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Wiener Morgenzeitung · 1919-12-04 · Heft 313 (4.12.1919) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 313 (4.12.1919)
Date
1919-12-04
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 v—:- Wien, Donnerstag Wiener Morgerrze?tmr§ Dezemoer rsl9 .7.. . i i .. ..-*......' - >--> ■ ..— Mnuthrrers H©e* Skandal". Eine 5>eitc NeuarMhmnA nmb a«3 Konstanz gemeldet. DaS K o n-?•” kn x i? 1 a ö til) e *5 beqma dm70. G ed »rtS ta g m Meersbrng am Bodensee lebenden Dichteranb Plulvsvvben bviö Mauthuer mit einer' wikdiaev Morgenverrnstattung. m der unter anderem der erste Teil des PZaurlmerichen Schaur Skandal" mtt großem Grfolge zum °rsien Mate auigefuhrt wurde. ‘ , v Das Wiener Volkrshrim ninum. wie die Hauvtver»' «mnilung qcrpke, einen eiireulichen Auischrvunfl. Der Verein ^ooikEm zählt in der geil nach dem FnedrnSschlnß wieder L(XX> Mtzgl'.eder. 16t Lchikiilke. 61 BortragSchklen und Vornäge wurden nn abqelauftncn Sludirnjadr abaebalten. ES bestehen 11 Fachgruppe«, zahlreiche Laboratorien stehen den Dttlglirbern;uc Vnmqung. Trotz ve,scl»edener großer Sriiwierigkeitzen gelang 's. eme F r l i a l e d r s B o l k S h r j m s in der Leopoldstadt;u erricyren. „Esra". Sdeben krschim dai^ Novemberbest der vom Ist- Lüchen vochschulausschust hemuSgegedenen MonatMnf! -Es ra* Ä>t folarndem Inhal-: Dr. Artur Hauckrr: Zum rüdische» kkutlurprobtem: /Eure Sammlung unbck,,unter Akren zur Inden- ^rage qm Wiener Kongreß von Dr. M. N. Gelber; Eugen jpocfiidi: Aufruf an bic Toten von MrnSk; Challes Pmny: S>on lüdnOr Polirrk und der Mystik Israels; Eugen Hoeflich: Der herlrge Wege. ' _ Eine jüdische Scheiftenfolge Meter dem Stame« .Weltbucher" rst soeben erschienen, von denen die nachstehenden ^'.rrch dre Buchkiarrdluna R. FSwrt, Ären, l.. Rotentu' nrüraße 22. M benehm sind: Fritz Mordechai Kaufmann, .Pur Essay- «ber osttstdl'che Dichtung und Kultur" (Mark 2.-). Manasse den Israel. -Rctivng der Juden" (Mark 2.—). Samson Rakael Oirsch, „Nmnzchn Briefe über das Judentum" mü einem Bildnis von v. Struck. Moses Mendrkiobn: ^Jern alem" (Mark 8.-). — Za begehen, durch R. Löwir, Buchhandlung, Wer» I„ Roten- Armstra^e 22. Sport. Eine sportliche Sensation. DaS am 14. Dezember statrfindende Meisterschaftsspiel, v a k o a h - G e r m a n i er wird nachgerade zu erner fporilichen Sensation. Ei« Beweis für daungeheuere Interesse, daß sich 'n allen Kreisen für dieses Spiel kuridlllbt, ist die Tatsache, daß sas -Dporl-Tagblatt" ,hnr rin rrgenrS Preisausschreiben gewidmet hat. Euren Preis von K500 gewinnt jener SporlSmann, srr folgende drei Fragen richtig beantworten kann: 1. W e r . ch r eßt das erste Goal? (Hakoad oder Germania?) Z...W restebtdaS Spiel beiHalbzert? (Ziffern- Elg genaues Resultat). 