Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 441 (14.4.1920)
- Date
- 1920-04-14
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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-.IMPWBifWnft ftfc 441 Wien. MitLwsch seineausgezeichneten schriststelle rischen Arbeiten Über-1 Theater und Bühüenkunst, insbesondere seine gediegenen Referate,, die, in zahlreichen Jahrgängen des „Kunstwart" rstedergelegt sind.Ein begei sterter Freund. - de r lyrische^ . Dichtkunst, wußte er immer wieder durch -Vor»^ LragHabeiide, deren,-Programm' mit' erlesenem Geschurack. Kusanrrttengestellt 'war,., echte Lyrik,bßt breiten beenge zugänglich zu machen.' . - Seme ungewöhnliche kritische Begabung und seine Begeisterung für die Kunst ließ ihn, den Nichts-Den, als Ehrest der e'rfien-'dis-könstlerisÄL Bedeutung der ost-- jüdisKn Dichtung ' erkennen. Perez, Frug, Asch, Scholemj^Älechem, Reisen, Mörmß: Rosenfeld 'l^btzn an ihnr^eman ^iehÄvollen-Interpreten geflmden und wir ermneknuns' -/ganz' besonders -' eines mrvergeMchen WieHer' A'b^irhs,' dä der )wt ^fünf'Jahren 'dersior-bene . große Iehuda Lyh Pevrz. neben-Ferdinand Gregore am 'Borttagst-ifch>'erschieni.7-'--ü-.- - .. .'V Mcht das deutsche Volk ÄlleürfteM sich zu dieser -GsbüitMqgsfeier als - GratÜlant'.ein.- Auch / das neue Bichentnra'. beglückwünM den'Künstler un^ daykt ihm. ", Ms der» Theater«. .--'Im O p-e.r n.t-b e a.t e r gelangt .morgen, Donnerstag, - .vMA-s«.p'«f'gur'AüffLhrnng. Anfang-, V,7 Adr.' '-'.Km. B ü r'wth.e a t e r wird morgen. Donnerstage JbsenS »E i n D o l/k s f,e i u d" gespielt.. Anfang 6 Uhr. - DasMlkSbildungsamt veranstaltet Freitag ' den 16 April- A3 Uhr nachmittaas, unter Mitwirkung emiglr Mitglieder -des Brrr'glheatcrS im Raimund-Tbea-er für die Bürger-, Handels-, Mittel» und Hvchschüler e ne Auss»h>ung des „Volk s schans.p i e l .e s ,v H « sDr, F.a,u,ß" .Hoch'chiiler erhalten Karten birzü . bei . ihren, ..Rektö.raien,, die übrigen Schüler ° b.ti ihren Dircktimien.' -Im W i ene r . S t adtth'e ate r wird auÄ b:cfc Woche wii Ausnahme von Donnerstag den lö. d.M. allai endlich die Komödie „D r e F r a u R a t" von Pan! Wertde»mcr gegeben. Donnerstag den 15. d. Dt. gelaugi D u m a ö'.SchauspiÄM)-^r'N ä'm'e l'i e n-d'-a rn'-e^z«p,DMeltüng.'-', ' . . ' "Ult, Kiyd'ervsrstelltNg im Jos e f st L d t e r Theater geht Somstag den^17.'"d:'M-, 3 vhr nachmittags, erstmalig' xD'a-I.S p i e l v o m R n m p u m p e l" von Edith Ä ufch, Musik von HellnnithE b bö, m Szene. . . , - Ern A«fens Dskar Kotzofchßas antatzlich ^der Dresdener G?zeatz«»KLmpf<r. -Bei den Strahrnünmhen in Dresden-ram-es. auch 'zu' blutigen Kämpfen - i« dxr Mbc der GemäldMlene. Oskar' Kokoschka,' der rührende Expresstonist „und - Atademieplofrssor, richtete an die Dresdener euen^Aufms voll beißender, Ironie, in d.enr. es heißt,: »Ich.ttdjtc an all?, dir hier iit ZMrist'Vorhaben, ihre, polnischen