Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 657 (23.11.1920)
- Date
- 1920-11-23
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Sekte 6 Dien. Dienstag Wiener Morgenzeitung Besondere sperren werden künftig nur für Goldmünzen und ausländische Wertpapiere in offenen und geschlossenen Depot? und Sak?s anfrechterhakten - -leiben, und zwar auch nur ko viel, als diese Werte nach d-m besetz vom 4. Juli 1916 und den dazu erlassenen Vollzugsrnweksungen für die Sicherstellung ausländischer Lebens» inittelkrcdite anaefordert worden sind. Es werden alsofreiregeben alle nicht zur Einlicferung anfgernfencn ausländischen Wertpapiere und Goldmünzen, daher insbesondere alle rienauSlnnv'rschcn Äertpaplcre; euch aufgerufene Wertpapiere und Goldmünzen werden frei«!;cael'"n. r^-'u der Ei^n.'nncr uicku ablw^c''unaspf!ichtig rst und da? Eigentum vor dem 10. Juli 1919 erworben bat. Freigeacben werden ferner Silbermürnen. ausländische Staatsand Banknoten, Wechsel, Schecks und Anweisungen auf das Ausland. i . ■ ' : i Tie Aufhebung der beiden obenerwähnten besonderen 1 Sperren berührt natürlich nicht die Sicherungssperre für die Vermögensabgabe in dem vbenbezeichneten, weiterhin Ansässigen Umfang. Was schließlich die Schuldverschreibungen des ehemaligen Ssterreichischen Staates »nlangt, so trifft die Verordnung Vorkehrungen dafür, datz Diefe einer Bezeichnung zugeführt werden, die ihre, Freigabe auch an Ausländer möglich macht. Tie titrierten Workriegsschulden werden nach Durchführung der im' StantSvertraq von Sairit-Gcrmain vorgesehenen,. beziehungsweise von der dsterreichischen Sektion der tllcparationSkomnits'Ion angeordaeten Abstempelung, im Eigentum von Ausländern stehende Kriegsanleihen werden mit einem die Staatsbürgerschaft, beffeichncnden Vermerk fr ei gegeben; nur die Verfügung über sene gesperrten Kriegsanleihen, die im Belitz von Personen stehen, die in den Naiwnalstacktcn Wohnü'tz, Sitz oder Niederlassutigen haben oder welche nach den: 1. November 1018 erworben wurden, bleibt Vorbehalten. Die erste Durchführungsverordnung zur BepmSzensabgave. Zur Vermögensabgabe wird nach geseülicher Vorschrift daS abgabepflichtige Vermögen nach dem Stande und dem Werte seiner einzelnen Teile am 30. Huni 1920 einzubekeniren sein. Das gleiche gilt hinsichtlich der abzugsfähigen Schulden und. Lasten. Die erste Durchführungsverordnung wurde in dem heute erscheinenden Bundesgesetzblatt kundgcmacht. Zu dieser Verordnung wird allen bermögensabgadcvflichtigen phvsischen und . juristischen Personen die Aufstellung von Verzeichnissen ihrer Vermögen schäften, soweit diele den Gegenstand der Vermögensabgabe bilden sowie der Schulden und Lasten aufgeiragen. Tie Verzeichnisse bilden einen Teil des Bekenntnisses. können aber durch die Steuerbehörde auch schon vor dör allgemeinen Bekenntnisfrist abvcrlangt werden. Ausgendmmen von dieser Verpflichtung sind die von der Vermögensabgabe persönlich befreiten Nechtssubjekte und — mit Rücksicht auf die Art der Feststellung der BeraessunaSgründlage — die inländischen Aktiengesellschaften. Die VerZejchnisse ha-ben lediglich - die Aufzählung der Verinögenschgrten zu enthalten; Bewertungen sind dagegen in der Regel nicht aufzunehmen. , Durch eine mit Ende Juni 1920 errichtete Bilanz und Inventur wird das geforderte Verzeichnis