Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 565 (18.8.1920)
- Date
- 1920-08-18
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 565 , Men, Mittwoch U.- I ' ..- . . .. --— SBcftttieit steigen, aber durch Aufteilung des Großgrundbesitzes in Kroatien und Slawonien sinken. Auf dem Weltmärkte müssen augenblicklich der billiger« argentinische Weizen, das wohlfeilere argentinische Fleisch, die minder teure dänische Butt^ und der stärkere imd im Preise doch nicht höhere italienische Wein die südslawisc^n Erzeugnisse aus dem Felde schlagen. In der scharfen Kritik, die der Redner, hauptsächlich in der Frage der Ausfuhrzölle und Ausfuhrzentrale, an der Negierung übte, wurde er aus den Reihen der Versammlung noch Überholen: Forderungen, wie Sozialisierung der Banken und der Industrie, vollkommene Ausschaltung des Handels, ja so^ar vollkommene LsuSlchallun. maller anderen Volks klaffen' aus der Staatsverwaltuna. sprachen beredt von der Stimmung., der dtrrch. Verzögerung der Agrarreform erbitterten Bauernschaft. Wie daraus im Zusammenhalt mit unserem «Artikel vom 17. d. M. ersichtlich, werden die wirtschaftlichen Aussichten Jugoslawiens durchaus nicht einhellig beurteilt. Speziell die landwirtschaftlichen Kreise scheinen die wirtschaftliche Lage und die Expvrtfähigkeit dieses Landes nicht sehr hoch einzuschätzen. Vom deutsche« Arbeitsmarkt. Die „Industrie- und Handelszeiwng" bringt interessante Zahlen über die Erwerbslosigkeit in Deutschland. Danach befitzm die am 15. Juli unterstützten 357.500 Erwerbslosen 823.000 Familienangehörige, so daß also insgesamt 686.000 Personen von der Erwerbslosigkeit betroffen waren (1. Juli 611.000, 16. Juni 573.000 Personen). An Unterstützungen wurden vom 15. Juni bis 1. Juli rund 31 Millionen, vom 1. Juli bis 15. Juli 33 Millionen Mark ausbezahlt. Beschäftigungslose Industriearbeiter konnte die Landwirtschaft nur in einzelnen Gegenden beschäftigen; sie entwickelte im übrigen in der Erntezeit eine große und nicht ganz befriedigte Nachfrage nach landwirtschaftlich eingearbeitete.n Kräften. Notstandsarbeitm. Torfgewinnung und Bergbau boten nur geringe Aufnahmsfähigkeit- In allen übrigen Berufsgruppen herrschte, von örtlichen Schwankungen abgesehen, ein ständig zunehmcnnes Ueberau gebot an Arbeitskräften, wenn sich auch in einzelnen Gegenden Deutschlands unbedeutende Ansätze zu einer Besserung des Arbeitsmarktes bemerkbar machten. _ Dediserch andel an den deutf^n Börsen. Wie die ,Voisifche Zeitung" berichtet, werden, nach einem Gutachten der Berliner Handelskammer, Devisen handelsüblich an der Borke compensando gehandelt. Der Handel per eompvnsanäo findet vorwiegend zwischen ersten Banken und Bankfirmen statt. Ob diese Mitglieder der sogenannten Stempel- Vereinigung sind, ist unerheblich. Von den Firmen, die nicht als Devifenfirnten gelten, wird der Gegenwert nach Eingang der Devisen zur Verfügung gestellt oder eine Depotstellung verlangt. Devisen werden nach allgemeinem Handelsbrauch an der Berliner Börse mangels besonderer Abrede Über effektive Erfüllung compensando gehandelt. Devisenverkäufe auf einem bestimmten Termin gelten handelsüblich als Fixgeschäft, wobei die Stellung einer Nachfrist zur Erfüllung ausgeschloffen ist. Zur Sozialisierung der Kohlenwirtschaft in Deutschland. Wie die „Frankfurter Zeitung" berichtet, hat in der Sitzung deS Reichstages am 5. August ReichsarbeitSminister Dr. Brauns im Aufträge der Reichsregierung eine Erklärung zu der Frage der Sozialisierung