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Wiener Morgenzeitung · 1919-08-17 · Heft 208 (17.8.1919) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 208 (17.8.1919)
Date
1919-08-17
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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wm «ns Wiett,^SonnLaä .- .. H.-q-T,, Wrener'MorgerrzerLÄn^ «fPW mtF7 Kom öitf bmt Repertoire. Den Eriwan singt der für die heurige Saison gewonnene Tenor Herr Gollä. Die nächste Woche bringt an Schaufpielvorstelltiugen die Wiederholungen von „Othell o", „M ttissenswnr m" und eine Ncneinstndienmg der „K r e u z e l s ch r e i b e r". I . Th al i a «> T h e a t e r.' Alexander ILray übernimmt in diesem Herbst die Leitung der Schanspielbnhne des Margaretener VolksbildungshaufeS. Es sollen dreimal wöchentlich künstlerisch wertvolle Stücke klassischer und moderner Antoren aus» geführt werden. DaZ Ensemble (meist junge Kräfte) ist bereits gebildet. Das Theater wird den Titel Thalia'Theater führen. r Kleine Krmstchrorük. #' Ein Stück von besonderem geschichtlichen und Künstlerischen Jrltercsse, ein vergoldeter Silberbecher, der ursprünglich dem engftschen Seefahrer und ,Bater der Kartoffel" Sir Francis D r a k e gehörte, wurde bei C h r i st i e in L o u d o n versteigert. Der Becher, ein Werk des Züricher Goldschmiedes Abraham Geßmr, gmg für 3800 Pstmd, das sind 72.000 M a t f, in andere Hände über. Ein anderes Werk der deutschen Goldschmiedekunst. ein kleines silbernes Schiff, daS zu Straßburg gegen Ende des XVI Jahrhunderts gearbeitet wurde, brachte es ans den stattlichen PretS von 3300 Mnd^ *v~.-V . ft1: " j, i' ■<„” &auczkvmw%'f> Marmelade. , Ocherrcichische unt/ft'udcrS Wiener Schtampe'-i'l sind, wie allbekannt, sprichivöfb geworden Und dieser Fachan^drnck prfreut sich leider Ausland einer nnwaudelbaren: ' Berühmtheit. Dennoch /unt titau ob des neuen Skandals, her 'sogar über die Men aüch Unserer „Gemütlichkeit" ihinausgeh't: daß eine Mdt mit total zerrütteten Finanzen, mit einer beispiellos /^gehungerten und ausgesogenen Bevölkerung an einem /zigen Artikel, und dazu noch Sauerkraut, 411/z Million/Kronen verliert, steht einzig da. Wir isind -zermürbt 'und gestumpft. durch die 'tausend und aber- ItaufM- Kriegsereraje und durch die täglichen Hungerkuren, aber dieser Kudal nmß uns aus unserer Lethargie emporreißen: er ij typisch für die ungeheuerliche Lotterwirtschaft, die in qik. Haupt- und Residenzstadt während' jber Kriegsjahre gseben wurde. Da stellt sich heraus, daß jes gunz überflüssiwar, das Sauerkraut in derart Massen- Vastm Ouantitäte/einzukaufeu. Da stellt sich' weiter heraus, daß trotz der. Herschwemnmng mit diesem nahrhaften überaus wohlschmfinden Lebensmittel sehr oft die hungernde Bevölkerung keinMaut erhalten konnte. Daß nicht iueniger ^als' .673 "Waggif spurlos verschwanden. Daß über Eintreffen und Autzbe so gut wie kein Buch geführt ward. ' Daß man die Her nicht znrücktransportierte. Daß Riesenrnengen Kraut tat verdarben m,b ihre Vernichtung ein Niesengeld versMg! lind keiner der damit Betranten, dafür Berantwrlichen, will. Schuld' tragen. Richtete ijtan an einen irgen/lne Frage über den heiklen Gegenstand,!banu schrie er Fort in echter Wiener Art g^tjt „Das geht Mich nix anl"md so konnte es dazu kommen, daß man statt. 