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Wiener Morgenzeitung · 1920-03-11 · Heft 408 (11.3.1920) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 408 (11.3.1920)
Date
1920-03-11
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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naaii' — , ——-yv*1»* Men, DonnerÄag LV lener Morgevzeirnntl. MSrz' E /Nr. 408 Der Wucher der GemüsegLrtner. Bürgermeister Neu mann berichtete in der gestrigen Sladtratksitzarrg über daS Vorgehen der Gernüssgärtner, welche verabredungsgemcitz die Gemüsepreise auf den Märkten Ir. unmäßiger, durch nichts gerechtfertigter Weise erhöht Hatzen; so ist zum Beispiel der Preis für Stengelspinat mit 8 Ärcnen, für Blätterspinai mit 11 Kronen festgesetzt worden, welcher aber den Gärtnern noch zu niedrig erschien, denn sie beabsichtigten, die Pceishöhe mit 12 Kronen festzufehen. Der Bürgermeister wies ein Häuptel Salat vor, welches kroch vollständig unentwickelt und nicht großer als ein Ei war und bemerkte, daß die Gärtner auf dem Markte für diesen Salat den Preis mit 160 Kroney pro Nagel (80 Stück) festgesetzt haben, so daß ein solches Salatpflänzchen auf 8 Krone« zu stehen komme. Der Bürgermeister erklärte unter allgemeiner Zustimmung, daß er gegen diese unerträglichen Zuftände, die sich in der Haltung der Gärtner gegenüber der Bevölkerung zeigen, die energischesten Maßnahmen ergreifen werde; er werde eine Revision sämtlicher Pachtverträge vornehmen und in diese Pachtverträge einen Marktkieferungszwang aufnehmen lassen, eventuell mit der Kündigung Vorgehen; er werde weiters Erhebungen pfkegen lassen, ob der Gemüselieferungsrayon eine Erweiterung erfahren könne, ob durch Neuorganisierung der Beförderung von Gemüse von der Produktionsstätte zu den Märkten eine Besserung der Marktlage erreicht werden könne. WeiterS werde er die Frage der Anlage von eigenen Gärtnerei-' betrieben zur Produktion von Frühgemüfen studieren __ .IT*#,, ' ' Schon wieder eine FlüchtNngshetze. In der gestrigen Sitzung der niederösterreichischen Lcmdesveisammlung .richteten die großdeutschen Abgeordneten Dr. Riehl und Genossen an die Landesregierung eine Anfrage wegen Verhinderung der nun einsetzenden Masseneinwanderung von ungarischen Juden nach Wien, in welcher sie darauf Hinweisen, daß infolge der antisemitischen Bewegung in Ungarn ein Zuströmen ungarischer Juden nach Wien ftattfinde» die die Schiebertätigkeit erhöhen, an der ohnehin hier Lein Mangel sei. Der Landeshauptmann wird aufgefordert, energische Schritte zu unternehmen, um diese ungarischen Juden von Wien und Niederösterreich abzulenken und ihre Ansiedlung unmöglich zu machen. Wie sich die H orthy-Blrrthnnde amüsteren. In der „Arbeiter-Zeitung" schildert ein Wiener, der in der letzten Zeit berufsmäßig in Budapest zu tun halte, die Gefahren, denen jeder Fremde ausgesetzt ist, der den Boden des von der christlichen Kultur beherrschten Ungarn betritt, und erzählt zwei Vorfälle aus Budapester Kaffeehäusern, die das Verhalten der ungarischen Soldateska gegen das Publikum beleuchten. Im Cafe D a m j a n i t s ch erschien am 20. Februar gegen halb 11 Uhr nachts eine Patrouille aus sechs Offizieren und ungefähr fünfzig Soldaten, alle ganz feldmäßig adfustiert. Sämtliche Eingänge wurden besetzt. Hierauf forderte ein Offizier auf, daß sich alle im Lokal an- Desenden Juden zu melden hätten. Etwa Sierundzwanzig leisteten der Aufforderung Folge. Nun sielen die Offiziere über sie her und sämtliche JudenwurdengeprügeltundmitGewehrkolben geschlagen, bis sie blutüberftröntt zusam menbrachen. Die meisten lagen bewußtlos ruf dem Boden und die Nettungsgesellfchaft