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Wiener Morgenzeitung · 1919-11-14 · Heft 294 (14.11.1919) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 294 (14.11.1919)
Date
1919-11-14
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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-agr 30* MMMMNIMMf* ÄSleALis MorgsuMtutts «mBWriiifrrrv. '14. Mv-Kei KM l-anr«.» »iiti'iij inanai rem* t GerichLsssal. EL« Diielolattaytckt. Fm TrödlerladLu des Joses Oh räch erschiene« am IS?. Jänner zwei FrauHstÜpetsone«, dis verschobene Gegenstände verkaufen wvlttsn. Das verdächtige Benehmen ^der Beiden veranlaßt« den Trödler» «inen Wachmann zn verständigen. Die Verdächtige« liefen davsn» flüchteten in «ln HäuZ» versteckten sich dort, wurden jedoch entdeckt und vev« Gs waren zwei tviebvrholt vorbestrafte Ladendiebinnen, die 6öjährtgr FedeenschmÜcketin Alotsia Tn-lisch Und die Blüfennäherin Genoveva Hades, Ewurden bei i chAM' 6 Herrenplüschhüte, 28 Haar Handschuh« und ein Stück Seidenstoff vorgesunden, deren Eigentümer unbekannt sind. Die Hobes hat auch noch ein anderes Verbrechen auf dem ,. Gewissen. Sie hat auf ihr« früher« Freundin Josefine -rawratil» derzeit verehelichte Waschka» «in Attentat Mübt» indem sie ihr Vittlvl ins Gesicht Müew,. wodurch, die ÄäwratÄ das rechte Aütze einbützl«. Düs Motiv der chat fsrr Eifersucht gewesen fein» weil dt« Hades angeblich ' M dm ÄtüutiKM und späteren Gatten der Rawrartt Ge-« fsllM fand und die^ Heirat verhindern wvM. - - TestM' hatten sich vor d^m Ochwurgtrichi« unter dem forsche d«S OberlaUde-gerichtsratsS Dr. Aich tagerAlvisia u tz l t s ch ustd Genoveva Habe» wegen Gewohnheitsdiebstahls, letztere auch wogen schwerer Körveebeschädttzung zu vdrautvartett. IN der vsfn GraatSauwalt Dr. Büeek vom treten«« Anklage wür hegen bi» HvdeS außerdem die Be- " schukditzrtng der Berleumbimg ««hoben worden, da die Hobes Sei Gericht angegeben hatte, daß sie mit threr tzreundtu Sfawraiil wtderuMtlichrn Verkehr gepflogen Und nur weil ihr die Freundin „untreu" geworden fei» gegen letztere daS BtttiolaLiMtat verübt habe, von diesem Teile der Anklage »rußte der Staatsanwalt im Zuge b*8 Bewek-Verfahrrns prrücktr«ten> da sich di« diesbezügliche Verantwortung der Hüdes als unwiderlegbar erwiesen hat. . Dia den zwei Angeklagten zur Last liegende« Diebstähle - tvüxden von ihn hartnäckig geleugnet. Als verteidiget fungierten in dem Hrszetz Dr. Mel dinge« und Doktor OchÄadru nu. - Dia BsktzimdÜrng wurde erst in späte« Nachtstunde M Ende geführt. Die Geschwvrneu verneintes bei beiden LkntzMMr die Schuldfragen auf Diebstahl und die Zusatzfoagen. vß sich die Angeklagten das Stehlen zur Gewohnheit; MMchd habe«. Dagegen «urdrN btt zwei Angeikatzten der DiebstahlstLilnehmung Ichuldtg «Munt. Äü'ch die Frage auf schwer« KKrML'eschäbigung für Tenüveda HMß wurde emsttwiniz bejaht. Auf Grmw dieses Verdikte» veruvteilw der GerichtZhof AloiM Engl isch 8« zehn Monaten einfMow Kerker und Genoveva HobeS zu vievJahren schwere m Kerker. , „ .. , ■; . Der VEsmirt. D)irt?chastliche Nachrichten. Aus Prag wird gemeldet: Nach den Banken , Men auch die Spar kaffen den Zinsfußerhöht. Inder gestrigen Beratung de» Sparkassenverbandcs SA UHkosssn, den tsch-chv«-ssvwaki,'che« Sparrassen W MMM> ab