Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 518 (2.7.1920)
- Date
- 1920-07-02
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
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Nr. 513 Men, Freilüst CS'.cncr Morgen Irrung Juli. 1920 Seite 7 VöVWWyn Md MKhlWnöustrle für den Export in Be» ßraH. Rn Zucker exportierte das. damalige Kongreß» holen 27.606 Tonnen nach Rnßlcmd und 51.800 Tonnen IMAAM AmV<4MAM O A A+4m AA.I «Ti «it* A» »M -»2r ru<j4< A4<i' jKandmanufäktur, in welcher die Juden bed'eMhden Ävteft haben. Die,.MzrndNftrie, dettn Dr-MMsiei vor- ^viegLild nach Deutschland, gingenwar trotz des un< Whemm HÄArerchttNNs Polens nicht.Wg«i-stüjk^dnt- Zrvickelt, ihr Produktionswert in deü Jahren 1916'Ns ftdlL Mrust Uur 6,680.600 Rubel. , /•; r, W den letzten dreißig Jahren,M KÄiziM die Mkilveriung seiner Naturprodukte rminxx meyp intensivier:. MN Jahre - i 916 . waren > m ckK JndtLftmtz. Galiziens H62.666 Personeir beschäftig?. Dev dortige.Braunkohlen-^ Md, Eisenbergbair, vor dem Kriege . wenig ^Wtiviert, WMi rationeller^ WrtMaft Mssicht auf gute. Entwich» Ürchg. Bedenlend ist die Produktion der Salzbergwerke, welche 'W ' WHM 1911 -M'.O66 -Löhnen ^Meichsülz' lieferten. Die Gewinnung - von Pottaschejcrlz„ lvelches '!siAM der Nähe von' Kalisch findet, aber' früher'.'wenig ffytenstv 'sWrtzert'-.wurde,.,bm -hei der Weltnachsragi/ nach Diesem Produkt vorzügliche Aussichten. - ^Den gWteN Peichtum Galiziens bilden seine fast Mexschypflichen Petroleunjguelleü, welche, im Jahre 1913 Ü M3.O6O Tonnen Petroleum prodrrzierren. Viele Erdkper^ains sind im Besitze.von Inden,--.welche.sonK in MaMienwor dem Kriegs auf -dein Gdbiete der Hokz^ .WdMieMnd.^eS Holzexports, her^ besonders -nqchs MeWhlaM "muck, k.i'ne ^ersiörragönd'e wrrtschafUiche"" PSBfe,:.;. " 5 - Z .TKrotz dieser Reichtümer, zu. denen-sich auf den neu- Wzugdkömmenen Webieteff eine,. Bevölkerung ' von jgWßek OidUsiriellerNs witifchaft- -We Hgae de.ä neuen Staates schwierig, weil sich hie igsrWWchüktiön rmd bessnderZ die Industrie nvch in: Mbergangsstadium befindet im& weil Polen bis heute!&|r ift West- und Mitteleuropa herrschenden Wirtschafts- ' ^öenz, her mit ' großem "Kapital'" äMÜeÄö'Är Unterfuchung. nicht Rechnung getrd'gen hat: ' fc Sölange Pvleü 'iÜiT beit Wrigen R'ußland.'«tue WiriMMerrcheiL Aldets. konntö Ä'§ itiVM MktWftZzustaNM ^des , rusiifDsi^ 'Reiches Wut diesem konkurrieren. Mer heute als selbständiger Staat Polen zu weist, Nachbarn, WtzWM Änwirtschchtlicher NMniMönnM 'ÜSEeffenl'" OMst'lMd' ob es ''will oder nicht in den wirtschaftlichen Äettbswcrv jn-it. Deutschland und der Tschecho-Slowakei treten nMen.Menn es feine wirtschaftliche sind politische Uniabhsngigkert erhalten und nicht ein Zentmrtt ivirtschaftlicher und damit im Gefolgt Mlittfcher MWsiWitL- WnM;MMy will. M gibt, es nur einen Wetz< Ooll« isräMtzchDWchasHrelheit 'für Ms Bürger deö Staates auch fÜL..idie-.Juden/ welche-MZ7,'Äys Dolejr 'heutss an IndMrie und Handel besitzt, -geschaffen'.haben, rmd die FWMit'.besiheti) Polen zu einem ersolgreichen WrtfchaffLkonkurrenten -ferner. Nachbarn pt Echen. - der Fuden jn Pdlen. Ivo - sie- 1$ Prozent, .Md'sitt" GaWen',' wo