mußte sie dv führen. Der Cafetier hatte im Entsetzen über den furchtbaren Nohheitsakt telephonisch die Polizei verlangt und endlich erschien ein Kommissär mijf zwei Wachleuten, der angesichts der Mißhandelten die naive Frage stellte, weshalb man ihn habe holen lassen. Nachdem ihm der ganze Vorfall erzählt worden war, entgegnete er ganz lakonisch: Wegen der Saujuden hätte es sich nicht gelohnt, ihn zu stören. Eine besonders charakteristische Sache, die sich bei diesem Ueberfall der militärischen Rohlinge ereignete, sei noch hinzngest'igt: Ein Offizier ging auf einen älteren Herrn zu, schlug ihn mit dem Revolverschaft und fragte ihn um seinen Namen. Als der Gast zur Antwort gab, ■ er he'.ße „Deutsch", ohrfeigte ihn der Offizier mit der Bemerkung: „Du Saujude, warum hast Mt dich r.'.cht gemeldet." Der alte .£?*■!* entg^nctu ftirdjtfom: er sei kein Jude, sondern ein Christ. Darauf drehte sich der Offizier um und mg ohne Eni'.huldi^'U'g tarn iMn weg. Am selben Abend erMsgte eine ganz ähnliche Patrouillenstreifung mit fast genau denselben Rohheiten im Cafe Kairo. So si .d unter der Herrsch^'' d Hortbst Dcmi ,.r Juden " n. d Christen nicht mehr sich, denn jedermann ist ständig der Gefahr aitsgesetzt, von h u leinem Offizier - gefallen und verprügelt zu Werden, wenn ihm nicht gar Aergeres passiert.' LandeShauptmannstellvertreter Gr über bemerkte, durch das Verbot des Hausierhandels würden die Konfu» menten noch mehr die Melkkuh der erbgesessenen Händler sein,' und verteidigt gegen den Vorredner die Konsumentenocganisationen, die heute gegenüber den wucherischen Händlern sittlich berechtigt. seien. Die Sozialdemokraten könnten die Hetze gegen die Konsumentenorganisationen nicht langer dulden; das fei für sie ein Kriegsfall. Abgeordneter Kölbl erwiderte, e r l a s s e e S auf den Kriegsfall ankommen. (Ironischer Beifall bei den Sozialdemokraten, große Erregung im ganzen Hause.) Landeshauptmannstellvertreter G r u b e r sagte, die Erklärung der Partei des Abgeordnten Kölbl, es auf den Kriegsfall ankommen zu lassen, habe feine Partei, angenehm überrascht. Wenigstens habe sie infolge dieser Provokation die volle Aktionsfreiheit wiedererlangt. Der Antrag, demzufolge die Landesregierung beauftragt wird, beim Staatsamt für Handel und Gewerbe die Auf-' Hebung des Hausierhandels in Oberösterreich zu beantragen, wurde, mit einem Zusatzantrag, dieses Verbot ,für die mit eigenen Erzeugnissen hausierenden HauSweber auS dem Mühlviertel nicht gelten zu lassen, mit den Stimmen der Christlichsozialen und der Großdeutschen gegen die Stimmen der Sozialdemokraten angenommen. Razzia auf Wiener Schleichhändler in Linz. Ltziz, 10. Marz. Wie die hiesigen Blätter melden, haben gestern Kortrollorgane der Landesregi.'rung unter Mithilfe des Linzer Arbeiterrates und von EisenhahnbeLiensteten in dem um 9 Uhr abends nach Wien abgehenden Personenzug eine große Razsia auf Schleichhändler unternommen, bei welcher 359 Parteien b-eanständet wurden. Es wurde eine ganz überraschend große Menge von Lebensmitteln beschlagnahmt, so Über 400 Kilogramm Fleisch aller Art, 200 Kilogramm Butter, 180 Kilogramm Mehl und 8000 Stück Eier. Den Hamsterern wurde ein Drittel ihrer Ware belassen. Damit nicht der Anschein erweckt werde, als ob die Brschlagnahme zu dem Zwecke ersirlgen würde, um die Linzer Quote aufzubesfern, erhalten über Verfügung des Magistrats zwei drittel der beschlagnahmten Waren die Wiener Kinderspitäler zu Händen des Magistrats Wien und ein Drittel die Linzer Spitäler. Die Kontrolle wird fortgesetzt werden. Der ittternationale Kongreß der Intellektuellen ) soll in Salzburg tagen. Salzburg, 