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Wiener Morgenzeitung · 1920-05-09 · Heft 465 (9.5.1920) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 465 (9.5.1920)
Date
1920-05-09
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 8 Wien, Sonntag Wiener MorgerrzertuuA 9. Mai 1920 Nr. 465 der zlon. Organisationen Mens (Sektion ll) findet HEUTE Sonntag, 9. Mai 1920 im Prater, Restauration „zum schwarzen Bären4' (hinter dem 2. Kaffeehaus) statt. Beginn 3 Uhr nachm. Endeil Uhr abends Karten tn Buchhandlung LÖwit, I. Rotenturmstrasse 14; Kartenbureau, II.. Taborstrasse 7 und XX.. Wallensteinstrasse 24, Zionistisches Bureau, II., Zirkusgasse 33. Ein Teil des Reinerträgnisses fliesst dem Jüdischen Nationalfonds zu. «iss »leichtern. Schließlich sollen die Signatarmächte drs Fritdrys- Vertrages und auch die »nderrn Siaaten. tue Mitgl eder des Völkerbundes find, aleichMtig. ob sie den Vertrag unternichnu haben od» nicht, die Placierung und den Handel mit den Bons begünstigen. __ Allgemeine österreichische Baugesellschaft. Unter dem Vorsitz des Päsidrr trn Hem,ich Vetter wurde d'e 50. ordentliche General Versammlung der Allgemeinen österreichischen Ban Kesellschait abgehalten. Es wurde einstimmig be'ckiwfsen. das gegenwärtige Grundkapital von K e,66K6669/s durch NruauSgabe hon 41.666:/s voll und bar eingezahltr Inhaber-Aktien Nominale h K 26v.— auf ein Nommale von K 15.< 0 .000 zu «höMn Die Dividende wurde mit K 16.— verÄkne feftgrietzt. Dean Stelle des ansgeschrednren Staatssrkrrtä's )ür FmaNzeu Dr. Richard Reisch koov'crte Direktor Tr. Emst M o s i n g wurde in seiner Funktion brflätigt und Bauduekior Otwkar Stern w'edergewälrlt. ValutenKurse. Im freien Verkehr waren gestern ÜDlacInotettumK 4.51 erhältlich und schwächten sich späte bis K 4.47 ab, Qetnoten zu X 8.87, Lrre K 11.^0 bt« K 11.55, tschechisch «Kronen K 3.68, D o l l a i X 287. Rubel K 3.20. Sine Irrte - Preisprüfungskommission in der Tschircho-Slorvskei. Aus Prag wrd uns pemeldet: Di- PreiÄirüiungskomm si'vn für Iuteerzcugnisse und Iutcersatz hieb unter tVorsitz des Sektionsrates F a d o u n vom VollsversorgringS MlMrnum ihre gründende Versammlung ab. Anwesend ware>> neben den Interessenten Vertreter der M'mfftrien kür Lmdcs verte,digung. Handel und Volksversorgung. Der Zweck der.Kow misston besteht därm, die Gründe für die Erhöhung der E. zeugms-, Derkauis- und Exvortvreise zu untersuchen. den berufenen Organw der Staatsverwaltung Anträge üb r die Regelung der Preise, vornehmlich der Max-malpreise. zu erstatten usw. Dem BolkSvktsorgungsminckterium wurde vorge'chlagrn, in ein engeres Komitee zum Borsitzenven Robert Mandelik, zu dessen Stellvertteter Industriellen Moritz M o r a w e tz. -.zum Gcschaftstubrer Otto P a c o v s k y und zu Beisitzern den Webereidesitzer Ettrrch, den Dirrklor der -Ardeilerbäckerel I. S ä h und den Mühlcnbesitzcr V o t r u b a zu bestellen. Eirve Gablonzer Exportfirma an eine italienische Firma verkauft. Das „Gabt. Tgbl." meldet: Die Firma A. S a ch s e u. Co., welche durch ihre Krrltivie'Ung des direkten Nrbnseegeschästes bekannt ist. hat ihren Gestirn besitz mit ihrer Zweigniederlafsuag rn Venedig an ihre