Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 344 (6.1.1920)
- Date
- 1920-01-06
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 344 Wien. Dienstag Amerika und der Friede. Washington» 5. Jänner. (Tel-Komp.) Senator Smith hat eine neue Bewegung eingeleitet, um einen Vergleich in der Frage der Ratifizierung des Friedrnsabkommens zu erzrelen. Bei einer Konferenz der demokratischen Senatoren, von denen sich unter anderen King, Chamber l a i n und andere eingesunden Hallen, traten alle für eine baldige Ratifi- Aierung ein. Smith erklärte, daß es gelingen dürfte, eine Einigung zustandezubringen. Warum wir keine Lebensmittel bekommen. Paris, 5. Jänner. (Havas.) Loucheur lenkte die Auf-' meEarNkeit des Obersten Rates auf die kritische Ern ä h r u n g s l a g e Oesterreichs, wo die Nahrungs- Wittel am 80. d. M. verbraucht sein werden. Gelegentlich der .Anwesenheit des Staatskanzlers Dr. Renner in Paris hatte - der Oberste Rat beschlossen, Oesterreich Lebensmittel zur Verfügung zu stellen. Da jedoch Italien, England/und Frankreich n i ch l i n d e r L a g e s i n d, die für den Ankauf von Lebensmitteln in Amerika notwendigen Dollarkredite vorzuschießen, und da die Vereinigten Staaten von Amerika dem Ansuchen, die Gelder für diese Ankäufe vorzuschießen, noch Nichten tp rochen haben, konnte die Lieferung der Lebensmitteln nicht bewerkstelligt werden. Koltschak gestürzt. Prag, 5. Jänner. (Tschecho-slow. Preßbur.) Eine telegraphische Meldung aus Wladiwostok besagt: Die R e g i e r u n g K o l ts ch a k s ist gefallen. In Irkutsk wurde eine neue sozialistische Regierung und im Osten eine Regierung der Atamanen gebildet. Ueberall herrscht großes. Chaos. Die Polen in Dünaburg. Warschau, 5. Jänner. (Poln. Tel.-Agent.) UnsereTruPpen - haben gemeinsam tmt den verbündeten letischen Truppen am ' S. d. M. Stadt und Festung Dünaburg erobert. Kemal Pascha marschiert gegen dis Engländer. New-Dork» 5. Jänner. (Tel.-Komp.) „New Uork Times" meldet aus Paris, daß. die Truppen Kemal P ä s ch a s sich in der Gegend von A idin und Smyrna hegen die englische Front zusammenziehen. Die Kriegsgewinnsteuer in Jugoslawien. Belgrad». 5. Jänner. Tel.-Komp.) Nach der vom Fman mintster eingebrachten Kriegsgewinnsteuervorlage wird bei einer Vcrmöaensmnahme während der Jahre 1914 bis 1919 um 5 Prozent bic Steuer 40 Prozent bc- Wge. Sie steigt von 5 zu 5 Prozent um 10 Prozent und endet mit 80 Prozent bet einer Vcrmögeriszlrnahme'von 80 Prozent 'Nüd darüber. Ausländische Gesellschaften zahlen bei einer Vermögens?,ttnahmc von K sMl)0 20 Prozent, .yon L. 20.000 bis 30.000 40 Prozent, von K 30,000 bis 40.000 50 Prozent, von K 50.000 bis 100.000 60 Prozent, ..von »L 100 dis 200.00 » 70 Prozent, von K 200 bis 500.000 80 Prozent und über K 500.000 90 Prozent. Die erste Rate in Betrage von 50 Prozent w rd 30 Tage nach Jnkrastlreten des Gesetzes, .die zweite im Betrage von 25 Prozent in weiteren 2 Monaten, der Rest abermals nach weiteren 2 Monaten fällig. Prager Vankauscheis. . Prag» 5.äänne;. Aus dem Bankamt des tschecho- Iowaknchen Finanzministeriums wird der Stand vom 31. Dezvnber 1919 wie folgt gemeldet »in Tauenden von Kronen): Wechsel K 79.568 (— K 13,232\ Darlehen auf Wertpapiere ('s- K 33.510 , Staalsnotenumlaus K 4,723 303 y*~ 382.107'», . Eingewpene Banknoien K 4,812.445 k+283 7?6S3vlf Sof 1'127-237 {~ K 156.569), Kassenscheine Der Wiederaufbau der europäischen Wirtschaft. New-York, 5. Jänner. (Tel.