10. März. Dem „Salzburger Dolksfcfatt" zufolge werde geplant, den ersten europäischen und amerikanischen unpolitischen Kongreß Intellektueller demnächst in Salzburg abzuhalten, da dessen Abhaltung in Bern auf Schwierigkeiten stoße. Es haben nämlich die deutsch'n. österreichischen und slawischen Delegierten den Einwand erhoben, daß bei dem Tiesstand der Valuta ein Aufenthalt in der Schweiz für sie zu kostspielig wäre. An dem Kongreß sollen die Clartö-Gruppe mit Romain Rolland und Henry Barbusse, die führenden deutschen, englischen und neutralen Künstler sowie amerikanische Delegierte teilnehmen. HnusiervsrbvL in Oberösterrekch. Dv*nmKen dev Ehrisittchsorlalen. Linz, 10. März. In der heutigen Sitzung des Landtages ^langte zunächst der Antrag der Abgeordneten Platzer und Genossen (Katholische Volkspartei) wegen Ausübung de- Hausierhandels zur Verhandlung. Abgeordneter Kölbl (Katholische Volkspartei) begrüßte A» XaJtza&Jm. üiümlieJißx.. Lande!- .und Aewerkek.ejhMeJ, « Beerdigungen am heutigen Tage: Alter Friedhof: tJsiaelnische Abteilung? 9 Uhr Rosa Angelus. IX., Scrmtrogasse 18; ‘1,10 Uiir Otto Sommer, lll., Adamsqnffe 5; 10 Uhr Rubati Siuek, IX.. Berggaste 17; 10 Uhr (vom Hause) Julms Förster.. H., Aspcrnbrückengasse 1. — Neuer F r i t b b o t: (Israelitische Abteilung.) 9 Uhr Helene Dorothea Deutscher, II.» Ferdmandsstraiie 4; 9 Uhr 20 Minuten Em nurel Götzl, II., Obermülln^rstraße 1: 9 Uhr 40 Minuten W lhelm Wcry, IX., Sana orium Löiv; l0 Uhr Julius Neumann, H., P atersiraße 17; 10 Uhr 2o Minuten Rrfa Bachrach, IU., Heget* gasje 24. * Die Gesundheitsverhättnisie Wiens im Jänner. Die Getundheiisverhäliniße haben sich tm Jännei nicht günstig gestaltet. Ter Krankenstand war relativ hoch, besonders in der zweiten Hälfte des Monates, in der die Grippe an Ausbreitung z» gewinnen begann. Masern, Keuchhusten und rn e meinen Bezirken auch der Mumps waren stark verbreitet. Die S l e r'b l l ch k e l t war sowohl absolut wie auch relativ die H ö ch st e. die seit Jahrzehnten >m Jänner beobachtet wurde. Insgesamt statben im Jänner 33^9 Personen, wovon die meisten Fälle aus Tubettuloie und Skrovhulote entfallen. * Zum Jubiläum LSbl TauveS». Der BearüßungSabend anläßlich d'.r Feier der dreißigjährigen öffentlichen Tätigkeit LöblTaubes' vereingte ein erlesenes Publikum, daS sich auS zahlreichen Freunden und Verehrern des Jubilarzu. iammensehte. Offiziell waren auch unter anderen vertreten: das österreichische zionistische Landeskomitee, das Palästinaamt und mehrere andere jüvischnationale Organisationsbehörden und Korporationen. Nach Eröffnung deö Abends durch Herrn Picker, der im Namen des JubiläümSkomitees dem Jubilar eine derzeit seltene hebräische Ueberfetzung des Grätzfchen GcfchichtswerkeS als Ehrengeschenk überreichte, sprachen sodann m Vertretung des Zionistischen Landeskomitees Herr Ludwig Bato, des Palästinaamtes Herr Dr. Egon Zwerg, des Zionistischen Exekutivkomitees OstgalizienS Herr Doktor Anselm Kleinmann, der Delegation »deS Jüdischen. NationalrateS in Oftgcrttzien Herr Dr. N. M. Gelber, der Bukowinaer Zionistischen Organisation Herr Dr. Berl Kinnsbrunn e-r. Vertreter der zionistischen Bezirkssektionen Wiens sowie die Herren Gemeinderat Dr. Leopold P l a s ch f e 8 und Eisig Tortschi ne r. Zum Schluß sprachen der Vorsitzende des Abends Herr Dr. Israel W a l d m a n n und der Jubilar. Der würdig verlaufene Abend wurde abgeschlossen durch eine Sammlung für den Jüdischen Nationalfonds, durch deren Ergebnis Herr Taubes ins Goldene Buch eingetragen wurde. * Ein Grubenhund de- „Telegraaf". DaS Abendblatt des »Deutschen Volksblatt" vom 9. März bringt