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Wiener Morgenzeitung · 1920-06-23 · Heft 509 (23.6.1920) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 509 (23.6.1920)
Date
1920-06-23
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 Wien» Mittwoch — ~~ —1 ■ - " — '— »■ r Wiener Morge»z«!tung 23. Juni 1820 '- Är. 509 An die geehriZN Leser der Wiener Tageszeitungen! Die Not de? österreichischen Zeitungsgewerhes ist ittsolgc der Preissteigerung aller Rohmaterialien und der notweudig gewordenen Erhöhung aller Gehälter und Löhne aufs höchste gestiegen. Seit langer Zeit wird in allen Zeitungen auf die dadurch cutstehenden Gefnlrrcn für lebenswichtige .öfscutliche. : »stnteresscu aufmerksam gemacht. Tic Zeitungen ' •.ilicr Richtungen stehen glclchermaüen unter diesem - schweren Druck, der zu einer Katastrophe. zu führen,, ervhi ' Die bisherigem Preissteigerungen sind immer noch nicht den Erhöhungen der Herstellungskosten 'ngepastt worden und auch heute wird von) den eserrr der Lbierrer Tageszeitungen nur ein Teil- . etrag der Mehrkosten erbeten. Dafür glauitt aber '--ie Unterzeichnete Vereinigung von der Einsicht und dem Verständnis aller Zeiinngsleser erwarten zu > ärfen. des; sic ihrer Zeitung treu bleiben und die •r den einzelnen leichter zu tragende Mehrstestnug ni-s sich nehmen. Tie Erhöhung der Begspreise, zu der wir uns jetzt entschlichen mufften, >.st ein? hoffentlich vorübergkhmde Notwendigkeit: Die Vereinigung der österreichischen Tageszeitungen. Durch oben g^.geführle Grunde sieht sich auch die Verroaltung der ..Wiener Morgenzeitung'' genötigt/ die Bezugsvreiio neuerdings .311 erhöhen. ' - ‘ Wir bitten unsere Abonnenten, dies als eine im jZmeresie de'- Ersteltnng nufere? Blattes notwendig' geworden? Maünabnw zu betrachten und uns ihre Anhänglichkeit wie bisher 31t bewahren: Die „Wiener Morgenzeitnrg" kostet ab 28. Juni rm Ernzclverfchleiß in Wien Kronen 1.20. Der Abanne uerrtpreis betragt ab 1. Juli für Wien in dev Trafik oder Verfchleißstelle Kronen 20.— pro Mönät. Per Post : Fiw die österreichische Provinz . Kr. 30 — pro Monat Für die Tsckechö-Sldwakei . . . Kd. 13.— ,» „ Für Jugoslawien ...... Dinar» 6.— „ „ Für Polen.poln. Mark 30.— „ „ Für Deutschtand ....... Mark Iv — ,, „ Für die Lchweiz . .... Franken 3.— ,, », Weltpostversin .. Kr. 43.— „ , Die Admittistration „Wiener Morgenzeitung". . iw»Tinii-BBiiriin ■nnmuni u i , r»>», irwrwiimimiTMrminim—mnmmmrrarnranOT des iüd'scben Realgv m u a s i n m s, l., D r a b t g a ssi&. Täglich i’osi 11 bis 1-2 IUk. Daselbst auch nähere Auskünfte. Osseh Chcssed. Der Boi stand des Beremrs O ff e b C b c' ' " d. l l., Tchnsamlsgasse 5,. lebt btc Mitglieder und Gäste f'r-stag. 3 Uhr abrndS, und Samstag, 8 Uhr frä^, zum Gottesdn.-lü ein. wo Tber'cantor M ü l l-e r Vorfragen wird: « Jüdisches Realgymnasium. Beginn der AufnahmK> .vrü-!'::z 'istivs eiste .st!