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Wiener Morgenzeitung · 1920-11-19 · Heft 653 (19.11.1920) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 653 (19.11.1920)
Date
1920-11-19
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 5 Wien. Freitag Wieker MorgenzerLttttg LebensmiLLelabgade Des American Joint Distribution Committee. Än die im Bezüge der iorttauseuden Unter Nutzung stebercken Personen gelangen in der Zeit vom 22. d. M. bis riustblttß« sich 3. Deznnder gegen Abtrennung des Abschnittes XI des neuen LebmSmittelbezugsblocks Zucker und Oel m dem trüber festyesetzlen Ausmaße zur nnentgelilicheu Ausgabe. Die Abgabe erftrlgt: An Personen, deren LebensmiitelbemBblock mit der Bcttraimng Mo 2 verleben ist. Montag den 22. d. M.. Di 2 Dienstag den 23. d.?)?., Mi a Mittwoch den 24. d. M, 0» 8 Donnerstag den 25. d. M.k'r 2 Freitag den 26. d. M», Mo 1 Montag den 29. d. M, vi 1 D'enstag den 3V. d. M., Mi 1 Mittwoch den 1. Dezember. Do l Donnerstag den 2. Dezember, Fr 1 Freitag den 3. Dezember. Dre Ausgabe 'findet in -er Lebensniiltelsektion, Hl., Ertevlatz 3, statt. Die obackge-- MKrten Fassungstage sonne die für die früheren Fassungen -ezeichurte Stunde wollen genauest erngehalten werde». Bühne AKd Kimst. Max Liebermarm über die netten Kunstrichtungen. ' Anläßlich der Erösftrung der Ausstellung der Berliner Mademie der 5Lüriste dielt Max Lieüermann eine bemerkensivcrte Ansprache, in der cr den Streit der kürrstleri-- Generativikcnr berührte und unter anderem sagte: . „Der Literat vermag hemiuirngölos jede neue Erscheinung trendig zu begrüßen, der Knnstsreund aber, und gar der schaffende Künstler, ist nicht in so bequemer Lage, da er mit dem Maßstab der cigetien Sehweise an die neuen Dinge tritt. Ihm fehlt das Verständnis für das Neue, weil ihm das Organ, die Liebe, sehlr. Derur der Künstler versteht nur das Kunstwerk, das er liebt, und er liebt nur das, das er Versteht. Dieser Konslikt wird besonders schwer Werten gegenüber, deren Technik — wenn. Technik .die Kunst in der Kunst bedeutet — der feurigen nicht nur diametral entgegengesetzt erscheint, sondern die feurige zu vernichten gewillt ist, in bereit Wesen sich aber trotzdem ernstes, künstlerisches Streben öolumentiert. Wer selbst in seiner Jugend die Ablehnung des Impressionismus erlebt hat, wird sich ängstlich hüten, gegen eine Bewegung, die er nicht oder noch nicht versteht, das Verdammungsurteil zu sprechen, besonders als Seitcr der Akademie, die, wiewohl ihrem ■ Wesen nach Linservativ, erstarren würde, wenn sie sich der Jugend gegenüber rein negativ verhaltet! wollte." Aus den Theatern. > Im Deutschen Volks 1 heater wird Sonntag den 21. d. M-, abenrs V?3 Ubr, die Komödie ,M i 1 der Lrebespielen" von Stl Bcrra und Dienskag Len 23. d. M, Y,6 Uhr, Schillers „D o n C a r i o §>u rtmderho.lt. - In der V o l k s o v e r werden heute. Freiiag, o f f m a » n s Erzählungen", mit den Damen Wagschal. Reick, Cserp und den Herren Neumann nud Maurau in dm Haripnollen, gegeben. Der Spielplan der Volksoper iih’ die kommende Woche lautet: Sonntag den 21. d. M., Ysp» Uhr (fern Kattenvetkaul. 1. Vorstellung. AlbettervoisLcllnna mit Unterstützung der Gemeinde Wien^, „D e r 29 i l d s ch ü p". /<ß Ubr. »T p s c a". — Montag den 22., .7 Uhr fÄtbertervorstelluna nut Unterstützung der Gemeinde Wien. Kein Känenvirkaus). „D e r Waftzenschmte d". . -n- D'.ensma Len 23., Y,8. Ubr. a r t h a". — Mittwoch deü 2f. 6Ubr, „L o Heng r t n". — Donnerstag den 25., Ya? Uhr, „A * b a"..