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Wiener Morgenzeitung · 1920-11-13 · Heft 648 (13.11.1920) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 648 (13.11.1920)
Date
1920-11-13
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Seite £ ÄKtti, Vamsrag Wiener Morgen,-»etLrrrrg /13. November 1920 Nr.'648 Hkypfiehlt ihren Mitgliedern, im Hinblick auf die heutige Situation ^ltcht zu« Streik »u greifen. Austritte aus der ungarische« Regierungspartei. V«daPE, 12. November. Den Blättern zufolge haben Me Abgeordneten Pallavieint, Elemer tzufzar. Czettler und B ally ihren Austritt aus der Regieruuaspartei angemeldet, weil fie gegen die Natifizierungr Vorlage Ammen wollen. Aus demselben Grund t” feien noch weitere Austritte zu gewärtigen. LtaatslanÄsreißn ß8r dir iüdifchs KölsnisLLion iq Palästina. London, w. November. lJewish Corr.Dur.) Aussige einer Mitteilung des Dr. Weidmann auf einer zionistischen Versammlung steht die Uebergabe «'«erMillionDunamBodens seitens der Negierung für jüdische Kolonisations- Zwecke «mmttettrsr bevor. Die Urbarmachung des Bodens soll ungefähr 3 Millionen Pfund Losten nnd bei genügend vorrätigen Kapitalien würde die Regierung bereit sein, noch etwa z w % i Millionen Sun am Bodens der jüdischen Kolonisation zur Verfügung zu stellen. Prof. 2Veitzmann führte weiters aus, daß bei diesen Arbeiten wie auch bei denen der Irrigation und Wasserversorgung und beim Häuserbau schon im ersten Jahre 30,000 Juden Beschäftigung finden können. Tagesbericht. Der Geburtstag der Republik. Die Feier der Wehrmacht. Die Wehrmacht der Wrenrr Garnison beging de« IahreS« tag der Ptoklamierung der Republik Oesinreich durch eine Ber« fatnmluHg jq der Volkshallt des Rathauses. Vom Mst'elturm Webte die rot-rvttß-rote Fahne der Republik, von dm Seiten« türmen Fahnen in dm Farben der Stadt Wien. Bon 9 bis VttO Uhr marschierten aus allen Kasernen der Stadt die Mehr* Männer rn Reih und Glied unter Hörnerklang avf. Die Mehrzahl -er Wehrmanner hatte drr rote Nelke an der Bluse oder am Mützenschild. Die einzelnen Abteilungen brachten ihre alten roten Volkswrhrfahnen mit. Auch zwei Musikkapellen kamen mit den . Wehrmännern. Die BoUSballe war alsbald vberssillt und Abteilungen drr Äöehrmänner mußten auf dem Ratbausplatz bleiben. Be» der Rednertribüne wurden die roten Fahnen ausgestellt und drr frühere Staatssekretär für Heerwesen. Dr. Julius Deutsch, hielt die Festrede, von stürmischem Verfall der Wrhrmänner begrüßt. Er führte aus. es sei wohl die demokratische Republik erreicht worden, sie »st aber der Bodm, auf dem der Kampf um die soziale Republik gebühr t-werden müsse. Dir Reaktion lauere im Hintergründe. DaS größte Unglück eine- Landes fei der Terror, «ag er nun der .w e i ß «- oder »rot«-Terror fein. Ungarns« dnrch die unglückl.chen Tage deS »roten" Terrors hindurchgegangrn und in die Hölle deS .weißen" Terrors gelangt. Wo ist jetzt in Ungarn die Macht, dre dem MilltariSmuS grbicket?! Aber auch mit de« «Ueberfluß* stehe es in Ungam schlecht. Redner fragt, ob eS irgendjemandem seit drr Regierung der Christi,chsozialm um ein Iota besser gehe. Man müsse Kuns ch a! immer wieder fragen, wo daS ungarrsche Getrnde, dre ungarischen Erdäpfel die,den. Run sei rS die Taktik, der Bevölkerung vielleicht z« versichern, daß es bester werde, wenn wieder dre H a b s b n r g e r zur Macht kommen; aber solange ein Arbeiter fe:ne Hand rege», solange ein Wehr mann seine Waffen führen kann, solange werde die