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Wiener Morgenzeitung · 1920-10-17 · Heft 622 (17.10.1920) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 622 (17.10.1920)
Date
1920-10-17
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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Äfc 62? M»«, Somitstz Viemee 9K#*§eetft«t*im£ 17. Oktober 1920 , SeÄe - Sport. Hakoahner und Hakoahnerinnen! Heute vormittags habe« sich sämtlich« Aakoahner und Hakoahnerinnea zur Wahlardeit -ei Herrn Dr. I. tz. Körner» U. Bez.» Muyergaffe 7, Tür7, zu melden. Unbedingtes Drlchemen Pflicht r HaLoah—Wacker 0:0. Die Hakoah müßte in ihrem gestrigen MLifterschaftlspiel einen Punkt aügeben. Die mit kolossaler Aufopferung spielenden Meidlinger konnten auf ihrem Platz, der jeden Gegner ein schweres Handicap auferlegt, den Kampf un-! entschieden halten. Wacker konnte heuer auf seinem Spielfeld noch Nicht kezwungetr werden. Die kleine« Ausmaße des HlacheS machen ein großangelegtes Kombinationsspiel unmöglich. Die Meidlinger betreiben ein wildes Durchbruchspiel, zu dem sich die Hakoah-Mannschaft gleichfalls verleiten ließ. Aast ständig wurde der Ball hoch in die Luft gewirbelt, anstatt ihn flach am Boden zu halten. In der ersten Spiel. Hälfte mußte man an. einen Sieg der HakocH glauben, die. bedeutend mehr im Angriff war. In dieser Zeit sah man von deü „Blauen" einige sehr schöne Aktionen; der Äacker- Tormann konnte nur mit Glück sein Gehäuse rein erhalten. Nach der Pause änderte sich das Bild. Die bergab spielenden Hacker-Leute waren mehr offensiv, ohne allerdings besonders gefährlich zu werden. Im allgemeinen entspricht das Resultat dem gegeigten Kräfteverhältnis. Schiedsrichter Schönerer (Rapid) war völlig objektiv, doch hätte er gegen das Äermätzig scharfe, wenn auch nicht rohe Spiel der Meid- Üpger energischer auftreten können. Hakoah hatte dis Hauptstütze an dem Berteidigungs- -trio Holpern, Scheuer, Trümer. Schwächer als sonst war die Deckung; insbesondere Grünfeld und Pollak hatten einen schwachen Tag. Der Angriff konnte nur vor der Aause befriedigen. Dar geringe Körpergewicht Grünwalds iwat gegen die robusten Meidlinger kraß zutage. Gans! würde von Resch glanzend gedeckt. Dieser war das Um und Auf der Wacker-Dtemnschofte Dieser 90 Kilogramm schwere Mittelläufer entwickelte eine erstaunliche Agilität. Sonst sind nach der - Tormann Feig! und der Verteidiger Freund lOend zu erwähnen. Im Angriff war Huber I am rechten Hügel der gefährlichste Mann. Neber dar 'Spiel selbst ist wenig zu berichten. Die Aakooh-Stürmer, die friiher in Schwung kamen, vergaben einige günstige Chancen. Einmal wurde der auf dem Boden $gettbe Feigl angeschossen. Mehrere Angriffe der Hakockhner wurden durch Fauls zum Stehen gebracht; der Schiedsrichter gab-aber keinen „Elfer". Nach der Paüfe hatten Skutzkh und Kah > glänzende Schnßgelegenhetetn/^tte sie aber nicht auönützen. konnten. Wiener wäre zumindestenZ ein Mstnetevftoß gegen Wacker zu diktieren gewesen. Wenige Mwruten vor Schluß kam es vor dein Hakoab°Tor zu einer äußerst kritischen Situation, aber Halpern formte, vom ^jlilck etwas begünstigt, den aus nächster Nähe getretenen KM abwohren. — 406V Zuschauer. A. B. M. T. K.