Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 379 (11.2.1920)
- Date
- 1920-02-11
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 379 Men. Mlttwoch Wiener Morgenzeitnng U. Februar 1929 vorigen Jahren den Kaufmann Max Philip in Wiener. Neustadt auf und erzählte ihm, ein ungarischer Kommunist habe im' Hotel „Beatrix"' einige Koffer deponiert, deren Jkyalt einige Millionen Kronen wert sei. Mit 2000 Kronen tvLve eS möglich, die Koffer auszulösen. Philip fuhr mit l Witkowetz nach Wien, wo eS letzterem gelang, dem Philip die mitgenommenen 2000 Kronen zu entlocken und in einem Durchhause zu verschwinden. Witkowetz und Kraus habe« Usch versucht, dem Soldatenrat Karl Kobina Und dem Arbeiterrät Rudolf Ott 16.000 Kronen zu entlocken, Indjem \\% ihnen vorsptegelLen. im Lagerhause lieg« eine große Partie vom Eiern, die billig zu erwerben wäre. Kobina vmd Dtt gingen zum Schein auf das Geschäft ein und liefen die beiden Schwindler dann verhaften. Die Geschwornen bejahten die Schuldfragen, nahmen aber eine Schadensumrne unter '4000 Kronen an. Auf Grund dieses Wahrspruchever^ urteilte der Gerichtshof W' tlo wetz zu einem Jahre, Kraus zu sechs Monaten Kerkers. Der Volkswirt. Eine Krone 1.75 Centimes. Gestern stell'« sich in Zürich die österreichische Krö": auf.. ...... . 1.75 die tschechische Krone ans ..... ,.. R.75 die Mark auf 6.15 ^rankwahrung itt der Tschecho-Stowakei? Die neue N'iLenbonk, Prag, 10. F?bruar. Ueber die eben aus gearbeiteten Satzungen für die neue Zettelbank meldet „Rarodni Listy", daß sie sich von dm Statuten der Oesterreichisch-ungarischen Bank wenig unterschi'xn^ Ein Drittel der ausgcgebenen Banknoten muß durch M.'tall ober bankmäßig gedeckt sein. Die Reserven sind steuerfrei. Eine Mehrausgabe von Banknoten w'.rd besteuert. Ein. Drittel der Aktien übernimmt der Staat, der aber kein Stimmrecht haben wird. Die Satzungen rechnen mit der Frankwährüng, doch ist durch eine besondere Klausel auch für die Zulassung einer anderen Währung vorgesorgt. An der Spitze der Bank steht ein vom Präsidenten der Republik ernannter Gouverneur und ein Generälrat. * - Bei der Oesterrcichisch-ungarischen Bank mußten zwei Fünftel der emittierten Noten durch Edelmetall oder bankmäßig gedeckt sein. Der tschccho-sÄwakischr Staat will sich durch Ueberiiahmd eines Drittels der Aktien eine besondere Einflußnahme sichern. Von der Einführung der Frankwährung in Tschechien ist schon lange die Rede. Der Beginn ihrer Durchführung wird naturgemäß durch die stets unheimlicher fortschreitende Entwertung twr Valuta verzögert. Auch bei uns erblickt man in der Einführung einer solchen Äährüng die .einzige Sanjerungsmög ichkeit; so lange jedoch unsere Krone unter der geradezu phanlesti ch?n Devrwvackon leidet, ist eine derartige Lösung des Problems schwer denkbar. . Nicht ausg^ch ossen ist, daß auch die übrige» Nationalstaaten sich mit dem Gedanken der Frank- Währung .befreunden. Ihre Durchführung in sämtlichen Sukzessionöstaaten würde eine bedeutende Erleichterung. des Handelsverkehrs herbeiführen UNb >em gemeinschaftliches Vorgehen auf wirt>chaftlichem Gebiete anbahnctt, das Ausquith in einer seiner jüngsten Reden für unumgänglich notwendig erklärte» wenn Oesterreich nicht ganz zugründe gehen soll. Die internationalen Frnan^probleme. . Hollrndsch Nreuws Bureau verbreitet rin« MeldUna des »Nieuwe Courant" aus Ph'krdrlplna. wonach der