Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 406 (9.3.1920)
- Date
- 1920-03-09
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/2979076-2979416-2979484--03584-2989230- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Me^'D!ekslas -WssKe-Morgenzeirüng ,9. MW 1920 ■' --> hn. Bezirk? Bahnen, drima tschechische Marmelade, Oeksarvinen. donigbutter, Corned-Ders, LuxuStoilettesecke, Schweizer Risotto, Söhnen in I-Kilo-Dosrn, diverse Kleinigkeiten van 8 diS 12 Uhr. - XVTH., XIX: Bezirk: Bohnen, prima tschechische Marmelade, Vrlsardinen. Corned-Beef, Weintrefieressig, diverse Kleinigkeiten »u 8 bis 12 Uhr. ' W. I. W. Ausgabe neuer Einkaufbücher «nd Einbreibung in ein« zweite Konsumorganisation. PersSulch eS und pünktliches Erscheinen der' *|uuuf, wi« ywngtuiurtu a/iviucneiwi (üuuf |U(. wie tehilfinrren und Untermieter), Einkausschem für alle im Haushalte verpflegten Personen. Morgen Mittwoch den 10. März von 3 biS '4 Uhr »ühmittags Mitglieds-Nummer 1 bis 30, 4 bis 5 Uhr stummer 31 bis 60, Ü bis 6 Uhr Nummer 61 bis 90. Donnerstag den 11. März von 3 bis 4 Uhr «achtckttags Nummer 91 bis 180, von 4 bis 5 Uhr Nummer 4A1 bis 150, von 5 bis 6. Uhr Nummer 151 bis 180. Kartoffelabgabe. Dienstag LiS Freitag werden im I., I* W. und IV. Bezirke holländische Kartoffeln zum Preise von £ 8.— pro Kilogramm, und zwar 7, Kilogramm pro Kops gegen Abtrennung des Buchstabens R der Kartoffelkarte abgegeben. Zur Verbreitung des richtigen Verständnisses für jüdische Musik beabsichtige ich, einen diesbezüglichen KURS tu eröffnen. Reflektanten wollen sich zwischen $- 6 Uhr nachmittags in meiner Wohnung melden, ponorar gering. HERMANN EHRLICH, Musik* ßrofessor, Wien, II.» Kr umbaumgasse Nr. 10—14 ui i^in i n 111, iin|i Bühne rmd Kunst. Jüdischer Abend. Egon Breche t ist zu einer Zeit in Wien für die Mische Kunst eingetreten, als noch Selbstaufopferung und Mut dvzn gehörte. Ohne Rücksicht auf die Karriere, die dem pusten Künstler winkte, hat er sich in den entscheidenden fahren seiner Schauspielerlansbahn der Propagierung des Mischen Theaters hingegeben, die jüdische Dichtung des Ostens vermittelt und sich zum berufenen Bibelintrrpreten erzogen. Vieser Verdienste des trefflichen Mannes sei anläßlich des ßlbends gedacht, der verflossenen Samstag im Konzerthaussaale stattfand. Die Ruhe und die Kraft, mit der Brecher stellen aus der Bibel spricht, ist wirklich vorbildlich und erzieherisch. Ein erlesener Kunstgenuß. Er las ferner die berühmte Jtzigszene aus Beer-Hofmanns „Graf von Charolais" und riß zu stürmischem Beifall hin. Selbst Schildkraut .Ist die Wiedergabe dieser Szene nicht mit solcher Vollendung gelungen, wie Egon .Brecher. Dann überraschte er mit jcknem Versuche, der nach unserem Enrpfinden durchaus geglückt ist: Er rezitierte Bialiks Gedicht „DaS letzte Wort" in jüdischer Sprache. Der Schreiber dieser Zeilen fühlt sich nicht berufen, zu beurteilen, ob frecher das jüdische Idiom einwandfrei beherrscht. Aber alle Schönheiten deS Gedichtes, die selbst bei einer würdigen Nachdichtung in deutscher Sprach« verloren gehen müssen, kamen voll zur Geltung. Das westjüdische Publikum wurde von der' ursprünglichen Gewalt Kialikscher Poesie ergriffen und bankte begeistert. * Auch sonst war bet Abend — was leider nur bei iwenigen