-Komv.) Sir P a i s h erklärte in einer llnteiredung, es sei eine nationale Anleihe von mindestens 35 M i l l t a r d c n Dollar nöug, um das europäische Gle chgewickit in wirtschafilicher Hinsicht wieder herzuuruen.. Sämtliche Unterzeichner des Völkerbundvertrages müßten drese Anleche garantieren._ Inland. Parlamentarisches. Die Regierung ist bestrebt, den Termin zur Einberufung der Nationalversammlung einzuhalten, so daß Me nächste Plenarsitzung schon am 14. Jänner statt- . finden wird- Man wird jedoch vorerst nur kleinere 'Vorlagen erledigen.und die großen Arbeiten dann in Angriff nehmen, wenn es die. politischen -Verhältnisse^ zulassen. / - Ueber die Verhandlungen/ die. Staatskanzler Dr. Renner in Paris -führte, .sowie über das -weitere Pro g m der Regier ung. wird der Staatskanzler eine Darstellung geben. Die innerpolitischeu Fragen dürften aber einigermaßen durch die Verhandlungen in Prag zurückgedrängt werden, da sich aus diese dann das ganze politische Interesse konzentrieren wird. Bekanntlich war die Reise des Staatskanzlers nach Prag für den,7. Jänner geplant. Da jedoch der Präsident der -tschechö-slowakischen Republik, Masarhk, am Jänner seinen 70. Geburtstag feiert, so. wurde die' Reise um einige Tage perschoben. Aller Voraussicht, nach dürfte Dr. Renner am 10. Jänner nach Pragfahren^ Der Aufenthalt des Staatskanzlers in Prag ist jedoch sehr kurz bemessen und dient nur der Einleitung zu den Verhandlungen, die dann'von den Fachreferenten fovtgeführt werden. Bezüglich der Chancen der Prager Verhandlungen läßt sich nichts Voraussagen, Loch besteht-auf beiden Seiten das Bestreben, sie zu einem günstigen Ergebnis zu führen. Hauptausschuß. Der Hauptausschuß hält morgen um 11 Uhi vortnittagS *ine Sitzung. Nattoualverfammlung. Die nächste Sitzung der Nationalverianimliuig findet am 14. d. M. «m 8 Uhr nachmittagstatt. Wiener MorgenzeitünA ... ..... ...--- Tagesbericht. Ein Gedenktälg. Gestern waren es 25/Jahre, daß Kapitän Drehfuß im Hofe/der Militärschule am Marsfelde zu Paris hie Prozedur der Degradation erdulden mußte. Diese grausame symbolische Handlung der Entehrung, dieses Abreißen der -Epauletten und Goldfransen und Offiziersknöpfe nach .qualvoller Verlesung des Urteils, dieses Knicken des Säbels, dieser Befehl an Pen also Geschundenen, die Front der Offiziere und Soldaten und politischen Pariser Größen und geladenen Journalisten in militärischer Strammheit abzuschreiten, diese ganze Urteilsvollstreckung galt nicht dem unschuldigen jüdischen Generalstabshauptmann allein, sondern einem ganzen . Volke. /■’: Und für das ganze jüdische Volk ist diese furchtbare Viertelstunde der Degradation des Hauptmanns Drehfuß am 6. Jänner 1895 von so ungemeiner Bedeutung geworden, daß sie in der Geschichte der Judcnheit geradezu einen Abschnitt und einen Wendepunkt bildet. Während Drehsuß nach der Ausstoßung aus dem französischen Heere an diesem Spalier vorbei mußte, das ihn haßwütig als jüdischen Verräter beschimpfte, , bespuckte und mit Stockhieben traktierte, währerw dieses Spießrutenlaufens eines jüdischen Opfers am Märsfelbe zu Paris ist nämlich die jüdische Würde wiedererstanden. Ein Zufall fügte es — preisen wir diesen Zufall — daß Theodor Herzl die letzten Stadien des Drehfußprozesses in Paris mitlebte, in