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Wiener Morgenzeitung · 1920-07-29 · Heft 545 (29.7.1920) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 545 (29.7.1920)
Date
1920-07-29
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Lorener MorgcnzciLrrng Seite 4 Wien, Donnerstag Tagesbericht. Die fünfte Weltkonferenz der Poale Zion. , Gestern würde im Festsaal des „Hotel Post" die fünfte Weltkonferenz der j ü d i s ch - s o zial i st i s che n A r L e i t e r p aT t e r Poale Zion eröffnet. Die Poale-Zion-Partei, welche, di» sozialen und nationalen Forderungen, des jüdischen Arbeiters vertritt, hat in den sieben. Jahren, seit ihre letzte Weltkonferenz die programmatischen Richtlinien feststellte, die schwere politische Kriegskrise'zu überstehen gehabt. Die sozialdemokratische Internationale, bei der die Poale-Zion.die Anerkennung. als sozialistische Gruppe endlich erwirkt' hatte, ist-zusammengebrochen. ' Nun wünscht ein stärker'Flügel, dev-Partei Len- Anschluß an die' Dritte Internationalewelche eigentlich rechtlich noch nicht besteht,'während die Zweite Internationale heute - nur' ein - Scheindasein führt. Der Vater dieses Wunsches ist jedoch der folgende .Grundsatz . des . politischen. Verhältnisses - zum Ziani-smus:. Die Gruppen der Partei, welche-auf dem Standpunkt der Dritten -Internationale - stehen, 'sagen, datzdie - auf England gestützte' bürgerlich-zionistische- Polikik. das für die jüdischen arbeitenden Massen notwendige Ziel einer im sozialen Geiste - aufgebauten jüdischen-Heimstätte in Palästina nicht erreichen könne, sondern daß die Lösung dieser Frage von dem Gelingen der, soziaWischen Weltrevolution, abhänge-. Das bedeutetaber im Gründe nicht' mehr - und nicht weniger für die-Par'tei als den Austritt aus der - zionistischen Organisation. Demgegenüber aber wollen die Gruppen (vorwiegend die-englischen und amerikanischeniPoale Zion), welche den -Anschluß andie Dritte Internationale nicht vollziehen wollen, auch die Verbindung mit der zionistischen Gesamtorganisation äufrechterhalten, natürlich unter Wahrung ihrer sozialen'und politischen Forderungenfür die jüdischen arbeitenden Klassen beim Aufbau Palästinas. Wie bei diesen starken Grunddifftrenzen ein Weg gefunden werden.fäll, um die Einheit der poale-zionistischen Partei zu. wahrendarüber soll die Weltkonferenz, welche jetzt tagt, Klarheit bringen. . . Die von einigen hundert Gästen, besuchte Eröffnungssitzung am 27. Juli, infolge der verzögerten Ankunft' vieler Delegierter "..bereits , um eine Woche hinüusgeschoben. bereinigte noch immer eme . kleine Zahl von Vertretern. Außer den Mitgliedern des Verbandsbureaus, -Kap l ä n s k y, ‘ Verl "L o Ser und Jahrblstm, waren bei der Eröffnungssitzung Delegierte aus Oesterreich, Polen,. Ostgalizien, Deutschland, England, Palastma, Amerika' 'und Arg'intmi'en. anwesend.' Ingenieur Kaplansky eröffn.ete die Konferenz im Namen des Verbandsbureaus, wies auf ' diä Verheerungen des kapitalistisch-imperialistischen Weltkrieges hin und die noch größeren Verheerungen des daraüffolgenden imperialistischen Friedens und auf die Bedeutung der russischen Revolution,'welche die russischen Poqle-Zion. in der ersten Reihe' gesundem.Haft- . Es' ist. trotz, aller Schwierigkeiten gelungen,' .die Einheit der Partei a.ufrechzuLrhalten und die Aktivität des jüdischen Proletariats zu erhöhen, das jetzt in allen jüdischen Fragen mitbestimmend ist. Und heute, wo das jüdische Poletariat bereit ist, sich mit