Wiedereinsetzung der Habsburger unmöglich sein. (Beifall.) Die Wehrmacht dürfe vtcht abgebaut werden. Viel wichtiger ftt es, daß die Ententemffnonen.unter Land nicht derart belasten. Wir haben den Fnedcnkvertrog Punkt für Punkt erfüllt und trotzdem befallen sich die Ententemrsstonm damit, in den Kasernen nack-uschuum. ob nicht irgendwo ein überzähliges Gewehr sei. ES müste verlangt werden, daß endlich dieEntente- Missionen Oesterreich verlassen. Durch Geburt und Beziehungen stehen f t\ d e r Reaktion «he. Die Feier der ReprrbttL in der Provinz. Graz, 12. November. Anläßlich des zw.ite« Jahrestages der Errichtung der Rrvublik Oesterreich fand heute auf dem Jahn» Turnplätze eine Ausrückung der neuen Wehrmacht statt. Um 10 Uhr vormittags hielt der steiermackrfche LandeSrat 'ine Festsitzung ab. . Dre öffentlichen «nd privaten Gebäude der Stadt waren uj£ Anlast des Nationalfeiertages beflaggt. Salzburg, 12. November. Anläßlich deS Nationalfeiertages fand im Kurhaus eine zahlreich besuchte Festversammlung statt. Auch nr den größeren Prov ntorren fanden F^stoersammlungcn statt. Abends wwLr >m Stadtihearer als Festvorstcllung MichaelrS' .RenolunonShochzeir" aufgefichrt. Der Diebstahl m dem englischen Gesandten Sir Hsraee Rumbold. Wir berichtet, wurre m der Nacht zum 10. d. M. das Gepäck des englischen Grsandten m Konstantiiioprl Sir Horacr R u m b o l d aevlünl-ert. Srr Horace Ruurbold war auf der Durchreise von Warschau auf seinen Konstan'inoprler Posten und war rm Salonwagen über Luridenburg im Nordbahnhof angekommen. An den Salonwagen war der Gepäckm-gen angchängt Am Na l'mittag des 10. r. M. -1"iqr t . Südbahnhof tte Ättuimalbramtcn > w r r, <x ifnö W ii l l r r in Crckahrvus, av htm Gepäckwagen des Diplomaten rme Mittciln»sen ans dem Publikum. Sclsa Schreier Otiynia Josef MM, cand. med. Lucra« Verlobte - Wien, im November 1920, m? Am 17. d. M, findet um 3 IJhr nachm, ln» SeHcflstetienfcjnpel die VEUMÄHLUNG des . Frl. Fanny Pachtmann Tochter de« Herrn Dr. MORITZ PACHTMANN mit Herrn med. Moses Teicher \ statt. SILLANTEN. Perlen, Gold, Silber, Platinu. Uhren kauft und verkauft 776 ETTER Rotentnrnsstr. 33, BHarlahllferstr, 93 maschinell — orfiDte Billigste Preise 157 Leopold Steinhart Wien, I., Biberstr. 9 Ta!©phon Nr, 4073/V|ll Kultusu« Justfztalare 2j 5SMas'.0,ffi Sp«»ia|i»tea Rudolf Goldstela, Schneidermeister, Wien, U., Tabor* »traue bt. Gegründet 1666, Telephon 46619. 781 Plombe fehle. Sie sahen den Waggon genauer an und stellten fest, daß von den dann enthaltenen Gepäcksstücken zweiRohrplatten-' ein Btrchkoffer, drei Korbe und eine ftiftt erbrochen waren und — nach den zerstreut herumliegende^ Sachen zu schließen — zum Teile b raubt waren. Sie verstand gten die Pplizeunfpekiion Süd« dghnbof und der Leiter Pvlrzerrat Psenieka stellte fest, daß von den drei am Waggon angebrachten Plomben dre eiyr, an der Stirnseite des Waggons besindlrche abgerissen war« Aus den Gepäckstücken fehlten, wie der chtet. Wasche, Kostüme und Schuhe im Werte von einer halben Million Kronen. Auch fünf Flaichen Wein hatten die Diebe ent» wendet und ihn aus der Stelle' ausgelrunken. Dabei muß einem der Täter, nach dm Spuren zu schließen,' Übel geworden sein. Wre festgestellt wurde, hat der Waggon am 10. d. M. um Vr^-llhr früh den Matzlemsdorfer Frachtenbahnhof passtert und ist nm 8 Uhr 10 Min* mt Südbahnhof angckommen. wo er aus dem sogenannten Postgelersr im Anfang der Halle stehen blieb- Schon dieser Umstand läßt darauf