— Freitag den 86, 7 Uhr. „D e r Z i g c u n e r b a r o n". — Samstag den 27., .Vs 7 Uhr, „TannhLnse rV Leovoldrne Konstantin gastiert bis einschließlich Dienstag den 23. d. M. am.W teuer Stad'tlh'eater in der Komödie ,D r e T ä n z e r t u". — M r t 1 w o ch den 24. d. M. rst Memierenab^nd. Zur Darstellung gelangt' die italienische Lüüsvielnov'tät,D a s G l a s d e r I u n g f r a n" von Enrico Balbo. mit L e o p o l d i n e K o n st a n t i it in der weiblichen Hauptrolle. - In der- Neuem W i e n e r B ü h n e beginnt Freitag den 19. d. M. die Uraufführung des Lustspieles „P r äs i d e n t Stopvrr" von Armin Friedmann und Gustav Beer pünktlich V,7 Uhr. Zuwüilommende können nur nach dem ersten Akt zn ihren Sitzen gelangen. Die Neue WienerBühne bringt heute. Freitag, das dreiaktige Lustspiel „Präsident S i o p p er" von Armin Fried mann und Gustav B e e r. mit Herrn Eugen Zeusen in der Titelrolle als Gast, zur ersten Atrniiimmg. ' Die Freie Jüdische Volksbühne bringt Samstaq nachmittags im Wiener Komvdrenbavs Berez H i r j ch b e i n s Drama „Der T t1 a 8 » ft a s" sj,Der Handschlag") und David P r n s k r s emakiiges D ama sG l ü ck 8 v e r g e s s e n e" zur Aufführung. Anfang Y*3 Uhr. Beethoven-Frrer für die Wiener Jugend. Zur Feier Les 150. Geburtstages Beethovens veranstaltet das Bolksbildungsnmt Dienstag den 23. d. M. um halb 3 Uhr «achmrttags unter Mitwirkung des Symphonre-OrchLsters sowie des Mitgliedes der Staatsoper Fräulein Mihacsek und des Konzertmeisters Zimbler ein Beethoveil-Koitzert inr großen Musikverrinssaal für die Wiener Jugend. Es werden zur Aufführung/kommen: Ouvertüre zu „Egmo-it"; Klärchcn- Lieder; Romanze für Violine und Orchester; Sechste Symphonie (Pastorale). Außerdem veranstaltet das Äolksbilduugsamt aus dem gleichen Anlaß für die Wiener studierende Jugend Samstag dm 11. Dezember und Mittwoch den 15. Dezember nachmittags in der Volksoper je eine Festaufführung von Beethovens „Fidelio". Die Literarische des kulturpolitisch: N Diskussisns- «Ubs veranstaltet Mittwoch den 24. d.,M. im Feftsaale des Ingenieur- und Architektenvereins, 1. Bezirk, Eschenbachaasfe 9, eine Vorlesung aus'Dichtungen von Bernard Tag. Am Lesetisch: Die Mitglieder der Neuen Wiener Bühne Maria Eis und Theophil Goetz und der Antor. Beginn Aus Poioutj Ruina«?i®ira Jugoslawien u, dem übrigsn Auslands bomnen ttttsere Leser hieher zum Einkauf. Sic suchen die Warenangebote in unserem Blatt. Sie gewinnen dieso Kunden durch Anzeigen in unserem Blatt. Aut Wunsch durch unsm Vertreter. m 7 111)1*. ^ariep im töorüerlaus in >der, Buchhandlung Lowit-. 1. Bezirk/ Nvtrniurmstraßo 22, sowie .beim Portier, Efch*?nbachgasse ö. /Y ' i! 5 .' ' ' Der Kaulpf nur Renchardt. (Ein Arti.kel Max Palle n b e r g s.) Der bekatmte Schauspieler Pallenberg bricht ip>^ „Tagebuch" für den jetzt, vielumstrittenen Meister der Negiekunst POi n Hardt eine Lanze. Er schreibt: „Else Heims oder Wegener sagen:' Es gibt keinen Schauspieler, der . nicht von ihm> bereichert wurde. Wenn er als Regisseur einbn Fehler hat, so .ist es der, daß er dem Schauspieler zu . viel gibt. An einem Vormittag saß ich mit meiner Frau bei der Probe eines Stückes, das später einige hundert Male ' gespielt wurde. Wir hörten, wie Reinhardt die Rollen mit. jedem einzelnen Darsteller durcharbeitete. Da sagte meine Frau zu mir: „Duder schrult ja den Schauspielern die Rollen?' Es gibt .keinen Schauspieler, her -bpi iüm nicht gewachsen wäre. Aber von allen vergeßlichen Menschen sind, glaube