohl gibt es wirklich ergreifende Schicksale hei ^Obdachlosen des Mittelstandes. Da ist da§ Ehrpaar. bei dem die Frau seit dem S-ommer 1914 in Salzburger Sommerfrische lebt, während der Mann sei: dem Umsturz wieder seinen Beamten Posten in Wien nusfüllt. Da ist die ungarische Familie, di« vor dem K-ogrom geflohen ist und nun im zweifelhaften Hotel im rasendem Tempo ihren letzten Notpfennig aufzehren. Dir ist das Megögetraute Ehepaar, von dem die Frau fai ihren Eltern in Galizien rvohnt«. wo sie auch das tzübsche Bübchen zur Welt brachte, das der Vater erst «ls Dreijährige» kennen lernte — alles Geschicke,- dB das Herz des Nebenmensche» wohl bewegen könnten. Aber altes das ist gleichgültig. Die Obdachlosen suchen «ine Wohnung und dafür müssen sie gestraft werden, So lautet das oberste Gesetz, das den Wohnungöhandch. v.nserer glorreichen Zeit beherrscht und dem sich Jude littb Christ bedingungslos unterwerfen muß. *’ Die Streiks. Südbah«. Biw ans dn: TiibbahN war 'itfti'm initwrrintKTf. 6t& und die Luxn^züge vrrt'ehrtcir nichr mehr, An nnh «nch der wnc&w?. stdoch Mitteilungen ans dem Publikum. Oer ^uaeckuss ckes „^ück.-LkuckZuristenvereines" gratuliert lierzliclist seinem Obmann' Emanuel Hirschhorn anlässlich seiner Promotion zum Doktor der Rechte, «sn kmstuvüum , WSen Antwerpen Erster ffrösster Käufer für im Bpilfsieif@ii9 Perlen Juwelen »1v. Rsibinowiisch, JuweSser t. Bezirk, Max^iliansirasse 5 Telephon 8541 2. Bezirk, Stephaniestrasss 3. nur im eigenen Hause - Telepho« 4314 Frcltaf rb 4 Ultr oad Samsta; geschlossen. Horen Sie anch unsere Preise. mutmm P«rl«s,Gold, Silbor.PUtln «.Uhren fcff kaoit Bßd rerkaoft 770 SnP£TT£61 Boteatarzastr. 33, H&rlahllterstr. 98 110111 IVfanne N N ■ 8 Tll.,Schott8if8ldg.24 GRÖSSTE AUSWAHL IN L iXUS- DND STItr MÖBELS hSssige PEEI8E 4X0 1 ff" n P Schreibroa ■ E| Bin kauft und bezahlt wSbU&b Leopold 8ik S., ßibersirasae 9. i33 Tel» ‘ •chino am besten 3 i n h a rt 2-073/VIKS > e^me-d vorläufig austechterhalüuL. 5hm haben sich den Wimer-N^nstädtrrn die Mirrzzuschlager angrfchlosfen. Das Wiener Persona! hat di« Forderungen bis heute mittags befristet. Neben der Meihnachtsremuneratiou bi. der „ Höhe, wie sie dir Wicner-Reustädter fordern, h^n'dies' BettrauenSmänmr gestern ein; Entschließung t angerpminen," in bese sie ihren Standpunkt barlegen, daß mir durch, eine»:, ausgiebigen Äbbau der Preise eine,; ^sserustg^der Lrbrns- . Verhältnisse und der Lage her Eisenbahner eintLetLNlönns, Sie fordern daher die BurrdeSreßtrrun^. auf, ssfort alle ihr zweißölenlich 'erschebienden f Ästrordwungm. SU; tref'fe^z. chämit,. die Prüfe um' rurtdösterrs fünfzig Pwzent her^grsttzt werdM-. ohne daß die Waren dem Konsum. enLzogw tverbcu'dsirftn. , Wenn die Fächerungen bis heute mittags, nicht erfüllt, Md, stellt bas gesamte Personal den Dienst ein. '' Wicnrr-Rcüstadt,' 33. Dezember. (Privat-Del:) Nach wie Vvr wird sin ht:sigen Sübbahrrerkreisen daran festgehalien, daß die von der Heirrebsdivektion verfügte Einstellung der SchnelluNd D'-Zügr urcht durch Streirdrohungeu oder passive Resistepz heEgeführt worden sei, obgleich Brrhandlung«! wegen Auszahlung von MshUfe» im Zuge sind. - Wie übrigens tn-rlaudsL, chat, die Direktion bereits die Auszahlung einer, einmaligen NuShk.'fe an die nicht definitiv Angestellten aus Abschlag der späteren Besoldungsresorm bewilligt. Die Auszahlung soll aber erst nach den WeihnachtsfeiLrtager; erfolgen. Ein Streik ist 'brr hiesigen Bahnhof ausgeschlossen, wMNgleich -wilde, Elemente darauf abzielen sollten. . Wie übrigens bekannt wird^ soll noch heute brr Schnellzugsberkehr wieder aufgenoinmen werden. Dev TeilstrerL an der Novdbahv. ' Der