erseht. Unternehmer, welche zu einem anderen Zeitpunkt des Kalender», jabres 1920 Bilanz und Inventur errichtet haben oder errichten werden, können von dieser Bilanz aüsgehen und haben sodann unter Berücksichtigung der Zuwächse und Abgänge den Stand der Vermögenschgften am 30. Juni 1920 gu ermitteln. Wenn im Jahre 1920 eine Bilanz nicht errichtet wird, so legt die erste Durchführungsverordnung allen Erwerbsunternehmungen, mögen sie nun geordnete Huchführung haben oder nicht, die Verpflichtung auf, die abgabepflichtigen Vcrmogenschaften nach' dem Stande eines beliebigen, im Zweiten Halbjahr 1920 gelegenen Tages zu ermitteln und durch Berücksichtigung der feit deni 30. Fürst 1920 cmgctrctenen Aenderungen den Vermögensstand am Stichtag darzustellen. . ... Die mit der ersten Durchführungsverordnung geforderten Vermögensverzeichnisse können vom 1. Februar 1921 äugefangen von den Steuerbehörden jederzeit ^abvcrlangt, »bre Beibringung kann durch Ordnungsstrafen erzwungen werden. Zur Sicherung der Einbekennung gewisser Arten von Forderungen mit Ausschluß der laufenden Geschäftsverbindlichkeiten ermächtigt .das.Vertnögensabaabegeseh den Bundesminister für FinäNzcn, die tecktswirksame Erfüllung dieser Forderung vop ihrervorgängjgen Einbekennung durch den Gläubiger abhängig zu machen. Einer solchen Beschränkung unterwirft nun die exsteDürchführungsverordnung smit gewissen AüsnähmeD die bereits am . Stichtag bestandenen Forderungen qüs.Darlehens-. Erbteils-, Vermächtnis» und, Pflichttetlsforderuugen. den Forderungen aus Beteiligungen , an- Handelsunternehmungen sowie Kaufschilllngrestfordcrml-! gen. Die. Einbekennung kann im Bekenntnis des Gläubigers > erfolgen, sie kann über auch .schon in einem' früheren Zeitpunkt durch Verständigung d?r Steuerbehörde seitens des Gläubigers oder Schuldners bewirkt werden. Endlich sieht die DurchführNUgSverotdNung^, eine Mitwirkungspflicht der Ubhandlungsgenchte in der Nietung vor, daß eine Ausfertigung der Nachlatzausweisung über Nrchtaye, deren reiner Wert 30.000 Kronen übersteigt, der Steuerbehörde zu übermitteln ist und daß die Cinantwortung deS Nachlasses ohne ausdrückliche Zustimmung der Steuerbehörde erst nach Ablauf von.vier Wochen Nach Abstndunq der wddö* latznachweisuNg erfolgen darf. - " Sie Itafoen es nicht notig Ihre ftdbilen Klingen dtircft Reklame* anzeigen an Ihre Firma zu erinnern Sie werben r.ber neue Airnelmier steuern Ihren Um-a'z nnd verdienen viel mehr als Sie d»e Anzeige in unserem Blatte ' . v kos'et öw Pra^. 22. Nrv-mbrr> (%•£. .der..Wiener Morgen ' Wie der „C a3" mitt ist, hat fci ' sch'ist «!">'woki che fuhrts-A.«-B. mit dmn <r-g'i'ch« Ri'^r-Sy-'-ikgt eine Vereinbarung, betr^ifmd die Errichtung einer, Gesellschaft für den Schiäa^rtsh2tri-;b auf der ' Donau, Ketrofsen. Das River- Stzndi'at übernimmt 40 Prozent des jetzigen und zukünstrgen Akticnka'i'nls. - . Die Klln r Sp'rk'«^, Pottnfch. m-d S^Pw-rk--. ff*#. beruft xum 3. Dezember eine au^erordentstche Generälversamm'nng ein, i t tvrlchw die Erhöhung bis Mtienkapitals. mm-2,1 Milli men, somit ans 4,2 Millionen tschechischer Kronen dcantrogt morden wt'd. Die Verband'ungen w'oen Verlaufes der drei Zucker-- sabriken des B-.'v iueS milhrl'ch-r purkorfsS'-ileu in Bedihrscht, Hu'lnu und G"o';-Wi'Lcr.litz an eine Gmppe druss^er gewerblicher