abgegeben, die wir wegen ihrer grundsätzlichen Bedeutung im Wortlaut mitteilen. Er sagte: (Nachdruck verboten.) Marienbad. Kern Roman, sondern eine überaus verwickelte Geschichte, die zwischen Warschau und Marienbad sprelt, in 36 Briefen, 14 Billet-doux und 46 Telegrammen. Von Scholem Alejchem. Aus dem Jüdischen übertragen von S i e g f r i e d Schmitz. , (4. Fortsetzung.) Jetzt hebt es Dich in . die Höhe, so hoch wie ein Haus und sofort kriegst Du einen Wurf hinunter zu allen Teufeln hinab in die Hölle, daß Du beinahe meinst. Du gehst in Stücke. Und ein Quietschen und Schreien geht los! Und gleich wieder auf einen Berg hinauf und wieder hinab in die Tiefe! Bis Du endlich auf Deinen Platz kommst und wie ein Narr dastehst! Der Deutsche heißt Dich dann „aussteigen", das heißt Weggehen. Und Du gehst fort wie ein Irrsinniger. Dann kommst Du zu einem Deich und siehst wie Leute auf Booten von einem Berg hlnünterrutschen, ins Wasser fallen und doch nicht ertrinken; da gewinnt der böse Trieb Wacht über Dich, Du besteigst den Berg auf Treppen, kaufst wieder ein Billett, setzt Dich in ein Boot und fliegst wie ein Verrückter ins Wasser; von dorll gehst Du patschnaß, bespritzt von oben bis unten, tveg und bleibst stehen und denkst nach, wofür ein Deutscher sich Geld zahlen läßt. Von dort gehst Du wieder ein Stückchen weiter und siehst nackte Wilde und schwarze Zigeuner aus Aegypten, die tanzen und singen, sicb drehen und springen, glühendes Eisen lecken, sich mit Nadeln stechen, mit dem Bauch wackeln ud Gott weiß 'was noch tun; und für all das zapft man Dir Grld ab. Und wenn Du willst, wirst Du mitten in die leibhaftige Hölle geführt und dort zeigt man Dir Tote, Teufel und Geister, Schlangen und Molche, samt allen Höllenplagen und Strafen — und- Du sagst ein Dankgebet, daß Du lebend wieder hinäuskomrnst. Bon den Cafös, Restaurants, Musikkapellen, Drehorgeln, Kinematvgraphrn, Komödienhäusern, Schi-ellphotogravhen und t Wkener Morgenzettrrrrg Der Reichswirtschaftsrat hat bereits in seiner Sitzung vom 24. Juli fast einstimmig sich auf den Standpunkt gestellt, daß die Kohlenwirtschast nach gemeinwirtschaftlichen Gesichtspunkten zn ordnen ist unter gleichzeitiger Heranziehung der Bergarbeiter und Angestellten zu mitverantwortlichen Trägern dieser Wirtschaft. Ich bin nun ermächtigt, zu erklären, daß die Reicksregierung ebmfallS auf dem Bodeu dieses Beschlusses steht. Sie hat den Reichswirtschaftstninister beauftragt, unverzüglich die Weiterverfolgung der Angelegenheit zu betreiben. Art und Form der Sozialisierung werden sich aus der Notwendigkeit, ergeben, die deutsche Kohlenwirtschast in der Richtung größtepProduktionssteigerung und Wirtschaftlichkeit zu entwickeln. Mit der Hervorhebung dieses Gesichtspunktes befindet sich die Reichsregierung ebenfalls in völliger Uebereinstimmung mit dem Beschluß des ReichswirtschastSratcs." _ Deutscher Reichsbankauöweis. Berlin. 17. August. Nach dem ReickSbankausweiS für die erste Augnsiwochr ging die gesamte KavitalSanlagr infolge des weiteren brsnedigenden Absatzes von ReichSi'ckmhanwcisungcn um 3847 aus 42.563 Millionen Mark zurück, wobei sich aber gleichzeitig die fremdm Gelder um 4306 auf 12.975 Millionen Mark verminderten. Die Nachfrage nach pivi-rincn ZchlungSni'tteln war nicht allzu stark; eS mußten 254 Millionen Mark an Banknoten und DarlehenSkaffenichemen zusammen neu verausgabt werden. Der DarlebrnSbestand bei den Darlebenskasten ermäßigte sich um 263 auf 31.015 Millionen, d e Bestände der Ne'chSbank an DarlehenSkaffcnscheine» um 226 auf 17.605 Millionen Mark. Valutenkurf«. Im gestrigen freien Verkehr warm fremde Zahlungsmitteln rege begehrt und namentlich L e i n o t e n. Dollar- und M a r k n o t e n wesentlich höher. ES ' notierten: Lei n o.ten K 5.08, Nubeluoten K 3.34V», Marknoten grün X 4.96, Lire 11.60, Dollar X 238.