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Wiener Morgenzeitung · 1920-09-19 · Heft 595 (19.9.1920) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 595 (19.9.1920)
Date
1920-09-19
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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peW 8? Wen. VvMME . l ’ 'nimiwm-—- -- Hktzr öttf Bsfva «tf Datteln (mehr «tl zwei Drittel her Ncfmntaussuhr für privat« Rechnung) und Stückgut. Bon besonderem Interesse ist die Frag«, tv e l ch e Zünder au dem Handel mit Mesopotamien bekeilrgt stNb' und in welchem Umfang, was durch die nachstehende Tabelle, welche die Quote:: in Prozenten wiedergibt, ver- -2nfchcn:licht wird: . tzkahr Indien England Persien Arabien and. L^iudi' (917 SS'1 27D 8*6 2*5 2*8 (SIS 58'0 21*0 16-7 1*8 85 (SIS 63'0 219 9*9 1*1 4*1 . Ber dieser Zusammensiellunst ist indesim zu berücksichtigen, daß die obengenannten Länder nicht Ursprungs^ vdrr Herstellungsland kr, sondern Konsignationsländer sind. Auf drrse Weise erklärt sich die vergleichsweise erhebliche Ziffer für Indien. Gm großer Teil der von Indien konsigmerten Waren stammt aus Großbritannien und wurde nach Baira reerporeiert. Luvorstehenden Darlegungen ergibt fich, daß der Handel mit Mesopotamien über Bagdad und Basra schon heute größt ent e i l S in d e n H 8 « b c n der Engländer liegt. Verhandlungen der italienische« RegrerrmZ mit der Südbahn. Wiener ÄrörgeMMns Bewilligung der Wiener Regierung einznholenV Einstweilen' wurde mit den Verhandlungen Übeden nru en Z u ck e r v ex trag aus der Kampagne 1920/21 begonnen, der jedoch nicht mehr wie der frühere Vertrag rin Komtzensalionsvertrag, sondern ein Kaufvertrag sein soll. _ Doppelbesteuerung von in Oesterreich nnd Angarn arbeitenden Unternehmungen. Budapest. 18. September. Die heutige Nummer des Amtsblattes veröfsentstcht eme Zirkularverordnuug des Finanz . Ministers, wonach bie Fmanzadkommen mit Oesterreich argen du doppelte Besteuerung von Unternehmungen, die' ihre GesäiaitS- M, ung in beiden: Lander« der früheren Monarchie ausüben, infolge der in der Rechtsperson der vertragschließenden Teile am 3. November 1918 e-ngetretenen Acnderungen n n g ü l t r g aewvrden sind. Dl« Abkommen - find allv von dem aermnnten Teriiyn gerechnet weder für Ungarn noch für die aus Oesterreich entstandenen Nationalstaaten. hindeyd. - Bei der Drsteire.ung von Unternehmungen, dre rdre Geschäfte auch in anderen Nachfolgeitaaten der früheren Monarchie ausüben, stnd nur dir , « n g a t.r f ch e n F e n an % g e fetze zu berücksichngem In strittigen Fallen entscheidet der Finanzminister.' Valutenkurse. Im gestrigen freien Verkehr wurden uwaesetzt: Dollarnote« K 299 bis K 303, Mark bis K 478, 81 r e K 1270, Lei 600, t f ch e ch i f.ch e K r v n e n Dis Südbahrr versendet folgende Dtttteikung: Wie bereits irr der heurigen Generalveriarnmlung mitgeteilt wurde, hat Ratifikation des Fr: ihrer Absicht in Kenntnis gesetzt, zu Verhandlungen über die Frage der Rückgabe der von Italien besäten Südbahn* (Wien sowie über das Regime provisoire eine Delegation nach Rom zu entsenden. In der Eingabe wird die Bitte rmr Bekanntgabe des Zeitpunktes gestellt, zu welchem die ilalienische Regierung bereit wäre, die Delegation