Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 492 (6.6.1920)
- Date
- 1920-06-06
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 4924 Wien, Sonntag' Wieüer Moxgenze-Lrriig b. ^mtt, I92u Verre^ -z 0 Die- Ernährung. Der Marktbericht. Preissturz M Seefischen. Die Betchicklirg der Märkte , ist weiser im allgemeinen gut, d»ch find trotzdem,keine wesentlichen Herabsetzungen der Preise zu verzeichnen. , ,V.i e r., waren ans allen Märkten wiederum unbeschränkter Mrnge.'zum Vrerse' von X 4.50 zu haben/ Fleckeier" waren um X 1:80 per Stück erhältlich. -Auf den O bstmärkten langen noch immer viel zu Seringe Mengen von Kirschen ein. Auch das Angebot von lnanaserdbeeren ist für die starke Nachfrage zu schwach. /' ^Jn der G r o ß m a r k t h alle waren alle Fleischsorten reichlich angeboteu und fanden, wie gewöhnlich, am Samstag und zu ^Beginn'des Monats reichlicheren Mvruch. In S i c f t f ft c lt . ift ein st a r k e r Preisrückgang zu verzeichnen. Von Montag ab werden liie Seefische, dir bisher ungefähr X 50.-- per Kilogramm kosteten, um X 32.— z» haben fein. . Ausgabe von Kondensmilch. ,-In der Zeit vom 6. bis 19. d..,Mwird an die Kinder vom vollendeten ersten bis zum vollendeten sechsten Lebensjahre Kondensmilch abgegeben. Jxdes Kind vom ersten ' bis zum vollendeten zweite« Lebensjahre erhält-'-drei, jedes Kind vom zweiten bis zum vollendeten sechsten. Lebensjahr eine Dose Kondensmilch zugkwiesrn. Zur Ausgabe-gelangt diesmal ausschließlich ungezuckerte Kondensmilch. Der Preis beträgt für Mindelstvemittelte und die mit der Zusatzkarte für Arbeitslose deteilten Arbeitslosen X 10 per Dose, für die übrigen Bezugsberechtigte» K 15 per Dose. v W. I. Wz ' .Montag Heu ^. d. M-. 3 Ubr nachmittags, Äertrauens- «ännerversämmlung im Jouvffalistenzimmer der Nationalversammlung. TMSordmmg: Die Lebensmittelversorgung aus dem Auslande. . , Margarineabgabe. Vom 3. öis 12. d. M. werden be, de« städtischen Margarineabgabestellen ve-rVerson 12 Dekagramm Margarine zum Preise von X 12.72 geaen Abtrennung des kl-Abschmttes Nr. 195 und der beiden Abschnitte Nr. 195 für nichträhoniertes Fett der Fettkarte auSgeaeben. — Organsiert'- Verbraucher erhalten 12 Dekagramm Schweinefett zum Preise von K 13.20. •> Petroleuninbgabe vom «, bis Ist. Juni. In ' Zeit Mrd für finstere Wohnungen und. Küchen sowie.für. Hausrmd Slirgenbeleuchlung V* Liter Petroleum abgegeben. Kerze,- werden mcht .ausgegeben. Preis des Petroleums X 5.32 per Liter. Yemsvepb«. Vom 6 bis 12. d: M. : Amerikanische Oelsardinm. Tertilworm: Ab Dienstaa: Roh-Molmo, Restbeständ.- der Vorwochen. Hölzabgabe: Nächster Turnus - vom -ll. bis 28. d. M. Koksnnd Kohlenabgabe. Wichtige Mitteilungen im «Städtischen AnWellten" tzom/l. d. M: ' ' /, . , / . " LÜerätztr A^WWenschaft Eine Kinderzeitschrift in jiddischer Sprache. Im Vcxlago dcs nach Sch 0 l e m A l e i ch e m benannter jüdischen V 0 lkss ch u l w e r k e s in New-Aork erscheint fr; April 1920 eine K inderzeits ch-rä's t' in jiddische Sprache unter dem Titel „Kindei iournall''. deren erste Md zweue Nummer uns.vorliegen. Dir Ze-tsrhrill unterscheidet sich wobttuend 'von denmeistendieser .Art - dadurch, dost der nf?l