—, tschechische Roten X 4.01, Pfund K 830.—, ungarischeNotenX 106.—, Dinars 10.05, v o l Nische M a r k L 93.—, Auszahlung Agram K 248.—, Auszahlung Berlin K 4.92, Auszahlung Prag st 402, Auszahlung B ü d a p e st X 106.50 und ungestempelteNoten X 102.50. BokkzugSanweifrrrrg zum Gesetze über die Effekten Umsatzsteuer. In einer am 1. September m Kraft tretenden VollzugSanwei'ung werden ciriiae Durchiührringsbestimmtrnaen über die llm'iilre der Handelsmakler und anderer berufsmäßiger Vermittler abgeändert. Wenn die Umiät?e der Handclsmakler (Sensale) durch ein offizielles Arrangemrntbnreau einer rnländischen Börse adzuwickeln sind. so . sind ihre Aufgaben zum Arrangement steuerfrei. sofern mittels dieser Anigaben die gleiche Menge Effekten derselben Gatmnq zu den nämlichen Kurten übernommen und geliefert und die Aufgaben auf Arrangementbogen emgerncl't werden, die durch besondere Farbe kenntlich gemacht sind. Pen HandelSmäklrrn ünd bei Anwendung dieser' Bestimmung sonstige an der W'ener Börse tätige berufsmäßige Vermittler lAgentrn) gleich zuhalten. Elnfuhrdewiligung «on Paketen nach der Tschecha-Slattakes. Wre dir Niedrrösterreichnche Handel?- und Gewerbek-nnmer erfährt, find nunmehr bei allrrr Postpaketen in die Tschecho-Slowakei Eininhrbew lligungen I»e znbrnraen, welche von der Kommission für dm auswärtigen Handel in Präg erteilt werden. Ausnahmen gelten vor all'm für Z-it'chrifken, Muster und Musterkollektionen, Warenmuster bis 250 Gramm mit Ausnahme von LuxuSwarin Rnaurmiren. Nevaratnrgrgenstände gegen JdentitatSnachwe S. Auch L-ebeSaabcnscndungen unter 5 Kilogramm bedürfen einer Einfuhrbewilligung. Mitteilungen deS Creditsren-Dereines von 1870. Das gerichtliche Ausgleichsverfahren wurde e r n g e l e i t et: Fürder Lenw, Agent. Wien. XX., Matlnldenplatz 5. — Konkurse: Pau:r Karl, Handel mit Papier, Kur;-, Galanterie- und Svielwaren, Wien, II., Asperndrückengaffe 1; Gme>ndl Robert jan., Gesellschafter der nicirtprotollirrtrn Firma Krall^hrdetrreb Robert Gmeindl sun. und . Wilhelm Aigner, Wrener-llkeustadt. Singergaffe; Stinv Josts. Strinmetzmeister, Vöcklabruck; Dreier Heinrich, Drohobycz; Ibe Lyeie Lxport k Import Co. Ltd. 47/48 Berners Str., London W. 1. — Außerdem m e l d e t d e r B e r b a n d der sonst allerhand ist nicht erst zu.reden. Daeon gibt es dort so viel wie Sterne am Himmel rrnd wolltest Dir Dich mit den Deutschen einlassen und Übe rall hineingel' e r, wo man Dich anruft, so trägt man Dich tot von dort weg. Mich hat der ganze Spaß nicht einen zerbrochenen Pfennig gekostet. Du fragst, wie das möglich ist? Nun sollst Du etwas Schönes, hören. Der Alte mit der Nibiselnase, der Barbar, welcher mir fünfzehn Mark erpreßt hat dafür, daß er mir den feinen Doktor rekommandiert hat, der hat mich äuf seine Kosten in den „Lunapark" mitgenommen und mir überdies mit SelterSwasser aufgewartet und Schokolade und was nur Dein Herz begehrt. Er hat aber offenbar gemerkt, daß mir das nicht recht ist, und mir gesagt: „Für schöne Damen, welche einen Doktor brauchen, bin ich" — sagt er — „ein Kommissionär; wenn Sie .sich aber Berlin ansehen wollen, bin ich" — sagt er — „nicht mehr