schließen, daß wegen drr regen Frequenz an drr Stelle die Beraubung nicht 'm Südbahnhof vorgenommen worden sein kann. Die Diebe hatten die Fenster der beraubten Wagenabteilung mit Gepäckstücken verdeckt. Ern abgebrannter Kerzenstumpf, der im Waggon gesunden wurde, läßt anncbmen, daß die Beraubung schon nachts, offenbar auf drr Fahrt oder während drr Bcrschicbung, vorgenommen worden ist, als daS Geräusch d:S Rollens der Rüper den Lärm des Erbrechens der Koffer übertönte. Bet Ankunft des ZugeS rm Rordbahnhos war die Plombe noch unverletzt. ES tst rast, -nit S cherheil anzunehmen, daß das Geväck nur nachtwährend des wredrrhvltcn BerschirbmS rm Rord- »drr Derbindungsbahnhof auSgeplündert worden ist. Der falsche Graf Sternberg. Verhaftung eine» Hochstaplers. Aus Berlin ist dieser Tage ein Mann verschwunden, ' der dort allerlei verdächtige Geschäfte im grötzten Maßstabe gemacht hat. Nach Zeitungsberichten soll er sich in Transaktionen eingelassen haben, die an die hundert Millionen Mark heranreichen. Er trat in Berlin unter dem Namen eines ^Grafen Sternberg" auf und wußte sich den Schein einer geheimnisvollen Persönlichkeit zu geben. Man erzählte von ihm, daß er bisweilen das Bild der Kaiserin Elisabeth ander Tasche zog inbrünstig küßte' und dabei ^Mutter!" ausrief. Der Hochstapler ist auS Berlin verschwunden und kS wurde festgeilellt, daß er mit einem Manne identisch ist, der auch unter dem Namen eines Dr. Kornfeld aufgetreten ist, daß er bereitvorbestraft ist und daß ein Gefängniskollege vor seiner letzten Strafe bei ihm die Nolle eines Kammerdieners spielte. Bon seiner Flucht wurden die internationalen Behörden in Kenntnis gesetzt. Der angebliche I)r. jur. Kornfeld wurde am 12. d. M. bön Kriminalbeamten im Hotel Bristol verhaftet und dem Sicherheitsbureau überstellt. Er hat seit einigen Tagen unter dem Namen ,Dr. Kornfeld" im Hotel gewohikt und blieb in der Verwghrungshaft des Sicherbeitsbureaus. In Wahrheit ist er von Beruf Buchhalter. Er hat in. Prag, in Neichenberg, in Olmütz und in Graz sowie auch in Berlin groß angelegte Betrügereien verübt und hat wiederholt schwere Kerkerstrafen verbüßt. Einmal saß er fünf, ein anderes Mal sechs Jahre im schweren K.rker. Bei seiner Verhaftung hatte er autz^ kostbarem Brillantenschmuck einen Betrag von ungefähr 10&.000 Kronen in österreichischer und Markwährung. Er behauptet, in Berliner Banken derzeit Depots ist der Höbe von siebzig Millionen zu haben; das Geld will er im Lause des letzten Jahreverdient haben. __ * Eine lnisgehvbene Amnestie. Da? rin«TN'iscki' AmtSlila't ciilb lt f .n ■®ro!biüma kur R eunisi. l -nt w Iri'er bie fein r eit vom ni'teo der e.la 'enc A m n e st i, k ü r D i s z i v! i n v e r f c!' l u n q e n d c i © o b baten für auf chobeu eifläit mi t). Jur 5mm* öuiev neuen oaoibiur.p ist da) Bei fahr:» ut all-'n jeueu o..U;n, in 10 lu.cn fcineijeit die lint r uefjunnu! ctnnc‘!‘!lt ten-ben, wieocrau'- i u n t b ut c n mir» >u ieneu ^.'iüeu, :a ötnei u '.tbaiu)t teilt Bersabrcn emqeleitkt worden war, eiq syscheS sofort in Anglist zu nebmen. Laut dieser Verordnung künnen durch die damalige Amnestie nlasfene Stiafen nunmehr vol^oge« werden.! * Die Preise schnellen in die Höheck Es tzngebt kein Tag, wo nicht die einen oder anderm Lebensmiktrl vül dkv Preisen in brr Höbe' getrieben werden. So wird beute in den Delikatestengeschäflen Butter um K J?72 per KslogWinm verkauft. Ein Gans-Junges, bestehend auS Kopf mit HalS, Magen, zwei Seitenststgeln qnd