'im deutschterreichischem Gelbe die Rechnung in tschechischen Kroner beglich, nur zweidrittelmal mehr zahlt«, als' notig gewen wäre. Dieser Fall geht weit über ein bloßes Lokaleiignis hinaus, er bedeutet den bisherigen Gipfelpunkt de. Wiener Schandwirtschaft. i ' Aber w.ich'alten noch lange nicht am Ende, wir wissen chichk, ob citt ktfüft weiterer Millionen sich nicht am Ende wei dent appMchen Geschäft Herausstellen mag — und schon droht ei' neuer, nicht , minder appetitlicher Skandal: diesmal in Sl\ so wohlschmeckenden städtischen Marmelade. Der st die Marmeladeherstellung erforderliche Zucker soll nicht recheitig geliefert und ein großer Teil der Obstvvrrate nubrtchbar geworben sein. Da wir diesen Sommer Pn Obstüberflß leiben, so kann mau uns zu dieser neuen Bescherung ,st gratulieren. Wir bringen es mit jedem Tage weiter und usere Wirtschaft wird mit jedem Tage vorbildlicher. Und ist genießen die unerhörte Ehre, schwere Steuern zahlen zu diyen, Steuern für eine Korruption und Gaunerei, wie sie keim ztvcite Stadt mit dem besten Willen aüfzuweisen vermg. __ . , hAus dm Aathaufe. Der Stadtrat tritt in der kommenden Woche m Mittwoch, Donnerstag und Freitag zu Sitzungen zusammen. . ' Elektisches Licht für Kleinwohnungen. Bekanntlich Hai der Stadrai einen , Kredit von tz Millionen Kronen für die Installation der elektrischeii Beleuchtung in -10.000 Kleinw 0 hnunen genehmigt. Bisher sind etwa 15.000 Installationen angereldet worden, weshalb die Annahme weiterer Anftreldungen eingestellt werden muß. I Die Asrrlängerung der Linie 59. Der Stadtrat hat rn seiner letzt» Sitzung die projektierte Fortführung der Linie 59 der Straßenyhn bis zum Bahnhof Speising, respektive bis nach Mauer abxelehnt. k Schreiergärtenausstellnuls. Die vom Stadtrat beschlosiene Aststellung von Erzeugnissen und Behelfen der Wiener Kleingärtner^wird am 7. und 8. September in der Volkshalle und im Arradenhsie des neuen Wiener Rathauses abgehalten werden. Der Termmjür die Anmeldungen wird somit bis 25. August 1919 verlängert. Anmeldungen, die die genaue Anschrift und Bezeichnung deÄAuSstellrmgSobjektes, beziehungsweise des Ausstellers tnthalten mtch sind dem LandwirlschaftSamte einzusenden. C VÄhrre rmd K«ft. Der Schauspielerftrsrk irr den VereinigLerr > s . Staaten- ‘i : Aus Belmar wird nuterm 16. d. M. gemeldet: Heute hat die zweite Woche des S ch a n s p i e l e r st r e i k s begonnen. Direktoren und Schanspieler haben - die Hoffnung auf eine baldige Einigung aufgegebcu. Die heute erwogenen Ver-> mittlungsvorschläge wurden durch die Erklärung einwcc Theaterdirektoren vereitelt, ilberhaupt nicht mit der Schauspielerveteiniyung verhandeln zu wollen. Der bekannte Theatereigentüiner und Förderer von.Spielueuhrrten, B 0 lask 0, erklärte, daß er die zweitgenannte Tätigkeit sofort ausgeben werde, wenn die MchausPiclervereiniguNg mit ihren Forderungen durchdringc. —:-- ■ft* Aus den Theatern. Das K v m ö d i e n h a ll s, bereitet einen Theaterabend dor, der nach, niehr als einer Richtung Interesse beanspruchen darf. Direktor Hd'llering hat das