gewaltiger Erregung mitlitt und plötzlich in einer Schärfe, wie keiner vor ihm, das ganze Judenschicksal erkannte, das er, bisnun ein froher, erfolgreicher, verwöhnter Literat, kühl übersehen hatte. Preisen wir den Zufall, daß just Herzl in Paris des Dreyfußprozesses das Feldgeschrei „Nieder mit den Juden" in den Ohren gellte. „In Frankreich", wie er entsetzt niederschrieb, „im republikanischen, modernen, zivilisierten Frankreich, hundert Jahre nach der Erklärung der Menschenrechte!" Denn es ist das Entscheidende in der Begegnung Herzls mit der Pariser antisemitischen Orgie, daß der Niederschlag nicht ein flammender Protest wurde gegen das Unrecht, nicht eine Anklage gegen die Nichtjuden, nicht eine schöne ergreifende Jeremiade über unser Unglück, sondern die tatsächliche Erweckung des innerlich zerklüfteten, durch eine unverschuldete Entwicklung in Zweckstrebigkeit und Schachergeist verkommenden Judenvolkes zu begeistertem Ringen um Heimat und Ehre. Und das bedeutet die Größe seines faustischen Beginnens -nach jenem 6. Jänner 1896, daß es ihm gelungen ist, die Juden ihre schmachvolle Lage, ihre Schande, erkennen zu lehren. Nur so ist die unerhörte Entwicklung des Judentums in den letzten 25 Jahren möglich gewesen. Der Bedeutung des Tages, da Moses die Aegypter schlug oder jenes anderen, da der hundertjährige Jüngling Mattathias am Marktplatz zu Modeim beim Anblick des ersten Juden, der sich zum Abfall bereit fand, den Makkabäeraufstand entfachte/ läßt sich die Wirkung vergleichen, welche Herzls Gegenwart bei der Pariser Drehfußaffäre mit sich brachte. Der Dulder, der auf der Teufelsinsel schmachtete und noch die Sühnung des Unrechtes erleben durfte, gehört in die jüdische Geschichte. Die schrecklichste Stunde seines Lebens hat den politischen Zionismus gezeugt. A. Wiederaufnahme des Eisenbahnverkehres ab morgen. Die Straßenbahn verkehrt heut«. Von morgen Mittwoch den 7: d. M. wnd der Eisen- -b a b n v e t f e b x in, jenem Umfange, wie er bis zum 19. Dezember 1919 bestanden hat, w i e b e r a u s g e n o m m e n. Da sich die Kohlenzuichübe gebessert haben und das Elektrizitätswerk infolgedessen besser versorgt werden konnte, wird die Straßenbahn a nr heult g en F e i e r tag auch wieder v er k eh r e n. Amtlich wird gemeldet: Deiöffentliche Personen- und Gcpäckverkehr wird auf den österreichischen Eisenbahnen Mittwoch den 7. d. M.' bis aus weiteres m dem Umfange wie vor dem , 22. Dezember 1919 wieder aufgenomnirn. Eine Aenderung tritt nur mioferne cm, als zwischen Wien, und Feldkirch die, Schnellzüge Nr. 207 und 203 zweimal wöchentlich, und zwar Wien- Westbahnhof Montag und Donnerstag mb 6 Uhr 40 Mm. abends, Feldkirch Sonntag und Mittwoch (erstmals Sonntag den 11. d. M.) ab 3 Uhr 30 Min. nachmittags verkehren. Im besonderen'- wird darauf aufmerksam gemacht, daß bte Sonmagsspcrre auch weiterhin aufrechterhalten bleiben muß. Ab 7, Jänner werden bis aus weiteres auf den einzelnen Limen des- Slaatsbahndireklionsbezirkcs Wien nachstehende Züge geführt: a.) W estbahn: Ab W-en-Westbahnhof Schnelltug 12 Uhr mittags nach .Päfiau-^Berlm jeden Mülwoch und Freitag, ab 6 Uhr 40 Mm. abends Schnellzug nach Bregenz jeden Montag und Donnerstag; ab 8 Uhr früh Schnellzug nach Salzburg jeden S.amstag; ab. 5 Uhr nachmittags Personenzug nach Salzburg, beziehungsweise Innsbruck jeden Montag, Mittwoch und