3. Wie endet derKampf? .ylffernmäßig genaues Resultat.) Die Gsunaen müssen brS Ingstens 12. d. M. ringeschickt weiden. Die notwendigen Coupons liegen särmlichm Auflagen des Blattebl- -um 10. d. M. bei. Erne merkwürdige Entscheid««-. Bor wenige» Wochen hätte aus dem Pcalersportplatz daS Meisinschaflsipiel rv. A. C. gegen Simmering stattfinden sollen. Der Schiedsrichter erschien und erklärte den Platz für fprelunfähig, enlsernte. Später rinigtru sich d«e Herden Vereine mit Rücklicht an! das zahlreich erschienene Publikum auf ern Nrrundtchaftsspiel. das nur 2X85 Minuten dauerte und von Limmcring mit 2:1 gewonnen wurde. Nunmehr entschied der Legtaubioungsqusschuß des FußballverbandeS, daß das Wettspiel «!s zur Mer st e r s ch a s l gebär rg zu.werten rst und die resi« achen 19 M nuten nachgesprelt werden mästen. Diese äußerst Inskchtbare Entscheidung wird m den höheren Instanzen sicherlich rusgehoben werden. Damen-Leichtathletik. Der bekannte Athlet und Fmrstlonäc des Oesterreichiscben tzcichtathletikverbandeS Ing. Han^ ± r o u n e r hält heute um 7*6 Uhr abends im DrrbandSyrrm» k., Annagaste 1, einen Vortrag über »Damen-Leichtr t h l e t 11 k, der der der reichen Erfahrung detüchtigen Sportmannes sicherlich sebr interessant verlaufen wird. Mlchtige Neuersckielnung! Das zionistt che Zrrvrbnch Swifcber Mgtionsl Kalender ««k -»« At» $*(*3*nb Ae«ik--ez*S« Pt* Oti» QtlUt % i ^Mf <g)M* ,9* ftt dw. 0vt«(»g(i •** Ar-Mm mtitPM* Mts«K<r «fttatfu QtfcmUt, K-» ju »t»4 btt fynUit »«kKßastri«-, öl« He» -k««sck-*lg» ift W £tittn jt»i& tt»d »»tKzlt ««(ft 6«» Atifsirhe« titu H«iKe (ejantm ffanti Qfo.fUaUpntn, 9* gikt faum tl* |ü>f/«#««• %tim uttb &tnit*P, hß nl4t itt(*b»U («§««t,tt »l*b, $9 IttiUt sich «km $«»}« t*Ht (pdt mv ttitt $ut, fMf4*« Hei«. QrxfU», gjtfftn, »i* *• »**. «k« m fff, »<« «v mibtn niV (ptti* d»k4kr«Klich (&u4HnbU9$i\4U9 11 Ar«»r««. / I« («jst«ä«« bvt4 bt% <§«,1»s §4Hl4* Irit««-. (§>{«, i. T»(s»ft««Ke i, Q*4 (<k btn Hch»lt«r» («r „Wlen«, ««kkllljlß. mfjwj«, w wjomm Ei» Flu- H»Sand-3«dsv« iihats Mie«. Wie der „Telegiaaf" melde', brabsichriat ern holländrschrr Fliegerleutnant kl««« Flug von Holland nach Hokländisch'Jndien zu unternehmen. Die Reiseroute soll über Wim gehen. Halper», der vorrüglicke Tormann der Hrrkoah, 'st bereitwiedrrhergesttllt, so daß er spätestens gegen Germania wieder wird an treten können. L Sportklub Hakoab. Henke ab 4 Uhr Training der rrstm Mannschaft aus dem W. A, C.-Platz em Prmer. HaKoah. S k i k u r s e. Sollte am 16. d. M. kein Schnee sein, werden die Skikurse, in Mariazell verschoben. Die Abhaltung dersckb 'N wird dann rechtzeit'g in der „Wiener Morgenzertung" und am schwarzen Breit publrziert. © e! 11 o n für E r s s p o r t. Ab 5. d. M. gelangen im Sekretarrate an dre Mitglieder Saikonkarten zu L 85.— für die von der Lntung gemieteten EislauPlätze, Vitt., Jokesstädlerstraße Kt, zur Ausgabe. Dre Plätze werden bis 9 Uhr avends geöffnet fein. Donnerstag und Sonntag Konzert. Die Tage für das EtöhockLtzirarnülg werden bis Eistlntntt bekannkgegeben. Gerichtsfaal. Der Einbruch im Spital der Wlener Karrfmannschast. DaS Schwurgericht der außvrordentlichkn Session nnter dem Vorsitze -e- Oberlandesgeriche-rateS Dr, S ch a ch » e r beschLktigte heute -er Einbruch im Spital der Wiener Kaufmannschaft beim