Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 651 (17.11.1920)
- Date
- 1920-11-17
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 82% known words query
- IRI
…/2979076-2979416-2979729--05810-2991691- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
%. 651 Wien. Mittwoch Wiener MorgenzettmtA 17. Novem6tt"lH'N SeLeO * Rekordleistung des drahtlosen Telephons. Ein »chtnnogebietender EntfermiuaLrekold auf dem Gebiet der rädioielegraphischen Muffkübermttlnng gelang in d.esm Tagen einem Operateur der Marcom-Sialiou nr Peterculter in. Schottland. Er nabm als Hörer mtgirier U'.iftr.fcaUtnig m>d an einem skonogravbiscken Bartraa teil, der von der Ifeiueiv Exvrnmeritier- Lation eines lasährigen Diletlarttkn in Kevvort mr aincnkänischen Bundesstaat New Jersev ausgetandt worden war^ und zwar durch Beimittlung eines Avparats von geringer Stärke. »Die Entfernung zwischen den beiden genannten Orten betragt rund 5600 üm. Der^ junge Amerikaner batte in der Nacht seine Mitteilungen mit Namen und Adresse sowie mit der an den urrbelanmen Emviänger gericbieren Bitte ausgesandt. sich mit ihm in Verbindung zu setzen, ale!ch;eitig aber auch den Phonographen ducken lasten. Er erhielt auch rnehrere Antworten aus verschiedenen Teilen der Vcreiriigten Staaten innerhalb ernes Umkreises von U00 $tlomctcni. * Ferne Herreugckrderobe» nach Maß und alle Tchneiderarbetten b ill i g st und rasch beim Schneidermeister Rudolf Goldstein, Wen. II., Taborstraße 59. Gegründet 1866, Großes Lager feinster Stoffe. Telephon'45624. * Nun -er ist praktisch, der seine Garderobe» bei m« Firma bestellt, die eMMge Stoffe und Arb: höre verwendet. mustergültig arbeitet and konkurrenzlose Preise macht.. Wenden S e fick daher an die Werkstatte fikr feine Herr enaarderoben nach Maß. Spitzer ä- Markus, II., Stephamestraße 1 (nächst Stephaniebrücke). * Elegante Herren anzüae und alle, anderen Herren- Vekler^unqsartikck m tadellosester Ausfertigung liefert fertig und »ach Maß billigst, Ludwig Sperlinger, l, Wollzerle 31. * Der erste Weg für Brautpaare ist inS Ne udauerMöbelheim VII., Kaiserstraße 17, nu dort kann man zu Spottpreisen eine moderne und gediegen Wohnungseinrichtung erstehen. Haltestelle der' Straßenbahn b tmd 15. * Die Firma Terramare» Internationale Tran« port- und Handels-G. ui b. H . Wien, IX., Porzellanaaste 1K, besorgt internationale Transporte, Verzollungen. Einlagerungen vud Tranfftverkehr. verfügt über einen Cpez'al- Sammelverkehr von und nach -Polen, Jugoslawien, Bulgarien und Rumänien. Rumänische Senduygen werden promvt durch direkten Verkehr ab Wien okme Neexpeditiou und ohne Umladung mü Vegleituug bestens durchqe ühit. Außerdem verfügt genannte Firma über einen Spezial-Nebersee-Verkehr ab Tn eff und Galatz nach Rußland, der Türkei. A°aypten und Griechenland. Außer komplettenWaggons werden auch Ballen und Kisten nach allen Richtungen übernommen und bestens durchKeführt. * Selchrvaren in FrledenSaualität täglich, ftiüfc erhältlich bei »Moriah^ Schvnfrld, Mcindcl & Co., II., Haidgaffe 5. " * Die Speditionsfirma Lea Wanp. II., F--rdinandsstraße 29, über nimmt zu den billigsten Tarif-ätzen Transporte aller Art nach Rumänien per Schiff mit, Umladung m Gmrgiu und Galatz so wie per Bahn niittelst direkter Spezialzüge nach Czernow rtz. . Ehalürzim. kamen Kleider, 'Wäsche gut und billig mir. der Mayer, II., Taborstraße AS. *; * Kautschukftenrpek rnnecbalS