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Wiener Morgenzeitung · 1920-04-02 · Heft 430 (2.4.1920) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 430 (2.4.1920)
Date
1920-04-02
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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OM 4 Wien, Fkckas Wiener Morze«z BOO'OODivb -i. April-verköstigten österreichischen Kindern srnd!'-1KHYW..MLner^ Nach einem fachmännische« Bericht; nnr'tz Ms neue, Programm alle schlechteren Fälle pon!.unterernährten Kindern im Alter von sechs bis fÜnszehtt^FnW^'in-ganz Oesterreich einschließen. Di? sOrganisation hui Vorbereitungen' getroffen, um im Nahmen der 160.000 Wiener - Kostrindcr - eine - bestimmte Hahl unterernährter Jugendlicher.zwischenAns-. zehy<'Mb frÄZestir^Jahren mit einzuboziehen.! -Äüfjer ^bxr) 'Erweiterung der^'Äi^speisüßgsaktion. 4st aäch die Verteilung von Kleitzung'sstüiken ziemlich! slott^oGstattLh 'gegangen. .An. nottzürftige' österreichische Müder fmb schön oder werden demnächst 100.000 Paar Schuhe, 106,00.0 .Paar wollene Strümpfe, und 100.000 Mäntel ausgegeben. Die Materialien für die Mäntel wurden von Amerika nach Wien gebracht und Hier verfertigt. 48 Prozent der Kleidungsstücke wurden für Wien 'bestimmt. •* ( -- '' ' -- : . ' : . Metonhmis. Ein Lnrzer Beitrag zur TerminoloKie der Fremden * i-*»-« -F * i nnsmeifang. - * t . Wenn man von „Fremden"'spricht und die'Ost-' jüden meint — was'ist das? r.Aasist.-kM-'MetvM)mie,.^eme' rhetorische--Figur, tvelche-.eLne-.-Gückv - durch die andere veranschaulich t, das Zeichen >:stM des BeZeichneten " setzt, das Primäre mitdem- S.ekundüren .vertauscht und.Gr'und und Folge wegeu-Hrsr-nahsn.-Beziehungen miteinander verwechselt. Hier'--zum Beispiel. hat sie den Menschen mit seinem Schicksal identifiziert.' " ' ' " i.Eiu Meister der Rhetorik' oder ein Dicht«, der. durch..lfilölich2..Werrd.üugen -seinsn Ausdruck'zu schmücken' versteht,'irendet die Metonymie.au .mit kluger-Vorsicht zur rechten Z"ir.-Sie dient 'ihm dazu, um dem Worte Wohllaut,: dem Ausdruck Schwung und. her Rede .Klar-! heilen' Wenn sich rüdes behördliche Otganch dir.ysliKt.gemäM prosaische. Menschen, .sinä. und die sich,, ebenfalls pflich.ig-sm-äß bei. ihren schriitlichen oder smürch-. lickuyr AtzusteyunKN jeder. ftZürlichen.urch uusitzeytlrchÄr: Redewendung zu knthäl'Leu haben,der MetduhinLe „ bedienen^ ^ö'.'kann.'.dies. seine« '.Gxüyd .nur darin. haben,! daß.Anan oznen Gsdanley.Lu werschleier-u sucht,. 2>en man rkliv-p ^yck>-llüe -auszirsprechen doch-nicht ganz.Mn. Mul besitzt. - - - . - =;, - f Man hält es sür ratsam, von'der Ausweisung der HZ-rencken" zu svrechen, so man doch nur den Ostjuden damit meint. . ..;? /!: Daß der Ostsndeckj«r 'drei Entwicklungsstadien, vurchmachen mußte, daß rr^erst der Galizier, dann der Flüchtling und jetzt" der-Fremde geworden ist — fcc§: :i\i sein. Schicksal. Er nimmt's. - hin, - weil eres uich.r^anö.ern kann. Aber er,-war beileibe nichtdieses feines Schicksals Schnnrd. Er selbst hat dazu am slle^weuigston beigetragen. .Andere Huben es verschuldet.' nämlich jerle/die den Krieg gewollt,"die ihn heimätlos und ihn in die'Fremde getrieben haben. Nun soll-ev,' nicht.einmal das Gästrechl weiter' genießen dürfen! i ■ ' Gründe der Menschlichkeit haben heute ihre Ueber- ZLUgungskltuft verlören.