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Wiener Morgenzeitung · 1920-02-03 · Heft 371 (3.2.1920) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 371 (3.2.1920)
Date
1920-02-03
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 371 r Wien» Dienstag Wiener MorgcnzetturiK 3. Februät IVA) Süt« 8 Trauer, daß dieser hochbegabte, junge Mensch seinem Volke so frühzeitig und so grausam entrissen wurde. Wir kommen auf das Stück und b;e Darstellung noch näher zurück und müssen uns für heute wegen Raummangels damit, begnügen, der Freien jüd'» scheu Volksbühne für die Vermittlung dieses BühnenwcrkeS zu dankeü und die. Aufmerksamkeit aller Frermde ostjttdrscher Kunst aut dieses Stück zu lenken. Es gelangt Samstag den 7. d. M,, nachmittags, int Wiener Blügertheater zur Wiederholung, A. Landschaftsmaler Fölgheffy verunglückt. Budapest, 2. Februar. lUng. Tel.-Korr.-Bnr.) Landschaftsmaler Artur F ö l g.y e s s y »st im Alter 67 Jahren infolge einer Leuchtgasvergiflung gestorben. Der von Aus den Theatern. Im Burgtheater gelangt morgen Mittwoch die Novität „ft rauG i t t a s Sü h n e" zur ersten Wiede»holung. Beginn V-6 Ndr. , Im. Öperntheater wird morgen M'ttwoch chD i e Kön »g » n von S ä b a" aufgejührt. Begmn V4& Uhr. >' Im D der u t h e a t e r wird Mittwoch infolge andauernder Indisposition des Herrn KammeriänaerS S l e z a k statt „Könmin von Saba" „Cmmen" mit den Damen Gutheil. Kiurina, Echorne und Kbittel twd den Herren Ziealer. Duh'N. Stebmannz MadlN> Breuer und GalloS gegeben. Anfang 5 Uhr pberids. Im K 0 m 8 d i e n h a u S geht am Donnerstag den &b. M., U'n abends, zum erstenmal in Szene „Die Lt-fi e s s e l t e Phantasie" von Ferdinand Raimund. MN s l k von Julius B i t t n f r. Grete W »esenthul fitt in.dtr Titel'olle zum erstenmal al-. Schauivielerin vor daS uhlikiim. Ten Bollssänger Nachtrgal spielt Karl Ettling er. '> Harry W a l d r n, der einige Zelt unpäßlich war. spielt Volt nun an t ä g l ich rn der N e n a i s s a n e e - B ü h n e dikkmännliche Hanv rolle der Lustsplelnovität „Die Perlen Jt:t Kle 0 patra" von Franz H e r c z e g. An de,selbe« uibne gastiert Sonntag dm 8. Februar bei ermäßigten ^achmltagspreisen <A n f a n g 8 U h r) Heinrich Eisenbach |lt. dem Ensemble von „M a x und Moritz" in den ducken „G e s ch i e d e n e Frau e u" und „Pfeifenb t ck e l". ' Professor Julius Wolfsohn veranstaltet heute im fraßen Musikvereinssaal ein Konzert, dessen Ernägn s er der _ ilssaktion für d e Wiener Orchesttrmusiker widmet. Wenn auch alle anderen Künstler von Rang btcfcm nachahmenswerten Beispiel folgen wolltet« wäre die drohende Musikerkrise bald überwunden. Das heutig» Programm bringt Werke von Beethoven» BrahmS, Chopin. Friedmann. CzyntanowSk,» Lizst und Wagner. Sport. Wochenprogramm des Sportklubs tzakoah in Wien. (Erscheint jeden, Dienstag.) Kechtsekllon. Training im Fechisaal der „Neure Jehuda", IX.,Scrvi lngasse 1<>, und zwar: Montag und Donners* ta g für Damen von 6 bis 7 Uhr abends, für Herirn (Anfänger) von 7 btS 8 Uhr abends, für Herren (Vorgrschiitlene) von 8wis 9 Uhr abendS, und Sonntag für Herren (Anfänger) von 9 brS 10 llfir voimittags, für Damen von 10 bis t! Uhr vor-i mittags, für