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Wiener Morgenzeitung · 1920-07-16 · Heft 532 (16.7.1920) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 532 (16.7.1920)
Date
1920-07-16
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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(Ke. 532 Men, FreiSag y> ... ..^.rynr"---! ' ItfreKfo möge sie anorbnen, was zu geschehen habe, aber vorher ürfe ma« keinen Finger rühren, vorher möge sich d,e österreichische Kegimmg doch «« GotteSwillcn nicht zu solchen LirbrSdieusien str diese ans Grund deS Vertrages von St. Germain ei-gesetzte Fremdenrrgierung drängen Die VermögrnSiedgabe werde den Privatlredit verschlechtern, ohne hm StaatSkredii in entsprechendem Maße z» heben. Gegen die peranlagmg der Vermögensabgabe wird geltend gemacht, daß sie dmch dir Art, wie der ländliche Grundbesitz eingeschätzt werde, die Agrarier übermäßig bevorzuge. Denen gegenüber, die mau durch die Vermögensabgabe hauptsächlich habe treffen wollen, Werde sie ganz wirkungslos bleiben, denn diese Leute hätten den Großteil/ ihre- Vermögens schon längst in- Ausland hinüber eSkamotiert, oder irgend eine fremde Staatsbürgerschaft erworben, oder sich auf andere Wesie der Vermögensabgabe zu entziehen verstanden. Und gerade dieses letztgenannte Argument hat sehr viel für sich. Am hitzigste» aber tobt der Kampf der Meinungen umdie Verwendung der Vermögensabgabe. Die kapitalistischbürgerliche« Kreise wünschen die Vermögensabgabe zur Tilgung von Kriegsschulden, zur Stabilisierung, vielleicht auch Hebung der Valuta, kurz gesagt, dazu zu verwenden, daß d>e Finanzlage deS Staates fürdieZukunft verbessert und sein Kredit gehoben.werde. Keinesfalls aber dürfe die Vermögensabgabe für Parteizwecke oder zur Deckuug des laufenden Defizits verwendet werden, da sie sonst in kürzester Zeit zwecklos vergeudet wäre, i Dagegen wird von soziklMHer Seite eingewendet: Die Bourgeoisie habe den Krieg und damit daS Massenelend verschuldeteste habe auch für die Folgen aufzukorvmeu und nach dem verlorene» Kriege die Zeche zu bezahlen, In diesen Kreisen wird die Vermögensabgabe auch als eine Art Sozialisieruug aufgefaßt, sehr mit Unrecht, denn eine Vergesellschaftung mag bei Prvduktions-- Mitteln deykbar sein, aber das, was her Staat durch die Vermögensabgabe erhalte, werde zum geriugsten Teil aus Produktionsmittel», zum größten Teil aber aus sehr verbrauch- Haren nnd sehr rasch verbrauchten Bargeldsummen bestehen.! Die Vermögensabgabe fei auch notwendig wegen ihrer tnovalischen Wirkung, einerseits, um zu zeigen, daß Oesterpeich den Friedensvertrag von Saint-Germain wirklich durchführen wolle, andererseits, um den Staatskvedit im Ausland Und Inland zu heben. Dagegen dürfte wohl einzuwenden sein, daß der Friede von Saint-Germain praktisch ohnedies k-UM durchführbar sein wird, und daß dem Privatkredit durch die Vermögensabgabe mehr geschadet, als dem Staatskredit gestützt werden dürfte. Da wir nun einmal wirtschaftlich von den kapitalistisch organisierten Ententestaäten abhängen, ist der Privatlredit «me viel bessere Grundlage für Wederaufbaupktronen für die Beschaffung von notwendigen Lebensmitteleinfuhren u. a. m. als etwa der Staatskredit. Bezüglich der Verwendung der Vermögensabgabe wird von sozialistischer .Seite schließlich gefordert, daß st« der Beschaffung von Lebensrnitteln für das hungernde Volk, zur Verminderung des laufenden Defizitezu dienen habe, mit einem Wort also Verwendung nur für gegenwärtig aktuelle Zwecke. Die Vermögensabgabe ist nun heute keine