zu. empfangen. Der italienische Gesandte in Wim hat »rumnehr der Südbahn mitgeteilt, daß ste von der italienischen Regierung nürgeladen ist,l.Rhre Dsrtreter anfangs Oktober nach Rom KU «irsenden. Aus dieser Mitteilung kann man schließen, daß bei iKJt nunmehr bevorstehenden Besprechungen zwischen der italienischen Regierung und der Süd bahn zunächst über die Rückgabe der von Italien auf Grund des WaffensttllstandsübereinkommLns besetzten Südbahnlinien sowie über damit Lin Zusammenhang stehende Uebergangsbestimmungen verhandelt werden dürfte. Ferner dürfte bei diesen Verhandlungen toohl auch die Frage einer Entjchädigungszahlung an die Südbahn für die Zeit des italienischen Betriebes (für oie Abnützung des Fahrparks usw.), ferner die Frage der italienischen Annuität angeschnitten werden. Schließlich wird wahrscheinlich bei diesen Verhandlungen die Frage des Beitrittes Italiens zum Regime provisoire sowie eventuell das ganze Problem der Südbahn und ihrer finanziellen Sanierung zur Sprache kommen. Die Wiener Börse hat übrigens schon dir Einleitung dieser Verhandlungen sowie ein etwaiges günstiges Ergebnis m weitgehendem Mas; eskomptiert, was in den Kursen der Südbahnwerte fast täglich zum Ausdruck gelangt. BchtvierigLeiten in den Zuckerverhandlungen mit der Tschecho-Slowakei. Aus Prag wird gemeldet: Die österreichisch-tschechoslowakische« Verhandlungen über dir Abwicklung der altm Zuckers Kompensationsverträge habeu vorläufig zu keiner Einigung geführt. Die österreichischen'Unterhändler sahen sich veranlaßt, im Taufe der von tschechischer Seite gemachten Anträge erst «och die K 397, Rubel K 324,; Privatverkehr. Im gestrigen Privatverlchr war eme feste Stimmung vorherrschend. Namhafte Käufe wurden m S t aal S b a h n - A k t i e n auSgelührt, die bis K 4500 um K 290 avancierten. StaatSbahrr-Genußscheine wurde« -iS A 2850 «m X 15» höher mngesetzt. Taxiert wurden L o mb a r b en zu ll 1892 und Gßddahn-Prioritäten zu L 1400. Die Prager Messe. Die volkswirtschaftliche Sektion der tichechv-slowakischm Gesandtschaft m Wim ladet Hiemil Interessenten zum Besuche der eisten Prager Mustcrmeffe, welche in der Zeit vom 12. bis 28. d. M. statlstndrt, rm. Die Besucher der Mustermesse arnießm 50°/o Fahrpreise» mWgung auf der tschecho- 'lowak'schcn Eisenbahnstrecke und bekommen Paßvisa zu nnrr bedeutend ei mäßigten Gebühr. Ausgabe von Legrrimationen sowie AuMnfte aller Art in der Volkswirtschaftlichen Sektion der tschecho-slowakischcn Gesandtschaft, l.. Freyung 3, Hof links, II, Slock, Tür 22. •_ Börse für landVirtschaftliche PrödnKte. Auf den maßgebenden Weltmärkten wird das heurige Ernteergebnis sehr verschieden beurteilt. In den Vereinigten Staaten sind die Druschergebnisse über Erwarten günstig und ln dem wichtigsten Starte KansaS werden ft« weit über dir anfängliche Taxation mit 160 Millionen Bushelgeschätzt. In den heimischen Erzeuguiigsgebieten hält die Wetter-. besserung an. Die unterbrochenen Feldarbeiten konnten wieder ausgenommen werben. Soweit ersichtlich, bürste nur dre Kartoffelpflanze eine Schädigung erfahren haben, während die anderen Hach'rüchte ein mittleres Ergebnis liefern dürften. Trotzdem das Wetter günstig war und ziemlich viel gedroschen wurde, sind nur sehr