derartigen Veranstaltungen zutrifft — stilvoll und würdig. Herr Professor Wolfsohn, der ausgezeichnete Pianist, leitete ihn mit eigenen Tondichtungen ein und fünd insbesondere mit seinen Bearbeitungen jüdischer Volksweisen den Weg zü den Herzen des Publikums. Ganz vortrefflich sang Herr I. Deutsch, das begabte Mitglied der Jüdischen Bühne, sorgfältig ausgewählte jüdische Lieder vnd mußte immer wieder Zugaben leisten. Die geschmackvolle, feinsinnige Klavierbegleitung des Herrn D'r. Strauß fiel auf das Angenehmste auf. Es Wäre zu Wünschen, daß dieser Veranstaltung andere, gleichwertige folgen. A. Nacktheit auf der Bühne. Gin Urteil des Deutsche« KreichstheaterrateS. Der Deutsche NeichStheaterrat hat im Anschluß an das Urteil der Bühnengenoffenschaft gegen den Theaterdirektor Eugen Robert das Urteil ausgesprochen» daß er sittlich nicht ge- ^eignet sei. ein Theater zu führen. Der Beschuldigte hat nämlich j*n WedrkindS »Franziska"' eine Darstellerin v 0 l lst 8 n d i g « a ck t auftreten lassen. Aus den Theatern. 2m D « r g 1 b e a t e r nnrd morgen Mmwoch ..Die Tragödie des Eumenes* gusgesührr. Anfang 7*6 Uhr. Im Operntheater gelangt morgen Mittwoch .DieGezeichneten" zur Aufführung. Beginn V*&Uhr. InderNeuenWrenerBühn« findet Donnec^- tag den 1 i. d. M. die 75. Aufführung des Lustspiels „Dottor Stieglitz" statt. Die für heute in den K a m m r r s p i e! e n üngrsetzte Erstaufführung des Schauspieles «Die Marquise von A r c 19" mußte wegen Erkrankung der Frau Erna Wagner auf unbestimmt.: Zeit verschoben werden. Im Komödienhaus findet die österreichische Erstanstührung der dreiaktigen tomifchcn Tragödre „Du Gaste Gottes" Donnerstag den 11. d. M. um */,6 Uhr statt. Musterausführung d«r „Fledermaus" statt, deren künstlerische Leitung Geheimrat Rainer Simons übernommen hat. Besonderes Augenmerk wurde diesmal, bei der übrigens. mit ersten Kräften aus fast allen Wiener Theatern besetzten Operette, auf den zweiten Akt gelegt, der in einer durchaus, von der Einlagenschablon» abweichenden. Art gespielt werden wird. Das detaillierte Programm wird in den nächsten Tagen bekanntgegeben. Börmerkungen für .Gesellschafts- Mitglieder in der Kanzlei, 4. Bezirk, Mayerhofergaffe 11, (zwischen 10 und 12 Uhr), sonst im Carl-Theater. „Drc Legend« vom Wettverkommenen Souva" mit Lithographien von Artur Berger erschien soeben bei E. Thal, Verlag, Leipzig, Wien und Zürich. Sport. Marmfchastslarrfen der Hakoah. Kommenden Sonntag eröffnet der S. C. Hakoah mit einem MarmschaftS-Straßxnlaufen über zirka sechs Kilometer ine diesjährige Sportsaison. Da die Veranstalter eine sehr günstige Strecke — (Meierei Krieau—Krieauerstraße-Hauptallee rechte Seite hinauf bis zum Lusthaus und denselben Weg zurück) — gewählt haben' die au schönen Sonntagvormittagen von einer großen Passantenanzahl belebt ist, kommt eben diesem ersten Nennen großer Propagandawert zm In Sportkreisen ist daS Interesse für diese Veranstaltung sehr rege. Nennungen haben bis jetzt der S. C. Rapid, W. A. F. und der S. H 0 r e k a n abgegeben. Hakoah wird eine große Anzahl von Läufern stellen. Lumek, Jnwald, Singer, Scheu usw. werden Gelegenheit haben ihr Können mit den Wiener Größen Haidegger und Opsolder zu messen. Wochenprogramm des Sportklubs Hakoah. (Erscheint jeden