Angelegenheit prehr,. über die sich mit VernirnftSgründen und sachlichen Beweismitteln streiten ließe, sondern ist einfach eine Machtfrage zwischen den Oesterreich gegenwärtig beherrschenden Parteien, Da das kleine Bürgertum nrcht zu diesen Parteien gehört, wird es den Löwenanteil der Zeche zu bezahlen haben, es wird bei der Vermögensabgabe am härtesten mitgenommen werden. Der Arbeiter verfügt heute zwar über ein oft sehr schöne- Einkommen, aber dieses Einkommen ist in aller Regel nicht fundiert, d. h. e» ist fast niemals ein Vermögen vorhanden, dem das Einkommen fließt. Der Arbeiter unterliegt demgemäß nicht der Vermögensabgabe. Die Bauernschaft wieder ist mächtig genug, um sich, z. B. im Wege deS VerjanlagungSverfahrens, uni die Vermögensabgabe herumdrücken Ein literarisches Unternehmen. AuS dem Tohuwabohu Sammy Grouemaüus. , (4. Fortsetzung.) „Also gut!" sagte Klatzkr ärgerlich'. Euer Vater hat mir den Auftrag gegeben, auf seine Rechnung Briefe zu schreiben; der ganze Verdienst gehört euch. Das Geld kommt an den Wirt, an Bornstein für Liftschitz, und wird dir aüsgezahlt, Iossel." Er beug!« sich über seine Arbeit und begann eifrig zu schreiben. Einige Zeit herrschte Stille. Iossel verstand noch immer nicht. „Was für Briefe?" fragte er ratlos. „Wer ist Liftschitz?" „Laß mich reden!" sagte Chane und schlug mit der 'Hand auf den Tisch. „Du verstehst noch immer nicht, was für Briefs dein Freund Wolf den ganzen Tag Hreibt? Schnorrhrirfe! Bettelbriefe, voll von Lügen und Schwindel! Upb Mein Vater bezahlt ihn für solche Briefe/!wmit wsr hgnn das Geld bekommen, das die armen MnsDft)HMzn,-denen Wan so das Geld ab- Hwindelt und der^n Wutherzigkeit man so mißbraucht." < „Gott behüte!" schrie Iossel ganz entsetzt auf. jf Mich rddeil!" riöf Ehäne. „Ich weiß, du wirst solches Geld sticht nehmen und. wenn du es nehmen lllilftot' ivir'jerH niiGnander. Ihr sollt has äber e'n für allemal, wissen: Iossel und ich — wir Holsen mit solchen' Geschäften Nichts zu tun haben! Nichts! Nichts! Und wir wollen davon nicht einmal Htwas hören! Wir sind jetzt gottlob eigene Menschen, keine Kinder mehr; wir wollen selbständig sein, Wir Wollen hinaus ans diesem aus diesen: ganzen Schmutz. Und wir werden uns eine Wohnung nehmen, wo wir arbeiten können und lernen. Wir wollen arbeiten und nicht betteln. Wir wollen von keinem mehr etwas geschenkt nehmen, nicht von Verwandten und nicht von Aremden! Es ist schon Zeit,, daß wir Inden arbeiten." Wiener zu können. Das BercmlagungSverfahrcn ist auch sonst ein Punkt, in dem die Meinungen einander besonders schroff gegenüberstehen, eine Frage, deren praktische Lösimg geradezu abenteuerliche Schwierigkeiten bereiten dürfte. Der heutige Apparat an Steuerbehörden, so hypertropisch und umfangreich er auch sein mag, zur Veranlagung der Vermögensabgabe reicht er doch nicht im entferntesten aus.' Man wird entweder einen neuen großen Beamtenkörper nur für die Vermögensabgabe schaffen müssen, dessen Erhaltung dann einen großen Teil der Steuer verschlingt, oder aber die Veranlagung der Vermögensabgabe wird jahrelang dauern. Der ersten Alter« -native wäre die letztere noch immer vorzuziehen. Man darf neugierig sein, wie sich die Steuerverwaltung aus diesem Dilemma ziehen wird. Interessant wird auch sein, wie die Nationalversammlung die unentwirrbaren und unlösbaren Knoten in dem Vermögensabgabeentwurf schließlich lösen oder zerhauen wird, tritt doch die überwiegende Mehrzahl der Abgeordneten dem Problem der Vermögensabgabe voreingenommen und wissenschaftlich