Thco.rtcr,.Zterchvie! ob links-, rechts-o1> er mi ttest ad stülr.ntkt dem Schießprügel zuargumemieren. die f/cbentstchste Bltte, solche: geplante Kriegerische Ucbungc» . nicht mehr vor der'(ÄÄnLldrgalerie des Zwingers, sondern etwa st.m den SckrreWlätzen der Hew< -. abhall.eir zü wüll,rn/ wo - menschliche Kultur zirchd ür-Aetqhr -kommt. Ich. wag? «Mt., zu .hoffe»,-- daß epabstk W.e"t»,hrtt klasKlcheä-.ZsKey Fehden Mn tig durch. Zweikämpfe' der .politischen Whterausgetragey -weiden mvelnen, > etwa mr Zirkus, emdrucksyoller gemacht durch das homerrsche Gsschilnpsr der von ihnen angeführten Parte en. Was -alsdann hannlvstrMd wxy'.ger,'verworren -märe als.die jetzt üblichen MelhobKst, ..Oskar'..Kyso.s.chka, P.rosestyr'-aN' der .Akademie der - Mdendech-Knusier«'Dresden."- »• ' .i/S^lhaet Äauptmäuns »${«&«&£? gelangte in W e-a m.a r zur ÜrmiWhmng. .Dwies dramatische Flagmrut, eche '.dtr bedeütendstÄ' Drchiuilgen Hauvtuiänns, »st wost wabrhait biblischer ststrmbeit und Ftierlichlnt.- Labciir- und 'Mutter Rahel M'>- herjstch: ,vrrkörpert. Die In'zenierung. und dre -Darstellung - verse^^r -PdoeH.-fo'-bäß'. dsS-.Werk'' nicht,zw: .GÄtrng.'käw.;f- Jl' :-i-Mjrsst.eÄunß..des Oestsreeiiltzifchze» KLnft(e«b»stdös^ st DrrstOksterreicklkche Knnstlerbund veranstaltet m dex^Zert vom '' Mai. bis Mjt.te-Jrnn t. .I. seine JahnsstuSsiUnng'- und.lndtdre.--bsld<tttM'M«Acr. Oesterr-eichS -««, sie zu berücken. - Anmelde-- iorrnulcue -hiezu' können durchdäsSekrelariaL des'O>'sterrelchischen Kürrsrlnbundes, XII, Liiugrnfkldgajse 4, bis 5. Mai bezogen werhrr. - - . SMVL. Z«WLVMSsVchqrüArnM'''Lr.s..S.. T. B. . ' "'MMLadi .v"-''- -Der jüdische Turnverein Malkabi X vevanstaltM vnlM'ich.. sLilr-rs r-*hnjährigru .Pestasches -SamStchg sth^N- - 10. ^e-st M.. ein..Schauturnen iür SophEnsaast das vsn 1ö0Ü Qiäftur b-esucht War.- Dii'ser ftrebsamü Neveinst dar Er! p schwerem BvdLn jahrelang-rnn -seim: EMenz. ringen>.muWe, -hat ^'ichrwr^ldl-eser--schöne Abend zeigte, ' ganz'-- grsHsrtigre«rp-oLgc:arLaLbeL.'-4--' ' »Welches. ..Jwivres-sLdv: sühr-Lichrn Männer nar^rer Bewegung -. der .KeHeneLq-tionsärbsA - - .der " jüdischen Tnruarschaft Lntgegenbrmgen,-bewirs die A-lwes-LnWt zahlreichLv..zion:st.:sch-er:Führer. Dia. jüdischen Turn« und -SportsrgalrisK-stoue-n. 'W-istns. hatten starke Deputationen, entsendet.. Bon '-den auswärtigen BerehM-swÄ-r eine. große .Anzahl, herzlicher Begrüßungstelegormstte cinge."auf6n. . -..' . - . i;?iach der .Begrüßungsansprache des Herrn Max S t e,L u e L.ergriff.H.LrL l^meiuderat Jakob T.h r .l j-ch düs Wart.nno Lestoute, wrL-sehr..di^z-i'0nifLische. OktzMi-' - satiou. d.ie -.uuermüdlstche Tä^.gkeK - üerjüdischen HUn« vereist'', schätze, .wie --die,. Mischen Turner und SöoMer zu dstn^ bepprzugten Lieblingen jedes, bewußten, 'HW.u. geworden ',.fijch.- Mit., .wu.yner Anerkennung gedacht '/er der Bexdi-etlfte des juhitwrerwen.