-sie F r e i t a g d e n 25. d. M. um 2 Uhr uach-.n (mg? rm- Schutlrckal?, l.. Drahtgaffe 4, IV. Stock Tie Auinadms- und Vrü'ungölare (X 50.—) ist vor Beginn der.- Prüiruig u: rr.stgen. Federn sind mirmbringen.. Die Eltern haben dafü" n>: >oweu,' daß d'e SchiUerbrfch'reibung von der Leitung"der Volksschule der Direktion rechkzcitm zngestellr röerde. — Die Aul- «ahursprü ilnaeu, -Erc-änulugsprniungen aus Hebräisch) für die zweite stiasie beg'.nneu Dienstag den 20. d. M. um 2 Uhr »aäunitlaas. Tie vorher zu cntr rfjicute Ausnahmst a x e betrögt K 00.—. * Keine längere Auferkthalisbervilligung fnr die Ausländer in der Tschecho Slowakei. Die Wiener tschechofsowaksiche Geiondbckmil teilt uns nur: Dre Ernährungsverhältnisic in d?r rsth:cbo-slou)^k>ichen Republik gestalten sich derzeit noch »rcht io günstig, um jenen Personen, vie keine Staatsangehörigen in der kichacho-slowalsichen Ncvublik sind, einen längeren Aufenthalt bortfclbn bewsttipen zu können. Demnach wird die Einreise nach der Tich-chr Sloivafe! nur zu Heilzwecken in den tschecho-llowakischen Bädern forme nur in dringend nötigen Fälle« (Sterbt-, käste, schwer- Erkrnntung der Angehörigen) bewilligt. Die Ansuchen um Einreisebewilligung nach der Tschecho-Slowakei in allen ander nt Fällen sind zwecklos. ■ * Eingestelltes Verfahren. Rechtsanwalt Dr. I. K i mtti 11 iu>veibt uns: In Ihrer Ausgabe vom 23. April 1920 brachten Tie die M'ftmng,, daß die Kauslent^Moritz K o r nft e t n und Adolf StreiNer unter denf Verdachte, .der Fälschung von B a n k n o t c tt ft e tn p 11 tt verbastrr und dcm Landcsgericht eingelisievt wurden. — In Vertretung der G.'nannteu ersuche ich See böfl., der Mitteilung in Jbiem auch. Blatte Raum zu geben, daß das Bersabren gegen meine Mandanten mangels geglichen Tatbestandes eingestellt und daß dieselben bereits auf. freien Fuß gestet wurden. * Eine aufregende Eirrbvecherjagd auf' dem Alsergrund. Zu ganz^ unrrhölt wilden Szenen iührte grstent uuchmittags im lX. Bezirk -die Verfolgung eines tr-' topprcn Einbrechers. Pgssauten sahen, daß das Geschäft dkS Fleischhauers Krwttek. IX., Sechs,chimmelgasse Nr. 8r zu tmfte* wohnler Stunde offen stand. Sie harten den ManU beAerkt, der den Laden mit Naschschlüsjel geöffnet hatte und tratest rrn; als sie den wildiremden Mann sahen, hatte er die Stirne, sich für drn Sohn des Hrtrn Knollek artszugrben. Atzet dre Leute wußten, daß er log. Sre hielten ihm das vor und der Man« ergriff die Flucht. Dre Leute liefen ihm nach; ihnen fchläffen sich immer mehr Leute an und die Jagd nach Leist' Einbrecher ging bis zur Galile:gaffe. Dort zog der Flüchtling' plötzlich eine Browningvistole (Steiner Fabrikat) und gab äuS ihr auf der weiteren Flucht durch mehrere Gastsn des Bezirksteilrs Llechtental ununterbrochen Schüsse auf seine Veriolger ab. Erst an der Ecke der Salzergasse trat ihm der Rayonsin'Pkktor 'Karl Svecht in den Weg. Specht, der m Zivil war. stürzte sich tollknh« aus den