bescheidene Anlieferungen m verzeichnen. Desto üppiger blüht wieder der Schleichhandel, während die Verteilung der Kopsquoten an Brot und Mehl vollkommen auf ausländische Zuschüsse angewiesen ist. Der gestrige Wochenmarkt stand im Zeichen dringendster Nachfrage für alle Artikel, die greifbar zur Verfügung standen. Soweit solche Ware, sei eS in Nahrung-stoffen, sei es in ^Futtermitteln, zum Vorschein gelangte, fand sie zu höchsten Preisen Unterkunft. Auch Rauhfutter wurde entsprechend höher im Preise bewertet; di« Offerten erwiesen sich als unzureichend. 115. 'bfytetföft1 IBSJ. BerMer Börse. ' " Berlin,' 18. September. Zu BeKiuft der Mstge» BVrst wurden .imsrnen Handel die ausländischen Devisen zu rr et'“' " “ geftent stark erhöhten Preisen gehandelt. Dkebi in der Hauptsache auch die Veranlassung zur Fortsetzung btt Kurssteigerungen in Industrie- und Valutawerten. Ber größte und zremirch erregtem Geschäft konnten die höchsten Notierungen jedoch später nicht überall aufrechterhalten werden. Do« Mvutanwerten stiegen BiSmarckhütte-, .Vochumer-, Hvsch-, Agurahutte-, Mannesmann-- und Rheinische Stahl-Aktien uni Papiere. Deutsch-Neversee-Aktten und auch wiederum aut den; ausländischen Reutenmarkt für die-mexikanischen und, g^iechuchen Werten Weniger erheblich waren bi« Besserungen bei SchinahrtZ-, Elektro- und-chemischen Werten. Aus diesen Geboten kam. es auch zu verschiedenen Keinen/Rückschlägen. Stärker rückgängig nach der tagelängm Aufrvärt-beweguugs waren. Siemens 'u. Hals ke-Mtien. Auch aus dem Markt« der Baukwerte wareir fast durchweg- Besserungen zu verzeichnen. Die Aktien der Deutschen - Bank gewannen!. 12 Pro eyt, Von heimischen Renten zog die Sprozerttige Reichsanleihe um weitere 3 Prozent an. ' Das sowohl m den zu schwaukendeu Kursen als auch in der: zu EülheitSkursen gehandelten Papieren überaüS lebhafte Geschäft verzögere die KurSseftste-llung wieder, ganz erheblich. . LvrkpSatL r Wien 1. Bez. Tetepfeoit 18>1<83 Kuianteete Durchführung1 aller bankmässfgen Transaktionen sowie Besorgung von Zahlungen und Ueberwelsnngen an alle Plätze im In* und Ausland« Eigene KorrospoRdentaR Isa Berlin, Budapest Prag, Krakau, Agram <oa Die Devisenkurse. Wien, 18..September. (Kurse der österr. Devisrnzeutrale.) Amsterdam 6000.- 8000.-). Berlin 488.50 478.50), Zürich 4100.- (4100.—), Chrlstianiy: 3700.-. (3700.-), Kovmhagm 8700.— (3700.—), Stockholm 5150.— (6150.—), Marl-Noten 462.50!470.50), Lei-Notru 515.-!515.—(. Leva-Noten 880.— (380.—h Schweizer Noten 4075.— . (4075.—), Französische Noten 1700.—- (1700.-), Jtalieuische Noten 1090.— (1090.—). EnWche Noten 850.- (850.-). Dollar-Nottu 235.-, (235.-), Rubel-Noten (Romanows) 280.—(880.—^ " ' Wien, 18. September- (K u t f V' i m fr r i e» v 11* k r b r.' Agram'236^-?- bis 256.—» Budapest : Zahlung in Post- I svarraffageld 06.—bls 106.—> Budavesi: Höhlung en gestempelten Noten 96.— bis 106.—, Ungarischegestempelte Noten 96.— bis 103.—, Warschau, jkrakau in. vvln. Mark 100.— bis 116.—, Prag 881.— drS 407.—, Tfchecho-stow. Kroneuttoten 5000er 881.— bis 407i—, kleinere 381.— bis 407.—, Neue Dinarnoien 950.— bis 1000.—. Prag» 18. September (Kurse der DevisenzentraleO Amsterdam 2418.50 ,2823.50), Belgrad 249.— (245.