englische Fwanzsocliverständifle Sir John P ir r s h nn Zusammenhänge mit der nonvcndiflen üö'üng der immer schwieriger werdenden Fmänzpröbime eckiäri Haie, daß der Völkerbund dck Bürgschait für eine große Anleihe übernehmen solle, um dem vollständigen Zusammenbruch von Handel und Jnsustrie vorzubeuflen. Der Oberste Rat fälle alle Schritte nnlernebmm. um die Ausschrechuna einer solchen Anleihe in die Tat umzusei.'en. An der Aule he hätten sich alle dem Völkerbund ans/eichlosjenen Staaten zu bcie l gen. % ».Dewsche Allgem ine Zeitung" M'ldet auS Zürich: Wie die Pariser Blätür erfahren, »st der amerikanische Bankier D n v i d f t n als Benreter MorganS nach Europa Uttlerw^gS, um mit englischen und französrschen F i u a N z l e Uten über die Valutasrage zu verh mdeln. Gegen die Errichtung einer Zollinie im Dftraüer Gebiet. "Dreschen, 1V. Februar. Be» der Ententekommission erschien Men eine Abordnung des Verbandes der Mährisch« schlesische« Industriellen, um ihre Einwendungen und Bedenken gegen die Er»ich!vng einer Zollinie im O st r a n e r G e bi e t e vor ubringen. Darnach drohen den Unternehmungen sowohl die Gefahr des Zeit- und des Rohstoff« Verlustes, da die Rohstoffe Nach Osten verschleppt werden könn en. als auch schwere Appromstoniernngs- und DaluMavfer. Dre Industrielle« erwarten, daß die EntenlekommssioneU unter Berücksichtigung dieser Verhältniffe von der Errichtung ewer neuen Zollinie ablassen uud die DcMarkat onslinie werter belafsm wird. In seiner Antwort erklärte der Präsident der E-ttentekvwmission de M a n n e v i l l e. die Kommission anerkenne die durch de neue Zollinie an der Ostrav ca verursachten Schwierigkeiten, es se» jedoch aus pol tischen Gründen nicht möglich, die frühere Demarkationslinie weiter zu belasten. Für die Zeit der Volksabstimmung bilde daS Land cm n r u t r a l e s Gebiet und aus diesem Gründe erscheinen alle souveränen Rechte der beiden Staaten sowohl bezügl ch der Okkupation als auch bezüglich des inneren Zollverfahrens »«zulässig. tzandelsnackrichLen aus der Tschecho-Slonraker. Pvag,!0 Februar. (Pr vat.) Unter Mitwirkimg der Präger Kreditbank ist Unter der Firma »B a l k a n - Ä. - G iür Handel und I n d u st rr e" eine Gesellschaft gegründet worden, die sich die Pflege des Handelsverkehres tut dem Balkan, bmrp sächlich Mit Bulgarien. zur Äusfäbc gestellt hat. Das Aktienkapital beträgt 5 Millionen Kronen. — In der Gencrälvdrsämmliing der JSIV a ltc r-°Arr t o m ob i l - A- G. würde dre Verdoppelung des Aktienkapitals beschlosten. De neuen A tien ä. 20) K N m we den den bist, ig-M Akiionäen im Verhältnis von l : 1 zu 3 0 K angcbvten (ittv RichtaktlonÜre zu K 500). In der Generalvcrsam lnng wurde auch tue Frage einer Fusion aller heimischen Auiomo''ilsabr,k n ventiliert. — D'.e „G e a" S l ow a ki i ch e 8 a n d m i rts ch a ft und Industrie- Akt i e n g e s d! 1 s ch a f t erhöhte chr bisheriges Akti nkävital von 2 M Uioucü Kronen äüt 4 Millionen Kronen Die ..Gea" unterhält in. der nächsten Nähe von Prrßbnrg (14 Kilometer) eine größere Pal!,!;r-'tschast. ans welcher sie eine großangelegte Schweins Und Blchmastüng sowie ewe Milchwirtschatr errichtet, um die Appl0visionicru«'g der Stadt Preßbuig wer'gehendst zu unterstützen, Außerdem unterhält die »Gea" die größte Saurrkonjerverrsabrik der Nepüllrk sowie eine Stärke'abrik. — Eine der führenden Prager t schech \ f ch e ü Banken