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Wiener Morgenzeitung · 1919-09-30 · Heft 251 (30.9.1919) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 251 (30.9.1919)
Date
1919-09-30
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 SBIett, Dienstaff 30. September 1910 Ar. 251 Sport. Jüdischer Sport in Graz. Sonntag den 21. d. M. spielte Hakoahihr VkeisterlchaftZspiel gegen den Fußballklub No« d st e r u und verlor mr größten ueberraschrmg der zahlreich erschienenen Huscher 1:8. Die Mannschait war nach dem letzten Sonntag nicht wieder zu erkennen. Ihre Hauptstütze Gotdenzweia. welcher derzeit erkrankt ist, »ber trotzdem spielte, konnte begreiflicherweise nicht befriedigen. Auch der übrige Teil der Mannschaft verlor dadurch ihren sttückpalt und spielte zerfahren. Es war ein offenes Sviel, bis eS dmt Gegner m der 85. Minute gelirmt, zürn erstenmal einzusenden. Drei Minuten water führt ein Eigentor zum zweiten Treffer. Nach Sriteminchsrl «cP sich Hukoah im feindlichen Felde fest und in der 4. Minute poird ein von Freibergerl getretener Elfmeterstoß zum Treffer verwandelt. Auch weiterhin belagert Hakoah, ist aber vom siech verfolgt, da mehrere scharfe Schüsse dlttck die VorPdsttN rbgewehrt werden, .stnapp vor Schluß führt ein Elfmeierstoß zum dritten Trester für den Gegner. Während re? Spieles ereigneten sich Krnwallizeum, wir £e Gwz bisher noch nicht erlebt hatte. Ein Teil der Zusklm, welche sich aus Mrtgliedern und Anhaitger Nordsterns rekrutierten, strömte, mit der Strenge .des Schiedöruhters, welche aber a»« gebracht war, da dag Spiel sonst ausgeaetet wäre, nicht einverstanden, in das Sprelield und es kam zu Tätlichkeiten gegen ven Schiedsrichter und d>e Hakoah-Maunichaft. Nach längerer Zeit wurde die Ruhe wieder hergestellt. Auch nach Schluß des Spieles rviederholten sich diese Szenen. Vor> diesem Spiel siegten die Hakoah-Neserdrn über Norbstertt-Rrservea 4 :2(2 :1). Sechs Zlfmeterstöße, zwei gegen Hakoah. vier gegen Nordstern geben, ein Bild von der Sprclweise des Gegners. Vom SLafettenlarrf „ölte* durch Wien". Von 85 gestarteten Stasttten langten 90 am Ziele ein. Die üeichtathletikstasette der Hakoah wurde dritte. Als 14, trafMakkabil ein, dichtauf gefolgt von M a k k a b i X, die sämtliche übrige Turnerstafetten hinter sich ließen«' Die Staketen der deutschen Turnvereine belegten den 24., 26« und 86« Platz, Der Wanderbund „Blau-Weiß" wurde 45. Als 19. Stafette ging jene des Gp.-Cl« Kavima durchs Ziel. Hakoah-Ju n a m an n schuft wurde 56« und M a k k a b t XVI. 62. Man darf mit dem AbschneidM der nntionaljüdrschrn Vereine zufrieden sein. In der Hakoyh-Stafette liefen folgende Läufer: I« Lederer, Revah, Werthrimer, Singer, Dr. Friedmann. Scheu, Druckmann, Salzer, Karvath, F. Weiß, Hirschler, Brochnck, F. Wem, Nottner, Jnwald« Lederer hatte einen famosen Start. Nachdem der Schuß «tonte» setzte er sich in prächtigem Lauft sofort an die Spitze des Feldes. Er Übergab den Stab fast gleichzeitig mit dem W. A. F.-Mann. Revah verlor etwas Terrain. Hervorragend lief Werthrimer, der mächtig aufholte und die Spitze errang. Diese wurde von SiNgrr erfolgreich behauptet. Dr. Friedmano Mt gegen Schluß seiner Etappe etwas ab und wird am Karlsplatz vom W. A. F.