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Wiener Morgenzeitung · 1920-05-12 · Heft 468 (12.5.1920) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 468 (12.5.1920)
Date
1920-05-12
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 . Wien. Mittwoch Wiener Morgenzeitmrx mmi\ II wiyi.IIIIHWI m'-ifwi ■■ i'[WW 12. Mi W6 W488 eine reifere Handlung ersinnen, als sie auZ den wunder»- schönen knappen vier Kapiteln des Buches Ruth zu entrahmen ist, oder er miißte Gedankenlyrik spenden, etwa v?ie Beer-Hoftuarm in „Jaakobs Traum". Beides hat Levetzow, dessen künstlerische Schlichtheit und Redlichkeit überaus sympathisch berührt, in seinem „Hirtcnlieb" versucht, rear aber der Ausgabe, die er sich gestellt hat, nicht gewachsen. Trefflich ist die Exposition. Bevor Noemi mit ihren Schwiegertöchtern Ruth und Orpha in das judäische Land gurückkebrt, müssen die drei am Baalstenipel vorüber. -Orpha lockt der Baalskuli. Ruth schreit auf, da sie ihre Sdiiycuer in die Orgie des Baalstempels taumeln lieht, und schließt sich eng an die Schwiegermutter, deren Aeg uno Geschick sie fortan teilen will. Mit dem zweiten Bild beginnen dann die bekannten Vorgänge des biblischen Gedichtes, in die Levetzow zwei Nebenhandlungen verstecht. Oer in der Bibel nur angederitcte „nähere Bluts« verwandte" tritt als der Jüngling Saraph auf, der die schöne, kräftige Null, als Sklavin raufen möchte. Ruth bat zwischen ihm und Boas, dem gealterten Manne, zu wählen und entscheidet sich für Boas. Denn Saraph hat ’ sie angesehen „mit Augen, die den Schwier zerreißen, Wie Moabiter die Frauen auschaucn vor dem Tempel des Baal", Boas aber sprach zu ihr über das Jubeljahr, da die Erde ganz neu wird wie am ersten Tage, und aus seinem gütigen Munde ward ihr verkündet: „Nur'frei wirst die dich verschenken, wie die heilige Erde sich frei de'-schenkt." Ein zweites von Levetzow ersonnenes Motiv, das einer glücklicheren Gestaltung wert gewesen wäre, ist die alte, nicht verrostete Liebe zwischen Boas und Noemi. Boas tvill die Zurückgekehrte ehelichen, er läßt sich aber allzu willig von Noemi auf Ruth hiulenten. In Saraphs Brust haben sich die Baal-Instinkte in heiligere Liebesgefühle für Ruth gewandelt. Tie kluge Noemi hat unö darauf vorbereitet und wiederholt bedeutet, daß er besser ist, als er scheine. Nach deur ersten Schmerz der Zurückweisung gibt er Ruth für Boas frei, wobei er eine vorn Dichter gewiß sehr gut gemeinte, aber ein wenig aufdringliche Tendenzrede über judäische Sittlichkeit hält. Tie. anderen handelnden Menschen sind kaum amdentrlngsweu-.' charakterisiert. Ruth ist von hingebendstex T-nnut und Treue, aber ebenso farblos gezeichnet wie 3< oemi, die weise Lenker!n des Schicksals ihrer Schwiegertochter, itub wie Boas, der biedere Blutsverwandte. Tiefes Hirtcnlied hat zu viele Strophen. Einige Stellen des eindrucksvollen ersten Bildes und Boas'- Erklärung des Jubelsahres sind schön, andere Teile hingegen sind leider dilettantisch und fordern förmlich die Travestie heraus. Tas Gedicht ruft nach Vertonung und wäre ein selch geeigneter Opcrntert. Tie Skizze dafür ist in der ansprechenden, poetischen Tonmalerei gegeben, die Hans G a l für das Werk schrieb. (Nur ist ihm ein geeigneteres und willigeres