langjährigen Vertragsfreunde, die S o c i e t ä Veneziania bellt C o nt« r i t m Venedig verkauft, welche den Betrieb unter der bisherigen Firma 2f Sachse u. Co., weiterführr und mit der Leitung der Geschälte dem langjährigen Prokuristen der F:rma A. Sachse u. Co., Kurt Schlevogt» betrauie. Der General dnektor der Svcretä, Luigi Barbon, befindet sich m Gablonz Börse für landwirtschaftttche Pxodakte. | Der Weltmarkt ' in Getreide steht im Zeichen großer argentinischer Verschisfungen, weshalb auch die Prersteudrvz an den maßgebenden Welkmä'kten vornehmlich r st ck! 8 u s r g ist. Die Stimmung qn dm T»minbvrten der Union ist mehr von lokalen Motiven dikt ert. So find die Mai svre r s e in der öeiichtsrvoche wieder gestiegen. In einzelnen Meldungen rst von Frostwetter die Rede, jedoch schemt es sich keineswegs um e ne 'chwerr Beschädigung der Bodenstüchte zu handeln, vielmehr um eine starke Explvrtrerung der Wetterberichte durch die Spe.u!at>on. AuS Italien lauten die, Nachiich'en in der lebten Zeit günstiger. Die Entwicklung der Saaten hat sich gebessert. Die , Ernte dürite emen Mritelertigg ergeben. Auf dem Geb-ete der irüherm Monarchie rechnet man mrt einer guten und frühen Ernten Könnte eine Plattform geschah'en werden, welche die wirtschaftlichen Beziehurgen zwischen den Suhesnonsstaaten überbrilckt. wäre rS möglich,, das Auskommen ohne aus- . ländische, beziehungswctsk ülerieerscheZulchüsse zu findn. Voraussetzung hieiür wäre, daß die Zwaugswiltichaft auigehoben. denn nur im Wege des freien Handels, ist eine Wieder aumahme der alten wirtschaftlichen Beziehungen über die der Handel vertilgt, , magst ch. Der heutige Gcschäftsv-rkehr beschiLnfte sich auf einige Abschlüsse in italienischen und tschechischen Provenienzen, die zu unveränderten Prellen ausgenommen wurden R a n h f u t t e r hat eme weitere Verflauung erfahren infolge drängender oberösterreichischer Offeiten, für welche allerdings Abnehmer fehlen. Hnlsenfrüchte sind geeckt. Kleeiaateu blieben adsatzlvs. Jüdische Eltern,Kultuswähler! Erscheinet bei der großen Versammlung welche Sonntag den 9. Mai d.I.irm V2IO Uhr vorm, im Hotel Post,?., Fleischmarkt, stattfindet Themar Wer ist am Streik der Neli.ionslehrer schuld? Alle Vorsteher wurden schriftlich etngeladen! Sie, Die Streikleitung des Religionslehrerverbandes „Efra". kansma, Oirsrä'Küis nnd »ilsrdarxi Hat. ■-ÜHr..reparataren werden nach neuester Mode _ prompt nnd billigst modernisier XVItt,, W&brl«r«T Olirtal 21 und VH., MariahiHer»tra*sje 88 Berliner Börse. Berlin, 8. Ma>. In Nachwirkung der an der gestrigen Börse «ingerntenm Bnstauima nnd zum Teile auch, weil die msläiid"chen Devisenvreise mn Ausnahme von Devch Frankeich, Belgien und I>nl en vor ibrer am:l ch n Festsetzung, w eder. 'ark narb un en n-ig en, lagm m Beginn der hemigm Bötke »och ziemliche Bei kaussauft äge vor, so daß' der Markt rme chw che Be,anlagyng zeigte, ^mmeihin machte sich auch eme aew.fie Wide, ständSkr ist bm,erkbär. d.e m etnzelncn Kurscr- -löhungeu zutage trat, zu dmen die Nachricht von der E"brinaung mer Kreditvoilage zugunsten DmtschlandD in amerikanuchen Senat mir die Beranlaftuna acmitv sein mag. Tie Rückgänge be-' wegten sich rn der Regel ,m Ausmaße bis zu Bei Buderus-, lothringer Hütte-, Mann'sytann--. Phönix-. Kalr-, Badischen /Anilin-, Höchster Farbwerke-, Deutschen Waff<n-, Aschers! bener und Wester eeler-Ak ien bet ugen sie 10 bis vereinzelt 2<‘% und nur bei dm schweren Kolonialpap^ren. Demsck-Ueb r>ce und <?anada-Akt>en gingen. sie noch darüber hinaus Eme feste Haltung eigien besonders A-E.