sie 11 Prözent der'Bevölkerung bilden, ist folgende: Es entfallen-von ßüll.Juden auf: Ackerbau in Kongreßpolen 2.3, in 'Galizien 17.7, Handel -und Industrie in Kongreßpolm 61.9, in Galizien 26.4, Gewerbe- und Transportwesen iu Kongreßpolen 12.5. in Galizien 28.4, häusliche Ve° fchäftigüng und Taglohn in Kongreßpvlen 8.3, in Galizien 11.7, freie Berufe, Beamte in Aongreßpolen 5.1, in Galizien 10.9, diverse Berufe in Kongreßpolen 6.8, in.GaliziG.3.si. _ ' . . Tie statistischen Angaben über das ehemalige 'Kongreßpolön find veraltet und unverläßkichdeutlichen Einblick aber erhalten wir aus der neuen und genau .geführten Statistik Galiziens über die. Wirtschafte» Verteilung.der jüdischen Bevölkerung. Von den 671.864 Juden, welche Galizien ün Jahre 1910 zählte, lvar mehr als die Hälfte (462.664) in Gewerben tätig, also fast das Doppelte her offiziell angegebenen 30 Prozent sämMcher GeMrbetreibendÄr, welche ihnen die offizielle Statistik zuschreibt. Von sämtlichen jüdischen Gewerbe» inhabern befassen sich 79 Prozent mit dem Kauf-nnd Verkauf von Waren. In sozialer Hinsicht ist die Stellung der galizjscheU Juden'in Len folgenden Ziffern zum Ausdruck gebracht: "89.657 Juden, welche im Handel tätig waren, waren selbständig, das heißt mehr als die .Hälfte .aller Hcmdeltrcibenden Juden, dagegen Nur 16 Prozent Handelsangestellte und 4 Prozent öffentliche Beamte in .Handelsangelegenheiten. Polen braucht -nun heute, um wirtschaftlich konkurrieren zu können, weit Ehr kapitolSkrastige, organisierte Handels- und Jndustrieirnternehrüungen, Engroshändler u. dgl.>- als es heute hat. Run sind hente neun Zehntel der jüdischen handeltreibenden Bevölkerung Kleinhändler,; welche früher vorwiegend städtische Erzeugnisse gegen Landesprodukte austauschten; ^PolniD: MäuhinisUms. hat ihnen ' Uesen Erwerbszweig ' durch /. Wirftchastsßöykoftmas;- nahmen gestömmM' -'ünb^ PsirMJudÄr'.'"' In den engbegrenzten Kleinhandel mit Jndustrievrodükten gedrängt. So wurde -eins r e l atih e llleberfüllung im Handel, hervorgebracht, die dann der Krie^ zur a b s ol u t^ e.)r,gemächtz"hüt. - Mur eine bollständige^ nirgends eingeengte 'Wirtschaftsfreiheit kann diesem abnormalen Zustand das notweüdige Gleichgewicht geben. Ern britisches Douau-Syudiküt. ' Äöüdon, 1. Juli. Zn. dem von herr-orr^grudeu Mit- .Illebrru . der?ngbschen . GrchastZwell a«S-«rcheitetm praktiichm. EüstbUlf für die MiMse /cw der Losrmg der tniitkleuropäischetl .^raLZv«rrsratze-er/ihrr''diel^Ti7M;-", daß nnnntchr miter Leiwng der Reeder ^-urueß, W-'sin; L. Cr»? Becharrdluugcü M dem Zwecke - Aallsindeu. ^ew inacht'KG -b r i t i s ch e s S y n 8 i k a t, das M dan D s n a u v tix.ti h r iuterefsiert chr, die ganze Frage in die Hand, urlnne^ ^Allgnuein werde anrcüuittt, daß eine Brrbtzsirprng der wiftÄa'stüchch' ÄtbiuKwtzr» m Mitteleuropa vär-allem Harr der GstWrUngwo« Krediteü abhavge, und daß dre WredLrhrrsjclluW d^s Handels m diesen Gebenden unmöglich fei,'bevor' nicht das T r a u s P o r t w e s e ü ßo» Grund auf üM'-ge st ä 1 i 11- WF W"’ geimrde Grundlage» gistellt wird- Äät dtÄrüt Ziele sci.das LtzMkat grbrldet worden und die Mil» wrrkirng der anMschrten