zwölf Stnudeu-liefert: Gustav T r n 1 n e r, Vl.. Nwriah lsirffrave 101, -UI, Ungar--- gaffe 10, IV^ Wieduer Hauptstraße 51, XVII., Ottakringerstraße 86. AnteMcht. * BauKKurs. , Der nächste sürrswöchige Kurs für H a n-d'e l §-, Bank-.nu d Bör s ew e s e u, Stenographie und Maschinschrerbm beginnt in der Handelsschule Deutsch. IX., Hörlqaste 12, am 17. November um 4 Udr nachmittags. Einschreibuncren nur nachmittags von 2 bis L Ubr. Auswärttgen sowie Selbstlcrncnden stehen unsere Lehrbchelse zur Verfügung. . 9 Hebräische Sprachkurse. Die Zionistische Be rrkssektioü F,rvonttn-S>mmermg eröffnet am 20. d. W. Hebräiichkurse tüu Anfänger und Vorgeschrittene. Anmeldungen täglich von ** bis t Uhr nachmittags im Sekretariat, X.,Favorrtenftwße 130. Vereinsnachrichteu. PalSstir, a-S ektio n des Akademischen Vereines i ü d i s ch e r Mediziner in Wien. Heute, im La!« Iägerhoh IX., Por-ellangaffe 22, um 6'Uhr nachmittags Lkom teeschnng für die Redoute. — Kultur' p ö t i t r s ck e r Disk u s s i v n s l l u b. Heute,. */,7 Uhr abends, im Caf6 Jägerbol. IX.. Porzellangaffe. Vortragsabend Dr. Paul AZ e r s e n g r ü n: Thema: Ä?arx und Hegel. Gäste wittiomrncn. — Jugend gruppe d e r Zi o u i st i sch en B e 11 r f ß f e T t i o n XX, Heute, Vs8 Ubr abends, Vereinsabend. Re-ereut: dl.v.6. Jakob Schwarzbrot»: Zürn Parteitag 1920. — H i l f S k o m t t e c für A d v o k aten, und Adv o k a r u r s k a n d i d a t e n a u 2 G a l»z > e n. ^Samsrag den 20. d. M.. 4 Uhr NichmtttagZ, sinket im Vcreins'' tot-tt Mord-Ost., II-, Taborftraße 21 a, eine Versarnrnlung statt. , 4! o « ist i 1 cd e B e z i r k s s e k t l o n X/Xl. Heute, Ubr ab-euds, »»« v Favorstnmnlling H., Stun ersilaber 1. (Cafü Sihflcv). Heute. 7 Uhr abends, Zustraiittcnliiu-t der Chornutgllkbrr. Erscheinrn Pflicht/ / . Die. GrMhruW. Der Marktbericht. Be! perhäLiu'chmäßig günstigem Ana-^ ';- v Nrrchirage haben gestcru dre Preise für £V Handel nenerdmaS etwas angezoaen. Zur .. , . säst gar kerne Nachfrage. Am beri G v ünwarc.n m ark t c n war das Angebot aünstic>. Vorherrschend mar unter den G8r>nergrmü>en Spinnt. D'e Preislage Miel) durchwegs unverändert, bloß Sellerie n:nßte i-twaS teuerer bezahlt werden als bisher. Die Aepscl-usubc''.u st-'d eirv-iS bester ausgefallen als in den letzucn Tagen. schwacher 'rrschte # Mrhr Mais! Buegrr iiic.wt: R t u m a n u teilte . Burger iue.ner vc e u m a n n «tue tut C-tadtfeuat einen Bericht des BoUscmäinungöauilo? über die Brdlrer'orgung mi'. daraus ge.l t bei vor, das; das ichon bcstekeude st.iüfchnngöve-i-u »ältuis 5';.'Lei ic>» und Mg'S bsttun wen eres d rberatterr u-erdn, «mp, da der Einlaur von Genride ««« cht., Am 1S. November ist der zuguusten des Jüdischen Nationalfonds (für Landkäufe in EREZ ISRAEL) ln den SbfiensSlen, Hl., Marxerg. I7 Tanzmusik: Orchester OANQELBBROER * Qesellscliaftstoilette Karten 50 Kronen sss« . Beginn: 6.Uhr abends iw Bareau des-J. N. F-, IL. Zirkusgasse 3, in» t Palas«- a-Amt, t, Bauernmarkt 24i bei R Lowlt I.,Retenturinstrns«e u. bei der„Wr. Morgenztg.'c Bühne und KuNft Purgtheater. (Zum ersten Maie: .Haus Herzenstod", Komödie in drei Mten von Bernhard > S h a iv.) .. Der Buchausgabe dieser KomSdie geht , «ine 70 Seiten starke Einleitung voran. Auch diejenigen, welche diese interessante und blutig-ernste Einleitung gelesen haben, dürfte^ sich; kaum Dar darüber geworbensein, was Shaw 'mit seinem-, jüngsten Werk« wollte. Wir, wenigstens müssen verzagt ein-'- gestehen, daß uns nach wiederholter Lektüre des Buches samt dem Vorwort, das den Titel „Hans Herzenstod und Pferde-. 