Herren (Borgeschrittene) von 11 dis 13 Uhr mittags. Leichtathletikfektio«. Saaliraining DienSiag und Donnerstag ab8 Uhr abends «m Jüd schen Turnvnem. lX., Lrcchienstemsiraße 20. Sonntag, 10 Uhr vormittags, „Querfeldemlauf" vom Hakoahplay weg. FutzbaKfeKtlo«: Dienstag ab 6 Uhr abends Saal* tra'ning im Klubhcim. Sonn ag den 8. d. M. Eupspul gegen SminmlNg. ^____ Hechawer. Heute, V«8 Uhr abends, Saaliraining der Leichtathleten im Turnlokale dtS E W. I. TmnvereimS lX., Liechten* ^emstraße 20. Der Volkswirt. Auszahluua d»r tschechonslowakischenGuthaben. ' Der „Oesterrelchische Volkswirt schreibt: lieber die Richtung, ln der sich die Verhandlungen unsere- Staats*; kanzlers und feiner Fachkollegen in Prag bewegten — Vereinbarungen sind ja noch nicht zustandegekommen —-, ist nur sehr wenig bekannt geworden. In etneni Punkte muß schon heute Aufklärung verlangt werden. Nach einer Zeitnngsmeldung soll der Staatssekretär für Finanzen bezüglich der tschecho-slowakischen Guthaben in Wien die Prager Forderung auf Auszahlung in. tschecho-slowakischen Kronen zürn Nennwerte 'und die Einführung des Clearing. der gegenseitigen Forderungen als Basis ter Verhandlungen angenommen haben. Wir wissen nicht, ob diese Meldung zutrifft; sie ist jedenfalls nicht dementiert worden. Die Regelung der Privatschulden im FrledenSvertrag ist ja eines seiner dunkelsten Kapitel. Mit schwerer Mühe haben eS unsere Unterhändler burchgesetzt, daß im Verhältnis zu Tschecho-Slowakien und Polendie im ersten Enttvurf enthaltenen Bestimmungen? nach denen gegenseitige Schulden auf dem Wege der Umrechnung zu den Kursen vor dem Zusammenbruch an der- Genfer Börse in der Währung des Gläubigerlandes auszuzahlen seien, eliminiert worden ist und wir auf den Weg direkter Verhandlungen und, falls, keine Einigung zustande käme, auf den Schiedsspruch der Wiedergut machungSkommisslon verwiesen worden sind. Die Auszahlung der Guthaben in tschecho-slowakischen Krönest wäre so ziemlich das Schlimmste, waS unS selbst im. Falle der Entscheidung der Wiedergutmachungskommission widerfahren könnte. Wie ist es da möglich, daß der Staatssekretär für Finanzen diesen in der Oefsentlichkeit genugsam als katastrophal bezeichneten Vorgang bei den ersten Besprechungen auch nur ÄS Grundlage der Verhandlungen annehmen konnte, eine 'Forderung, die Überdies angesichts der widerrechtlichen WährungSZerreißung, die Tschecho- Slowakien zu unserer» und auch zum eigenen Schaden durchgesührt hat, jeder Billigkeit, widerspricht. Und nicht rin wirklichkeitsfremder Theoretiker oder Bureaukrat soll diese Zusage genracht haben, sondern ein Mann, der bis vor wenigen Monaten Bankdirektor war, der sich mit dieser Frag» ganz besonders beschäftigt hat und Gelegenheit hatte, die furchtbare Gefahr der Währungsbestimmungen im Friedensvertrag für die seiner Leitung anvertraute Bank und die ihr nahestehenden Unternehmungen gründlichst kennen zu lernen. Dies, obwohl für einen Teil solcher Guthaben, die Einlagen bei der Postsparkasse, erst vor kurzem eine Vereinbarung mit einem anderen Staate, mit Polen, wie wir vorige Woche dargestellt haben, zustandegekommen ist, die der Billigkeit entspricht und ÄS Vorbild genommen