Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 650 (16.11.1920)
- Date
- 1920-11-16
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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«eUe 6 Wien. Slenslag Wiener MorrremeetmrH <■—■■ UM ■' I "P*— ' '*" - ' 1 '* ~ ' F - -1 r ' ~r '■ Sport Dis Wsttfp ielergebniste vom Sonntag. Ueber das Hauptereignis des Sonntags. basSpi-rl Hakoah—Rapid, berichten wir an anderer' Stelle. Die Meisterschaftsspiele brachten keine befand een Veränderungen in der Tabelle. Unerwartet kam der hohe Si^g der Amateure, die Wacker 5:1 (1 :0) abferl-igten. Bei d-n Violettem war die Stürmerreihe, insbesondere Köck, der vier Tor« schoß, in guter Verfassung. Den fünften Treffer erzielte Hansl. Wacker zeigte seine gewöhnliche, mäßige Form. Beim Stand von 3:1 ließ Huber seine Mannschaft im Stiche, so daß sie dann nur mehr 10 Mann im Felde hatte. , Rudolfshügel und Flo r-dsdorf spielten in Favoriten 1:1 (0:0) unentschi den. Rudolsfhügel war wohl etwas überlegen, versagt: aber vor dem geg: 2'ischen Tore. Die Torschüßen waren Winkler nnd Schiert.' Der ausgleichende Treffer fiel knapp vor Schluß nach, einem Fehler des Nudolfshügel-Tormannes. Hertha siegt: über Simmering 4:2 {1*1). Die Favori'.ner boten diesmal im Angriff eine bessere Leistung als sonst. Sehr schwach war bei Simmering der internationale Tormann Pacista. Die Torschützen waren Pulpiitel (Elfer) und Podpiera für Sinimcring. Richter, Kirmba (2) und Solil Mfer) für Hertha. Die Simmeringer waren zweimal in der Führung. Auch gegen den W. A. F. konnte der Agram-er Meister G r a d j a n s k i unentschieden spiel'n. Das Resultat war Z :3 (0:2). Der 233. A. F. hatte seinen Gegner stark unterschätzt. Gradjanski war bereits mit drei Treffern, die sämtliche Granec zum Erzeuger hatten, in der Führung, bevor sich die Hütteldorfcr aufrasften. Dann stellten sie durch Horreys (2) und Schob in ger das Spiel ein. — Dor diesem Treffen fertigt der Sportklub die Adrnira in einem Freundschaftsspiel 4:0 (2:0) ab. Die Meisterschaftsspiele der zweiten Klasse « gaben folgende Resultate: Ostmark—Do Naustadt 3:0 (1:0), Germania-Sportfreunde 6:0 (2 :0). R d Star gegen Nußdorf 2:2 (1:1), Cr'ck.'t—Ottakring 3:0 (0:0). Slovan—Baumgarten 2:0 (0:0), Sturm—Bewcgungsspieler 2:0 (0:0), Ober-St. Veit—Rennweg 2:0 (0:0), Stand der Meisterschaft. Mannjchast J Cß LZ für Tore § G M »§ NL gegen ts Hakoah. . .8 5 2 1 17 s 19 Amateure . . 7 4 1 2 17 - 9 Rapid ...? 3 -■ 3 ' l. 18 ' 11 9 RudolfsbSgcl 8 * 8 3 2 15 ' 14 9 W. A. F.. . 6 8 V i 6 3 8 D. A.C. .8 2 4 2 10 11 8 NorwSdorf . 6 5 3 1 14 8 7 Hertha ... 8 1 5 2 16 18 7 Macker... 8 i 4 8 ä 14 ' 6 Brenna. . .? l 3 3 6 11 5 Simmenng . 6 2 — l 8 - 18 ' 4 Admrra . - 7 1 2 4 13 20 4 Sportklub . 6 1 2 3 9 16 4 Rapid 1:1 (l:OY. DaS Meisterschaftsspiel Hakoah gegen Rapid wurde zu einer sportlichen Sensation ersten Ranges. Nahezu 2P 000 Der König der Schn^rer.