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Wiener Morgenzeitung · 1920-06-29 · Heft 515 (29.6.1920) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 515 (29.6.1920)
Date
1920-06-29
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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f Str. 515 Söicu, 2D Lener üa. '^uin iUkia Sette 7 weist sich Le«!!- die sich hecanwalzrnde Katastrophe starker als klle papierenen Bestimmmrge». Schon werden Arbeiterentlaffuvgrn in großem Umfange notgedrungen vorgenommen. Wichtiger bringender als die ReginnngSkrise und alles waS drum und >rau hängt. ist die Rettung der österreichische» Elseuindustne auS rem Rohstoffmangel. Gelingt sie nicht in wenigen Wochen, so «nser Lebensnerv durchschnitten, unser wirtschaftlicher Tod besegelt. die Verelendung und sckließliche Auswanderung gerade der produktiven Arbeitskräfte in größtem Umfange nnvrrmerdlich. ES i der Zusammenbruch. —_ < -/ >ahme von Schecks itt Zahlmrg bei staats lichen Kaffe». Das Staatsamt für Finanzen hqt verfügt, daß bei den ihm Mehenden Kassen unter gewissen Voraussetzungen Schecks zur Mittung von Schuldigkeiten ukw. in Zahlung genommen werde» M. Zur Annahme zugelasse» sind außer den Schecks auf 'die Mtzkafse, die Oksterreichisch-ungarische Bank und den Wiener )- «Nd Kassenvereln amh Scheck-auf andere Geldanstalte». st sie am Sttze einer in Oesterreich gelegenen Anstalt der Erreich lsch-nngarischrn Bank oder am Orte der empfangend?» <e selbst zahlbar sind. Die mit dem Scheck zu begleichende Kindlichkeit gilt mit dem Zeitpunkte als erfüllt, z« dem der Unwert der Schecks durch Gutschrift auf einem staatlichen 'ck «der Girokonto tatsächlich eingegangen ist. ) ' — —. ^ndelsuachrichte» a»s der Tfchecho-Slowakei.? Prag, 88. Juni, (Privat.) In der Generalversammlung Fr. M r l i ch a r Säe>naschinen-A. - G. wurde beschlossen, das Geschäftsjahr 1918^10 eine Dividende von £ 30 zur Müttung zu bringen und im Hinblick aus.die Erwerbung der ^rnehmuugen der Firma U m t* ath L C v. das Aktienstü! um £ 6.000.66V zu erhöhen, sowie die Firma auf «Berste Fabriken landwlrtschasttrcher' Maschinen Fr. Melichar, xath L Co., A.-G." abzuändern. ' { In der letzten Sitzung der P o r z e l L a n s e k t i » » ( Kvmmrfsion für Außenhandel wurde sestgestesit, daß der ijwrt bei Ltn gegenwärtige« Zuschlägen unmöglich wird, wesa eine bedeutende Herabsetzung der Zuschläge erfolgen soll. k& i l tt (> 1 c n £ 2.74 nach £,2.83, /in £ 4.44, Lire K 9.95, D o l > Balateakarse^^^Jiy 'gestrigen freien Verkehr waren ib ..et *:# t t iiut^ gefragt, konnte» jedoch ^Höchststand n'M voll vchairpten. Die übrigen Zahluugsmitiel M-nur wenig verändert. ES notierten r L ejnotcn £ 8.93, M a r k n v 1 e n lar £ 157.50. >ch e ch i s ch e N o t e n £ 3.78, Schweizer Note« -30.50, französische Noten £ 13.85, D r n a r < 910.—, Pfund K 645.—, ungarische Noten 100.60, poluischeMark£ 116.—, Auszahlung flt n lit £ 222.—, Auszahlung Berli « £ 4.43, a s Z a h l« n g Prag £3.75, Auszahlung Buda^ st £ 100.— und ungestempelte N o t e n £ 91.