t. gannct 1920 die Einlagen im Ätlgembistoä dis zu 8 Prozent, bei tzvtägiger KÜstdiM qMtz tzis M 3^ Prozent Und bst 18Otägiger Mndt- Mg bis ztt 81/« Prozent zu verzinsen. --- Ferner wird Ms aus Prag berichtet? Die Böhmische u n i o stb.a«k. ob HÜ HL in allernächster Fett ihr Kapital. Gleichzeitig, wird eine durchgreifend« Veränderung im Berwaltungsrate vorgenommen. Wie die „Tribuna" erfährt» ist zum künftigen Präsidenten der Prager Tetznlindüstrielke Men eilt ausersehen. — „Tribnna" zufolge hat , der Derbststd der nordböhmische« Jndnstrtelken im BerhandlungSwege einen holl ä ndischen Kredit von il/$ Millionen Gulden für Zwecke dev Brumwolleinfuhr aus den holländischen Kolonien Via HoMnd erhalten. — Nach' einer Meldung aus Nem bann der Handelsverkehr mit Deutschland von nun an Über bi« östarretchischett, sÜdslatvisckwn und kschecho^skvwakischvn Gebiete stattfinden. — Aus Belgrad wird berichtet: Die Abstempelung der Kranen Noten beginnt in 14 Tagen. Es wurde beschlossen, da» BerhLktniS zwischen,Krone und Dinar alle 10 Tage sestzuschtzn» so daß künftig auch die Zollgebühren in Kronen werden «nirichwi, wsrden können. Im Hinblick auf daS beständige Schwanken Und das shsteckattsch« Sinken dss KvoNeuwertes im Ilrsprnngßlande und das E^strönren der Kdone in jene Gebiete» wo der Dinar bas gesetzliche Zahtungsmittel bildet» hat der jugoslawische Finünzminiftev verordnet: 1. In den Gebieten, wo der Dinar das gesetzliche Zahlungsmittel ist, bürfen Kwnen dsn den Staatskassen picht angenommen werben. 3. In den anderen Gebieten des südslawischen Königreiches können in Dinars zu leistende Zahlungen in Kronen dem Kurse erfolgen, de^ von Zelt zu Zeit dom Finanzminister bestimmt wird. 8. In Fällen» wo der Staat Zahlungen in Kronen statt in Dinars ßu leisten hat, werden die Zahlungen auf Grund des vorgesehenen Kurses cefolgen. -— Aus W.arschau wird uNs gedrahtet: Die belgische Delegation auf der Friedenskonferenz richtete an dl« polnf'che Negierung eine Denkschrift Ütbr die galtzischen P et^oleum-tlnternehmungen» die sich irn belgischen Besitz be-. fipdeN. Di« polnische Regierung erteilt« hieraus dt« nachstehsnde Antwort: Die polnische Regierung wird dem Kapital brr Entente Entgegenkommen beweisen und be» Besitzstand aus der Vorkriegszeit nicht an- Lüsten. Gi« wird bestrebt sein, juristische und wtrdschastltche Grundlagen zu schassen, die «in« gebührend« Entwicklung per MHSlinbusttie gewährleisten. I Größtt.Äilswahl! , Billigst/ Preise! j Scopolb SteHach M«, I., BiMMße 160 Krönen in Zürich 4.15 Frands. Wie uns aus Z li r t di ßcwkMt wud. ist gestern di« döttige KröNM* Nolierung auf K.75 gesunken. ' ... \ Die NcpavatimSkonnntWn und dp. FinauzfraWi. Bonj. . der Erb sornAiJon -das OrgsüifationSkomitoes der WMatiöntz» tamaiiislyTr wurde eine Reihe vvn Fachleuten, danM«^ mehrere Wiener Bankdtrektoren, zu einer tLngeren KonMnz eittgeladen. Di« dringendsten Aredlterfordernisfe sowie diäj augenblickliche Lag« des Gelb Marktes tzeläügten M au führlicher Besprechung. EehSHMg dev Getreid«Kbernühm-pveise. Botn Skäattamte kür Dolksttvährung wird verlauibart: Die Gtttt>deÜbeinähmsbreist der AlUsSzUreldevetkehrsanstalt wurden mit. der Vvliwg^aüwelMng vom IS. Iuü 1SI9. St.