^ Von ' Israel ZMgwitt * ■ (4. Fortsetzung.) Er hatte nicht die Absicht, ihm ru folgert^ sah aber n'cht ein, warum er aus An-st vor dem Sch orrec einen anderen Weg einfchlagen sollte,, umsomehr, als Manasse sich nicht umschawe. Mittlerweile war er sich des Sackes, den er m der Hand trug, wieder bewußt geworden, hatte aber kein Herz, den Spaß for'zusttzen. Das Gewissen schlug ihm und so griff er lieber in die Tasche, während er über den engen, lärmenden Marktplatz schritt, wo er für sich persönlich selten etwas anderes kaufte als Fische oder gute Taten. In beiden war er ein Kenner. An diesem Tage kaufte er sich manche billige gute Tat, indem er ein Paar Pfennige für Artikel bezahlte, die er nicht mitnahm Sch".hriemcm und Stockoander,. Gerstenzucker und Butterkuchen. * Plötzlich erblickte er durch einen Spalt in einer undurchsichtigen Masse menschlicher Wesen e'neu kleinen, anziehenden Lachs, der auf der Platte eines Fischhändlers lag. Sein ^Auge glänzte, das Wasser lief ihm im Munde zusammen. Nasch drängte er sich zu dem Verkäufer durch, dessen Auge ebenfalls aufglänzte und dessen Hand mit ehrerbietigem Gruß an den Hut fuhr. „Guten Tag, Jonathan/' sagte Grobstock jovial, „ich. nehme diersen Lachs hier — wieviel kostet er?" „Verzeihung, ich stehe gerade im Handel um ihn " sprach eine Stimme in der Menge. Grobstock wandte sich um; «S war die Stimme; , , lw :r:i: »rifchhömdtz I . .\.j. Wißt, Ustß ich mir nHbi nie! Zuschauer hatten sich in Floridsdorf eingefvnden, um Zeugen . dieses Kanrpfes zu sein. Die Veranstaltung' brachte der yh b-> tejfr ein. Die- Vfannsckraft lieferte dem Meister ein unentschiedenes Treffen, das Spiel nahm trotz der kolossalen' Aufopferung beider Gegner einen klaglosen Verlauf und auch die Disziplin der ungeheuren Zufchauermasscn ließ nichts'zu wünschen übrig. ' ' Das Spiel selbst hielt in sportlicher Hinsicht nur irr 8er ersten. Hälfte, was man von ihm erwartet hatte. Nach der Pause fiel die Hakoah-Mannschaft stark ab und lieferte nur mehr ein .lttickzugsgefeckit. Bei aller Anerkennung, die man der HakoahSlf für ihr aufopferungsvolles Spiel zollen muß,, ist eS doch notwendig, festzustellen, daß dre Mannschaft noch : manches zu lernen hat. Vor allem geht ihr die Harte ab. die! unbedingt notwendig ist, um gegen ein-Team "von der Quali- ' tät'RapidS triumpbreren zu können. Gegen die körperlich über-! legenen Hütteldcrfer muhten: dte Hakoahncr non vornber^m im Nachteil sein. Leute, wie Dietrich, Brandstätter, Umdil, Kuthan.usrv., sind um 80 und mehr Kilogramm schwerer alS ein Großteil der Hakoah-Spieler. Und die Rapid-Leüte verstehen cS, allerdings ohne derb zu werden, von ihrem KLcverßcwicht Gebrauch qu machen. Naturgemäß hatten die erprobten Kämpen RapidS auch die größere Routine für sich. 3« der ersten Spielhälfte konnten die Hakoahner die angeführten Vorzüge der Gegner durch /doppelten Arbeitseifer, größere Schnelligkeit und gewisse technische Ueberlegcnbeit wettmachen, zeitweise in einem Maße, daß. sie. sogar überlegen < waren, aber nach der Pause kam der Nrederbruch, -er durch Verletzungen SlutzkyS und Grünfelds nur. zum Teil feine Erklärung findest Trotzdem entspricht das unentschiedene Resultat dem Spielverlauf. Bei etwas Glück hätte auch Hakoah gewinnen können, ebenso vergab Rapid emige günstige Gelegenheiten. Wenn früher von einem Niederbruch der