-G-Akt>ru aul die bekannte Transaktion Mit der Felten L Gm'>aume-Akiienge'''llschaft. deren Anteile jedoch um 7°/^ nachga''en. Kanada-Akiren besserten chbeülich ihren Tieistand von K bis K lOOO.— wieder au!, mir üderh'upt die Giundsftmmüng spater etwas feste» wir. wenn rüch die Kurie noch mehrfachen Schwaniungcn umerlagen. Der Rent limartt zeigte mit Aus-tahme der mex,kam>chen Anleihen wieder ein festes Gepräge. Bantwerlo gaben nur rn mäßigem Umfange nach. Leopold Steinhart, Wien, I.,Bibcrkira8e . . ■ ....—- 4^/so .— 'fi ' IM j ,L, ipi ■■■ mm - um ■.>—■>wwm Amerikanische Warennotierungen. New - Dorü, 6 Mai. Baumwolle: New-Nork loko 4' 50, New'Oi Irans loko Ncw-Tvrk per Mai 40.50, New-Uork per Iunr 39.45. Petroleum: Raifinade Im «ssogi in New'Poik 87.60, Nyssinade Standard White in New-Nvrk 23 50. Raffinade Standard Mkiiir in Philadelphia 23.50. Petroleum Credit B' lances at Ort City 6.10. Aehl (Marke ^Spnng Clears") 10^/z bis 11V-, ^iew'Nork Weizen loko Winterweizen 324, Sommerweizen M24. New-Aork Mas per Western loko 212°/«. Nerv-Aork Zuck e r Standaid Granulated . bis —Raw-Ccnttifugal 19.81. — New - Aork K a f! e e Nu» Nr. 7 16%, New-Aork G e ttcibeiradtt nach London nominell. New- Aork Schmalz Western Steam 19.70. Nem-Uork B a u mwolle Zufuhren in dm Häfen 14.000. Die Devisenkurse. Wien, 8. Mai- Kurte der östen. Devisevzentrale.) Amsterdam 7700 -- 7600.-'. Berlin 442 — 480.-), Zürich 3750.— 3750.—), Christrania 4050.— (4*;<0.—), Kopenhagen 3650.— 3600.—), Stockholm 4550.— <4550.—), Marl-Note« Hl.- 429.—), Le,-Noten 385.- ,335.- . Leva-Noten 800.— 300.- . Schweiz^ Roten 8726.— 3726 — Französische Roten 1300.— (1275.- .. Italienische Roten 1025.- 975,-), Englische Roten 83».- (830—), Dollar-Noten 205.— (205.—), Huoei'-Woten Romanows 265— (265.—).; Wien, 8. Ma^. (Kurse im freien Verkehr. Agram 140.— b,s 152 —, Budavest: Zahlung in Postivarkafiageld 91.. - b>s 104.—. Budavest: Zahlung in aetteuipclte» 2ioken 95.— bis 105.—, Ungarische gestempelte Roten 98.-» '»s 114 —, Warschau. Krakau t« voln. Mark 107.— bis N7-—» Prag 362,— bis 382.-, Tschccho-tlow. Kroneunoten 5000er 860.— bis 380.—, llemere 365.— bjs 385.—, Neue Dinarnoje» 575.^- Ms §25. Prag» 8. Mai. tDevisenkurse.) Heute gelangten kehre Notierungen zur Festsetzung. . Berlin, 8. Mai (Devisenkurse.) Amsterdam 1878— (1983.-), Antwerpen 344.65 < 340.65 t, Ch' istiania 984.— (1013.75V Kovendagrn 879.10 (89410), Stockholm tt'8<90 (U2125', Hclswgfors 274.70 <284.70), Itrften 219 70 (249 75), London 197 80 (203.80), 'Rew-Yvrk 5045 (52.90). Paris 329 65(3)9.70), Schweiz890.10 (934.—), Svanien 891.10 89140, W>eir . altes — t9.43>. Wim abgestempctt 26.97 <2472). Praa 85.90 (86.90), Budapest s? 22 32.72 . stzranftsurt, 8. Mai. (Devisenkurse.) Brüsiek 352.- (344.50'» Holland 1898.- (4933.