erzieherische Ton, der in, solchen Kindersckristm gewöhn! n! herrscht, zugunsten, einer frischen.NatürlWM. verschwunden.. <U ■ Eine P e ß a ch g e s ch i ch t e , vo» . .Chaim -G o.l d b l u m. ist sehr ansprechend erzählt, sehr gut eine alte Prager Geschieh! Von David I g..n a t 0 w. Schalom. .A.s.ch hat .eine Kind-- Phantasie „Das Kmd am Meer" bergefteuert, - Ein Kavitel an S ^ol em-Alejchems autobiographischem ..Jahrmari/' söhrr dw Kinder >n die Welt dieses Dichters des Volkes gut ein Em Vo l k s 11 e d „Wolt es gewen nit'svät". tür Cbor un>- Sologesang arrangiert, ist für 'die ''.Kinder wertvoll.' Geschicke Schwarz-Weiß-Zeichnungen beleben die Helle. Hoffentlich halte; die folgenden Nummern an Reichhaltigst und . guter. Art, was die ersten versprochen haben. ■.* .' , Dr.MäxNarbt»»: DieTvagö'die d erA.s-similati0 n. 1930.-'Verlag,Die Wiedergeburt'".—-'Wien.'-' Max Nordau bat aus' hem (übrigens nicht bewiesenen Selbstm0idmo!iv des Havag-Ballin einen sehr .mäßigen Zeitungs artikel gemacht, wie deren tm letzten Jahre' mehrere von ihm. mn lausen, welchem dann ein anfpruchs voll er" Titel - gegeben wurde Aus dem Titel dieses 14 Seiten Messenden Produkts batde; Herausgeber Dao>s E'dtrarbt tn cnmi phmsen eichen Borwo einen Ru» zur SelbstbInnung berausdostilliert. s Der ,Wert dicker Publikation ist also mehr als zweck-lhakt. Berwubdl-rlich übrigens daß Nordau. dem bei allen sonstigen Vorbehalten doch souverän Beherrschuna und sichere Empfindung der deutschen Snrache zu gestanden werden niuß, gegen das Vorwort, dessen Deutsch ge »adezu kollert, N'chl protestiert hat. , *~t* ©r^medvetphil. Arnold Sack ‘ D i e g e i st i g e n T y p e der J u d e n u n d d i e R e v 0 l u t i o n s b e w e.g u n g 19 '0. . Kommrlfionsocrlag Alfred Wolfis Buchhandlun-v Heidelberg. ' ~ ' Eibe nicht yerade tiefichürsende. aber, recht svmpathi'ch ac haltene kk-ine Schrift, welche zeigen will, daß' die in zwei volar Exponenten lintellektnalistischen Rational smus.und intellekualnt sck Etsta»e) gespaltene indische Grlst'akni vri-möge dM, ihr 'nnnvohnn - den Aktlvirrunasdranges tNMr llmwel' das starke.Hervortreten d^> jüdfichen gnstigm Momentes in den Ereignissen der' Gcgenwm i bestimmt/Begünstigend kür dieses Hrrvor'ixekrw find, wie der Autor glaubt., bpsierll'che Züge des -e.ntartrten- Tvvs Wischer ^Geistigkeit. Größeres Beraniwortungsgekühl gegenüber der Gc^ samtheit, das aerade durch die z'vmstische Beweguna in der Jugend-gestärkt wird, wäre -nach.Ansicht Sacks, der richtige Ablliter. Die Herannehutrg einer va>bologischen Se te in der'jüdischen Geistigkeit klingt stark nach Gel'ichts^üalverterdiaung und ist wob! schwerl'ch deutlich zu machm. Apoloaie und. Entschuldigung braucht d^s'Hervortreten der Juden m der Nevolnt'vn nicht: sie widerspricht auch der — vom Autor einiae <e-ten früher gut daraelegten — revolntichiaren Linie der jüdischen b-stcnistben Entwicklung. Immerhin ist die recht temveramemvolle Schrill nicht uninterefiaut. Hervormbeben ist die Anallfie des jüdischen Journalismus und der schädlichen Auswirkung seiner volksentarteten Auswüchse. Lob-. „Das rote Zimmer" und „Am offenen Meer". Von . Lluaust S t r i n d b,e r g. 