Kommissionär, sondern ein Kavalier und Gentleman." Was sagst Du zu so einem Unmenschen? Wie wir schon auf dem Rückweg waren, fängt der Narr an, mir eine Red« zn halten, und sein Gesicht leuchtet dabei wie die. Sonne im Juli: „Madame" — sägt er — v,wenn Sie es mir nicht übelnehmen, möchte ich Ihnen etwas sagen." Drauf ich: „Aber was Gescheites." Da sagt er: „Ob es gescheit ist. weiß ich nicht, aber für Sie" —• sagt er — „wird das sehr interessant sein." Drauf ich: „Wenn es interessant ist, heraus damit!" . . . Und er sagt also: „Aber mir der Bedingung, Madame, baß Sie mir nachher sagen" — sagt er — „was Sie davon halten." Drauf ich: „Warum soll ich Ihnen das nicht sagen?"; . . Und er: „Nein, ich meine. Sie sollten mir's aufrichtig sagen" — sagt er — „und nichts verbergen." Drauf ich: „Warum soll ich etwas verbergen?" . . . Und er: „Nein, ich meine — vielleicht gefLllt.es Ahnen nicht; da sollen Sie. sagen" — sagt er — „daß es Ihnen nicht gefällt." Drauf ich: „Sprechen Sie endlich, was öden Sie mich an?" ... Da bleibt er stehen und fängt also an: „Hören Sie, Madame, es handelt sich um 18. August'Mo^ ' gefoti G l ä u b i g ers ch vtz v e reineOeste r reich S: Ms HavS, Eisenhandlung, Bafel, früher Luzern; Vogel Kurt & Eie. Biskuitfabrik. Brugg; Thüelrr Bastl, Wirt, Laufen; Hublck Emilie, Kaufmann. Lausanne; Kiefer & Co., Import, Evort Vcrlreiungen, Lefsoc: Sievers Ernst & Cie, chem. Produkte St. Gallen; Mips Albert. Papierhandlung und Bnreauarükel St. Gallen; Spichrpor Alfred, Flaschnermeister, St. Moritz. StrgmUer F. & Co., Zigarren- und Tabakgrschält, Schaff Hausen. — Die g e r i ch t l i ch e G e s ch L t 1 s a u f f i ch. w u r d r a u f g e h o b e n; Brenner Salomon, Stadt baumeister, Wien, IX., Porzellangafie 53. Die Goldauebeute »er i» den Simmtl Eh«mhe» of MineS vereinigten Minen betnig im Juli 19A 736.099 Unzen im Werte von 8,128.421. Pfund Sterling. Au die Distrikte außerhalb des Witwatechrand enrstelen 17.578 Unze» im Werte von 74.707 Pfund Sterling. In den Goldutiner waren 174.187, m den Kohlenbergwerken 12.005 und in de» Diamantminen 4521 Arbeiter beschäftigt. Wiener Börse. Bei Beginn der gestrigen Börse waren wieder Bankenwrrt^ m Vordergründe des JntereffeS, welche nachhaltig von den g» troffenen Abmachungen hinsichtlich der Vorkriegsschulden profitierten. Auf den übrigm Gebieten dagegen waren nur ganz unwesentliche Veränderungen wahrzunehmen, da sich die Spekulation wegen der Kampfe um Warschau Zurückhaltung auferlegte Späterhin trat erhöhtes Interesse tür Siidbahnwrrte zutage und gewannen bei lebhaften Umsätzen Lombarden X 83 und Südbahn-Prionläten X 27. Im Schranken war die Tendenz aus dem Petrolrummarkr geteilt. Wahrend Fanto eine Erhöhung von X 250 erzielte», ermäßigten sich Galizia um X 230. Bon dm Transportwerten profitierten Adria X 600, Ungar, allst. Kohlen erhöhten sich um 13^. Geg n Schluß nahm die Gt^ ichäfrsstlÜe überhand und ein Teck der anfänglichen BefferungM der Bankemvertr ging wnder verloren. Die Gruvdstimmung deS. Vinktes blieb jedoch fest. Auf dem Rrntenmarkte war eine Kleinigkeit billiger anmkommeu. Nachstehend die wichtigsten Schlußkurse: Aad»stvie-U«ter»eh«»»s«». Allgemeine StauacFtQ« schall 719.— (4* 4—), llniondau —(-» Wiener Baugescllschait — .-r (-KönigShofer Zement —.— -Perlmovser Zement —Wienerberger Ziegel —Lüfinger Brauerei Sarajevo 2l>25.— l-AusugChem. 6670,— (— ilO.—), Brosche SpirUns 3025.— i— —j, Carborundum — (-Clorhilde (- A. E. G. Ünion Elektr. 1228.— (— 2.—), Verewigte Elektrische 1048.