'stalkungen" trägt, die Komödie spanisch vorkam und daß wir' auch nachf der Mfführung im Bnrgtheater Shaws .Haus Herzenstod" noch immer für ein Jrreyhaus halten. „Das verfeinerte, müßige Europa vor dem Kriege" in seiner englischen Spielart soll uns in „Haus Herzensjod" vorgesühtt werden (wie uns die Einleitung belehrt), und- Shaw bringt uns in.Erinnerungdaß Leo Tolstoi in seinem Drama „Und das Licht Weinet in der Finsternis" unsbereits -durch bas Haus Herzensbod geführt hat, durch daS HaM, „in loc?chenk' die" k&tc Eu vopas erstiAL^ f Es ist nicht gilt, daß S^aw daran .erinnert.' Ist Dölstois Bekenntnisstück wird - mit wuchtiger Kraft und erschreckender Klarheit gezeigt, wie .dieses Europäertum an ftmer seelenlosen, entgötterten lieberzivilisätion, an seiner durch Ztveckstrebevei, Schlauheit, Wohl« tätcrei, Lüsternheit vergisLeten Ueberkultur zugrunöegeht. Jedermann, der Einfachste,' Unerfahrenste, muß an den Borgangen dort oben auf den Brettern Anteil gewinnen und sich iGedanken machen. Was wirb aber von Shaw depr Zuhörer zugemutet, wenn selbst dem wohlpraparierten Theatergast, der 70 Seiten Einleitung gelesen hat, noch immer der Sinn der Börgänge und Dicckosta wirr und dunkel bleibt? Dies ist umso bedauerlicher, als der Dichter mit dieser Komödie eine Züchtigung des Geschlechtes Lcadsichtigte, welches den Weltbranb verursacht-hat und weil sich diejenigen vergnüglich ins Fäustchen lachen werden, denen er zu Leib« wollte, jene, ,chie den Krieg lieben, weil er ihre Gesängnis-- 'türen öffnet und sie aus die Throne der Macht und der Volks--' tümlichkeit seht", wie er voll Empörung in seiner Einleitung bemerkt. ,, Es wäre eine Preksaufgabe, den Inhalt dieser bizarren, -überspitzt satirischen, dann wieder furchtbar ernsten Komödie nachzuerzählen. Wir erklären uns unfähig, an dieser Preiskonkurrenz teilzunehmen, und selbst die gewiegtesten Shaw- Interpreten dürften diesmal versagen. Ein alter Sonderling, der die Verderbtheit der englischen 5Mturmenschheit an seinen zwdi Töchtern und Schwie versöhnen' studiert hat, spukt durch die drei Akte (im Burg- - theattr sind es vier) und-sinnt nach einem Mittel, die zweibeiiligen Lebewesen auszurotten. «Ich sitze da und arbeite au meiner , alten Idee, ein Mittel'zu entdecken, um meine Mitm-enschen auszurotten. Ich sehe, wie meine Töchter und ihre Männer ein törichtes Leben voll Romantik, Gefühlsduselei und SnobSismus leben. -Ich sehe euch, die jüngere Generation, wie ihr-euch von-der Romantik, Gefühlsduselei und dem Sn-obbismus, dem.Gelbe, der Behaglichkeit, dem rKhen, gesiniden Menschenverstand zuwendet." Dieser Satz scheint uns am deutlichsten die Tendenz des Stückes auszudrücken. Der greise Kapitän sagt es zu einem Mädchen, welches das Opfer .Hauses Herzenstod wurde. Sie kam rem und harmlos in dieses merkwürdige Haus, soll einen angejährten J^dustrieritter heiraten, liebt aber einen schönen, romantischem Manu, den sie. in einer Bildergalerie txaf. Just, da sie der Tochter des' Kapitäns, der verführerischen Frau Hesioue, ihre Liebe aiweriraut, tritt der schöne, gepflegte Mann du und entpuppt sich als Hesiones Gatte. Da brichtdem Mädchen das Herz und «Z wird kalt, berechnend, grausam, ja, es übertrumpft die Circe Hesione und den