dreiaktige Schauspiel t»N i k 0 l a u s T r a u t" von dem jungen 0 b e r ö st e rreichischen. Dich ter. R'ichard Billinger zur Uraufführung angenommen, und Grete W i e s e n t a l hat sich entschlossen, die weibllche Hauptrolle darin zu spielen. j* t Literatur rr^Wiffenschastl' Zuw vierten Jahre des „Juden". Im Frühjahr 1916 begann die Zeitschrift „Der Jude" zu erscheinen. Bereits vor dem Kriege hatte sich der Mangel - einer geeigneten Tribüne zur freien Erörterung aller Probleme 'des jüdischen Lebens und deZ jüdischen Geistes sehr, empfindlich fühlbar gemacht; eine neue Generation des jüdischen Volkes war aus der Verstrickung in fremde 5luttrcren zunc Judentum znriickgekehrt und die Fülle des Neuen, Unerkannten, die Fülle der zu bewältigenden Aufgaben forderten eine Durchringung, einen Blick in die Tiefe, ein Erfassen der Richtung und be^ Zieles aus dem Wesen heraus. In r der - jüdischen Publizistik gab es jedoch nur solche Organe, die d^n Interessent des Tages, politischen und Parteizwecke» dienten, die einerseits von diesem aktuellen Stoff absorbiert wurden, andererseits jene Freiheit der .Erörterung und Weite des Blickes nicht Massen konnten, die allein eine geistige Fortbildung' und damit eine Vertiefung der Idee fordern können. Dieses! Bedürfnis nach einer vornehmecr jüdischen Revue von -hohem Niveau uufc entschiedenem Charakter wurde erst befriedigt, als infolge der Kriegsereignisse bas' Interesse für jüdische Dinge in den weitesten Kreisen erwacht' war. Die Leittrng'. übernahm Martin Bub er. Die Zeitschrift hat gleich nach ihrem Erscheinen in der Wischen und nichtjiidi scheu Welk ungeheures Aufsehen erregt und die Diskussion über das Judentum sofort von der Ebene des politischen Streites und des Zeitungsgezänkes in die Sphäre respektvoller geistiger Erörterung .gehoben. Nunmehr liegen drei Jahrgänge abgeschlossen vor und' bieten jeln ungeheures Material, unentbehrlich für jedermann, der über die Jndeilfrage Orientierung) sucht. - ^7 •' ':'r< ■ 'v'; Der vierte Jahrgang', von dem jetzt drei -Hefte bereits vorliegen, steht inr Zeichen der bevorstehenden Verwirklichung des Ziouismus. „Der Jude" ist das repräsentative Organ jener Gesinnung, die den Aufbau Palästinas im Geiste der sozialen Gerechtigkeit und der wahren menschlichen Gemeinschaft erstrebt, er erweist sich immer deutlicher als der Samucelpuukt jener Gruppe von Menschen, welche für diese Idee emzusteh'en entschlossen smd. Auch in den letzten Heften sind eine Auzahl Aufsätze diesen Fragen gewidmet, wobei das Bestreben zutage tritt, die uwglichst konkreten Einzeldarstellungen die Möglichkeit der Verwirklichung dieser Forderung aüfzuzeigen. „Ueber die .Grundlagen eines jüdischen Gemeinweseirs", dessen Glieder in Freiwilligkeit im Gegensatz-zu dem Zwang des heutigen Machtstaates zusammengehälten werden, schreibt Siegfried Lehmann. Nathan ben Nathan gibt eine geschichtliche Skizze über die E r b p a ch t, toelche die wichtigste Institution der landwirtschaftlichen Kolonisation des Landes werden soll. „Die Sache des Landarbeiters" vertritt Bert K atz en so y n; seine wichtigste Forderung ist Erlösung des Bodens als ewiges. Volkseigenülm und dessen Uebergabe an den Arbeiter. Die Probleme der Erziehung erörtert ein Aufsatz von Oskar Epstein über „Die Grundlagen der jüdischen Erziehung in Palästina" und ein Aufsatz von Hermann G.len n, „An die Jugend", eine ausführliche kritische Würdigung von Siegfrieds Bernfelds Buch „Das jüdische Volk und seine Jugend". E. M'. Lip'schütz schlagt die Schaffung eines hebräischen Institutes vor Lnr V'ereinheit-- lichuug der hebräischen Sprachkultrrr und als Forschungsinstitut'. 