-Mann überholt. Karpath strnn sich dann wieder an die Spitze setzen, die von Salzer und Hrrschler behauptet wird. Dir nächsten Läufer Brochnrk und Jeno Weiß laufen taktisch sehr schlecht, so. daß Äottner und Jnwald nichts mehr retten können. Wochenprogramm des Sportklubs tzakoatz in Wien« E r s ch e i n t j e b e n D i e n s t a g. Lekchtathlettksekttvn: Training Dienstag und Donnerstag nachm» Sonntag vorm, auf dem Hakoahplatze. SUngseKttan: Mittwoch ab V-8 Uhr abends Training r« Älubhenn. TenniSseütton: Das Training findet statt: Jrbtn Mott« tag von 4 bis 6 Uhr nachm. Dienstag don 7 bis 9 Uhr vorm. Md 4 bis 6 Uhr nachm., Donnerstag von 4 biS 6 Uhr nachm., Freitag von 4 bis 6 Uhr nachm. SlhivimmseKtiorr: Bis auf weiteres finden die Schwimmabende für Herren Md Damm jeden Dienstag und Donnerstag von Vr6 bis 7 Uhr in beiden Hallen des DianadadeZ sta!t< Hockeysektisn: Freitag nachm. Training auf dem Hrckoah- Platz. Sonntag Meisterschaftsspiel gegen Vienna oder W. A. C. Futzballsektton: DaS Training findet nMmehr wieder regelmäßig jeden Dienstag und Donnerstag für die erste und Reservemannschaft, jeden Mittwoch für die Jungmannschasten statt. Beginn 4 Uhr. Klvblettarrg r Samstag de» 4. Oktober Vollvttsammltmg der Fußballsektion. Neuwahl des Ausschusses, Fünfzigjahrfeier des Oesterreichifchrn Tourifterrbl«bs. Vom Oesterreichrschen Tüuristenttub wrrd Ms mitaetrilt, daß sowohl die Festversammlung zur Feier des fünfzigjährigen Bestandes am }; Oktober im kleinen Konzerthaussaale, alS auch die Festakademie am 2. Oktober im großen Korizerthausjaale vünmich um 7 Uhr beginnen. Der Volkswirt. Die Devalvation der Krone. Die Hoffnung weiter Kreise, daß sich unsere Mufci Verhältnisse nach dem Friedensschlutz bessern würden, Hai sich nicht: erfüllt. Im Gegenteil, die deutsche und die österreichische Valuta haben gerade erst während der Friedens der Handlungen und nach Abschluß des Friedens ihre letzte, ganz große Entwertung 'erfahren, W rapider war, als irgendein früherer Kurssturz Während aber die allgemeine Ansicht dahin geht, daß die Vorgänge am deutschen Balutenmarkt in erster durch die Versorgung Deutschlands mit den zur Ingangsetzung der Wirtschaft nötigen Rohstoffen hervor gerufen werden und demgemäß in absehbarer Zeit eine stärkere Erholung ein treten wird, wäre es trügerisch, gleiches für die wettere Entwicklung des Kronen ku rses zu erwarten. Der Tiefstand dev Krone ist nicht durch den Bedarf an Zahlungsmitteln für Produkt ti ve Importe hervorgerufen, da solche tn nennens» wertem Umfang bisher nicht stattgefuuden haben. WaS wir eingeführt haben, find im wesentlichen Lebens mittel, die dem unrnittelbaren Verkehr »u.’iu'it, Kohle, die nicht zur Wiederbelebung der Bc4r;^vs und des OHMr^hreä, Indern sitt KmMrcmd. und. MMM. Pränumerations- E in La düng. Am i. OKtoberbegmnt ein neues Quartal. Wirbitten unsere Abonnenten, das Abonnement rechtzeitig zu erneuern, damit Keine Unterbrechung in bet Zustellung des Blattes eintritt. Die neuen Bezugsbedingungen: Für Wie«: mit Zustellung ins Haus Monatlich.... Kronen 9.— Vierteljährig . . „ 27,— Halbjährig; . * 62;*- Ganzjährig » . . * 100,— Für die Lschechv- Glowakeir mit Postversand in tschechischer Währung Monatlich . . Bierteliährig . .* ' „ 27»— Halbjährig .. » . „ 5S.