Zuckersabri.'en sind mm, wie „Lid. Nov." berichten, iu.:n Abs'h-luZ gelangt. Die K"us,rgruppe übernahm 22.000 Aktien Des genannten Vereines. „ Zwischen der Banque de Bruxelles, dsL Böhmischen Eskornvtebank und der Crrditanstalt -ist ein?lbko.nmen über die T-.i -i'-achme diser bclg'schen Bank an Handel und Industrie in der Tfchecho-Slowakei zustande gekommen. Die belgische Bank erwirbt eine größere Anzahl von Aktien der tschechischen Jnstitnte und entsendet auch emen Vertreter in die VerwaltupiZ dieser Bank. ' - / B-i Sillein (Slowakei) werben grosje keramische' Werk-: in Ferm von Aktieng.-sellschasten, errichtet werden, die-' sich mit d:r Erzeugung von Geschirr, fstneu Dteingurwaren, Ocfen und kerainischen KnnstgegenstäildLn besafseu, Men. Ele^trifi;'ekrmg Aus Haifa wird gemeldet: Für die grotzen Projekte Äs l-JügLnieUr-s 8^u tt-enö ‘fo g werden die ersten Schritte' zÄr Hirlvirklichüng bereits gemacht. Bor einigest Tageirwurden in G ai l l ä a M.'ssungen D'blr AuZgraluHM ettrez K a n a l s vorgeilymmen, durch drn Wasser aus dem Jordan abgezogen £P Ml JOLi Wt WHJ&.WJ m fl Orosse Aimnahl in Pelzmäntclii,Füchsen, || Der König der Schnorrer.' Bon Israel ZangwM. <10. Fori'etzutro.) »Min, aber, aber" Grobstock brach ab. Trotz seiner finanziellen Einsicht vermocht er die Schluß-» fölgerung kaum zu begreifender fühlte nur, daß der Schnorrer die Sache als betviesen erachtete. /, „Aber waZ?" fragte Manasse. „Sicherlich braucht ihr nicht mich, um euch eure Pflicht zu lehren; ihr müßt das bezügliche Gesetz- Mcfes kenmu." - „Das Gesetz Ptcses sagt hierüber nichts."" „Wirklich? Was sagt das fünfte Buch Moses?' „Wenn du deine Ernte auf deinem Felde sammelst und eine Garbe auf dem Felde vergessen hast, sollst du nicht wieder hingehend um sie zu holen: sie soll gehören dem Fremden, den Waisen und der Witwe." Ferner, ist es nicht verboten, nochmals die Zweige deines Oelbaumes abzusuchen oder^die gefallenen Früchte in deinem Weingarten aufzuheben? Ihr werdet zugeben, daß -Moses. auch, verboten haben wüche,'-sorgfältig die Taschen abgelegter Kleider zu durchsuchen, wenn nicht unsere Vorfahren vierzig Jahre lang in der Wüste in denselben Kleidprn hatten herumgeheu müssen, die wunderbarerweise mit ihnin wuchsen. Nein, ich bin überzeugt, ihr werdet den Geist des Gesetzes' achten, denn als ich in eure Küche hinunterging und. den Tüchsosten untersuchte, um zu sehen, ob ihr eine Meslfsa darauf hättet — ich weiß, ja, daß viele Juden. mit Mesusos nur auf solchen Türpfosten pruirken, die den Gästen sichtbar sind — fand ich zu meiner Freude, auch dort eine." 7-^ Grobstocks Seckengröße entsprach dem Appell. Es wäre in der Tat kleinltch gewesen,' die Taschen zu durchstöbern oder im Futter nach ein paar Münzen zu suchen; außerdem hatte ja Manasse versprochen, Paviere und iouüiaes Wertlos zurück- .LuMilerr^! „Gut, gut.", sagte er freundlich, getröstet von/dem Gedanken, daß seine Kümmernisse — für diesen Dag wenigstens-— ein Ende hatten, „nehmt sie mit, so wie sie sind."' „ES ist leicht gesagt: Nehmt s'e mit", antwortete Man-aisr mit einem Anflug von Aerger. >,Jn was aber soll ich sie mltnohmen?