eÄgliichrn Interessenten werde in .den mitteleurspuifchen 'Tandem hcrzllich Willkomm?» sein. Das Syndikat vrrstige sber mächtige sinanzielle StätziN n»ö seirir tcHtttickft Beiühigrmg firhe außer jedm Zwesiel. f Bo« Hermann Blumrnthnl. IX. (3. ^s^setznng.) Die Sequeftration fcmdtrche» Eigentums iw reu. Beltzrad, SO. Jnni. Der Nabvyalvkrsanrmlm'g ist ein G'.seMiwmf zugesangcu, wonach da- Eigrntum von Untmauen der temdlicheu Staaten unter D t a a t s s e q u e st r a t r o n glsiellt wird. B:S m Erledigung dieses Gesetzes wird die Angrlkgcuhkit durch eine vom Resmien derettS unLerreichnete Verordnung geregelt. Di« GefamLschuld Deutschlauds. In der SitzMg de4, HanAMSair-miuW de? ReickStaäe'8 leckre RelchsfiÄanzmiM.v Dr. 'Wirth mit. daß die Ge-ramtschuld Ddutfchlnn%g 2 6 5 .M i l l i a r d e n Mark benage. Eine neue englische PetroleumgeseSschast. str,S London wird uns berichtet: Hier wurde die ^Mönix"- Petroleumgesrllschasr mit. emem Kapital von?wc'r Millionen Villud Sterling gegründet. Die neue Geiellscha>t bezweckt die Ueberuahmr von sechs wichtigen i n m g n r schen Petro l-e u wselber«, darunter brr onglo-rlnuanischen und der freien Gesellschaft. Bnlutewkunse. Im gestrigen freien Berkehr wa^ das Grschast in frstndeü Zahlungsmitteln gmngsiigig. Es U-ürrten: Lei n o LenH 383. NndelnoterrK 2.73 Mar knote» grün .^ 4.11. Lire K 8.95, tschechische Noten K 3 78, D s l l a x K 158 öO, ungarische Noten 101.—, Dinar K 890.—, polnische Mark 122.—, A u szahlnng Agram K 223.—, A « Szahl«» g Berlin -1.38. A n s z a b l u n-g P r a g K. 2.73, A u Szahlnng Budapest K 99.— und u u fl e st e m p e l t e N o r e n K 96.50. Ausgleich. Die Basnven der Firma Wiener Kammersntzst Gesellschaft m. b. §>. m Wien. I.. Himmelpf-rtgasse 9. betrage« zirka K 180.000. Der Wert der Aktiven wird mit K 18.000 angegebm, dürfte aber geringer sein. In Wiener Mnsikkreiien bat die Nachricht über dre Insolvenz dieser Gesellschaft lebhaftes Bedaneu, ansgclöst. Hoffentlich werden sich Kunstfrennde sinden, die diesem Nntemehmerr Hilfe angedeihen lasten werden, so daß eS writerbestehen kann.. __ Wiener Börse. . Gcsiüdt, aut di>'^nssicktcu, daß die innervolitischc?age b<üd gellart sein wird, ei ösiuue die gestlige Börse in fester Haltung., wo;» auch noch die Rattsiz-erung deS FriedeusvutrageS bügriragen hat. Deckungen der Konuemme bewirkte» eine Auswiirtsbewegung der führenden Fkrwffrwertk. Im wertzren Berlavfe deS B?rk-.-hrs verminderten sich die Umsätze.- ein Teil der anfänglichen Erhöhungen ging verleren, da die Lokalspeknlation Gewirrnstcherstellppgen zur Attsfukr'Mg brachte. Im Schranken dagegen war mit AuSuahme einzelner Werte eine feste Haltung vorwiegend. Hrrvvrgerustn durch Käufe für fremde Rechnung hanmerten Galrzia uru 1800. feiner verließen Kohlenvapirre mit größne» Etcigerungen den Markt. Auf dem Renkmmarlte war di« grmeinfanir Norementr hoher, wogegen ungarische Krouenrente 6^/« billiger erbaltlich war. Im übrigen verweisen wir ans nachstehende Schlußkurse: Jnduftrie-LLnterneftmvnge«. Allgemeine Bangefekl» fchast 690.—- (- SO.—), llmvnban 610— Wiener Baugesellschast —.— {-), KiinigShofet Zement — (■-.—). Prrlmvvsrr Zement 2135.