— Ganzjährig ... 100.— Für Deutschösterreich r mit Postversand Monatlich . . . Kronen 9.— Vierteljährig . . * 27.— ^anzjähr?g ... " 100.— Für Pvlen und die übrigen Nationalstaaten: . mit Postversand Monatlich . » . Kronevio.— Vierteljährig » . „ 30.— Srtnji%Ps . . . " 120,— <SiuzGletempLar 40 Heller. Für Deutschland tnonallich 6 Mark. Schweiz 5 Franken, für das übrige.Ausland vierteljährig 26 Krvnm. j Die GelbsenbuNM ffir die Tscheche-Slowakei sind per i Erlagschein an da§ Postsparkaffenamt P. S. Nr. 160.698 in; Prag, für Polen, Westgältzien Md Polnisch-Schlesien per Post- Zuweisung an die Wiener Lombard und Eslromptebankt, Filiale Krakau, für unsere Zeitung Krakau, Aynek 12» , zu richten. Administration unserer Zeitung Wien, H.sTävsrstraße 1s. Telephon 44.038u. 43.319. bahnen verweubet wird. In beit vergangensn Monatew haben wir unserLstztes hergegeben, um das nackte Leben zu fristen. Wir haben daher , weniger Aussicht denn je, unseren Bedarf in den nächsten Jahren mit Ücsuivalenten Gütern bezahügr zu können. Wir werden der- ^mntlich unsere Fabriken, nnseren EraiMefitz, unsere Maschinen verpsärchen mstssen, um allmählich wieder in 'ein normales .'wirtschastliches Getriebe zu g>rraten. Da bei solchen Umständen gar nicht zu sehen ist, wodurch sich unsere Valntr bessern sollte, müssen wir alle Wünsche und Bestrebungen, die auf eine wesentliche Verbesserung oder gar, Erreichung der altert Parität gerichtet sind, beiseite lassen. Wenn wir sonach nnt den gegenwärtigen Verhältnissen für längere Dauer zu rechnen haben, so fragt es sich, ob es nicht zweckmäßig wäre, diesen tatsächlichen Zustand auch rechtlich zu fixieren, mit anderen Worten, zu einer neuen Währun g überz»gehen, bei der das wirkliche Verhältnis unserer Währungseinheit zu irgend einer Standardwährung, sei es zur Schweizer, sei es zur amerikanischen Währung, wie es sich stabil fest ge legt hat, staatlich anerkannt wird. Dieser Vorgang mag einem Bankerott ähnlich sehen. Wenn aber bei der Reduktion nicht mrter den dauernden Stand der Wschsel- .kurse gegangen wird, so liegt der Bankerott nicht in bpr «ReduMon, ha an sich hie neue Währungseinheit annähernd dieselbe Kaufkraft haben wird, wie die entsprechende Summe der alten Währungseinheiten. Der .Bankerott liegt vielmehr in der Summe jener Erscheinungen, hie zu der EntW^rtuW des Geldes geführt haben,, sowie in der Tatsache'der Wiweriung. Der Besitzer von K. 100.—. alter Rente besitzt heute tatsächlich nur ein Zehntel von dem, was er stühev besessen hat, und er wird nicht ärmer, wenn sich seine K. 100.— in zehn Einheiten der neuen Währung verwandeln, vorausgesetzt, dass die Preise bee DaM, der Löhne usw. auch auf ein Zehutel sinken. Dies gilt allerdings inur in bezug auf den'Inländer, denn es ist . klar, baß. wir in erster Linie, die Folgen unsevrr Verarmung tragen müssen/ AichZliMg/' ob wir ' Schuldner oder Gläubiger sind. Anders liegt die Sache in bezug auf unsere auswärtigen Schulden. Von diesen kommen hier, nm die Schüttren an die neutralen Staaten in Betracht, denn die Bezahlung unserer Schuldes an das bisher feindliche Ausland wird iin Friedensvertrag geregelt. Daß hinsichtsich, der Dorkriegsschulden an Ne Neütcälen eine Anerkennung zur FriedeySparsiat stÄtsinden muß, entspricht'den