Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 680 (16.12.1920)
- Date
- 1920-12-16
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 78% known words query
- IRI
…/2979076-2979416-2979758--06104-2992024- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
<3euc 8 'Wien, Donnerstag Wiener MSrgenzeitung 16. Dezember 1920 'Nr. 680 ll. - mehrmals fluchte ich dem letzteren, baß er seine Eps? dem kleinsten Zufall ausgesetzt, so daß oft ll ön'tr Dllit'dadurch zerknickt und zernichtet; wisse, . uic der edelste Teil, mein Gehör, sehr abgenommen hat. Sch.in damals, als Du nach bei mir wa'st, fühlte ich davon Spuren und ich verschwieg es. Nun ist es immer ärger geworden, ob es wird können geheilt werden, das st:ht noch zu erwarten." Wir wi,'s:n. daß dieser Spender unendl'cher Freuden das für ihn, den Erlnuscher tiefster und innigster Lphärenrnchik, furchtbarste Lei!» tragen mußte b's ans Ende- Seitdem das monumentale Werk, die drei Bünde Lrrthovens sämtliche Briefe, sertiggrstellt ist. hat man [ci-t auch Einblick in Beethovens Menschl'chsteit und schützt sie nicht minder als seine unsterblichen ^chi'psunaeu. Tchrrsilrakische Da^reluvFen im Rathause. Hnoe nackninraoZ püukibch Vr' Hin finde! im Raibame die kri.'rlich: E essaang d r Bceihovm-ÄUsNtllm'g statt. Sn wird tiucclcitct durch nmfi aliscbe Dar! ietunacn, für die d:r Sitzungs» 'aal?cs StadtEnats crmäbtt wodn tsi. Daran schloßt sich die Besicht gimg der nach Bürger me, sttr Rruman « eröffnet«« ünsstellunz. ___________ Aus -en Theatern. In der B o! k § o d e r b<-e, der bmie. .Donnerstag Kammer iänoer RichndTaa-er alsL'osiwann >n „.fron mnturS 6 i ü ii b 1 nn(i m* tun : die übreen Haart» ollen sind nur dem Dom n MM, Bl ckmann, Sal nger und den Herren Bee-- nnd ^.'azar tzei'ctzt. Ten L.ndors singt zum eisten Male Heu Fiochler. In - dm K a m m e r s p^ e l < n wird fimfc um 7 llbr die Krriwdie m\*l n n t ’t r" von Theodor Taacrer zinr crstn Male infgelliiirt. Zu pär Em'.resscnde tonnen erst nach dem ersten Aki w ihren Litzen gelangen. -st In der Neuen Diener B ü K n e gebt morgen. Fieitao, „H <i n» l e “ rm ni rn eit mi» B e' e g i 'Hamlet) unö jj t r l e n (^olomus)al§ Gäsien in Srcne. N-ube etzr: Cluvuis - Tcu! ler. Horar-o — Nenß. Laert s — Dan rk. Geist — Euerer. Forlinbras — D ell. Regie: Geyer. B gmn ',,7 Uhr. In den I ü o i s rf) c it Kammerspielen gel rnat hurte Schalem A s ch s' krelakng" Komödie „D ti Landsman n" «uni ersten Make zur Auküdlung. Fiau In' U n g e r abt gem in'am mit Alb^n RitterSß e i m um 8. Jänner im G> osten Musikv reinekaal ihien rmügen ^eeittnraen VtcDrr* und Tue: enabenr. Treses Konvn findet als Rachtionzert mn 9 Hbr abends stau Karten sind an der Musikvei emsiaai alle. ler Gutiaiann. rm Morarüiau^. der KrliPndorter and m den Thcaterlartendu'eaus Spitzer und Schreier erhäUlrch. Prekaenmatzigungen kn den StaatStheatern sur zriftit-e Arbeiter. Namens des V iencs ^er Wul'chistsse!