-Vereines, der feit, seiner Grttnbün-g'^' r)äs.Ziel:.-,Turnen nur Mittel, zum?)weck. Nicht Helüstzweck, nie aus dem Auge verloren Habs und unentwegt darauf bedacht toaivauf-feilte Angehörigen nicht .allein . tu.rner.'sch.,,,stzndern..anch.nationalzu wirkst. - Mit 'Genugtuung" wies der 'ÄedMr <auf die groß-; Bebeutnsttz"'hb8'stHLbrä'scheu als Kommanbofpr-ache hin und gab &h‘ "Erwariung "ÄuSirruck," daß dieses Beispiel bald überall Aach'ahr.n-.us. finden toertzo» Merrer Morgenzettrm- Die turnerischen st arbietungen. ließen die Befürch- -tung mancher, das jüdische Türüen werde durch den Sport verdrängt,^als völlig .unbegründet erscheinen. Seit viewutIahren war -rn Wien keine jüdische -Turyerweranstaltung zusehen,--die .ifiit.'. .so sichtlicher Liebe -organisiert und bÄder^-so gute turnerische Leistungen gebütün wurden.-Der Aufmarsch, an dem 50.Dam-.'n. '60 Herren, 80 Mädchen und.70 Knaben teiln ahmen, zeigte, über welch prächtiges Menschenmaterial Makkäbi- X verfugt. / Die Freiübungen wurden von den Damen und -Herren gemeinsam aus^eführ^ bei den Damen Halturkgs-- übungen, die mit Tanzschritten wechselten, bei den - iHerven S abschwingen mi^-AuSfrlk und Standwagen. Ganz prächtig und zweckmäßig die rLigenarligen Freiübungen der Mädchen. In schneidigem Gegensatz' dazu die Üebungen ber''-Auaber^'- die/ipi Rhhthmüs wohl etwas schwierig waren, krötzdern äber vorzüglichklappten und ungemein gefielen." ' s stst ,ä s" - - , . -^-DaS.forge«tztz'-'W.WiüLMn- .pec- KÄdep sah die Kleinsten an '.'dsv"-ÄLSeib Jede-' Mlsrsstüfe" 'lurtrte LZr ihr angßpaßben üud.'zü'trWiche'n Uebllugen. Man konnte deutlich sehen, mit. Welcher Sorgfalt gerade diese Gruppe geführt wird. Auch bei dieser Gruppe wurden die hebräischen Kommandoworw präzisest bejÄlgt. . - - Das. Damengeräwturnen zeigie gleWuMg gute Leistungen, besonders am - Mck-i ünh Barren. Wohl-' tuend berührte der schwedische Einschlag der Uebungen. t Das' HerrengerLteMtnen' zeigte si.Oen Riegen, wv- .'bei besonders die beLen-zMrrsn- und die Reckriege auffwÄn. Insbesondere die erste Oaroenriege mit den besten Turnern des Vereines zaigte sehr schwere Uebttngen in allerbester AuSführüttg. Sehr bejubelt wurden die Pyranriden, mit-denen''jede Abteilung das Geräteturnen.ab.schloh. Das Geräteturnen wirkte auf den Laien durch,die' große Zahl.der Riegen allerdings etwas - unübersichtlich: ^Als-Glanznummer des 'Abends istwohl die. Herrennrustevriege - am Reck zu bezeichnen. Trotz derphysischen Abspannung - nach .dem vorher ge- - gangenen Turnen übe-bot' einer den anderen.- Man sah Nebungen, die fastans- Afrob-atische greuzten: Riesenwellen vorwärts und rückwärts- Hebungen .in hem schwierigen Ellenhang und' .Saltos waren UO'ungen für Feinschmecker. - - st . . Makkabi X -hatstIubilättMsjshr,wüchig..sin-. geleitet. Möge diese Einleitung ein gutes. Omen sein für seine fernere Entwicklung. .E. F. LekchtsHleLische LVeMsWsrSe der Hakoah. - DieLotchralbleüksrktwn d»s i Sporttlub .Hakorh veranstaltrie :,ant Sonntag aus' dem Praler Sportplatz interne Wettbewerbe, au stw^chen aucheinige. Gaste teMahmen.' Obwohl das richtige Kaurpstnomenl fehlte, wuidr» dochrecht güte Leistungen erzielt. Die Resultate waren: L a u f e n .