Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 590 (12.9.1920)
- Date
- 1920-09-12
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 80% known words query
- IRI
…/2979076-2979416-2979668--05224-2991054- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Wien. Sonntag Wiener MyrgenzeitAng 12. September 192V tzüeltr « >-«" ~ - * Wiedereinführung bttr mitteleuropäische« Zeit. Amtlich wnd gemeldet: In drr Nacht vom, Sonntag dm 13. aui Montag dm 13. d. M. wird m Oeffeneich die mittel» europäiscke Zeit wieder emariübrt. Es werden sonach die personenführenden Züge von Montag an bereit» nach dieser Zeit Verkehren. * $ttitft«r in 3ttland. Im Hinblick auf di« Mitteilnngm »onr 9. d. M. tritt uni die BereinSlectung der Heilanstalt Ä 1 l a » d mit, daß dre Heilanstalt feit 12. Juli L I vom Staate betrieben und geleitet wird. Die in der Robe erhobenen Beschwerden können sich daher nicht gegen den Verein richten. * Slnhrepldemie in Kkeu-Pest. Wie .Az Est* hake« in den lctzien Tage« auf dem Gebiete der Stadt Nen- Pest die Rubrerkrankungen r>nen epidemischen Charakter anqe* nommen. Die Anzahl der Erkrankungen beträgt bisher 1030, wovon «ngeiäkir 10°/« tödlich verliefen. * Heimkehrer. Heute um 9 Uhr 17 Min. vormittagtreffen in Hütteldorl zwei Heimkehreriransporte a«S Stettin ein. Der erste Transport ist vom Schiffe .Asboa* vnd umfaßt $9 Werner. Dom zweiten Schiff sind Ra«r «nd Bestände »och ÜnfccfansL ' * „Metallum Gold* — (mit dem Regenbogen) die gutiew-ahrte Tafchenlampmbatlerie. Wochenverkaufsliste des Modeuhavfe« Al. Gern« groß A. G. Für den Schulbeginn: S ch n l st i r f r l gute .Qualität. Gr öße 26 bis 80, X 858. 81 bis 85 K 419, 86 bis 89 X 572.4&. KnabenonzLge (Spoctfaffon) aufwärts von K 660. Lodenjoppen m diversen Farben aufwärts vou X 338. Kniehosen anblauem Cheviot' auswärts von X 168. Steirerhosen ans gutem Stoff auiryärtS von X 105. Knabearaglane auswärts von X 495. Knabenulster aus Modestoff aufwärts von X 77V. (Borstehende Artikel sind vorrätig für das Alter von 8 biS 18 I ihren.) MLdchen-Schalfchürzen: Clokh'Emvire X 87V, Gloth-Träaer X 315, WMstoff-Empire X 300. Waschstoff- Träger-Refor« X 160. Mädchen-Tnrnanzüge in allen Größen lagernd aufwärts von X 495. Prima patentgestrickte Krnderstrümpfe Größe l X 30, mit X 8 Glößensteige-» rwg. Gute Strspaz-Schultafche« anfwärts von X 15, Schultasche« auS Segeklrinen X 43, an? echtem Leder X 300, Bücherträger X 9.50. Normal- SchilsferrafelXZS. Griffeln per Stück 50 Heller. P e « a l e von X 4 bis X 83. Schäler - E tu i S von X tz aufw'ärts. Bleistifte in allen Marke«, Notes, Kataloge und Kompendie«, Malkastruund R « q u i f e t e»k a st r n, leer und eingerichtet, Lineale, Dreieck«, Federhalter uf«. ■ * Thaluzi«, Ausländer, Händler, kaufe» und verkaufen Kleiper, Wäsche, Möbel nur bei Mayer, II* Taborstraße 89. i * ZSdische« Realgymnafin«. Die Aufnahm»- {r ä f u » a e « für die l. Klaffe drgcnnm am Mittwoch m 15. d. M. um 8 Uhr vormitt igs im Schulgebäude. I., Drahtgaffe 4. Pi üfungstaxr X 60 fow e Federn sind mitzubringen. Die AufnabmSvrüfungen für die II. Klaffe und ErgämungSprü'ungen auS Hebrärfck werden Donnerstag den 16. d. M. um 8 Uhr nachmittag abgehalten. Neuasmeldunge» werden nicht mehr entgegengenommen. j * Brr die Herren BorftSntz« her Tempel «nd vet- HLufer! Es ist herlige Pflicht, o« den Feste« an E r e z Israel m denke«. Wir brur» bei Ausruf zur Thora