>»ii:»d: geistiocr Ar bester ivrachen Keltern »krau Helen« Gunwfeli. cof ar Dr. Äonrat» Calis nid Dr. Kasimrr Cmoiö dem ii iöcn cn der 'S lau's l eatc,v rwol ung Di. Bester vor, um -in die M t.rlicd'r d r dem Bere ne angelchlosirnen O-yan sokionen iluf-üb mieten zu ermäwgten Preieu za erwirken. Präsident Bester sagte ui enicitgenkomm ndste- Wese zu, daß vo an.sichtlich schön! n, Jauner nächsten JahreS re:artige AuffilhruNi.ru fta.tfiuden werden. _ Sport. Sieger Wmtersportbetrkeb. Der redliche Schnec^all ber lert n Ti e läßt einen reg n Wmt-r'ror betrieb zn. w.daß d e Hänge d s Wrenerwaldes von Rodlern und Sliläufern iidcrvölkerk sind. Sportzüge avf der Tlspangbah«. I den Sonn« und - Feiertag gehen am der Aipangb.rhn ad 6 Uhr 10 Mm. Eportzüge. Leichte De?trafu«g. Der Bienna-Spi-'er Peschel wurde im?au'c von zelin Togen in die» anfcinansr>folacndcn Meister- - schaflssp elen ansaeschlossen Der Straf- «n>» Meldeausschuß bestra'te ihn m t einer -- Rüge. Der Sportklub Rapid stielt am Montig seine ordentliche Generalv-'r awmlung ad. Der irüher arische Berrm wählte einen Herrn Leo Deutsch zum Prästdeuien. Eichung von Sportgeräte«. Die Deatsche Svor'- stchöide 'ür Athletik bat besch.offcn, daß künftig bei allen Dettkämpsen nur noch geeichte Sporlgerate verwendet werden losten. Dieser'Brfchluß wird satzungsgemäß lestgelegt. So w rden ad'o schon im kommenden Ialne alle Wettlämpse mit geeichten Sportgeräten auSgckochtm werden. NengegrünÄrter Sportklub Esra» Sitz: N., Mocken« aasse 81. Crt6Z on 'Klw'S'mm r). Mikaljederaufna^me täal ch von 5 bis 9 Uhr abends. Samstag den 18. d. M., « Uhr a' ends, Konst,rwei ung des Vereines und Cportllubs. Zmcr« effenten nilltommen. Jüdischer Athketik-Klub. Schwerathletik« s e k t i o n' flreltag d n 17. d. M.. '/,8 Udr. in WeikrinaerS 6)asthanS. XVk.. N<-»leichen^lk'erstiade 9S. erstes Da ning unter '.'e tnna eines pewieaten Jachwarn-'s vom A'hlettnklad Hermann. N »anmeli-unfl dortselbst. -- ZsußdaHlektion: Sam-^taa de« 1^. d. M. Cviel rversammlnng im Ca^s Baldi instof. XV!.. Ottaklingerstr-»'!« 10^. Sonntag den 19 d M. Mnst r« schistssp el geaen Sportklub Siever-vg vm 10 Ukr vermittagS am Red Star-Platz. - K n l t u r r l l e S e k t i o n: Sonntag den 19 d. M. erster UnteibaUnnaSadend im Erts Bustantenairmd. V>l. L.rchevfelderstlatze, Ecke Schottenfeldgaffe. Beginn 6 Uhr abends. Akademische Sportabteilnwg Iwdaea, k^., Dstrke«- ftratze 6. B'> der am 1t. d M. st ittge u denen Bostveuamm« lnng wmd' d-e Errichtung einer Turn^fi-on be'chlollen. Der Turnsaal ist berc>'s voilnnden. Jene Kost gen. welche dieser Sekt-on be». retcn wvstrn, mckem stch im Sekretariat der Jnoae-r. IX., Tibll-nstran« 9. in den Am ßstunden täglich von '/,!2 Uhr dis Val Uhr. Das Turnen beginnt am 20. d. M. I BANKHAUS M. ROHATYN;| Wien, l.f Maria Theresjenstrassa 10 1 Telephon 20-3-63 m Der VoLkswirt. Eine Krone 1.65 Centimes Geld. Gcster-» nonerre in Zünch: die österielchilchr Krone .... 1 Sb l 1.65 am 14 Dezember) otc öftere, gesiemrelte Krone . . 1.10 ( 105 otn 14 Dezmiber Die tschechische Krone . . » . . 7.25 { 7.25 im 14 Drz mber) cic Mark . . . .. 8 75 8 65 am 14. De:emder Ägram ........... 