Türkenfchan'park. Der drS Berbrechms de- Diebstahls arigrllagke 23 jährige Gärtnergibilfe Fuedrrch L e r d e n f r o st war beschuldigt, in der Nacht ' zum 1. August v. I. d<e im Kontor stehende eiserne Kaste erbrochen und auS ihr 18.624 K sowre eine Brieftasche mir 600 K Inhalt gestohlen ru haben Zwei Personen, Veopold Eberl und Leo-old R k k a r, hatten der der Pylizer die Anzeige erstattet, daß b«densrpst sit^p dem Einbrüche >m Svital verlerte« wollte. Dem Eberl soll er die Tat, an der mitzmvirken sich dieser gewrigert halte, auch eingestanden haben. . X Leideukrost lag noch ein Einbruch in der Villa de- Fadnkanien R'chärd N e ch u d a und rin J'garrendrebstahl rn Bruck a. d. Leitha zur Last.^ Dieser zwei Fälle war der Angeklagte vollkommen geständig, den Elnbruch rm Spital leugnete er aber hartnäckig und da der Zeuge Eberl zur Ver handlung nicht erschienen war, mußte diese nach mehrstündiger Dauer vertagt werden. Der Volkswirt. Das MAe Nachtrags-u-get. 7'SS Milttarden Desamtdefizit per 1L1V/L0. Der Staatssekretär für die Fiuanzen hat gestern in der Nationalversammlung den antzekündigten Nachtrag zum StaätS* Voranschlag« küc daS sausende Vinanzjahr eingebrncht. Der m* sprüngkiche Entwurf deS Budgets, der noch vor dem Abschlvlstr des Fr edknSverttageS festgestcllt worden war, hatlr gefchlosira mit ririenl Geb arungSabgnnge von. .8999 Millionen Krone» Der hmlige Nachtragskrrdrt mthälk Mehrausgaben von . . . . 8267 „ « Das ges a m te Defizit deS .. . Budgetbeträgt somit ....... . 7367 , „ ‘ Diese euor rue Berschlechtervag der staatsstnrnzirllen Lag« hqt ihre Ursache -»nächst in den sozialen Aufwendungen, vorwiegend in dem MchrersorderniS für Leben-mittel^ nammtl'ch iür M v h lu n d Brot. In dem irrsprünglichm Budgetentwurf war diese Post mit 1800 Millionen Kronen ver^ agschlagt. Dos Nachtregsbudgel ergibt eine Erhöhung um 1800 Millionen Kronen, so daß sich daS GefamtersorderniS für LebenSmittelzuschüsse auf 8100 Millionen Kronen stellt. Die Ursache dieser gewaltige« Mehrausgabe d-ldet die Verschlechterung der Bolnta für dir Bezüge auS dem Anölande. An weiteren sozialen Maßnahmen ergeben sich noch die folgenden Mrhrerfprderniffe: MtkNone» Ramm i TeuemngSzulage» für die StaatSbeamtm. . . .W8'L + 3321'. ArhejtLloseniÜrsorge............ SsS^t 4-111% UntethaltSbeiträge ............. l2i*5 + 08*0 Weitere bedenkende Mehrerfordernifse ergeben sich tut Budget der S taat-sch trld. In dem ursprünglichen Entwürfe war als Anteil DeutfchöüeneichS sn der Schuld dealte« Staateeine Ouokr von 24% in Aussicht genommen. Dieselbe ergab eine Do» lastung von 837 Millionen Kronen. Im RachtragSentwurfo mußte den Berfüguuge« de- FrredenSvertragr- Rechnung getragen werden, welcher den größten Teil der Kriegsschuld unsere» Staate auslastet. Hierdurch erhöht sich der Aufwand für die Staatsschuld Oesterreichs auf 1661 Millioue» Kronen, waela N a ch t r a g S e r f o r d e r n i S von 724 Mllliouea Krone« ergibt. Der Aufwavh für Vorschüsse aus rückstäudignt Liefe« r v « g t tt an die Kriegs- und Marineverwaltung