--. ( Die amerikanische Anikererzeirgnng. Die ganze ^erikanische Znäererzrugung emschließlich jener der Philippmen * der Sandwichsmfrln beträgt in diesem Jahre 1,900.000 Tonnen zenüber einem jährlichen Verbrauch m den Vereinigten Staaten % 4 Millionen Tonnen. - fr Prager Börse. Heute blieh die Effektenbörse geschloffen, stsenkursr wurden ebenfalls nicht notiert. y Fusion der Firmen Nt. Advokat and I. D. Advokat z« der Vereinigte» Adv» Handel»-- »ad Jaduftrie- Gesellschast m. k. H., Wie«. Dir bereits 'seit Jahresfrist angestrebte Bereinigung dieser Firmen wurde vor kurzem durch- Sriührt. Zii Geschäsisiührern der Vereinigten Advo Handels- und ndustrie-Geiell'chast mb. H., wurden di« Herren I. D. Advokat und Simon Advokat bestellt. Die Ducknon und das Zentral-- bureau befinden sich Wien, I., Franz Josefs-Kai 65. Telephon Nr. 17046. Die Abtrünnige. Bon Hermann Blumenthal. •' V- Vi-.. - I. Unow am Düjestr IcBte ctuffc ein Mann NüntLsts Schachne Sasiec, bessest Ruf alZMustnann uich Talmudgeehrter weit über die Grenzendes. Landes.-Hinaus» - drang. i -Große Waldungen und Holzlager in den Karpathen loaren fein eigen und er schickte das Holz auf/Flößen am Dnjestr bis zum Schwarten Meer, Verkaufte es in der Moldau und nach Kleiuasienund sein Wohlstand blühte. Bis zu seiner Verehelichung hatte sich Schachne pur mit den heiligen Büchern befaßt, doch dann mußte er sich voll und ganz seinen Geschäften widmen uub et war viel auf Reisen, im Hochwald und in den Hafenstädten. Doch so sehr auch sein Reichtum wuchs, veränderte fct fein Wesen nicht und er hatte stets ein Herz für die Flößer und Bauern, die sein Brot aßen. Sein Weib Chawe paßte nicht ganz zu ihm, deyri sie fand viel Gefallen an Schmuck und kostbarein Gewand und ließ sich gerne bewundern, liebte es auch, brenn sie beneidet wurde und ihr Lob hörtze. Auch Wat sie ihren Dienstboten eine strenge Herrin. So konnte man die Ehe nicht sonderliche glücklich jnennen. Nach dem sechsten Jahre ihrer Ehe schenkte Chawe einem Kinde das Leben. Es war ein Mädchen und sie Mimten es. Rahel. II. , Auch baS Kind vermochte die beiden Eheleute nicht einander näher zu bringen. Mater und Mutter liebten es auf ihre Weise, aber das Herz des Kindes gehörte dem Büter. Schachne widmete Rahel seine ganze freie Zeit, lernte sie gehen und fuhr mit ihr in der Britschka übers Land. Als sie größer wurde, erzählte er ihr jAeschichtchen und erteilte ihr Unterricht in allen uüb- Wiener Börse. , Di« «tut Woche «öffnete in fest«! Haltung, wozu der Wsige Geldstarid bti der' statigehablen Versorgung vulfach beigetragen hat. Dre Kontermine sckritt zu DeckungskäuftN, auch gelaugten Meinungskäuse zur Ausführung, welche speziell den Üihrnrden Kuüffenwertrn tu kräingtten Avancen verbalfen. Im Vordergründe deS JnterrffeS standen Siaarsbahn, die bei lebhafteren Umsätzen um £ 238 in die Höhe grugen. ferner wiesen Alpine und Südbahnwrrte kräftige Steigerungen auf. Im Schranken Waren wieder Petroleumwerte begehrt und höher. Mehr Beachtung fanden auch einzelne Kohlenvapiere- und Dampfsckxff- Aktien. Wiewohl sich tm Verlaufe des Verkehrs mit Rücksicht auf die heutige Feiertagsunterbrechung die Umsätze verringerten, ging der feste Grundton des Marktes dennoch nicht verlören. Reuten waren behauptet. Im übrigen verweisen wir auf nachstehende Schlußkurse: , Indnstrie-Unteenehmnngen. Allgemeine Bauaesellschaft 709.— (— —.—), Umoubait —Wiener Baugesellschaft 710.— (-.—), Kömashofer Zement 2600.— (— —), Perlmovser Zement —(-.—), Wienerberger Ziegel 1800.— (-f 50.—), Liesing« Brauerei 1210.— (— 50.—), Sarajevo(-\—)> Aussig Ehe«. 6390.