de, Palast,«asahrer nicht zu vrrgrffe«. Fürforgrkomitrr für Palästina- Emigranten deS-Palästina-^mtrS, U., Praterstraße 9/4. -Jüdische Volksschule kn der Brlgitterra«. Da» UnterricktSamt des Indischen Nationalrakes teilt mit: Mit Beginn tzrS Schuljahres 1920/21 wird vom Jüdische« Schulverem die erste Klaffe der I 8 d i s ch e n D o l k S s ch u l eHa«>'e der Toynber- Halle, XX., DmiSgaffe-8. eröffnet. Schulbeginn nach den Feiertagen. Nebst dm allgemeinen BoikSschulaegenstände» rn deutscher Unterrichtssprache wird täglich auch Hebräisch nach moderner Lehrmethode unterrichtet. Unterrichtsbeitrag X 60 monatlich. Auskünfte ««d Einschreibungen täglich (Samstag und Feienag ousgrnommm) zwischen 2 und 4 Uhr nachmittags i« der Direktion der Jüdische» Volttschult, XX., DeuiSgaffe 8S. * „Hatechckia*. Wir machm auf dir heutige« Inserate der ^atechija", Lekrrtting jüdischer VersagSanflalte», Die», Czerumgaffe 19, unsere Leser besonders aufmertsam. * Bit erhalte» auf Wunsch ganz gratis und franko die große Mvstnkollekno« vom Großen amerikanischen SchneÜvrrkaai r» Restenmartt, Wien, VI. Damböckgafie 10. Postkarte genügt! * Ateutzerft dringend für jeder«««» schon jetzt der Besuch drr Wiener Rrstenmeffe, Vl., WindmÜhtgaffe 3, gegenüber d« Laimgrndenkirch«. um den Herbsteinkauf in Herren- und Dämmstoffen, Serbe. Barchente. Weiß- Md Futterwarm z« besorge«. so lange noch alle bei günstige« Krournkurs vorgekauste» Darm auf Lager. «Das Bankhaus Wagenberg ch Co.» I., Börsegnffr 8, hat am 1. September seine Tätigkeit eufgenavnnm und «npfiehlt sich allen P. T. Besinnnngsgenoffen. Privatrealgymnasium «nd Pensionat in Wie«, tt.» Taborstratze 29. Einschreibungen m dre l. bis IV. Klaffe täglich von 9 blö 11 Uhr. O e f s e n t l i ch k e i t S r e ch t bevorstehend. Obligatorischer» unentgeltlicher Nachhilfeunterricht, Hygiene, Schularzt, Sport. (10. Schuljahr.) * Elegante tzerrenkleide» nach neuester Fasson in MtiiflHa Breism in tadelloser Ausführung bei X t ch o, Il„ Tabor- ^raße 1 bis 8,1. Stock. Dereinsnachrichtetr. ZeireiZiovinWie«. Die ueuentsiandene Gruppe nwerhalb deS zionistischen Landesverbandes hat, sich zur Ausgabe gcstellr, die zionistische Bewegung in Wien in soüalist'schtM Sinne zu aktivisteren. Ohne das Hauptgewicht aut Kampstoiangen zu lege«. «'6 die neue Gruppe jedoch dir Zionisten gewinnen, btt auf dem Boden der Ärbert und drr persönlichen Intensität in der Beweguno sieden. Prinz'piell sind die Zeirri Zion für ein sozmlistcsches Paiöstcna und für die Produktivierang der Judenmasien überall. Schriftliche Anmeldungen sind zu richten an Caf4 Z,on, U. , Glvckengaffr. Ecke Grone Stabtgutgoffe. DrenStag dm 14. d. M., V, e Uhr abends, Brrsammlung der Wiener Berrmiaung Zerret Qion tm Cafs Industriellem, I., Konkordiaplatz. Jnrereffenten tvillkomme«! Dereruigung der Lehrwerksi 8 111 n nt«. Heute Zulammenkantt um 8 Uhr im Lokale des^ Jüdischen NatronalrateS. Siede Notiz im Z/itunasinnem. — ZtonlstischeBezirkssektion X/XI. Heute wichtige AuSschllßsihung Beginn 10 Uhr vormittags. Heute um 7 Ubr w chtige Komiteesivung für den Simchath Thora-Ball. Erscheinen der Komrteemitglieder notwendig! Die ErnähruKg. Der Marktbericht. MrS Flelschangebot war gestern weit größer tfft 6« Bedarf und unter dem Druck dezu großen Angebotstylten sich die «eisten frischen Fleischsorten, etwas billiger. Frisches Rindfleisch war nur um 5 Kronen, frisches Kalb- und Schweinefleisch