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Wiener Morgenzeitung · 1920-10-09 · Heft 614 (9.10.1920) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 614 (9.10.1920)
Date
1920-10-09
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 Wien. Samstag Wiener Morgenzeirsmg 9. Oktober 1920;' ■ ’.....Mp.. 614 Vierer fith'tlrA'tUts' Qmma ' ..T? r a ß - K a i" (»Getvvins", wird tcaimivtifi un ^5 s er n o iu t k r r Stab tt Ij t a t e r in!> c b r ä i i dj. o v Sprache zur Aufführung gelangen. Das Stück des jübtUhcu 2)itunatita^ welches dem Wrrner jüdischen Piilllcknm durch eme Vnstl'ilNNng in deutscher Svraeb't, die vor mckn als c ncm Jabre st,rtt'and, bekannt nt, behandcii das Problem der Schwurir u; beim Berlobi: s in der Fvrne einer modernen Sckuckmlsliraödle und «st reich au! er liehen Elementen, welche, penurnrt mit int refsanter,Symbolik das Drama, welches mcl Feinheit in sich tnl-r. ^n einem wertvollen Stück unserer Likemtur rnach n. Ht'.iehbein ioll das Drama zuerst in hebräischer Sprache abgesaßt baden. ES wäre zu wünschen. daß >'i° Schick in da?' Repertoire ber h.bnpen Jüdiichen Bottsbühn: - Wort. ,; Rowdies Im OEpsport. Tein Fünftauser SpqMugobührt der tcattrige Ruhm, dH Allüren der Borsradt-FutzbrllklubZ in den Hoclehspo'rt verpflanzt zu haben. Bei ihrem sonntägigen Spiel gegen die Hakoah, das die Fünfhaufer 8:0 verloren. provozierten sie grotzc Skandale. Als der SchivdSrichtor drei ihrer Spieler anSfchiotz, .jenen cS' die übrigen vor, abzutreten. Mr Venehmen auf dem Sportplätze suchen die feinen Spsrtlente nun in einem lügenhcrfton, dis Tatsachen dollkomnien enifkellend-.'n Bericht :>n „Sport-TagblatL" zrk ver« j decken. Die Antwort wird ihnen durch den Hock-eHverband gegeben werden. ' ' Ba«.2rgartner HaKaatz ^tzaznir lli 4:L (L-,1). Die Banmgartner Hakoah lief nicht ut ibrer giwohullchett Form auf, trotzderü konnttu [:i ihrm G.-gncr ist Schach ballen. Baumgarruer Haksah ll---Haza r '.V i :b (1:0'. Vld Sportsektion der Bottrübibirsttzekr Zton bat üch Mit dem Svdtlllvd Jugend w.stom'it. Der Bereut erfahrt dadurch titte meicmiidu BnNatktnig. Stuniinfl, Uhr, Holloerraarmkmg im Bercmelokal. U.. G-ock ngasse 30. D:e Mita.ltebet des Sportklubs Jugend werben evrufalls ersuch!, brstmnm pr ttschemrn. Sonntag vorm ttags Gettsp-et mit :>mi Maimscksfkru gegen Atzgetsror'e- S.'one'rümaun.g. Ein Riesenftadion in Los Angeles. Die Stadt 2oS Angeles, wo die Olympiade 1924 stattfinden wird, soll daS größte Stadion der Wert erhalten. Für den Bau sind bereits eine , Million Dollar gezeichnet. Die Hakoah-Mannfchaft spielt in folgender Aufstellung fgerr Simmering: Halpern;^ Scheuer, Trümer; Poll-ak, rünfeld, Molnar; Kap, ^lutzry, Gau kl, Grünwald, - Häuöler. Sgiprtklüfe Hakcah, Wien Heute Samstag, 9« Oktober,? Uhr abeeitfs Vollversammlung! im Caf£ City, I., ISsrsesassse 10 Tagesordnung: t>er Piatübaa H»ku»t»h-RLseroen im» Iungoranttschase smetrn morgen trat 10, be-.ichungswrisr Vs9 Uhr attf dem Srunnnmae- Svsrwla^ ihre Meisterscha'tssp-.cke, Sportklub Hakvvh. Heute findet um 7 Uhr cibsrrds im Cafe City, i. Bez., Börfegaffe 10, eins wichtige Äollversamm-! irrng statt. T<rgesor'dnung: Der Platzbau. _ Kubischer Äporttrittd Haschiltou. Hrtllc 22e!tsp'rl. ^.refftzvnll 8 Uhr Teg^ tk'wn-Drtritnal. Morgen Ettzrmg im?ofdi Ser Speitehalle 0., H nvgusst 3. ÄiitsiUn'rrausnohttw non V* 11 bis Vs 12 Uhr «etmittag.?. ‘ Mchimtiags WcuwtA?m A.ugßrten, I. Ä. B.-Nc-tz 8 Ubr. Hertzctrver. Hniie. ncius' Ur,v abcubS, wichtige ^pttlervöllversamtt'.iung im Mvnovoi, l., Btlirtfiraße 20. — Mergm lUi Uhr Hrkoah-Blon, MeOterschüst gegen Unitas U.' Jüdischer JugenVverein ,Msnv»ah". F u h b n Ilse kt t o nt Heute um V?i Uhr imdrmiUavi gemeinsame Abfahrt bet Fußballer von unserem §<M»t, Yi, Autetlmcrspaße i3, Ho>- stleze. Verspätete Fußballer mögen bis längstens 8 Uhr zunt Em« aa»g des Red Star-Platzes, XVl„ Herbststraße 5,8, Nachkommen- U« Ubr Freundschattssptei mit den Ncubmeer Spott-, frevnden. — S ck w i m nt t ekkion: Trainmg für Damen rmd Herren. Schwimmer und Nichtschwimmer, jeden, Dienstag sott v,8 bis 9 Uhr . abends im Btültizbad, lll.. Münzsaste 7 — Sportler aller Zweige Melden stch heme m unserem Hcim, Vk., IWttliitgfttäfje 19, Hofstltge, um V,7 Uhr. j Sportklub Hasmoneü. Sämtliche Zuschnften fmd an > Herr» Wilhelm K a r l i tt e r, „AtlaV, Wien.ll.. Franz Josefs- Kar 1, Telephon 36.226, zu rtchrcn oder ntünd'uch tzön 5 bis 8 Uhr abends im Bereinslokak. Restauration zuai Bmtu aß, Wich, lk., Prater Ne.'8 zu richten. Wochenprogramm des Sportklub Hosmb«««. Fo^ballsektron: Trammg ab l Uhr nachmittags: J. Mannschaft Mittwoch. Freitag, II. Maiinschait Montag, Mittwoch» JagendmaMlschLfk D-ensiag, Donnerstag, Skttiofen- «annfchalt Freitag SamStag. — Leichtathletiks e k t t 9 tt: Training Dienstag, Donnerstag ab 4 Uhr nachmittags. — S ch e r a t h 1 e k i t f e f 11 o n : Train mg begmnt aM 10. i>4 M. int Klubberm. Tramcr Nubin. — Z u s ü man t tt* kÜNfte: Täglich von 5 bis 9 Ubr abends un 'LkreiNslökill, Restaurülts« zum Butterfaß, 51., Prater Nr. 8. — E i nschreibungen: Dienetag, Donnerstag van 6 bis 8 Ubr avettdS. — L e i t N n g s s i h n n g : Dicristag mit 7 . Mr abends. — B o l l v e r i a m rn l u n g: Snms'ag um V-7 Uhr attaig. Gerichtssrmi Mandl vor Gerkchi. Unter dem Bar fitz des BezirkkrichterA 'LanbrL^c <.ia)iorü'. Dr. Schwarz Mayr wurde gesiern 'beim Dezitlögerlcht ^osefstadt über eine Ehrenbcleidigutegsklage verhandelt, die> bet berüchtigte Üeorwld Mandl gegen btu Nedattenr des »UUrnn Wiener Journal,, Dr. Achilles Marmorek angestrengt hatte. Am 2-1. Mai d. I. und ein zweites Mal am.! 1. Juli war es zwischen den beiden in den Munren der Schristlellnng zu ''l'i'Zein-indrnt'bungen