Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 488 (2.6.1920)
- Date
- 1920-06-02
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 Wien. .Mittwoch Merrer MorgenzelLung JUltt ZXt, *599 (tjitö'3 wohl richtig sein. Wiedel: ist die Geinemde Wien 5','astgeber. Der schöne Sitzungssaal nuf: dem geschnitzten Gestühl, der verzierten Decke und der srenndlicheu Loggia hat erfreuliche akustische Qualitäten. Mancher Geiängsverem bal hier schon ernste Arbeit geleistet, nun wird er durch ein Musitfesr geweiht. Meister Thomas leitet den a capella-Chor. Schon lange hat man diese erlesenen Sänger nicht gehört und freut sich, daß dieser Zweig wienerischer Musikpslege nnht abgestorben ist. Drei ernste Gesänge von Wolf, deren chromatisches Klagen, deren Wucht und Knappheit trotz Tageslicht und Alltagslärm die Stimmung weihevoll werden läßt. Applaus den Damen und Herren wie dem künstlerischen Führer. Richard Mahr naht mit dem getreuen Professor F-oll als Begleiter. MayrS Baßstimme erfüllt den Raum mit lieblichem Tosen, strahlt den Schmerz, die Größe und Einsamkeit der Michelangelo-Lieder ans. Noch selten Hatz «r sie so vollendet gesungen. Der „Biterolf" wird als Zugabe erzwungen, dann kommt als „Ross-Ersatz", wie es heißt, das Gottesmann-Qnartett. Man hätte den Vergleich nicht macben sollen, aber die vier Künstler 'spielen mit Grazie und Lebendigkeit und lassen die verführerischen Synkopen- Melodien schmachtend ansblühen. Die Guthcil-Schoder, liebevollste. Wolf-Interpretin, darf nicht fehlen. Ihr ausdrucksvolles Mienenspicl'beschattet ein Nachmittagshnt. Abxr man" kennt ja ihre pointenreiche Portragskunst und nimmt am Ende doch ihren Wolf hinaus in den vielfältigen Kontrapunkt der Wiener Straßensiimmen. X Königin von Saba. - Die richriae Festspieloper. Der Prunktranm des kleinen jüdischen Provinzmnsikanten, der lange Jahre über seinem Werke sann, bis cs endlich strahlendste, Vollendung wurde. Denn er war ein großer Meister. Was hätte diese Stadt ihren Gästen Kostbareres zu bieten als Goldmarks Juwelenschrein, aus dem der betörende Glanz eines verflossenen, prachtliebenden Jahrhunderts aufsteigt. Alles verwob er in ’ die'e Melodien, die üppige Sinnlichkeit des Orients, den Märchenzaubcr seiner Mondnächte, die schwärmerische Ekstase des Hohen Liedes, die Andacht der Tempelgesänge..' Das konnte er, der Jude, gestalten wie keiner sonst. Er hatte aber auch die Tradition der großen Oper, die als Schöpfung des reichen Frankreich in Dien ihre zweite Blüte gefunden hatte. 'So wurde er, reiner und tiefer als Meyerbeer, ein- Beherrscher dieser schwelgerischen Stilgattung, ohne sie wahllos dem Effekt hinzugeben, und verwertete ihre unbegrenzten Mittel an Chören, Ensembles und' Balletten in vornehmer und stets dem höheren Zwecke des Ganzen mrtergeordneter Weise. Die Wirkung seiner Musik hat bis jetzt keine Abschwächung erfahren. Man erfuhr dies wieder in der Festaussührung, die ein durch sommerliche Hitze dezimiertes Publikum vor sich sah. Millers Assad schwelgt in zärtlichen Kopftönen, die „magischen Töne" aber