Orchester zu wünschen, als das. ist, welches wir gestern anhören mutzten.) Tie Neue Wiener Bühne konnte mit ihren be, schränkten technischen Mitteln den Anforderungen nTch Nachkommen, die der Antor in der Buchausgabe an die Inszenierung seiner Dichtung stellt. Aber, wie iinmer an dieser Bühne wurde auch diesmal «mit geringem Aufwand das möglichste geleistet. Tie Ruth spielte Maria E i s. Ihr Wesen ist viel zu herb, ihr Organ zu spröde für diese overnhafte Rolle und ihr Hang zur Ekstase fam Dem moabitischen Hirtenmädchen nicht gerade zustatten. Ellen Neustadt er wußte als Noemi schön zu sprecheil. Alfred S ch r e i b e r gab den bethlehcmiti« scheu Landmann und Philosophen Boas mit pastoraler" Weihe und spielte ihn in der Maske eines Landgeistlichen. Nikolalls Lovries wußte aus. der.Nolle des Saraph nichts zu machech was ihm verziehen sei. Das Hirtenlied fand beim Publikum eine lehr günstige Aufnahme. Ter 'Dichter wurde unzählige Male gerufen und auch der Komponist konnte vor der Namve erscheinen. __ O. A. Das Overnprogramm drr Meisteraufführungen Wiener Musik. Ja der S t a a t s o v e r gelangen im Nohwtn ber von der ßnnanbe Wien veranstalteten Meisterausiülrrunken Wiener Musik (26. Ma>. bis 13. Juni) folgende Werke zur Aufführung: Mozart: «Lost fan tutt s« Mcn nszenrenmg. Dirigent Dr. Richard Ttraufi); Goldmark: „Di? Königin von Sab a"; Snausr: „Ariadne a u s N a x o s": Scbreker: „D i e Ä e z e l ch n e t e n": Weingartner: ..Dorfschule"; Korngvld: „B r o l a n t a"; Beethoven: „F tb 111 o*; Schönberg'. „G u r r e l i e d e r". Ans den Theatern. Im B u r g t b e a t e r, gelangt morgen. Donnerstag, rau 3 u i t ne r" zur Ausführung. Anlang '/-? Uhr. Im Schönbrunner Schloßtheater wird morgen, Donnerstag. und iib<*rmora<‘ii Schnitzlers ,.D t e S di rc e ft t r u" gegeben. Die Nolle des Casanova spie! zum ersten Male Herr N o m b e r g. JmOverntheater gelang:» morgen, Donnerstag, zum ersten Male Weingartners Opern „Die Dyrf-- schul c" und ..M erlte r A nbrt a" zur Ausführung. Antang 6 Ubr. Herr SchmedeSist andauernd indisponiert. An feiner Stelle liat in leprer Stunde Herr Ziegler d'e Tenorvartie des AMariuv" in der neuen Oper Felix Weingartners „Di: Dorfschule" üdernotttmen. Molgen. Donnerstag, findet die Erstanssührung des Schmspirls „D a s z e r st ö r t e H a u s" von Stan slauS R e, ch Ä l a d r m r e - T h e a r r r statt. Tie ncliJften Karten bebakten ihre Gültigkeit. Es wirken mit: Philipp ZeSka und Un) 3 i r a ft n i vom Durgtheatcr. Enka Wagner und Karl E h m a u n vom Deutschen Voltstheater. Restlrche Karten d»' l. X?r:1 ovov»r>. ,«nd an der Abrndkasie. Sport. Das Laufen ^Quer durch Wien" esicher^. Die Abhaltung des Stasettenlauses „Quer durch Wien", der Heuer für den!3. Juni ängefetzt ist. erscheint nunmehr gesichert, da die Erlaubnis zur Einstellung des Straßcnbahnverkehres auf die Dauer der Durchführung des Rennens erteilt wurde. Die Zusage wurde einer Deputation von Sportleuten vom Nizebürgermeistet Winter gegeben, der auch in sonstigen Spottsragen großes Entgegenkommen zeigte. Die Meisterschaft von Wien im SUnge«. Eine besonders auserlesene Schar von Ringern tritt zur Leichtgewi ch t s f l a f s e zü der kommenden Sornllag ab 2 Uhr 'tn Festsaale des Hotels „Bayrischer Höf", U.» Taborstratze 39. staitsindenden Meister schalt vßn Wien an Herr findet man die Sieger -des jüngsten Ringens' der Vorgelchrntenen, Anton Sch.» ckej (Gchei, 0ö nt nie r Ludwig (Simmering). Otto G r i l k a (Cherusker), Ferdinand Z i k o u n d (Germania) und dse beiden chchtigen Hakoahner Richind K o b s n und Ludwig Zw iif er. Em Hanptamyärter am den Mkistertitel aber ist> der imrori'dje Mnstrr E-nö Markus (HakoabV d ssen Aullreten mit dem g-oßtcn Intet esse rn1gegengti. hm wird An den Kämpien im M i t t e l g e w i cd t nehmen 17 N ngev tetl, darunter die Hakaahner Siegnmnd Deutsch, Oskar. Hübsch und Hugrn Teichner.'Auchbei.diesen Kämpfen rst sehr guter Spart M erwUten, . ' . . Sportfest in StoSerml. In Stockerau fand am Sonntag ein grofitzS tsportf'sst statt, das-tzrit. einem Stafettenlaus „Quer durch Stocherau" seinen Höheppult erreichte.. Die Konkurrenz wurde pan-der S a^ottedes Stpck'rauer Realaynmas'mmö gewonnen, d«e dsr.vyN „MieM.Sport-Taghlatt" gespendete Pyka: Mel. ' ck.. Sshaw-rth ibliothek Zion 3:2, Das auf dem Hakoah-Platz ausoetragene Weil spiel' litt, unter - den schlech'eu B-idenverhültnissen. Bube Ma,rnschäften traten mit Ersatzleuten an und spielten .tmter ihrem sonstige^ Können. Für Gie Sieger waren Fiskus (2) unv Spodek (1). füx die tln^erle'-enetl'T an itett b a u in.- i u,-d KlrughoferI erfolgreich. Die Reserven spielten 2 : für Volkse dibliothek. Aion. f . , . Hak"«h grgen Stnrm^ Der Sportklub Hakoah dürstö' das Cupspiel ge.zen Siurm, das morgen auf hem Prater- Sportplatz zur'Austranmg gelangt, mit folgender Mannschaft bestreiten: Tor — Halpern; $ etteibi<*«tt g. — Scheuer, Lepitus; Deck» it g — Molnar. Nemes, Nirfibattm (eveii'uell Jühn); A ngriff — Kah, Grünwald, Js o Gansl, Grüllfeld, Slutzkp. Das Wr'!s lel beginnt um 5 Uhr uachmittägs. Tie W'e:r.r Sportfreunde, die am kommenden Sonntag der Hakoah in der. Meisterschaft gegenüberstehen, habetr in dieser Saison noch keinen Punktverloren. Der Verein ist dank seiner Siegssserie vom SchlnU.der MUfterschaftStab'eNe bereits aus den sechsten Platz vorgerückt. Am Sonntag wirh er erst nach zähestem Widerstand der'Hakoab den Sieg, überlassen. Das Spiel finßeL auf brnwHakoah-Ptatz in Floridsdorf statt. '-- v- ' Psingstw ttf)iele in Fav-ri^n. Äy dem Favoritner Pfingstturuier, das sich Wer heei -Tage erstrecken , soll, werden dir Vereine R>ch llfsh!i?s-l, .H^ctl)aTSimmerlng,- Wacker und W. A. F, teilnehnten. Tie Wertungerfolgt1 nach- Plenkten; - die siegreiche Mannschaft erhält euren Pokal. D-e „39?r" FnsbtllNuh ans Vnoapest, dem der beste ungarische Tormann .Zsak angehört, nimcht cm best Pfingstwettsiueckn im Pratef Jett und dürfte gegen Hakoah und Amateure 'i'iiefctt.' - - -; < Mi't: sch-lcr, bk. Schwimmen trainieren wollen (aeech Anfänger), wollen Namen und Adresse dem Jüdischen Sportverein Hechawer, Sekretariat Isi Bezirk, Konkordiaplah . Nr. 4, Jndustriellen-Cafä, schriftlich bekaiiutgeben, 'd'fseer Schwimmsektion am 1. Mai mit dctn Training begonnen hat. An der SchweKe Lev WiederKeLnrt (Herausgeber: Dyyis Erdtracht) '' " - ■ ix n > - Wgx Ryxvaur ■-* Die Tragödie der Assimilation Diese neueste Schrift Nordaus ist im Verlage der Vereiiügung südrschex Hörer an der Hochschule für