Dienstag.) Schrvevathlettkfektion: Montag und Donnerstag Ring- und.Mittwoch Boxtraining ab 6 Uhr abends, 1, Werdertorgaffe 6 (Volksschule). Ho«KeyseKtion: Mittwoch von 2 bis 7,6 Uhr Training für Herren und Damen auf dem Hakoahplatze. Fechtsektion: Training im Fechtsaal der Neure-Jehuda. IX., Servltengaffe 10, Montag und Donnerstag, und zwar' für Damen von 6 bis 7 Uhr abends, für Herren (Anfänger) 7 bis 8 Uhr abends, für Herren (Vorgeschrittene) 8 > bis 9 Uhr abends. Sonntag für Herren (Anfänger) von 9 bis 10 Uhr vormittags, für Damen von 10 bis 11 Uhr vormittags, für Herren (Vorgeschrittene) von 11 bis 12 Uhr vormittags. Toueistikfektton: Samstag Abfahrt 4 'Uhr 20 Mm. nach Payerbach. Mittwoch den 10. d. M. um 6 Uhr abends Besprechung im Klubheim, 1, Werdertorgaffe 3. Leichtathtctiksektion: Diese Woche Training um Donnerstag um 4 Uhr nachmittags Meierei Krieau. Hallentraining stndet nicht mehr statt. Sonntag den 14. d. M. Mannschaftslaufen der Hakoah. Start 11 Ubr Meierei Krieau. Jene Leichtathleten, die noch keine .^Dressen haben, mögen dieselben gegen-Erlag öon K 10.— im Sekretariate beheben. Futzbakfekrtion r DienStag und Donnerstag Training der 1. und H. Mannschaft, Freitag Jungmannschaften. — DaS Cnpspirl gegen Ericket findet aus dem W. A. C.-Plahe im Prater statt. TennisseKtto«: Saisonhegmn am 1. April auf den eigenen Tennisplätzen, VIll., Josefstädterstrabe bl. . Neuanmrldungen werden durch das Sekretariat entgegengenommen. Stafettenlauf Pilsen—Prag. Zu Ehren deS 70. G-bnrtS tageS des Präsidenten Masaryk fand vorgestern auf . der Strecke Pilsen—^Prag ein Stafettenlaufen über 89 Kilometer statt. An dem Lauf nahmen 88 Läufer und 3 Läuferinnen teil. Die Stafette gelangte nach 6 Stunden 34 Minuten 11 Sekunden ans Ziel und überbrachte dem Präsidenten Masaryk eine Glückwunschadresse. Hockeywettspiel. Hakoah 1—Wiener Hockey-Klub 1 (1:4). DaS Wettspiel litt sehr unter der Unfähigkeit des Schiedsrichters, der gleich am Anfang des Wettspieles einen Spieler der Hakoah ausschlotz Der Wr. Hockey-Klub mußte sich sehr anstrengen, um der aufopfernd spielenden Hakoah den Sieg abzuringen. Die Hakoah, die anfangs recht zerfahren svkelte, mußte in den ersten zehn Minuten gleich zwei Tore in Kauf nehmen. Doch später konnte sie, obwohl nur mit zehn Mann spielend, das Wettspiel offen halten. Die Tore schossen für Hockey-Klub Panthesius (2), Fred Revy (2), für Hakoah Kars. — Die Reserven spielten 2:3 (2:0). Der Prager Deutsche Fußballklub spielte am Sonntag, in Prag gegen den Pozsonhi Torna Club (Preßburg) 8:1 (4:0). „ _____ Gerichtssaal. Der Bevolverschutz des ertappten Diebes. Der SSjährige Heizer Rudolf K r u b i H entwendete am i. Avril v. I. ein vor dem Nordbahnhof flehendes Fuhrwerk mit zwei Pferden, die er bei einem Bekannten einsttüte. Schon am nächsten Tage erfuhr der Besitzer von Pferd nn^ Wagen, Karl Lutz, daß Krukntz der Täter sei. Lutz begab sich mit seinem Kutscher Leopold»Lunzer und «mgen Polizeiorganc» zu eenem Geschäfte inder Schrotzbergstraße im Prater, wo Kruditz sich auibielt. ' . Als eur Polizeiagent seine Verhaftung aussprach, ttef Krubitz davon und feuerte gegen seme Verfolger einen Revolver schuß ab. Dre Kugel drang dem Lunzer in die Brust und führte seinen Tod h-:rbn. Wie erhoben wurde, hat Krubitz mit