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Wiener Morgenzeitung · 1920-12-12 · Heft 676 (12.12.1920) · p. Seite 10

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 676 (12.12.1920)
Date
1920-12-12
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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Seite 10 Wiek» Sonntag Wiener MorgenzerLrmcs 12 Dezerrrder IS20 m ovo Ktr eirtrichierr. Nicht nur natürliche Personen genießen die Abgabe frecher t, wenn ihr Vermögen unter einem bestimmten Maße zurückbleibt, auch juristische Personen - genießen eine ähnliche Begünstigung. Bei denselben tritt Befreiung von der Vermögensabgabe ein, wenn durch die Einhebung der Abgabe deren Reinvermögrn unter den Betrag Von 50.000 Kronen finken würde. Sobald die ausgeführten Voraussetzungen bet Hetzer für die Abgabe in Betracht kommenden natürlichen § dbei juristischen Person geprüft sind und hienach die Ab» gabepflicht festgestellt ist» kann cm die Berechnung der Abgabe selbst geschritten werden. Grundsatz ist. daß die abgabepflichtigen Gegenstände rM allgemeinen mit ihrem gemeinen Wert vom 30. Juni 1920 zu veranschlagen sind. Der gemeine Wert ist der Der, Lehr sw er t am 30. Juni 1920. Es wird also als-gemeiner Wert derjenige Preis anzunchmen sein-, der für den beireffenden Gegenstand beim. Verkaufe im Juni 1920 verlangt und geboten wird. Besondere Bewertungsgrundsätze stellt das Gesetz in nachstehenden Fällen auf; bei diesen wird der Wert nicht nach gemeinem Wert, sondern nach be° 'sonderen Grundsätzen berechnet: - Liegenschaften des Lanvrmd Forsjchesihes werden im allgemeinen nach dem Ertrags» wert veranschlagt. Der Ertragswert wird aus dem Durch» schnitt der Erträge in den Jahren 1913 bis einschließlich 1919 gerechnet und im allgemeinen als Wert der betreffenden Liegenschaft das Zmanzigfachc des so errechneten durchschnittlichen Reinertrages genommen. Auch die Bewertung Don '' Wohngebäuden richtet sich nach deren Reurertrag. Der Reinertrag wird nach dem Durchschnitt der Jahre 1917 bis «inschließlich 1919 berechnet und sodann mit dem nach der Nealschätzordnung für das Jahr 1920 festgesetzten Zinsfuß kapitalisiert. — Nehmen wir für ein für Wien' gültiges Beispiel der Einfachheit wegen an, daß der Brutto-Mietzins während der drei maßgeblichen Jahre gleich geblieben wäre, ebenso daß die Erhaltungskosten in jedem Jahre ungefähr die gleichen gewesen wären; dann stellt sich die Werlberechckung bei Annahme eines DrutkozinseS von jährlich 20.000 Kronen folgendermaßen: Vom Bruttozins per 20.000 Kronen gelangen in Abzug für postierte Steuern, ErhattungS- Losten und Amortisationskosten (dieselben werden fachgemäß zwischen 45 bis 50 Prozent angenommen)' bei Annahme eines öOprozentigm Abschlages' 10.000 Kronen, es verbleibt als reiner Nutzwert ein Betrag von - 10.00(p Kronen. Dieser Betrag ist nnt 4 Prozent (derzeitiger Zinsfuß nach der Reatschätzvrdnung) zu kapitalisieren. Der 'kapitalisierte und zugleich der Vermögensabgabe zugrunde zu legende Wert dieses' HrvuseS beträgt sonach 250.000 Kronen. Diese Berechnung findet nicht bloß auf Miethäuser, sondern auch auf selbstbenützte Gebäude Anwendung. Eine besondere Bewertung erfahren weiters Grund, Gebäude und Betriekseinrichtungen. welche einer Erwerbsunternehmung odep einer