Jndustrieritter. Dieser Ausbeuter Mang an ist das zweite Opfer des- Hauses Herzenstod. Auch ihnr wird in dieser sauberen Gesellschaft daS Herz gebrochen. Dafür Hat er bas Glück, von der deutschen Zeppelin-Boinbr vernichtet zu rverden, während die Inwohner des Haufts HerzsnLtod beschwörend zuurNachtbimmd rufen, cs möge fick morgen wieder der Besuch der Boindeuwrfec einstellen . , . Da? Burgthcalcr hul d-rui St-üa eipr wirtlich gläuzendü j Vlitr.i:ftnt*u<j d-iewe-t. du l>a ..wriug-u!,iomöüfd', wie sie am Theaterzettel genannt wirb, hat Heines RetziechiM^ hundert interessanten Schattierungen und die.Hingabe btt'^ Darsteller Wunder errichtet. Diese Vorstellung ist einExeMpel^ für. die, Leistungsfähigkeit des Burgtheaters. Staunenswert,; wie-Fräulein Mayer, der Hoheitsvollen, die Hestmm -ge-.l, lang. Eine Circe von berückender Macht und gefährlichrv i Verhaltenheit. Aus dem Kapitän Schotover formte - Herr Paulsen eine Charaktergestalt, die wohl bisher seine beste' Leistung ist. Ueberraschend auch Herr Rom borg durchs Maske, Haltung und Auffassung, geistreich und amüsant grau I Alb ach-Retty, und Herr Sieb er t in der schwierigen? Rolle des Mangan vortrefflich. Die. Herren S ch m 5 Te, Arndt und Forest durchaus hervorragend und Fron Aknah verdienstlich. Der Beifall nach.dar Aktschlüssen blieb nicht unrvl'bee-- sprochen und war nach dem ersten Akt —' der übrigens ein guter /-Einakter - wäre — am lebhaftesten.- Herr Mehners, als diensttuender Regisseur, dankte für Vernarb Shaw. - > ' - - - 0,-sV Der Nobelpreisträger Karl Sprtteler. Wie beveits gemeldet wurde, ist der voriges Jahr nicht verteilte-Nobelpreis für Literatur jeßt' dem fchweizKrischen Dichter Karl Spitteler zuerkannt >worden (den Preis für 1920 erhielt bekanntlich Knut Hra m fcn n). : Spitteler, der bekannteste Schweizer Dichter der'.GegMwart, wurde am 24. April 1845 zu Lies.thcck -geboren,\t studierte die Rechte und Theologie und ging -bmtit’dd Erzieher nach Rußland. Bon dortkehrte er nach Ber« - zurück, wo er Lehrer war und wirkte von 1886' 1892 als Redakteur. Seither lebt er als freier Schrift^!, steilerin Luzern in seiner Billa „Au der-Halden". j Spitteler hat noch vor dem Erscheinen vonMetzschech. „Zarathitstra" eine diesem Werke ähnliche PrafädichirmK.- >,Prometheus und Epimethvus" geschrieben, welchem wvhl^ f als sein vollendetsM Werk angesehen werdsn- 'ckamr^ (Er ist zur Zeit mit der Umarbeitung dieses 'Werken? beschäst'g^.) Seine Berühmtheit erlangte er durch sein)' von antibem Schönheitssinn durchzvgenes, - bcls- -MterE!^ N'eich der Ku' stschö'rheit öffnende Hauptwerk, bas-großes Epos „Olympischer Frsthlinz". Seine Gedichte, Balladen,, , das Idyll „Gustav" und die wertvollen kritischen „Liffv- K rarischen Gleichnisse" sind die markantestm Schöpfungen^ - des enkpfindungsveichen Dichters. Spitteler hat zu Beginn des Weltkrieges durch. eine gegen, den ösntschenf Militarismus, gerichtete Rede „Unser , Schweizer/Stmid* . puuk^ heftige Entrüstung der patriotisnmstvllen deut--!.' schen „Geistesgrößen" hervorgeruftrr undganze Kübrll schmutzigster Schmähung ergossen sich über den: Dichter/ dev. es gewagt hatte, zu sagen, daß man dem deutsches ' Militarismus beizeiten die „Ktauen hätte 'stutzen müssen"^, um das Unheil, das er über Deutschland und die Welt!, gebracht hat, zu verhüten. Der heutige Zuh^nd T^rtsch^-, lands und der Welt-hat die Voraussicht des Dichters b^-I > stätigt.. - . .. , -- - ■■ 1 - - ■ ' ' - ' ■ •" ' ' .;.