1" Aus dem übrigen reichen Inhalt der Heft« erwähnen wir noch: Eine Uebersetzung der berühmten Abhandlung' des hebräischen Dichters Chaim Nachman Bialik über„Halacha und Äggabäh", Apolitische'Aufsätze von Theodor Be er, "Josef Ten neu bäum („Wirtschastspolitische Wostulate der 'Juden in Galizien"), Arnold' "Z w e i g, Mahum Mo ld Mann, eine historische Arbeit von N. M- Gelber über „Die Juden Und' der polnische Aufstand' 1863". „Zwei Briefe" über die Jrrdenfrage von dem dänischen Dichter Henri Nath'anseu, Sohar-Uebersetzungan von Ernst Müller, und eine große prinzipielle Auseinandersetzung Abrahäm Schwabrons Über die ibeologischenl Grundlagen deS Zionismus („Das. Dogura von derewigen Galuih"). . Der neue Jahrgang des „Juden" sctzk fort,. was die früheren Jahrgänge versprochen haben'. Für die Sache des Judentums' ist gerade in diesent kritischen Moment Klärung eine bep wichtigsten Förderungen. Darum ist,zn wünschen,, daß die Zeitschrift „Der Jirde", bas Wertvollste, was' wir auf dem Gebiete der jüdischen Publizistik überhaupt besitzen, möglichst viele FreurM Uttb' Leser fiitbc.- 'r- —sch. ,NEUERSCHEINUNGl | ' -V - j Die jflucbt j jaus Jerusalem.! s 5 | ' Novellen | «■ von , S 1C Aakob fing er man n; | preis R. 4.80. .Zn beziehen durch N. Löwit Verlag Wien, I., Aotentnrmstraße L2. $' v*! ’ »•. - /■-.•. w «w». *'• ' . S ■!» a tfiiSMMKtf tnt ** «nt «ri* ra »e*<ni mu. sm«**. uimir. km» ICO £j^!1ni«inr irwn i iinn——rrnn— ■ — - Dis Kattowitzer Konferenz 1884^ - - Von Dr. N. M. Gelber. — Verlag Hickl, Brünn. . Es ist ein dankenswertes Unternehmen, die meist verschollt - um Dokumente ans der frühesten Zeit der modernen zioniMlien Bewegung der Oeffentlichkcrt zugänglich zu mache«. Dies ist eine iuichlige Vorarbeit für die Abfaffung einer Geschichte des Zionismus.. Jeder, der am diesem Gebiete zu arbeiten bat, fühlt dm Mangel iealicher Vorarbeit. Ueber die Kattowrtzer Konferenz, aus der die Cyowcwe Zionvereine sich eine Organisation^ geschaffen haben, ist schon van Dr. Heinrich Löwe 1909 eine kleine. Schrift erschienen. Diese gab aber nur einen Auszug ans den Protokollm, indes. :Dr. Gelber die Protokolle wörtlich, wrederyibt. Wie Löwe gibt auch Gelber in der Einleitung em.en kurzen hchorifchen Abriß der Anfänge der Zwnb ewegung, wobei es sich hauptsächlich ans die Vorgeschichte des Zustandekommens der Konferenz beschränkt, was inan bedauern könnte, wenn man. nicht wußte, daß Dr. Gelber eine größere Publikation über den Borhmlichen Zionismus vlant. Aus dieser Vorgeschichte werden eine Menge von Tatsachen bekannt, von denen die wenigsten Zionisten etwas wußten. So z. B. die. das Achad Haam schdw .. in diesem Sladiiun der Bewegung eine Rolle spielte und gegen den Territorialismus Pinskers und den philanthropischen Zug der ganzen Bewegung sehr heftig ausgetreten ist. Die Persönlichfeit Pinskers tritt uns in der, Schilderung Gelbers und. in seinen Reden auf der Konferenz in ihrer vollen Größe entgegen.'