— (st- 55.—), Wrenerberger Ziegel 18OO.— (st- 59.-), Zirfinarr Brauerei —(- Sarajevo —(— -—.—), Aussig Lhem. 6420.— (st- SO.—), Brosche Spiritus .Earb-rmrd»« — {-Clottzildr 2185.— (st- 85.—),, L. E. G. llnw» Slektr. 146V.— (st- 45.—), Bereinigte Elektrische 1042.— {— 8.—), Siemens Gchnckert 1560.— (st- 35.—), Alpine 3070.— (— 80.—'. Berg- und Hüttenwerke 82.L0 (— —Ansiria EUrüll —Eghdier—(-.—), Enze-ftlder 1940.— (st- 40.—), Felten * Guilleaume 5850.— (— 140.—), Grrinitz Eisen —(--.—). Hutter fe Schrantz 1360.— (— 80.—). Knwv A.«G.-1486.- (— 14.-). Poldchötte 5290.- (st-80.-). Prager Eise» —.——.—).■■ RimamweaNh 2860.— (-!- 75.—), Grodawerke 2580.- (st- 70.—), Wastenfabrik 3000.- (st- 20.—), Brürrr Kohlen 7360.— (st- 300.—), Gran» Szaszvarer 2700.— (st- 203.—), Norbnng. Kodlcn 2630.— (st- 220^), Oder«««. Hütten SS70.— lst- 330.-), Rossitzer (— —), Gala» * Tarjaner 5580.— (st- 100.—), Trifaiftr Kohlen 3090.— (-.—). llng. Allg. Kohlen 75W.— i—stv.—), Urikanp 4270.— (st- SV.-), Beikschcr Magnesit Wrftböhm. l—^ ), Danek Maschinen —Brünner Maschine» 24Q0.— C-r- — Daimler Motoren 1080.— (st-, . 50.—), Fiatwerke 1340.— (4- 40.—). Heid Maschinen 980.— (st- 30.—), Hosrmc L Sckrantz 845- (st- 5.-, Sigl Lokvmvtid 1420.- (- 29.75-, Rrrsiou 1849.— (st- 60.—), Snnmer'mger 1090.— (st 3.—). Ekbe- «W {-.-), Lchkam-Joschtthaler 2100.- (st 30 ~), Neusiedler —. (-.—), Apollo 3475.— (— 25.—), Fante .. «Ach Hartse kam, setzw. sie sich zu rhrtzt Fsid <Hzühlre ihr vom HEir^tHÄntrag Dr.Hrvcks. ,Mr Mufft ihsi koumzü lernen Und such du wirst '4Ln^ habsn^ Woß Nabel. . . . schweigend zu, dann 'sagte sie: „AwhcstHrMube, daß es ein Glück füd dich wäre, 'Nnb.^ Es wäre üstch steine Partie nach meinem Herzen. Ich Ml Ihn kennen lernen." 'EMgr Tage spüttev kam Rahel erregt Mach Hause Mff ^Myrt zu sptcchrn, in Tränen aus. ChtzUv'e war -Ein zu H'ause und sie suchte bas ÄSdchM jü'--v^«nhWft.' , , Mas ist dir, Kind?" fragte sft ün-d streichelte ihr die Mangm. ^, „Mastst aus// schluchzte MM. „JchMn' Mt, VtglsiÄch."' , ' y , „ErzqtzLe, was geschehen ist/' sagbe-Lhawr. ,,'Hat Brück mit dt/ gebrochen?''' Mhel schütbelte versieineird dm iKovs. „Es ist schrecklich, schrecklich,^ rief sieE, „wir werden ausei,rander gehrnAttüfsen." „Beruhige dich twtb Gzähle, was üsrgefäMr ist?" ,Müke Vir, der DoMr ist kein Jude, wksl'ich gedacht habe, er ist Christ." *; , ,Min Jude?" rief Chawe erstaunt. „Uns Mi saMe Äev'-di«'esst Heute-Etz wußte doch, daß du Jüdin bist." ) ,Er hielt Lö für 'webensüchlich und iwllte etft sicher sehr, daß ich ihin meine Hand nicht verweigern werdr," erwiderte Nahes. ,/Doch »Hhl genüg damit. Or verlangt auch, daß ich Christin wrrden soll . . /' HaS P unmöglich," rief Chawe aus. „Urmes Kind! . Der Pater wird uiemals seine ViryvMgung hiezu g^ben." iRahel w-rinte ftifC vor sich hin und es wurde Ml in der Atnb». „Du mufft jetzt vorläufig frden Verkchr mit ihm auf geben," sagte Ctzawr nach einer' Weil«. „Es ist eine ernste Sache utw wir müssen überlegt handeln." - - X- ''’ ' ' Rach einig2u Tagen erhielt Rahel «inen Briefs von Dr. Bruck. „Ich weiß wohl, dckff U) Ihnen Schmerzbereitet habt," schrieb er. ,Ach liebte