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Wiener Morgenzeitung · 1920-12-03 · Heft 667 (3.12.1920) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 667 (3.12.1920)
Date
1920-12-03
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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5. Dezember 1820 9tt 667 Veite 5 Mett. Freitag Instanz ist der Wiener Bürgermeister, der dieses Verbot auf-» heben kann. Die Berliner Zensur hat der Aufführung der Schnitzlerschen Szenenveihe, di: er unter dem Titel. „Reigen" züsammengefatzt hat, keine Schwierigkeiten entyegengesetzt. Beanntlich hat Schnitz'.er selbst sich nur schwer entschlossen, „Reigen" für die Bühne sreizUgeben. ExSffmmg v> r Jüdisch « Karnmersti lr. Li: bereits mityeteilt wurde, findet morgen die Eröffnung der neugegründeten Jüdischen Kammerspiele im eigenen Lheatersaal, 3. Bezirk, Untere Augartenstraße 8, statt. Der Saal wurde für Tyeaterzwecke umgebaut. Die neuerrkchL>t: Bühne ist sehr geräumig und mit den erforderlichen technischen Hilfsmitteln versehen. Als Eröffnungsvorstellung geht David Pinjkts Drama „Jäkel, der Schmid" in Szene.' Beginn halb 7 Uhr abends. Kartenvorverkauf an der Tageskasse, 2. Bezirk, Untere Augartenstraste 8, und im Sekretariat der Freien jüdischen Volksbühne, Untere Augarlenstraße 11 (Caftz Rembrandt). _ Sport. ■ Erfolge der Hakoah-Fechter. ' ' Am 28. v. M. fand im Residenz-Fechtklub eine NeUlings- Lmkurrenz im Florett- und Säbelfechten stet:. ' Don' den Zwanzig Teilnehmern waren acht Fechter Hakoahner,. eine Teilnehmer'«^!, die-k ir anderer Klub auszuwrisen vermochte. D Herr Gottfried wurde im Säbelfechten Erster und crtt: t ein Diplom. Der briltc bis fünfte Preis fiel den Herren Singer, Bauernfreund und Machlnp zu. Im Florettfechten wurde Herr Gottlieb Sechster, Herr Sobotka Neuit'r. In Anbetracht dessen, daß ein Großteil der Fe.lt 'r erst-in der seit einem Jahre bestehenden, von Meister Berger geleiteten Fechtse^t'.on den Fechtsport betreibt und in der Konkurrenz Assauts mit langjährigen -Fechtern zu bestehen hatte, ist das Ergebnis der Konkurrenz als großer Erfolg unseres Nachwuchses anzusehen. Der jüdische S-B.Hechawe» ist dem Biband der österreichischen Schwimmvre'.cine bklgetrell-ri. D-e Sch.v mms fffon des Hrchcnvcr hat sich mnerhalb weniper Monate aus lein neu Anfängen derart emvow-cn bettet, dast ste eine ans-i'nlchr Zabl tüchtiger Mim! eder b'stht und öt Schwimm'affo» 1921 tn gut.» Verfassung zuverffch lich-enkaeyenseken kann. Eine irrtümliche Meldung. Drs gestrige „Svott- Tagblott* berichtete »n »einer Borbesprechung der sonnäaigm Me sterschaitsspiele. daß die Hawah gegen H->r da rn sp:e!>'n hrbe. Bekanntlich fand aber ddses Spul bereits am 7. November floh ttdd endete *2:1 für Hikorh. Hakoah—Amateure. Für dieses am M ttwock stakt» ffndende Meister iebsfrs pie! auf dem W. A. C.-Platz beginnt Montag früh der Vorverkauf. Die Hnkoah Reserven tragen Sonntag naedmitwgS in Meidling das ausstmidrge Merster chrfts.'prel gigm Wacker-Re» ferven aus. > Hechawer. Heute, Freitag. V,8 Ubr. Scbw mmadend für Damen und Herr n im Brairixbad, Ul.. Münzgasse 5, auch für »»länger (Schwimmunrerrlcht! und Gäste. Sportklub Hakoah Hockeysektton. Sonntag Meisterfchift geg'u Hockeyttub in Ob r-Lt Veit. II Mannichat 9 Uhi: Birtz; Koch. Werl; Hcll»r. Bcla. St mer II; Byk.