hätte werden müssen, nämlich die Auszahlung in ungestempelten Noten zum Pariwerte. Und hat sich der Staatssekretär für Finanzen, wenn er schon diese BerhandlungSbasis akzeptiert hat, wenigstens dessen versichert, daß auch die' beutschösterreichischen Guthaben bei tschechoslowakischen Schuldnern ebenso in tschecho-slowakischer Währung ausgezahlt werden, wie 'die beutschösterreichischen an Tschecho-Slowakien, waS wenigstens einen Teil des Schadens kompensieren könnte und züm mindesten verhindern würde, daß die beutschösterreichischen Schuldner bet den heutigen Kursen fast daS Vierfache deS Nennwertes ihrer Schuld abstattey müssen, di« tschecho-slowakischen aber nur den vierten Teil der ihrigen zu tragen hätten- Die Durchführung einer Vereinbarung auf Basis der tschecho-slowakischen Krone wäre überdies unmöglich, weil wir einen solchen Betrag an Größte Auswahl! Billigste Preises Leopold Steinhlirt, Wien, I.,Biberstraßt A. tschecho-slowakischen Kronen überhaupt nicht aufzutreiben vermöchten, und auch das muß dem Staatssekretär bekannt gewesen sein. Wir wollen daher bis ans weiteres die Meldung 'für unzutreffend ansehen, aber Aufklärungist dringend! notwendig. Vor dem Zusammenbruch Europas. Ern dringender Appell Deutschlands. Aus Berlin wird gemeldet: Die ständige Valuta« Kommission hat eine Entschließung angenommen, in der es unler anderem heißt: Eine sofortige Bersammluntz von Vertretern der internationalen Finanziwelt ist «it* erläßlich, um das Chaos auf dem Wechselmarkt zrr meistern und eine Hungersnot sowie den Zusammenbruch von Deutschland und damit den Zusammenbruch von Europa abzuwenden. Das Beispiel von Rußland und Oesterreich zeigt den Weg. Fremde Finanzhilfe allein reicht indessen nicht aus.' Das Inland muß helfen. Wir alle müsten einfehen, daß' , wir ohne regelmäßige, gewissenhafte und de jetzigen Leistungen übersteigende Arbeit ten Zusammenbruch! entgegengehen. (Bei uns, ist die Lage in dieser Hinsicht 1 weit aussichtsloser und die Aeutzerung dcr Kommission findet aus unsere desolaten Zustände nicht weniger Apj Wendung. Die Red.) — Nachdem das Inkrafttreten!; des FriedenZverlrages die erhoff e Schließung der , deutschen Grenzen gegen di«' nreuigeschränkte 30«e** | einsuhr nicht gebracht hat, richtet die Kommission 6$ die Finanzsachverständigen aller Ententeländer de« I dringenden Aufruf, bei ihren Regierungen die! sofortige Schließung der deutschen Westgven'e «ich die i Inkraftsetzung der deutschen Wirtschastsgesetze im beisetzten Gebiet durchmsetze» und sie zu It: im Artikel265 des Friedensvertrages vvrgesele ren Hilfe zur Bersovgung Deutschlands mit Rohstoffen und Leben-mitteln zu veranlassen. Die Balutabornmission wendet sich' ferner dagegen, baß immer noch erheblich mehr eingeführt wird, M mit der Ausfuhr bezahlt werde« kamt» und tritt für eine noch schärfere BeschrLnkungHer E.infuhr ein.