Alaun und schlug ihn nieder. Als der Verbrechet auf dem Boden lag. gab er gegen den Wachimp/stor noch zwei Schöffe aus sstnrr Pistole ab, die nicht traien. Bei der Polizei vnh er an, Rudals Z a p l e l a zu heißeuT rn Neu-^Bistutz in Böhmen geboreik und ohne llntcrstaud zu sein. Bei der unausgtieytrn Schießerei in den. volksbelcbl'-n Gaffeii ist fast wunderbarer Wuse, so weck bisher bekannt ist, memand verletzt worden. , * Spenden. F li r d si e a r m e G r e i s i st: Von Vitäli AdjitUan,.-Graz, X 100.—./BiSher si. 22lb.--.) si. - - -- r * Für die Lljaluzimäktiorr des i Hetru^Dr. Rubin sind zst dessen Händen von: den Herren ringelaugt: Ajlerandev Sx K lOOfV* *-,. Fritz S. K 1000.—, Benno Silber K 500.—. —, Für obige Spenden dankt henlichst und ersucht alle Prläftlnafreunde um weitere Gatzen Dr. Edmund R u b x n. * Adolf StandsSLifLrrit g. Fru S chw tl r 1 f i n g e r, H. Bez-, X 50 (bisher K 3l.56's). _ KomMumles. Abermalige Ektzöhüng der Preise für elektrische Strom. Der Ausschuß für städtische Unternehmungen hat beschlösscn, den e le k t -r t s ch e^tt Sir o m von der. nächsten Ablöse» Periode ab neuerlich zu-erhöhe». Die Preise werden pro HektowMunde sur B e l.^uM^u n g statt Ü Heller 85 Heller und für & r o f t statt 70 Heller 7 3 Heller betiagrn. Der erh öhte Sir atzend ahntarif. Der Stadisrnat besäMigte sich gcsterst mit' dem neuen Strahrnbahntarck, -welcher,i ip.ie wir schon gemeldet haben, eine n t u erlich < Er h o h u n g erjährt. Die Erhöhung ist auf folgenden Grundsätzen ansaebäut: - Die bisherigen K 2-Kärten kosten von Nun an im Vorverkauf (zu je 10 Stück) K 2.60 und im Wägen K 3.—. Die K. 2.50-Karten rm Morvcrkünf K 3 —, im Wagen ll 3.50. Der F r ü h t a r i f, welcher' bisher K 1.4O betrug, stellt sich jetzt auf kl 1.80 und die H r 'n--' u st d R L 'ck f a h r s ch e i« e, bisher K 2.70, bttrügen fetzt K 3.60. D)ie H a l b f a h r s 5a r t t n kosten K 2300.—, die fÖ? 0 n atskürten K 420.^ Die Streckenkarte n kosten K^50.—, 1Ö0.— und 230.—. Die Fahrt in d i e F r e.u d e n a ii an Renntagen wurde von K 10.— auf K 15.— erhöht. Außerdenr wird rm Falle der Betriebs- Verlängerung ab Vr10 Uhr abends ein N a ch t f a h r p r e i s von ll 4.— eingeführt werden. Ebenso wird der Fahrpreis auf den D a m p f st r a ß e n b a h n e n, über w e i T eilst r e ck e n'h i n a ns, erhöht, und zwar kostet die bisherige K 2.50-Karte jetzt X Z.— und die Li 3-Karte nunmehr X 4.—. Höhere Preise auf den Kraftstellrvagen. / Auch bei den Kraflstellwagen tritt eine Tariferhöhung ein. Die Karten für eme Teilstrecke (bisher K 2.—) wird um K 1.—, alle übrigen Karlen werden um K 2.