sind um einen halben zu tief. Berückend leuchtet Frau Kinrinas Sopran. Das grausame Liebesspiel des Gastes aus Saba, den brünstigen Lockruf ihrer Gehilfin, Frau Weidt und Fräulein Pahlen lassem Leide Wirklichkeit tperden. Duhän ist König Salomo im Mezzosorte. Wie reich war einst Wien, denkt man, da es solch ein Werk anregen und nähren konnte, das nunmehr unverlierbarer Besitz für alle Zeiten geworden ist. Und lls ist berechtigter Stolz, der sich der nationalen Kräfte bewußt wird, die zu diesem Werke beigctragen haben. . Dr. Konrad M aril. Exl-Bührre. Im Wiener Stndttheater begann gestern die Tiroler Exl- Bühne ihr diesjähriges Gastspiel. Der zahlreiche Besuch der Eröffnungsvorstellung bewies der Künstlerschar, daß sie sich auch in Wien eine große und treue Gemeinde erworben hat. Als erste Vorstellung wurde Schonherrs ^Glaube und H e i m a t" gewählt und ganz ausgezeichnet-wiedcrgegeben. Der Vorzug fast aller Darsteller, in der Aenßenmg ihrer Gefühle sparsam zu sein, den Ausdruck des Schmerzes und der Leidenschaft karg zu brmesten, kommt dieser Tragödie ganz besonders zustatten. Ferdinand E x l, Anna Exl, Ludwig Auer und Eduard K 8 ck überragten das Ensemble, über allen Emzclleistungen aber steht das wunderbare Zusammenspiel, das Schonherrs Meisterwerk in edlen und reinen Linien erstehen ließ. Das Publikum spendete begeisterten Beifall. ______ a. Aus den Theatern. Im B u r g t h e a t e r beginnt die heutige Erstausführung von Karl S t e r n h e i in s Komödie ,.D r e K a s f e t t e" um 6 Uhr abends- — Morgen, Donnerstag, und übermorgen, Freitaa, geht „Der Bauer als Millionär" in Szene. Anfang 6 Uhr abends. Operntheater. Infolge Indisposition der Frau Weidt muß die heutige Vorstellung „Elektra" im Operntheawr entfallen. Es wird „Emmen" gegeben. Dirigent Dr. Richard Strauß. Beginn der Vorstellung 6 Uhr. In der B o l k s o p e r geht morgen, Donnerstag, unier Leitung Direktor Weingartners neueinstudlkrl „X o $ c a" in Szene. Die Rollen sind folgend besetzt: Tosca — Frau Wemgartner-Marcel. Cavaradoffi — Herr Kubla, Scarpia — Sgr. Salcschi als Gast, Mesner — Herr Bandle, Angelotti — Herr Brand, Spvlelta — Herr Beer, Sciaronne — Herr Lazer. Megie Herr Markowsky. Im Deutschen BolkStheater wurde für morgen Donnerstag den 3. d. M. nachmittags, V-3 Uhr, Halbes 1*3 ugend" und für Sonntag den 6. d. M., V-3 Uhr, Anzengrubers „Der Pfarrer von Kirchfeld" angeietzt. Pür beide Vorstellungen gelten volkstümliche Preise ohne Vor» «rrkgrbühr. * In den K a m m e r s p i e l e n gelangt Donnerstag den ,'S. b. M., nachmittags Vz3 Uhr, Gerhart Hauptmanns Drama i*E i n s a m e Menschen" und Sonntag den 6. d. M., 3 Uhr, Ibsens Schauspiel „Nora" zur Aufführung. I AlrranderMoissi eröffnet Samstag dm 12 d M. üa der R e ü e n W i r n e r B ü h n e ein zehntägiges Gastspiel iols Gottwald m Hauptmanns „Hanncle" und setzt eS als Fedja ßv „Lebender Leichnam", „Hamlet", Baron in „Unterwegs^ und :»Je-?rmann" fort. Der Vorverkauf hat burits Srgounen.