— (4* 2.—), Siemens?Sckmckerr 1508—- (-Alpine 8244.— (4- 39.— , Berg- und Hüttenwerke 8750.— (— 1< 0.—), Austria Email — (-1, Egydlcr 1900.— (+ 75—), Enzesielder (-.—), Felten & Guilleaume 8070.— (4- 70.—), Grrinitz Eisen —(— Hutter & Schrantz IM.— (4- 20.—), Kruvv A.-G. 1444 — 4- 20.—), Poldrhütte 2390.— 85,—), Prager Eisen 6550.— 4- 50.—). Rimamuranv 2970.— (-.-), Skvdawerke 2350t— 25.-),. Wasirnsabrit^-.- ‘ Brürcr Kohlen 6330.— (-f 130.—\ Grau» Szaszvarer 2740.— (— .—.—), Norduug. Kohlen —; •-Oberung. Hütten 3170— (— 80.—). Rossttzer —■ — Salgo - Tarjaner 5778.— (+■ 118.—), Trisauer Kohlen 307$.-' + 25.-), Nng Avg.Kohlen 6980.-(+ 130.-). Urikany —.— (— —.—), Beltscher Magnesit — (— —Westböbm. 3500.— f-.—), WolsSegg^ 1400.— <+ 2.—). Danek Maichmm 2150.— (—, 15.—), Brünner Maschinen 1819.— f— 1.—), Daimler Motdren 1115.— 5.—), Fratwerke 1268.— (+18.—), Heid Maschinen 757.— (— 5.—). Hofherr A Sckrantz 790.— (— 6.—), Sigl Lokomotiv 1400.— (— —\ Ruston 2199— (— 26.—), Simmerivgxr 1149.75 f+ 19.75), ElbemÜbl (-.—), Leykam-Josefsthaler 2030.— (— 20.—), Reickiedler —Apollo —.— (— —.—), F.mtv 18000.— >+ 250.—), Karvatbcn 10.800.— (— -.—), Galizia 20 770.- (- 230.-), Schodmea 11.700.— Cosmanor 259 ).— (+ 40.-), Frzfübriken 4300.- (-Schoeller Zucker 6650.— (— —), Schön» prlesener 3340.— - 10.—), Oesterr. Eisenbahnvrrk, 1996.— (+ 10 — , Ung. Eisendahnverk. 995.— (— 5—\ Wiener Waggonfabrik 1020.— t— —Gemgxofi 700.— (-;—), HolzhandelSgeselllckast (— —\ Türkenlvsr 1700.— folgendes. Werden Sie mir Glauben schenken oder nicht? Vielleicht werden Sie mir gl-äuhen, vielleicht auch lücht. Eigentlich weiß ich nicht" — lägt eri — „warum Sie mir nicht glauben solltest. Ich bin ein Mensch" — sagt er — „der aufrichtig ist. Was ich auf dem Herzen habe, das sage ich" — sagt er — „und ich hasse" — sagt er — „halbe Worte. Bei mir geht. alles eins — zwei drei — ünd damit basta. Ich muß es .Ihnen sagen," — sagt er — „Madame, ich muß; ich biü eben ein Mensch," — sagt er — „dev heraussagen muß, was ihm ist. Es länge bei mir behalten, kann ich nicht. Ich habe Ihnen schon lange"' — sagt — „sagen wollen' daß Sie mir" — sagt er — gefailen" — sagt er — „von der ersten Minute an," sagt er — „da ich Sie gesehen habe. Was sägen . SW" — sagt er — „nun dazu?" „Was soll lch" sage , ich — „sogen? Ihr einziges Glück ist," — jag«; ich — > ..daß wir in Berlin auf der Friedrichstraße sind. S-nst hätte ich" — sage ich — „Ihnen die richtige Antwort '$**./ gebenj. . Damit war unser Gespräch zu Ende und seitber hdbe ich keinen Kavalier mehr und muß mfa a-;‘c:+t alles, ynschauen. Doch das ist kein Unglück. Berl.str ist kein Wald und die Deutschen sind schon so, daß sie stchen bleiben und Dich ruhig anhören, Dir alles zeigen, um wa§ Du sie fragst. Im Gegenteil, wenn Du sie um etwas fragst, was sie nicht wissen, sogeht, es ihnen beinahe ans Leben. Deutscher bleibt Deutscher, Nun habe ich Dir alles genau geschrieben, wie, ich. es Dir versprochen habe. Wenn ufr,. Gott gebe es, glücklich in Marienbad angekommen bin, werde ich Drvon Hort mehr Neuigkeiten schreiben. Jndeß bleib' gesunp und schreibe mir nach Marienbad, was es bei in Warschau Neues gibt. Was macht Esther Soroker? Hat sie schon entbunden oder nicht? Und wenn ja, waS 'ivar's: «in Bub oder ein Mädel? Ein netter Mann! — Elia im So roter meine ich. Läßrt seine Frau, wo «S ^schon an der Zeit ist, allein und fährt nach Marienbad.. Was? Wie? „Abnehmen" will «r, den Bauch verlieyvtz (Fortsetzung folgt.) s