seinem Bruder Ludwig Krubitz, der se'ther flüchtig ist, und dem Kutscher Johann 8az«r-k in der BabnMron Eggenbürg einen Waggon erbrochen nnv Waren im Werte von Über K 6000 gestohlen. Eingesendet. Brillanten, Platin, Münzen Perlen Uhren, falsche Zähne, alle Silbergegenstände verkaufen Sie am besten direkt dem uwelier und Goldarbeiter 8. Holzapfel Vien, VI., Mariahflfcrstrasse 79 oder Werkstätte: 1., Wotlzelte 17/13. «*1 L»htthSoLst»Secl»s,a»rarstxc»»»V»r»vbz>runU Heute hatte sich vor dem Schwurgerichte unter dem Voisitzd des. Oberlandesgenchlsrates Dr. R 0 ck 0 v ä n s k y Rudolf .Krubitz wegen Totschlages und Diebstahls, JohannLazmek wegen eD ebstahlS zu verantworten. Bride AnWagte sind des DrebstahlS, > geständig. Krubitz behauptet, er habe auf der Flucht nur einen ' Schreckschuß abgegeben, ohne daran zu denken, daß er lemanb treffen könne. Krubitz hielt diese Verantwortung aufrecht, Lazurcr. suchte glauben zu machen, daß er erst später erfahren habe, e8. dytte sich in der .Station Lggepburg um die Bergung gestohlenen ' Gutes gehandelt. tzestmlsführung btt „Fledernra»-". Am 27. t>.. SÄ. findet um t Uhr nachmittags im L a r l - T h? 0 t« r wlS Sieitr Drranstaltung in dem unter dem Protostarstr deS otschafters Henry A l l i z K jlehenden e ü z y k l u s der t j rii ft \ t l i ch - l u l t u r e l (e n Ci c S i (ch a f l'7 ein« etter Kerkers verurteilte. Das ArteiL der Kommission zur Erhebung militärischer Pflichtverletzungen über Feldmarsch alle utnant Teisinger. Die Kommission zur Erhebung militärischer Pflichtverletzungerr hat die Angelegenhen dcs verstorbenen Feldmarschalleutnants, T e i s r n g e r durchbcraten. Die Komniission kam zu dem Schluß, daß gegen Feldmarschalleutnant T e i s i n g e.r wedev der Vorwurf einer stralbaren Verfehlung,- noch eines BerstoßM gegen feine Dienstpsilchten erhoben werden kann. Durchlaufende Amtsflnnden und Sonntagsruhe' Lei Len Gerichten. \ Die Zeutralgewerkschaft der Justizangestellten Oesierre'chR hat auf Grund des Beschlusses einer Vertrauensmännerverfamutlun^ das Staatsamt für Justiz nebst anderen Forderungen auf^die: Forderung nach durchlaufenden Amtöstunden bei allen Gerichten tauch m der Eintzrusstelle) van 8 bis 2 Uhr, an Samstagen bis! 12 Uhr milkÄgs gestellt. Fermer scr im Justizdrenste' die u y «j bedingte Sonn- und Feiertagsruhe fesizu^ setzen, dkur der allernotwendigste Journaldienst bei e i n z e l n t, ® Gerichten soll sortbestehen. Der Volkswirt. Eine Krone -- 2.45 Centimes. Gestern stellte sich in Zürich die österreichische Krone auf . . die tschechische Krone auf .... die Mark auf.. die öftrer, gestempelte.Krone auf die alte «ngrstenipelse Krone auf Agram.. Krakau ........... Budapest . . . .Ä. . . . . . . 2.45 (2.40 am 6. Marz)' . 6.25 (6.35 am 6. März) . 6.85 (6.40 am 6. Mmz) . 2.40 (2.80 am 6. März) . 2.50 (2.60 am 6. März) .4.10 (4.25 am 6. März) . 2.30 2.60 am 6. März), . 2.20 (2.40 am 6. März) vrr, r^n.T!ah<.MVrHhfc»i»e ns. — ,5loiopTitni ssero« 73 X 3ST X-r^VTJ^ V21 Pt KATT 3? 1 iiK 1 1« h A Krietssanleihekurse. An der gestrigen Börse notierten: 1. Kriegsanleihe 08.25,' II. Kriegsanleihe 68.50, III. Kriegsanleihe 61.50, IV. 40fähr.' Kriegsanleihe 63.—, IV. 7jähr. Schatzscheine 69.50, V. sOjähr. Kriegsanleihe 63.—, V. 6jäbr. Schatzscheine 70.