ü'b jt.t .10.0 M 111 x f Ü r Kn a bste nt H. Feigenbaum (außer KoMriens) 12^2 Sek. 1. Ä. Aschkeuasy M Seki J^'Ö.'SHmqgrr 12^4 Sek. — 3. Laufen ü d tt.%'.ÖY-Ü'-Mzi-Pe.ri.f-ü r N'e u l r r: g e: I. Singer (anßer Koukürr'eur). 2 :'bü'4 ).-K." Much (Hrchawer) 2:53.'6 2. I. Secher (Kechawer)2:«5 8^.8afeuVü-ber-800-Meter:-M.Scheu 2~: 15 r. I. Strinitz MA N') 2r'l9'5 2. L. Wvacz 2 : 27'4 3. -' S i a f c i t e' 4X.10 O M e't.q.p: Hakyah Ni&hiptti, Ebenste!», GyülaFW, Klotzky) '46's-Eef. it.Hechanrer 4 s Sek?2i Hakoah l 3.' Hakoah l gewährte den beideu anderen Stäfstten 6V Meter Borgobe, die ste»ich 1 aufhölenkorlttte, —- S ch we dis che S tafett e 460->3ä0-i-'AX)^-.1V0'Meter: Hakoah! (Ebenstem, Lederer, Klvtzky. Dr. Fr-udmaM 2.: 13‘D 1. Hake ah ll (Jnwald, Werthnrner, Karpach, Kovacü'2:14'8 2. Hakoah lll (Singer, Scheu. Hirschler, Fisch) 2:19'1 3. — S i a b h o ch s p-r u n g: Hirschler, Friedman», Dn Unter berg usw. zeigle« Sprünge bis SSV Meter. 4LLhletische Wettbewerhe. Am ksmmenden Sonntag finde» rm Klübheim des W'.ener- Sportklubs, XVH. Rötzergasse 6,- RmgkaMvfe statt, die einen sehr mteressanten Verlauf versprechen. Nach dem Sieg des Hakoahners Hübsch m der Nculingsmeisterschaft, darf man aus daL Ab-'chn-iden der Vertreter der Hakoah in offener Konkurrenz ^gefpannt . sein.- GeuaWt wurden die Hakoahner Zwicker, Teichner, Äohon, Koch, Deutsch, Reichmanu und Hübsch. Die Kämpfo begnmrn um 3 llhr nachmittags. Die soursttz-rgs« Wettspiele, Das Haupterrigaltz des Soimtags dm ftL das Wettspiel des F. T. C.' aus-Budapest gegen den V^i'A.»ttW», 'de»' » vor einer Woche m Budapest 5:2 bezwungen ähät. Aber" auch die MecktrschMspstle dürften großes Interesse erwecke». ES fpielen e- W. A.' F.—Rapid, Wecker— ..Sportklub.'/Hertha^Admira,' F.' A. C.—Siuimeimg, Rudvlss- Wei—dunateure. In der 'lk. Klasse spicken: Dvnaustadt—Ostmark, Bewegung—Red Stär. Cnckct—Sturrn, Obrr-St. Beit— Sportfreunde, Blue Star-Germania. Nußdorf—Ottakring. — Der Sportklub' Hakoah läßt seine Mannschaft, die von de» .schweren O'sterpüelcn Aiemlich hergenommen ist, ruhen. Körperliche Erziehung uud Hygie«e. Herr Ingenieur Fedor A ck e rm a nn spricht heute in der Haioah über das Thema „Kärp-erliche Ersteh-.