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Wiener Morgenzeitung · 1920-05-18 · Heft 474 (18.5.1920) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 474 (18.5.1920)
Date
1920-05-18
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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r Seite 6* Wien, Dienstag gegen, der eine halbe Stunde vorher den schweren Kampf gegen Schicker ansgetragen hatte, war noch Übermüdet, fo daß er sich schließlich beugen mußte, 1 Auch Reichmann, der den dritten Platz im Federgewicht errang, hat noch eine große Zukunft vor sich. Gestern machte er sichtlich einen müden Eindruck und konnte nur mit halber Kraft - mittun. Markus, der Favorit des Leichtgewichtes, wurde gleich während des ersten Ganges von heftigem Unwohlsein überfallen und mußte ansgeben. Die End Placierung war: Federgewicht: I. Paukal (Heran) 3 Siege; U, Mc- ,-rllian (Germania) 2 Siege, 1 Niederlage; IU. Reichmayn (Hakoah) 2 Siege, 2 Niederlage«. Leichtgewicht:!. Mrysek (Polizei) 4 Siege, 0 Niederlage; U. Schcstak (Simmering) 3 Siege, 1 N ederlage; III. Kohon sHakoah) 3 Siege. 2 Niederlage«; IV. Hanusch Auftriq) 3 Siege, i Niederlage; V. Schicker (Eichel, 2 Siege, 8 Niederlagen; VI. Scheda" (Eiche) 1 Sieg, 2 Niederlagen; VH. Schwarz (Cherusker) 1 S«eg, 8 Niederlagen. M i t t e l g e w i ch 1 A.: I. Petrasek (Austria) 5 Siege, 0 Niederlage; II. Stockbauer (Germania) 4 Siege, 1 Niederlage; III. Schmidt (Heran) 2 Siege, . 2. Niederlagen; IV. Pankratz (Arbeiter) 2 Siege, 2 Niederlage«. M i t t e l g e w i ch l ö.: I. Mach (Arbeiter) 3 Siege, 0 Niederlage; II. Gar Franz (Eiche) 2 Siege, 1 Niederlage; III. Frnsch (Heran) 2 Siege, 3 Niederlage. S ch w e r g e w i ch t: I. Hölil (Cherusker) 2 Siege, 0 Niederlage; 11. Wagner (Heran) 1 Sieg, 1 Niederlage. P. Pfingstsvetrsyrele iyr» Prater. Das Programm für die Pfingstwettspiele ans dem Prater-Sportplatz erscheint nuninehr feftgelegt, doch ist noch immer eine oder die andere Veränderung möglich. Neben den Wiener Vereinen 2t m a t < u r e, W. A. C., Sportklub und Hakoah nehmen auch der „33er" Fußb a llklrrb aus Budapest und die Grazer Hakoah an der Veranstaltung teil. Die Spieleinteilung ist folge,che: 1. Tag: W. A. C.— Sportklub; Hakoah Graz—Hakoah Wien: Amateure —„33er". 2. Tag: W. A. C.-Reserve — Hakoah-Referve; Amateure—Sportklub; „33er"—Hakoah Wien. Die Spiele rverden um halb 3, 4 und halb 6 Uhr begiiiuen. Vorberkaufsstellxn werden am Donnersrag eröffnet. Wochenprogramm dss Sportklubs Hakoah. (Erscheint jebeu Dienstag.)- Leichtathletiksektion: Training Dienstag und Donnerstag aut dem W. A. F.-Plntze ab 5 Uhr und Sonntag vormittags auf dem Hakoah-Platze. . Schwerathletiksektiou: Training Montag, Mittwoch v«d Donnerstag ab 6 Uhr abends in bei Volksschule, I., Werdertorgafst 6. Schwimmsektion:' Training sur H^nen im Dianabad Dünstag von 7 bis V.8 Ubr abends und jijr Damen im Städtischen Bade, XVII., Jörgerstraße, Freitag von 5/<7 bis */<8 Uhr abends. ' Fechtsektion: Training im Fechtsaal der Neure-Jelmda. IX., Servitengafse 10, Montag und Donnerstag, und mar: für Damen von 6 bis 7 Uhr abends, tirr Herren (Awänger) »OB 7 bis 8 Uhr abends, für Herren iBorge'chritteriei von 8 bis 8 Uhr abends. Sonntag von 9 bis 32 Uhr vormittags auf den Plätzen des Aeroklubs, kl., Nordporlalslrasi? 133. sich Damen nnd Herren. Donnerstag den 20. d M. Ausicheidunaslämtzfe für die Klubmeistcrschast im Fcch'lokal. Tennissektion. Tr ining täglich aw unürem Sportplatz, XIX., Leidesdorfgasse 6. Anmeldungen können m% tiir Vormittagsstunden entgcgengenommen werden. Touristik- und Skisektion: 23. und 34. d M.: O e i s ch e r. Anmeldungen können keine mebr eiUg'glngerioriimen werden. 