Grundsätzen der Gerechtigkeit. Aber auch hinsichtlich solcher §kronenschulden, hie während des Kr?l! p^' kontrahiert worden sind, dann hinsichtlich des Erwerbes von Kriegsanleihe durch die Neutralen, wird eine Devalvation nicht Platz greifen dürfen, weil eine solche unseren ausländischen Kredit schwer schädigen würde. Auf dftsensind^chit aber mehr, denn je angewiesen, WeNw man daher ckutz HründertW Währungseinheit die ausländijchLn Schmiden auch in die reduzierte Währung umbezeichnen wird, so wird man sie im Nominale zugleich sovielmal hinaufsrtzen müssen, als die nene Währungseinheit in der alten Krone enthalteu ist. , , Die große. Bedeutung , der Währungsreduktion liegt darin, daß dadurch .die "Staatsschulden auf ein erträgliches Maß herabgesetzt werden. GS ist richtig, daß ein solcher Vorgang r«r einzelnen nMche Ungerechtigkeit mtt sich bringt. Vor allem Merben-die Strats- Mubiger aus der Zeit vor dem ikriege definitiv um einen großen Teil ihres Besitzes gebracht. Die Unzahl MSubtger«, die dem Tdmir bereits euUrerteleS zum Beispiel bei der Zeichnung der letzte« Kriegsanleihen, zur Verfügung gestellt haben. Es wäre ein« viel schlimmere Ungerechtigkeit, diesen Gläubigern einst in voller Währung ihre Forderungen zu bezahlen, dpi sie dann ein Vielfaches dessen erhielten, was siedemi Staate gegeben haben. Abgesehen davon, ist emej Schuldenlast von vielleicht 40 bis 60 Milliarden Krane» in Goldwährung , für unS schon deswegen unerträglich^ weil sie ein Vielfaches.unseres Volksvermögens vor! dem Kriege, und um so mehr jetzt nach unserer totalen Werarrnung barste.llt. Wir müßten jahraus, jahrei» unter den größten Entbehrungen arbeiten, nur am unsere großenteils inländischen Gläubiger zu befriedig«« und hätten doch keine Aussicht» jemals diese Schuld! abtragen zu können. Der Bankerott wäre auch bau« unverMewltch und er würde wahrscheinliche gewaltsamer! und mit noch größerer Ungerechtigkeit verbunden seür^ als eine jetzt vorgenommene Reduktioir der Währirns^ die auf den tttomenktticit tatsächlichen Verhältnissen fußt. Eine Gesundung unserer WähruugsverhäldtissL würde durch die Devalvation allein natürlich noch nicht herbeigeführt werden, da wir durch sie weder reiche« noch ärDter geworden sein werden. Der große Borteill wird aber der sein, daß eine Besserung der Walutch mchs mehr automatisch die Schuldenlast des Staates! und damit die Steuerlast der Bevölkerung vergrößert. Weiters würden wir damit auch wieder jene aüest ziffernmäßigen BewertungSmaßstäde gewinnen» an die. ivir früher gewöhnt waten und deren Entwurzelung durch die Geldentwertung mit zttr Verworrenheit unserer wirtschaftlichen Zustände beiträgt und so manche Maßlosigkeit bei Preis- und. BohnforbeAMgen ermöglicht«! Die Devalvation, beziehungsweise die Währungsreform ist ein sehr heikles Problem, bei dessen Durchführung kleine Mißgriffe »veittragende wirtschaftliche Folgen zeitigen können. Eine weitere wichtige Frage wird sein, zu welcher Währung wir schließlich Übergehen werden. Als kleiner, wirtschaftlich nicht bedeutender Staat wird für währung-poMsche Eigenbrödelei kein Raum sein. Mr werden unS lediglich zu entscheiden haben, welcher der bestehenden Welt- Währungen wir uns anschließen Men. Die polittM Mchtung, die wir