ganz unvorgebildet gegenüber. Dieser Zustand führt dann dazu, daß sehr wesentliche Teile der Vorschriften über die Vermögensabgabe vom Staatssekretär der Finanzen durch Vollzugsanweisungen geregelt werden müssen. Das ist schon deshalb eine unerfreuliche Erscheinung, weilbei konsequenter Durchführung dieses Systems schließlich jeder Fachminister innerhalb der Grenzen seines . Ressorts absoluter Herrscher wird. Ebenso muß man sich auf Pas entschiedenste dagegen wenden, daß über die wesentlichsten Fragen de? Vermögensabgabe nicht sachliche Gesichtspunkte, sondern die zufälligen Machtberhältmsse der politischen Parteien und Jnteressentengruppen entscheiden sollen. Besonders gefährlich ist dieser Zustand bei den Fragen der Veranlagung und Verwendung der Vermögensabgabe. Falls hierin nicht noch in, letzter Stunde eine objektive, die einzelnen divergenten Interessen vorsichtig gegeneinander abwägende und ausgleichende Steuerpolitik gemacht wird, so werden vielleicht einzelne Jnteressentengruppen ihre Taschen vor Angriffen geschützt haben, aber die Gesamtheit wird auf das schwerste leiden, die Operation der Vermögensabgabe wird zwar gelungen, aber der Patient Oesterreich wirtschaftlich gestorben sein. Kriegsanleiheknrss. > An dir gestrigen Börse waren Kriegs^leihen auf Grund der Bestimmungen der Vermö gensabgabe gesucht und gegen die letzte Nokierung um 3 bis 4°/0 böher bewertet. Es nolierten: Hl. Kriegsanleihe K 64.50, V. tvjiihr. Kriegsanleihe K 70.25, V. öjähx. Schatzscheine K 76.-, TU. 40j8hr. Kriegsanleihe ll. 71.50, VII. .<?/<iä!,r. Schatzschrine I> 75.50, vm. 40jähr. Kriegsanleihe K 7125, VIII. Schatzjcheine K 75.50. Valutenkurse. Im gestrigen freien Verkehr waren fremde Zahlungsmittel Gegenstand regere Nachfrage und erzielten unter mehrfachen Schwankungen namhafte Avancen. Es notierten: Leinote» L 6.28 nach K 5,08. 9! u b 11 n o t e n K d.li, Markn y teu g r ü n ll 4.68'/^, D o N a r K 186.—, Lire 10.60 nach 11,05, Schweizer 9? o t e n K 32.—, tschechische Note» K 3,86, polnische Mark K118.—, Drnarll 11.85, u n g a r k s ch e N o ten ll 102.50, Auszahlung Agram 28!.—, Auszahlung Verlink 450, Auszahlung Vragll 8.75, A u SiahlungBudapestll. 102.— und ungestempelte N » t e it K 96.50. Mafchineufa-rlks-Aktixrigssellschast. N. Heid. Die Gesellschaft bietet den Aktionären von den auf Grund des Beschlusses, der Generalversammlung vom 24. April 1920 zur Emission gelangenden K 4,000,000 Aktien den Betrag von ll 3,000.000 in 15.000 Aktien ä Nominale K 200 zum Kurse von K 650 pro Aktie zuzüglich 6% Stückzinsen vom l. Jänner 1920 ab zum Bezüge an. Der Besitz von zwei alten Aktien berechtigt zmn Bezüge einer neuen Aktie. Dre „Deshalb sind wir ins Ausland gegangen, weil der Russe uns nicht arbeiten läßt und weil er uns die Schulen versperrt. Ich verstehe, wenn da viele, weil sie nicht Arbeit haben können, betteln müssen. Und doch' arbeiten da viele schwer genug. Und gewiß die jungen Leute! Aber hier sind wir dach in Deutschland — in einem freien Lande. Hier kann man doch arbeiten! Und da ist es eine Schande, zu Betteln und M schnorren, auch wenn es ohne Schwindel ist. Eine Schande vor uns selbst und auch eine Schande vor den anderen! Und eine Schande vor den deutschen Juden! Iossel und ich, wir werden schon unseren Weg finden — auch ohne Hilfe; aber ich denke, jeder deutsche Jude wird NnS gern den Weg zeigen, wie wir etaß ausrichten können. — Es soll ein Eiche haben mit der Schnorrerschande und dem mit dem Schwindel! — Komm, Iossel! Wir wollen gehen!" Sie war energisch