^ ’; Der Kronenkurs. Prag, 3. Februar. (Privat.) Der „B « h e m i «* ttritb ausWie n gemeldet: In hiesigen Vantierkrelsen tritt mit größte i Bestimmtheit die Ansicht zutage, daß die jüngste BestrruUtz der osterrclchlschen Krone in Züorch auf ivrcierteJUtrvventronskäuse der österreichische» Fman-Verwaltu»g in Zürich zurückzuführen ist. Wrr gebe» drcst ' Meldung unter Borvrhalt wieder. Die Red.) ErnlSsung ungarischer Krsegsanlelhe-Eonpons. \ Aus Budapest wird uns gemeldet: Laut einer Betordnung des Finanzministeriums werde« dir am %. Februar fälligen Couponder sechstel und da sirdrutru Kriegsanleihe unter de» in ein« früh«« Baorduuumilgrteiltcn Modalitäte« e i n g e l ö st werde». Die Besteuerung des Exportes in -er Tschechoslowakei. Nach einer neuen Information der „Nmvdni stisth" teffe» gelegenhert der Beste«ern«g drS Expvrtrö besteht Asenachem Mendel. E!n Briefwechsel. Herausgegeben von Scholem«AlÄch«m. AuS^dtM I ü d i s ch e n übertragen von Siegfried S ch m i tz. r Das zweiteundcl Briefe. - - - ■.* „Papiere". (Die Börse in Jehupez.) (13. Fortsetzung.) 8. Brief. VchÄrw-Gch?indel «ms Kasriliwke an ihren Gattm Me« nach^m Mendel in Jehnpez. Dem hochgechrten, edlem und mächtigen Herrn, dem weffrn Kenner der Thora, dem' hochgelehrten Reb Munck "-e^r 'M. ndel eh^fü - ch'igen Gruß. Erstens vermelde ich Dir, daß wir alle. Gott fei Dank, ^eim besten Wohliein sind; gebe Gott uns, das Ll.iche von Dir zu Hören und nichts Schlimmeres. - -w eckt e nO.-Mle -ich ^-Dtr mit, mein teurer GemM,,daß man ,,Ms Schw2.insfchwänzen" — so sagt die Muttes fia foXt Tfcfixett *— ^^eiti Strajmel machen kann". Ich meine damit DeiMliebe Schwägerin. Dein« K7ntet^^üuf'-''Änem Scheiterhaufen möge sie lodern! hat M'eiwaS schönes an gestellt s Vorige' Woche redet sie in'de,/ganzen Stadt herum, daß Du nach Atnerika weg bist, und mich hast Du — das wird sie nicht yrleb'rpt.-77" hjer^s^tzdy fassen als Witwe nach einem Lcbctl'w'n. Und woher, glaubst Du, sagt sie, hat sie diese Nachricht? Surch-Nechome hat aus Leiser, des Herschkö Äwcoms Sohn eigenem Munde gehört, daß Baruch -Brn-ious Sohn, mit eigenen Augen bei Mo'fche- Sch rul einen Brief gesehen hat, den ihm Majer-Motel aus Amcri.'n geschrwbeu hat. Natürlich laufe ich sofort öuMüjMGchmul: 'Wo ist der Brief? Was für Brief, fragt er. Dev Brief, sage ich, den MaserMotel Euch aus Atüer'la geschrieben hat. Wer hat Euch Las erzählt? fragt,er Bornch, B-nzwns Sohn — sage ich. Darauf er: Wie kann Euch der Lügner, der VerEu>nder so jeWM erzählen, wer!?' ich schon mehr als em Jahr nicht mit ihm spreche? Natürlich laufe ich von dort gehö ig geladen zu Baruch, Benzions Sohn. Und erfahre, daß er schon feit drei Wochen verreist ist. Ich fliege natürlich von dort geradewegs zu Leiser, Herschke AwromS Sohn, und gebe ihm sein Teil zu hören, das er verdient, wie er sich unterstehen konnte, Sureh-N^ cho. >r eine erstunkene und erlogene Geschichte von dern Brief zu erzählen) Er sieht mich an, als wäre ich toll: Wo hat der Topf den Deckel? Und es stellt sich heraus, baß sie ganz allein, Deine J<;ntel nämlich, — das, Sühnopfer sei sie für uns beide sich die Geschichte «usgedacht hat! Da siehst Du, was so ein Hurenweib imstande ist! Doch Dich interessiert sicher all das nicht, was ich Dir schreibe,^ da Du Deine Gedanken auf nichts anderes hast als auf die Jehupezer Danren, verdammt mögen sie fein und verdreht samt ihren Brillanten!h Hör', Mendel! Ich will n!ck)t einmal ihre Namen wissen, so hasse ich sie! Sogar vor Deinen'Geschenken ekelt