-^. London 200 75v (2'3.75 , Paris 333.50 (391.50), Schweiz 914.— (934.-\ Spanien 874.- (-.-), Italien 257.25 (252.50), Dänemark 879— (899.—), Norwegen 984— (1009.—), Schweden N01.50 lU38.75), N'w-Äork 51.82'/, (53.17'/,'. Wien, altes i-.-). Wien, abgcst. 24.70 (24.20), Budapest —Prag —(87.40). Zürich. 8 Mai Devisenkurse. — Mitgrteilt von der Schweizerischen Kreditanstalt.) Bcrlm- 10 85 (U.10 Holland 207.— '206.60;, New-Pork 568.- 566,—i, tzondon 21.92 (21.85), Paris 36 - -84.90), Mailand' 28.- (27.25 Brüste!' 8d.— (36.75), Kopenhagen gg- 9« j, Stockholm 121.- 120.—, Prag 9.60 925), Agram 3.60 (3.55', Budapest 2.45 (2.45), Warschau 2.90 - 2.90),; WirnGrld 2.65 2 60 .Wien War e —(-.—), öst^rr. gest. Kronen Geld 2.85 (2.75), österr. gest. Kronen Ware —(—.—). Amsterdam» 8. Mai. (Devrsenkurse.) London 10.53'/, (10.54, Berlin 5.32'/» (6.26^, Paris 17.50 (16 80', Schweiz 4820 (48.50', Wien 1.30 (1.37'/,), Kovenhagen 46 40 (46.—), Stockholm 58.10 (58,—), Christiania 52.10 m-l Vitro York (274.60), Brüssel -.~r (17.85), Madnd —l46M). Italien —(12.80). LoWMvrr.-li.Msko»1o LLuk«. 8. ZenUrale Presshnrg ° Filiale Wien, l,)Wipplir,g8rstrasse24-26°T8iep!ion 12358,18298,17408 Besorsrnnrr aller banbgeschäftl. Transaktionen. Entgegennahme von Q<‘l(leiulagren. Ausgabe von Einlags« biiclierii, Uebernahme von Yermögensverwaltrui^eu« Warenabteiiung. Export von Scrienmöbeln n. landwirtschafil. Gerätob. □ Import von deutschen Heizmaterialien etc. ü Bert der Schneider. Aus dem Jüdischen des Z. L. Perez. (1. Fortsetzung. „Und di-e hast du eingesteckt?" „Das ist leichter gesagt, Rabbi, als getan! Den:!venn man aus dem Schlosse kommt, steht vor dem Tor ein Wächter, und wenn dieser Verdacht hat, sr' durchsucht er die Kleider und zwingt sogar einem du Stiefel auszuziehen. Und findet man bei mir, Got behüt', die F^elle, so hat der Gutsherr böse Hunde unt Reitknechte..." „WaS iahest du nun?" „Bin ich aber doch Berl der Schneider! Ich geh. in dis Äfidji und ürHe, daß man mir ein Br-ot schenkt." „Christenbrot, B.rele!" «Nicht z,unr Essen brauchte ich' es, Rabbi! Man scirenkt mir einen großen Laib. Ich gehe damit in da?'' Zimmer, wo ich genäht habe, schneide das Brot au" höhle die Hälfte aus, rolle das Weiche, das ich heraus genommen, so lange in den Händen herum, bis es den Geruch vom Schweiß annimmt, und werfe es den Hunde vor, der in dem Zimnrer liegt. Hunde lieben Menschenschtoeiß. Und die drei Fuchsfelle stecke ich ir den Lai^ und gehe. Am Tore hält inan mich an: Wai trägst du. Jude, unterm Arm? Ich zeige den Brotlaib he Und man läßt nrich gehen. Etwas weiter beginne ich schon zu laufen. Ich gehe nicht durch die Landstraße, sondern nehme den kürzeren Feldweg. „So gehe ich und hüpfe beinahe vor Freude: Nun werde ich zum Laubhüttenfest einen eigene Palmenzweig haben und eiaen eigenen Paradi's'ipfe^! Nichts von der Gemeinde Geborgtes . . . So schön: tzuchsseile! . . . „Da eczilrerr. unter rnir die Erde . . . Ich weis; jrfp.tr, was. das. ist; ein Reiter jagt mir nach! Das Blut erstarrt in mir. Sie haben wohl die ^rlle nachgezähle mtrinflen kann ich nicht: es ist doch ein Reiter ünd azu noch auf einem von den.Pferden des Gutsherrn! Sdi werfe' sofort den Brotlaib in die Stoppeln und.