Freitag; ah 5 Uhr früh Pcrsonenzug ■ und 12 Uhr 40 Mm. nachmittags' gemischter Zug nach Amstetten täglich; ab 6 Uhr 6 Min. früh, 2'Uhr 50'Min. und 5 Uhr 25 Min. nachmittags nach Neulengbach; ab 7 Uhr 35 Mm. abends nach St. Pölten; ab 7 Uhr 20 Min. früh.nach Rekawinkei; ab 12 Uhr 10 Mm. nachmittags bis-Purkersdorf. Wien-Westbahnhof 6 Uhr 25 Min., 7 Uhr 45 Min. früh, 5 Uhr nachmittags von-Nculengbach; an 9 Uhr 2 Min. .varinittags hon St. Pplrcn, an 10 Uhr 56 Min. vormittags Personenzug und an 51 Uhr 50 Min. früh und 6 Uhr abends geml'chier Zug von Ämstttten; an 1 Uhr 55 Min. nachmittags von Rekawmkcl; an 3 Uhr 80 Min. pachmittags von Pmkersdorf; an 9 Uhr 4>l Mm. vormittags Schnellzug von Bregenz jeden Montag und Donnerstag; an 12 Uhr 45 Mm. nachmittags .Persvnenzug von Innsbruck jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag; an 7, Uhr 10 Min. abends Schnellzug von Pasiau (Berlin) jeden Mittwoch und Freitag; an 9 Uhr 10 Mm. abends Schnellzug von Salzburg irden Dtenslag. o) Frantz Joieisbahn: Ab Wren-Franz JoiefS-Bahnhüf: 7 Uhr S Min. früh Schnellzug nach Prag—Berlin jeden Montag, Donnerlag und SamStag; ab 6. Uhr 10 llltm. früh Perionenzug jeden Dienstag, Mittwoch und Freitag und ab 8 Uhr 10 Min. abends Perionenrug täglich nach Gmünd; ab 7 Ubr 15 Mm. früh. Zipretieil'HfilSen und Papiere unübertroffen fn Qualität! Ueberall zu iiaben. tm Fabrik: Hahn Jura, Wien, IX.» Altmüttergasse 3i —.li ■" ... -n> ------.-. jj 8 Uhr 40 Min. nachmittags und 5 Uhr 85 litt, nachmittags nach Tulln; ab 7 Uhr 35 Min. abends nach AbSborf; ab 5 Uhr 25 Min. nachmittags nach Krems; ab 3 Uhr 40 Min. nachmittags nach St. Pölten; ab 11 Uhr 85 Uhr vormittags nach Kritzendorf. An Wien-Franz Josefs-Bahnhof 6 Uhr früh von Absdpr'f; an 7 Uhr 35 Min. und 8 Uhr 48 Min. früh und 6 Uhr 30 Min abends von Tulln; an 8 Uhr 11 Min. früh von St. Pölten * an 8. Uhr 55 Min. früh von Krems; an 11 Uhr 30 Min. .vormittags jeden Dienstag, Mittwoch und Freitag Berkonenzug von Gmünd- und an 7 Uhr 48 Min. abends täglich Personenzug von Gmünd; an 1 Uhr 50 Min. nachmittags von Krivendtzrf; o.r 11 Uhr 10 Mm. nachts jeden Montag, Donnerstag und Samstag Schnellzug von Berlin—Prag. c) Strecke S1. Pölten — Hainfeld — Lewbersdorf: ' St. Polten 5 Uhr 50 Min. früh und 6 Uhr 8 Min. abrndL nach Hainseld und an 6 Uhr 49 Mm. früh und 7 Ubr 5 Mm abends von Hainseld; ab Hainfeld 4 Uhr 45 Min. früh nach Lcobersdorf und an Hainseid 7 Uhr 39 Min. abends von Leobersdorf, ä^StreckeGutenster n—' L e o b er s v v r s: Ab Gutenstein 5 Uhr 23 Min. früh Nach LevbeMsrf und an 6 Uhr 31 Min. nachmittags von Leobersdorf. vlStreckeSch eibmÜh l—St. A e g h d: Ab Scheibmühl 6 Uhr 40 Min. ftüh nach St.-Aegyd nnd an Scheibmühl 6 Uhr 18 Mm. abends von St.-Aegyd; t) S t r e ck e P v ch l a r n—K i e n b e r g-G a m i « g Ab Pöchlarn 10 Uhr 13 Min. vormittags, an Pöchlarn 5 Uhr 37 Min. nachmittags; ' g) Strecke Krem s—St. Pölten: Ab Krems 5 Uhr 41 Min. früh nach St. Pölten und an Krems 9 Uhr 25 Min. abends von St. Pölten; ferner gemischter Zug ab Krems 3 Uhr 30 Min. bis Herzogenburg und an Krems 11 Uhr 50 Min. vormittags von Herzogenburg. h) Strecke Krem s—S igmundsherberg; Ab Krems 2 Uhr 20 Min. nachmittags gcmischter Zug und 7 Uhr 4 Min. abends Personenzug nach Sigmundsherberg: au Krems 7 Uhr 22 Min' früh und gemischter Zug an 12 Uhr 52 Min. nachmittags von Sigmundsherberg; ft