aufgestanden, den ganz verdutzten Gossel an der Schulter fassend. „Bleibt sitzen, Kinder!" sagte Berl Weinstein freundlich. „Bleibt sitzen! Habe ich euch denn etwas Schlechtes tun wollen? — Vielleicht habe ich Unrecht! Vielleicht bin ich alt und verstehe die heutige Zeit nicht mehr! Aber man kann sich doch aussprechen!" Chane zuckle die Achseln. „Du hast mir weh getan, Chane," sagte Berl wehmütig. „Mein eigenes Kind sagt mir, ich sei ein Schwindler! Mein eigenes Kind meint, ich wäre fähig, einen Menschen zu betrügen! Und ich habe doch, so lange ich lebe — ich bin doch kein junger Mensch mehr — ich habe in meinem ganzen Leben keinen einzigen Menschen auch nur um einen Pfennig betrogen! Ehe ich einen Schwindel machen würde, um einen Menschen hineinzulegen, würde ich lieber sterben." Chane machte eine heftige Bewegung nach den Briefen hin und murmelte halblaut: „Liftschitz". „Du sagst ,Liftschitz' und meinst, du häst mich, getroffen, weil der Mann, der. den Brief bekomm^ 16. Juli 1926 Seite 7 neuen Aktie» sind vom 1. Jänner 1920 an dividendenberechkW Das Bczugsrechk ist bei sonstigem Erlöschen bis einschließlich 22. Jul: 1930 bei der Oesterrcichlichrn Credtt-Ansialt m Wie»/ und der Böhmischen Escomple-Bank und Credit-Anstalt i» Prag auszuüben. Neue Schiffahrtsliuie» zwischen Holland nutz Italien. Aus Triest wird uns gemeldet: Die Compjigaie royal« nederlandaise de navigation wird vom 24. d. M. a» regelmäßige Schiffahrtslinien Amsterdam—Triest und Amsterdam—Venedig via Rotterdam für de» Warenverkehr eimichtrn. Ein Handelshafen hei Spalato geplant. Au- Laibach wird uns bencktet: Dir kroatischen Blätter berichte», daß sich em französisches Finanzsyndikat gebildet habe, das eme» großen modernen Handelshafen bei Spa lato err-chlen will. Dieses Syndikat plane auch den Ban emer Eisenbahn von Belgrad nach Spqlato. Wieirer Börse. > Angesichts der bevorstehenden Vermögensabgabe eröffnte die gestrige Börse in lniiloser Hal'ung mit teilweise schwächeren Kursen. Dagegen machte die Aniwärtsbewegung auf dem Valutenmarkte, wo der Verkehr turbulent vor sich ging, neuerlich lebhatte Fortschritte. Als jedoch im weiteren Verlaufe bekannt wurde, daß in Epa die Annahme der Eutentrsvrdrrung in der Kohlensragr von den deutschen Delegierten erfolgt fei, trat auf der ganzen ft,nie eine Besserung ein. Lebhafter gestaltete sich das Geschäft in Lombarden, welche bis 810 avancierten. Im Vordergründe des Interesses standen auch Staatsbahn und gegen Schluß kamen Alpine ins Fahrwasser der Besserung. Im schlanken wiesen Dampsschiff eine Steigerung von K 500, Navigazione cm« solche vou K 250 auf. Berg und Hütten stiegen um K 200, ferner zeichneten sich Prtroleumwerte durch Festigkeit aus. Auf dem Reiitenmarkke waren öste'.reichische Kategorien gefragt und höh^r, wogegen ungarische Krvnenrente 2% billiger cihäl.lich war. Jin übrigen verweisen wer aus nachstehende Schlnßkursc: . Induftrre-AntvrKehMrrage«. Ällgememe BaugeseUschall 681.— (— 38 —), Unionbau ~(— —.—), Wiener Ballgesellschaft —(— —Königslmfer Zement — (_-.—), Perlmooser Zement 2220.— (4- 70.—), Wienerberger Ziegel —(— Liesinger Brauer« 1260.— (—?8.—-). Sarajevo —- ( ->-Aussig Ehem. 8950.— l-4- 175.—), Brosche Spiritus 2900.— (-Carborundum —.r— (-.-). Clothildr 2060.- (- 40.-), A. G. (S. Union Elcktr. 1300.— (— —.—), Bereinigte Elektrische 1055.— (— 43.-7-), Siemens Schuckm 1550— (-Alvme 3105 — (-}- 75.— . Berg- und Hüttenwerke 8300.— (4- 200.—■), Austria Email — >- — —Egydier 1800.- -.-), EnzeSlelder 1890.- (--.—), Felten & Guilleaume 4150.