- politische-Klugheit ist sehr rar tzewvrd'en.. Und das ruhige"'Urteil wird heule 'mehr denn je drlrch alserhänd atavistische Instinkte K'trübt'. -Daher-glaubt man, strenge -Maßnahmen gegen Wehrlose' MenschLii-ergreifen--'und durch eine nretapcho-' mische-Mtzeweichimg'-dds europäische Kultur'gewilseü' 'Üe- -^""'chü^enzu - können ..... mrm Eine Szene an der Brrdepefter Universität. : .J-m. .-„Pester Lloyd" finden wir'folgende Geschichte: r ' Ort der Handlung:.. Ein. Kdrridor im Zeutral- ^gebschE -'-der i -Universität Budapest. Zrit: Vorige Woche. Pexsönm:-Ein Student, ein Professor. De r Student chleich und mager. Trägt Zivilkleid'er, 'ader'aus seiner Brust glänzte die große goldene -Tapferteitsmedaille. Er humpelt und sch'leppt^sich mühselig:. weiter' 1 ' ' D'e.r' Pro fe s sior- (eine Zierde und Berühmtheit der'- ungarischen -Wissenschaft, -Abkömmling einer' alt-' adeligen ungarischen Familie.,' hochverehrt im ganzen Lande. Er wirft einen teilnahmsvollen Blick-auf den Studenten, plötzlich aber erhellt. ein mildes Lächeln sein Antlitz. Wie der Student näher kommt, hat er ihn erkannt): Ach, Sie sind es,' lieber T.? Eine ganze Ewigkeit schon habe ich.Sie nicht gesehen? Sie gehen so schwer. Sind. Sie leiheck)?- , -De r Student (verlegen): Es -ist nichts, -Herr Professor./Bin noch etwas, schwächlich, aber es wird sich-schon g-iben. (Lüstet den Hut und will'weitergehen.) .Der P.r.o-f-es-so.r. (heftet demWÜck-auf das rcchie Beist'-'des- Studenten): Was ist esdennmit diesem rechten Beiir?^ . . - De r- -S t udent .(mitsteigender .Verlegenheit): Nichts!, wirklich nichts . . .. Eine.. . . eine Prothese . . . D e r P r ö.f e s s o r: Vom Kriege her? Der Student:-Vom Kriege-. . .'Amputiert . i * an -dem Piave . . . . ' , D e r P r o f e s s-o r (wahrnehmend,- daß der Student , ouch'dös-lmk'e Dein .mühselig nachschleppt): Aber'.das linke?-'.-'" , : ‘. .*. " '' " - Der..S t uden t (errötend): Nein, wirklich.nichts, 'Herb/Professor . . . Verwundet .durch. Mosch inenaewehrgeschosse. . ' . - . ' .D er. Professor: Auch im - Kriege? .. '. ■. . "D e r. S1 il d e n t: Nein. Tiefe n ich t - . Eingesenhe LrkNanten ^Platin.!^ünren?vrlen Uftren, falsche Zähne, alle Sllbeffegenstände verkaufen Sie ant besten direkt dem Juwelier und Goldarbeiter S. Hohapfel Wien, VI., MariahiKeratrasse 79 oder , Werkstätte: I., WollreUe 17/13. »v» ZaUtnSolMt« et9M«V»r»et»«l*Baa ■■KM A De,r Student Mhr verlern).' Nicht der Rede werk-.,-.Zu'Hause . . . in meiner Vaterstadt . . Sie wissen ja, Herr Professor, da gab es in der Bvlschewikenzeit . . . eine Gegenrevolution ... Und ich bin halt dabei gewesen -..-mit. meinen weißen Freunden . . . Die Wunden sind' aber -schon geheilt ,. . Urib bald wird das B-iu. 'üie, A»rzte sageneS,-f7lüe frühere Dcwegiich- Zcit wieder-haben:" - Der Proleis.svr. .Drückt ihm warm, die Hand. -Sehr trllnahmsbüll-" Sie Aeünster.. , . Sie Braver 5-; , . Braver^.. . I^rd .jetzt-, bnÄ -ftnuhen Sie jetzk aus der Unice'rsit'at?