um 10 biS 15 Kronen per Kilogramm bMger zu haben als am SamStag der Vorwoche. Kalbfleisch notierte 120 bt- 140 Kronen per Kilogramm. An Fischen gab enur tote Karpfen zu 90 Kronen per Kilogramm. Geflügel — nur in geringen Mengen zugesührt — fand bei unverändert hohen Preisen wenig Käufer. Auf den Grün war enm ärkt en gab eS Gemüse und Obst im Ueberfluß. Kohl — von welchem ’ «ine größere Sendung cmch an- Ungar« cmkam — und Kohlrüben haben sich im Preise etwas ermüßrg't. Obst hat keine Preisermäßigung erfahren. Zwetschken kosteten biS 10 Kronen per Kilogramm, Birnen — darunter auch Kaiserbirnen und Alexanderbirnen — 10 bis 17 Kronen, Pfirstthe 12 SiS 14 Kronen, Wirtschaftsävfel 7 bis 8 Kronen n/id Onittenöpsel 18 Krone« per Kilogramm. Lebensmittelabyabe des ^.msrioLL Joilit 1 DiBtribution Committee. A« die bei der Abteilung Wie» deS AtaonoLv. Joint Distribution Committee im Bezüge der »forttantendcu Unterstützung stehenden Personen gelangt in der Zeit vom 15. d. M. bis emsckilleßlich 6. Oktober gegen Abtrennung des Ä b s ch n itt eS VU dü neuen LebensmittekbezngSblockS Zucker und F e 1 t m dem früher festgesetzten Ausmaße zur Ausgabe. Die Ausgabe von Del statt Fett bleibt Vorbehalten; eS sind daher zur Faffnng offene Geschirre mit-ubringen. Dce Abgabe erfolgt: An Peräonen» derer« LebensmittelbezugSblock mit der Bezeichnung Mo 2 versehen ist, Mittwoch den lS.d. M., Dis Donnerstag den 16. d. M., Mi 2 Freitagdrn 17. d. M., Do % Montag den 20. d. M., Pr 3 Donnerstag den 28. d. M.» Mo 1 Freitag den 24. d. M., Di i Mittwoch, dm 39. d. M., Mi 1 Donnerstag den 80: d. M.. Do i Freitag den 1. Oktober. Vr i Mittwoch den S. Oktober, D»e AnSgabe findet tu der LebenSunttelsektion, Ni., Esteplatz 8, statt. Die obangetührtm FaffungStage sowie die für dir früheren Fällungen bezeichnete Stunde wolle« genauest ecnqehaltm werden. _ KLrzimg der Mehrqnote. Wie gemeldet wird, steht eine Verkürzung der Mehsquote «m die Halite bevor. Schon in drr nächsten Woche werden die Berschleißstelle« an die raponirrte« Kunden nur «ehr V« Kilogramm Feinmeh! »nd als Ersatz für dazwe«te Biertelkilogramm '/, Kilogramm MaiSgeieß per Kopf abqebe«. Dir bevorstehende Verkürzung der Meblquote ist auf den Mangel an Weizenmehl z«rittkzu!üyren, während -roß« Znfuhrm an Maisprodukte« zo vr.zrichne» stad. Die Dauer dieser Maßnahme läßt sich derzeit nicht best««««. Marsari«eaL-«bO. Bo» 11 bi- 18. d. M. werden te! de» städtischen Margarineabgabestellen für die Person 12 Deka» Srarrm Margarine rum Preise von X U 40 gegen Abtrennung eS AbjchuitteS Nr. SOS der «mm Fettkarte an-gegebm. Organistette Verbraucher erhalten 13 Dekagramm Pflanzenfett zu« Preise von X 13. Mit 12. d. M. tritt btt «me Fettkarte tn Kraft. Die Berbraucher habe« sich demnach bei ihrer Lerschleißstelle nesrayosterm zu lasten. Ausgabe von Ko«de»«mttch. vom GtsalSamt für BoNSeruöhnmg wird verlautbart: Zur Brrbeffrrung der Milch» Versorgung der Kinder in Wem wrrd in der Zeet vom 13. bt- 35. d. M. a» Kcnder vom vollendeten erstm biS zu« volleudete« sechsten Ledensiahre Kondensmilch auSgegeben. ZedeS Kmd vom vollendete« ersten bkr zum vollendete» zweiten Lebensjahre erhält drei Dolm. jede- Kind vom zweiten brS zum vollendeten sechsten LedmSiahre eine Dose Kondensmilch zugewiesm. Zur Ausgabe gelangt die-mal ausschließlich gezuckerte Kondensmilch. Der PleiS beträgt für Miadestbemittelte nnd die mit der Zusatzkarte für Arbeitslose betetlieu Arbeit-losm X 14, für 'die üvugm BevlgSberechtigtm X si per Dose» Petrolenmabyabe. Für die tzelt dem 11 d. M. biS Oktober werden auf Grund drr bezeichnten BezugsauSweisr rmd gegen Abtrmnuna deS Absch»»itrS 1 der PetrolmmbezugSi karte zufammm nachstehende Perroleummenaen ausgegebe», «nd zwar fün 1. Wohnungen, die ausschließlich auf Petroleumbeleuchtung angewiesen sind *lt Liter. 