—)i Berlin 11975 (120.25). Bukarest 15^.25 '149.25,. Sofia 99.— (38 80), Zünch 1258-50 1198.50), Kopenhagen 1078.50 (998.50),, Stockholm 1578.50 (1498.50), Mailand 334.— (319.-). Paris I 509.—(494.—)j London 274.- (259.—).New-Pork 78.50 (75.-), Wien 25.50 >24.25‘', Brüssel 5S9.-(519.-), Agram61.50 60.50), i Warschau, 27.— > 25.50>, Budapest 28.—' (24.25), Jugoslawische Lowwvri Z"i!, » yi Zentrale Pressbarg ° Filiale Wien, 1., Wlpplingefstrasse 24-26°“',.*, 18296,17408 Besorgung aller bankgeschäfti, Transaktionen. Ent*' gegennahme Ton fteldeiulagen. Änsgabe Ton Einlage* büchern. Uobemahme Ton Tormögensrörwoltungen« Warenabteilung. Export tou SerlenntÜbeln n. landwirtschaftl.ßerÄten, o Import Ton deutschen Heizmaterialien etc. q tNachdrilck »erbot««.) Marienbad. Kern Roman, sondern eine überaus verwickelte Geschichte, die «Wischen Warschau und Marienbad spielt, in 36 Briefen, 14 BMei-doux und 46 Telegrammen. Von Scholem Alejchem. /»«8 dem Jüdischen übertragen von S i e g f r i e d Schmitz. (88. Fortsetzung.1 Weiter hör' an, Du Neunmallveisrr; da Du doch wie ich sehr, ein Mensch bist, der nichts bet sich behalten kann, so wirst Du gewiß meiner Frau hinterbringen wollen, was ich Dir jetzt schreibe; drum sage ich Dir: Du kannst das tun, es wird mich sehr freuen.. Aber «he ich von Dir Abschied nehme, muß ich Dir > noch einmal öffentlich sagen, daß Du «in Kurländer Lemach bist und der Ausbund eines Narren und ein. Fetzen und ein Vieh mit einem Pftrdekopf und «in — was man lieber nicht sagt ... Von mir. Deinem ehemaligen Freund, dessen Achtung. Du nicht wert bist, Chaim So-rvker. Nr. XXIII. Schlojme Kurlander ans Warschau (auf den Nalewki) «« seinen Freund Chaiin Soroker in Manenbad. Dem hochgeehrten, vornehmen und hochgelehrten Herrn Chaim meinen ergebenen Gruß! . . Del aufs Feuer und Salz auf Wunden, das war Wein Brief für mich, der mir zu meinem Leid noch Leid zugefügl hat und zu ddm Kummer, den ich ohnedies habe, noch mehr Kummer, so daß ich sozusagen kopflos herumgehe und schon nicht mehr weiß, was ich tun soll. Dazu, daß ich so gute Nachrichten auSi Marienbad habe, muh ich mch Schimpf und Schande wss Deiner Esther haben und muß rot werden vor rfMatt Berl Tschapnik, vor dem ich mich hüte wie vor j$«cr. Wollt« ich beginnen. Dir mein volles Herz aus- Wschittts«, samt dem Krcmmer und den brennenden bie ich. ansMehen ßabe, stil Mne. Uklktzl h» Marienbad ist, ich hatte Dir ein Buch zu schreiben. Aber Du-hast es nicht verdient, Chaim, daß ich Dir äuf Deine Beschimpfungen und Schmähungen überhaupt antworte. So sicher, wie heute Dienstag auf der ganzen Welt ist, so sicher tust Du mir unrecht hinten und vorn; und . wenn Du meinen Brief lesen wirst, wirst Du selbst sagen, daß Du an mir nicht wie ein guter Freund und ein anständiger Mensch gehandelt hast, sondern, wie ein Feind und ein niederträchtiger Mensch mit einem durch und durch verderbten Charakter. Doch gehen wir der Reihe nach und antworten wir Dir zuerst auf Deinen Brief von Anfang bis zu Ende. 