gelominrn. in deren Verlauf Mannorek den Mandl einen ungarischen Agenten genannt und ihm mit Ohrfeigen gedroht, später ihtt als „cw< Änh:; hn.' *; ill. <^t?r Berhandßung sind auch einig? Nedaktc-rrre des „Neuen "Ln'ner Jouri fiaj” <ÜÜ Jeugen geladen, Mandl ist. persönlrch erschienen, i Verteidrgrr dos Aug-.'klagieN ist Dr.' Ka pp elruacher. Mandls Vertreter ist der christlichsöziüls Rechtsanwalt Dr. Robert Gr über. Dt. Mar in o e«r k gibt eine zusammenhängende Darstellung der in Rede stehenden Vorgänge. Mandl Habe in dbr Klageschrift die Angelegenheit lückerihaft unö zum Teil, ganz unrichtig wiedergegeben. . . Am 24. Sßin fyotlc ich, da ich mich in einem anderen Zimmer befand, wie zwischen MaM und einem Kollegen eine erregte Auseinandersetzung übet den damaligen Boykott gegen Ungarn stattfand. Dabei Machte Mandat Bemerkungen, die mir in höchstem Matze ostscreichfcindlich und hochverräterisch erschienen. Ms Mandl sagte, der Boykott sei zu derurteiten, weil bletz die Bebolksrüng Oestürreichs dadurch zu Schaden käine, und der Redakteur Dr. Reisch einwarf, Ungarn Hätte 'Oesterreich schon während des Krieges ansgeHungdrt, rief Mandl mit der ilpe eigenen Emphase: „Die Ungarn haben ganz recht -ehUbt, n>Hi n sie?0Cflerreich ausgehnngert Haben." Darauf stürzte ichallerdings in begreiflicher Erregung, inS Nebenzimmer und sagte: «Ern Mann, der so etimrs in einer Wiener Schriftleitung äutzert, berdient binausgeworfen zu tmerdenl" Hierauf, statt seine Gemeinheit zu bemänteln und den, Rückzug anzntretrn, begann Mandl aggressiv zu werden. Merkwürdigerweise l>at er übrigens in feiner- Klage verschiedene andere geigen ihn gevichtets Kritiken und Beschimpfungen gar nicht aufgenom*. men, sondern sich nur daS h-evauögeklattbt, was chm patzt. ES ist richtig, daß ich chN ^inen ungarischen Agenten nannte, denn nach meiner Ansicht ist ein Mensch, der fortwährend für die uilgarische Regierung mtt einem solchen Eifer, Mit einem solchen Aufwand IM- Mühe und Bevedsamkeit sich betätigt,^ ein ungarischer AgeNL. Utch ich erkläre, daß, weNn mir schön damals Verschiedenes über Mandl bekannt gewesen wäre, was erst später aufkam, ich. nzich noch viel dezidierter auSgedrückr hätte. Herr M<mdl erinnert sich iticht,' datz'ich ihn damals auch fragte: „Wofür keistrn Sie eigentlich der ungarischen Regierung diese Dienste?" und daß er mix mit einem Gedankensprung, auf den ich gar - nicht vorbereitet war, geantwortet hat: „Ich bitte, ich, bin wohlhabend, mich braucht eine Regierung nicHt zu bezahlen 1" Im Verlauft der weiteren Ausernanderfttzüng, da er immer ausfälliger wurde, sagte ich ihm: ..Wenn Sie jetzt noch persönlich, werden, so gebe ich Ihnen zwei Ohrfeigen!'' Ich habe das wirklich gesagt, ich bedaure, datz ich mich hinreißen lietz, ober es war natürlich nicht so gemeint, daß ich wirklich eine persönliche Züchtigung