. Die Eröffnungsrede ist etwas anders wiedergegeben als, bei Lowe,' ‘ stellenweise erscheint besten Uebersetzung aus dem hebräischen Pro-' - tokoll (oder standen Löwe andere Aufzeichnungen zur VerfützWgj als Gelber?) viel prägnanter und dem aus der „Autvemanzitzallon \ bekannten Stil Pienkerts ähnlicher, wie bei der berühmten Stelle: „Eine Volksmctamorphose läßt sich nicht int Handumdrehen bewerkstelligen usw." indes es bei Gelben heißt: „Wir müssew es auch wiffen daß ein ganzes Volk seine Mvsiognomie nicht über Nacht ändert usw." Daß von den beiden verschiedene Proto- 7 kolle benützt wurden, geht daraus hervor, daß sich die Rede in Inhalt und Länge bei beiden nicht vollkommen deckt. 'Dr. Gelber . wird sich jedenfalls durch Fortsetzung seiner Publikationen über, die Zeit vor Herzl ein großes Verdienst um die Geschichtsschreibung der Bewegung erwerben. »6. . ’ •?, Das Schönste von Max Danthendey. AuSgewähll und eiugeleitet von Walter von M 0 l 0. Albert Langen, München. (Lcmgens Auswahlbände, Preis geb. 5 Mark.) In netter, ansprechender Ansstattung wird hier eine Auswahl aus den Novellen und Gedichten des lebensfrohen formgewandten, Lunkers 'tax* ' geboten. Danthendey zählt nicht zu den größten dieser Generation, er ist. in vielem heute schon recht unmodern, er geht auch nicht tief schürfend an die letzten Probleme und seme lyrische Dynamik vermag kein universales Weltgefühl zn erzeugen., Aber er ist der liebenswürdige Sänger der Flächendimenswn, ein sinnlicher Genießer, dessen harmlose Leidenschaft mit den Hemmungen der eigenen Bedenklichkeit ringt, doch an der farbenreichen Welt, Blumen nnd Frauen, besonders Frauen, sich entziindend. Schöne : heitstrnnken schweift er durch die Welt, ein fahrender Liebessäuger, und es gelingen ihm Lieder von eindrucksvoller Innigkeit und Bilder von starker Plastizität. Danthendeys Gesamtwerk liegt in ' vielen Gedicht- und Novcllenbänden vor. die bei Albert Langm , erschienen sind und aus denen Walter von Molo die'schönsten Stücke ausgesucht und mit einer liebevoll des Dichters Eigenart \ charakterisierenden Einleitung versehen hat. ’ . Knut HamsunS Eltern. Aus Anlaß des 60. Geburtstages von Knut Hamsrm, der am 4. August gefeiert wurde, berichtet eine norwegische Zeitschrift über die Abstamnmng des Dichters. Dir väterliche Familie Knut Hamsuns hat seit langem auf Skuthakken in Baage in Gudbrandsdalaewvhnt. Sein Vater Per.: Skultbrkkcn war Schneider nnd als Meister seines, Faches Be*1, kannt. HamsunS Mutter Toro Träet gehörte zu einer intelligenten und begabten Familie und viele-glanben, daß Samsun den größten - Teil seiner Begabung von ihr hat. Als Hnnstun drei, vier Ial>re . alt war, zogen seine Eltern erst nach Aalesnnd und spater, ins i- Nordland, wo sie den Hof Hamsun kauften, nach dem der Dichter ' seinen Namen trägt. Daß sowohl das Gudbrandsdäl wie das. Nordland der Persönlichkeit des Dichters imd seiner. Kunst ihre . Spuren eingeprägt haben, ist