- Neamann, Kars. Wengraf, Hans. Erlas: Wald. Diamrnt. — I. Mannschaft V?ll Ubr: Van er; Sreiner. Kan'm-mn; Berger, Wemwmm. A. No,sig; Ro.cnleld, S. Noisig, Km mann, Lehrfeld, Landrr. . Gerichts?aal. Sturmszene« beim SchSffeugericht. Im De handlungsi'aal 8 des Straffgndksger'chkes l kam e4 gestern mittags nach emer Ve>Handlung geg«'» eine G- Mchafr vyn Angeklagten, die ein s Er> bruckcs beschuld gt war> n. abr» walS w einem großen E x r e ff r m G e r i ch k s s a a! e. Angektapt >«t»cn vor ernen, Schossenomä>t um<r dem Vorsttz res Obrrsa-desflz-richtsrateS Dr. S ch a ch n e r die Hil'Zarbeck-r Apolt P r r i s a l. Johann I o h a n d l, Karl Georgew »t s ch und die Prostur,reite Rv'a B a d i c S Das Schöff.-n»; Der König der Schnorrer. Don Israel Zang«M. l19. Fortsetzung.) » »Mahr, wahr," sagte Jankele und machte ein verschmitzte) Gesicht. „Wir sind auf der Welt, um dem Gesetze Gottes zu gehorchen,, aber erinnert mich nicht dpran, daß ich bin ein Sünder in Israel." „Wieso V „Ich bin fünfundzwanzig Jahre alt und habe noch ixln Weib." ' „In Polen haltet ihr wohl einige." „Bei meinem Leben, nein. Bloß ein einziges und dem gab ich Get (Scheidebrief) wegen Kinderlosigkeit. Ihr könnt an den Rabbi meiner Stadt schreiben." „Warum sollte ich schreiben? Es geht ja mich nichts an." „Ach ich möchte, daß es euch etwas angeht." Manasse starrte ihn an. „Fangt ihr schon wieder damit an?" murmelte ec. „Glaubt mir, ich möchte weniger eure Tochter zür Frau als euch zum Schwiegervater." „Es kann nicht sein," murmelte Manasse etwas prüder. . „Ach, wäre ich doch," sagte Jankele mit einem hoffnungslosen Stöhnen, „als ein Sephardi auf die Welt gekommen!" ,,Jetzt ist es zu spät," antwortete da .Costa be» sjnftige.nd. „Zur Besserung ist es nie zu spät, sagen die Leute hier," stöhnte der Pole. „Gibt es denn gar kein Mittel? Kann ich nicht werden ein spanischer Jade? Ich könnte mit Leichtigkeit das Hebräische so ausfprechen, wie ihr." „Unser Judentum weicht von dem eurigen nicht Wekknilich ab r-j . ift. nur, «ü.ne des Blutes: Wketter Mo-geuzeitims gwckr 5»k'nnte alle lck uld'a Und vmnteiste Prelsal'uvd 'Gwrgewi ich zu io v , e r I a b r e n Johnwl zu z w e r I a h r e n und die Badrcs ni achtzehn M o n a > e« schweren K e r k e r s. Kaum batte Preisal den U tc-lsspruch vernonlmen. ergriff er einen Sestel und wollte sich mit dm Worten: „Und o* febfi reine Ju'iizniölder" auf dm G rich'skof st irzen. D m Au'stch'Sver'onnl gelang eS, dm Gcr chtehoi vor drm tätlich n Angriff zn bewad,cn und Prerfal ml veler Mühe aus dem Saale zw tinceu. Sehr erschwert wurde diese Absicht durch das aggrenwe Bcuebmrn ter rm Saal anwesmdm Bekannten d'S Pl«>sal, die über die stnhörerbänte sv'anaen und ebenfal'S Miene machten, gcgen den Geiicktsdof gewalt'ätig vorzugrbrn. Erst nach minut ulangw Nnterbrerlinyg dcr Berbandlnna könn'e d:r Vorsitzende dre Begründung des UrreilSfpruches vcrkünden. _ Eine Cinbrecher-SpezialitSt. Am Laufe des Aabre' 1919 