Sie von der ersten Minute an, da ich' Sie eÄlickie ünö übersah die Schwierigkeiten, die sich unserer Verbindung entgegenstellen könnten. Ich' weiß, daß es eines großen Ent-.' fchkuftss bedarf,;aber weftü e§ sich um unser Glück handelt, dürfen wir uns um Vorurteile nicht kümmern. In kurzem muß ich nach P. reisen und ich will nichts daß meine Frau in den Augen anderer mir nicht gleichwertig sein soll. Darum bitte ich Sie, meinen^ Wunsch zu erfüllen . . ." Rahel brach in Tränen ans und reichte den Brief der Mutter. -- ,Ach will mit -ihm sprechen," sagte Ehaws, nachdenr' M das' Schreiben durchflogen hatte. Sie schrieb 7yN.,D^ ^HtUilk-'Und,-estpllte ihn für don nächsten Tag in eiroe Konditorei.' s * , Am nächsten Tage zog Chawo. ihr schönstes Kleid au. Sie befänö.'sich in großer Aufregung, doch nod) bei: ULsiM WöMn Dr. Brucks fand sie ihre Ruhe wieder. -H'hr Aytratz ehrt uns, Herr Doktor," begann sie, üachdrM Dr. Bruck bei ihr um Rahels Hmrb angehalten hatte. „Ich glaübe auch, daß Sie sehr gut zu ihr passen würden/ doch VÄgessen Sie nicht, welche Kluft sich zwischen Euch' nusiut. . ." Ich versieffe, daß .mir Radel ein Opfer bringt, wenn sie meinen Wunsch erfüllt, über was vermag nicht alles dse Liebe . . „Sie könnten ihr ja das Opfer bringen und nicht darauf bestshan," meinte Chawe. „ES muß sein" sagte Dr. Bruck ernst, „ich habe viel darüber nachaedacht, aber ich sehe keinen anderen Ausweg.^ Chawe suchte ihn von seinem Plane abzubring-n, aber all«' ihre Einwände vermochtet: ihn nicht umzustimmen. ' „Sie machen es mir schwer," sagte Chawe, als. sich Dr. Bruck vxrabschisdete: Im Sttlken^^, abor,'saM sie sich: , „Ein reizender Mensch) Er wird Nahet gewiß, glücklich machen." - Chawe beschloß, daß Dr. Bruck, was auch immergeschehen würde, ihr Schwiegersohn werden solle. . „Beruhige dich," rief sie Rahel zu, als sie nacht) Hailse zurück, ebne, „es ist noch nicht alles verloren." I ' XI;■;| Chawe murr nahm es, ihren Mann für die PariiL) zu gewinnen. t Sie ldbte D'r. Bruck mit vielen Worten. „Cr igein schöner Mann, ei« Kavalier, und Rahel wirb bek" ihm ihr Glück finden," rief sie ausr' ,I)och eines wird dir nicht recht sein. D'r. Bruck ist nämlich kein Ande"^ „Kein Jude," fuhr Schachne aiis,' „wie. MM er dann , Rahel heiraten? Kannst du dir denken, da ff Rahel dir Frau eines Christen werden soll?" 1 < „Es ist auch mir nicht erwünscht, daß »s so/ gekommen ist, aber er ist «in feiner, Mann und liebti^ Rahelabgöttisch. Kömrrn wir uns da ihrem Glücklant« ' gegenstellen^ /. „Rahel wird mit einem Christen, nicht glücklichl sein. Sie ist eine Jüdin und nur ein Jude kann fies glücklich machen," rief Schachne aus. „Sprich Miri nicht;nehr davon." . ° l Aber Chawe hatte es sich fest vorgenammek, daß Dr. Bruck ihr Schwiegersohn werden sollte und ft«' ließ von Schachne nicht ab. „Bergiß nicht, daß Ral-el ^ein armes Mädchen ists Du siehst ja, wie sich die jüdischen jungen Llerutzrtz um sie reißen. Oder soll sie die Frau eines Lastträgers! werdry? Haben wir sie dazu erzogen- Wer verbiet«, es Ehr al§ sie, die Frau eines Doktors zn werdet^ Willst du dem einziges Kind unglücklich, machen?" i ' Goftsetzppg folgt.) ’