in großer Aufmachung folgendes Telegramm: „Rotterdam, 9. März. Die Blätter melden aus Jaffa: Der Rabbi von Jerusalem ist don einer Informationsreise, die ihn nach Holland und England geführt hat, nach Jerusalem zurückgekehrt und wurde don der Jadenschaft von Jerusalem und Jaffa mit — wie die Judenblätter hervorheben — »königlichen Ehren" empfangen. Auch da» jüdisch Bataillon war al» Ehrenwache auS- «rückt, Bai Festbankett Mbbi S&i an ein« JBex« wirklichuna deS Königreiches Zion sei leider noch nicht ga denken, dafür gehe aber der Jude als Weltherrscher hervor, Reiche wie Rußland, Deutschland und Oesterreich werden schon offen von Juden regiert und Juden seien die Führer der Völker. Bald werden auch andere /Länder folgen und das Judcntimr werde über die ganze Welt sein Banner, da» Banner Jerusalems, wehen sehen." — Unnötig zu bemerke^ daß die ganze Geschichte erlogen ist. * „Bei den Gewesenen." Wir erhalten folgende Zuschrift: »Frau Klara Mautner hat in ihrem Matte vom 8. Marz 1920 in dem Artikel „Bei den Gewesenen" mich» den Jüngsten in der Siechenabteilung für . meine Bekannten vollkommen kenntlich charakterisiert und mich, wenn auch ohne Namensnennung, einen geborenen Krakchler genannt. Ich wandte mich brieflich an F^rau Klarü Mautner um Aufklärung, die sie mir auch mit ihrem Schreiben vom 6. März ' 1920 gab, indem sie mir mitteilte, daß in ihrer Ausdrucksweise jeder, der.noch nickt stumpf sind gleichgültig geworden ist gegen Härten und Ungerechtigkeit deS Lebens, ein Krakehler rst, daß sie, ihr Mann, ihr Vater,- alle Menschen, die sie lieb hat, Krakehler sind, In diesem Sinne, nicht abfällig, hat also Frau Mautner diesen Ausdruck verwendet. Da aber meine vielen Bekannten nur den Artikel in Ihrem Blatte, nicht aber auch die hierzu jetzt von Frau Mautner gegebene Erklärung kennen, so bitte ich Sie um Veröffentlichung dieser Zeile«. Hochachtungsvoll Theodor MeiSl. * Die Lage der Juden in der Ukraine. Unter diesem Titel ist im Verlage des Ukrainischen Vressedienstes in Berlin eine Broschüre in deutscher Sprache erschienen, die die Stellung der ukrainischen Nationalbewegung zu den Juden in der Ukraine und den Judenpogromen eingehend beleuchtet. Die Broschüre enthält unter anderem den vollständigen Wortlaut deS Gesetzes, über rbie jüdische Autonomie sowie andere diesbezügliche Gesetze und Forderungen, Regierungserklärungen und Aufrufe, beziehungsweise Aeußerungen jüdischer Organisationen und Führer in dieser Frage. * Eine amerikanische Spende für Kinder mrd Witwers l§ine hochherzige Amerikanerin, Frau Norm« Hollwegs H^r e r l e hat dem Staatskanzler Dr. Renner den Betrag von 294.000 Kronen mit dem Wunsche gespendet, die Summe zur Behebung der großen Not Wiens, zur Ernährung und Bekleidung von Kindern und Witwen zu verwenden. Der?' Kanzler hat der Spenderin den Dank der Republik ausgesprochen. i * Ein verwegener Raub. Nus Washington wird' gemeldet: Gestern erbrachen bei hellem Tage in der wichtigste» Geschäftsstraße der Stadt vier Einbrecher die Schaufenster eines Juwelierladens, raubten Schmuckgegenstände im Werte von 40.000 Dollar, schossen einen Mann nieder und entkamen in einem bereitstehenden Auto, ehe sich die sehr zahlreichen Passanten von ihrer Bestürzung erholt hatten. * Spurloses Verschwinden eines jungen Mannes.; Seit dem 1. d. M. früh ist aus der eltevl ckrn Wohnung.^ lX., Hahng.isse 7, der löjährtgk Bureaupraktikant Viktor Mülles vermckt. Alle B^mühungm, keine Spur zu entdecken, sind vetgek^, lich geblieben. Der junge Mann hat am 1. d. M. früh btt Wohnung verlassen, scheinbar, um inS Bureau m geben, tft aber weder dort erkchtenen nock nachhause zurückgekchrt. Auf Angabe«^ die zu seiner Auffrndunq jLhren, rst «ne Belohnung von K200.