-G.»Bl. Nr. 667. aut Grand der damals tzemchnrtrn GestchurtzSkosten testätketzt. Die Koüen der ElMre'Nbrinanna und deS DruscheS, insbesondere die Utznr der lattbwirtschatilichen Arvellrr, die Vrene im Beuun und Koble hoben im Herbste tMe dirartiae Ekbobung erstchrkv. daö die gegenwariia arlttvden Uebernabmspwse m dm Gestihungtlosttn m teinem VerbättniS stchm. DaS LiaatSaMt für BolkStt »ädrung hat daher nach Anhörung der Vertietee der Länder de» EinählungSausschusteS der Nationalveriammlung die Uebernadmsprrise emer Neviston unter» zogen und ste mit einer beute tM Gtaarsgesetzblatre erscheinenden vollMSanwelsung für Werzen» ULstgcu und Gerste mli K 300 Änd für Haier hut K lao für den Meterzentner bestimmt. Dieter «rbklite UedervahMSpreiwud Var jenen Landwirten bezahlt, welche thr G k t r t» d e k b w ] i rt fi t n t b t » 1. März 1920 restlos abgeliesertha de n. Jndieiem Falle bat dir Erhöhung rückwirkende Kraft, sv haß «ine Nachzahlung für das bereits abgklieferte Getreide einz«treten hat. Wenn ein Lavdwirt «ach de« endplsttigen Austeilung der Grtre'vrlvnt ngettli durch rin ElcMcntarereigniS außerstande gesetzt wird» sein Ablirterungökontingent voll zu rrfüsten, so wird^daS GtaatSamt für Vvlk-ernährung nach Feststellung ditfeS Tat» bestandkS den erköhtku Preis auch btt nur tcilweiser Abstellung be» KontlUgenieS tewilligen. Konfevepz der ArMüwkGaaLett bei der Bost» fyarkasse ttr Wie«. Äm 1l. November bat bei der PM tvarkaffe unter Vorsitz des GouverticurS tme Konferenz mit den 'Vcriretenr der Nationalstaaten Über dir Frage der Uchrrtragntttz bet m die tinzelüeu Natlöttalstaateir ^hörenden Tel!« deS Gut« habenbestaudeS staitgefundttt. Diese Guthaben werden gegenwärtig ber der Postsparkasse als alte Kronen geführt Und rS ist uamentliÄ .inwlae des mangelnden GeldverkchreZ mit dktt Nütrvnaljstaatrni r,ne Verfügung darüber Nlw in sehr beschränktem Ausmaße möglich. ES ist daber begreiflich, daß aus den Kreisen der Kontos Inhaber der Wunsch nach Uebki tragung ihrer Gnthabm .tn thr H e i m a i s l a u d immer lebhafter laut geworden ist. Die Litzting hü te vorwiegend stuscirmatlven Charakter und A wurden alle Vcrhttllniffe eingehend brsprvchen. '■ W . Äälüteusmrse, Im atftifflc» freien Verkehr waren T6-r uotm. Nubrl'und tschechische Noten gestägt und Höher, wogegep die Übrigen Werte nur ärclnge VeEnderungen guixuroristü hatte«.' Mir L ei n o t en winden st.W, Rubel 8.65, Schweiz«^ Franks 20.—. französifetze Franks 13.—, Dollar 106.—, M a r k n o t e n.3.76, t s ch e ch r f ch e N - t e u 3Llz und A u § z a h l u n g B e r l i n 3.60 bemhlt. Der tschechische Zucker für Frirnkreich. Aus Prag ityrck gemeldet: Nach dem vom Direktor der Tschecho-slvwakischaül Zuckerexvvrtgesellschaft, Gpih, auSgeatbetteten Exposä trugen die tschecho-slöwakischen ZuckertranSaktivnen mit dem Ausland in der verflösse,wn Kampagne im ganzen 1,261.688 Met^rZentuer. Davon würden uuv 695.441 Meterzentnav exprdLrt. Der Großteil, ttähttld) 400.30Ö Neterzentner»! wurde nach Frankreich verkauft. Der Grund hierfür» daß um eine veryattuiZmüßig kleine Mn ge des verkau Zuckers zue Expedition gelaugeit konnte, liegt in dem herrsk den Waggvnmangel. s ]v Wiener Börse. \ Ntiter dem Einflüsse des starken Rückganges unserer Krone in Zürich zeigte stch än der gestripen Börse gesteigerte Nachfrage! nach vulutün'chen Werten. Im Vordergrund deS JntcreW stayden SiaatSbahnakttru, welche wieder in größeren Posten aÄ dem Markte genommen wurden Md eine Steigerung von K195.