Streik der Mä.ga^nZ-' und Heizhausarbritee der Mrdbahn wurde nach erfolgter Einigung gestem abgebrochen. Dre WerhnachLsrenrrmeratron für di« städtische» . AngesteÜLe». Der Stabtsenat genehmigte gesteLn die mit den Ber-- treirrn des Bundes »der stLdtifchen An^stelltM getroffene Abmachung, daß jenen städtischen Acigestellten, die der Drerrst-- pragmatik unterstehen, als Wechuachtsaushi'fe ein Vorschuß von 1300 Kronen gewährt rurrbo. Die Rückzahlungsfrist wirb so wie , bei den - Staatsbeamten bemessen. Sollt« der Staat auf die Rückzahlung der au die StoatsoeamLen gegebenen, Vorschüsse verzichten, , so wird sicherlich die Gemeinde Wie« auch denselben Weg einschlagsn. Weiter beschloß der Stabtsanat, daß die gleitende Zulage bei bm Straßenbahnen von nun an immer am 15. de4 WrsallSmonatL auSzuzahL« ist. Der Auszahlungstermin für den JLwkrr fällt di-Smal schon in den,P'ezember. Art der» StLLts'höLrrebett. ' Die passive Resisten; im--MLnzamt und in bar sZtaatsbruckrrei däuert at*< - .. .; . Der „Sftuaerao elavsus£( »tt de» »ttgarrschen Hochschule». Dem Jüdischen' Aorrrspondenchmeau wird auS Zürich tzemeldet: Daß Zmüslkomrlee der jüdischen Studexienveleinigangk» m der Ä ch w e i r. hat dem P»ciside«tc» der Delsommiuns des DolkerbmideS t« Gmi rmd de« eiw.elne« Deleost'sneu i» dtt Bölkerbvndvttsammlvus ei» Memvradum Lbe»reicht« in welchrm der Böikcrbtmd auf den „flnnrn-im elanswr' an den nngcirischrn Hochschulen aufmerksam gemacht wird, druck, den den jitdl'chen Smderiten der Zutrit; zu den Hochschulen verwehre ,st. Das Memoranünm schließt mtt einem AvprN §« den drsd, m dieser %rm zi wümmcten. 24. Dezember 1920 Nr. 6SS .......tu...—.--- ----- -.. t $>o com auf demokratischer Gru»d!age. \ »Le Popttlaire^ entnimmt den bei brr Exekutive des Paris» Hilfsksmitees für pogromgeschadigte Jude» emgelangtr« Berrchtev einen Fall, weicher die Bcst alckat i« der grmeSke« Kostüm'ernng der Demokratie zeigt. In H o r o b y i z e z e (Qouhamt« ment Kim rückte nach dem Adzua dk, Roten Truppen ein ehemal ger Zarenofstzier namens N o l tz ei». Er orgam» stertr Bavervl-önden,- um M't idue» die jLt»fche Bevölknung zu tev sr üeren. Mck, diesen. Bayden kam er in die Stadt und bor! wurden alle Juden zusammenpetnebe« und m erne» Kinosaa «insefchlpssen. . Unter Glockengelaute fand eine B < r s a m uv> 1 u » a, statt, in welcher m 11 all tu gegen zw e r Stimme« beschl ossen wurde,' d re ganz.e jüdisch« Bevölkerung des Ortes ab« z u s ch l a ch t e rr. Am Giund d ese§ „demo'ratifchen- Beschlusses wurde dre gesamte männliche Jude»schuft deS Ort-s h in g t;m ox b ctl . . Sie Hecbert S«r»»ei »nd der Bsr-Mizwah- K»ave. Bo« einem hübschen Zuge be§ OSerkommiMs von Palaüinu Sir Herbert S a m tt e l berichten jetzt englische Blätter. Bor niehrrren Wocken beging der, Knabe Josef A ave ai tw East End vvniLoudon srim Bar Mizrosh-Feier. Ans eigenem Antriebe vtrkanft« Maicus seine sämtlich'» Bar Mizwah-Geschenke und truz dm Erlös irr daS P a l ä st r » s - A m t, um ihn als sein- S p e u b e für d c ,ii ,D i e d e r a «t b iL u P a l a st i n a S. z» wikmerr. Durch daS. „Zionist Vulleiin". nfuhr anch Sir Herb e r t Sam« e t in Jerusalem von dicker Tat des jungm Marr^K Md fj-ß ihm fs grndeS Schreiben zukommen: LlZxb Lownussionsrs OkLcs' J e r u s a! e m, 31. DetMtber 1S2». Mein lieber Jakob MarcuS! Ich habe im »Zionist SBulfetU**; von Deiner lsbrnZwerle» .Tat gelesen, daß Du Demr Bar Migwah» Geschenke z v g n n&.en des P a löst i n a-W i e d e ra uf--, ba u f o ti d S: veräußert bast. E n solcher Beweis von Hmg'rbuua und Op'rrwillen vs« seiten eines der jüngeren Sohne JsraesS . . wird von dettjenigen, welche mit dem Ausbau