— (-f 40.—), Brosche Spiritus —(— —Carborundum — (- —). Clvthildr 2030.— (+ 80.—), A. E- G. Union Elektr. 1395.— (-f- 35.—). Bereinigte Elektrische 1050.— (4-11.—), Siemens Echuckerl 1461.— (4- 32.—), Alvrne 3170 — (4-140. Berg- und Hüttenwerke 8000.— (4- 100.-), Austria Email 3200.- (--.-), Egydier 1768.- (4- 23.-). EnzeSfelder 1880.- (4^ 130.—), Felle« L Guilleaume —(-.—), Gremitz Eise» —Hutter ör Schrantz 1280.— (4- 35.—), Knchp A.-G. 1462.- (4- 62.-). Holdchütie 2155.— {+ 95.-). Prag« Eise» 6996.— (— 5.—), Rimamuranh 2785.— (4- 150.—), Sksdawerke I960.— (4- 80.—). Waffenfsdrit 2850.— (4- 10.-), Brüx« Kohlen 6770.- (- 230.-1, Grau- GzaSzvarrr —(— —.—), Nordung. Kohlen — .— (— —), Oberung. Hütten 5560.— (— —.—), Rofsitzer 2350.— (4-90.—), Calgo » Tarjauer 5375.— (4* 285.—), Trifail« Kohle« 2990.— (4-100.-), Ung. Allg. Kohlen 7560.- (+ 150.-), Ürikanh —(— —.—), Beitfch« Magnesit — (— -) Westböhm. 29B0.— ex Coupon. Danek Maschinen 2100.— (— 20.—), Brünn« Maschinen 2340.— ex Coupon. Daimler Motoren 997.— (4- 17.—), Fiatwrrke 1275.— (4* 30.—), Heid Maschinen 905.— (4- 10.—), Hofherr L Schrantz 808.— ex Coupon. Sigl Lokomotiv. 1444.— (4- 44.—), Rick»« 1789.—(4- 97.—). Simm«mg« 1070.—(4- 65.—). Elbrmiihl —.— (t—Leykam-JosefSthäler 2020.— ex Coupon, Neusiedler —(•-.—), Apollo 3490.— (--.—), Santo 14.400.- (4- 900.—), Karpathen 9000.- (+ 600.—), Galizia 16.180.— (4- 380.—), Echodmca —(— —.—), Eosmanos 2450.- (— 50.-), Fezfabrikrn 3700.— (- Schoeller Zucker 6200.— (-Schönprieseneu —(— —.—), Oesterr. Gisenbahnverk. 2015.— (-.—). Ung. Eisenbabnverk. 950.— (-!- 30.—), Wiener Wagaonfabrrk 980.— (4- 65.—), Eerngroß 710.— (4- 10.—\ HolzhandelSgesellschast 2495.— (4- 46.-1, Törkrnlose 140o.— . Trnnsvsrt-Untennehmungen. Adria 8400 — (— 70.—), Aussig-Trplitz« —.- (— Bufchtehrader lit. A 3lOÖ.-r*. (4- 20.—), Bufchtehrader lit. 8 1500.— (— —.—), Donau- Dampf. 8750.— (4- 420.—), Ferdinands-Nordbabn 10.700.— ex Coupon, Graz-Köstacher —' (— —.—), Kaschau-Odrr» berger 1050.— (— 55.-—), - Lemberg * Czenwwitzer (805.— (- 20.-), Llohd 17.200.- (4- 100.-h Navigazione 8400.- (4-140.—), Staatseisenbahn 3552.— (4* 260.—)» Lombarden 472.— (4- 44.—), 8*/» Süddahn-Prior. 890.— (4- 65.—), StaatSbahn» Genußscheinr 2370.— (4- 135.—). Renten. Mair«nte 92.50 (4-.25), Febrnarrente 83.25 (— —,50), Oesterr. Kronenrente,83.— (-.50), Oesterr. Goldtwte (— —.—), Ungar. Goldrmte 2S0>— (— -e-.—), Ungar. Kroneureute 112.—(4- —.50). Banke«. Anglo-Bank 748.— (4- 2.—), Oesterr.--oSn. Bank 599.— (4- 17.—). Ungar. Bank vud Handels. 995.— (+ 60.—), Bankv««n 820.— (4- 8.—), Bedenkredrl 1915.— 44- 15.—), Oesterr. Kredit 976.— (4- 2.—), Una. Kredit 1634.— (4- 44.—1, Depositenbank 767.— (4- SS.—), Niedcrost. Eskornpteges. 1173.— (4- 8.-!), Ung. Hypothekenbank 490.— (4- 20.—),' Länderbank 955.— (— 6.—), BoSn. Landesbank 649 — (— 8.—), Mercur 895.— (— 5.—), Oestcrr.-ungar. Bank 4250.— ex Coupon, Unionbank 857.— (4- 3.—), Bev» kebrSbank 620 — (— 8.—) AivnostrnSka 1470.— (4- 19.