4 40 ( 4-40 am H Dercmber Bvlw.eft .......... 860 ( 8.50 am 14 D-z-'mber Buoaveü .......... 1.20 l 1-25 am 14 Dez mber) War'.chaa .......... 1.— ( 1.05 am 14. Dezember) Der amerikanische Oeltruft kauft die polnische NaphthageseLschaft. Krakau. 15. Tczcmber. -Poln. Tel.-Ag? Den Blattern ÄU^otae wird ein amerikanischer Trust zusammen mir der Piemier Olt Co. in den nächsten Tacun den größten Teil des Bcsti-es der Gesellschaft Pol'ka Nah« ankau'en. Die Amerikaner haben sich vertragsmäßig verdstichtet. die Rachbartcrrains der Gesellschast zu exp'o lmen, besonders aber den komplettm Boheapparal für 24 Cchach'r er umführen' FranzSsifche Anlekhebediugnngen für Polen. Warschau, 14. Dezember. (Privat.) Der .Moment* meldet: Gtttin^ormier'e Fmanckreise veisichern, daß auf dem französt chen Geldmarkt j'bt Kap tal rn für eine polnische Anleihe frei wä-en. doch sind die Bed'nonngrn lehr schwer. DaS sravzösische Svndisak. welches betet ist. Polen b est Anleihe zu g-ben, fordert, daß bm brr Be'rieb der polnischen Eisenbahnen, ferner die Pachtung des Tabakmonopols übrigeben werden, sowie daß die Benzinarlagen in Drohobycz i» seinen ständigen Besitz übergeh--n. Die letzte Bedingung ist die schweiste. we l angesichlS deS Umstandes, d ifi sich die Naphthaquellen in Galizien in fremden Hand n besinden, die Beniinanlaq-'n in Diohodyci die einzigen Werke sind, mit deren Hilfe die Ne.iik,vng au! den Naphthamaitt im polnisch-virlschaftliche» Jniereffe einwirken kann. Varon yr-thschild für den Aufbau Palästinas. Jaffa, 11. Dezkmb r. (Tel. der »W-ener Morgenztg.*) Wie dev,Doar HajomE milteckt, leichnete Baton Ebmond Rothschild uns die P a l ä st i n a - A n l e i h e 800.00- P'vnd Stetling 6 ^0 M'll-onen Kronen). Anßetdem sagte Rothschild, wie dasselbe Blatt meldet, 1O0.0Q0 P und Sterling (200 Millionen, Kronen) iür die Betwitllichyng bcS Rutbenbeigschen ElektrdfitiernngsprojekteS zu. ' Direkter Güteraustausch. London, 15. Dezember. Aus einer Aeußerung deS Unterhansnütgl'edkS Cir CbarleS b v k e S gebt hervor, daß die motiidtc Rclnening und dw englischen Handelskreise über die Frage der Wiederherstellung der HaudekA» ii u < e b u n q e n zu den VSnöcin M't zerrütteten» P a l u t a fine private Untersuchung anaestellt bab.n vnd z»' der Ansicht gelang» seien, daß der einzige Answeg der d i r e k t e (fl ii t e t « u 5 t a u f cb sei. Irgendwelche Maßregeln zur. Sü'ltznng der Baluta batten kein« Aussicht aut Erfolg. Sykes bemerkte w l'ers. daß bereits an der nöt'gen Organvs a t i o n gearbeitet w^rde, die den htreklrn Güirraustaujch t"«- uch en soll. ________ Line neue Vereinkgunp von TextUveebLnde». Der Bkrbanti der Se dcnwaren-, Band» und Cvitzenhändler» der Reicksv rband t^r Tuchun^ Kle derstoffliiinbler. der Der band der Hut- und Hnlzugelwigrossi r.en, der G>o>sisienveib ind der Garn-, G ilameiie-. Kuiz« und Wir'wnenhändlrr. die fhachonwve der Witlw irenhäneler und die Fachgrnvpe der Garn» Händler baben sich z» einer Aib-»Sg-me'Nichaft zufamaeu» ge chlosien. di" den Uweit bä», die gemeinsamen Inta sien der B anchen