^ „O — ah — ja! Es muß'lrgMtvo ein Sack herumliegcn'." . > - -„Meint ihr, ich werbe sie in einem >Sacke wegtragsn? Wollt ihr, daß ich au?sehe wie einer, der im Hose „Alte Kleider" schreit? Ich muß einen Koffer^ haben. Im Kofserzimmer.. habe ich..mehrere gesehen." „Gut",' s-agte Grobstöck, „wenn einer leer ist, könnt ihr ihn habrn." > . . Manaiss legte seinen. Stock auf den Toilettetisch und untersuchte färgsain die Koffer. Einige davon Alanden nachttifsig offen, obwohl in jedem Schloß ein Schlüssel steckte. Sie waren'mit Grobstock, der bas Vergnügen stets mit dem Geschäft vereinte, sehr weit herumgekommen.; V. „Keiner ist ganz leer", meldete der -Schnorrer, „über in diesem da sind nur ein paar Kleinigkeiten — ein Paar Pluderhosen und dergleichen. Wenn ihr mir sie daher zum Geschenk macht, wird der^ Koffer leet sein, soweit es euch angeht." '„Auch rocht", sagte G.'obstock und lachte tatsächlich. D näher der Augenblick Ict Entfernung des Schnorrers rückte, in desto bessere Laune geriet er. , , Manasse schleppte den Kof,er vors Bett und nun zum ersten Male seit seiner Nückkehr aus den. unteren Regionen betrach.ete er den Haufen Kleider, der darauf lag. . : , . Der leichtherzige Ph'lanthr>.'p beobachtete sein Gesicht und sih, daß es ptöhlich wie eiu-e TropenlanLschaft finster wurde. Ec selbst erblaßte. Der Schnorrer sttetz einen uunrtiknlier.en Schrei aus und warf einen leckst.,w ck.a^enoen Blick auf feinen Gönner..; 23. November 1Y20 . /tot. 657 werden soll. Die Länge des KapalS wirb i'30 Kilometer vetragen, an seinem Ende wird ein,100 Meter hoher Wasserfall gebildet werden, welcher elektrische Kraft son 30.000 bis 35.000 °Pferdekr8sten liefern soll. Durch diese. K'räftmcnge wird, elektrische Beleuchtung'für ganz Palägtna und Antrieb§- kmst für die bis jetzt vorhandenen.Fabriken geliefert Iverden kSnnen. ' - -- In Jerusalem, ist ^lne Aktiengesellschaft zur Er- Tilgung von Teppichen, mit Filialen in Saffed, Hebvrzn und TiberiaS, ins" Leben gerüsen-worden. Als' technischer Leiter fungiert I. K a u t r 0 w i h, der chöehver - fftfc t dieses ' Gebiet ach Bezalel. Als kommerzieller Leiter wurhe H. Grün- - 5 lat t berufen.^ s MerstaatlichiMq dyr Briva"bahnen in der Tschecho-Slöwake!. Prag, 92 N-vemlnr. 3m Purlam^nt wurde, ckne Gr» s'tzcsvorlage üd^r v-r VerÜaatbcknmg von Pr viüi'e'ck'almrn' k ugeh-a^'t. D e Irrere R>n>onalve's>nnml«ng bat lnschlopen, ett Gr'ey dermi^ziighbru. diß das E'rubadnmmiÜ-w'um jetcr ctt'das Rccd' bade, ,m sta^'l-cheu J^terrsse dr«'Bnwaltung trer Bnvat'-isenbaln,?ti * übcvtichmni und ne o»ck Nechmmo des Konnlsian er rn stt Die'cs bett'sit kiaurliöchsirh de Kü^an»D''t,bcl'ger, du Äujsig-T'.ptitzcr uns du Buschnrhradcc E.scnbabn. ' r Die Lag'' dcr n^nü lten tmb HMdivexfeie bt Jrdusalmr. Mit Beginn der MntersaisSn hat sich die Lage der manuellen Arbeiter, und Handwert'er bedeutend gebessert. Vor-allem zeigt sich ein Mangel an Schneidern und Schustern. Ailch dir Schn'.i de uud Zimmerleüte finden jetzt viel Ärbctts>- rnögllchkciten. Tie Vü.chdruckerarheiten leiden unter der großen Papierteuerung.. Viele Bücher. liegen druckreif und können wegen der enormen Deuerung drs Druckpapiers nicht gedruckt: werden. ' ■ -r Einfuhr von Lnxi'swaren kn Jngoslawien. Aus A gram wi' d pemei-et: D m „Beörr" rnfolge bat der Finan,- w n sier eine Be,o, dnnng, bctreffcnb.; d'e Euüubrl ewilllgung fiic L u x u s w a. r e N, Mer der Meniychmgtzer 'Entr'cblung emrs -L.'xuszuschlagcS von %% des Fall»' e ü'clraors erlass n. Ev"dit'on & Eo., Wien» I.» Salzi zries LS.Tel. 5875, VIII. , y - •, - Tie'SchE ö-s". Die gestrige .Schuhbörse wies einen gubeu Besuch auf. Es waren viel« Kähsex ans den Suh'csfionsstarten und aus Bulgarien, eiugetrosfen, doch war der Ge« schästsga.ng im allgemeinen flau.