—). lichen Dingen. Die Mutter aber gab sich mit ihr täglich' ein Stündlein vor dem' Mittagessen und' ein Stündlein, wenn der Abend dämmerte, ab, lernte sie gar manche Artigbrit und übergab sie dann den Mägden, damit sie sie recht behüten mögen. ' So hatte der Vater, je mehr Rahel heranwuchs, immer mehr Einfluß auf ihr Gefühlsleben, während die Mütter ihr in allen praktischen Fragen eiite Leiterin war. Äls Rahel zwanzig Jahre zählte, hielt ein Arzt 7n einer benachbarten Stadt, Dr. Lazar, um ihre Hand vn Und Rahel verlobte sich mit ihm. ■ III. Das Haus Schachnes stand unweit vom D'njestr nnd von den Fenstern konnte man die Holzflöße ström-, aufwärts schtüimmen, sehen. Der Dnjsstr.ist ein wilder Fluß und im Frühjahr und Herbst tritt er oft aus den Usern, überschwemmt weit das Gelände und kehrt erst allmählich in sein Bett zurück. - An einem' Herb stabend /aßen Chawe und Rahel im Erkerzimnuer und nähten an der Aussteuer Pahels, während Schachne in seinem Comptoir über den Büchern hockte. Da erhob Rahrl plötzlich den Kops von der Näharbeit und sagte: „Mir ist es, als wenn der Fluß heute stärker als sonst rauschen würde." Die Mutter horchte eine Weile und meinte: „Am Ende kommt Hochwasser in der Nacht."' Bald sprangen beide Frauen erschrocken auf, denn das Rauschen klang schon wie Donnerrollen und da stand an der Türschwelle Schachne, bleich wie die Wand. „Das Holz!" stöhnte er und sank in einen Sessel. „Wenn sich der Fluß nur wieder beruhigt." Die beiden hörtenseine Worte kaum, so stark klang jetzt der Schlag der Wellen. Sie traten ans Fenster und was sie gefürchtet, sahen sie zu ihrem Schrecken bereits eingetreten. Der Fluß war breit wir ''ein Feld. Fast unsichtbar nahm sich das andere Ufer aus und die WoLen tauchten aus tnttt Größte Auswahl! Billigste Preise! sw Leopold Sternhart, Wien, l., Biberstraße 9. > _;_—__ ______J 473/80 Berliner BSrfe.' , Berlin, 28. Juni. Die Börse eröffnete auf die Zütuugsmeldung von der Erklärung des Belagerungszustandes in Hamburg und wegen der Besorgnisse hinsichtüch d§r bevorstehenden Verhandlungen in Spa in gedrückter Stimmung. Es wurde anhaltend wertgehende Geschäftsenthaltung geübt. Der Verkehr schleppte fietz bei sehr unregelmäß'grr Kursgestaltung träge dahin. Fm allgeuleinev waren jedoch die Veränderungen eng begrenzt. Durch Frstigkev zeichneten sich gleich bei Beginn Schantungbahn- und Petroleum Aktien aus. Deutsche Petroleum-Aktien stlegeu ans 748. Stark» Käufe laude» ferner in Rheinischen Braunkohlen-Aktien statt, di» um 55*/, bis 625 emporschnrllten, dann allerdings unter Gewinnrealffationrn etwas nachgaben. Von Montanwerten gewänne» Phönix-Aktien 5«/, und Buchomer-Aktien 6'/,. Rhein. Metall. Aktien hoben sich um 15%- Auch für^ Kaliwerte zeigte sich einig» Kauflust, besonders für Westeregl. Alkali-Aktien. Neu-Guinea-Akrirs zogen um 24"/, im Kurse an. Schiffahrtspapirre schwächten sich etwas ab. Argo-Attien und andere verloren bis 17°/»» Der Aw lagemarlt war behauptet,' Die Devisenkurse. Wiea, 28. Juni. (Kurse der österr. DevffrmerüttckeO Amsterdam 5875.- '5875.-), Berlin440.-(430—),Zürich 2790.— (2790.—), Christian!« 3700.— (2700.—), KspnchaM 2500.— (2600.—), Stockholm 3225.— (3225.—), Mark-Not« 436.- (426.-), Lei-Notm 320.- (320.—), Leva-Roten «80.— ■280.—V Schweizer Roten 2765.— (2765.—), Französisch! Noten 1200.—" (1200.—), Italienische Noten 900.— (900.—), Englische Noten 580.— (580.—), Dollar-Noten 145.— (145.—% Rubel-Rote» (Romanows) 220.— (220.—).; Wiede» 28. Juni. (Kurse im freie« D ttN, l e h r.) Agram 209.— bis 229.—, Budapest: Zahlung in Post» fvarkaffageld 96.— bis 108.—, Budapest: Zahlung in gestempelt« Noten 96.— bis 108.