23. und 24. d. M : G e > ä ui e. Nur für Geübte und Ausdauernde. Amncldungen a« Raubit'chek. Telephon 80.861. Dienstag 18. d. M., 8 Uhr abends, mi Ätubhcim Fülrrersitzung. Hockeysektion : Training für Damm und Schiller am Montag und Mittwoch von 2 dis 5 Ubr nachmittags, für die I. und II. Marnlchafr Mittwoch von 5 bis 8 Uhr abryds. Fußdaüsektion: Donnerstag Meifterichaftssp el * gegen RedStar in Otinkriug. Spielbeginn 6 Uhr; vorher die Reserven. Sonntag und Montag Pfingstturnier im Prater. K n l t u r-A b t e r l u n g. Orchester: Dicke Woche enttallt die Orchestervrobe. Nächste Mobe wird rm näch'twöchlgm Wochenprogramm augekündigt, Mittwoch dm 19. d. M. wichtige LettungSsitzung. Thor: Die dieswöchentl'che Chorprobe, entfällt. Einladung, zur nächsten Probe eriolgt schriftlich. ^' V Mandolinenorchefter: Mittwoch den IS. d. M.. präzise 7 Uhr abends, Probe rm Klnbheim. I., Dörsegasie 10 - (Caft City). Anmttdungen istr alle Abtulungen der Kultur- ( abterlung werden tätlich nn Sekretariat der Hakoah, I., Werdrrtvr- «raffe 3, enrgegrngenommen. Leichtathletische Wettbewerbe der Darmbia'. Der W. D'. G.. „Dänubra" veranstaltete am Samstag auf dem Lehrer-Sport-^ VereinigungZ-Platz ein leichtathletisches Meeting, das sich eines recht guten Besuches zu erfreuen hatte. Die beste Leistung Lot Fräulein Müller, der es im Diskuswerfen gelang, ble Zteftfciftunq auf 20 Meter 16 Zentimeter zu bringen. Bernerkenswert ist auch der Sieg Bürgers (W.A.E.h über U. Lederer im 200-Meter-Lanf (24,3 Sek.). Kadimah-Arma nia 1:3 .{1:t). Düses Meisterschaftsspiel fand am Sonntag als Vormatch auf dem Hakoah-Platz statt nnd brachte eine knappe Niederlage der mit einigen Ersatzlauten antretenden Kadimah. In ihreri" Neiheu tonten zahlreiche ehemalige Hakoahner, wie Hirsch feld, Politzer, Neinkraut, Trnka ustv. tätig, die auch die Hauptstützen der Mannschaft bildeten. Das bessere Schrchtierrnögcn der Armania-Stürmec entschied das Tressen. Die Hastxch-Rcfernen siegten am Sonntag über Sportfreunde-Neserv e n 3:0. (Glänzend führte sich Vor o s (früher M. T.K./Budapest) ein, der auch zwei Tore erzieltes Den dritten Treffer schoß Grünwald.' Berlin—Budapest. De» Städtewettkampf Berlin—Budapest, der, taie wir bereits gestern berichtet habe,,, von Berlin 2:1 gewonnen wurde, fand im Berliner Stadion in An- Neuheit von 25.000 Zuschauern statt. Wochenprogramm -er Sportsektion Volks-» kikttothek Zion. Trammg der l. Mannschati: Montag und Mittwoch von 6 bis 8 Uhr abends, der H. Mannsrhait:!»ncnZtag und Donnerstag von 6 bis 8 Uhr abend?. Treffpunkt a« .LrammOta-e m :/>6 Uhr atzendZ im Brcün. Wiener Moegenzeitung Gerichtssaal. Widerrechtliche Blutentnahme. Ein Vorfall, dev sich im Allgemeinen Krankenhaus zugetragen, gab einem Mädchen, der 18jährigen Kanzleibeamtiu Katharina M., Veranlassung, gegen zwei Aerzte daselbst, den Dozenten. Dr. Paul W. und den Assistenzarzt Dr. Rudolf St.