Hakoab- Mannschaft gesprochen wurde, so bezog sich das. nur auf bte Stürmerreihe. In diesem Mannschaftsteil trat geringe Wettspielerfahrung einiger Spieler kraß zutage. Der einzige - Gansl, der eine gleichmäßig gute Leistung bost Vor der Panse könnten stah. Slutzky und Grünwald, befriedigen. In der : zweiten Spielhälfte zog' sich Slutzky eine schmerzhafte Tiett < lehung zu. so daß er nicht mehr recht mittun konnte. Dadurch wurde auch Katz stark in Mitleidenschaft gezogen. Grünwald arbeitete jetzt völlig kopflos. Häusler ist derzeit! total außer Form. Ausgezeichnete Arbeit während des gan wn! Spieles leistete die gesamte Halvxeihe. In erster Linie, | müssen Grünfeld und Molnar erwähnt werden, aber auch Kahn stand ihnen nur wenig nach. Grünfeld war bis zu feiner ungefähr eine Viertelstunde vor Schluß erlittenen Verletzung vielleicht der beste Mann im Felde. Molnar hielt den gefürchteten Flügel Umdil-Wondrak vollkommen in Schuch.!'In der Verteidigung brillierte diesmal Trümer durch glänzen-, j den Start und gutes' Stoßvermögen. Schwächet als sonst war i Scheuer; er konnte selten zu seiner gewöhnlichen. Form auflaufen. Halpern hatte bei dem Treffer, den er erhielt. Pech. Bel besserer Placierung — er stand einen Schritt vor der Torlinie —hätte er ihn verertekn können. ' Die Rapid-Mannschaft hatte einen guten Tag. Besonders stacken Küthan. Wöndrak,'« Brandstätter, Dietrich und Nietsche hervor. Einmal in Schwung, führte.der Angriff der Grünen in her ersten, Viertelstunde nach der Pause ein prächtiges Kombinationsspiel poL ' DaS von Schiedsrichter Retschurh objektiv geleitete Wettr sieht die Hokoah sofort im Angriff. Zwei Korner sind. Ausbeute. Dann wird das Spiel offen. Prächtige Angriffe werden durch 5katz eingeleitet. Katz.und Häusler geben je einen präzisen Eckstoß zur Mitte, doch beide Male rettet' Dietrich hervorragend. Gegenangriffe RapidS werden, von per Hakoah-Verleidrgung zurückgewicsen. In der 30. Minute überspielt Gansl-zwei Gegner und gibt unerwartet einen Schuß auf das .Tor ab. Der Voll passiert unter dem sich hin« werfenden Kraupar die Torlinie. Weitere günstige Gelegenheiten werden von Grüntvald und Häusler vergehen. Nach der Pause steht das Spiel ganz rm Zeichen der Neberleaenbeit RapidS. Der restlosen Verieidigungsarbeit der - Hintermannschaft und Deckung Haküahs gelingt es, die Angriffe zurückzuwerfen. In der 15. - Minute verschuldet Scheuer einen Freistoß, der von Wondrak scharf eingeschossen wird. Halpern wehrt unrein ab, so daß der mit aller Wucht anspringende Uridil den Ball ins Netz drücken kann. In der Folge wird das Spiel zeitweise wieder offen—7 einmal kann Kraupar nur mit Glück einen' P§llehschuß Slutzkys-abwebren — aber dir Verletzung der beiden oberwähnten Spieler bringt eS mit sich, daß die Hnkoahner bis -zum Schlüsse Mühe haben, das Resultat zu holten.' A. B. geben könnt. Es ist der nn'ige/den'ich noch übrig habe," fügte er, zu Grobstock gewendet, hinzu. „Ich könnte ihn un'er zwei Guineen-nicht cher'geüen!" „Hier ist euer Geld." schrie Manasse mit leidenschaftlicher, Verachtung und zwei Goldmünzen. klirrten melodisch auf der Platte