Welthandel bereits erschienen und begegnet dem Interesse sämtlicher Kreise. Dem Wunsche der Jugend entsprechend, ergreift dep greise-Denker die Feder, um eine Abrechnung mit denen zu halten, die vom Ehrgeiz zerfresien nach Auszeichnung, Macht, Reichtum, Genuß girren, um sesnem Volke am Wendepunkte der Geschichte die schändliche Schwäche, Verblendung, Verrat derer zu enthüllen, die nickt die Kraft besosien, den Versuchungen des Bösen zu wiederstehen und ihre Unterschrift unter den Pakt gesetzt hatten, her ihre südische Seele der- Hölle verschrieb. Die Schrift eignet sich als qusgezeichneete Waffe im Kampfe gegen Die A,,unilatioil. . Es ijl Pflicht aller natioetaien Organisationen, Vereitle, stndieretlder Jngend, dieselbe in ' Massen zu verbreiten. Vrees 4L Kronen. Vereine, die den Reingewinn für ihren Fürsorgefoieds bestimmen, erhalten die Schrift zum Selbstkostenpreis. Zuschnften und Bestellungen an: Crbtracht Wien, Hochschule für Welthandel.. Gerichtssaal. Ein diebischer Kammerdiener. Beim Pokiretkpmmisiariat Jnpen Stadt mstattete am 8. November v. I. der Äamm^rdieoer der sriiheren Pemzeisin Stephanie Hohenlohe, Johany I a k a h o f s k hi« Äugige, daß der Prenzessin etn Platinring mit einem großen Saphir und zwei Brillanten besetzt, der mtt K §0/00 bewettet wurdi, ge- -stöhlen wotden sei. Im Geleg'nlee'lsverhällmS steutden damals außer dem Kimmewiener eine Pedtenertn und daß Snt' enmävchen. Trotz aller Ngchfoischungen fand sich der Ring nicht vor. Etwa 14 Tage später entdeckte die Mutter der Bestohlenen >. im Beite de3 ZtmmnS, wo der Kammerdiener schlief, eine grün- .lederne Brieftasche, dse sie als Eigentum des Grafen Ferdinand Wurmbrand erkannte Run schöpfte sie Verdacht. JakadoksV wurde . m Pöl zet vorgeladen, wo er nach cmsangltchem Leugnen gestand, den Ring im Z mmer gefunden und sich angeeigurt z»' herben. Der Ring wü'de auch in dem vom Kammerdiener ti&W gebeneu Versteck euttgefnnden und seiner Elgentiimerin zurück» gestellt. -T. . Gestern hatte sich Johann Jakadoiski vor dem Schwur- 1 gerich e unter dem Borsitze des OberlandeSgertchtspräsidente» De. Kh tttel wegen Vetbrech^ts des Dtebstahls zü verantworten. Die Geschworenm bejahten die Schuldfrage mit zwölf S timmen, nahmen jedoch eine Schadensziffer. unter ll 4000.'-» an. Auf Grund dieses Wahl iprüches verurteilte der Gerichtshof d'rtz' Angeklagten zu s o ch s M o n a t e u f ch w e r e n Kerkers. OST-SANHI. K. CZERfM OWITZ Aklienkapital 20,000000 Kronen, jbar eingezahlt 16,000.000 Kronen. 8051 Alle bankgeschäftlichen Transaktionen* Auszahlungen und Inkassi an allen Plätzen Rumäniens, einschliesslich Bessarabien, Siebenbürgen und Bukowina sowie im Auslände. —y—cw—rrar™,—wnmtmrnnrnm!——J Der Volkswirt. Eine Krone --- 2.75 Centimes Geld. . Gestern stell'e sich in tstirich die österreichische Krone Geld auf . .; 2.75 ( 2.70 am 9i Mar) die tschechische Krone am. 9.75 9.80 am 9. Mai) die Mar? auf.. . 1L6J ,10.10 am 9. Mai) P^äBnas Einfuhr und Ausfuhr. D^c Jüdtfch'Prlasttnifche Reife« und Transportgrsillschast berichtet: In den ersten cklionaten des I ihres 1920 sinhüber Triest üh r 30'Personen abgeieist. Dem Perme nach yaren etwa drei Fün'tel Handarbeiter'Maluüm),. der N^st verteilte sich auf Äerzte« .Beam ei Lchrer. Kanfieute rc. - . - Fesurr berichtet sie: Im Monat'Männer find in Palästina cinncfiefitt woidcu über Akka für 88 st. K-. Petr Scheda sür- 1220 st.' K. Mg für 5552 & K.'