— mehr kosten. ‘ . - DievenrnT arise treten in Kraft: Bn den Srraßenbahnen für die Zeitkarten am 2. Jul i, für di^ETn^.elf a h r sich e i.n.e. am 3. Juli und bei dm Kraslstrllwagen am 1. Juli. . Die Snchhrung. '' Der Marktbericht. Mine Wirkung der «ngarischen Repressalichr. Der Z entralobstmart von Wien, der Naschmarkt, hat gestern keine Obftzufnhren aüs Ungarn mehr erhaltcn. Obst kam wohl noch zum Verkaufe — Weichsel gab es sogar noch zu ermäßmlem Preise im Ueberfluß — doch bandelte es sich bej diesen Verkäufen nur Mehr um Reste, die von den Zufubrrn des Vortages erübrigt wurden. In B.uck an der Leitha stehen wohl noch einige Waggons Obst, die für W-eu^ bestimmt waren, doch wurden die znr Beförderung ' nach Wien notwendigen Lokomotiven nicht mehr beigrstellt. Die ungarischen Händler waren natürlich sofort bemüht, d-eses Obst nach Budapest zu dirigieren, um eS vor dem völligen Berderben zu schützen.,Drr Wiener Adressaten dieser Ware werden versuchen, wenigstens eme« Teil dieser Obstsend nagen nach Wien tu bekommen. Jedenfalls werden die fetzigen Zustände zur Folge haben, daß die Preise füt Obst'in Budapest zurstckgehen werden. Die MariüenrrNte Mim Völlen Gange und das Obst muß an dm Mann gebracht werden. Die G e m ü s e h elf ch i ck u n g hat, wie vorauszusehen war,, d u r ch d e n B 0 y k 0 t t n i ch t i m mindesten ö e I i t t e n. Und da die Wiener Gärtner ihre konsumentenftndliche Hal; mg aufgegeben haben, gab eS gestern Gemüse im Ueberfluß.. Für einzelne Artikel find infolgedessen auch Prei se r m ä ß i g u n g t» emgetretm. Grüne Erbsen waren auf dem Rasckmartt um ll 8,— per Kilogramm zu haben. Jene Händler, hie gestel'n noch £ 12.— für da§ Kilogramm vttläugten, müssen Mit den Preisen heruntergehen, da die Erdsm zu diesem Preise Vollkommen nnveikäullich Maren. Die hier noch lagernden Kürbisse. waren um £ 1.50 bis 2.— per Kilogramm zu haben. Große Karsiolrosm kosteten K 8.— bis 12.—, mittlere K 5.— per Stück. Salatgurken sind auch etwas billiger geworden, allerdings kostet eine größere Gurke auf den Märkten noch immer ll 8.*~£ biS 12.—. Gesüßte K o «de nsmil ch wurde auf. dm Märkten bereits zu K 37.— per Dose fulgehalten, markenfreie Margarine zu K 95.— und markenfreie Waschseife, zu lk 6.— per Stück. ' Auch die B e s ch ick » n,a des Fleischmarltes Martin keinerWeisednrch den ungarischen B 0 ff k ö t i b e e i n t r ä ch t i tz t. Markenfreies Rind- und Kalbfleisch zu K 140.— gab es für die geringe Nachfrage mehr als genug.. Außerdem warm gestern über 2000 Kilogramm Dauerwürste aus Pferdefleisch eingelangt, die bei einem Preis Von K 48;— bis 50— per Kilogramm, ebenso wie das übrige Wnrstangebot, nur wenrg Käufer fanden. Abgabe von frühstartoffeln. Mittwoch bis Freitag werdest im XVl. und XIX. Bezilk ttalienifche Frsthtmtoffeln zum Preise von K 10.— per Kitoglamm und zwar V, Kilogramm per Köpf gegen Abtrennung deS Buchstabens M der Kartoffelkarte ausgegebrn. , Speckbohne« für Mindestbemittelte In der 142. Aktionswoche erhallen dre Besitzer der neuen toiafaibiqcn Emkauisscheine für Wohlfahrtsflrisch per Person eine Dose amerikanische SpeckbohnM zum Preise von K 9.