den zwei Bechen (Fitven), «stierte heute „nur" * Kurse des gridischrn Frauenbundes fzionisiische Sektion)» IX., Liechlensteinsiraße 11, Tür 18', Die Knrfe weiden ab 1^. d. M. in der bisherigen' Reihenfolge, jedoch sialt .um 8 Uhr um 7 Uhr abends, abgehalten werden. D t e n s f a g den 14. d. M.. 7 Uhr abends. Bibelvorliag in drutschrr SvrachS (Esther Ravpavort-Mie>es). M i t t w o ch den lb. d. M-» 7 Üdk abends, Hebt ätsch für Anfänger 'Dr, Anna Kluger^ Donnerstag den 16. d. M., 7 sthr abends. Jüdische Gefchlchst (Aion Schwertsinger). SamStag den 1h. d. M., 7 Ubr abends. Hebräisch fsir Anfänger. Mindesibeltrag X 10 ikihrlich. * Abendkurs« zur Vervollkommnung in der hebrstischen Sprache (Grammatik, St'lübungen,' Bibel, Talmud, moderne Literatur) veranstaltet der Hebräische Klub im Taborstraße 1, unter Le'tnnfl der Herren Aueibach, Dr. Goldstetn, Dr. Kaminka, Kästenba'um uns Mesen. Beginn Dimslaa den 18. d. M. Emschreibgebühr X 10. Kursbeikraa, X 10 pro Stunde monailich. Einschreibungen heule nach dem Vorlchge und mi Lokal. II., Tadorstraße 20 a, jeden Abend. Dienstag »>rd das gknaue Programm brkanntgegchen, ' - s» H«brLische, Klub. tt . Taborstraße 1, Mezzantch' V«8 Ubr: Bortiag des Herrn Z. D; e s e n d r « ck über und SntisikiunA". i ' WohltLtlgkeitsschwlndler. Erst kürzlich ist in den Zeitungen eme Warnung erschienen, in der milgeieilt wurde, daß Betrüger bekannte Wobtiäter in der Wecke brandschatzen, daß der eine Leute aus vermögenden Kreisen telephonisch anf-ufs, sich den' Ramen eines besonnten oder betühmlen Mannes beckegt und den Angetufenen ans das >grenzrnlose Elend eines Mannes aufmerksam macht, den «r pletch hinfchlckcn werde, damit ihm geholfen werde. Die Empfehlung geschah immer mtt solcher Sicherheit, daß der Anaerufene überMgt war, mit dem betreffenden bekannten Manne gefvrochen zu haben, und n der N gel geichmeichelt wir. ihm einen Liebesdienst envenen zu kännm. Kam dann der Bittsteller, fo erhielt er m der Regel beträchtliche Summen. .Hinlet der stellte sich dann hei au?, daß der ganze Borganq rin Schwindel war. . Am 0. d. M. wollte nun ein simger Mann. nach der Introduktion mit dem televhoni chen Äusruf, bei dem Kaufmann Julius F l e i f ch m tunt, IX., Sechsschimmel* gaffe 8, derart ans Grund der angeblichen Empfehlung eines bekannlc« Wiener SchnflstellerS einen Betrag von X too rn'llocken. Er wurde aber angehalten und als Gauner entlarvt. Er ist der Ävjäbrige HilfSarbeuer Eugen S a p h i t r. Der Bmfche hat nicht auf eigene Faust gebandelt. Sein Lebimeister »ms Teilhaber war ein alter Rout>n>er. der oftmals wegen Betiklschwindels abgestrafte und für beständig aus Wien abgefchaüte ^Yjähriae Hilfsarbeiter Mo itz K o b n, der beim Televhon die Rolle der ^Persönlichkeit" gesvielt hat. Auch er wurde verhaffet. — In der aeschildertrn Art haben die beiden Gauner eine große Zahl von Personen geschädigt. Sie wurden am 11. d. M. dem Landesgericht Wien 1 eingelietert. * Eva» Grab. Da8 von allen MoSkems hochverehrte Grab unterer Skammutler ist die bemeikensweiteste her Sehens- Würdigkeiten von D s ch t d d a, der Mekka gegenübeiliegeiiden arabischen Hafenstadt. ES liegt in einem kleinen Fliedbos außerhalb der Stadtmauer. DaS erste. waS dem Etntretenden inS Auge fällt, ist eine Kuppel, die eine kleine, ein'-n Grabstein mnschließende Kammer übeiwölbt. Unter diesem S:eiU wutde nach der Ueberzeugung der Gläubigen Evas Haupt beige'etzk. Zu beiden Setten deS Steines läuft in einer Länge vo» 60 