u wnbien Die Bereinigung bat ibirn Sitz >m Hause der Kaufmannichast, lV, Schw irzenbeigvlay 16. j ^Spedition Bkedermanu öd Co., Wien, l., Salz» gries 15, Telephon Nr. 5675.VW und 3260/tt«! Credit-Anstalt. Der BerwaliungSrat hat dem Direktor»' stellvrrii tcr dlnar W ei s z den T-ttl e n--S Direktois zuerkannt, n e te:S die ^'echsflsticheiad-ngenlen o-fgnv'nd B r e t i s ch und i^iitz Spitzer 'vrv'e den Pigkursien mi^, eiweckrtcm^ Firmierun^srechre G.ulio G e n t i l o m o zu Tireklotstellver» tKtein r'p .nnk. Da» HandelSiiberelnkommen mit Numänken. Die gestrige «Wiener Knimg" vcrl'uibart das provisorische Handelsftletfutromntc« und das K o n t t n g e n r a b k o m m e n zwischen Ocsteneich und Rnmänie-n. Letzteres tr tt heute m Ktast.'- Die AnSlnhrkon'mgti te auS Rumänien brireffcn: SOt^ Waggons Wetzenmkh!. ' 350 > Waggons Roggen, 1S.z,00 "Waggons Mais,. 20 010 Cchwerne. 20 Million n Eier, 150/ 60 Tonnen Benzrn' und andere Erdötpiodukte. Ans Oesterreich ionnten ausg"üh t wetben: *>iir 20 ) Millionen Konen lanrwntschaftlrche Marchiyen, eine Million Sem>n und Stcheln, lOü Waä.wns < Drahtseile, Fahiz ng-, kleltrntechriischrs Matenal. Texilien, dartinicr tsir 10o Millionen Baumwollgewebe und für 200 Mil* lronen Kleider. Privatverbehr. Die Tendenz, wir »m oestnaen Pr'vat^ I verkehr fest. Süeb tknwctte lebbai er. Es not eiren: Kredit X lioo, Depositenbank K 1120, Lombnd-- und Escomplebank Li 72X Vvmbaiden 2100 und Juli-Süd kl 1855. FEIjZejLÜS;f) I PlPSSfPXHP H.,^aterstr.e; iaimseÄusv.ahl inrelziiiäiit<»ln,l'üclisen, Up, iJ« 8^88 und Pelzsakkos Der König der Schnorrer. Von Israel JangwrÄ. (29. Formung.; „Ah, dann müßt ihr ja der berühnite Maggid sein, von dem alle erzählen", rief Jankele enthusiasiisch. „Ich selbst kann mich nicht auf euch erinnern, dcnm ich war damals ein Bub, aber alle sagen, h-entzutage gibt es keinen solchen Maggid mehr." „Ja Gredno Halle mein Mann eine Branntwrin-- schenke." siel die W'.rlln eia. Eine Bi.'r^lminute laug herrschte ein peinliches Schme'gön. Zu Ianleles Er^eich^eruug unterbrach es der Naübi, indem er bemerkte: „Ja, aber der Herr (ihr wecde! verleihen, wenn ich euch so nenne, aber euer Name ist mir nicht bekannt) meint zweifellos rneü:eu Ruhm als Magziö-Wunderkind. Mit fünf. Jahren predig'« ich vor vielen Hunderten und' meine. Behandlung ter Bibelstellen, die Art und Weise, wie ich sie deu.ete, daß sie etwas anderes meinten, als irr sag en, entlockte selbst achtzigjährigen Gceiserr, die von der fllihesten Kindheit an mit der Thora vertraut waren, Tränen. Es hieß, daß seit Ben Sirr noch nk: ein solches Wunderkind crist'.e.ll hatte." „Aoer warum habt ihr es aufgegcben?" fragte Mana,se. ' „Es hat mich anigegefan" antwortete der Rabbis indem er Gabel und Mciser niederleg e, um einen alten ' Kuminer zu ecklärmr. „Ein Wunderkind kann nicht mehr als ein paar Jahre ziehen. Bis zu meinem neun en Jahre ging es noch iminer, aber jedes Jahr wurde das Wunder geringer und als ich dreizehn Jahr' alt war. machte meine Barmi'wah-Predigt nicht mehr Aufsehen als die