—\ ausgeketzt. | * Der Mürder dev Johanna Papier verhaftet.' Großes Aussehen hat z« Beginn vorigen Jahres der Raubmord an der Prostituierten Johanna Papier erweckt. Die 8Sjährige Frau war am 2. Jänner d. I. um etwa 10 Uhr abcneS in ihrer Wohnung, lV.. Mühlgaffe W, erwürgt und vollkommen, entkleidet anfgefunden wo ben: Gesiern ist an daS SicherheitSbureau die Mitteilung gelangt, daß dcr Täter in der Person deS Karl S iklundjic zu Anfang dreier Woche in Triest verhaltet worden ist. Ec wurde dem dortigen Landcsgerichte emgelresert. j * Otcue jüdische Gründungen in London. Bekannt»« lich wurde vor n-cht lanacr Zeit m London ein jüdriches Korrrspondenz-Burean (Jewrlb Corresvondence Bureau News & Telegraphie Agency ftb., 3 G'anvllle CbambcrS, Bury Str. London W. C. 1—2) begründet, um b»c jüdische kow,e dir allgemeine Brests m>t objektiven Nachrichten aus dem jüdischen Leben allev Wclt \n bedienen. In der kurzen Zeit seines Bestandes hat diese- Bureau mblrc.che Freunde und Abonnenten gewonnen. Im Nahmen dieses Unte,nehmms wu den gleickieitig die »I e w i! h AdvertisingAgenc h" und das »I ewishJonrnal ofCommeree" gegründet. Letzteres erscheint wöchentlich in einer englischen und jüdischen Ausgabe und hat sich dre Bedingung der Handels- und Industriell e>se im allgemeinen und der jüdischen insbesondere mit allerhand Handelsnachrichten, wie Warenberichte, Güter- und Warenaustausch zwischen den Ostnnd Westländern, Transportmöglichkeiten, Konjunktuten, industrielle Neuaründungrn usw. zur vornehmlichstrn Ausgabe gemacht. AlS ebenso zweckdienlich hat sich die »Jewssh Advertistng AgencyE erwiesen. Zud.m sie Handels-Annoncen und Jnscra'e aller Art von amerikini ckien und englischen Firmen für. die Mittel- und osteuropäische Preste und auch umgekehrt aufnimmt, wird sie vreliach zur Wi derauinahme der inte, nationalen Handelsbeuehungen dr'rtragrn. Die Londoner Zenttale bat, in Wien. lX., Maria Theressenstraße N» ein Zwergbmeau errichtet, daS alle Aujwäge für London rntgegennimmt. > *. Iüdisch-nstademlscher Philosophenverein. Leir¬ und Nedehalle jüdischer Hock'chüler. Karten zu der am 11. Märj in den Sophiensnlen stattfiudenden FrühlingS-Redontt sind im Borvcrkaus bis spätestens DonncrStaq den N. März. 12 Uhr mittags, im Sekretariate deS Jüdischen HochschulauSschusses (Judaea-Berband) erhältlich. Restliche Karten an der Abendkasse. * Restavvnnt-EafS Atlantis. Anschließend an das bekannte Restaurant-Caft A t l a n t \ 0, 1.» Cchwarzenbergplap, wurde tm neuer, großer, elegantest eingerichteter Speises aal mit srparaiem Emgang vom Echwarzenbrraplatz eröffnet. Sammelvunki der vornehmsten Gesellschaft. Verabreichung nur eisttlasstgcr Speisen und Getränke. * »Metallnm — Gold" (Die Batteiie mit dem Regen» bogen) die beste Momcntbrleuch'.ung. Vereinsnachrichten. Ra chrichtenvonVereinenerschernenauS. nah«»loSunra«TogederVer.LnstsltLng,) Heute: ZlonistischeSektjon fürdie westlich et B e z» r k e W i e n S.Uhr im Berbandsheline. VI, Amerling» straße 19, tzosstiege, Borlrag deS Herrn Oskar Goldschmie! »Jüdische Jugendfürsorge". •— Zionistische Bezirks« f e 111 5 it »L e o p v l d st a d i". DaS Bm^an der Zionistischer »Bczirkssekuon L'opoldstadt" befindet sich U.. Kaiser Josetstraße SS ES werden somit alle zionistischen Korporatwacu dringen» ersucht Männliche Zuschriften nur dvich!N zu senden. vEmgeschiiedew Brte r m\t Adresse: Aron SchwerNingrr, 1L Leopolds« gaste 81.) — Jüdisch eHochschulturse. Heul« nimm Herr Adolf V - h « sichrLoiNgg»^

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