tn den nächsten Jahren werden Mhmen müssen sowie Mseoe Balkaninteressen scheinen deutlich auf die Frankwährung hinzuweisen; eS fragt sich heute aber, ob die Fvankwährung ihre Geltung wird behaupten können. Die ungünstige Kursentwicklung sowohl des Fcattks wie der Lire scheint durchMK nicht auf momentane Ursachen zurückzuführen zu ftin, sondern in wirtschaftlichen Störungen seinen Grund Pt haben, die, wenn auch quantitativ, so jedenfalls nicht qualitativ von denen der besiegten Länder nicht'viel verschieben sind. Ob eine währungspolitische Orientierung nach Deutschland möglich sein wirb, hängt von der dortigen Entwicklung der Dinge ab. Momentan sind attch dort die Verhältnisse noch zu ungeklärt. EL ist überhaupt wahrscheinlich, daß die Neuregelung der in der ganzen Welt in Verwirrung geratenen Geldverhältntsse international erfolgen wird. Verschiedene Anzeichen dafür, wie hie Vorschläge zur Abhaltung internationaler Valutakoufevenzen, sind vorhanden. Ob es aber für uns ratsam ist, so lange zu warten? Dazu ist die Frage für unS zu dringend. Wir müssen vorerst das vorbereitan und durchführen^ was unsere trostlose Lage uns gebietet. Den Anschluß^ an die internationale Reform werden wir noch itnttys^ mt> bann wahrscheinlich, leichter finde«. Ein Ausweg ans der Finanznüt? Von eingeweihter Seite erfahren wir: Das Vorgehen unserer Finanzverwaltung anläßlich der Einstellung des, CoupondwnsteS ist derart unbegreiflich, daß sich immer wieder Stimmen melden, die bessere und ehrenvollere Wege weisen, auf denen die Finanzverwaltung den an-, gestrebten Zweck hätte erreichen können. So wich von fachmännischer Seite darauf hingewiesen, daß die öftere reichische Negierung sich hätte bereit erklären kömren, alle Coupons österreichischer VorkrMswerte mit einep Quote einznlüsen, die dem voraussichtlichen Anteil Oesterreichs an dieser Staatsschuld entsprochen hätte. Diese Quote hätte etwas unter dem Satz angenommen werden können, der sich, voraussichtlich für die Ein-» lösungßpflicht Oesterreichs ergeben wird, man hätte zum! .Beispiel den prozentttellen Anteil Oesterreichs an dev Bevölkerung zur Grundlage nehmen können, der sichere lich unter.dieser Quote liegt. Wenn Oesterreich sich vor aller Welt, bereit erklärt hätte, diesen ihm billig erscheinenden Anteil an der Verzinsung der Staatsschulbi auf sich, zu nehmen, so hätte e8 dabei hie anderen', ationalstaaten, Rwelche Oesterreich die ganze ZahlungS^ Pflicht undjetzt bas Odium des StaatsbankerottS allein überlassen, vor den Augen Europas ins Unrecht, ge* setzt, ja, es hätte der Unwille der Bevölkerung derj Nationalstaaten selbst die Regierungen dieser Staate»! veranlaßt, sich rascher zu einer Einigung über dick, schwebenden Fragen der Gchuldenliqnidution bereit ztt finden, als sie. es jetzt tun. Ein solches Vorgehen hätte zweifellos Oesterreich auch in den Augen der Reparation»'« kommission, welche seinerzeit die Anteilsquoten für' die Schuldübetnahnre festsetzen wird, außerordentlich genützt »md diese hätte gewiß dafür Sorge getragen, baß die aus Anlaß her teilweisen Gortponeinlösung für Oesters reich ertvachfetren Ausgaben bet der endgültigen ÄkÜ rkchMug Osft^rrM gutgeschrieben wMdm tMyt- - 3 OBOt"

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