^ .l Aus den Theatevn. Zm B u r g 1 h e a t e r gelangt morgen, Donneckrag, brsonderrn Preisen e r R a u b d e r S a v i n e r r n n e zur Ausführung. Anfang 7 Uhr. In der S t a a t 8 o p e r geht. morgen, DönnerSIag, zu., besondnen Preisen i e Hugenotten" ' i« Szenr^ Bälentine: Fra» Helene W i l d b r u n n von der Staatsopeo m Brrlin. Revers: Herr Cornelis B r o n S g e e st .von deö Staatsoper in Berlin.als Gäste. Anfang 7,7 Uhr. ü'a In der Volksoper wird hruie, Mittwoch, e^i' s l i eg e nd e H o l I ä n d e r" aufgesülirt.. Dresr Vorstelluuß dirigiert zum ersten Male nach seiner Rückkehr aus Amerika Direktor Felix Weingartner. Die Hauptrollen sind M den Damen Rantzau. Salmgec und den Herren Schürman^ Baumaun und Fälbl besitzt. Die Titelrolle singt Hert. Koch Braun von der Metropolitan Opera in Ncw-Nörk als Gast. Im Deutschen Volkstheater gelaugtMonta« den LS. d. M., 7 Uhr abends, Lessings Lustspiel \ n «S von Darnhelm" zur AuMrung. Es spielen zum erst« Male Herr Hanns Fi'cher den Wirt und Fräulein- Brinke« di Fraupska. In den übrigen Hauptrollen, sind beschLftia Damen Strinsieck und Schweiahofer und die Herren Klrts Weiß, iKutschera, Pater und Ranzmhoser. In den K a m m e r f p i e l e n sindet' Donnerstag bi 18. b. M,, 7 Uhr abends, die Eistauflührung des Groteske qnartettS e n a ft e 11 c* von Kurt G o ry. insiemert vo Hanns Fischer, in folgender Besetzung statt: ^Derd Cpatz a dem Dache": Junger Mann — Herr Sima, Pastor.—.He Fischer. RechtSanwalt — Herr Ziegler. «Dre Taube in d Hand": Allee — Fräulein Woiwode, Beattice — Frau Stei»z steck, Abvlar — Herr Ziegler. Balthasar — Herr Werner--8kahl« „Der Hund im Hnn": Professor — Herr Fischer, seine Frau -j Frau Siemsteck. Tittori — Herr Ziegler. »Der Hahn nnKorb*: König — Herr Knabe, Horatio — Herr Kunz. Marvellus — Herr Sima. Ge.st von Hamlets Vater — Herr Strahl, Re°, giffeur — Herr Zrrgler, Ope>,atc«r — Herr Wolf. Attrst — Herst Fischer. Schauspieler — Herr Wengraf. Dame Fräulein Womode. -e Voldöoper. Die längst geplante Wiederbelebung ' de^ „R e g r m e n t s t o ch t e r" ist noch aus das Konto drS fcwä geplagten Direktorstellvertreters Lustig-Preau zu setzen. Mtt sirnc« einfachen Fabeln, mrt der leicht und graziös quellenden musikalsi scheu Erfindung schlägt das alte Werk noch manche neuitalimlsch« Schöpiung aus dem Felde. Klara M us t l, die der Titelrolle bester als Kololaeuidiva denn als Soubrette diente und detz bübnrngewandte Hcrr F r i s ch l e r als bärbeißiger Sergeant belebten unt Glück die altbekannten Haüptgestalte«. — Im »F a u st" trat Herr Braun aus New-Dmk sen mehr abendliches Gastspiel an. Sern Mevbrsto ragte über Mittelmaß nicht hervo^ Er mimte , eher einen Handlungsreiscnden in Diqbollk, als de» erschrcckl-chen Theaterdömvichr. Sein Gesang lüt unter dem allzu^ häufigen Forcieren und der Anwendung der Sprrchstimmc. Mog^' licherwcise bieten die nächsten Abende em befferes Bild. -.4 Dr. K, M. ls ■ Nachtkonzert. Aus der Saoluot wird gegenwärtig dir Untugend gemacht, den Konrertbetricb bis in die Mitternacht stimden zu verlängern. Die Wiener wollen auch noch Nicht recht. daraus emg her,. Aber da die nette Orgelstimme der Emmyi L e t g li e r (einest Berliner Kittel etwa) veriierßen wurde, fanden sich Feinschmecker cm, die es nicht zu bereuen battm. Sre saug tragischen -und fröhlichen Schphett — und lanq ch» vchlendv'-f