hat einen fotzen Teil der Aktien des Bades T r e n c s \ h* Teplitz e>worben. Dadurch ist die Gesellschaft rn tschechische Hände übe»gegangen und es wird eine entsprechende Äenderung m der Zusammen!etzung des Berwaltungsrates erfolgen. Nene Beschlösse ilb^r ttz Geschäftsverkehr ait! dev Wiev Börse. Gestern trat dir Wiener Börsekammer zü einer Beratung zusammen, in der über den Geschäftsverkehr an der Börse sowie Über Äendernngen im Schranken Beschluste gefaßt wurden. Demnach wird vött kommender Woche an der G e s ch ä st 8* verkehr a n der Börse an v ir r T a-a e n abae< halten, und zwar Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag in der Z-it zwischen M und l Uhr. Mittwoch lind Samstag e n t s ä l l 1 dieser Verkehr. Hrnsichilich des Schrankcnvcrk.hres. der in vieler Rtchlung seit langem als resormbcdürstig gilt, wurde unter anderem entschieden, daß die S ch l n ß b r, e s e zü stückeln seren. Mtien im Werte von je übet K 10.000 sollen zu 5. im Werte von je kl 4000 bis K 10.000 zu 10 Stück geschloffen werden. In der Frage der Ein!ührüng des fließend e n Handels imSchrankcnund neuer Kulisse» p a v itr e, dir ans den Kategorien der Schrankeneffekten zü rütüehmen waren, ffnd die Besprechungen nöch nicht abgeschloffcn. Wirtschaftliche Nachrichte». \ Nach vorliegenden Meldungen hat das brr tischt S ch a tz a m t „tm Projekt in Angriff genommen, daß die IE setzun g d eS Srlberg et d e S hurch Nicke l g 1 vorstesrt. — Die u n g a r i s ch e P a p i e r r n d u st r i e A.-G wird eine Kapitals er Höhung vornehmen.. Eine Uant» hafte fvanzöslsche Frnanzgruppe wird demnächst dem Inlerrssenkrerse dieser Gesellschaft benretcn. — In emeht dem Berliner Bei treter der «Ch cago Tribüne" gewährten Interview ve> wahrt sich Reichsminister Hermann Müller gegen die in det Enlenitpresse immer wieder ausgestellte Behauptung, daß Deutsch» lrnd bisher so gut wie nichts geleistet habe und daß es. wo eS sich um eine unangenehme Leistung handle, den Frredensvertrag nichtanerkennen wolle, ßkach Schätzungen, die YÜN zuständiger deutscher Stelle anfgrstellt worden sind, könne hi« Summe dieser Lelftungen mit 36.722 Million enGold^ mark bewertet werden. Slompenfationsvertrai mit Ungar». Budapest, 10. Februar. Wie ..Äz Ujsag" berichtet, würde »wischen Oesterreich nnd Ungarn ern Uebereinkommeü getroffe«, demzufolge Oe ft er reich an Ungarn Papier Textil» uüd E i f e n w a r e n gegen 8 e b e n d v i e h, R o'st» l' d e r, B o r st e n und Zement liefern wird. Das Ergebnis der Prager Berhandlunge«., Prüg, 10. Febrnar. ^Narodni 8isty" erfahrt, daß bei den letzten Verhandlungen mit den vsterrerchrschrn Drlegrerten, dit gestern abgcreist sind, vereinbart würde, daß Oesterreich nm 3'/, Mrll'vrren mvnatl ch d em v b U i s i etVt% Material und um 6 Millionen Roherse n ünd E is en'; p r o d u! t e an die T s ch e ch o-S l o w a k e i zu lreseru-chatl England zieht das Sr^ergeld ein. V . London, 9. Febrnar. 50 Millionen Pfund Sterling dt Silber sollen erngewgcn und durch Nrckelgeld ersetzt werden« —-- . 3 Oestorreich'sche Wasfenstrbrcks.GeseNschaft. In der ÄnM dem Vorsitze des Präsidenten des Berwaltungsrates Dr. Geötg Günther abgehaltenen 50. ordentlichen Generalversammlung der Oesterreichischen . Wassenfabriks-Gesellschaft waren 28.175 Aktien durch 37 Aktionäre vertreteü. Generaldirektor Schick brachte den Mschaftsbericht züv Verlesung, worauf Revisor Siegfried H a ü se r den Bericht dev Revisbren 'W stattete. Diese Bevichte svwie die Bilanz uüd die Aü'träM über die Verwendung des Reingewinnes würden einstimüriH genehm i g t. Hieraüf würde der Aüträg des Dbbwültu'ngH^ rates, das Aktienkapital von K. 15,750.000.