—| aufzuweifcn hatten. Auch ungarische und tschechische Wrte wäre« Gegenstand regerer Nachfrage. wdMen Alpine-Aktien verNach»! lasttgt waren. Von den Cchrankenvapitttn gewannen Berg» und Hüttenwerke K8< 0.—, Pokdchittte ft 100.—, Waffrnwbrik K 210.—J Ungar, allgrm. Kohlen L lso.---, Westböhmckche Kohlen L125.—Z Veüfcher Magnesit 6 150.—. MeMroleumwerte gingen adermo' sprunghaft in die Höhe, mit Ausnahme von Karpülhen Pktrolkr welche kl 100.— b.lliger erhältlich waren. Obgleich sich im V. laufe des Verkehr- Ke Umsätze verminderten, hielt die feste Tende bis zum Schluffe unvermindert an. Renten erfreuten sich ebenfal emts erhöhten Interesses. Im übrige» verweisen wrr auf stehende Schlußtmse: Invustrie-Unternehmirngen. Allgemein« Baugesell-! schall 845.— (-s- 5.—'. Wienelberarr Ziegel 3098.— (-+• 98.—)y Lieffnger Brauerei 81Ö.— (+ 10.—),' Aussig Chrm. 280V.—\ (+ 150.—), Brosche Spiritus 1100.— (+ 15.—), Äarborundum 1845-- (- 36.-). Holüiandelsgesellschaft 1346.- (4- 56.—^ A. E- G. Union Elektk. 1046.— (4* 70.—), Siemens Schuckkiw 72060 -f 20.50), Alpme 1818. l— 2.-). Austria Emair 1680.— {+ 1.-). Berg u. Hlinen 7000 - {,+ 800,-), Poldi^ bülte 1700.- '-p 100.—), PvüW Eisen 4760.-. (— —.—8 RiMirmnrany 1801»— (4-1.—Skodaweicke 1434.>— <4- 24»—Hj Mrtne erste Liebe. dkm Hebräische« von SKofchrh GmUausKi., it ForMung.) seid giüDch» hrM Deute; ettt Segen Gvtttlst ßy ist «Infet salchtu Üwgebrmg zu stMittni" Seine ZitMtns war M tieper Bakitvn, Muh und ««angenehm, Ms Mhk, ich Me, in «Ütese solche« Umgebung möchtv foM. ich Urbeiter sein!," , Sv sagte eie und wandt« sich zü ih«, und sein tMtzM Am' rsWtt' Acht und testjftgsM-. . M tzsßtsein Lächeln, ich -atzte m Ausdrück särnas Msichl.1, der watr» als vH «r uns sage« wollt«! HM M iiüf «itt« derartige Gnade hasse« dürfen? M M sah lh« an mit einem Blick doll Dank, vott MMstüd ü«d bdli^uttendlicher Hingads. ' HU Agevi« mich zn Wbe. . Vt . Ästig« MiMtzN, nachdem wir dw. Mahnung unserer Man MN«NM Mlasstzn hatten» gingen wir schrvei» S Md A Gtzdanke« versüM«. Endlich konnte ich nicht böhedLschent . »Hün> hat sie ist euren Augen gefunden?" eitzf tzakob in EMsß und bv&ltjjjfc sich Wz an Mich hevan. - ,Ka, slu« istter« sani« Frau ist sie" — sagte Salaiwo . M Mrde Md tzstMnH sich ein wenig van »ns, wie Besuch nür Noch stärker. Eigentlich, di« Wahrheit zu tvrffen. Er ist ei« Gölehtzter «nd Morscher. J-drS Wort von ihm. ist eine Perkes '„Und ich Haffs ihn und sein« Gelehrsamkeit und feine Perlen. tPie aber^klede ich." Und dann erschrak ich Über daS Wort) das mir esttsahren war» und hielt inne. Mein Gesicht färbte sich rot. Und auch mein« tzreUnde gerieten in Bsrwirrung, akS sü wie bei einem Verbrechen ertappt worben wären. Aber Galsmv ermannte sich so'ort: „ha, sie ktiNn man wahrhaftig lieben." Und seine Glimme was ganz kalt und eimst. m Wie blieben in unserer Kolonie. Er lernte mit viel Eifer Aräbisch unb erregte das Entzücke» des fephardische« Lehrers, sstach einig«« Wochen konnte er schvn mit Hilfe eines Wörterbuches lesen, und sofort begann er Zeitungen aus MtUt und aus Aegypten zu beziehen