- merke mir die Stelle» mache mir für alle Fälle ein Zeichen. Und schon höre »ich. .wie man mich ruft: Bert! Berl! — Ich erkenne die Stimme: es ist wirklich der Reitknecht vom Gutshof. Ulke. Glieder zittern mir, Rabbi! Meine Seele sitzt, mir in den Füßmöchelt; . Ich wende mich aber um und gehe dem Reiter ent- .egen. " „Nun stellt sich heraus, der ganze Schreck war lmsonst. -Ich hatte vergessenan den Pelzmantelein Häncsel anzunäh'en. Darum ha'te'.man mir den Reiter mchgeschickt. Der Reiter sttzt - mich hinter sich aufs Pftrd, ünd schon reiten wir zurück. „Ich danke Gott für die Retmng,'nähe.das' Hänfsel an und gehe. .Doch wie :.ich zu der'bewußten Ztells komme, ist der B'vtlaib nicht mehr da! Die Felder find längst abgemäht, kein Menschenkind kommt a 'vorbei, und kein $0-^der feätt hat die Kraft, -eine solche Last wegzufchleppen . . Es ist also klar, wer das^getan hat . „Mr?" fragt Rab.bi Lev>J')choL „Er!" antwortet B rl der Schneider nnd beutst mit dem Finger nach oben. „Der Schöpfer der Welt! Sein Werk ist's! Und ich we'ß. Rabbi, warum er das e^an Kat: Eri der große, Herr, will nicht dulden, aß ich, Berl der Schneider, mir nach Schneiderart tuen R:st aneiine . . ." „(is stimmi.r auch". Jrt Rabbi L-cv'-^i.chok mild: „Nach dem G s tz . . „Ach was, Gcf tz!" ereifert sich Berl. „Der Brauch bricht ein G s tz.'N^cht ich habe den Brauch, eingesührt: er stammt von uralten Zeiten!" „Und wenn schon der Schöpfer' der Welt", fährt ec fort, „der große und stolze Herr, nicht will, daß; ch. Berl der Schneider, der' ärmste Knecht von allen Kriech (ey, die ihm dienen, mir einen Rest aneigne, so soll er wir Arbeit verschaffen, so soll er mir, wie jeden andere He. t, Gehabt zahlen! Aber er duldet nicht das ine und gibt mir nicht das andere. Nun will ich ihm, eyr Schöpfer der.Welt, nicht länger dienen. Ich habe es gewbt! Es ist aus!" Durch-die G7tn-er.i8e geht, eine Bewegung. Drohende Här d" erh 'ben sich. Man. will auf. den ,Schneider losstür.'.en. D. ch Rabbi L v'^J'zchok gebi-etet Ruhe. Es wird wieder still-und der Rabbi-fragt gütig: ' „Und geschah' weiter, Berl?" .! „NichP! Ich komme Nach Hause und esse, vhns! zuvor. die ' Hände zu waschen. Mein Weib will mich zur Rede stellen . ich. schlage sie ins Gesicht. Ick)! -ege mich zu Wtt und spreche nicht das Abendgebet. Peine Lippen wollen von selbst .Höre, Israel!' spreche^ doch ach beiße sie mit beit Zähnen. Und am Moraen: weder S'gensspruch noch Handtvaschung nochMorgen-- gebet: Er soll mir zu essen geben! Mein Weib rennt aus dem Hause ins Dorf zu ihrem Vater, dem Pächter. Also bleibe ich ohne Weib! Es ist mir sogar lieber so: ich bin ja Berl der Schneider, doch sie ist nur ein' schwaches, jüdisches Weib — soll sie lieber damit nichts zu tun haben. Und ich tue das meinige: gm Laub-- hüttenfest weder Laubhütte noch Palmenzweig. An den Fcsttagen spreche ich beirren Segensspruch über den Wein» und am Simchas-Tojre-Tag, an dem uns. die Thora egeben wurde, ziehe ich mir, wie Mordechai'nach ^>amanZ Mordbesch.uß, zum. Zeichen der Trauer einen Sack, an! . ,,, , . . ,. .' iÜoUsrtzung folgt.)

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