ich, Schauspieler die vergeßlichsten. Herr Baumgarten redet lwm „Größenwahn des Regisseurs". Mr Schauspieler aber wissen, wie oft er sich ins Parkett setzte und aushärte dreinzureden, weil es nicht nötig wyr." Es gibt ganz/wenige Menschen, die ein solches Talent zum Enthusiasmus haben wie er, und eben in - dieser Begersterungssähigkeit erstarken gerade die an 'sich Zmifelnden." Sport ' ■ A. A. E.' Dem Spiele Hakoah gegen F. A.C. kommt eine besondere Bedeutung zu. Dia" Haroah rangiert mit vier "VerlustpunlieU ' mr der Spitze der Meisterschaststäbelle» aber der F. A. E, tveist nur einLn Berüistpunkt mehr ans, so daß er alles. daränftßen wird, um erfolgreich zu bleiben. Da. beide Dtannschasten mit Ersatzleuten antretrn müsseu, sind die Chancen ziemlich ausgeglichen, jedenfalls wird der Floridsboi'ser Sportplatz am Sonntag wieder einen Massenbesuch anfzuweifen haben. Diesmal sind nicht nur Sitzrarten,/sondern Stehplätze und Schülerkarten au den üblichen VorverkaitsZstellen zu 7)abÄr.' > ' - Dcutschf'ZhM'-sche Kaper r. Bertretsv deS Prager Deutschen Fußballklubs weilen in- Wien, um ciuige bekannte Wiener Spieler —* man spricht von Blum-(Vienna), Reubauer (Floridsdorf) usw. — zur Auffrischung.l der Reihen, des , D. F.C. . anzutvsrben. Da. aber zwischen den Verbänden Oesterreichs und Dentschbohmens ein Kartell besteht, daß übertretende Spieler erst, dann für den neuen Verein tätig sein' können, bis sie vom alten Verband fretgegeben Iverdevs. ist den Lluswanderungen ein'Riegel vorgeschoben. - Strafherabs'tznng. ,Die Strafe des Miitellänsers der Floridsdorfer, Nsnbaner/ der vor einiger Zeit wegen tätlicher Insultiernng eines Gegners auf sechs Monate disqualisiziert worden war, ivurde im Prutestweg durch den Vorstand des Niederösterreichischeir Fußball-Verbandes auf vier. 'Monate herabgesetzt. Das Verfahren gegen seinen Klubkollegerr Hnmelberger, der wegen Insultierung eines Zuschauers aus dem Fußball-Verband, ausgeschlossen wurde, ivird neu ausgenommen, Prpi Sticker, einer der besten Schwimmer Wiens, der auch einige Zeit für den Prager.Hagibor tätig war, ist vor einigen Tagen plötzlich gestorben. Sticker gehörte, zuletzt dem W. A.F. an, der durch sein Hinscheiden einen schtveren Verlust erleidet. B-m der.Schwimmst'ckliou -cs' Hechswer. DaS Jntcreffo für den Körpersport ist in der jüdischen Jilgend in stetem Aufschwung begriffen. Neben dem Fußballsport erfreut sich besonders das- Schwimmen einer großen Beliebtheit, Allerdings stand der Ausübung '.dieses, so gesunden Volkssportes bisher entgegen, daß. nur eip jüdischer Verein, die Hakoah, ihn faktisch pflegte. Nun besitzt aber einer der rührigstetr jüngeren Vereine, der S. B. .Hechawer, eine aktive Schwiirunsettion, die unter großen materiellen Opfern den Betrieb für beit ganzen Winter im Veatrixbad gesichert hat. Das Beatrixbad besitzt eine 20 Meter lauge Schwimmhalle, die nur eitien kleinen Nachteil hat, allerdings einen. Nachteil, der .bei'den ivenigsv geübten Schwimmern und bei den Gästen -des Bor-eins lebhafte Genugtuung auslöst: . Das Badewasser ist/uamlich für ein rationelles Nenntrainiitg etwas zu. warm (24 Grad)/ Der S. B. Hechawer wird aber in nächster, Zeit einen zweiten Schwiinmabend im Jörgerüad erhalten und somit diesem kleinen ileüel abgeholfen haben. I, I. B. Atenorah, Fußbolliek'ian. ^ente. 8Ithr 'bends. Spirleiver ammlung in unsrrcm Heim. Niuwahlm und Äkanntchaslsaufstellungen.' - Hechawe^ Heute. Freitag. Sckw!ytmäbend für Damen und Herren im B-atrirbad, ll!., Münzgasse 