ins Auge fatzte — die sozusagen technische Möglichkeit wäre ja gegeben gewesen, ihn zu schlagen — es war oben nur eine Dwhung und ich muß bemerken, daß ich damit auf allgemeine Sympathien gestohen bin. Dr. K a p p e i m a ch e r: Waren Sie gegen Mandl Mißgestimmt? — Angell.: Id, weil.er iui „Neuen WienerJour- E" eine Tätigkeit entwickelte, die als oster reichfei Uöt i ch und l a n d e s v e r r L t e r i s ch bezeichnet Mrden mutz. Er hat dort Nachrichten oingeschmuggolt, von denen ich überzeugt bin, datz sie meinem Vaterlattde Schaden bringen müssen und auch dem Ansehen des ..Neuen Wiener Journal" aörräglicb sind. Ich habe bereits im März unftreiU Redaküonsausschittz von der höchst verdächtigen Tätigkeit des Mandl Mitteilung gemacht und gebetendessen fernere Mitarbeit an dem Blatte zU oerhindÄU. — Zeuge Redakteur Stephan Sk re in bestätigt, daß gegen Mandl in der Redaktion aus politischen Gründen Mißstimmung herrschfti MaM suchte beim Blatt eine ungarnfveuMiche Politik einzuführen. ' Dft Zeugen Dr. Emil Reich, Bruno Wolf uerd Stenograph' Paul De u tsch ibestätigm ft ziemlich die Dar« stellung, hes Ängetkagten. ' Dsd Richtet! vertagte die Verhandln,ig, da der. Angeklagte den WaHrheitsbeweis über die Bezeichnung „üngarifcher Agent" erbringen will. Wik Gifimordveirsuch an B«la Kun. Mit dem seinerzeit in der Oeffsntlichkeit vielbesprocheneu Giftmordvetsuch an dem urig-arischen Kommunistensührerr Bela -Kun hätte sich gestern das Schwurgericht unter dem Borsitz des Oberlandesgerichtsrates Dr. Czerny zu beschäftigen. Me' Anklage vetttttt Staatsanwalt Doktor S ch w a r tz, als Verteidiger fungierte Dr. Hugo Z 3 r n l ä t b. Angeklagt wegen, des Verbrechens des /versuchten Nrouchelmovdes war der 19jährige Student aus Budapest Ladislaus G r r e th. \ Der Angeklagte bekennt sich nichtschuldig. —. Aus dem zur Verlesung gekrachten Gutachten des chemischen JnstitutS und des Hofrates Dr. Haberda geht hervor, datz es sich bei dem Versuchs mn eine Atropinvergiftung gehandelt hat. Der Staatsartwalt Dr. Schwach richtete eingangs seiner GchlutzaüSfÜhrungen an die Geschwornen die Bitte, den hSutigen Prozetzfüll wicht bon der Politischen Seite aus zu beurteilen. Er suchte in längerer Rede den Nachweis zu führendatz der Angeklagte Grrekh wissen mutzte, datz sein Auftrag, daS, Paket mit den für Bels Kun bestimmen Bäckereien abzug^ben, kein ft harmloser war, wi« der Angeklagte es darzu stellen decfuchte. Daran schloß sich die Rede des Verteidigers, des;-die Geschwornen davon warnte» einen Justizmord zu begehen. Daß Urteil. llftch längerer Beratung brrneinten die Geschwottren dis Hauptfrage auf. versuchten Meuchelmord mit zehn gegen zwei Stimmen, die Eventualfrage auf b o Sh a f t e Gefährdung der körperlichen Sicherheit mit fünf gegen sieben Stimmen. Dagegen wurde der Angeklagte der fahrlässigen Gefährdung