und laß sie mit dem Lehrer. Und auch Bücher brachte mast ihm. Einmal in der Woche fuhr er nach Jaffa und manchmal nach Jerusalem und vrochte sich verschiedene Aufzeichnungen niü».die er bann studierte. Wir wußten nicht, was dies« Arbeit bedeutete. Salomo zwar suchi« fein Geheimnis zu enthüllest und stellte, eine vermntüstg stach der änderen auf. Mich intetessierte et gar nicht. Ich haßt« ihn seit dem ersten Abend» unh dieses Gefühl wurde bei unserem zweiten um «im Distanz zwischen' seistem Ernst und unsem Lzlchtsürtt«kiit hetzustellen. „Und thst hass« ich! . . schrie ich Und blieb Men Mst laute« Mnz meines Aufrufs, blieb stehen ist Furcht. Auch meiste beiden tzttUstd« bliebtztt stehsn. tzaivb schaut« mich ansgeregt und verwundert an. tzist» zststig. „Ms schwiizt du da? .. . Maß «Mhnst du dich? sagest, war das nicht ustftr zweiter Besuch. Wir besuchten ihr Hau- Abend für Abend. Aber es war dazwe.iw Mal — seit unferein ersten Besuch — daß wir ih« sahen und gewürdigt ivürden, den ihm ins Gespräch gezögen zu werdest. An allen übrige« Abende« war er ringeschlosse« in seinem Zimuter gesessen und wir unterhieltst uns nur mit ihr. Zu ihr fühlten wir un-hingezogeu seit dem erste« Abend . Mit Ihr redeten wir t.. Wir müssest' st«- glücklich schätzen» baß uns dev mit voller Offenherzigkeit. Auch ich fühlte keine Fesseln tzöststt war, mit einem wichest Mann« zufammeuzn- . mehr auf der Austge. Watz mich betraf, tvar ich sehr froh, daß er in seinem Ziinmer eingesperrt blieb; aber! SalamoS Blick ruhktz die ganze Mt mit großer Mst-s gierde auf der Verschlossenen Tür. Und auch sw richtew! ihren Blick von Zeit zu Mi ans die Tür seines- Zimmers und dann, wie Verzeihung heischend, auf uns^ An diesem Abend satzeu wir mit ihr um den Lettisch und sprachen in halbem Flüsterton sie redet« immer halblaut, um ihn nicht zu stören, wie es schiene Dü plötzlich öffneten sich die Türflügel seines Zimmers! weit und er trat heraus und auf uns zu, ist Hal8 trägem, halb müdem Gangs auch sein Gesicht war ermüdet, aber voll Wohlbehagens: offenbar mutzte er von seiner Arbeit und" vvu seiner Person DergNügew habe«. Cr nickte unS zu, zuck Zeichen des Grußes, mt&j setzte sich auf den weimr, für ihn bestimmten Fessel ä ober«« Ende des Tisches. Gis füllte ihm eilig eil Taffe Tee, fetzt«' sich ihm gegenüber und schaute ch an, unh ihr Antlitz strghltö vor Glück. Mich «i ein peinliches Gefühl. „Sie arbeiten noch immer bis aanzenLage, met Herren?" . . ' »,Ja/^ ' ' / „Das ist sehr gut. Die Arbeit >** das Ist dev MÄ beginn aller Dinge. Aber ... gestatten Di« «ineFvaM meine Herren?" $ In seinen Mienen mt rin fast Unmertticher ZW Von Ironie. Sie erbleichte ein wenig, ihre Au^em schallten ihn wie fragend a«. .Meist Herz klopfte nM ich wußte Nicht wärmst. ÜNV Sälomos Gesicht übev^j strömte vor Glück und Untertänigkeit zugleich, als m er sagen wollte: frage, Herr, wir sind der Stanb unte« den Sohlen deiner Füße. ' ck „Sie gestatten ... ja .., was ist es, metM Hercen, das sie in diese- Land geführt hat — V. 1 Niemand von den UmsitzMen war, wie es schien' auf diese Frage gefaßt gewesen. Aller Mienen verriete» Staunen. Da trieb Lmicb Vlstzlich, eine Unruhe hati mich ergrisssur G»ttsWug wlM, Ji

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