- Im E a r^-Theater findet die heutige Premiere der Operette LL r e b e s r a u l rh" mit Emmy Kosary und Ern 8 Krrüly als Gäsie um 6 Uhr statt. Morgen Donnerstag und Sonntag' ist. der Anfang für 7 Uhr und die folgenden Wochen» rage für V-? Uhr angesetzt. Am. 8. und 9. d. M. finden im Rahmen der M e t ft e raufführungen Wiener Musik anlässtich der Knusifchau 1920 m deren Garten um VzlO Uhr abends die öffentliche Generalprobe und Uraufführung der dramatischen Sage „D t r H i r t a l s G o t t* von Ono Stoeßl statt. Inszenierung und Kostüme nach Entwürfen von Professor Einst Lichtblau, Regie Direktor Geyer. An die'er Freilichtaufführung wirken mit: Fräulein A k n a y. Fräulein Wiera, dit Herren S ch ö t ck, S t e i n b ö ck, Schreiber und Tau b l e r. Sport. Zweierlei Matz. Wir brachten itt der Vorwoche eins Notiz über die Begnadigung der Germania-Spieler König und Mantler Und kffüpften daran die Bemerkung, daß die Germania, dank des Entgegenkommens, das sie von allen Seiten findet, am Sonntag gegen Red Star bestimmt nicht unterliegen wird. s Diese Zeilen veranlaßten den > im Germania-Lager Dhenden Sportredakbeur der „Reichspost", in der Samstag-Numwer dieses Blattes - einen spaltenlangen ArttW vom Stapel zu lassen,-der in Angriffen gegen einen verdienten Verbands funktionär der Hakoah gipfelt, der mit der ganzen Angelegenheit gar nichts zu tun hak. Der - Fußball-Verband wirb» sicherlich ' nicht versäumen, ihn zu rehabilitieren. Auf die Ausführungen im einzelnen einzugehen, ersparen wir uns, umsomehr, als sich die. gesamte objektive Sportwelt darüber einig ist, daß die Begnadigung dreier Germania-Spieler im Laufe weniger Wochen einauffallende Veveirzügung dss Schwechater -Vereines bedeutet. Was schließlich das am Sonntag stattgefundene Treffen Germania-Red Siar anlangt, so hat der Spielverlauf unseren Erwartungen vollkommen entsprochen: die Germania hat, dank des Entgegenkommens, das sie von allen Seiten fand, sicher gewonnen. •' Wir behalten uns vor, diese Angelegenheit Noch im Zusammenhang.mit der Bewegung zu besprechest, dessen Teil sie nur bildet und die es sich unter anderem zum Ziele gesetzt hat, den Aufstieg der Hakyah in die erste Klasse zu Hintertreiben. Die Hakoah wird auf dem grünen Rasen antworten! .A. B. Die kommenden Futzballereigrnffe. Die nächsten,Wettspiettage bringen bedeutende Ereignisse. Am Donnerstag findet das Semi-Finale im Cup statt. Auf den beiden Hütteldorfer Sportplätzen spielen R a p i d—S Portklub und Amateur e—H a k o a h, um sich für die Entscheidungsrunde der wichtigen Trophäe zu qualifizieren. Am Sonntag nehmen die Meisterschaftsspiele ihren Fortgang. Das Wettspielprogramm ist folgendes: I. K l affe: Amateure—Wacker, W.A.F.— Sportklub, F.A.C—W.A.C., Vienna—Admira, Rudolfshügel— Hertha. Simmering—Rapid. — II. Klasse: Ostmark—Hakoah, Bewegung—Slovan- Nußdorf—Rcd Star, Sturm-Ob.