—, Ungarische gestempelte Note« 96»— bis 106.—, Warschau, Krakau m voln. Mark 105.— bis 121.—, Prag 366.— bis 386.—, Tschrcho-slow. Krvneunote» 5000er 366.— bis 388.—, kleinere 367.— bis 387.—, Neue Dinaruoten 850.— bis 900.—. . Berlin, 88. Juni. (Devisenkurse.) Amsterdam 132115 (1308.65), Antwerpen 822.15 (319.65), Chpstiania 623.36 (683.35), Kopeuhageu 611.85 (611.85), Stockholm 834.15 (819.15), Helsingfors 167.86 (174.80), Italien 230.75 (228.75), London 148.60 (146.-5X Rew^Nsrk 37.45 (37.07V,). Paris 308.70 (305.70), Schweiz 673.36 (674.30), Spanien 619.35 j611.85\ Wien alt« 19.48 Wim adgestrmpelt 25.72 (26.03V,), Prag 86.65 (86.85), Budapest —(—.—). Fraakfurt» 28. Juni. (Devisenkurse.) " Brüssel 322.- (318.-), Holland 1330-(1316.-), Lands» 147.90 (146.50), Paris 306.50 (305.-), Schweiz 678.25 (675.25), Spanien —Italien 225.50 (226.75) Dänemark 614.25 (614.25), Norwegen 631.75 (634.25) Schweden .824 — (804.—), Helsingfors 177.— New» W 37.10 (36.65), Wien, altes -.— (-.—), Wien, abgcst. 26.07 (26.10) Budapest —(—♦—), Prag 86,90 (-.-). Zürich, 28. Juni. (Devisenkurse. — MitgrtM von der Schweizerische« Kreditanstalt.) Berlm 14.85 (14.85), Holland 196.—(196.75), Rew-Vork 548.- (549.-), London 21.78 (21.78), Paris 45.40 (45.2»), Mailand 33.60 (33.76>. Brüffel 47.90 (48.50), Kopenhagen 91.50 Gl.—), Stockholm 121.50 (120.25), Chcistia«ia 95.— (94.-). Madrid 91.75 (91.75), Buenos-AireS 238.— i233.—), Prag 18.10 (13.10), Agram 7.65 (7.60), Budapest (-.-), Warschau 8.75.(3.70), Belgrad 31.- (-.-), Wien Geld 3.90 (3.85), Wien Ware —österr. gest. Kronen ^Neld 4.— (3.90), österr. gest. Kronen Ware > — dem Dunkel empor, erhoben sich haushoch, wuchsen §u Bergeshöhe und verschlangen alles, was in ihrem BererH war. Fast bis. zum Vorgarten reichte^ das Wasser; man konnte das Haus nicht mehr verlassen. Nun ertönte die Sturmglocke und die Dorsleute, die bereits zur Ruhe gegangen waren^ schreckten aus. Manche rettetest das Nötigste in wilder Flucht, andere konnten die Hütten nicht mehr verlassen und sie. suchten auf den Dächern Zuflucht. In dicken, schweren Tropfest siel der Regest immerzu und der angeschwvllene Fluß nahm all das Regenwasser auf, das sich in tausend Bächlein zu ihm Bahn brach. Schachne trat zu Frau und Tochter, ans Fenster hin und blickte in den Strom hinaus. Wenn ab und zu ein Blitz die Finsternis durchzuckte, sah er angestrengt auf den-Fluß hinaus und immer schmerzlicher preßte er die Lippen zusamen, immer mehr verzerrten sich seine Züge, denn alle seine Befürchtungen sah er weW übertroffen, Es war, als wenn alles Holz, das am Flussch. entlang meilenweit anfgeschichtet gelegen war, zunS Spiel der Wellen geworden wäre. Die Holzstüc^ tanzten. auf best Wogen und flogen pfeilschnell dahin, tbie von wilden Geistern gejagt. Stunden gingen so dahin, während der Bteidje Kaufherrn am Fenster gelehnt stand und untätig zusehen mußte, wie. all sein Holz auf den tanzenden' Wellen dahinschwanun, denn er konnte das Haus nicht verlassen. Und die flinken Wogen trugen unermüdlich bas viele Holz stromaufwärts in die Ferne — dem Schwarzen: Meere zu. IV. Als der Morgen graute, hörte der Regen aus und das Wasser nahm zusehends ab. Hier und dort sah man nur noch einzelne Holzstücke schwunmmen. (Fortsetzung folgt.)

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