— gegen Abtrennung des Buchstabens A m den Geschäften der Gioßschlärbteiei an folgenden TagenDonnerstag den 24. d. M. für A—P; Samstag den 26. für G—K. Montag den 28. für L—R und Mittwoch drn 30. für S—Z. An die Wohlfahrtsinstitute und öffentlichen Speifestellen wird für jede rrfon erne Dose amerikanische Speckbohneu und zwar an dir ersteren zum Preise von K 9.— per Dose, an die letzteren uuemgeltlrch abgegebm werden. BuhM. SMÄ - Kunst. Deutsches Volkstheater. ÜDer neuinszenierte „F a u st", I. Teil.) Wer die Arbeit des' Deutschen Volkstheaters in deck letzten^ Monaten verfolgt hat pnd zu urteilen verpflichtet ist, wird einfach entwaffnet. Wo so viel künstlerischer Ernst, unausgesetzter Fleiß und ehrliches Streben am Werke, sindmuß. Wohlwollen, Freude und Dankbarkeit den: SLeferHten.,beeinflnssssN.'.,uM tvir vermeinen, daß drese.Beeinflussung ihre Berechtigung/Hat. . Diesmal MÜß wirflil^^^ .der Wlle für die Tat genornmen werden. Die. Ntzürnszenierung des „Faust^ ist Nijht geglückt und das, was, gelungen zu fein scheint, Noch völlig im Entstehen. W. war. ein schwitzendes Vorwärtskeuchen/ diese abste Äüfführüng, die noch eine gute Woche täglicher Proben vertragen hätte. Die Walpurgisnacht zünr Beispiel will unter Ausnützung per Drehbühne als großartiges Schaustück wanderndes FelSgeklüft Mit allem ' Hoxenzauber vorführen. Vorläufig war sie nur vom Angstgekreisch der recht verführerisch unbekleideten Damen erflillt, die sich in der rollenden Gtottenbahnszenerie. noch nicht zurechtfanden. .. Der Mephisto des Herrn Direktors Bern et* scheitert daran, daß er nicht kann, wie er gern möchte. Man wird an das Witzwort erinnert: „Es ginge wohl — aber es geht nicht." Nein, es geht wirklich nicht. Man hat's gleich in dein überaus eindrucksvoll inszenierten/ von Weihrauchwolken umhüllten „Prolog im Himmel'* von dem'Augenblick an weg, da Bernäu-Mephisto auftritt, daß es bestimmt nicht gehen wird.-Bernau kanw den Mephistoden er sich zurecht gelegt hat, nicht dar-i stellen. Am besten gelang ihm noch die Gchülerszene/ Auch der Faust des Herrn Klitsch ist nicht befriedigend, selbst wenn man-sich mit seiner Art, tausend Klangfarben mrszutragen und alle Deklamationskünste spielen zu lassen, abgefunden hat. In den lyrischen Szenen fällt er ganz ab. Zwei prächtige Leistungendie köstliche Frau Marthe der Frau Th aller und bet j herzhafte Schüler Hans B r a u.s e-w e t t e r s. Hoch über." dem Mittelmaß auch Fräulein Den er as Gretchen. Nur ein wenig zu kindlich und allzusehr auf Lieblichkeit gestellt. Der Wagner des Herrn N 0 w 0 t n y zeigt eigens Auffassung/scheint uns aber verfehlt. (Nur Bewunderung für Faust, vom hochmütigen Pedantentum unk» Selbstbewutztsein des beschränkten Schulfuchsen nichts vorlanden.)' Hetzen wir noch die wunderbar strmmvngsvolle Szene, im Dom und die derb-fröhliche in Auerbachs' Keller hervor (die erheiternden Saufbrüder gelangen den Herren Kammauff, Ziegler, Jwald und Kutschera vortrefflich), machen