-Die Ursache, daß sich kein rechtes. Geschäft entwickeln konnte, llagstill den hohen Gestehungskosten der Schuhe. Die neuerliche Verteuerung des Leders wie db: abermalige Erhöhung der Arbeitslöhne betvirlen eine Ist- bis 20pvozentige Erhöhung der , Schuhpreise gegen- Mer den Notierungen an der letzten Börse. Bestellungen ' wurden auf'nur ggnz kurze Fristen erteilt« l.. , - Die Amwandtung, dev Länderbanü in eine sran- Ä'sssche Gr.fcll>cluift'.steht n.,ch einer von der „Köln. Ztg-> wiedersegcbmcn P a r , s e ^'Meldung bevor.^ Das alle Aktienkapual - von 160 Millionen. Krönen wird durch HetanMMg der großeu sl-ll-'n Nücklaacn in 40 Millwnen panzössichw Franken umge-> »uandckk und durch Ausgabe von 60 Millionen Franken Boi.nigsakt en auf 10V Mrllwnen erböb'. Ans dem Remgtwinn erb istrn die Vowugsäktien zunächst 6°/o und dcs' icstl tben Rei«- geivinnes. Zm T lgung lb'ev Förderungen erbalten die engli'chen Gläirb'g'r '2 Million-n Mund Ineo-ns vonas ebne feste V.rzmsnrg und ohne feste Fälll'akeü. Was nach der Dwidende auf l'i Vor mgsiftlcn 1111Ö »>°/o Dividende cmf die Stammaktien vom 'Äie'lngcw nn vertz e bt, dient zur Verzinsung der Bonds. Win-r Kammrr f^r Hand el, Gcw7r^e und Jndnstrke. Der nengewählte Kanmtu'präsid.'ni Komu.er'ialrat Het.'.rich Vetter wird ^täglich zwischen 12 und 1 Uhr - im Kammergebäude «inpsangen. . ' . II., N"^SUltVVSLL7-»M Hcrrenpelzen und Pelzs^kko» 90IOSJL LJ'l'JBiiffLJIHISigggli—ü,.!Lj!B l"iLlJ11 — ■■■LiHgLiL.!l-!Ü „Mas gibt's jetzt wieder?" stammelte Grobstock, „Mir fehlt Lin Paar Hosen!" Grobstock erblaßte nöih mehr. „Unsinn, Unsinn",, murmelte er. ‘ ... '1 „Mir — frhlt — ein Paar — Hosen", wiedevholte der' Schnorrer enlsch'-eden. l„O' nein, ihr habt alle' bekommen, die ich entbehren kann", sa^te Grobstöck unsicher.. Der Schnorrer warf hastig den". - Haufen durch- Einander.'. " -• . ’ , : 'Dann sprühten seine Augen Feuer und., er schlug -mit. dep Faust aüf den Toilettetisch,,um jede Staccat-o- Silbtz zu begleiten. . , . v. „Mir sthlt — ein 1-^ War -7- Hosen", schrie er. Der schwache, fügsame Geschenkgcber ma.chte eine böse'Viertelminute durch. "„Vielleicht meint ihr das neue Paar, bas mir znfcillig därunterkam", stammelte ec endlich.. „Natürlich meine ich das neu; Päar. Ihr habt es also wieder znrückgönominen. .g 'rä^e welk ich einen Augenbl:^ nicht hinsah! Ich vertief; das Zimmer, weil ich dachte, daß ich es mit-einem Ehrenmann zu tun hätte. Wenn ihr ein altes Paar .genommen hättet, würde-mir nicht so viel daran gelegen sein; aber einem grmen Manne seine-funkelnagelneuen Höfen zu rauben!" . ' i,Ach brauche sie selbst", rief Grobstock gereizt. „Ich -Muß morgen zu' einem Empfang gehen stund sie such dys einzige Packr, das ich tragen-kann: Ihr seht, ich/-" ck V' „Gs ist gut", uliterbtach ihn der Schnorrer mit leisem, gleichgültigem Ton.. ' Daraufhin cn'stand Toionstisie. Der Schnorrer fab tete majcstät'.s-ch ein Paar Setzenstrümpfe^ zusammen und legte sie in den Koffer. Dann packte er in sin« sterem, traurigen S.olz die anderen Kleider darauf. . LFoufetzung solaül