auf. , In der Menge entstand.Sensation, in Grobstocks -Prüft '-eg s: sich Er'^a->neu.'Empörung und Bi'terkeit. .Einen Augenblick war er sprachlos. Sein. Gesicht färbte .sich purpurrot und die Schuppen des Lachses leuchteten wie.eine himmlisch" Vision, die ihm -durch seine eigene .Dummheit entschiva.ld. ' ■ „Ich nehme den Lach^. Jonathan," wiederholte er sto t-er id. ..D ei G i :c n." „Verzeiht,, es ist zu spät," wiederholte Manasse, „Hier ist leine Auktion." ltnb er packte den Fisch beim Schwanz. > . Grobftock,. so gereizt, .daß ihn beinahe der Schlag getrof'e'i hätte, f-.'hr auf ihn loö. - „Wa-j, ihr," schrie er, „ihr Lump, wie dürft ihr es wa^en, Lachs zu kau'an?" „Ihr seid selbst ein -Lurup," eptgezue^e Manasse. „Wo l: - Fjr, Pa) ich ei en-Lach) -sie h le n ioll?" „Ihr habt mein Geld gestohlen.' Schüft, Schurke!" „Mörder, Blutvergi-eßer! Habt ihr mir nicht däs> Geld als e'ne frei villiz-e Gabe für das Seelenheil eures. Weites gegeben? Vor allen diesen Zeugen fordere ich euch auf, zu gestehen, das; ihr ein Verleumder seid." „So? Ein Verleumder? Ich wi"de-hole, ihr seid ein Vet-rüger und ein Schuft. Ihr, ein B-Lttlermit Weib und Kindern, wie kößnt ihr die Stirn haben, yingugehen und zrr-ei Guineen, zwei ganze Guineen, alles, was ihr in der Welt besitzt, für einen bloßen LnruSaegenstand wie Lachs hinzng'ben?" 16. November 1920 9tu. 660 Wochenprograrnm des Sportklub Hakoach. (Eüchrlnt jeden Dienstag.) syrchbaLsekrtion : DonneiStag Training der ersten und zweitcn Marmichaft, nachher Spielcrverfammlung. Schwimmsektion: Training >m Beaüixbid: Damen: Dirns ag von 6 bis'/-8 Uhr abends. Herren: DimSiag von Va8 b-.s ü Uhr ab.nds. ^oLeqseksion: Training auf dem Hakoah-Platz. Le^lglthselikseklio«; Training Montag und ,Donnerstag ab 7 llbr un Erst n Jüdi'cheu Tnninelein. IX-, Liä'tcnsteinäch.ue 10. Sonntag, vorm'-twgs. 10 Uhr. Querftid'inlauf un Praier. T' cffpnnkl l0 Uhr vorm tlags Cas^ Konstanlinliügcl. Schrverathletiksesttio»: Train ug Montag, Dienstag, DonnelStaa nnd Frcstaa von 7 b>s 9 Uhr abends im Trnnsaal der Knabenvvttsschnle,-1., Bvisegasse 5. s^echtsektivnTraining im ^eckssaal der Neure Jehuda, IX., ©cnmtngaffc lo, und Uv-ir: Monrag, DonperSlag und Tams'ag für Damm von 6' bis 7 Uvr abends, für'Herren (Anlänger von 7 bis h Uhr abends, Herren ^Vorgeschrittene) von 8 bis 0 Uhr abends. ' " ■> » . KulLurabtelluKg r Chor: Nackdnn iür Anfang drS vächstcn Jahres ein Orchesicrlonz r« nnt Chor guckant ist. ergeht an alle stimmbegal-ten Mckstieder der Halvak der Aufruf, dem Gcsangschor l'elzutmeu. Anmeldungen lm Selrciariar. ' Orchester: Nächste P'obe. Donnerstag den 18. d. M.,. präzise 7 Ukr abmds, im Slrauß- und Lanne;-Saale des Konzcith.ruses. Mandoltrrestvrchestcr' Nächste Probe Mittwoch-den 17. d. M-, dr-'z-si' 7 Uhr un Kluirhnm. Sitzrmgsplan: KlublL;t".ng: Heu Drcnstag,. wichtige Klubleitungs- Sitznn'um 7 U:^r >m Kklbbcun. SchmimMfektisn: Donne'Ztag. 7-Uhr abmhs, wicktigr Vossver!"mnnlnng wrg-'n Win'eltmn'ina im Jö:gerbad im KW« . hcun, Cafö Iudustri^Uce. I.. Konto di iplatz.4. Mttndolsnenorchestcr: M ttwoch dm 17. d. M. Präsise ,/97 Uhr Lertuvgssitzung um Klubheim, präzise S Uhr Vollve-sammlung. Orchester: Donn^S ag dm 18.