vieler ande er Knaben, denen ich die arichrieben hatte. Ich bemühte mich noch einige .Zeit, so knabenhaft als möglich zu bleiben, aber es war verlorene Muh', Mein Alter trug den Sieg über. mich davon. Es steht ja geschrieben: „Ich war jung und jetzt bin ich alt." Vergeblich verfaßte ich die beveöbesten Predigten, die je in Grodno gehört wurden, vergeblich hielt ich einen Kursus über die Gefühle ab mir Erklärungen und Beispielen aus dem täglichen Leben — das unbeständige PMikum zog jüngere Kräfte vor. Darüm gab ich es endlich auf und verkaufte Schnaps." „Ein Jammer, ein Jammer — nachdem ihr in der Thora berühmt gewesen seid," rief Jankele. „Was soll, man tun? Man bleibt nicht immer ein Knabe," anlwerlete der Nabbi. „Ja. ich hatte einen Brannttveinla^en. Das nenne ich Erniedrigung. Aber' in Gilrad ist immer Balsam. Ich verlor bei dem Geschäft so viel Geld, daß ich nach England auswandern mußle, und hi.w tvard ich, da ich nichts anderes zu tun fand, wieder .Prediger." Er goß. sich, das Wasser ignorierend, ein Glas Schnaps ein. „Ich habe von dem Schnap'la^en nie etwa? gehört," sag?e Jankele. „Er ist in eurem früheren Ruhm untergegangen." . Der Rabbi leert« sein Glas Schnaps, schnalzte mit den Lippen und grisf wieder zu Messer und Gabel. Manasse lang'« nach der J-lasche, die ihm nicht angebotcn worden war, und bediente sich reichlich. Der Rabbi entfernte die Flasche unauffällig aus dem Bereiche seiner Hand und blickte dabei Jankele an. „Seid ihr schon lange in England?" fragte er den Poleir. „Noch nicht lange," sagte Jankele. „Leidet Gabriel, der Ehasen, noch immer so viel j am Rheunraiismus?" Jankele blickte traurig drein. „Nein — er ist tot"' sagte-er. „Lieber Gott! Nun, er war schon ein alter Mann,/ als ich ihn kannte.: Wenn er den Schofar blies, klang. es jedes Jahr sch'nansiger. Aber wie geht es seincyls jüngsten Bruder Samuel?" „Er ist tot," sag Jankele. „Was, der auch! Er war ja so ein kräkc^-Eänn^' Hat Mendelsohn, der Steimnep, noch Virle bekommen?" ' „Er ist tot," sagie Janlels. „Uniinn," keuch.e der Rabbi, Messer und (llll'll' fallen lassend. „Ich habe ja erst vor ein pL.w von ihm gehört." „Er ist tot," sag'e Jankele. „Goll steh' mir bei! M.nrtzelsohn tot!" Nach ctznen^ Augenblick der Rührung setzte er seine Mahlzeit fort. „Aber seinen Sühnen und Töchtern geht es hoffentlich) gut? Der Aeltefte, Salomon, war ein sehr frotmwr; Junge und seine dritte Tochter, N.echamah, versprach,\ eine seltene Schönheit zu werden." , '; „Sie sind tot." sagte Jankele. Diesmal wurde der Nabbi selbst so dtet.h toi:.: ein Toter und legte automatisch Messer und Gabel . nieder. 5 „T—tot," keuchte er entsetzt. „Alle?" ' . . „Alle. Tie ganze^ Familie ist weggrrafft worden' von dersetben Cholera-Epidemie." Der Rabbi bedeckte sein Gesicht mit den Händen.' „Dann ist also die Frau des Salomon eine Witwe.- Hofsentlich hat er ihr-genug hint«rlassen, daß sie davon leben kann." „Nein, aber es macht nichts," sagte E „Doch, es mach! sehr viel," rios der t,i t .. „Sie ist wt," sag e Jankele. (Fortse^ailg sotgt.)