—Hertha 2:2 (L.1). Obwohl der M. T. K. technisch und taktisch stark überlegen »er, tonnte er, nachdem et sich ttr de« heutige Spiel stchtlich schonte, keinen Sieg erringe». Hertha spielte ziemlich besangen. kam. aber gegen Schluß stark auf. In der 5. Minute erzielte der M. T. K. nach einem Paß OrthS au Karolyi durch letztere» die Führung. Ncuhold glich durch einen weiten Schuß aus. Der ungarische Tormann fing den Ball erst hinter der Linie. Nach der Pause konnte Karolyi schon in der 4.Mmute den Stand auf 2:1 bringen. Später ließen die Ungarn stark nach und Richter konnte in der 33. Minute neuerlich ansglrichrn. Schiedsrichter Albrecht. 4066 Zuschauer. Sportklub Hadoah. Das Klubheim wurde in das Cafs Industriellen, l^. Könkordiaplatz 4, verlegt, wohin sämtliche Zuschriften zu richte« sind. Das Sekretariat amtiert täglich von 5 bis 7 Uhr nachmittags. W. A. F.—Admira. DaS für gestern angekündigte Wettspiel W. A. F.-Ädmira findet erst heute auf dem Admira- Platz statt. Ein jüdischer Sportklub in Kaschau. Nach langen Bemühungen ist es gelungen, in Kaschau im Mai dieses Jahres einen jüdischen Sportklub Hakoah zu gründen, dessen Fußballmannschaft ihm in kurzer Zeit einen guten Ruf in der ganzen Ostslowakei verschaffte. Obzwar d.er Klub bisher Gastfreundschaft, auf einem fremden. Sportplatz genießt und die Gelegenheit zum. Training dadurch bedeutend beschränkt ist, gewann die Mannschaft bisher schon einige bemerkenswerte Siege,, von denen der gegen S. T. „Törokves" in Presow (4:2) und Presover Sportklub (3:2) die bedeutendsten waren. Insgesamt wurden 15 Wettspiele gespielt, von denen der jüdische S. C. „Hakoah" 6 gewann, 7 verlor und 2 unentschieden endeten. Die auswärtigen Spiele, besonders nach Presow, Mahalovec und Ungvar, hatten nicht nur vom rein sportlichen Gesichtspunkt eine; große Bedeutung, sondern auch als ein geeignetes Mittel zur Verbreitung des jüdischnationalen Gedankens. Die Leichtathletik uNd der Wasserspürt wurden Heuer schon betrieben und gegenwärtig ist die Turnsektion in Bildung begriffen. Gerade diese Sektion wird gewiß große Schwierigkeiten zu überwinden haben und es wird viel guter Wille und Ausdauer notwendig fein. .ES steht aber außer Zweifel, daß der jüdische Turngedanke in Kaschau bald festen Fuß fassen wird und daß auf dem Kreisturnen, welches für das Jahr 1921 geplant ist, Kaschau würdig vertreten sein wird. Die Hakoah in Kaschau steht heute schon auf fester Grundlage und es ist zu hoffen, daß sie in den Meisterschaftsspielen für die Oftflowatoi, welche gerade im Gange sind, eine günstige Placierung erzielen, wird. .' Gerichtssaal. Die falsche« Tausender. Dem großen Prozeß gegen 21 Angeklagte wegen Fälschung der Stempel auf de» Tausmdkronennoten.werden in der nächsten Zeit noch swei weitere folgen, * In der ersten Berhandlun«, die noch in diesem Monat stattfinden soll, wird sich der Händler Edelmann mit mehreren Mitschuldigen zu verantworten haben. Der zweite Prozeß wird im Monat November zur Durchführung gelangen. Damit wird das Verfahren gegen die weitverzweigte Bande von Fälschern beendet sein, deren verbrecherische Tätigkeit sogar eine Neuansgabe von Zehntousendkronennoten nötig gemacht hat. Den Vorsitz in beiden Verhandlungen wird Oberlandesgerichtsrat Dr. ÄochowauSky führen, die Änklage Staatsanwalt Dr. % t i e vertreten. Der Volkswirt. Eine Krone --- 2.15 Eenttmes Geld. Gestern notierte in Zürich: die österreichische Krone . . . . . 