'Zunächst: Daß Du mich beschimpfft wie ein Marktweib und mich rnit Namen belebst, wie man sie nicht einmal von einer Hökerin auf dem Obstmarkt zu hören bekommt, baS verzeihe ich Dir und ich finde guch die Entschuldigung für Dich — wahrscheinlich hast Du von Deiner Esther eine tüchtige Portion gekriegt (der. Aermsten ist das Herz genug schwer) und. darum bist Du hergeg-angen und hast Deine ganze Wut an mir ausgelassen, obwohl der Herr im.Himmel weiß, daß ich frei von Schuld bin — o, wäre ich so frei vou Sünden! Go will' ich erleben, meine Belcie bald in Warschau wiedrrzusehen (das ist ein guter Schwur bei mir), wie ich nicht ein Sterbenswort aus Deinen Briefen an mich.Deiner Esther verraten habe und keine Zeile von meinen Briefen an Dich, Bei Gott, ich versteh« gar nicht, wie sie zu Deiner Esther komme» können! Aber ich habe Dich schon längst im Verdacht gehabt, baß D u Deiner Efther meine Briefe an Dich gezeigt hast; beim Woher wußte sonst Deine Esther, daß ich Dir meine Belcie in Marvenbad anvertvaut habe, damit Du auf sie acht giebst, ihr Geld leihst und dergleichen? Eines Dages komme ich zu Dir, um zu sehen, wie es Deiner Esther geht und ihr einen Gruß von meiner Belcie auszurichten; da fragt mich Deine Esther: „Habt Ihr in Marienbad" — sagt sie — „keinen näheren guten Freund als meinen Mann gehabt. — sagt sie — ,ptn Ahr zum Vormund" — so sagt sie — „Eurer DeM machen Im&t? ,. Otö habe alcich begriffen,. woher der Wind weht, doch ich habe mir ein Herz gefaßt und ihr geantwortet: „Ihr sollt leben und gesund sein" — sage ich — „durch Euren Mann Geld anweisen' lassen" — sage ich — ,^>as heißt bei Euch," — sag« ich -- Vormund?" Sie hört mich, an und sagt dann: .Wißt Ihr was, Reb Schlojme? Rede» wi^ --- sagt sie — „nicht mehr davon . . ." . , | Wenn man bas hört, muß man — ich meine —h ein Golem sein, um nicht zu begreifen, daß Du W entweder die Briese, welche ich an Dich geschrieben habe, eingeseudet oder.ihr einfach alles mitgeteilt hast, was ich Dir wegen meiner Belcie geschrieben habe — vhwohl ich nicht, versteh en kann, wozu Dü das getan hast. Noch einen Beweis habe ich dafür, daß Deine Esther von meinen B i feit an Dich weiß: Wie ich schon am- Wegg hm war da ruft mir Deine Esther nach: „Grüßt- Eure Belcie und schreibt Ihr. wenn sie aus Marienbad'^ — sagt sve — „über Berlin fährt und bei Wert- : heim tft, möge fte auch mich" sagt sie — ,-nicht vergessen. . Woher wc ch Derne Esther, daß mein« Belcrc ber Werthenn war Ist sie «ine Pwphetin oder tragt ihr. em Bogel die Neuigkeiten auS. Marien-,, bab zu? - Dochdas allem wäre ein halbes ttnglü'ck; Du wolltest mich einfach vor Deiner Esther herabsetzen und deshalb bist Du riingrgungen und hast ihr Dinge erzählt, die Du auf keinen Fall erzählen durftest. Doch das ist nichts; hin ist hin. WaS hast Du aber gegen mich,- daß. Du ein neues Unglück über mein Haupt beschworen hast? Ich meine Berl- Tschapnik. Woher weiß der Lnftmensch, daß ich Dir über ihn und ftine Madam«' geschrieben habe, baß sie schon zwanz g Jahre tn Warschau wohnen und kein Mensch weiß, wer der Tschapnik tstisnd wovon der Tschapnik lebt und dergleichen? Auf einen solchen Zufall konnte ich nicht gefaßt sein. Witz' vor einem Stich ins Auge, so hüte ich mich vor einem Wort über diesen Menschen, und ich kann es in Tallis und Kittes beschwören, daß außer Dir gegenüber noch zu niemandem «M WM WM Der ihn auS meinem! Munde kam. 4951

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