auf-Gewinn' gerichteten' Beschäftigung dauernd gewidmet' find. ' 'Solche Sachgüter werden nach ihrem Anschäffungswert/ über Antrag des Abgabepflichtigen, jedoch höchstens - nach dem derzeitigen gemeinen Wert veranschlagt..Wenn zum Beispiel eine maschinelle Anlage wann' immer vor dem Stichtage um 100.009 Kronen angeschafft wurde und deren gemeiner Wert derzeit 200.000 Kronen beträgt, so wird diese Anlage für die Vermögensabgabe bloß mit 100.000 Kronen bewertet. Nun ist der Fall denkbar daß eine solche Anlagevor so. vielen Jahren um 400.000 Kronen angeschafft würde,, daß sie/infolge Abnützung, derzeit nur mehr LO.OM Kronen wert ist. In solchem Falle kann der Abgabepflichtige verlangen, daßdie Anlage bloß mit 20:000 Kronen bewertet wird. Das Gesetz hebt, wiewohl dies nach dem Gesetze selbstverständlich ist. besonders hervor, daß Rohstoffe, Vorräte und dergleichen nach dem -gemeinen Werte veranschlagt werden. Gleichfalls einer besonderen Bewertung unterliegt Kriegsanleihe. Diese wird mit dem ZeichnungSkurS bewertet Interessant ist die besondere Bewertung von Wertpapieren (inländische und -ausländische). Für. diese wird"ein Durchschnitt zwischen ihrem gemeinen.Wert und -ihrem Ertragswert berechnet und als Steuerwert bezeichnet. Wenn dieser Durchschnitt denErtrÄgSwert übersteigt, so gilt - der gemeine Wert. Der gemeine Wert ^ift/ grundsätzlich' der'Kurswert. Der' Ertragswert' wird .' durch, Kapitalisierung ' des Durchschnittsertrages -der Jahve 1917 bis 1619 mit dreieinhalb Prozent berechnet. Eine besondere Bewerdungsart erfahren auch' KapitalSfordevuNMn, welche rm allgemeinen nach 'hrem Nennwerte, wenn aber besondere Verhältnisse (zum Beispiel Dubiositat) vorliegrn, nach ihrem gemeinen Wert zu bewerten find. Besondere mathematische Bewertungsgrundsätze gelten für fortlaüfende Bezüge' und Zi-snen, insbesondere auch von Be'rsicherungSansprüchen. Die von dem Gesetze be^ sonders angeführten . Bewertungsgrundsätze für ausländische Zahlungsmittel. Edelmetalle und Juwelen laufen auf der:n Bewertung, nach dem gemeinen Wert hinaus. Wenn von Bewertungsfragen gesprochen wird, muß auch die Frage der Bewertung bei S ch e n k u n gen gestreift werden. Schenkungen. welcheunter gewissen Voraussetzungen (Hohe der SchenkungsbetrageS über 6000 Kronen, Zuwendung seit dem 1. Jänner 1917, weän sie an Wern, Kinder. Schwieger- und Pflegekinder, seit. dem 13. März.1919, wenn sie am andere Personen erfolgt ist) dem Vermögen des Abgabepflichtigen zugerechnet werden.! werden im Falle der Zurechnung rm allgemeinen mit ihrem Wertim Zeitpunkte der Zuwendung veranschlagt. '. . . Gortsrhung folgt.) Die neuen Schatzscheme. " . Der Absatz dir Sclmtzscheme' innvtckelt sich günstig. Aller-. bingS wäre es zu rvlinschcn, daß d e Schatzscheme m weitaus hobe'.em Pkaße von allen Kapitalisten- und Cparerkleiscn erworben werden,' damitd4 ZinanzvenvaUupk der Notivrnd gkcit enchobe« -werU^ fi n a ng »e l l e Z w a n g § m a ßn a h m e» Angriff" zu nehmen oder zu' erwägen. Deshatz» liegt es im IntUrsse dieser Kreise, all-'S zu einem großen Erfolg der Schatz chemänleihe. bestutracun. Es sollte dns nnssomehr ersch hm, al^ die' Schatzscheme eme ausgezeichnete und sichere Dn-- mLgensanlage dalstellen» die mir ihccr O^gen Vcrz'lsiung ein Er-. IrägniZ liefern, wie cs bei dm heutigenKur'en kein anderes fistv.uzinSlicheS vder DividkNdmpaPier adwirfk. und du ch ihre Eekomptirrbarke'.t bei der Oesterreichisch-ung irischen Bank sowie durch dre Möglichkeit, die Schatz'che ne zu jedem Monatsersten dr imonatig Audigen zu können, ein überaus I qu des Vermögensodjckl sind'. Freier Verkehr mit ausländische» Valuten irr Polen. Warschau. 