wmbe in Wicn eine große Reih^ von Ge chüstseinbrüchen beaangen, bei welchen d e Täter zunächst in em NnnereS. lcrcht zu rröffn-nd s Lokal emdrangen und erst nach Durchbrechung von Mauern m das aroüe. das e i g e n t l i ch e Z l e l des Unte,nehmrns b,1dm e G.'fchä t gelangt warrn. Am Tatoite wurdest dann die Wa*en in Bündel oder mitaeln-.chte Säcke vervackt und nach Eröffnung der perschlostenen Rollbalten, in der Regel unter Benützung emrs Kra^twage ns, fortoeichafft. lAcstern kalten sich d'e Täter vor dem Scköffmgericht zu verantworlcu. In d,e Bertech gung t-"lren stch Dr. F l 11 chnt o n - Tr. Richard W o l t und Dr Trrrr ch. Das Schönm'er cht erkannte alle Angeklagtm schuld g «nd vernrte lte Anton Kndlitsckek m leck- Jabren, Rudolf Kühne! *u v t e r I a h r e n. Karl K l u s a r i t s und Job mn T o u f a r zu je d r e r Jahren. Anna G a n S. Jof-f L e e b und Jos.f H a r u d a m tt z w e i I a h r e n, Wilhelm Boudar zu einem I a.h re schweren K e'r k r r S. _ Der Volkswirt. Eine Krone 1.95 Centimes Geld. Gestern «offene in, Zürich: dir österrnchiichc Krone.195 f 1.95 am 1. Dezember) Die osten oestemrelre Krom. . l.stv 180 1 Tez"mber die tschechische Krone. •■»**. 7.75 l 7.75 rm l Dcz*mber) nc Mark.......... 9 20 9227a am 1. Dncmber Aoram ............ 4 75 ( 4 75 nn 1 Dercmder Bnkaiest . . . ........ 930 ( 9/0 m 1 D-cmber Budanest ... ... . . » . . . 1.40 l.427a ™ 1 Dez mber» Warschau ..1.16 ( 125 am l. Dezember) Die Hornig -er Kohlenförderung in England. London, 2. Dezember sFvnksmuch? - Die Bestrebungen, die Koklenlörd rung zu v rmehren, haben vorzüglich' Erg-bnrffe gezeitigt. Nach den btsbe>igM /Wochenergcbn>ffen ist eine Jahrcsförderung von '6> Millionen Tom n zu erwarten, während mt höchstens 346 MiÜ'ölien gerechnet wurde. Die aui Grund dcr b shcrigen Eg buiffe für den MoM Jänncr sestgelegte Lohnerhöhung ter Bergarbeiter beträgt 8 Schilling L Prme. - Keine Verpachtung der polnischen Staats« bahnen. Warschau. 2. November. Puvat.) Wie von autoritativer Seite verffchcrl wird, sind dre von einem hrcstaen Blatte vrrzerchne'en und auch >n Ausland verbreuelen Gerüchte, als sollten die polnischen Srartsbabnen an ameri'ani'che Kap talrsten verpackter werten, durckauunbe^rnndei. Ein solch § Projelt rst memals erwogen, geschweige beim diskutiert worbe». Holzexport nach Palästina. Die Slavonia - A.-G. für Holzindustrie i.r Agram sch'oß mit einem jüdischen Konsortium aus Lemberg einen Liesenmgsvertrag Über Battholz für Palästina ab. Der erste Transport, hundert das Blut kann man nicht ändern. Wie es geschrieben steht: Und das Blut ist.bas Leben." „Ich weiß, ich weiß, ich schaue zu hoch hinaus. O, warum seid ihr geworben mein Freund? Warum habt ihr mir eingeredet» baß ihr mich liebt — so daß ich an euch denken muß Tag und Nacht' — ynd jetzt, wenn ich euch Mite, mein Schwiegervater zu werden, sagt ihr, es kann nicht sein. Ihr stoßt mir ^in Messer ins Herz! Denkt nur^ wie stolL und Mcklicü ick wäre, wenn jck euck Sckwieoervater nennen künuts. Pteiu i-anzes Leben würde euch gehören — mein einziger Gedanke wäre'es, eines solchen Mannes würdig zu sein." „Ihr seid nicht der erste, dem ich einen Korb geben mußte," sagte Manasse mit Rührung. „Was hilft das mir, wenn es noch andere Schlemirhls gibt?" rief Jankele schluchzend.'