2. Untermieter */, Liter, 8. Heimarbeiter •ji Liter. 4. GeschüfiSlokale V» Liter »nd 5. Hausbeie«chnrvg */t Liter. Der Ladenpreis beträgt per Liter X 20. <Ui»destbr«tttelte«fS»sorge. der 149. Aktionswoche erhalten alle Besitzer der rosafarbige« Ernkauischeine für Wohlfabrtsfleisch per Person 1 Dose amerikanische Svrckbohnm zum Prelle von X 9 aegen Abtrennung deS mit dem Buchstaben WH* gtkennzeichnetm Abschnittes in den Geichäsim der Großschlächrerei an folgenden Tagm: Montag dm 13. d. M. für A bis F, DienStag den 14. für 0 bis X, Freitag den 17. für l, b,S kl und Montag dm 30. für 8 btt 2. Au drr Wohlfahrtsmstititte und öffentlichen Sveisestellm wird für jede Person eme Dos, amerikanische Gpeckbohneu, «nd zwar an die rrsterm zum Preise »o» X S per Dose, an die letzteren unentgeltlich abgegeben werde«. Literatur u.Wrffenschaft. „Die Medizi« im ylavlus Joseph«-." Von Dr. med. et PhÄ. Max Reuburger, Profeffor am der Universität in Wien; .Buchkunst", Druck» und BerlrogSg^ellschast, Bad Reichenhall. Wre reich auch die altjüdifche Literatur ist, ein Merck tm. Medizinischen Inhalts ist uns nicht hinbecklaffW. Wohl Rr. 690 enthalten unsere eigentlichen Gesetzbücher Thora rmd Tick mud — obgleich es unter den TaimEsten nicht viele Aorzttz gab — eine ungeheure Fülle von medizinischem Material« das der BeEver Julius Preuß. zum ersten Male er» Lrztlicher .Bearbeiter, boMdlich in ernenn systematischen Werk Übe« die ,r®Ä»L talimub. Medizin* gesammelt hat, da- «ns ahn« Erforder-wi» geschtchtticher Kenrrtniffe und ohne philologische« Kleinkrcrrp eirrrn weiten Einblick in die Mische VolkSmediziin in der biKischen und nachbibttschen Zeit gewährt, vorliegend« Arbeit des bekannten Werter Medikahisloriker» Prof. Neuburger Über die «Medizin im Flaviu» JosephuS* ist eine wertvolle SrgStMng des gesamten Standardwerkes sowohl vom jüdischen als auch vom mediz-inisch^oiffenschcrftlichen GtandpunLt. Die Schobft'rn des Josef den Matkhia, mehp bekannt unter dem Namen Flaviu- JofephuS, diese» Priester« lichen Abkömmlings und Anbeter» de» Römertum», der M galiläischen Kriege und beim Untergänge Jerusalem» ein« so verdächtige Rolle gespielt hat, seine Werke «Heber de» jüdischen Krieg*, .Jüdische Altertümer*, GelLstbiogroqchie und die Schrift .Gegen Apion*, machen nn» mit vielen zur Medigin ln Nezichung stehenden Kenntmffen des Mischen Altertumbekannt. Wenn auch dieser jüdische Schriftsteller in vieler Hinsicht von der Bibsl «Mveicht, so lernen wir doch cmchj gewiffe neue Auffaffnngen über Krankheitsursachen, Epidemien. sexuell« Fragen und HeiDchcmdlung der ursprüngliche« Prtestevmebi-in mb den gangen Wunder- und Werglatchenf de« ersten Jahrhundert» »ach der gewöhMchen Zeitvechnung kennen, ja für die jMsch-medi-inischm Kenntniffe pur Zeit der staaÄichen Delbstäudigkeil der Juden bilden die biShetz wenig beachteten Schriften de» Flaviu» Joseph«» sogar ditz etttzige Quelle. Sehr gut gusammengestellt find di« Paralleles und Divergenzen Wer die medizinischen