10. D'z'mber. Privat.) Der Zentralrat her poln scheu Industriellen wandte sich an das Finan Ministerium mit einem Memolandnm. ln we'chem erklärt wuide. der Berl'änß werde grrwungm sein,, die Produktion tinustrllen. wenn.die D e v i s e N r e:n t r a t e nicht abgeschafft und Verkehr in ausländischen Dalutcn nicht fltigegeben wcrde. Das Sekretariat des Finau'winister umS. hat mm bcai Verband geantwortet, daß die aainl'ibe Äbichrsiung der Devssen- -enttalr bereits beschlossen ist^ Die Durchsüb ung des Beschlusses sei nur durch die im Ministerium erfolgten Pcrsonalveränderungen verzögert worden. ) Di iem B schlusse zufolge w'rd mm bald jede Transaktion m chkZIandncher Bälu'a pestu'et sein, Die Wichtigkeit dre^ex'Tatsache für die polnische Industrie braucht nicht erst r» örtert zu werden. Beyrerkt sei übrigens,daß nunmehr dieBan'en und Organist* ionen m Polen, dmeh welche Dollärbetiäge auS Amerika übermittelt werden, jetzt feinen; Borwand mehr baden werden, hie „nicht gestattete" Äuszahlnng der Betrage in Dollar zu verweigern. Kerne Iwangsanleihe in Polen? Einige Warschauer Blätter wollen aus sicherer Duelle erfahren Haben. daß üb r Initiative deS neuen Finanmnnisterg Stec^owSki beschlossen wurde, das Zwangsanleihegesetz zniuckzu^ stellm. Siatt der Zwangkanielbe soll ene einmalige Vermöge « s a b g a b e Lmchgeführt werden. Dk.» St lkE-Ähmr d r Knufmannschast zur AenLerung des dluivSWl''f «g: f ß^S und zum AareuvcrkchrK«r«m.- Jn einer PlenarveLsammlung des Gremiums der Wiener Kaufmannschaft'erstattete Sekretär Dr. Rudolf Bricht« das Referat über die neue«, von den Parteien ctugebrachtest Entwürfe znm Handlungsgehi'sengesitz^ Nach eruer eingeheu» den Kritik hi.'.ser für dis Kaufmannschaft und die Industrie vollständig rmannehmbären Vorschläge wM der Referent darauf hin, daß es vom' allgemeinen volkswirtschaftlichen Siandpmift äußerst gefährlich fei, i.n einem Staate, dessen nächste Wirt-, schaftliche Zukunft vollkommen unsicher sei, derartige ungewisse Experimente zu machen, die in vielen Fälle» die. Existenz des einzelnen Wirtschaftsbetriebes aus das schwerste bedrohen. Namens der Industrie sprach Handelskammetvat Ludwig, welcher in scharfen Worten das Vorgehen der Negierung kritisierte» Die - Versammlung. einigte sich auf,, folgende Entschließung: Der Gremialrat der Wiener Kaufnlülmschaft erneuert das von -ihm im Verein mi.t' den kaufmännischen Organisa'.i.:nen 'wkederholt' und nächdrücklich ge? stellte Verlangen nach einer möglichst raschen und rpstlosen Li guidiernng des dculfchöst^rreichischen Waren'' . v e r ke h r s b u r eau§. Er verlangt, haßals ^iquidatoröw .Personen bestellt werden, welche.die ^Lwsthv-Mp die^rascheste.. Dürchsührung dieser Liquidation bieten.' B«r dor^LrguidiÄuntz' -des. Warenverkehrsbureaus ist ebenso wie bei allen ' zur Liquida'i)n gelangenden Zentralen für eine genaue öffe^i^ liche Rechnungslegung Vorsorge, zu treffen. -! „Spedition Birvermann & Co . Wien, t'&ah* gries 15, Telephon 9ir. 5675TIll und 3260/11.