betrug im ursprünglichen Budget 100 Millivflk« Kronen. Er wird, «m dey Wünschen der Industrie »ach stärkkler Bcvorschusiung -u entsprechen, um 160 Millionen Kronen auf 260 Millionen Kconm erhöht. DaS Erfordernis für das T a b a k m o « o v »l U m« folge der höhere» Valuta für die Brschaffung der Tabosiabrükat« um 4SY Mlllione« Kronen gestic^n. Diese Stcigemng findet aber in den größeren Eiuvahmen ander ErhöhM der TabÄ» fabrikalt ibre Gcgenpost. Da- Drsizrt wird, soweit nicht höhere Einnahmen, in»« besondere aus dm geplanten Steuern und der Vermögensabgabr. zur Verfügung stehen, tm Avleihewege gedeckt werde«. Ungarische Kommerz.- u. Diskonto-Bank-ft, 6. Lssofgung Kslßr kAnkgsrvkLftl.Ifknsgttlonvil. knl^ Zentral» Proeiburfl Warenabtollurnj, gegennahmß v. Geld ein lagen. Ausgabe v, Einlage Filiale Wien, I. Wippüngerstrasse 24—26 Export von Svrlvstmödelst und landw. Geraten, biiehern. Uebernahme v. Vermögsnavsrwaltungsn Telephon 123^8, 18293, 17406 Import von deuteohsn Heizmaterialien etc, Atodche und Refl. Von Bojta RqkonS. ^Einzig berechtigte Uebersetzung auS dem Tschechische» von EmU Saudek.) (10. Fortsetzung.) Dann, noch halb schlaftrunken, trat Mobche hastig an die Frieöin heran, machte einen Kratzfuß nach hinten, beugte die Füße im Knie ganz nach Sicfis Vorschrift — und nach ausgeführter Verbeugung lispelte er hüflichst: „Darf ich also bitten, Frau tzried?" And schon schlang er seine Hände um die Hüfte der Frau Fried und traf Anstalten, daS Tanzbein -u schlwingen^ kLrau Fried entwand sich ihm, nichts ganz sanft. „Sind Sie verrückt, Herr Koref?" „Und wieso denn, wieso denn, Frau. Fried?" wunderte sich Koref, der in seiner Schlaftrunkenheit nicht begriff, warum Frau Fried soviel Äiderspmch erhebe und warum die Umstehenden syviel lachten mit Aus« ^ahnie Msis, aus deren Augen ZorneSblihe schossen. Doch Mobche ließ sich nicht bglrren. „Sind wir denn heute nicht auf dein Ball, Frau Fried?" „Der Ball ist längst vorbei," lachte Frau Fried. „Sie haben ja den ganzen Ball tzrrschlase»!" , ' „Was Sie sagen, Frau Fried . . Mod che wußte vor lauter Verlegenheit nicht, N* fym er die Augen wenden sollte-. Schließlich blieb sein Blick auf Ri!si haften. ' . " „Nesi. . stotterte er, „Resi . .., du weißt ja." Rest ließ ihn freilich nicht au-reden- Don Zorn uierinannt, wandte sie sich den Umstehenden zu und in wuterfülltes Weinen ausbrechend, rief sie: „Da seht ihr'- mit eigenen Augen, mein« liehen Leute, was ich mir mit ihm auSstehe. Einmal in dreißig Jahr»«'gehe ich mit ihm unter NeNscheft «irb er tut vnk d« f» -Hins. Schmche anf Und inlmer bitterlich weinend, faßte sie ßrimm« ^rküllt MskLe bei der Sand, winkte der Do«! und alle drei verließe», ohne sich zu verabschieden, eiligen. Schritteden Ballsaal. Man hörte nur mch Mobche, wie. er trauererfüllt sagte: „Siehst du, Rest,, ich Hab'! es dir gleich gesagt, es wird nicht gut enden." Refis Antwort hat niemand mehr verkommen... IV. | Die Verlobung. ] Die Schnriedin, ResiS Nachbarin von gegenüber,! die, nebenbei bemerkt, zu behaupten pflegte, vom