« die 'Klage wegen unerlanhter Blutentnahme. . Katharina M. befand sich im Dezember 1919 auf der Wtzrtheim-Klinik, wo sie ihrer Entbindung entgegensah. Fünf Tage vor ihrer Entbindung wurde ihr vom Erstbeklagten eröffnet, daß ihr B l n t a b g e n o m M e n werden chürde; sie glaubte, es handle sich um eine kleine Blutprobe, und ließ dje Öperatiost ruhig an sich vollführen. Um nächsten Tage teilte ihr Dr.' W. mit, sie Hache der .Klinik einen un« schätzbaren Dienst geleistet, indem es dicrch die Blutentnahme gelungen sei, einer auf'der Klinik befindlichen, schwerkranken Dame bas Leben zu retten, und überreichte ihr ein Geschenk von 200 Kronen. Fünf Tage darauf gebar sie ein Kmb. Acht Tage später verließ sie die Klinik .und kam in der Reichsanstalt für Mutterschutz unter, wo sie außer ihrem auch poch ein anderes ' Kind zu stillen hatte: Schon am nächsten Tage erkrankte sie an Schwächezustönden und Blutungen, welche Zustände auf Blutarmut zurückgeführt wurden.'( Der behandelnde Arzt erklärte, daß ihr neuerworbenes Leiden auf die Hlutentnqhme.znrückzuführen sei. Als Schadenersatzansprüche gegen die beiden Aerzte werden geltend gemacht: Für die mit dem Siechtum'verbundenen Schmerzen 50.000 Kronen, für die Kosten der Erholung für mindestens.ein Jahr 73.000 Kronen, für die dauernde Verminderung der Erwerbssähigkeit eine monatliche Reute von 1006 Kronen. Die Haftung für Wahlkosten. 'Der Einzelrickter des Bezirksgerichtes Margareten hatte kürzlich über eine bcmerkenswrrie Zivilklage zu jüdizieien, welche die Vuchdrnckerei Weis; und N e u m a n n gegen den Lehrer Franz R o n z a l, als Obmann der Demokratischen M i 1 t e l st a.n d s p a r t e i, auf Zahlung von X 1617 erhoben hatte. Die Fnym batte an die Demokratische Mittelstandspartei verschiedene Duickiyrien um den Betrag von K 3234 geliefert. Der Richter w r e§ die Klagekostenpflichtig ah, Verhandlungen vor dem Devfaffnngerichtshofe. Bopl 8. bis. zum N. Juni finden vor tzem Bcrfaffüngsgcrrchtshofe öffentliche Verhandlungen statt, Aul der Tagesordnung stehen unter anderen vier Beschwerden wegen Verletzung des Rechtes hex Freizügigkeit Einrelsevcrbot). Nebst bedeutenden Gewinnchancen erlangt man eine sichere und erhebliche Vergrös)elMg seines Zinseneinkommens,, wenn man im Kurse hochstehende Wertpapiere zur Anschaffung von Losanleihe verwendet. Der Volkswirt. Sitte Krone --- 2.89 Centimes Geld. Gestern stellte sich in Zürich die österreichische Krone Geld aus . . 2.80 ( 2.75 am 15.'Mai die österr. gestempelte Krone Geld aus 8.— ( 2^95 am 15 Mar die tschechische Krone am. ..... 1010 10.— am 15. Mai) vie Mark aus ........ . 1l 75 11.65 am 15. Mai^ Agram ... . 3.70 : 3 60 am 15 Mas Budapest. 2.50 2.50 am 15 Mar) Warschau..2 7o 2.80 am 15. Mao Die Braründustrie in der Tschecho- * Slowakei. Von unserem Vrünner L.. L.-Berichterstatter. Die Verhältnisse der Brauindustrie in der tschechos/owakischen Republik haben sich bei Beibehaltung der staatlichen Bewirtschaftung der zur Biererzeugung. notwendigen Nöhstoffe, ähnlich wie dick der Vorjahre, gestaltet, Wenn auch die Zuweisung voll Rohmaterialien 'unter den gegenwärtigen, Verhältnisse^ nicht-erheblich besser werden konnte, so schien dennoch die Regierung anfänglich bemusfigt zu sein, der hiWchtlich der ErzeugungZkapazftät stark daniederliegenden Brauindustrie unter die Arme zu greifen. So sollten die Bierbrauer vom Staate 40 Prozent der gesamten Gerste zugewiesen erhalten) doch wurde dieser „zu hoch gegriffene" ,Sah infolge der ungünstigen Ernährungslage bald auf M Prozent der normalen Gerfteerzeugüng heruntergedrüKt, wovon den. Brauereien schließlich nur 16 Prozent an Gerste und 8 Prozent an Hinter-(Nach-)zucker zugewiesen wurden. Ebenso, sollten der Brauindustrie die für die Zuckererzeugung überschüssig gewordenen Vorrat an Zuckerrübe sowie Zucker selbst und andere Surrogate geliefert werden, doch wurden.auch diese Versprechungen der Regierung nur zum Teile erfüllt. Deshalb stieg auch, die'Erzeugungsziffer nur unwesentlich in die Hohe und die Bierpreise könnten bis heute noch ' nicht herabgesetzt werden, was seinen Grund auch darin findet, daß die früher fünfgrädigen Biere jetzt gesetzlich auf. mindest sechsgrädig erhöht wurden.