-St. Veit, Vorwärts-Donaustadt, Blue Star—Ottakring, Sportfreunde— Germania. __ Jüdischer Sport in Prag. Der I. S. K. Hagibor Prag konnte m Pfingsten zwei führende Vereine der H. Klasse bezwingen. Erschlug den S. K. Meteor VI! 2:1 (2:1) «nd den S. K. ZizlovSly 3:0 (2:0). Hagibor bewies durch diesen Doppelsieg, daß er auch in der II. Klaffe eine führende Rollespielen wird. Der Stand der Fußballmeisterschaften. Dielletzten.Ereignisse ans dem grünen Rasen und im Fußball-Verbande haben in. den Meisterschaststabellen große Veränderungen hervorgerufen. Der momentane Stand der Konkurrenz ist folgender; I. Klasse. - Mannschaft CS §5. L M g Dort ' § 1 lur gegen s Amateure . 20 13 4 3 50 21 30 Ravid . 19 13 3 3 62 36 29 Sportklub. 20 12 3 5 34 26 27 F. A. C. . 90 9 6 5 ,28 , 22 24 W.A. C. . 19 8 3 6 30 27 21 Rudolfshügel . 20 9 H 8 37 30 21 Simmering 20 8 5 7 36 35 21 Wacker . . '20 4 5 9 27 42 17 Hertha . . 20 6 3 11 22 80 15 Vienna . . 20 4 5 11 »30 44 13 W. A. F. . 20 3 4 13 30 38 10 Admira. . 20 4 13 21 50 10 II K l a Ne. Hakoah . . 25 23 1 1 97 15 47 Germania. 23 19 3 - i 79 13 41 Red Star. 24 11 9 4 88 23 31 Nußdorf . 22 12 8 7 59 38 27 Donaustadt 24 12 3 9 49 41 27 Sturm . . . 24 12 2 IQ 48 44 26 Sportireundr . 24 10 4 10 36 37 24 Slovan. . 23 7 7 9 33 31 21 Ostmark. . 22 9 2 11 39 50 20 Qttaümg . 24' 8 4 , 12 50 61 20 Cricket . . 24 7 4 13 23 62 18 Bewegung. 24 6 „ 6 12 86 50 18 Over-St. Belt 23 3 7 13 20 51 13 Vorwärts . 22 4- 8 15 24 68 11 Blue Star 89 4 8 16 24 74 U Gradjanski-Slovan 2:3. Am Montag trugen die Agramer etn zweites Wettspiel aus, daS unentschieden endete. Der Sportklub Slovan gab einen ebmbürtrgen Gegner ab, der nach der Panse (1:0) sogar die Führung erringen konnte. Gradianski hatte Mütze, cmszuMchen., 'Das Treffen wurde intrrffanterwerse von einem englischen SchiedZrlchicr geleitet, der drr Regeln vor» bstdlich handl,atzte. Ein Länder Wettspiel Niederösterreich—Deutschs böhmen findet am 26. September in Deursctzböhmen statt, am gleichen Tage spielt in Wien Oesterreich gegen Deutschland. Ayawath Zion trägt heute ein Wettspiel gegen Meteor aus. Morgen mst zwei Mannschaften gegen A. S. K. L. Ahawath Zion^ Training: I. Mannschaft: Mittwoch, Freitag- U. Mannschaft : Montag, Mittwoch. Iungmanyschastm: Dienstag, Donnerstag. — Samstag Spielervmammlung und Mannschaftsaufstellung im KludhelM, Prater, Kleine Mährisstraße 160 ^Eingang durch den Garten). Zuschriften v» Einauml FlScus, U>, Abbsstraße 3/28. Hechawer. Heute. Mittwoch. l/37 Uhr, Spieler-MonatS* Versammlung un Indnstrielleu-Cass. Donnerstag Meisterschaft gegen N n i t g Z. D,e Aiaunschaft spielt in folgender Ausstellungr Babin: Dukes, Joses; Sperrer. Kopfstein. Klein; Srchtt.. Witroffsky, Kaiman, Hartmann, Bock. Ersatz Werner. Gerichlssaal. ll Dämon Eifersucht. .. Als die Schrebrrgärtnenn Thereste Sch. die Berggäffe' passierte/wurde sic von der Fabrikantensgattin Maria St. vo,n rückwärts überfallen und mit einer Hundspeitfche inS Gesicht geschlagen, wodurch sie mehrfache Verletzungen erlitt. Frau St. Erklärte-daß die Sch. vor drei Jahren mit ihrem Gatten ein Verhältnis gehabt habe, das für den Mann und für sie selbst sehr nnangenehnie Folgen getzntzt habe- Der Richter verurteilte die Änge'lagtc zu einer Geldstrafe von K 500 mtb zur Zahlungvon k 280 Schmerzensgeld nn die