„Wie kann ich leben, wenn ihr nicht mein Schwiegervater werdet?" „Es tut mir leid — mehr leid als je zuvor." „Da liebt ihr mich dock! Ich werde die Hoffnung noch nicht aüfgeben, ich werde euer Nein nicht für eine Antwort nehmen. Was liegt denn an diesem Blut, daß es trennen sollte Juden von Juden? Daß es mich hindern sollte, zu werden der Schwiegersohn des einzigen Mannes, den ich je geliebt habe? Nein, erlaubt mir, noch einmal an^ufragen — in einem Monat oder in einem Jahr -<► sogar zwölf Monate werd' ich warten, wenn ihr nur versprecht, euch nicht mit einem anderen zu versprechen." \ „Aber wenn ich. euer Schwiegervater werden würbe — merkt auf, ich sage, nur „wenn" — dann würde ich nicht nur euch nicht ernähren, sondern ihr müßtet auch jnmc Deborah ernähren^ „itub wenn?" „Aber ihr seid [a nicht imstande, eine Frau zu ernähren." „Nicht imstande? Wer hat euch das Lesagt?" ries Iankese empört. Waggons, wurde bereits für Lieferung anfangs nächste« Jahres abgsrufen. Da die Holzpreise in Palästina zurzeit außerordentlich hoch sind -7etwa doppelt so hoch als tu Triest — ist der Holzexport nach Palästina augenblicklich sehr lohnend. Hiebek macht sich der zurzeit in Palästina noch herrschende Mangel an UnterkupftSraum für Wären nicht in gleichem Maße bemerkbar, wie bei anderen Warengattungen. Die Magnestlgrttinnuns tu DeMschösterreich. Aeber dieses wich'.ige Thema enthält die heute erschienene Nummer der Wochenschrift „DaS HandelSmuseum" einen längeren Aufsatz von Otto Sauer, in dem die auf dem Boden unsereq Republik vorkommenden Magnesttlager, ihre chemische Züsammensrtzung und Abbaumöglichkeiten, die wichtigsten Derwendungsarten und ihre wirtschaftliche Bedeutung besprochen werden. Auch die Frage des Eigentums an den Lager« und Werken wird mit Berücksichtigung der BeteUigung ausländischen Kapitals des näheren dargelegt. ij Cecdl1*Anst*lt. Der Berwaktuilgsrct hat den DirektorsteNvertrebern Oskar Hertzta und Philipp Ro)enberaer den Titel eines Direktors zuerkannt, weites die Over» Prokuristen Dr. Theodor Frankl, Otto Hüller, Edmund Kas'sel und Johann Stiller ich zu Direktorstellvertretern ernannt. Der Oberprokurist uno juridische Sekretär Dr. Paal Julius Magg wuroe zum Vorstand des RechtSbureau». ernannt. » Die Liquida 1 in Ssterreichifche« Vermögens in Aegypten. AuS Kairo wird gemeldet: Mckrschall Allenby hat eine Kundmachung erlassen, worin die Liquidation b«S österreichischen Vermögens in Aegypten angeordnet wirb. Die ecßg Liste enthalt 250 Namen. j Balntenknrse. Bei geringsü-'aeren Umsätze« war dir Tendenz i« gestrigen Verkehr fest. Nachstehend die amtliche» Schlußkursr: 2. Dezembrr Geld iüare 1. Dezember Geld Watt Amffeidam » . 15075.- 15.775- 16.618 50 15.712.50 A -ram . . . . , , 381.50 867.50 361.75 367.75 Bclknad.... Bei (tn . . . . ■ . —.— . , 74 t.— 747.- 78L60 740.60 Bniffel . . . . —.— 8300.— 3.325.- Budäveff . . , . , 98.25 30125 99.12V, , 101.12 Bukarest . . . , , 74450 757.60 787.50 752.51 Christ imia . . «.955.- 7.005.