der Erde von Erez Israel zu perbinden, gilt es, dies nicht innerhalb' des. Kolonialsystunsr des europäischen Imperialismus zu vollziehen, sondern' durch den unaufhörlichen Kampf des jüdischen Proletariats -für s eine 'Ar-bei t';' der^Kampf muß aber auch, gestützt auf die Solidarität mit den arabischen arbeitenden Massen, gegen, den nationalistischen- Egoismus der -rückständigen arabischen -Kreise'geführt werden, gestützt auf die Solidarität mit der großen, - mächtigen Arbeiterklasse der ganzen Welt, besonders aber derenglN'chM- . Die Weltkonferenz will aber auch den Platz-der.. Partei in der jüdischen Volkswelt bestimmen.. . FernerPst. es Aufgabe der Konferenz, zu bestimmen, zu welcher sozialistischen . Internationale die Partck gehört und wie sie sich den Aufbau der Internationale vorstellt,' ob' die voale-zioinstische Partei die Einigkeit - der . jüdischen Arbeiterklasse aller Länder sichern und ob . der poale-- zionistische Weltperband den Platz behaupten kann, , der ihnn in der Welt und im jüdischen Volke gebührt. Hierauf hielt Abgeordneter Dr. S ch i p p e r (Polen) den Töten der Partei einen Nachruf,'--Dr. Sokal (Oesterreich/ sprach schöne Worte-des' Gedenkens an 'die Toten ches - Sozialismus. Hierauf begrüßte - Mendel Singer die Konferenz im Namen der Wiener poale zionisiischen. Organisation. Nachdem Begrüßungstelegramme der e-ngllischeu Arbeiterpartei und' der unabhängigen 'sozialdemokratischen. Partei' Deutschlands zur Verlesung, gelangt. wären, brächte -Delegierter St r ub a b e l. (Polen) die Grütze der Parteigenossen in Polen, deren Leiden-er schilderte, und Delegierter K a tz e n e ls o h n die der palästinensischen Poale-Ziongruppe Achdutt^Hcrawsda. . . . - - Mit der Annahme einiger Resolutionen, darunter eines Protestes gegen die Bedrückungen der Arbeiterparteitzch besonders der jüdischen,- in Polen und einer Begrüßüng .det' österreichischen Arbeiterschaft angesichts ihrer--musterhaften Haltung im Boykott-gegen Ungarn schloß die-erste-'Sitzung-. - - Vor'mittag-ssitzung am 28. Juli )vurde zunächst die Wähl'des Bureaus vorgenommen. Hierauf erstattete Berl Locker den Tätigkeitsberfcht her MrhanMeitnng übßx Hje.PLQM 1Ä3 M Die Teschener Frage erledigt. Paris, 28'. Juli. Der' Botschafterrat ' hielt seine letzte Sitzung vor den Ferien ab nnd erledigte dir Teschener Frage. Er entwarf auch die Grundzüge eines Vertrages zwischen Palen und der Tschechoslowakei. Prag, 2S. Juli.-l-Tschech.-stow. Preßbur.) Pie Eutscheidung der Botschafterkonftrenz Mer die Teilung der Plcbiszitgediete in heute, abends , von den beteiligten Parteien' unterzeichnet, worden. Die Tschecho-Slow ak ei erhält das ganze K a r w i n e r K o h l e'« g e b i e t und dir ganze K a s ch a u' O d e r b' e r g e r' .B a h n, vom Teschener Land das Gebiet annähernd von Pierschua längs dcr .Olsa mit der Teschener Vorstadt am linken User deS Nasses, mtt I a b l unkau nnd dem umgebenden Gebiet. In der . Arva führt die Grenze zwischen der. Dabiagura und der Magura, in der ZipS zwischen Jurgow und Ne.dets.ch. OefterreichifchLschscho-slowakische Verhandlungen. Prag, 28. Juli. Heute sind die österreichisch-tschechischen Verhandlungen über die Ausgabe derDrposuen und die NostrWerung sowie über die Begleichung der alten Schulden eiugelütet worden» FaLsnl wird ausgewiesen. Beyrut, 28. Juli. (Wolff.) Die Bahn zwischen Damaskus und Rahak ist seit dem 26. d. M. wieder hergrstrllt. Emir Faisul kehrte, von den Semigen im Stiche gelassen, im Lause der Nacht nach Damaskus zurück. Ec wird «nfgefordert werden, mit seiner Familie daS Land zu verlassen. 