'Verlag Georg Müller (München und Leipzig). „Das rote Zimmer". Strindberas erster Roman, enthält Schilderungen aus dem Leben der Künstler imd Schriftsteller. Eine bosbaste Satire aus die politischen und. kulturellkn Zustände des dan'gliaen Schweden. Strindbergs grenzenlose Verhittnuna tobt sich dann aus gegen Beamte. Verleger. und Publikum. Natürlich kommen auch die Frauen sebr schlecht weg. — Viel höher steht der elf Jabre später erschienene Roman „A m 0 f k e n e n M e e r". Auch hierin behandelt Strindbera sein einziges Thema, wie ein begabter, hochstrebender - junger Mann von der Frau, die er liebt, rum>ert wird. Emen-besonderen Reu erhält der Roman durch die n, achtvollen Menschmschrlderungen und die' liebevolle Ebarakteristerurrg der beiden Hauptgestalten. Die beiden Werke bedeu'en Marksteine in der. Entwicklung des großen Schweden, die zum vollkommenen Verständnis Strinddergs gelesen werden müssen. „Der Jude", eine Monatsschrift, herausgegeben von Martin B u b e r. Jüdischer Verlag, Berlin. 4 Das erste Hell des iünllen Jahrganges ist soeben erschienen nnd hat folgenden Inhalt: Marlin B u b e r: In später Stunde Michael' I i z ch a k i: Der 24. -Avril Theodor H e r z l s Verhandlungen mit dem türkischen Sultan. 'Ein Brief an Doktor O. Kokekch und rin ans^ührlkcher Geheimbericht an das Zionistische Aktionskomitee.) Max B r 0 d: Heidentum. Christentum. Judentum Moritz B i k e s k i; Das Kompromiß des denischen Judentums Gustav Naher: Ferdinand Lafialle und die Wische Rekvrm. bewegung (mit einem bisher unveröss<-ntlichien Brief des 18jährigen Lafialle über die Resormieruna des Judentums) S. I. Agnon: Die Geschichte des Rabbi Gadiel dem Kinde. Robert Weltsch: Die Prager Konferenz. Joses Sprinzak: Trumveldor. — Umschau: Siegmnnd K a z n e l * 0 n: Politik (Politische Chronik. — Staat und Nationk., Nachum G 0 l d m a n n Zionismus und nationale Bewegung. Avals B 8 b m: Kolonisition. El'as A u e r b.a &•: Rassenkunde. Elas H u r w» cz: Bölkervspcholoare. Erwin K 0 h n: Jüdisches Gewe be m Wien. — Prefferundschgu. Das Einzelbell M. 5'50, tschechische Kronen - 6'50, österreichische Kronen und polnische M. 14'.—» - —l—! Die Weltbühne, der Schaubühne XVI. Jahr, Wochenschrift kür Pol'iik. Kunst. Wntschall.-bei ausgegeben'von.Sieafried I a c 0 b s 0 h n. enthält in der Nummer 22 r Echrvreußischer Geist, von Heinrich Strobel. — Liicrat und Wahlkampagne, von Hans Bauer. — Das Kostno. voll^e nem Slabsofstuer. —Vom - Obrigkellsstaat. von Lcö^Pasch Fortfitzuno). — Otw Wi-mer, von Johannes Fi'chart. — Ludwig Rnbincr. von Joseph Ckapiro - Biiar>er Abend, von Alk'-ed Polaar. —Fmameinheit, von Hella Gräfin Treuberg. - Mikrokosmos/ von Theobald Tiger. — Rundichau. von Wrobel niid Panier — Antworten. IR. TLöwit, Verlny, Men — Berlin ■ JSg&i Otto Abeles Lin Versbucd Zu beziehen durch alle Buchhandlungen — Preis 9-Mark Bühne und Kunst. Schluß der Saison im Schönbrunner Schlotztheacker. Im Schönbrunner Schkoßlhegter hätte im'Monat Juli nur dann ge'pielt werden können, wenn eine kntsvrechend große Zahl von Künstlern auf den Urlaub verzichten würde. Wie wir erfahren, ist es nun der Direkt-on nicht gelungen, eine genügende