«»g. u.u.d Hvgie*c." Der Bp^nag findet im -Caf^ E'ty. h, Weidertorgasse 3. statt und bcgiirltt uin.7 Uhr aderidS. Am 31. d. M. folgt er« Bortrag über „T ourlst'il uud Jugende'rUehu.ng" desselben Vortragenden. SchavfcS Spiel. Be'm samstägigen Spiele der Amateure in Budapest gegen den M. T. K. »vlrrden d.e Spieler Iokl, Fnchs nnd.Moracttlt» oercnt erhrbüch verletzt, daß sie am Sonntag gegen deu-Budi>pestl Torna Club nichtautletrn konnten. Haust, d:r Halblinke der' Amateure, von dem es hieß, daß, er int Spiele ßoflcir Hakoah. nnc.' Verletzung davongetrageiv habe, wirkte m berdeu Budapester-Spielen mir großem Elananit. i Die Hakoah bat aus Agram,glänzende Wettspielanträge für den 1. und 2, Mai-e batten, die sie jedoch mit Rücksicht aw dir um die e Zeit uu v-lien Gange befindliche Melfierfchasi adlchnm mußte. - , Vischera beim W. 'A, Iß, Fischera stürmt für die Gcrnr«n>u endüjüuci pTrlc-vcu sn s«n. Der alte Iniemattonale 14. April 1920 Größte Auswahl; Billigste Preise! MO LcoysUi Sicinhaki, Wien, I^Bibersiraße S. Herren-; o. Dsnirahüte werden «»eh neuest. - _ Mode prompt und Miliffst tnodernfeiert - XVIIT., wg,i,7inF.ar öörtej 21 und V7.Z., BI&rtabllferstrMa« S9 .*\ hat sich mit fernem Schwager Köma derart zerworfen, daß ' einer werteren Täugkeit drr beiden Spieler in eine« Berrr» «me' - Rede mehr 'kein kann. Frschera dürste aber kaum bei« D.' A F. bleiben, daer von verfchiedrnru.Btremen olanirnde M'grbvte . erhalten hat. nrrt denen dir Hütteldorser absvkrtt nicht SchM hallen könne». -' - -r . Der S° C. Hartha spickte am Sonntag in Preßbürg retzttr de» doitrgm Turnverem tttsb Hieb 4:2 fiegreich. v Sportklub Hakoah. Heute ab 4 llhr nachmittag Training der Jnnamamrschafteu auf dem Hatoch-Platz m Floridsdorf. ■ -» Seit 21 Jahren mit einem Geisteskranke« verhrrratet. Eine Thetrennungsklage, der ein krasser Tatbestand #** gründe lag, bildete gestern den Gegenstand einer Derhand« lüng .vor einem Senat des Zivillandesgerichtes. In der Klageführte die Ehegattin Josefa Himmel aus,- daß ihr Gatte das im Jahre 1899 geborene Kind, das et nicht leibettj röttntb, eines Tages, ohne'sie zu -fragen, verschwinden Kefett er- Nahm esaus der gemeinsamen Wohnung und sie, die! Mutter, konnte niemals erfahren, wohin er es gebracht habe.-< Alle Äügaben, die er hierüber machte, erwiesen sich als unwahr^ Eine von ihr aufgefangene Spur des Kindes ging bald veo«: lorenj aus Schan» sowie aus Schonung für ihren Gatte», habe sie die-Erstattung einer Anzeige unterlassen. Bald nach, Abschluß der Ehe zeigte es sich, daß der Beklagte an Dev«! folgungswahn 'litt. Es e.rfolgte seine Mgabe an dls^ Landesirrenanstalt in Troppau. Ihr Leben sei seit mehr als 2Ü Jahren ein Marchrium. Ihre Klage auf Ehetrennung M daher nach jeder Richtung begründet. — Das LcmdeSgerichhi vertagte die Verhandlung, da der beklagte Gatte findbar sei, es müsse demnach für denselben ein lht£ai&; bestellt werden, der die Rechts des Abwesenden schuhe» müsse?' I Fünf weibliche Geschworne ht einer Dern ' handlttng gegen eine e«tme«tschte Mutter, j In einer Sckwurgerichrsverhandkung, die in de» letzt« Tagen vor dem Kreisgerichte Steher stattsaud. saßen ans dtr Gckchwornsnbank nicht »veuiger als ffiitf Frauen. Der Fall, bw vd Verhandlung gelangte, eignete sich ganz besonders für wrib°- kichr