1920, in Lern er die Schwierigkeit der sozialistischen Stellungnahme der Partei während des Krieges pnd nachher hervorhob. Präsident Kaplansky begrüßte hierauf den als Gast der Konferenz erschienenen unabhängigen Sozialisten Oskar. Cohn (welcher, wie erinnerlich, bei den kürzlich stattgefundenen Berliner Kultusgemeindewahlen als Listenführer der poale- Zionistischen Partei kanditiert hat) mit herzlichen Worten, .worauf Cohn ungefähr folgendes erwiderte: Der Krieg und die Ereignisse nachher, besonders seine Eindrücke in Polen während seines Aufenthaltes dortselbst als Mitglied' dör internationalen sozialistischen Untersuchungskommisfton - hätten ihm. gezeigt, welches Unverständnis alle.Völker dem jüdischen Massen- Problem, entgegenhringen. In Polen wie anderwärts sei nach seiner Ansicht die jüdische Frage nur in international - sozialistischem Geiste zu lösen und auch. Palästina könne nur im Geiste des Sozialismus als . Heimstätte fürdasstüdische Volk erbaut. werden, Oskar Cohn 'wurde von ^der Konferenz, begeistert akklamiert. Der Streik der ElektrizitLtsarbetter vorläufig beigelegt. Gestern wurde den Wienern, auf deren Rücken stets Lohnftreitigkeiten ausgefächten werden, eine recht Peinstiche Ueberraschuäg zuteil. Gegen 9 Uhr vormittags. standen plötzlich alle Straßenbahnwagen still — der elektrische Ström war ausgeschaltet. Die Schaffner wußten keinen Grund anzugeben, Frernde dachten an eine Katastrophe im Elektrizitätswerk, aber erfahrene Wiener ahnten gar bald,, daß . wieder einmal esn Streik, auf Kosten..der^ Verbraucher eingesetzt hatte. So blieb nichts übrig,, als/auf dünnen Sohlen, vom Regen durchnäßt, steinern Ziele zuzueilen. 'Wie. man später erfuhr, wurde die Stockung durch einen w i l.d.en St reikderElekt r'rz r t ä t s a r b e i t e r in Simmering.hervorgerufen. Der Streik hat folgende Vorgeschichte: . . Dienstag. abends traten im Arbeiterheim in Favo- . riten die Vorständekonferenz der Gewerkschaften, der. Wiener - Ausschußderpolitischen - sozialdeipokratischen- Organisation, die. Betriebsobmänner der größten Wiener Betriebe, die führenden sozialdemokratischen Mitglieder ^er GemeindeperwEung und die Betriebsräte her Gasrmd Elektrizitätswerke zu-einer Konferenz zusammen, in der die Lage - in. den großen Werken der Gemeinde be-. raten wurde. Nach längerer eingehender Debatte wurden zwei Einrgungsporschläge zur Abstimmung gestellt. Der eine Antrag, verlangte,, daß - den-- Arbeitern der Elektrizitätswerke eine 15prozentige Erhöhung des Grundlohnes zugestanden werde, womit die Lohnbewegung im Elektrizitätswerk zu beenden sei. Der zweite Antrag ging dahin, daß den Gasarbeitern ihr bisheriges-Deputat zu belassen sei, womit die Lohnbewegung der Gasarbeiter ebenfalls abgeschlossen wäre. Bei der Abstimmung, an der nur die Vertrauensmänner der genannten Organisationen, jedoch nicht die Mitglieder der Gemeindevertretung und die Betriebsräte des Gas- und Elektrizitätswerkes teilnahmen. wurden beide Anträge zum Beschluß erhoben, und zwar der Antrag bezüglich des Elektrizitäts- 'Werkes enstimmig, - bezüglich des Gaswerkes mit ollen gegen drei Stimmen. Anwesend waren etwa 360 Vertrauensmänner, die die gesamte Wiener Arbeiterschaft ' -vertraten. . Gestern um halb 9 Uhr früh traten trotz dieses Beschlusses die Arbeiter des Elektrizitätswerkes in Simmering in den Streik. Dashätte zur Folge, daß in -g a n z Wi en b i e S t ratze n b a h n st i N st a n d. 