—, VI. LOsähr, Kriegsanleihe 6F.—, Vl. I0*öhr.- Schatzscheine 6850, VII, Mähr. Kriegsanleihe 63.—, VII. 8". - ihr. Schatzscheine 68.50, VIII. 40jähr". KriegSanleche 63.50, VIll. Schatzscheine 68.75. Die tschecho-slowakischeu KohlenUeferungeui nach Angarn eingestellt.? Mäyrksch--Ostnm, 8.. März. (Privat.) Vor einigen- Tagen ist di« ungarMe Regierung an die mitteleuropäische: KohleukomMission in 'T^' rlsch-Ostrau mit dem Ersuchen, herangetreten, ber der ' iMwakischen Regierung behufs, Erneuerung des ,ueserung3vertrages für die städti-, schen Gaswerke in Budapest zu intervenieren. BisnUn bestand zwischen der ungarischen Regierung und der tschechö-slowatischen Regierung ein Abkommen, demzufolge di« Tschechv-Slowakei an. di« städtischen Gaswerte in Budapests aus dem Ostrau-Karwiner Neoier täglich 350 Tonnen Kohlen liefert«, wofür Ungarn neben der Bezahlung der gelieferten' Kohlen der tschecho-slowalrschcn Regierung 1000' Güterwagen und 5 L o k'o m o t i v t n leihweise zur Verfügung stellte. Wie bereits gemeldet, begab sich zu Beginn der Woche d-r Leiter der mitteleuropäischen Kohlenkvmmission, Oberst N'utt, nach Prag, um mit der tschecho-slowakischen Regierung in dieser Angelegenheit zu verhandeln. Aon letzterer! wurde jedoch eine Erneuerung des Kohlenlieferung^ abkommens mtt der Begründung a b g e l e h n t, daß die Tschecho-Slowakei die Kohlen selb st für den eigenes Bedarf dringend benötige und daher nicht in dev Lage sei, weiter nach'Budapest Kohlen zu liefern. Di«^ Kohtenlieferungen nach Ungarn wurden demnach eingestellt und die ungarische Regierung zieht die ihr ' gehörigen 1000 Güterwagen und 5 Lokomotiven aus der! Tschecho-Slowakei zurück. Südafrikanische Kohle für England? Nach Meldungen aus Port-Natal (Südafrika) wird südafrikanische Kohle nach Marseilles verschifft. Der Preis stellt sich auf 80 bis 82'5 Schilling dit Tonne, . wahrend sich die Tonne englischer Kohle in Wales auf 120 Schilling, in London aus 155 Schillnrg stellt. Es ist beabsichtigt, südafrikanische Kohle nach England einzuführeit« (Könnte unsere Regierung nicht der-, suchen, zu dieser billigen Kohle zu gelangen? Die Red.) < Starker Nliekgang des LeikurfeS. Der Deutschen Telegraphen-Jnformation wird aus B u k a r e st gemeldet: Infolge des h e f t i g e n K u r s st u r z e S d er L e i v a l u t a haben zahlreiche Kausleute in Bukarest, Jassy und Galatz. die im AuSlande mit sechsmonatigem Kredit Waren einkaufen, bei rumänischen Gerichten ErtärunLen abgegeben, daß cs ihnen nunmchr unmöglich sei, ihren Berpsilchtnngen nachzuomuiftr. Balutenkurse. Im gestrigen freien Verkehr waren fremde Zahlungsmittel, namentlich R u b e l n o t e n und Marknoten, gefragt und wesentlich höher. ES notierten: L e inoten X 8.87, R u b elu o t e n L 8.57, M a r kn o t ett fltfiit K 3.4b, Marknoten rotK 8.60, 8 ireX 14.60. DollarX 275.—, t s ch e ch i s ch e N o t e n JK 2.91 und AuSzablungBerlinX 8.14. ZwangsauSgleich Schövfleitnrv & To. Vom Wiener Handelsgerichte wurde der zmschen der Firma Schöpfleitner<2 C o., Burrmizugcyör. Men, Georg Kochplatz ö, und ihren Gläubiger» abgeichloffene ZwangsauSgleich bestätigt. Von den stlmmbercchtigten Gläubigern mit Forderungen von X 95.943 stimmten sämtliche anwesenden Gläubiger uul K 91,878 für den lVVotfitn Ätlsaleick.