Anzahl von Mitglikdern des Burgiheaierensembles znm Verzicht an! den Urlaub zu bewegen. Die Zahl der Künstler, die sich iiieldrte. ist so genug, daß nur rm Werk besetzt werden konnte. Unter diesen Umständen hat stch die Direktion entichloffen, von ^-r Fortsetzung der Svielzeit'im Schönbrunner Schlohtheater ab- - arsehen und dre Saison Ende Juni zu schließen. Der Direktion des Burgibeaters dürfte dieser frühzeitige Schluß der Saikon nicht unerwünscht kommen, da die Vorstellungen im Schloßtheater nickst gut besucht stnd. Das zablungslrästige Publikum bringt den wirklich vortrefflichen Auffi'chrungen in diesem wunderschönen Tbeater nicht das nötige Verständnis entgegen und für diejenigen, welche den Besuch dieser Kammerstnele sebnlichst wünschen, find die Eintrittspreise unerschwinglich. Frettichtaufführung in der „Kunstschau 1920". Uraufführung von Otto S t 0 e ß l s »D e r Hirt als G 0 t t".) Am 3. und 9. Juni finden, im Rahmen der Mnsterau'- i.ili ungen Wiener Mustk anläßlich der „Kunstschau 1920" in eien Galten um 1{2\0 Uhr abends die öffentliche Gemralptobe Wb' Ul aufführ ung der dramat scheu Sage „Ter Hirt als Gott" m ai tfi in e n Größte Auswahl! Billigste Preise! 610 Leopold Steinhart, Wien, l., Bibcrstraße S. 4V8/8« von Otto Sioeßl statt. Zu diesem Zwecke wurde der Garten der „Kunstschau 1920" (Oesterrerchisches Musemp. Wollzeile 45) umgestaltet und eine Fre.'lichtbühne errichtet. Bühne und Figurine» zu dicker Erstaufführung'.sind nach Entwürfen von Professor Ernst Lichtblau ausgeführt, die Kostüme selbst von der Kunstgewerbeschule verfertigt. Regie von Direktor Geper. Die Rollen .find wie folgt besetzt; König — Herr Schreiber; Masa — Fräulein Aknap; Amme — Fräulein Wiera; Gott^^ Herr Schott; Hirt — Herr Steinböck; Riese — Herr Täubler. Einladungen zur Generalprobe oder Karten zur ersten Vorstellung zum Preise von X 100.— (einschließlich eines Exemplars des Dramasl, Stehplätze von X 20.— bei der Kaffe der „Kunstschau 1920", I., Wollzeile 45, und an der Kaffe der Neuen Wiener Bühne". ' _ \ Aus den Theatern. Im Burgtheater gelanat morgen, Montag, „D a S Märchen vom W 0! f" zur Aufführung. Anfang 6 Uhr. Im Ope'rntheater gelangen Montag „Die Dorfschule" und „V i 0 l a n t a" zur Aufführung. Im S ch ö n b r n n n e r S ch l 0 ß t h e a t e r wird. heute, Sonntag, wegen Erkrankung des Herrn F 0 r e st stati „Die Kafiette" „V 1 e l L 8 r m u m'N i ch t s" aufgekührt. Anfang 6 Uhr. Samstag den 12. d. M. wird wieder SternheimS Komödie „Die Kaffette" gespielt. Im Theater an der Wien wird die Novität „Die b l a u e M a z u r" ab Mon'ag zu normalen Preisen ausgeführt. Franz L e h u r hat sich aus Ansuchen der Direkt! oa bereit erklärt, noch weiterhin . einige Vorstellungen zu dirigiere«. Die Vorstellungen beginnen an Wochentagen um 6 Uhr, a« Sonn- und Feiertagen um 7 Uhr. F a n n p C l e v e, die in Deutschland insbesondere al- Morärt-Sängenn geschätzte Künstlerin, gibt Dienstag den 15.d. M. im Mlltlereii Konzei tbaussnale einen Liederabend. Sie fingt auSllbließlich Lieder moderner Meistex: P f i tz n e r, 'S t r a u^ß, M a r jci. Weingartner. K 0 rngvld. und in Wien noch nicht gehörte Lieder von Julius