2.15 ( 220 am 16. Oktober) die österr. gestempelte Krone. . . 1.75 ( 1.76 am 15. Oktobers die tschechische Krone ...... 7.40 ( 7.65 am iö. OktobeH die Mark . . . ... .... 8,92V, ( 9.95 cm 15. Oktobers Agram ..... ....... —.— {—.— am 15« Oktobers Bukarest. 10.50 11.15 am 15. Oktsber)s Budapest. 1.65 ( 1.70 am 16, Üttebw Neue ungarische Ausfuhrverordnungen. Budapest, 16. Oktober, (llng. Tel.-Korr.-Bnr.) Ein^ Regiekungsverordnuna verbietet die A a S f v h r vo« mobilem Vermögen aller Art. Bloß Handgepäck, UebeTfttbtimfi$j gut, mit Ausnahme von Teppichen und Beträge biS zu K, 200® ungarisches Papiergeld, können ohne Bewilligung der Regier«»« auSgejührt werden. — Biß Z0. November 1980 können o h «t b es ober eBewrllignn g bei Entrichtung der Eworte gebühren und Uebetlassung der Exvortvaluta Wem. MostH Schaumwein und Trebern an sg« führt werden. Geld yy» sonstige Ware sind e i n f u h r f re i, mck Ausnahme der vvuj der Oesterreichrsch-ungarlschrn Bank rmittiertcn «nd von ungatH nicht überstempelten Note«. Ein- und Zweltronenuvten brs vl« Betrage von K 100 sind einfuhrfrei. Im Grenzverkehr zwuchr» Oesterreich und den Komitalen Wieselburg, Oedenbura, Elsens bürg und Sala kann die Bevölkerung für eigenen Bedarf em Handgepäck je ein Kilogramm Salz, Zucker, Petroleum und m)tt» seife einführen. _______ Die Amrvarrdlrrng des Ware«verkehrsb«eeanS ick eine Aktiengesellschaft. Der Verband österreichischer Porteure, der sämtliche legitimen Exportfirmen umfaßt, hat i«, einer jüngst strttgehabten Sitzung gegen die beabsichtigte Gründung einer Warenverkehrsbureau-Aktiengesellschaft SteÜMg genommen^ Der Berbandspräsident, Kammerrat R o b i t s ch e i,. berichtete, zunächst über eine Borsprache beim Staatssekretär H e i n l, toteiner Abordnung des Verbandes mitterlte, daß es nicht in seines Absicht lag. gegen den Wrllen der österreichischen Exportkaufmannschaft einer solchen Gründung zuzusiimmennndweitere Verhandlungen in Aussicht stellte. Der Verband sprach sich einmütig gegen die U m w ö n d l« « g sowie gegen jede Mitwirkung deS Staates aus, die nicht nur eine schwere Lenachterligung des heimischen ^porthandrlS, sonder« auch eine Schädigung »nsertt gesamten Volkswirtschaft bewirken müßte. ES wurde beschlösse«', alle maßgebenden Stellen Über diese Gefahren aufzüklären und mit allen zu Gebote stehenden Mittel» gegen eine solche mit VoMgsrechte» ausgestattete Export* tntV Jmportzentrale aufzntreten. — Auch der Verein der am jkolonial- Warenhandel beteiligten Firme» hat namens der durch ihn ver< tretene« Handelsgruppen an den StaaiLsekretär für Handel und, Gewerbe» Industrie »nd Bauten eine dringliche Eingabe gerecht^ in welcher gegen die geplante Umwandlung de8 Warenverkehr bureauS in eine Aktiengefellschast unter finanzieller Michilfe dM Staates entschieden Einspruch erhoben wird. s :;4 Sitz der Genrraldirebtiorr der Nordbahm tot Prag? Wie die „B » h e m i a" erfährt, wird die Ferdmands- Nordbahn den Sitz ihrer Genrraldirektlvn nrcht nach Mahrsich- Ostraü, sondern nach Prag verlegen. ■V-: Die Standard Steel Company hat in Gemeinschaft mit der Banque de Paris eme Gesellschaft unter der Ferm«) Standard Franco-American m Paris errichtet. 