Fragen, wie sie sich Lei Flaviu» und m der BibÄ ergeben. So erfahren wir autz der Zeitschrift .Gegen Apion", daß JosephuS Flaviu» es war^ der die gehLffige Behauptung, daß die- Jude« wegen der. Zevaaih-KranHett (Aussatz) au» Aegypten vertrieben wurden, tapfer zurückwieS. Aus dem ziemlich bedeutenden Material, das Neuburger zu smer gänzlich orientier-. ten Betrachtungsweise geordnet hat, erwecken «ns« Jniereffe die vielleicht erste kommunistische ArbeLts- und Gütergometn-z scherst der SffLer und das gange pathologische Leben dep HoSmonSer und Hevodianer, wie eS FlaviuS ausschließlich schildert. Auch au» dieser Arbeit Aber die Medizin de» Mllc schen Mterbum» ist leider zu ersehen, daß da» sonst so schoffferische Judentum auf dem Gebiete der Heilkunde — die Sffentsiche GesundheiiSpflege, di« Speise- und RmnheitSgesetze ausgenommen — keine hervorragenden Leistungen vollbracht hat« Die Medizin der Bibel und de» Talmud ist eben nicht deml' eigenen Soden entsprossen, sie hat sich hcmptfSchllch an bit ägyptische und griechische cmge-lehnt. E» sind auch mm wenig«! Namen von Aerzten auf um» gekommen — e» gab damalp keine BerufSärKde, sondern nur LaienprakMer. Di« foSgenden^ Jahrhunderte haben da» Versäumte nachgeholt. Im Mittelalter gab e» ein« große Zahl geachteter Aerzte und im letzte« Jahrhundert haben viele Söhne rmfeves Bolle» bahnbrechend' auf medizinischem Gebiete gewirkt. Dr. SaneL Beex.! Di« .WeltbShnr*. der.SLcmbäbve' XVl. Jahr. Wochenschritt für Polttik. Kunst, WirtschaftheranSaegrbe» von Siegfried Jaeobiob», enthält in der Nmmne 86: „Wellfriede oder Weltruin?*. von Heinrich Ströbel. ,Carnazza*, von Meridionali»^ ^Moskauer Kongreß*, von EkaS Hmwrcz. »Henckel-DonnerS^' marck*, von HanS Ganz. ^Zeit «nd Zeitschrift*, von Joses Räuscher. .Hofmannsthal*, von HanS Hetnrich von TwaröowSki^ »Direktor Schreker*, von Gisela Seldev-Goth. «Die Legende*) von Volt« Mehring. Rundschau, von Janowitz. Wrobel, FeiW Antworten. Dir »Weltbühne* erscheint wöchentlich und kostet 1*80 Mark die Rümmer, 30 Mark vierteljährlsch. Probrnnmmenll kostenfrei durch alle Buchhandlungen vnd. Posiaustalten sowi^ durch de» Brrlag der »Weltbühne*, Charlotlrnbmg, DernKnrgi straße «i. _ Bühne und Kunst. Der Schauspielevstreik. Der Kampf zwischen den Schauspielern — ddveck mctterielle Lage^ wie jetzt bi« ganze Oeffentlichkett erfahrest hat, höchst bedauernswert ist — und dem Direktorenverban^ nimmt immer schärfere Formen an. Die. Theater»-. birektoren wollen ein Boykott-Kar tett gegen die Streikend den schließen und dadurch verhindern, daß einzelne Ztünstles an vsichSdeutschen Bühnen Beschäftigung finden. ' Weiters verlautet, daß der. Musikerverbanb' ab Dienstag in den Generalstreik treten will. Dadurch wären auch die StaatSoper, die BolNoper und die awch. geöffneten OperettenLühnen lahmgelegt. j Die streikenden Schauspieler Erhalten ihre Gagen vorder^ hmib vom Bühnenvevein ausbezahlt. Der Direktor der Rolands Bühne hat, wie uns der Bühnenvevein mitteilt, gesterst vormittags in entgegenkommender Weise sämtliche Forderung gen der Schauspieler bewilligt. An dieser Bühne wurde! bereits gestern gespielt. j ES ist noch ungewiß, wie viele von den Theatern, deren Direktoren Mitglieder des D'krektorenverbandeS find, he,ut« Borstellungen abhalten können. Der Bühnenverein wird erst heute um 12 Uhr mittags die Cnt scheidunck tr essen, wer spielen darf und wer nicht. < —" f '