Metern eine Mauer, zu einer anderen Kuppel, did einen Zweiten Raum überdeckt, m dem der Nabel EoaS rnhen soll. Diese Mauer setzt sich dann noch »eitere 80 Meier b>s zu einer zweiten Friedhofspfoite fort, wo nach der ll**bctliefcrunfl die Füße Evas m emrm Gewölbe ruben. daS keme Kuppe! bat. Nach die ' naiven Vorstellung der Gläubigtil wü'de Mutter Eva die ^...tltiche Größe von annähernd tOO Meter Höhe gehabt haben. * Gin« Trauung auf der Demarkationslinie. Aus Debreczin wiid uns berichtet: Der Budapester Ingenieur Julius K o l a r s k i bat dieser Tage >n recht romantischer Weise die Eheschl eßung mit seiner,n Siebenbürgen wohnhaften Btant vornehmen müffen. Da keiner der Brautleute einen Pan zu erlangen vermochte, begaben sich beide zu den Grenipfahlm der DemorkationSlmle rm Bihar^r Komitat, .wo der Großwardeiner katboliiche Pfarrer die T'ammg volliog. Da mm f!e Braut durch diese Eheschließung die Staatsbürgerschaft des Mannes angenommen hatt-. konnten die Rumänen nichts dagegen einwenden, daß der Gatte seine angetrante Gatlin über die Grenzpfähle hinweg nach Budapest sühne. * Derhastung einer Dauknotenfakscherbande. Ans Berlin wird gemeldet: Hier wurde «ine aus ii Personen bestehende Danknotcn>ülsche>bandr verhaftet, die sich m>t der Herstellung grüner R rchsbanknotrn zu 60 Mark befaßte. Dre Bande haste fest September 1. I. für etwa eme halbe M llton Marl Banknoten in Süddeutfchland in Umlauf gefetzt. 800 000 Marl sind aus dem Berkehr gezogen worden, etwa 200.000 Mark sind noch im Umlauf. * Fäffer um eine halbe Million gestohlen. Am 2. v. M. «stattete der Faßhändler Felix Hirsch, IX., Licchtensternstraße 62 etabliert, die Anzeige, daß ihm im Lause der letzte« Tagt 87 neue Elchensäfser >m B?«te von X 60 .</00 eritweiivet worden jjfifit. Durch die Erhebungen deS SicherheitSbureauS wurde sestgestelli. daß neun der vom Diebstahl herrührenden Fässer von dem 2^ähr:gen Faßbrndeigehll'en Alors Lader. XX., Othmmgaffe 26 wohnhast, einem Faschändler m Margareten um K 18.2( 0 v rkanstEworden sind. Die Füsfer wurden dort auch beschlagnahmt und Sem Eigerrthümer e>u?ge olgt. La' er war fest dem Drrbstahl sisichng und wurde erst am 4 M. festgenommeu. als er eben im Begriffe war,, die Wohnung des GasiwirleS Johann Ratkowetz XX., Rasaelgaffe S, zu erbrechen. Er wurde am 11. d. M. dem Landcsger ch'e Wien t eingeliefert. * Diebstahl eines kostbaren Pelzes. Dem Jngrniem Ewald R o m st o r »elX.. Latarestgaffe '0 wohnhaft wurde gestern um Ubr ab ndS in einem Sladtcafä rm Stad pelz aus ichwarzem rauben Tuch mit Sealkragen und Innen mit Nerz und M»rinel in brauner Fmbe mit dunllen Läng streifen »nd Hi'schfnöpfen, rm Werte von ll 20i>.0.)0 gestohlen. Iu der Taf's'c deS Pelzes be'andert sich zwer Noten zu je ll l^.OO i und 10 No'en zu je ll iOOo. Auf die W'.ed rerlangimg des Pelt'8 ist eine Belobmmg von ll 10.000 und der Halste des zrislande gebrachten Bi'ttageS ausgesetzt. Täter isi rm iiinarfi seblnnkee, fllattraüerlcc Manu, dcr den Eindruck eines AriLtäriderS machte. * Der MnstkrschtUer als Pelzdied. Der S6jihrige Musiksehlil'r Matkv Fuch^anS Agtanr zug-'rerst. hat am 11 b. Pt. dem .siausmanu Michael Scheckiii oo ans Aar am. rer zm-eit im Horst P.stasi wo!,m, in einem KtsieehmiS m der!stmte ''n ^tadt einen Sr .dtp lz tur ^'«.e von '.i'.r.oo Ln.w.t/ee:. Drr P lz wn d' zirslackee g.br icht. Fneiis wurde vestzgstl^ am 12. d. M. dem Luudcsaertcht etnastrelerr. 74 2999

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