- - ' ' ----- - -'' -s.P>d'r. S'tjU'NE.t: 'D»Mtz'Hni.VkHeg höbe ich sieben Semester, .verlörest-mich einfchreiben . i wollte . . . . '.. '. Der Professor (schmerzlich betwffen, ahnungsvoN): Und? Der Student: Und' . ... es ging nicht i . . Die Brachialgewalt . .ganz junge Leute ... heil und gesund . . . Sie lassen es nicht zu . Ich bin ja Jude. Der Präses so r (seine Wimpern werden feucht, sein Antlitz wird blaß,/ er langt wieder nach der! Hand des! S^imten^.'.Wckt'-M' läyg.'und: wann, öffnet den '.Müntz zurst. Spr,echey. aber ^es. kommt ihm kern Port üOr ly'e.. Lippen.'' Endlich 'Wertet. i% stumm die Arme aM und drürtt den Studenten an die Brust. Dann ringt er.sich kos von ihm und stürzt davon): . De-r.Student (humpelt still weiter. Ab). F D.e'rDr yf''efFor (eilt die:Treppie hinunter, winkt einem.vorbeifährenden Wägen und,Mt . sich nach Hause fahren. Zu Hause stürzter verstört ^in sein Arbeitszimmer. Meine 'Kmder eilen ihm. nach, fragen ihn, geängstigt, hoaS^e.h/Wn sei. Der Professor winkt ab. Die Kinder gehen Mss'dem Zimmer. Äör Professor fetzt'sich an den SchreiMisch, ergreifk die Feder, wirst sie jedoch gleich wieder von sich,- deugtden -Köpf nieder, lehnt ihn auf die^ ÄbereinandergestMen - Fauste/ und sinnt eine Weile, nach. . Dann verzweifelt, ausrufend): Ich trag's nicht, nlängrr . . Ich trag's,. niM-länger ... So eine Schmach! . . . So/ eine , furchtbaxe -Schmach! ... (Ereitzreist die Feder wieder und. sMeiht ein Gesuch an den Minister, worin er um seine Pensionierung bitte).; EK feine ^rsntzung^ chat sich buchstäblrch sö zugetragem ' ) ... . - .'.:/ i - i - ' Der Dorfta-Gtde. . Ker Vorstadtjnde ist eine besondere St^ziasttät unserer Stadt. Wenn man.-ein paar Jahre in einem, der.. arlßeren,.Bezirke,, .wohnt, so lernt man die Spielart .in allen ihren' Variationen ^kennen.- Aber so Kahlreich diese Variationen sirw, i^tzev'-Eigenart läßt sich in einem Satz ausdrückem..: -ber^.Vorstadtjude biedört sich an. Er läuft mit einem grünen Samthütel auf dem Kopf herum/ dessen 'sich^kem /noch : fo stoansteirrscher Wurzelsepp. zu schämen hätte, trägt Röhrenstiefsl (er weiß nämlich nicht, der Gute, daß das.unter den russischpolnischen Juden Brauch ist): spricht wienerisch, am wienerischesten? und '.rühmt sich- -fekhes Heurigen-Sach- Verständnisses. Wenn-er die Vorzüge seiner Kinder rühmt, wird er. es nie untorlasfen, zu sagen: Das find keine LeopoldstadtLr Fratzen, die ins Eafö gehen, Zigaretten rauchen und biself Uhr nachts aufbleiben, das sind echte, Grinzinger /Landküwer. .Jede,-/ ältere Frau -mit einem .Kopftuch':- spricht , der :Vorstad'tjude " geflissentlich-- . yfötau; Muatta" - an, denn so, sind „mir vom Grupd" es-, ja gewohnt. Zur Zeitbestimmung bedient sich her waschecht^ Wemra ausschließlich des katholischen Kalenders. Nicht nur in der Meise, in der es der Großstädter unwillkürlich tut, indem er.: nach-Weihnachten ,/)der zur Pfingstzeit"- sagt,- nein, detaWerte.y»und auf gründlicher Detailkenntnis, fußend. Dg-.h^ttzt es: ,/am Tag, nach Pchtme^"'otzer „so um Michaeli". . Es macht sich.ausMeichyet..- .