der körperlichen Sicherheit einstimtnrg schuldig erkannt. Im Sinne bioir.; '^.'rb'firo Dcttirisilie der Gerichtshof Ladislaus Gireth zu einem Monat einfachen Arrests, welche Strafe als durch die UntecsuchüugWeff v-ecbüßt erklärt wurde. ,; Staatsanwalt Dr. Schwär tz derlamgt Nun ditz Atz-Md» stellung des Angeklagten zur Polizei, »Mche ihn nach - Ungarn abzufchieben habe. Der Gerichtshof beschließt, dem Antrag -Folge zu geben,. worauf die Verhandlung in später. Abendstunde geschlosftn wird. Der BEsWirt. Eine Krone --- 2.20 Centimes Geld. Gestern noünte in Zhnch .! die Kerreichischc Krone Geld . . . 2 20 ( 2.88 am 7. Oltaber) die vstnr. gestemvelte Krone Geld .ISO ( 1.80 am 7 Oktvbtt) die tschechische Krone « . . . ■, 816 ( 3.10 am 7. Oktober) die Mark . . . 985 { 9.95 am 7. Oktob«) Agram . . . . . . . . . . S.— 15.— am 7. Oktober) Warichau . ... . . . . {—am 7. Oktsber) Bndavest . .1. . . . . . . . . . 1.80 ( 1.80 am 7. Ortober) HandersMchrlWn sÄö vsr ÄschechyMswüter. Prag» k. Oktober. iPriwat.) In der sür den 4>S. d. M. anvkrnumten austerordentl'cheu Generalversammlung wird die Er« böhnng dr§ Aktimkapilals der B ö d in i s ch r n H a n d r l 8« fl c \ 111 f d) a f t aut K 2o.r«00.O 0 beantragt werden. Diese Belmehump des Kapitals bängt mu dem Erwerb des Montan« besitzes der Firina Baldauf & Rndols Miammen- , j Ein Mttsörtium von Fachlc,utcn mid FinannerS gründet.in W'klitz bei Kmbitz eine Attlcngrescllscha't umrr dech. NüMitt ..K ü r b i tz e r E t a d lg i r er*.'' DaS Anfaugskavital. btttädt ll 6,o> 9.000 in lü.bvo Aktien m K 400 Äominülr. Das flesctmte Kapital winde berrns m der BdtfMluvtisri von dttt Konzessionären gezeichnet, und zt«ar. zu einem Emtssionskmse von K 440. In der GeneralversamMluNfl der I o h. Hern h ch & S o b n A.-G. wurde beschloffcn, eme 5V»fte D i v i d e n b zur Bereitung z« dringen. Die vor etwa JahresfM gegründfie N o r d b ö b m H ch e Bankin steilmeritz beantragt die E r b o h u n fl des Kapitals von 3'/s Mll onea Ktonen aus 5 Millionen Kronen durch $>*«* gäbe von 5000 Aktien ä K 500. _:_,} ■ - v- ValAtarische AMorr der rumänischen Regier rung. Bukarest, 6. Oktober. Die Regierung hat beschloffen, dr» gesamten inländischen Geldvorrat anzu»^ kaufen, nnt aus diese Art den Kurs des rumänischen steu >m A « 8*! a nd zu h e b < n und den ausländischen Handel für Nmnänie« zu gewinnen. Die Rcgieruna bat ferner beschlossen, den Lwow» R u d e l bei -Beträgen bis 6)00 Rubel mit 1 Leu einznlösen. Uebrr 6000 R'chel hinaus bleibt der Einlösungskurs 80 Ban i. Die internationale Freihandelskonfevenz. London. 