— durch Ausgabe von 52.000 nerchü, Mr ünd voll einge',ahlten, aus das Nominale von je,Kl. SVÜ.^ lautenden und ab 1. Jänner 1920 divMudenberechLiMn Aktien auf/das Doppelte, das. ist auf K. 31,500.000.— zu Erhöhen und den Derwastüügßrüt zu erMächügm^ d'te Modalitäten der.Begebüng, insbesöndetv auch den BegdhuügsM's ün eigenen Wirkungskreise .zü .fefe» stitnmen, mit Stim'meneinhelligkeit |ijt« Beschlüsse erhoben. Desgleichdü würden die vorgeschlagenen StatutenänderüttW einstimmig genehmigt. Der Akti en-Loupän W 1918/19 gelangt choM 10. FeIruär än 'mit 'K..?5.t~. Eiülöfu üß. Irr bet im Anschlüsse an die G'eüerü^vchÄ fammlüng abgehältmen Verspältungsratssitzung würde HE Dr. Georg Günther zum Präsidenten und Herr MexachbÄ Weicher zum Vizepräsidenten der Gesellschaft sät bas W»i schästsjahr 1019/20 wieder gewählt. > , Valutenkurse. Im gestrigen freien Verkehr erfuhren dbE fremden ZahlüngsMülci nur unwesemliche Veränderungen. 8tdW llch M a r k n o t e ü wurden wieder billiger abgegeben. W notierten: 8 e i ü o t e n L 4.72, Rubelnoten K 3.08, M ö t \ n i> t e n fi r 'fi n K 4.10, Marknoten rotL 4.20. Lire K l9.2> üüd Dollar L 350.—. Jüternatiöüüle Londoner Meffe. In dtr Expokp dbt'ilnng der Wiener Handels- und Gcwerbekammer steht unter Zack 9ll>/Val eine M'tterlung, über dre vom 16. bis 26. März d. I. m Vdnoöü üdzühaltende Jntmnationale M ffe |üt Einsicht zur Verfügung. Die Tenerüng der Selbe ist derart stark, daß, wie fränzosische Vjätter berichten, italienisches und französisches Erzeugnis, das vor dem Kriege mit 40 bis 5Ö Franks pro Kilogramm und zu Beginü des letzten Herbstes mit 200 Franks gehandelt wurde, jetzt schon ungefähr 390 dis 420 FtiMH erzielt. Italien v rlängert.den Wirts sa'tskri-g. Der „Ressagew" Veröffentlicht ein Dekret vom 10. Jänner, wodurch Italienern verboten wird, Einzahlungen an deutsche, österreichische und ungarische Staatsangehörige zu machen, ebenso Zahlungen anzunehmen, die Kredite und Schulden betreffe«, die vot deck Kriege öder während des Krieges erfolgt sind. Das Dekret verbietet gleichfalls den Nebergang von Eigentum Menachem Mendel. Ein Briefwechsel. HenruSgegebeu von Scholem-Alefcheni. dem I ü d t s M e n übertragen von Siegfried Schwitz. . E DaS dritte Bündel Briese» . ' „Millionen." *.(Händler, Makler, und Spekülaüteu.) (19. Fortsetzung.) 4. Btief. Ech:'n:-Ss) i rdck Utts Kas N wkE an ihren Galten Mcttach m Mend.t ln J-tzüprz. . Vsiff-h-chgeehrten, edlen und mächtigen .^«-rn, dem weisen Kenner der Thora, dem hochgelehrten Rsb Mettächeltt Mendel ehrfürchtigen Gtuß. erstens vermelde ich Dir, daß wir alle, Gott sei dank/ beim besten Wohlsein sind; gebe Gott uns, das gleicht von Dir zu hören fürböthiN und nichts Schlimmeres. Zwestens teik-s ich Kir mit, daß mir gestern und heute Nacht Dinge geträumt hüben, wie sie an allen mri-un Fckndött sich erfüllen mögen! Und was Du schrcil'st, ist einfach großartig! Wenn es nicht regnet, tvird es ketn^ RübcN geben, Und wenn es flirte Rüben gibt, wi.d es keinen Zucker geben, und wenn eS tu.:'« Zucker gibt, wird der MüNtt Geld verdienen; das ist genau die Geschichte vom Fell des