- Natürlich wetden heute meist sieben- bis achtgrädiga, Biere gebraut. Der Bierv erknufspreis (Höchstpreis) stellt sich! für sechsgrädige Biere auf ungefähr 94 tschechische Kronen für den Hektoliter. Es soll Übrigens in allernächster Zeit eine abermalige Erhöhung der Biersteuer (tschechische 3 Kronen pro Hektoliter) -erfolgen. Hält man dagegen die Verhältnisse der-Brauindustrie in Deutschö st erreich, so müssen diese als wesentlich günstiger bezeichnet werden: denn abgesehen davon, daß. in unserem State die Zuweisung, rund. 20 v. H. sechsgrädigen Bieres betragt, während im Deutschösterreich 20 v. H. viergrädigen Bieres zugewiesen werden, hält sich auch hie Preisbildung in unserem Nachbarstaate, selbst wenn man den Valutaunterschied in Betracht zieht, in ungleich AU.ustt geren Bohnen als. hei uns; in Deutsch- 18. mi 1920 ' . 90. 4V/P, ‘W'M l»-l 'WM Jl Ml IHM. )HII IIII. II WM >, österreich stsllt sich heute dev Biexpreis auf MgßfSÄ 400 deutschösterpejchische. Kronen pro Hektoliter, wäh» renö er, wie erwähnt, bei uns rund M tschechisch- - Kronen für sechsgrähiges, also um 60 Prozent stärkeres - Bier beträgt. ' ,,- Aehnlich wie die anderen Industriezweige, kämpft auch die Brauindustrie mit der Beschaffung hetz zpm, Betrieb erforderlichen HilfsmateriaNett« ^Wenn auch die Ko hl enzuweisun geni um die votz den einzelnen Fabriken allmonatlich eingereicht werden muh, in . der letzten Zeit halbwegs zufriedenstellend er« folgten, was ja bei uns erwiesenermaßen selten rühm« lich hervorgehoben werden kann, so „können dafür dft übrigen für die Produktion wichtigen Bedarfsgegenstände (Pech, Korke, Treibriemen usw.) nur unter den größten Schwierigkeiten und fast ausschließlich nur im Schleichhandel beschafft werden, so daß bereits einige größere Brauereien gezwungen waren, ihre Betriebs zeitweise einzustellen. i Während des Krieges, wo begreiflicherweise fast gar nicht gearbeitet wurde, muhten sich bekanntlich viele Brqufirmen nach einer E r sa tz b e s ch a f 11 g u n g Umsehen (zumeist Dörren von Gemüse). Erst Heuer ist mit Rücksicht auf die günstigeren Zahlungsverhältnisse, bei den Konsumenten (Wirten) ein etwas lebhafterer Geschäftsgang zu verzeichnen. So arbeiten heute in Mähren allein rund 100 Brauereien (allerdings zum Großteil für den Export), deren Produktion ungefähr 66 Pro, zent der Gesamterzeugung beträgt. Die gesteigerten A r b er t s- und L o h N v e & hältnisse sowie die stetig wachsenden Material- Preise und Regieauslagen bedingen naturgemäß auch eine fortgesetzte Erhöhung der Frachtsätze für die Versendung des Bieres. Unsere Brau- Industrie arbeitet heute, hauptsächlich für den Export, wodurch sich der Staat hochwertige Valuta zu beschaffen vermag, und unsere Brauerzeugnisse finden vor allem in der Schweiz, in Frankreich, Italien, Holland, Belgien, Deutschland, Polen und Deutschösterreich günstigg Absatzgebiete. Desgleichen wurden, um die Handelsbilanz günstiger zu gestalten, feit Jänner dieses Jahres nach den genannten Staaten rund 10.000 Waggons Ex Port malz ausgeführt, an welchem Aufschwung unseres Malzexports besonders die Slowakei regen Anteil nimmt.. Ueberhaupt arbeitet die tschecho-slowakische Malzindustrie, die Heuer ungefähr 14.000 Waggons Gerste aus der staatlichen - Bewirtschaftung zugewiesen