— 6.900.- 6950.- Kopenhagen . . , , 6955.— 7 < 5.— 6.9U0.— 6.95a- London . . . . . , 1.785.- 1.805.- 1.787.50 1.807.50 Blaildnd und Triest. 1.865.- 1.905;- 1,860.— 1.900,-i 'Rew-^ock. . i . . 60K.50 515.50 510.50 516.50 Par s. , , 8.112.50 8.162^0 S11750 3.175.50 *i<Ulß . . » . . . - 608.— 6U- 60nJSO 612.50 Soffa. , . 6(7.50 642.50 617 50 627 JiO Stocktwlin. , . . , 99 5- 9.985.— 9.825.— 9875.- War'chau und Krakau 9V50 97ch0 97.— 99.- Aürick . . . 8.000 — 8.CB0.- 80 0.— 8.05a— Dnar- Noten 145'»- 1.470.- 1.455.— 1475.- » 502.— 6L8»—' . — 8.15.— Bll.— Belgischm ' —.— — —.— .. Franwstsche ■ S.1Ö0.— 8.150.— 3105.—r 9.145.- Schweizer m- 7.975.— 8.025.— 7.975.— 8 025.— Holländische 15.650.— 15.7.0.— 1560».— 15.700.— Dänische 6.905.— 6.955.- 6.850 — 6,950.— Suaoslawi'che m ,—.— —. —.— ■ —.— Norwegische 6.905.— 6.955.- 6.850.— 6.950.— Schwedische 9.885.- 9.935.— 9.815.- 9.865.— Tschecho-tlow. m 617.- 623.— 615.— 621.’?- Ungarische 10175 103.75 101»— 103.— Lei» 742.50 757.50 73750 752.50 Lcva m 617..0 627.50 Italienisch? m ■ 1.855.— 1.895.- 1.850.— 2.890- Deutsche Mark» 740.- ' 746.—. 788.50 739.50 Bolniiche Mark» tt 102.50 104.50 10350 105.50 Pfund Sterling 'm 1.780.- j.m— Rubel (Rom.s m —.— —.— 290.— 300.- Eine ISü-Mi'ffi-nm SvonemAnktthe der Gemeinde Wie«. Der Stadtfenat hr t beschloss»», dem Gemeinderat «inen Antrag wegen Aufnahme einer Anleihe von 350 Mi.iionen Kronerf auö Staatsmitckn für dringende kommunale Aufwendungen vorzulegen. Das Darlehen ist mit fünf- „Jhr selbst! Als ich zuerst mit euch befreundet ward, sagtet ihr mir, daß ihr blutarm wäret." | „Das habe ich euch gesagt als ein Schnoerer^ Aber jetzt spreche ich zu euch als ein Freier." j „Das ist wahr," gab Manasse zu. Er vermochte, den Unterschied sofort zu würdigen. „Und als ein Freier sage ich euch, daß ich kann! schnorren genug, um zwei Weiber za ernähren."! „Sagt ihr das zu da Costa dem Vater oder zuc da Costa dem Schadchen?" ' „Pst," erklang es von allen Deilen des Hauses, da der Vorhang aufging und das Haus sich zum Zühören auschickte. Aber Jankele stand mit dem Stück nicht mehr in Rapport; das Gespenst grckselte Und die Heldin rührte ihn nicht mehr^ Sein Geist war fieberhaft geschäftig, sein Einkommen zusammenzurechnen, indem er jeden Pfennig, den er auf diese oder jene Weise erwerben konnte, zusammenscharrtet Er zog sogar ein zerknittertes Stück Papier und einen Bleistift heraus, .schob sie aber rasch! wieder in die Tasche, als er Manasses Blick begegnete. „Ich Hab' vergessen," murmelte er entschuldigend. „Ich vergaß, daß SchabbeS ist, weil ich. bin inq Theater." Und er setzte seine Berechnungen im Kopfe fott; das war natürlich weniger Arbeit. Als das Stück aus war, schritten die Schnorrer in die kalte Rachtluft hinaus. , „Ich Hab' ausgerechnet," hob Jankele eifrig ine Vestibül an, „ich Hab' ausgerechnet, daß ich verdienen kann wenigstens hundertundfünszig Pfund" -- er hielt inne, üm die. Abschiedsverbeugung des kleinen Türstehers zu erwidern „hundertundfünszig Pfund jährlich." „Wirklich?" sagte Manasse mit rcspektvollnn Erstaunen, (Fortsetzung fvlgt.)

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