Privatbetrilig^te. Die Hausbesitzerin Frau von Pechy. Zn unserer *Gerlchtssäalnotiz über die mißglückte Klage W Frau Pech h wird uns mitgeteilt: Frau Pechy hat gleich drei Mietern gekündigt, weil sie die drei Wochriungen zu einer einzigrN verimm wollte, in der sie mit ihren zwei Söhnen, die in Kalks» bürg erzogen werden, „st a u d e s g e m ä ß" leben will. Ditz Bewilligung zu einem Exportgeschäft hat sie sich vor allem deshalb ' verschafft, weil fit dadprch ihren Anspruch auf die Wckbuungen begründen zu können glaubte. Sie beabsichtigt, im nachstctt Kündigungstermin wieder zu kündigen. Diesen vollkommen ungerechtfertigten Kündigungen muß ein Riegel vorgeschoben werde», zumal Frau Pechy den Bestimmungen über die A u s l ä n d e t zu unterwerfen ist. _ Eine Bahnhofdiebin. Der als Taschendietzfanger bekannte Detektivinspektor Alpist R i s ch a w y verhaftete am 17. Julr v. I. die wiederholt vorbestrafte 30jätzrige Strickerin Marie Z a w o d z k y wegen einevon ihr am Westbahnhofe verübten Drebstahls. Sie hatte dorti der Fabrikantensgattin Eugenie Steiner ein Handtäichche» mit Pretiosen im Gesamtwerte von L 100.000 entwendet. Außer diesem wurde ihr noch ein zweiter Diebstahl am Südbahuhvf zue Last gelegt. Bor dem Schwurgericht angrklagt, wurde Marre Zaw o d z k y >m Sinne des Schuldspruchrs drr Geschwvrnea za 18Monaten schweren Kerkers vrmrteilt. OST-BANK A. G. CZERN OWITZ- Aktlenkapital 20,000.000 Kronem bar eingezahlt 16,000.000 Kronen. 805 Alle bankgeschäftlichen Transaktionen- Auszahlungen und Inkassi an allen Plätzen Rumäniens, einschliesslich Bessarabien, Liebenbürgen und Bukowina sowie im Auslande. Der Volkswirt. Eime Krame 3.95 Centimes Geld. Gestern stellte sich in Zürich die österreichische Krone Geld auf . . 3.95 ( 4.25 am 81. Mai/ die vsterr. gestempelte Krone Geld aus 4.— ( 4,20 am 31. Mai) die tschechische Krone auf. . » . 12.60 (12.60 am 31. Mai) die Mark auf.14.10 (16.25 am 31. Mai) Agram .. . 5,10 { 5.— am 81. Mai) Budapest .. 3.40 ( 3.60 am 31. Mai) Warschau..2.85 ( 2.90 am 31. Mai); Die Notenabstempelung in Rumänien. Im Zusammenhang msi unserer Bukarester düng vom 28. Mai, „öOpvozentige Notenabstempelung in Rumänien" wird uns mitgeteilt, daß es sich hiebei nicht unr die Abstempelung der Leinoten handelt, sondern daß die Einlösung der Kronennoten in den mueni Gebieten Rllmäniens (auch in der Bukowina) am 1. August durchgeführt werden wird. Das „Czernowitzer Morgenblatt" meldet: „Der Besitzer von Kvonennockon erhält 40 Prozent seines Besitzes 7h Leinoten sofort ausbezahlt, während! er für die restlichen 60 Prozent eine Bestätigung 6** kommt, die nach sechs Monaten in Staatsfcheinen oder Renten zur Auszahlung gelangt. Man muß diese Art der Einlösung der Kronennoten als eine ziemlich hart« Maßnahme bezciHwn. Denn sie entzieht jedem Bürger und .Pewohner des Landös die Möglichkeit, 60 Pro-- zrnt seines Geldbesitzes zu verwenden und darüber zu verfügen. Aber abgesehen davon, ergibt sich bei diesem Modus der Einlösung ein zweiter Nachteil für die Beyölkerung. Denn nach Ablauf von seM Monaten.