erhielt und deren Austeilung an die einzelnen Fabriken nach einem bestimmten Schlüssel erfolgt, fast ausschließlich für die Ausfuhr. Die staatliche Bewirtschaftung erstreckt sich nicht bloß auf die Bier- und Malzproduktion (sämtli^e Mälzereien . arbeiten für den Staat in Lohn), sondern es -unterliegen ihr auch die A b f a l l a r t i l e % wie 'zum Beispiel Mälzkeime, die -bekanntlich ein wertvolles Tierfutter darstellen, und Hintergerste. die in vermahlenem Zustande für Ernährungszwecke benützt wird. Die Zwischenstelle zwischen der Staatsgerreidegeseüschnft in Präg; und den einzelnen Fabriken bildet eine Malzkommission, die ihren Sitz in Brünn hat. Dieses Amt besorgt den Verkauf des Brau- und Exportmalzes und überwacht den Betrieb in den Mälzereien, die verpflichtet sind, über den jeweiligen Geschäftsstand Bericht zu erstatten. Wollen wir die Aussichtender Brauindustpis ins Auge fassen, so können wir ruhig behaupten,' daß sich mit der Besserung der Ernährungsverhältnisse auch eine erhöhte Zuweisung von Gerste und damit eine entsprechende Erhöhung der Produktionsziffer für die nächsten Monate ergeben dürfte. Dennoch wird trotz der : wahrscheinlichen Mehrerzeugung mit einer Verbilligungder Gestehungskoftcis, wenigstens sür. die allernächste Zeit, micht zu rechnen sein, da im'Verhältnis zur steigenden Tendenz der Preise eine solche Erhöhung der W t zeugüng kaum' in die Wagschale fallen' wird. Die dcHktfchH Wirtschaftskommifsion für Paris. Berlin» 17. Mai. (Tel.?Kl>nw.) Der Fiihrrr der deutsche» Wirtschattswmm'ssion iür Pans, Geheimrat Deutsch, ist bereits heute nach der iranzöilschen Hanptfladt abgereist. Weitere Herre» werden ihm morgen folgen. Berufungen des Staatssekretärs a. D. Dr. Schumpeter. / $ie Korrespondent Havas meldet: Wie verlautet, erhielt der gewe'ene Staatssekretär Professor S ch n m p e t e r, dev im . Sommerlemi'stkr seine Borlcfunaen über Nationalökonomie' a» der Grazer Universität wieder ausgenommen hat. eine Berufung mr Mitarbeit tu die deutsche Soziallsiernnaskommission in Berlin. Des weiteren erhielt Dr, Schumpeter «ne Berufung en die Handelsbochschnle in Berlin als Professor der Nationalökonomie. Dr. Schumpeter hat sich m beiden Füllen btt Entscheidung Vorbehalten. Bank und WechselttubeN'A.-G. „9ftercue*. Unter 1 Vorsitz des Präsidenten*Dr. Eugen'B r e 11 o ü e r hat gestern , die a n ß e r o r d e n t l tch e G c n e t a l » e r s a m mlüng der Bank und Wechselstuben-A.-G. „Mercur" stattgesunde», die.über den Antrag auf sukzessive Erhöhung de- Aktienkapitals von ll 80.000.<:00.— auf K 200,000.000.— Nominale Beschluß zu fassen hatte. Dre Grnrrqft versammluug hat beschlossrn. das Aktienkävital sukzessivdurch abschnittweise Ausgabe von insgesamt 300.000 voll einzmahlender Aktien int Nominalbeträge von ft K 400 auf den Betrag von K 200,000.000 zu erhöhen, wovon noch.Ende dieffs Monats eine Tranche von K 40 000.000 Nominale 'Aktien zur Begebung gchrugi. Die Ausgabe des erübrigenden Teiles der belchloffenen Kapitalserliölnrng soll rm Zusammenhang mit der Errichmna selbständiger Institute in den Nationalstaaten zum-Zwecke der vehernabme der dort bestehenden Filialen in einem späteren Zerpunkt vorpenommen werden. Von den zunächst zur AuSgab«' gelingenden K 40,000.000 Nominale neue Aktien, welche ab 1. Jänner 1920 dividendenberechtigt sind, werden den Aktionären K 20/ 00.000, das sind 50.000 Aktien zn K 1<.K* ’Tior.vn;!l's, im Pnhältmsst tpn vier alten jn einer neuen

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