StreckeKrem s—A b 8 d o r f: Ab Krems gemischter Zug 8 Uhr 4 Min. vormittags und an Krems gewischter Zug 5 Uhr 26 Min. nachmittags; jl S t r e ck e K r e m s-G r e i n: Ab Krems gemischter Zug 4 Uhr 40 Min. früh bis St.'Valentin und ab 8 Uhr 15 Min. abends bis Grein; an Krems 6 Uhr 15 Min. früh von Grein und gemischter Zug an 6 Ubr 2 Min. abends von St. Valentin: ab Grein 4 Uhr 19 Min. früh nach St. Valentin und an Grein 8 Uhr 9 Mit;- abends von St. Valentin; ki Strecke Gövsntz—Raabs: Ab Göpfntz 2 Uhr 45 Mm. nachmittags und an Göpsritz 7 Uhr 10 Min. Mb jeden D,entsag, Mittwoch und Freitag. l) Strecke Schwarzenau—Martinsberg und Zlabings: , An Schwarzenau 3 Uhr 20 Mm. nachmittags jeden Dienstag Mittwoch und Freitag nach Martlnsberg; an Schwarzenau 11 Uhr 4b Mm. vormittags jeden Mittwoch, Donnerstag und Samstag von Martinsberg: ab Schwarzenau 7 Uhr 6 Min. früh nach Zlabings und an Schwarzenau 1 Uln 12 Minnachmittag von Zlabings jeden Dienstag, Mittwoch und Freitag. m) Strecke Absdorf—Stockerau: Ab Absdorf 8 Ubr 5 Min. vormittags und 7 Uhr 19 Min. abends; an Absdorf 7 Uhr 37 Min. früh und 6 Uhr 34 Mmabends. , n) Strecke Waidhofen a. N.—Kienberg-Gammg: Ab Wmdhofen 9 Uhr 30 Mm. vormittags und an Waidhofen 7 Ubr 20 Mm. abends; ab Watdhofen 5 Uhr 50 Mm. früh nach Nbbsitz und an Waidhosen 8 Uhr 1 Min. vormittag von Ibbsitz o) Strecke Freiland—Türnitz: Ab Freiland 7 Uhr 25 Mm. früh und 7 Uhr 5 M.w abends; an Freiland 6 Uhr 50 Min. früh und 5 Uhr 20 Minnachmittags. _^_ Der Verficherrmgsbeamte als Roikdieb. , 15 Winterröcke und Pelze im Werte von 'K. 120.0001 gestohlen. Ein langgesuchter Rockdieb, der erwiesenermaßen in vierzehn Tagen fünfzehn Winterrö«^ und Pelze im Werte von zusammen 120.000 Kronen gestohlen hat, wurde von der Polizei vor kurzem verhaftet. Der Fall ist bezeichnend für die Lebensweise gewisser Kreise, die man sonst zu den sogenannten „Intelligenzlern" zuzählt. v Wir erfahren über den Fall folgende Eitizelheiteni Am 10. November vorigen Jahres ließen im Cafo » Siller ein Beamter und ein Feldpilöt einen jungen Mann verhaften, der von einem Kleiderständer einen .Rock stehlen wollte. Dem Stadtkommissariat überstellt, gab er an, Hugo Vzu heißen, Versichernngsbeamte r Zu sein und in der Lederergasse Nr. 5 zu wohnen. Er gab auch' die Absicht des Dieb- . stahls zu, da er sich' bei 330 Kronen Monatsgehalt keinen Winterrock schassen könne. . Der ' Kommissär entließ ihn nach eindringlicher Verwarnung, da die bloße- Absicht nicht strafbar ist. Am 2. d. M. wurde atzekds im Stadtpatk ein junger Mann verhaftet, als er gerade ein Packet unter einer Bank verstecken wollte. Das ait enthielt einen Hut und einen Winterrock und der Llm gehaltene gestand, daß er die Sachen kurz vorher im Caf6 ,-,Wollzciletheater" gestohlen habe. Der Besteh lene war der Jurrst Maximilian Fuchs, Pillersdorsergasse Nr. 3, und snun hocherfreut seinen Rock im Kaffeehause zurückbelam. Der Rockmarder, dem Kommissariat überstellt, wurde wieder altz der Beamte Hugo Verkannt. H. V. hinkt. Es -wurde nun in den Kurrenden nachgeforscht und da stellte sich heraus, daß in den Letzten Wochen in verschiedenen Stadtcafss in jünszehn Fällen Röcke und Pelze Im Werle von 120.090 Kronen gestohlen wurde». Zn all diesen Füllen wurde ein iunger. hinkender Mann als der offenbare Täter hingestellt, tzugo.K.ltzugyLrnijh,^der Disb a,j[JkbJ.e[ei