-d. M.. prunfe 6 Uhr, Ler nnMhrmg im?trauß-l und Lann'r-Saale des Konzert- ' Hauses,-präzise '/-9 Uhr Vollvcr'ammlrmg. ' .' '' Iu.^nea »'chlug gestem die Svorivereinrmma lacholisch» r mt'^er HochlchMer 8: *2. Wir werden über das Wettspiel'noch benchtrn. . / Vo» uttgarrschen Terrorlsten mißhandelt. r Zu . dem m unserer Nummer 647 unter gleichem Titel veröffcnllichtm VerbandlrmgShcricht schreibt uns Herr Ncchisanwalt Dr. H K a m S l e r, er habe als Vntreier der geklagten Firma den Ct-wbvuukk eingenomnrcn, Sch.ivrraS Berhostung sei entweder dcthalb erfolgt, wc>l. er Kommun-st ist, oder sie 'sei aus. Nissenan'i'cmit'smus zürückmilihrrn. Im erstercu Falle könne die virma -nicht zur Verantwortung ge-ogen werden, da sie siir di« Gchnnmrgen ibrer Angestellten nicht hatte, im lrtzieren Falle liege ddS alleinige Verschulden der ung« rischen N e g i e r u n g vor, welche Schapira für b.ic un- : gerecht >rt gte Beihaslung schadlos halten müsse. ' %. Totssichlch hat .sich auch Herr 'S ch a v i r a an die polni'che G ckandt'chaft gewandt, die an die ungarische Regierung w:ge- Entschädigung cncrgrich hcrantrat. - Die Verhandlung vor dem Landesgericht wurde im Sinne -dieser Ausführungen vcrtaat> da das Gmcht von der Bndapester S'aa'sanivaltschask' dcu Akt Schop ra requiriert, um klarzusxhen^ w'shalb He'r Scl'avirr eigentbch vnbattet wurde. „Wenn ich mir einen Lachs nicht kaufe, wennich zwei Guineen habe, wann soll ich mir da einen - kaufen?" antlvörtede er ruhige „Ihrhabt recht, es' ist ein Luxus. seljr -teuer^ nur bei seltensn Gelegenheiten^ ttvie es diese ist, können meine Mittel so. etwas erschwingen." ' 1 ' Irr dem Verweise lag ein würdevolles Pathos, das den Magnaten besänftigte. Er fühlte, daß der Vetter von seinem S'andpuNkt aus recht hatte, ob- - ttvohl es e'.n Standpunkt war, zu dem er sich -ohne Hilfe nie hätke ewporschwingen können. Af'er noch immer lochte pe-ech'er Zorn in ihm. Er fühlte unbestimmt, daß sich eine Antwort geben ließ, atzar er fühlte auch, baßsie, selbst wenn er wüßte, worin sie bestünde, herabgeftiinmt werden müßte,- um Manasses Einrede zu entsprechen.'Da er die passende schneidige Antwort nicht fand, schwieg er". - - „Im Namen meines, Weibes ersuche ich e^ch, meinen guten Namen reinzuwaschen, den ihr.in Gegend wart ei:eeZ Händlers - beschmutzt habt," fuhr Manasse fort, indem er den Lachs beim Schwänze hin- und herschwnng. „Zum zweiten Malefordere ich euch nun auf, vor diesen -Zeugen zu gestehen, daß ihr mir selbst das Geld al^ Attnosen gabt. Leugnet ihr es?" . ' „Nein, ich -leugne es nicht," murinelte Grobst-ock. Er konnte gar nicht verstehen, warum er sich selbst wie ein geprügelter Hund vorkam,' und warum das, was eine Prahlerei gewesen wäre, in ein« Entschulde -gung vor einem Bcttler verwandelt worden war. „Im Namen meines Weibes danke ich euch," sagte Manasse. „Sie ißt Lachs sehr gern nnd bäckt ihn vortrefflich- Nun aber will ich euch, da ihr füt euren Sack keine weitere Verwendung habt, von seiner Last | befreien, indem ich meinen Lach? darin nach HarUe 'rage " "i} - (SuUi.eöuflü