'Die Wagen standem bis etwa halb 11 Uhr auf der Straße, worauf sie in die Remisen zurückkehrten, da der Strom m. .dlejM MeckM kUW LLit smLelchslt§t wstlM. . ^9 Juli 1920 . Rr. 545-. Dem Streik tm Simmeringer Elektrizitätswerk schlossen sich die .Arbeiter des Simmeringer Gaswerkes an. - . Um halb 12 Uhrmittags begann in den Räumertder Gewerkschaftskommission eine Konferenz unter dem Vorsitz.des Ahgeordneten Domes, an der Vertreter der Gemeinde, Mitglieder der Gewerkschaftskommission, der sozialdemokratischen -Wiener Organisation und der beteiligten Gewerkschaften und Betriebsräte de? Gas*' und Mektrizitätswerkes teilnahmen. Die Situation' wurde in'eingehender Debatte erörtert, wobei von Seite - der - Vertreter der Gemeinde Wien neuerlich erklärt wurde? daß es unmöglich sei, über die bereits ge-' machten Zugeständnissehinauszugehen: — Nachmittags fanden Beratungen der Betriebsräte und Vertrauensmänner statt. Heute vormittags wird im großen Saale des Ottakringer Arbeiterheims eine Versammlung der Arbeiter des Elektrizitätswerkes unter Teilname von' Vertretern der Gewerkschaften, abgehalten. - Im Gaswerk Simmering wurde der Betrieb in den ersten' Nachmittagsstunden wieder ausgenommen. Im Elektrizitätswerk wurde der Betrieb gegen 6 Uhr abends aufgenommen und ungefähr eine halbe Stunde nachher wurde auch der' Verkehr der Straßenbahn wieder aufgen omm en. Nachmittags erstattete Bürgermeister Reumann im Stadtsenat einen Bericht in der Angelegenherft Valuten und Antiquitäten. /'Mit einer noch nick-t ganz aufgeklärten D'iebftahÄgeschichte, die mit. einem Schmuggel in Zusammenhang steht, besaßt stich das Praterkammissariat: Am21.b.M nachmittagS'- . übernahm der als Schmuggler bekannte 28jährige SchiffSkellner. Eduard Basarhelhi von dem 18jährigen Maturantyr Ludwig Littm (tint vor Abgang des Dampfers „Schöne brunn" auf dem Budavester Landungsplatz ^wei Pakete Mit Do llarn otenstm Werte von 1% Millionen Kronen und Geschäftsbriefen, umsie nach Wien zu bringen. Litti mann selbst ful;r mit dem gleichen Schiffe nach Wien zur Erholung. Er hat augenscheinlich aus Gefälligkeit von dem Eigentümer der Dollarnoten, Emmerich Groß, Budapest, Kalman uteza wohnhast, die Verpflichtung iibernommen, den Schmuggel der Dollarnoten zu bewerkstelligen. Vafarhelyi hat-aber noch zwei andere Aufträge zum Schmuggel übernommen. Von dem Äntiquitätenhä'ndler Abraham S ilb ermann aus Budapest. Fehervary utcza 10, hat er eine alte sOvnzvsische Spieldose von besonders hohem'Werte übernommen. Der Wert der goldenen. Doste wird auf 150.000 Kronen airgegeben. Der zweite Auftrag betraf eine Summe von 33.000 Kronen, die Basarbelyi vom Fabrikanten Sandor Sz allay, Budapest, Elisabeth Utcza 4, wohnhafte gleichfalls durch Devmitttrmg des Liümann, libern'ahm. um bas Gelb nach Oesterreich zu bringen. An Bord der „Elisabeth" machten die Retse außer Vafarhelyi noch Littmann, Silbermann und Szallah mit. Vasarhelyi, der mit den' Praktiken des Schmuggels vertraut-ist, übergab dir Geldpaketr und die Spieldose dem auß dem Schiffe „Schönbrunn" als Heizer beschäftigten 62jährige» . Johann CsaPo. Der Heizer verbarg die Pakete und die Dose, um sie dem Auge der Kontrollorgane zu entziehen, in der Ventilation-/ des Heiz raumes. Am 21. d. M'. m»' . 