Auf- \ räumen könne niemand leben worin ihr Modchs! immer lebhaft zu stimmt« — hat immer prophezeit, Rest werde von dem ewigen Aufräumen einmal noch den Verstand verlieren. Und es sah fast schon so auS. Mitten auS heiterem Himmel, anscheinend ohne Grund eS war eben nach der Ernte und heiß wie in einem Back« / ofen — stürzbs sich Rest ans „Gründlichmachen". Sie c schaffte den ga»M Hausrat auf den kleinen Hof hinaus und wirffchaftets, von Wasser ttiefenb. ganz außer Atem, nn ganzen Hause sowie im Hose herum, wie von der Tarantel gestochen. Der Schmiedin ließ dies kerne Ruhe; ein Weilchen trieb sie sich an der Pforte herum, dann trat sie-beherzt in de» Hof ein. Dort scheuerte Resi, barfüßig, im bloßem Unterryck und ohne Jacke, Leusels wild die Jnnettsetbö eine- BetteileS. Sa empfing die Schmiedin gewissermaßen nur mit ihrer halben Person und hantiert« mit' Stwhwisch und Fetzm, baß dem Zuschauer die Augen überginge». „Ich. möchte gerne wissen, Reserl," begann die Schmledin, „was für Feiertage wewet ihr denn schon wieder haben?" „Aber woher denn,'Feiertage, keine Feiertage," fertigte sie Resi ab, mit s'chetnbar gleichgültiger De-Lrd«. „Ich meine halt, weil Sie f» aufräumen." „Müssen die Feiertag« bev«rst«hen, wenn man aufräumt?" ) „DsS nicht, «her vhne Vrunß ist daS nicht,! da« werden Die mir. lt-sße.Resi, Mt weiß machen." ' Rest scheuert« daS Seitenbrett zu Ende, warf Strohwisch und Fetzen in die Butte, richtet« sich aus und, ihr ganzes Antlitz her Schmied in zugewendet, . erklärte sie geheimnisvoll: „Jemand anderem, Schmiedin, würde ich vS nie und nimmer anvertrauen, nur weil Sie es sind . . „Ich gldube, liebe Vtesi, Sie kennen mich, bei mir ist alles gut aufgehoben. Bei dem einen Oh« hinein,, bei dem anderen hinaus, ich seh' und seh' nicht." Resi schaute sich noch vorsichtig um, vbsvyhl sie ganz gut wußte, haß außer einigen, ihr Mittagsschläfchen haltenden Hühnern keine lebendige Seele auf dem Hose war, und begann dann feierlich, mit gedämpfte« Stimme: „Die Zaborer Doni wird heiraten." Die Schmiedin schlug vor Erstaunen die Hände zusammen: ' ' „Ich Litt' Sie, um Gottes wilLsul Toni, Ha Tochter Ihrer Zaborer Schwester? Und tuen heiratet sie denn?" 1 „Vielleicht kennen Sie ihn auch. Dos VojLowiHer Fried Bruder, er ist jetzt Gutsverwalter in Netreb." „Nein, den kenn' ich nicht, liebe Resi, habe aber schon von ihm gehört; man sagt, ein sehr netter Mensch." „Mer Menschenkind," geriet Rest ins Feuer, „bM. schön ist er, Aldschönk Und .herzensgut -- schon j-cht trüge er Toni am liebsten auf Händen, unh wie gälautl Anders spricht er sie nicht an denn »FrZulein's Das geht so in einem fort: .Fräulein hin, Fräulein hep...', ob Vie^s glauben vdei nicht!" „Da schaut's 'mal herk" Die Schmiedin hörte nicht auf, sich zu wundern und fragte nun geradeaus und'ohne'. weitere Umschweife: ..Die Hochzeit wird also bei Ihnen sein?" „Na ja. vielleicht auch." „Vielleicht... Eie sage» n«ch vielleicht . .. 'nutz/ wozu rämnen Oie also auf?" falfip

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