-Mrlbftverstäüdlich..bleibt derweibliche. - De.il' dies^/JichenMaft. .hinter! den Männern nicht zurück. Mr .wollen, lieber nicht von den „Dirndln" sprechen,, die alljährlich /im. Sommer Anlagen, Gärten, Strafen. von Hietzing- Pötzlemsdorf und Döbling bevölkern) .Schließlich ist das eine Mode und es muß dem Geschmack' der einzelnen' überlassen bleiben, zu entscheiden, wie weit eine Mode für sie porteilhaft und kleidsam ist. Man -sieht jw oft recht, erstaunliche 'Gestalten. Abetz; das ist, wie gesagt, Sache des Geschmacks oder,-.Richt-G^schmacks. Was aber über diese-Trachtfragen wpit hiMuIgeht, Lst hie..gattKe Manier, hie „Aufmachung", die Allürey jener Frfluen. Sie haben nur ein Ziel : für -Christinnen gehalten - zu. werden. Diesem Erfolg .zurliche verderben sie ihre.gpte, hochdeutsche Ausdruck's.ch:ise, durch -ervhrmlichen Dralekt,. nehmen. Gewphnbei.en an, . die ilMn gar nicht entsprechen,' und schweigen sein still, tvenn' auf ^ie Juden geschimpft wüch'..'Ätz/'MtzensWdigkej't'' kann sich: auch die Dama nicht igenüg tun. Natürlich -nützen alle diese Bemühungen nicht bas mindeste. Der- Vorstadtjude -~ worunter gewiß nickü.'jeder Sianlnresgenosse zu verstehen ist, der in der Vorstadt wohnt' —' täuscht, natürlich nie-- möge des. vielzitierten Ausspruches eines Serühmtm' Prager , Lehrers gedenken: ,Me» wolle« Sie foppen?* fragte' er. den Schüler, der zu schwindeln versuchte, „Mick, Mick Hoppen Sie nicht, Sie foppen höchstensich selbst. Und darauf brauchen Sie sich nichts einzubildo«« denn ein . Dummköpf fällt leicht hinein." Klara Mautner. 1. Leber 5ÖM Auwetsrmoen mf DvLarpt Die anierikanifche Hilfsaktion teW mit: Der Sster» reichifche Kanzler Dr. R e n n er hat zur Leröffentlid^rng in Len amerikanischen Zeitungen folgende Erklärung abgegeben: , - Während der ersten Wochen - nach Errichtung her amerikanischen Hilsslagerhäuser ' in Wien durch W Ameriean- MliLf.Wwüvistration Eurapeans ChÜLrenL Fund arhielteu mehr ajls 50.(W österreichische Mrger Nahrungsmittelanweisunge» durch Vermittlung dieser, Orgamsätwn. .Die. Eröffnung LeS Lagerhauses wurde angesichts der verzweifelten Nahrungskrise in Oesterreich außer* ordentlich willkommen. geheißen. Verwandte und Freundes österreichischer Bürger, welche an letztere NahrüngsmiktelMNveisungen schicken, nützen nW ÄkM den Personen, welchen sie zü helfen wünschen, flcktzerW auch der österreichischen Bevölkerung im allgemeinen sehr viel, da auf diese Weise die Belieferung des Landes, mit/ Nahrungsmitteln vermehrt wird und jeder Gewinn bei'!>en NahrungSmittelanweisungen dazu dient, das Kinderhilfswerk in Oesterreich fortzusetzen. .V 1 '*! Die Die«Bkarte der KatrSsehkft^t.!^ Eine. Vollzugscmtveifung der StaatSämter sfstk! soziale: Verwaltung, uuh für Justiz regelt die Eknzer^) Heiken bej Ausstellung des Dienstfcheines vrrd beeDiorsp»!. karte für die Hausgehilfen. Der D ien st schein Wh zu enthalten: Namen und Wohnung des DienpgeberS^. Namen des Dienst,rehmers, Dienststellung (zum Beispiel Köchin, Stubenmädchen, Mädchen für' Allss), ver ' harter Lohn, Vereinbarung über die Verpflegung (J gelb), vereinbarte Kündigungsfrist, Anmch^ung. Ms die Dien st karte anlanZt. so muß HauSgehikfe, auch wenn er Dienste höherer Atzt leisten hat- Mit einer solchen, versehe« settr; deSgheichönjetze Person, die, ohne in die Hausgemeinschaft deS^' DienstgeberS ausgenommen zu sei», zur Leistung vmp Diensten! für die Hauswirtschaft des DienstgeberS dbd£ von Dirnsten höherer Art für Mitglieder oder des Haus^ staiches Mgefiellt W, Mn» Hpe',Hch»^rWWM.