4 Uhr nachmittags verließ der Dampfer Budapest. Bei der Ankunft in Wien sollte Vasarhelyi die Sachen ins Hotel bringen. Ehe daS Schiff vor Anker ging, brachte Cfapo de« Vasarhelyi die cheiben Pakete mit dem Geld und teilte ih« mit, daß die D' o se'' g e st o h le n ' worden sei. Hetzrau«! uqd Schiff wurden abgesucht, die,Dose fand sich nicht vor. Auch eine genaue Revision verlief ergebnislos. Nim verließ Basar« . helhi das Schiff und traf' die 34jährige Kontoristin Soft« Panze r. Sie schickte erstins Hotel zu Littmann, um ih» sagen zu lassen, daß' die Dose verschwunden sei. Der Diebstahl her Dose wurde auch Dem Polize'ikommissariat Prater bekannt Dieses ordnete die Einvernahme der abwechselnd auf de«! Schiffe den Hetzerdienst versehenden Heizer an. Am Morgen des 22. d. M. wurde auch Vasarhelyi, der an dem Diebstahl! beteiligt zu sein schien, de r.h a ftet. Littmann, Silbermamt und die Panzer wurden gleichfalls zur Einvernahme zum Polizeikommissariat Prater beschieden. Beim Aussteigen aus dem Wagen übergab Littmann heimlich und aus Angst, di« Valuten könnten beschlagnahmt werden, die Geldpakete de« taizz?r: diese versuchte, mit dem'Gelds zu flüchten. Sich«-« .7-itswache hotte' sie ztzrück und -nahm ihr das eine P'altztz. das sie am Busen verborgen hatte, ab. Als man «un bl« ' Gcsel.jchasi bezüglich des. Verschwindens der Spieldose b«- i fragte,, nahm man wahr, de(ß das zweite Paket mit de» Dollars fehlte. Die Panzer, die das Geld gehabt, wurdejs bestctgt' und erklärte, nichts zu wisset!. Doch bei ihrer Unter-s , suchün'g wurde das Paket an ihrem Körper versteckt gesund«»^' Bei'.der Oeffnung der Pakete stand man 7000 Dolla< Geschäftsbriefe, die schließen lassen, daß die Dollar" mit UnPehüng der .DevisenKentrale in Verkehr -gebracht werde» sollten. Die kostbare Spieldose ist.nach wie vor verschwunden., Vasarhelyi, di; Panzer, der Heizer Czapo, Silbermann und! Szaltay wurden, da gegen sie als Ausländer der Verdachts besteht,, daß sic flüchtenkönnten, dem Landesgericht eingeliefert. .Das Strasversahren wegen Diebstahls der Dose^ wegen'Vcrutttremliig und wegen Vamtaschiebung ist.eingeleiteft! i * Mord m einem zehnjährigen Knaben. Morrtag nadEH inittags haben mehrere- Gendarmen in Enzersfeld bei Stow nenburg in einem Haferacker die stark verlvesie Leiche einei^. Knaben anfgesunden. Neben, der Leiche lag ein Notizbuchs das den Namen Julius Hradit enthielt. Die Obduktiöq ergab,'daß der Knabe ermordet worden war und daß mutmaßlich . ein Lustmord vorliege. Die Nachforschungeic nach der Identität des Toten ergaben, daß' derselbe tatsächlich miß dem zehnjährigen Vollsschnler Julius Hradkl identisch kst^ der bei semen Eltern im 19. Bezirk in Wien wohnhaft^ war. .-Der unglückliche-5kn.a'be kst seit 20 Tagen vermißte Der D'stund ergavz daß. die.'Leiche ung-7ähr so ränge km Ackeü gelegen s7nr muß. Dre ^nde des Knaben Tvaren geseMft im Munäe steckte. ^aichentuch'' und ttn Stück Pvpre»> als Knebel. Das Gesicht der' Leiche w«rr fast ois zur Un-a > kenntlichkeit verwest. Die Kleider des - Ermordeten fehlten Die unglücklicha Mutter des 8kraben, die zur. AgiwsziorMch herbeigeholt wurde, erkannte zu ihrem grenzenlosen Schmerz, in dem Toten ihren vermißten Sohn. Die Erhebung«» sind-im Zuge. * Genofiensch«f1s»erfam«lunt de» K»ffeefiedrr. Morgen, Freitag, finde.' um 10 Uhr vormittags in der Gastwirt-' schüft »ru« grünen Tor-, MI., Lerchenfeldeistraße 14, die ordentliche Genossmschaftsversammlung der Kaffeesieder statt. A»f der Tagesordnung steht auch dir Ernenmna deS langjährigen SchristiühreiS der Grnoffenschast, Adolf Kratochwma, L»« EhlenmiMrde. .

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