5, ab Uhr. Auch >ür Anfänger und Gäste. Jüdischer Äthtetidkluk». Sams'ag. V.8 llfii1, Spielcrversanimliina Caft Baldwhof, XVIl.. Ott enng-'- st atze 1 8 Soun- Mg-Wettspiel der 1. Mmnffckast grgni die :!ie)erven des Geistbosrr Spor-veietnes aus dcfsm Platz m Gersthof. Sptelbegmu plante Y-9 Uhr. _ ' Akademische S«ortabteilrmg Indaea. Heute, Freitag, Tramjng ab 2,Uhr auf d-'M Admira-Platz. Massendrebft^hle bei der Post. 35 Angeklagte. Im Hmvtpostbestrllamt würfen seit Jasnesfrist Sendungen m t Lcbknsmiritln, Zigarctirn imd diversen änderen klnuen, nicht sehr wertvollen Gegenständen entwendet, Endlich gelang' e§, eine Reihe von Untt'rbecjmtcn und Aushilfsmenern zu überweucn, daß : ste wiederholt Pakete entwendet und-den Inhalt stir steh und ihre Familien vrrbr nicht hatten. > Bor dem Ein-elrtchter Oberlande§ger>ch!Srat Dr. R a msauer hatten sich nun >n dieitägig-r Berhandluktg SÜ b« dem genannten Amt bedicr st te Personen wegen Diebstahls zu verantworten. Die Anklage vertM Staatsanwalt Dr. S o o ß. > DieBeichuldiglen waren zum größten Teile y est: 3 n d i g und gaben No läge als Motiv der,Tat an. Sie konnten sich und ihre Angehör'gen mir d m kargen Bedienst nickt ernähren , und verwendeten dre in den Pakelen enthaltenen EßwareU zur Aufbesittung ihrer Kost, Der Richter verm teilte den Hauptangeklagten Alois K o ch, der als Organckate-r der Diebstähle bezercknet wurde, zu acht M o n a l e n schwere n K e r l' e r s. Die anderen Angcklaoi n. d e große Neue e'g cu, erh ei en 3vv. f n von vierzehn Tagen Arrests bis zu fünf M y n a t c n Kerker?, em A ngtttazte'r trüvv ki-igetyrochrn. 19. November 1920 Nr. 653 '' Der BolksWirt. Eine Krone 2.05 Centimes @eS5; Gestern notierte in Zürich: die österreichische Krone , . 2.05 ( J 95 am 17. Novenckers die vsterr. gestempelte Krone > » 180 C 1.30 am 17 Novemora ' die tschechische Krone'» » . » > 7 90 C 7.35 am 17. Novcmüerj die Mcnck « . . > * . . 9,55 ( 9.25 am 17. ißpöenräs$j Agram . •:.■. •••;,*<i » # am 17. Novernberj Bukarest ' * ■. * . . , 9 20 9.20 am 17 November) Budapest . * . . 1.35 ( 1,80 am 17 November) Ä)arschau •••••*•■•«)• 1,45 (.1^5 am 17* Novemoer) Die PLlLsti«a°M«leLhe. Die Palästina-Anlelhe wird im Jänner 1981 in Amerika und Engl and anfgrlegt werden. Der Zinsfuß wird 0 betragen gegen den heütr üblichen Satz von loY«.' Der Ertrag wird zum Ausbau der Brrkehrsaulageu in Palöstma .ver« wendet werden. - - Das päläftrnenfische Verkehrswese«. GelsgonILich der Einweihungden neuen PostLnsialt in Jaffa erklärte, wie dis „Zionistische Korrespondenz" meldet. Qberkommissär Herbert Samn-el cmf verschiedene Klagen den VevAlerung über den schlechten Pqst- und Eisenbahnverkehr, daß demnächst ein täglicher P o st v e r k e h r zwischen Kantary und Palästina eingerichtet wird. Dernnächsi werden auch Zwei Züge täglich zwischen Jerusalem, Jaffa und Haifa vermehren. Tie .Zahl der Beamten wird. vtzMehrt werden. ...... ' ' . '** . . . - Es herrscht, schreibt die Zeitschrift »Prllestine" (Lorchon)', darüber rru-r eine Meinung, daß die Zukunft der palästinensischen Eisenbahnen m-chrer Elektrif-i-zierumg liegt.. In. Palüstiriä wiegen Argumente gegen die KohLe viel schwerer, weil Kohle mit großen Kosten cingefüHrt werden' - müß,) so daß, wenn die Elektrisiziernng. zu einem mäßigen.Preist durchgeführ-t würde, die Kohle die' Konkurrenz nicht, gstshielte. Auch ist das Land so klein, daß eine zentrale Kraftstation haushälterisch und wirksam arbeiten konnte. .Eine weitere Erwägung ist, daß falls die EisenLahnen elektrisiziert würden und dadurch selbst als großer Verbraucher aufträten, der große Elektrisizier-ungsplan eleichtevt würde, der dem Lande- Licht, 5krast und Warme verschaffen soll. Augenblicklich ist der Verbrauch notwendigerweise gering. Die meisten Schienenwege, schreibt das Blatt wchter, feien heute in sehr schlechtem Zustaird, ebenso das meiste rollende Material. ,Dip Mittel zu einer durchgreifenden Verbesserung kömck erst -der Ertrag der Arbest.schaffen, die daher übermts' Notwendig‘.jct.