^ . Bevorstehender Abschluß deö polnisch - russischen Handelsvertrages. Ans W a r f cti a u wild uqS betteltet: Dernnückst wird der voknlsch-ungari che Handelsvertrag, der auf der G nndtage der Kompensauon beruhen soll, .a b g es ch l o s se n roetbrn. Zentrale Pressturg ° . , l„ Wippli Der König der Schnorrer Lssorrmnx aller bankgeschsiftl. Transnlctionen, Bntxegennnhmo von Geldeinlagen. Ausgabe von Einlage* bflehern. Uebernalnne von Vcnn^gonsvenraltungett.4 Warenabteilung* ' ffiOQß 17/LnR Export von Scrienraobcln a. Iandwirtscftaftl.Geräteni lUtuUi liTrllO q Import von dentsclien Heizmaterialien etc, o Bon; Israel Zangwill. (26 Fort'ehung.> Als Trauerredner - befriedigt .er alle Welt: Er tv-r pünktlich, ließ die V.'rsominlung nicht, warten, und war sehr La.in geübt, zu zeigen, daß „in,Gilead noch immer Balsam" sei. Er ze'g'.u das auf fünf Arten und die Karianien hingen von Umständen ab. WeUn er den Berstorbenerr, was häufig geschah, nicht gekannt hatte, so pslegte ec im Korridor zu fragen: „War es ein Mann oder eine Frgu? Ein Knabe oder >ein Mädchen? Verheiratet oder lrdig? Sind Kinder da? Kleine oder große?" Wenn diese Fragen beantwortet waren, so war er auch fertig. Er wußte genau, welche seiner. füHf, Trostpredig.en er zu ha.ten-hatte — alle waren allgemein gehalten, und selbst wenn er -die Antworten rm Korridor mißverstanden ha^te und sich dann über Len Kummer der. hinterlafseiren Witwe eines verstorbenen Wi.wers ausbreilete, war es nicht schlimm^ Die paar unmöglichen S.ellen konnten durch ein Mißverständnis der Zuhörerschaft errlürt«wer en. Manchmal aber sehr selten — wagte er, ein paar zu dpr besonderen Gelegenheit passende Ergänzungssätze hinzuzufügen, aber er tat das sehr behutsam; denn-'mnand, her einen Ruf als S egreisredner' hat; kann sich nicht genug davor M.en, sich vom Augenblick Hinreißen zu lassen. . Er hatte nur mit Leichenreden Glück; denn sein einziger. Versuch, auf einer englischen Kanzel zu predigen, brachte ihm ein»n Spitznamen ein. Er hatie als Thema die „Neue" gewählt, das er wie folgt behandelte: „Zum Beispiel g'ng ich neulich über Zondo-.i Bridge, als ich ein Fischweib mit einem Korb Pökelheringe dastrhen sah. „Wieviel?" frage ich. „Zwei für dreisinhalb Pence", sag'.e sie. „Q. oaS ist furchtbar teuer", yage ich. „Man bekommt drei für zwei Pence." Ätzer ste wollt« lie M b&m Mü.ts. nicht ruch ich. ging weiter, indem ich mir dachte, daß ich auf der anderen Seile wohl eins andere F:au mit ebensogutsn Pökelheringstt treffen wü:dsl Es waren herrliche, fetl.2 Heringe und das Wassw lief mir im voraus im Munde zusammen. Aber als ich' auf der anderen' Seite . der ^rück: angilangt wa v war kein anderes Fischweib zu Hetzen." Ich beschloß daher, zu dem ersten zurück-' zugehen, denn eigentlich wären die Heringe wirklich/ sehr billig und ich halte nur ein bißchen handeln wollen. Aber als' ich .zstrückkam, halte die ,F 'aü schon ausverkauft. Ich hat.e mir das Haar vor Aerger ausraufen können. Nun. das nenne ich „Reue"." . Seil dein würde det Rab bi in der Gemeind2 „Reu^ und „Pökelhering" .genannt,f Die Vorliebe des.Nahbi für konkrete. Erläuterungenabstrakter Idem war jedoch' laicht zu untertztücken und ' eine g^wiise Jltüstralion. der Wohltätigkeit fand in allen fünf Trvstßircbig'eü'.EM'-'Mlätz:'’ -;?r- „Wenn ihr ein paar alte Hosen habt, schickt sie dem Rabbi." Rabbi Pölelhecing selbst war jedoch wie die meisten Prediger alles, nur keinesP-rsonisika ion der Tugenden, die er predig.el Er lebte nobel — durch die Noblesse anderer -aber niemand',-.könnte sich rühmem von ihw-e.inLn Heller mehr bekommen zu haben, als-er. schuldig 'war, m,ährend, die Schnycrer ihn einfach als eine Art von Vanlrotleur ansahen. S i '.erse'ts grollte er'auch Her Welt, denn er bildats sich ein,. daß .seine Arbeit zu grrüig.belohnt iratd.'-„Ich öekom.me'so wenig, daß ich nicht leben könnte, wenn -nicht die Fasttage wären," kiag e er bitter'.'Und, in ber Tat. die von der Religion gebo enen Fasüasr waren für ihn-v'el mehr wer; als für Iankele; seine Mahlzeiten wa.'en so reichlich, daß seine Ersparnisse ans dieser Quelle tatsächlich eine, kleine Revenue bildeten. Wie Iankele bemerkt hatte, war er ver^e'ratet und seine Z-rnu hatte ihm ein Kind g'ichmka'>er c3 starb im Atter von sieben Jahren, indem es ihur den ein'.ig'n herben 5lum? er seines Leben.s h'n crl'eß. Er war zu eifersüch ig. um während uns r finste en Tu\c einen Konf.vxunfrTrofwr^igsc zu mck Ui&i -einer eigenen fünf Predig'.en schien für den Fall zu passen. Es dauerte ein paar Monate, ehe er seine Mahlzeiten wieder reget-- mäßig aß. . Niemals hatte jemand, der nicht vom'Gesetze dazit berechtigt war, .in,: feinem Hause eine'Mahlzeitbekommen. Obwohl seine..Fmu? nur für. zwei t zu kochen hatte, kechie sie gewöhnlich für drei, da ste. ihren.-Gatten nicht für eine-'EinheitMnsaht Sich selbstrechnete sie. als Halbes. ' i . . Aus diesem- -Grunde sah - Jankele-- in den Feiertagskleidern e.in^s/ anderen .sehrverMmmt..aus» als er sich etwa eine.Viartclstuude vor Mittag... dem. Hause des Rabbi Pökelhering näherte, um dessen Sabbatmittagmahl zu'-teilen. ' \ r: . \ , „Kein Mittagessen —-keine Hochzeit", laubeteda - Cost-aZ strengör Uta;. Was Wundedaß das unerreichbare Mahl.Ln ssemen.-U-gen. die. Großartigkeit eines - He'ch ejtsftst'ts aunälM! Debvra-h da' Eostas liebliches Gesicht quälte, ihn wie eine Fata morgaua. i,ü. Es. wa-v. ein frostiger. Sabbat, aber noch eisiger war Janke.'ös Hor^ -Her; :Ha.Lbi.--bewohyte Isn, .Steward Street, Spitailfield/ eine elegante Wohnung im Erdgeschoß. Vor' dem Cinzange .befand sich ein Portal, ein höl-erner. von' zwei Säulen Zetrqienör gotischer .Spitzbogen. Während Jankele die. drei hölzernen Stufen Hinaufstieg, wobei er so.schwer atmete, als wenn^cs dreihundert.-gewesen, upd sich f'agte, üb er auch nur jenseits der Tür gelangen w^rdr, kam,ihm der Gedanke, um'.ufehren, friedlich zu Hause zu Mittag zu essxn und da Costa vor-uspiegeln, daß er bei dem Rabbi gespeist habe. Manafie würde es ja nicht erfahren hatte er doch -gar k^inen Sch .'itt unternommen, , um sich zu vergewiss.'rn, ob er die Prob? bestanden habe. .Eine solche Nachläsi'g'eit, dachte Jankele mit gerechter Empörung. verdiente eine gebüh'ende Strafe. Aber an^ereri i s e innerteer sich, welches Vor rauenManass« in ihn se" e: Manas.se hielt ihn für einen Ehrenmann und des Gö'iners S.elengrüße crweck.e in dem Para* «i.en ein Echo von Ritterlichkeit. Schauer des Edelmuts wie der Zjurcht übettiefen ihn. während a .flopste« i Gortjetzung lolgLJ 53

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