bekannt. Hd'eckclS „LeKenscrimrevkngsrr". Haeckel ch'ak seit-dem Jahre 1909, nachdenr er von seinem 47 J^ltzre lang, be-: kleideten Amt als Universitätslehrer nach Abschluß seines Lebensjahres ^nrückgetreten war, an einenr Werk ge- - arbeitet, das die Krönung seiner 'ganzen Lebensarbeit beben- ' iete und aus diesem Meister der Natursorfchung, wenn es aus! - seinem Nachlaß hervortreten sollte, in einem ganz treuen'/° Licht zeigen wirb. Es sind seine Lebenserinnerungen. Er> . selbst hat sich' über die Niederschrift dieses Werkes ciniiwC' geäußert: Diese schwierige Arbeit kann nur langsam vorwärts schreiten, da .es sich um Sichtung Und Ordnung eines- 'äußerst nmfangrd'ichen Materials handelt: Tausende doim ' Briefeir und TagebuchbMtern von inhalü'eichen Zritungsnotier und Nezensiorreu. Sollte ich die begonnene, zeit-. raubende Arbeit, zu der ich seit langer Zeit, von vielen.: . Freunden gedrängt werde, noch selbst vollenden imd sie: mit zahlreichen, größtenteils' selbst gezeichneten und' gemalteni Bildern illustrieren können, so wird das Werk mehrere Bände!. umfassen. Sollte dies nicht der Fall sein, so ist dafür: gesorgt,; daß bas wertvolle und originelle literarische Material auch nach seinem Tode von sachkundigen Frerrnden verwertet' werden kann. Der historische Wert meiner Memoiren liegt darin,. - daß ich feit einem halben Jührhrmbert ben Ausbau der f niydemen Entwicklungslehre als meine wichtigste Ausgabe festgehalteck habe und mit einer großen Zahl von berühmten: Naturforschern und anderenbedeutenden Männern in Brief- Wechsel unb persönlichen Verkehr getreten bin." . "1 Biichereinlauf. Herbert Silberer: Der Traum, Verlag- -. Ferd. Enke, Stuttgart. — K. F. Kommta: Karl Kraus, Der Krieg und die AusgerÜuchertcn, Verlag Revolittion, Wien. -7..- Friedrich ZLilbelm Fulda: Zum Beruf geboren, Verlag. E. DiedeMs, Jena. — Aicgnst Vetter: Die dämonische Zech- Verlag E.DiderichZ,Jena. —Walter Främel: Volksstaat nndhöhere Schule, Verlag E.Dirderichs, Jena« — Vorgeschichte des Waffeu-'r MstandeS, Verlag Reimar Hobbing, Berlin. —. Dr. Jakob Hacks:' Was will der Sozialismus, Priebatschs Verlag, ^Breslau. — Dr.Maczek '. Freundschaft imd Sexualität, Verlag A. Marcus ' und E. Weber, Bonn. — Hugo Dingler: Die- Krlltnr der Juden, ' Verlag der Nene Geist, Leipzig. — Victor Mann: Aufruhr Verlag Delphin, München. — v. Eckardstein: Diplomatische Enthülluugm zum Weltkrieg, Verlag Karl Curtius, Berlin W 85.—* G. Hartmann-Rachftock: Der Nntergang des deutschen Volkes als französische Prophezeiung, Verlag Karl Emlrus, Berlin >V 85. Der neue Gorien. „Bor dem Swrm" gelaugt denmächsi zur Ausgabe. Gorien, der das Reich der, jüdischen Sage durch ' sein? Sammelwerke neu erschtoffen hat, gibt hier in kurzen,Erzühllr.igkn aus der wohlbekannten Welt der osijüdischen Heimat. Schöpfungen des eigenen dichterischen Erlebens, deren stofflicher' Reiz allein schon alle Leser fesseln wird.,Das Bändchen, erhält die gleiche Ausstattung wie die bereits erschienenen desselben Autors; „Vom östlichen Judentum" und ^Zwei Generationen". Vorbestellungen sind zu richten an R. Löwld-Berlag, Wim,. l./Neisck'- markt 1. v-

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