e) mich, die Du mir dort kaufen willst; denn ich sage es Dir im voraus, mein teurer Gatte: wenn Du mir etwas kaufen willst, bann kaufe mir Nur solche Dinge, die man dort nicht trägt; ich brauche mich nicht von Dir mit einer anderen vergleichen lassen;, heute noch können sie alle meinetwegen als mein Sühnopfer krepieren! Doch ich möch e endlich erleben, ein Geschenk von Dir wirklich zu sehen, nicht bloß auf dem Papier» sei es auch nur — wie sagt die Mutter, sie soll leben: „Kleiner als e'n Käfer, größer als «in Bissen" . . . Wozu verfchiehst Du alles aufs Morgen. Du Narr? Wenn man bei so einem Geschäft' sich nicht sofort' entschließt, . kommt man zu nichts! Doch Du kannst mir erzählen, was Du willst; bis ich's nicht mit eigenen Augen sehe, glaube ich Dir nicht; nicht etwa, daß ich Dich — Gott behüte — für einer! Lügner hielte, soirdern deshalb, ue'.l für Dich alles, was Dir die lieben Leute in Deii e.n Jchupez einreden, heilig ist wie die.Bibel. Wie kannst Du Dich mit'Brodzki vergleichen? Hast Du mit ihm zusammen Schweine gehütet? Und wenn man DK für Deine Fetzen Papier Geld geboten hat — nimm es! WaS tzajt Du da erst zu überlegen? D.ie Odesfaer Kcharlatailö. finb Dir bis nach BobriSk nachgelaufen» Um feie teuren Kostbarkeiten abzunehment — Sie können die Raritäten haben — und meine» Segen dazu, möge« sie daran glücklich werden! Wie sagt die Mutter» sie soll leben: „Schnell die Nüsse in den Hut und fortk- Doch was nützt alles Rede», wenn einer närrisch ist! Jetz auf einmal hat «r das' Bedürfnis» ein »Kupe^ zu werden und noch dazu ein Wassilkawerl Der Mann weiß vor Uebermut nicht mehr, was er ausdenken soll! Was für eine besondere Vorliebe hast Du auf einmal für Wassilkow? Doch darauf kommt'- ja nicht mehr an: Wenn einer bei Tag ein Jehupezer ist und bei! Nacht ein Bobrisker und dabei nach Petersburg ttttfe Warschau geht, dann kann er auch noch in die Kaußj mannsliste von Wassilkow eingetragen sein oder auch in Hotzenplotz. Mendel! Ich bitte Dich, sieh zu, daß nach all Deinen glänzenden Geschäften ich Dir nich- — Gott behüte — noch einmal Reisegeld sckicken mW D'as wünscht Dir für jetzt und immerdar Deine wahrhaft treue Frau Scheine-Schrindes.V Ich muß Dir, mein teurer Gemahl, noch einig Mitteilung machen Und dazu gar keine freudige: Deiu Bruder Berl-Ben^amin ist Witwer geworden... DiesWk Brief war schon geschrieben» da hat man uns mitg« teilt, büß Zlate gestorben ist. Es war vom Wochewbett; sie hat Zwillinge gehabt. Die Zwillinge leben und sie ist hot. Ich meine, «S wäre umgekehrt vieüleicht besser gewesen. Wie sägt die Mutter: „Gott ist ein böser Spielverderber." Deine Schwägerin —'sie bleibe feen von mir — war Mit mir immer übM Kreuz; sie möge es mir verzeihen, buch s^e und ich haben nicht auf derselben Erde gelebt. Was läge mm daran, wenn sie noch hundert und zwanzig Jahre lebeitz würde und nicht siellen Waisenkinder zurückiieße, vinell kleiner als das andere? Beim Begräbnis war ich natÜl-! lich und habe natürlich so viel geweint, daß ich halbtÄj nach Hause gekommen bin; wie sagt die Mutter: »Merue man an den Wd denl'. ist mau des Lebens nichts .(ftoitietomfl iolM.

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