- Berhrndernrtg der Warenausfuhr aus Wieu. . Die letzte dieser Tage, ckbgehckltewe Sitzung des. Wirt« s chaftsauss ch u f s e s der t e xtilv e rar beit ende n Gewerbe Mid I n d u st r i e n beschäftigte sich mit den 'diel* fach von Industriellen und Kanfleuten erhobenen Beschwerden, betreffend die Verhinderung der Ausfuhr von^ Wiener industriellen und. gewerblichen Erzeugnissen und Ferttgprodnkien im Veredlungsverkehr nach Polen und in die Tschechoslowakei. Der Vorsitzende Kommerzialrat Kunz Lerichtete, daß in der letzten Zeit Kaufleute aus Polen, die hier eingekanften Waren mit nach Hause nehmen wollten, in LunLenbürg angehalten und mit dem Bemerken wieder näch Wien zurückgeschi'cktwurden, daß - die mitgenomrnene.Wcn:e nicht durchgelassen werde. Das gteiche wiederholte sich, auch-bei Kaufleuterr, welche in die Tschecho-Slowakei mit Waren abreisen wollten; die Aufnähme von Waren als Passagiergepäck werde an der Grenze rundweg verweigert. Nach einer lebhaften Debatte wurde einstimmig beschlossen, durch eine . Deputatiou das Mnisterium für Handel und Gewerbe rwr- Abhrlfe zu ersuchen. In Ausführung' dieses Beschlusses erschien gestern eine Abordnung von Kaufleuten, mck Industriellen unter Führung des Kommerzialrates Kunz beim Minister Hernl, um ihn mit den'diesbezüglichen Deschwevden ,zn informieren und dessen Hilfe zu erbitten. Nach eingehender Darlegung des Sachverhaltes verwies Kommerzialrat Kunz auf . den ungeheuren Schaden, dm die Wiener Industriellen und Kauften te erleiden, deren eben beginnendes Weihnachtsgeschäft nach Polen und der Tschecho- Slowakei vollkötnmen unterbunden und ' unmöglich gemacht werde. Bezüglich der Ausfuhrverhürderung nach Polen werde als Ursache angegeben, daß in Polen die Waggons zurückbehalten werden) während' fürdie Zurückweisung von für die Tschecko-Slowakei bestimmten Handelswaren keinerlei Motivierung bekanntgegeben werde. Auf der Nordbahn lagern bereits Waren im Werte von vielen/Mllionen, deren Weiterbeforderüng mr ihren Bestimmungsört unmöglich fei Bundesminister' Heini erklärte, .daß in dieser Angelegenheit' das Ministerium - des Äeutzern zuständig fei, an welches er bt<3 ihm vorgebvachten Wünsche und Beschwerden unverZutzsich weiterleiten werde, .und sicherte der Abordnung seine pwlkslr Unterstützung zu. Ungarische Tuchfabrik A.-G. Budapest. t8. November. Am 16. d. M. fand dir kort' fttmjevenöc Genelalv.euammlung der Ungar-scheu Tuchfabril A.-Gstatt. Das Grsellschaftskapital drttägt 25 Miittonet- Kronen. Balutenkuvse. An der gestrigen Börse waren srrmd« Zahlungömrtlc! schwach, bloß M a r k n o t e n welentsick höher D o 1 l a r not c n untcrlageu wieder tmhrsachen Schwanürngeu. sUachtlehend die amtlichen Schiuplurse: Amsterd tut 15.150.— ,(15.750.—t, 2l wam 830.— (<W2 —) Bl-lmad - (-.-', Berlin 733.-- l7.6—). Brüssel — 3225.»—). Budapest 9825 (33.-), Bll latest 0!-5.-- ,730.-!. Chttßionm 66V0.-— (6335.—), Lavmb'.iüfi» düdo.— (6925.'- '}•

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