(WM; dieses 'DkenstverhälüiT; vollstSnttzig in Anspruch genommen wird. Auf der Dienstkarteifi ein zur Feststellung der Identität geeignetes LichtbW im. üblichen Visitkarieuformat anzubringe». DaS Gesetze über die Hausgehilsen und die DollzugsLnweisuugj .trete» am 1. Mai in Kraft. — Bekanntlich, wirb Htzn-i mehr das Dienstbotenbuch äbgeschafft und teilweise durchs die ^DirnstkL^ ersetzt. , / Dom RnchttoSchte* zn« GiöWer»- - -.Wsttzrr» ■ -?^V. '■ HySNe» dr» Uwfhitjt». '"'-'-7^, Wegen umfangreicher, zur Zeit des politische» Umsturzes in der Militär-Kaffeekonservenfabrik in Floridsdorf. Marchfeldstmhe 18, verübter Diebstähle von' Zucker wurden dem Landesgerichte eingeliefert: der 39jährige Eiswerksbesitzer Leopold Herzog, MoreMgasse' 6, und der 45jährige FuhrwerckSbesitzer Simon P ö tz l, NedlerSdorfersträhe 54. Es handelt sich' um DiebstäW von mindestens 6500 Kilogramm Zucker! Leopold' Herzog war vor dem Umsturz gänzlich mtttelloS u»d.war als Nachtwächter in der Konservenfabrik angestellt: seither hat er um 80.000 Kronen ein Eiswerk und später auch ein Wohnhaus erworben. Auch Srmon Pötzl hat erst in jüngster Zett ein Haus gekauft. ■"•Xk r.Mr o i e s.s o r,: Woher sonsi?^ \ nmnden. Dafür' trögt:- c-:.-.abs.r - sehr - wesentlich' dazu j bei, die Juden e&cit. in der V^estadt lächerlich zu l machen.Mndletzepd^r M tzieser Gilde eißreihe;» tvlll. Die Masieudiebstähte vo» Schreibmaschl««IU Eines der größten DetriebSunternehmen.für Dieb« - stahl war, wie sich immer mehr herausstellt, dgs Schreibmaschinengeschäst des Simon Wilker, 3. Bezirk, Kegel- , gasse 32. Es wurde schon darauf hingewiesen, daß fett Monaten , kaum ein Tag verging, an dem nicht eine oder mehrere Maschinen aus öffentlichen Aemtern oder aus .Privatbpreaus' gestohlen worden sind. Da in jedeyr Falle der.Schatze 20.0VY bis 3V.V00 Kronen betrug, kan« « man leicht ausrechnen, daß der Gesamtschade in die Hunderttausende ging. Daß man es mit einer organisierten.Bände zu tun habe, war nicht von allem Anfang, klar., Die Erhebungen brachten den Beweis, daß das Gcsck)äft.rein nur auf den Schreibmasckmendiebstahl begründet . war und ausschließlich gestohlene Schreib- » Maschinen in Verkehr gebracht, hat. Wilker hat die gestohleyen-Maschinen von den Dieben, den Hilfsarbeitern . Alfred, Jura sch k y und Johann M ich a l selbst übernommen. Die Untersuchung in der Aufsehen erregentze» . Diebstahlsangelegenheit zieht immer weitere Kreise. Bisher ist die Zahl der Schreibmaschinen, von denen erhoben ist, daß sie von der Kompagnie gestohlen worden sind, auf d r e i u n d f ü n f z i g gestiegen. Die Maschinen, würden, zum Teil bei. den jetzigen Besitzern sichergestelltzum'.Tell von den Käufern. im. Sicherheitsbureau depo» niert.. Es wurden abermals mehrere Personen verhaftet, über, deren Beteiligung an den fortgesetzten Diebstählen' die E'chebüngen noch fortgesetzt werde«. Bisher ist festüesiellt, .dtzß der grösüe Teil , der.eMyestheten Schreib-

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