wir noch unsere Verbeugung vor der Gesamtleistung — und lassen wir alles) UnzMngliche unbesprochen. - Das Publikum nahm die fast sechs Stunden währende Aufführung mit begeistertem Beifall auf. 0. A. . Aus den Theater«. Im B u r g t h r a t e r gelangt morgm, Donnerstag, „Die Jungfrau von Orleans" zur Auffühmng. Anfang */,6 Uhr. Im Sckonbru»ner Schloßt-. e«ter beginnt die heutige Erstausführung von „D e r e r fl e Beste" »nd »E s h a t u i ch t s 0 l l e n s e r n" um 6 Uhr. Im Operntheater wird morgen, Donnerstag, „M adame Butterfly" gegeben. Anfang */,7 Uhr. Im Carl-Theater findet am Samstag de» 86. d. M., 2 Uhr nachmittags, eine WohltätigkeitSvorstellung zugunsten der Hinterbliebenen deS bekannten OperetteufaugerS Julius S p i e l m a n n statt und gelangt unter Leitung deS Komponisten Franz L e h & t bie Operette «Der Rastelbind er" mrt Hubert M ä r i f ch k a als Jankn, Willy Bauer alS Wolf Beer Pfefferkorn, Karl Blafel als Gloppler, Dora K e p l i n g e r als Suka, Polli K o ß als Mizzr »nd Vckv« Norbert als Mllosch zur 500. Aufführung. Im H. Akt finden Vortrags-, Gesangs- und Tanzrinlagen statt, wobei Frau Mrzzi Z w e r e n z, Opernsänger Aagaard-Oestwig, Naou! A s l a « und Josef König ihre Mitwirkung gleichfalls bereitwillkgst zugesagt haben. Kartrnvorverkanf an drn beidm Kaffen deS Carl-TheaterZ. , Die N e n e W i e n e r B ü h n e bringt Donnerstag zmu ersten Male „Und das Licht leuchtet in der Finsternis" von Tolstoi mit Alexander M 0 i s s i als / Sarynzew zür Aufführung. Im Deutschen Volkstheater wurde fitr Sonntag den "27. d. M. 2 Uhr nachmittags Sudermanns Schauspiel „Johannisfener"zu volkstümlichen Presse« ohne Bormerkgebühr und für abends Vs6 Uhr Goethes „8 a » fl" qugesetzt. In den K a m m e r s p i e l e n wird Sonntag de» 27. d. M. um V-8 Uhr nachmittags DörmanuS Komödie i m m e r h e r r e n" und um '/»ö Uhr abends WedekmdS »S ch l 0 ß W e t t e r st e i n" gespielt. Bereinsuachrichte«. AerztegruppedesPalästina-Amtes. Ausschußsitzrmg heute bet Stabsarzt Dr. H. Mayer, VUI., Lederergasse 22. — JugrndgrnppederzionistrschenBezirkSsek'tion Brigittenau. Heute um 7 Uhr abends Vereinsabend. Referent: Dr. Eli ahn R a v p ü P ott: ^Der jüdsschc Volkssozialismus", mit Dlskusston. Nur für Mitglieder über 15Jahre. — Ingendgruppe der z i 0 u t st t s int BerirkLfette0» B r t g i t t c n a u. Heute, 7 Uhr abmdS, liest msck. Bernard L a n t e r ft e i n anläßlich der nahen Wiederkehr des Todestages Herzls aus dem „Himmelreich" von H. Lüw-Vogel. GSste willkommen! — Hebrälfche Kommrfsron der zionistischen BezirkSsektron Brigittenau. Zu de« neuen hebräisebcn Kursen wrrderr noch Einschreibungen mtgegengenommen. Kinder und Erwachsene wollen sich täglich zwsschrn 2 und 3 Uhr nachmittags melden. Briefkasten der Redaktion. Gymnasiast XX. Vorläustg noch nicht, dürfte aber bald ersvlgen.

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