7. Okober. (Rettter.) Die internationale Frsi« haudelskonfercuz hat lieu'e ihre Arbeiten beendet. Der deutsche sozialdemokratische Delegiert Bernstein hatte eine Darstellung über Handelspolitik und Frieden Übermittelt. Roberts verlas einen Bericht über den Freihandels der eine we'entl'tche 'Btdtngung für eine wirksame Tätigkeit deS Völkerbundes sei. Ter osterrlchische Delegierte Hosrai Dr. Friedrich Herr erklärte, die klägliche Lage Oesteneichs fei zum großen Teil dem Umstand znzuschreiben, daß es keinen Freihandel gebe. Die Konferenz faßte eme Enischlietzung. die kür den allgemcnien Freihandel emiriit. Eine Abschrift der Entschließung wird'dem Völkerbund zugehen. Valutenkurse. Die AulwärtSbewegung der fremden Zahlungsmittel hielt auch im gestrigen freien Verkehr uuver-, mindert an. ES notierten s Leino 1 enll 6.34, Rubel- »vten L 8.Z2, M a r k n o t e n 8 5.56, Lire K 14 —, f ra nz ö f i scheRo 1 enll 33.25, SchweizerNoten ll 54.50. Dollar kl 855.-, t! ch echische Noten K 4.45, P fü tt d St e rl i « g L 1210.—, D i n a^r L 11.05» volnische Mark L 134.-^,. ungarische Noten K 181,50; AUSzahlüng Agram kl 277.50, A u i* z ah lnn g B erlin ll 652.—, Anszahlun g P r 6y n 468.—, A n s tz u h l U n g Budapest K 39.--, Auszählung Italien L 14.50 und AuSzahlunü S ch w e i z kl 66.50. Handelsvertrag »mischen dev Tschecho-Slowattei und Bulgarien. Rach Meldungen aus London wurde Mi ihm der T'checho-Slowakei und Bulaarien ein ähnlicher Handelsvertrag abflescblosseu wt zwischen der Tschechin Slowakei und Jugoslaw en. Durch diese Abmachung Wird dtr Inter essenlreis der „kleinen Enienie" erweitert. Wiener Wareukürfe. (Onainalbencht.) Obwohl dtr okstzielle Vetkehr erst für den 19. d. M. emgefetzt.ist, kotnite man schon «estern an der Warenbörse lebhaften Brrkehe konstatieve».- Insbesondere aus der Branche der Kolomalwarenhändler ist &tt* mehrtes Interesse vorhanden und ansehnliche Mengen S es am ol,^ S ch w e r n e f < t t e, I n d u st r r e f e i g e n, K o ch f e t 1 e, K a st a n r e it,. $t a t, n o und R o l l g erste würden ans, dem Markt genommen. Für Reis war rege Nachsiüge vor-'' banden. Angeboten waren ferner Hülsen srüchte und, Kaffee. Zweitägige Schttetzung dev Berliner Börse. Aus - Berl in w rd gemeldet: Auf Beschluß des Böisevorstandes. Mt dftj Börse am Dienstag und Mittwoch ür der ttcichsteui 'Woche äüS. nni den Banken Gelegenheit zur Aufärbeitutig der kiroßen Rückstände zu geben. Devisem und Notenkurse werden aber amtlich noiiert werden. Wiener Börsekammev. In der gestern unter dem Bor-, sttze des Präsidenten Be'nbard Popper-Artberg abgetzalitlnen! Vollsitzung der Wiener Börsckamty r wurde beschlossen, d.m in den Rilhestand tretenden Seluonsehcf Dr. Robert Z w i e r z i li ä für seine vielfährige. in ichnnerige Zetten fallende Tätigkeit als Börsetoninristär dre Verstchernng dankbarer Erinnerung zukommen zu lassen. Ausländische ^achzn'rLschrisletr. T>e Handels- und Genierbcimnmcr.- tetit mit, daß dank dem fieundlkchen Entgeam^ tQm»>Lu d<r Landeisvertretec der Berrrniotur Staaten nud Eng-,

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