49V<, der Amen sind « der amrrikanifchen Gesellschaft, den Rest bat die Pansex Bank Übernommen. Vorsitzender der Gesellschaft ist der ehenmlrge franzöfische Botschafter in Berlin Jules C a m b o n. Brzeprästdertt -der Direktor der Standard Steel Eompany B e d f o r t. I Privatverkehr. Bei der gestern stattgehabte» Derforgmeg wurde für Lombarde« em Leihgeld von 80 bis Kommerz.-o,Disbonto Bank-A. g. Zentrale Fressbnrg ° Filiale Wien, Wlpplingerstrasse 24-26 ° Telephon 12358,18296,17408 Besorgung aller bankgeschäffcl. Transaktionen. Ent« gegennahme toh Geldeinlagen. Ausgabe tob. Elnlagsbttcliern., Uebernabme Ton VermSgensterwaltiingeii* Warenabteilung. Export Yon Serienmöbeln. n. landtfirtscbaffcl. Geräte», o Import ton deutschen Heinnateriallen etc. g cNachvruck verböte».) Marienbad. Hem Roma», sondern eine überaus verwickelte Geschichte, die Mlschm Warschau, und Manrnbad spult, in 86 Briefen. 14 Billet-doux und 46 Telegrammen. Bon Schote« Alejchem. Gas deck Mdischen Übertrage» von S r e g f r i e h Schmitz. (51. ForsietzMck^ Nr. 67. R»rl Jamaikerin, Marienb tut Alexander Sivirski, Ostende. , Seidener Kischinew, Kurländer verschwunden. Drahtet. Perl Iama jker. Nr. 68. Bert Tschapuik. Warschau, an.Chawele Tschüpmk, Ostende. Wozu Belcte, Nalewki-Weiber? Was tust Ostende- Drahte. Bernhard. Nr. 69. Madame Tschapnik, Ostende, an Berl Tschapuik, Warschau. SendÄ sofort Geld. Brief folgt. Aergste B-erlegen-- Heit. Drahte. 8«t Jamaikerin, Marienöad, an Weltvel Jamaiker, Warschau. i _ LkiLüt auß. KiWmtv verheiratet. NM Wartend ad kommen. Belcie, Bwnja, Soroker, Marjamtschik derschivllndsn. Gedenke Warschau tommen. Drahte. Perl. Nr. 71. h'huim Svroker, Marienbad, an Esther Soroker, Warschau. Kur beendet. Fahre Berlin—Warschau. Drahte Berlin-Siivoy Befinden. Küsse. Cbaim. Nr. 72. Echlrjme Kurläuder, Warschau, an Chaim Soroker, Marieubad. Rückauiivvrt bezahlt. Habt Erbarmen, drahtet, wo Belcie? M artend ad oder Ostende? Salomon Kutlander. Nr. 73. Schlojme Kurland er, Warschau, an Perl Jamaikerin, Marienbad. Rückantwort bezahlt. Drahtet, ob wirklich Belcie, Soroker, Marjamtschik verschwunden? Welche Adresse? Erbarmt Euch. Vorbereite Reise Martenbad, Ostende. Salomoü sKurländer. Nr. 74. " . ' Beb ic Kurländer, Alexandrowo, an SchloZme Kurländer, Warschau. Marienbad, Berlin, Warschau gefahren. Unglück geschehen. Sachen Grenze beschlagnahmt. Herkommet mit Geld oder sendet Alexandrowv 300. Drahtet. Be l eie. Nr. 75. Esther Soroker, Warschau, an Eha'un Soroker, Marienbad'. Warum eitet Warschau? Belcie, Bronja. noch nicht hier. Schevenzes, Peteles auch nicht. Lejcie Brauchstuhl Petrikau. Marjamtschiks Vater angelangt zu Scheidung Chancie. Tu desgleichen. Große Auswahl. Esther. Nr. 76. Beleie Knrläuder, Alcxandrowo, an Schlojme Kurläüder, Warschau. Gestern gedrahtet: Alexandrowv kommen obet 300 senden. Warum keine Antwort. Drahte. Belcie. Nr. 77. Perl Jamaikerin, Marrenbad, an Welwel Jamaiker Warschau. Gestern gedrahtet/nicht Marienbad kommen. Heirat aus. Belcie, Soroker, Marjamtschik nicht Ostende. Ick, Kinder fahren Berlin—Warschau. Drahte. Jizchok Majer Schereuzes und Jizchok Maser PekeleS« Warschau, an die Jamaikerin, Marienbad. Rückantwortet bezahlt. Tschapnikin gedrahtet, wo. Scherenzes. Pekeles. Drahtet, ob Schlejncte, Krejnctei nicht Mgrtenüad. Ostende gereist? Unruhig. Sch e r e n z e s—P.« k e l) v. (Foxtkchung folgte

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