— (— 25.—), Greinitz Eisen —(-.—), Hutter & Schrantz 1252.— (— 18.—), Kruvv 3474- 1.—), Poldchülte 2280.— (— 89.--), Prager Eisc» 6050.— 60.— ), Rimamnrany — (-.—), Skvdawrrkr 2201.— <-4- 6.—). Dassentabrik 2905.— (+ 15.—>, Brüxer Kohlen 6500.— (— —.—\ Gran- Ezaszvarer (— —.—), Nordvna. Kohlen — (-Obenmg. Hütte« —(-.—), Rossiyrr2465.^- (— 55.—), Salgo - Tarjsner 5400.— {+ 10.—), Trifacker Kohlen 3320.-7- <— 20.-). Ung. Alkg. Kohlen 7000.- (— —), Urikany. 4370.— (— 30.—), Beittcker Magnesit 13.200.— (-Westböbm. 3375.— (-f 75.—), Wolt'segg 1410.— (— 15.—), Danek Maschinen —>— (— —.—), Brunner Maschinen 2530.— k- 20.—), Daimler Motoren 1145.— (+ 20.—), Fialwerke 1840 —(-.—), Heid Maschinen -900.— (— 80.—), Hosherr'L Schrantz 821.—(—29.—), Srgl Lokomotiv 1455.- (+ iO.—), Nuston 2215.— (-+ 15.50), Simmeringer 1120.— (— 75.—), Elbemnhl —f— —,—.), Lehkam-Josefsthaler 2100.» (- 35.-), Neusiedler 7970.- l+ 130.-). Apolly 3845.— (— 49.—), Fanto 17.200.— (+ 600.—), Karpathen 10.700.- (+ 200.—), Galizia 22.580 - (+ 130.-), Schodmca 12.880.— (+ SO.—), Cosmanos 2550.— (— 20.—), Fezfabrikry 4200.— (— —.—), Schoeller Zucker (5800.— (+ 300.—), Schön« pnesener 3275.— (— —), Ocsterr. Eisenbahnverk. 1805.— (— 45 — > Ung. Eisenbahnverk. 1000.— (— 15.—’', Wunec Waggonfabrik 1200.— (+ 55.—), Gerngroß 635.— (— 20.—), Hvlzhandel-gesellschast 2370.— (- 10.-), Lückenlose 1578.-^ i- 2.-). TranAp»rt-U«trv»ehm«rrgeK. Adria — Aussig-Trplitzer —(— —.—). Buschtehrader lit A 3200.— (-Buschtebrüder lit. B 1575.— (-.—). Donau? Dampf. 9260.-^- (+ 500.—), FerdiuandL-Rordbahn —.-7- (— Traz-Köstacher —(-=-.—), Kaschan-Oderberger 1160.— (— Lemberg - Czernowitzer 1850.--' (+ 130.—), Lloyd —k— —Navigazione 8500.— das Geld an einen Ephraim Liftschitz schickt, den gar nicht gibt, und bekommen wirb es ein Iossel Schlenker." „Keinen Pfennig nehme ich!" schrie Jiossel, der aus seiner Erstarrung" erwachte. „Ich habe das gottlob nicht nötig. Wir haben vorläufig zn leben — und wenn nicht, würde ich das Geld auch nicht nehmen!^ „Nimm oder nimm nicht," sagte Berl. „Warpe erst mal ab, was einkommt — ob überhaupt etwas kommt. Das ist daun schon deine Sache, was dü mit dem Gelbe anfängst. Die Briefe gehen ab und damit habe ich meine. Pflicht getan. Also ich frage: Ist es dem Mann, der bas Geld schickt, nicht ganz gleichgültig, obisein Geld ein Liftschitz bekommt oder ein Schlenker oder, ein Klatzks? Er kennt nicht den einen und nicht den anderen und er will auch gar keinen kennen. Was er will, ist: Das heilige Gebot der Wohltätigkeit er-- füllen. Er gibt und dafür hat er das schöne. Gefühl,' ein Gebot erfüllt und eine gute Tat getan zu haben. Und ich sage dir, es ist besser, es ist viel besser zu geben, als zu nehmen. Ex muß mir noch dankbar sein, daß sch ihm die Gelegenheit gebe, daß ich es ihm sö bequchn mache." „Aber," ries Chane empört, „es gibt andere, diees pDslleicht nötiger haben!" + „Dann sollen sie auch schreiben!" sagte Berl. „ttttfr sie schreiben, auch oder kommen selbst zu ihm. Und wenn sie nicht schreiben und nicht kommen, hat er ja gar keine Gelegenheit, ihnen -zn helfen. Er läuft ihnen gewiß nicht nach. Er verlangt, daß man zu ihm kommt, wenn, er geben soll. ..FVenn M schreibe und er schickt,' weiß ich doch, wer das Geld bekomnrt. Sonst bekomm^ t>as vielleicht irgend «in Schwindler oder ein Lump,! der es durchbringt. Hier weiß ich doch, wie es ange-> wendet wird — vielleicht," schloß er ergebungsvoll,^ „auch zum Arbeiten." GortseMS folM z

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