Volksrichter und der SiaatLauwült betonte diek auch mseinem Plaidoher. - Es handelte sich um eine Muster, die ih^ Sriefkiud langsam, zutode gemartert hatte. Angellagt war die 26Mrige vechriratete Barbara Edling er des Perbttchess hetz; Totschlages au ihrem sunsjahngeu Süeffoh«. Die Ange- .klagte ist' die Schw'.ster der verstorbenm ersten Gattm <Zdi.ingerS, der zwei Kmdrr mit in die zwerte Ehe gebracht' hatte. Barbara Edlmger hegte eine« tiefen Haß gegen den füufi jährWu Knaben, den sie hungern und frieren ließ und so -grau« sarn. mißhandelte, daß oft sein ganzer Körper mit Wunden iebetff war. Es kam in der Verhandlung hervor, daß der Knabe ged, Hunger Salben aß, die er in der Wohunuz vorfand, daß er i« Winter im bloßen Hemd ans die Straße gesetzt wurde, daß er auf einer Mistkiste in einem finsteren Winkel schlafe« mrchte usw. Schließlich erlag er den grausamen Mißhandlungen der Stirf-' nmtter. Drr Staatsanwalt appellierte in seinem Schlußworte an die weiblichen Geschworn'en. al§ BolkSrichterinnen dem Gesetze Geltung zu verschaffen. Auf Grund deS einstimmigen Geschworneü!-- verdiktrS wurde'die Angeklagte;u s e ch S I s h r e» schweren KerkerS verurteilt.; RachklLrrge arrs der Zeit der Bedarssscheme. (Aus den christtichsozksre» Aers.) ■ > Bor dem Schwurgericht snter dem Vorsitz des Obttlandes-- gerichisraLes Dr. A i ch i n g e v begann heute die Verhandlung gegen die magrfiratischen Kanzleibeamten Karl. We r « er, Theresia H u b e» h und Franz B l ö ch wegen Mißbrauchs der Amtsgewalt, fenier gegen de» städtischen Aintsdiener Joses R e i n g r u b e r und den Hotelportirr Georg L d js >? b l 5 ttc r wegen Verleitung z« diesem Verbrechen,' endlich gegen Jvsefine N euer und' Paul S i l b e r m a n n .wegen Mächenschastm im Sinne der Preistrelberecheroidnune. Die' Anklage vertritt Staatsanwalt Dr. Sache r,. als Verteidiget! der Beamten fungieren Dr. S i l b e r k n op i, Dr. B eruer? und Dr. F i n k l e r, als Verteidiger des Laublaitcr Dr. Ackm- P o l l a cZ e k. Den Angeklagten wird zur Last gelegt, sie IrniUrt anfangs 1818 bei der im Magistratischen Bezirksamt Leopoldsterdl untergebrächten Vedarisprüfungsstellr, BedarUcheiire für Kleider, Wäsche nnd' Schuhe ohne Beobachtungder vorgeschriebenrn - Kontrolle klUZgestellt, sie seien hiez» bestochen worden »md d^f'ur . verantwortlich, daß mit solchen Scheinen regelrechter Handel getticben wurde. Di« Angestellten der BedarfsprLskmMelle veramworteten sich dannt, daß - sie bi': der Armchytr poN T t i n k g-e l d e r « für gelMtL .'.GeWigkEvi NiKtS Unrechtes erblickt hatten.' I« ' der AmMellr' hahe von Alkbegin» ungeheure Verwrrrvng rmd UeberlastuNg' gehcnschi. Der ÄintSvorstand habe die ihm Vorbehalten« Tätigkeit dem Angeklagten Wnner übertragen, infolge deS riesigen ParteiewandraiigeZ und der mangelhaften Organisation sei eine wirkliche lledervrüsnnci des Bedarfes nach knurr Zeit »«möglich