W e i s m a n n, "Camillo Hildebrand und Fritz B e r e n d (Manuskript). Am . Klavier - Iallk Marx und Professor M a n h a r d t. Mitwirkend Cillv H 0 r st« H 0 v 0 w i tz -Klavier). Karte all der Konzerthauskaffe, im Mozartbaus und bei Thorrr. Die E x l«B ü b n e brinat heute nachmlltags 3 Ubr im Stadtrheater Ludwig Anzengrubers Komödie „D11 G ' w i s s e n s w n r m" und abends 7 Ubr das vieraktige" Bolksstück „F 8 n" von Julius Pohl zur Aufführung. An der Neuen W r e n e r B ü h n e beg'nnt die dies- 'äbnyk Sommeispielzeit am T. Juli unter der artistischen Leitung Alexander D u s ch n i tz-. . Als künstlerischer Beirat, Dramaturg und Reaiffeur wurde Dr. H. Leoster beigezogeu. Als Eroffnungs« stück wurde die satirische Komödie ..Kohlen und Koks' von Viktor K r a w a n i gewählt. Am Montag und Freitag i der Woche beabstckt-gt die' Direktion künstlerische Abende' zu »eranstal'en. an denen in erster Reibe Meisterrollen aus der ’h - a'sßen Wiener SchauspieltradU on neubelebt werden sollen, v'. Hielur find vorläufig Frau Lotte M e d e l S k y und die Herren Hugo T h i m i g und -Oskar B e r e g i gewonnen. / Max Liebermann — AkrademreprafidenL. Mar Liebermann wurde als Nachfolger Profeffor MenzesS 'mm Präsidenten der^ Berliner Akademie der Künste gewählt. Di« „Vosfische Zeitung" bemerkt hiezu: Rechtsgültig wird diese Wahl erfi durch die Bestätigung des Kultusministers. Lebten wir «och im Wilhelminischen Zeitalter, so hätte es höchst zweifelhaft sei» können, ob diese Bestätigung'erfolgen würde — oder vielmehr: / die Ablehnung wäre so gut wie sicher gewesen. Heute ist natürlich kern Zwe-sel. daß.^ der Minister der' Entschließung des Senats l eitreten wird, und somit wird tatsächlich.bcr einstige Begründer der Sezession im Arnimschen Palais^ am Pariser Platz das .Zepter sühren. Man denkt heute daran' zurück wie nach der Sezessionsbegründung im Jahr« 1898 Anton v. Werner in einer Akademiesitzung die Forderung $ stellte, daß dev,kurz zuvor unter die Mitglieder ausgenommem Max Lirbermann jetzt eigentlich aus der alademischen Körperschaft wieder austreten muffe! Das geschah damals freilich nicht, uni inzwischen babi-n sich ja nun die Zeiten wieder so,geändert, daß de» ' evqluiivnare Führer von dazumal den jungen Leuten der nr«en Generation heute schon wieder als sin Vertreter klassisch nnd akademisch gewordener Anschauungen erscheint. So lange kann es dauern, bis'ein großer Künstler im offiziellen Kunstleben dev Platz erhält, der ihm gebührt." Liebermarm. einer der größten Maler d.cr Gegenwart, ist bekanntlich Jude. _ MersterauffÄhrungen Wiener Musik. Heute den 6. d. M. „Ein Tag in Klosterneuburg". Abfahrt m8 Ertrazug um 9 Uhr vom Franz Josefs-Bahnhof. (Versammlung uni °/j9 Uhr am Fernperron.) Im Burgtbeater „Weh dem, bei lügt". Montag abends Staatsoper „Dorfschule", „Violanta". V-.-7 Uhr abends Kleiner Kanzertbaus'aal IV. Kammermusikabend. 'ndillben Komponisten gibt zu ernstlichen Besorgniffcn Anlaß Bruch lreot, beticpt von feinen nächsten Angehörigen, M srme» Fnedenauer Heim dai-nieder. Vorztpeieinhalb Jahren feierte bw Mustkwelt den 80. Geburtstag deS allverehrtcn Tondichters. S?! r>rr> LTWNGSRflM M-M am mm