Bären! Und wie wird es sein, Mendel, wenn ich Dir nun melde, daß bei. uns sich tagtäglich wahre Sund fluten vvur Himmel gießen, daß die Rüben turmhoch wachsen und daß es bei uns gür keine Käfer üiüL außer Wanken und Schaben: ist D.ir jetzt leichter ums Herz? Gott möge mir sv helfen, wie ich im voraus gewußt' habedaß Du von dem Fünfziger nur noch die Erinnerung hast und keinen Groschen. Ich habe im vorüuS gewußt, daß Du eher die paar Rubel auf Borg in alle Winde verstreuen wirst, statt baß Du Dich erinnerst,' daß Du eine Kräu hast (bis hundertundzwanzig Jahre!). Borgen? Mein Leid und mein Unglück tftt* ich ihnen borgen! Du wirst sehen: wenn Du einmal zu ihnen um ein Darlehen kommen wirst, da wird keiner zu Hause sein. Me sagt bifc1 Mutter: „Ein Nemirower ist kein Gebirower und die Freundschaft reicht bis zur Tasche . . ." Doch wer ist an allem Schuld? Ich selbst! Nur ich! Einem | Mann so in allem nachzugeben! Er weiß schon nicht mehr, was er tun soll vor Üebermut! In dem Jehupez spaziert er herum wie ein Graf, nichts fthlt ihm außer Regen und Käfer, und ich sitze da wie ritt Hund und auf Schritt und Tritt verfolgt mich Unglück über Unglück. Da^ läuft ein Kind, Mojsche- Herschele (brettnen soll er!), fällt hin und zerschlägt sich die Lippe; da Hab' ich einen^ einzigen Ring, mit Rauten, -- die Magd stiehlt ihn mir. So geht es Von allen Seiten; wie sägt die Mutter: „Wenn das Glück ansüugt, werden alle Töpfe voll!"'' . . . Säg', Mendel! Halt' ich nicht Recht, daß nicht alle Montag Purim ist Uüd die Fünfziger nicht auf der Straße hrrumUegen? Und die vornehme |>drät, die Du mir für meine Rechome-Brajndel vorsch'ägst, — der Mag dort sitzen blvibett in seinem ganzen Jammer, Dein. * alter Junggrselle mit grauem Back; das wird Jehupez nicht erleben, baß unsere Familie einen von dort I heiratet! Man redet Nechome schon eine neue Hrirat; * und weißt Dü. wen? Ihren ersten Bräutiganr; er.. hat sich von seiner ersten Frau jetzt srckt er wieder meine Schwester^ Sie grsällt Ihm vff-enbar sehr gut, dem Scharlatan! Wie sagt die Mutter: „Besser Zeinen Dieb von daheim, ehe einen Rabbi aus der Fremdö . . ." Wenn diese Ehe zustande; kommt, so wird schnell tzvHM gemacht und da will ich sehen, ob Du nicht zu Nechome-Bräjndels Hochzeit kommen wirst! Sv wünscht Dir viel Gutes ünd andauernd Glück MM wahrhaft treue FraÜ Scheine-Scheitided UNser Koppel hat wieder einmal UmgcschMissMf üN die dreihundert Rubel ist et schuldig geblieben M hat jetzt.wieder Kredit in der Stadt. Und Berl, den Sohn des Vetters Menasche, hat wieder eittMäl tzw Unglück getroffen: er ist abgebräNNt mit einem Schaden von vielleicht einem Hunderter; er kriegt dritd halbhündert Rubel; ich glaube aber, daß das det lehn Brand bei uns in der Stadt war. Denn es geht das Gerücht, daß die Versicherungsgesellschaft „Jaker" auf. hört, jüdische Häuser Uüd jüdische Lckden in Kasrd versichern. Und MiÜ-Vejle hat sich überleg^ daß sie eigeutlich keine Pevücke braucht Und geht fttzi in ihr::« eigenen Haar; sie tut es den Schwiegertöchtern unseres reichen Motel nach, dtzr Teufel soll sie hor.n.' - welche Mit jungen Leuten Karten ft ickeu. Doch es ist nicht Meine Sache, über NNdW zu reden; wie sagt die Mutter: „Denk' an dich, fv v r-ißt du jenen . . Und schreibe mir, um HiMMlZ willen: mahckßt bas „Ba'lck'Usen und Schanteusen": was heißt das und wozu braucht man das?.'. t (Sotticiiuua tülawi.