Palästinas betraut sind, m - hS,chsy«-/W«rße' gewettet und bietet die hoffnungsvollste»'' Aussichten für dir Zukunst dickes Landes. Mn allen besten Wünsch«» Drüt «msruthtrger H e r b e r! S a m u e l. N Eist MSHiftsrischer F««d in MSHre«/ ' InHted'mckst, eine halbe Stunde von dem Eise»-' bahnknotenpunt't Prerau, ist in den letzten Jahren die hervyrräAerrdste SÄtrvn Mitteleuropas auS^-er Stein» , zeit unh^eirr'e..der, wichtigsten überhaupt aufgedeckt wer» :beEMhDs dckr,tM< findet' sich in dem Bericht vv».,, - tDr. Karl Ä b s vl-o n, Kustos, am Landesmuseum hw Brsutü. Es sanderr 'sich -in einem Grabe in Hock^- steftr^ng:.20,. Mensche« 'vom Andlrchen-bs^Mm - Greisen»^ akteE'nSbön Knochen Kind^ hräte Schmückbrigab^m, Ei einem M^ett ^lag der Kopf eines Gsfnchtes> -Das Ganze, befarü» sich unter einer Kal?>- fteinNipP?,' die dem Mammutjäger als SchlupfwrnW ' und'-Ichnhige Mohnstütts gedient hat und in^Hr eL in .eu^M', .regelrech heu Grabe leine Familie dtzstättste^ ,Der Shrlettvvuö wurde als Mischtypüs aus dem J^ung-, - paläoli-thikum bestimmt und stellt wahrscheinlich eiMf, Kreuzung von dem im ddsandrrtal gefundenen Menschew mit dem, des südfvanzösischen Aurignaemenschrn dar. ' Gin. erwachseues Ksar ist das -besterhaltene und voll» - ständigste fossil' Menschrnskelett überhaupt. Charakte-, ristis.ch -für diesen Urmenschen sind die flache fliehende' , Stirn und die starken, , zusammenfließsuden Ueberaugen'-; Wülste. Das Ungeheuerlichste an dem Funde ist aber j das riesige Mämmutleicheufeld, das:sich'.chier 'öffnete, gering ^schätzt etwa 1000 Tiere, an^ausgezeichneter^ halLenen DackenzLhnen des Mammut fanden sich al-loiu etwa 2V0V. Und viebeö davon lag so sorg'sältlg vuf-i ' - geschichtet, daß hier der Urmensch die Knochen Ütö*' ■ sichtlich sortiert haben muß. Die Mmmut^ichemHeLner^, ihm.njcht.Hls Nahrung gehieirt.LÜ Haben, ^sotchern^Mrdiu AnochM."und Zahne als Materialfür seine Werkzeuge. , Bon diesen wurden etwa 40.000 Stück auf«/ - gedeckt, in ttiannigsaltrgster'Fornr aus Hörnlein-,FeueH-^ -- stei^ Mrglristnll, Jaspis und' anderem hergestelst, aber' bc sonders viele auch aus Knochen. Aus den WädenbLinen des Löwen und Baren, hat sich, der Hredmostmensch.seine Dolche bereitet, ^chengercite,' wie Löfftl, , finden, sich in großcr Zahl. Mtselhaft find vorläufig . mehrere „Schaber" aus Mammutrippen, noch rätfel'- - hafchr bifi gezühntr Gabel aus Elfenbein. Diü Angeln, find geschickt aus Elfenbein und einem. Mammutbacken»-- Zahn' ges-ch!-,'''.t. Der Predmostmensch — seine Kultur-«' ^geschichte, 'wird etwa - 89.000 v, Gr. angesetzt -— . war, . aber auch' schon ein ausgesprochener - Künstler!. Äicle-< Gersitss verzierte er mit geometrisch eingeritzLen'Gkrkche^. Punkts »^Grübchen, er bedeckte Knocheü mit könibiniLMst - ' 'j.Ki^MlnsÄ, die aft aus unzähligen StriÄM IbWWu , Ein-Damchütstoßzahtt ist mÜ der stilisierten Zeichnung ,j einep wKlichen Gestalt bebe'ckt': die anscheinend schtyMt»'-' '. arre Hraürst nackt und^^üelch tätowiert.' es fändest i sich 'fst'EauS Marittnntfußknöchen geschnitzte kleine Sta»' tueifstn ' solcher Schwangeren. Das - bedeutsamste Stück aber'ist, stiohl! die aus Mammutzahn geschnitzte Statuetü; eines.Mammuts, nun' im"'Landermuseum zu Brünn, bisher-die'einzige plastische Darstellung dieses Riese»-- tieres,'aus der Hand seiner Zeitgenossen, von erstaunlich-er Mturwahrheit in der Charakteristik des gewaltiges ' Körpers- Nach diesen - Leistungen war der Predmöstmensch kein wilder Troglodyt m'thr, wenn er auch durch seine- S^adild'.ldnni n-utz an seine Ahnen erinn-?r!r, sonderst hat mit seiner künstlerischen Begabung den ' Fortschritt des Me-nscheugr'chlechtes bekundet.