. Haifa für 121.3^2.i?. K., Jaffa ür 1<»TQ st. K« Jerusalem für 77.335 L- K., Chan-Ienins für 1093 st K , stutz für- 135 L. K.. Tnl Kxren füi; 3850 st» .Ksi El.Kpt'tara (ägyptische GreW^ür J6A8y^."Sti -! Insgesamt wurden eingeführd 8st5.264 (und NtchtoWesi, muh etwa für.^lby.oyo L. K.)i - , ' ' >- ^. Angeführt worden und: 632.319Meter Stoffs, 6st9. Tonpey Zucker, 396 Tonnen Mehl. 474.34:0 Li:er Petr oleum, Konfekt.onswaren für 10 949 L. K. und 57.692 Kilogramm Kaffee. ■ Än der H nsnhr haben teilgenommen.: ' 'England '-mit 73 202 L- K., Aegvpien mit 89.367 L. K., .Frankreich mit 12.454 st. K..-Amerika mit 10.224 L. K., Italien mit 6242 8. In di m mit 80.457 L 'K.. Australien MX 10.827 L. K., Japan mis 858L st 'K.. Griechenland Mit '326 L. K.. Holland 36.108 L. St; inib andere Länder mir 25-st. 638 K. Durch Postpakete Waren für 21.680 L.K. Ausfuhr: Uebcr Asa 419 L-K.. Harffa 40.851 8.K., Jaffa -14.853 L. K,' Jerusalem 4480 L. K., Cbam-Jemm 4 L. K , Lud 19.865 L. K., Tnl Kcrem 3602 L.K/, El Kantara 3452 8 K. Insgesamt. 89.532 L. K. Ausgefiihrt wurden: 87.867 K<sten - Gerste, 407 Tonne» - Bohnen, <66- Tonnen Nüsse, 122.136 Liter Wein und. 54 Tonnen ' Seife. An - der Aitsfahr haben tetlarnommen : England mit 12.312 8. K., Ae.iypteu mit 58 876 L. K', Mankrerch mit 1138 L. K., Italien mit 1085 L.-K. und der Rest ging nach Indien. Import- und Exportverbote itt Palästina (nach amU lichen Kundmachnntzen). Export: Verboten, aus dem besetzten Gebiet (Südep) auszuführen, sind: 1. Waschsoda; 2. deutsche Anilinfarben« 3. lebendes Vieh (hievon sind ausgenommen Kamele und Ziegen, die durch das Gebiet durchziehen); 4. Opium (Haschisch); 5. Weizen und Gerste ckanßec wenn^der Eigenttimer einen Erlaubnls'chein hat); 6. Öl ven und Olivenöl;?. Durrha und ge ärbtcs.Dunha; 8. Heizholz. Kohle und Graphit; 9. Erbsen und Bohnen (ausgenommen, WM sie als Transitoware durch dieses Gebiet geben); 10. Neis. Die Ausfuhr aus dem besetzten Gebiet (Ssideu) überhaupt ist nur mit Erlaubnis des Mililärkommandanten im Kreise (Bezirks des Händlers zulässig. Import: Berbolen lst die Einfuhr in das besetzte Gebiet (Süden) von: 1. Waffen. 'Heeresbedarf. Sprcngmaterialtev und Salpeter; 2. Salz; 3. Gemälden und Plastiken. Alle Druckcrzeugntsse nnsitilichen nu^> nervcnaulpeitschrnden Inhalts, mögen sie auf direktem Wege als Ware oder nur als Makulatur oder Verpackung für andere Ware hereinkommeu; 4. OpMW (Haschiich; 5. deutsche Anilinfarben. In das besetzte Gebiet (Süden) darf nur mit einer 6fc sonderen Erlaubnis der steitungssielle für öffentliche Arbeite» Schießpulver zum Sme'ng'n der Steine eingeführt werden. , Verboten ist die Einfuhr in das besetzte Gebiet (Südens ohne sperieste Erlgnbitis des LandwutschoslSämtes für alle Arte» lebender Gewächse kManren) und Sie neu. . Eme ipezrelle Erlaubnis des allgememkn GesuntzheitsamfeL kann für folgende Waren erlangt werden; Kokain, Schwefe! Srruv gegen Schwindsucht, Chlor-Pottasche, Chlorascbe. Anher den erwähnten Artiteln ist'eZ erlaubt, fertige nn)

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