Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 197 (6.8.1919)
- Date
- 1919-08-06
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Ar. 19? iüicn, Mnlmoch ^Letter vLiorgenzermng Der Volkswirt. Die DekKmpfung der österreichische« BanKnoteRijiflktio«. Die von Dr. Paul Cohn in Zürich heraus-;egebene Monatsschrift. „Das. ne uc Europa". ent-- -ält unter dem obigen Titel einen Artikel, worin es unter. andctem heißt: Der Mißbrauch ' der Oester- , teichisch-uttgarischen Bank als Banknotendruckerei mit Nroßbetrieb. hatte zunächst.eine.Verminderung des Geldwertes &jx Folge, welcher bei bestehendem Mangel an Lebensmitteln und BekleidungDartiteln zu Preistreibereien führte, die eine Verarmung der '/-Bevölkerung ftrvorriesen. Die.Maßnahmen Tschechiens, durch eine Grenzsperre für Banknoten die Verarmung auf die ruderen Nationalstaaten zu, beschränken unck ttut die mf tschechischem Gebiete befindlichen, durch eine spezielle Abstempelung gekennzeichni-^n. Banknoten -als!ür die Geldzirkulation in Tschechien verwendbar zu wklären, riefen Proteste in bjft'cii Nationalstaaten, ferner >ie Unterbindung deswirtschaftlichen Verkehrs aller Nationalstaaten untereinander sowie mit dem Aus- . «nde hervor, der-gegenüber die Staaten des Ausländes ncht gleichgültig, bleiben konnten. Es war mithin veriandlich, d'aß das politische 'Departement der. .Schweiz Ale. Schweizer Bürger vor dem. Ankäufe österreichischer banknoten warnte und durch eny: Deponierung aller in Schweizer Besitz befindlichen derartigen Banknoten jünächst feststellen läßt, in welchem Umfange die Schweiz nik an der Entwertung -der österreichischen Krone ieteiligt ist. - . . Die. Bekämpfung - der -österreichischen Banknoteninflation hat längst aufgehört, eine innere Angelegenheit der ehemaligen Doppelmonarchie zu sein, sie ist rine internationale geworden und es muß, wie >ies bevorzustehen scheint, dort allen beteiligten Staaten gefordert werden, daß alle aus der Doppelmonarchie hervorgegangenen Nationalstaaten gemeinsam die Abvehtmaßregeln gegen die Ban^noteninflation und ihre ßolgezustände durchführen. Die Banknotenzirkulatiön müßte' auf das vor dem Kriege bestandene Quantum (2i/a Milliarden Kronen Zür die. gesamte Doppelmonarchie) reduziert und für )en Nest unverzinsliche Schuldscheine, welcheder. Zteuerkraft der Nationalstaaten entsprechend unter dieselben zü verteilen wären, ausgegeben werden, s D e anverzinslichen Schuldscheine kämen in Verwendung:;um Ankauf von Nationalgütern. .(ehemaligen Krorrzütern), deren Holz allein einen Wert' von vielen Milliarden Kronen darstellt, von dem Staate gehörenden Baulichkeiten, Museumgegenstanden und dergleichen inehr. Ferner wäre die Kaution, welche die Bauunternehmer Und Lieferanten dem Staate 'oder den Gemeinden zu erlegen hätten, in unverzinslichen Schuldscheinen zu erlegen und. hätten alle von den Gerichten verfügten Strafen (gemeine Verbrechen ausgenommen) in der Abzahlung von solchen Schuldscheinen zu bestehen. Je nach der Bilanz des Budgets könnte auch die Zahlung eines - Teiles der Steuern in unverzinslichen Schatzscheinen erfolgen. Durch ein Edelmetall- und Edelste iWesetz hätte rine Beschlagnahme (gegen Ausfolgung von Schatzbons) aller in Gold und Silber im öffentlichem oder Privat« besitz befindlichen Gegenstände sowie der in Goldwährung zu erfolgenden, für die Zahlung der in das Ausland gelieferten Wären einlaugenden Devisen so. lange staktzufinden, bis die Banknotendeckung die statutenmäßige Höhe (800 Millionen Kronen) erreicht haben würde. Dieser Nationalschatz müßte international gegen Beschlagnahme geschützt werden. Reich und Arm würden statt Silberlöffeln und-gabeln solche aus Blech benützen. Man könnte dieses Zeitalter, zum Unterschied wo.m goldenen, welches versprochen wurde, das blecherne nenney. Durch'diese allerdings drakonischen Maßregeln würde die Valuta'hergestellt und der Weltverkehr mit dem Ausland wieder auf eine solide Basis gestellt werden. Gold bedeutet heute Leben, denn Lebensmittel und Rohstoffe, sind nur durch die Bezahlung in Goldwährung oder durch die Lieferung.anderer Rohprodukte Möglich. __- Reiche Erzlager auf dem Hunsrück entdeckt. Köln, 5. August. (Tel.-Komp.) Oberrheinischen Meldungen zufolge-wurden nach dem Verluste des lothringischen Erzgebietes auf dem H u n s r ü ck r e i ch. e Erzlager entdeckt. Diwch eine" Koblenzer Firma sind SchNrsungen nach Eisen» und Manganerz vorgenommen worden. Die Arbeiten hatten bisher einen vollen Erfolg. Die Zahlung englischer Schulden an Privatpersonen in Deutschland. London» 5. August. (Tel.-Komp.) Sir Aucland G e d d e s erließ eine Verfügung, derzufolge sämtliche Schulden, dre E n g l a n d n n P r t v a t v e r s v n e n i n D e u t f.chl a n d zahlen muß, nnd die auf Mark lauten, nicht nach den jetzigen .Kurst, sondern nach dem Kurse vor Kriegsausbruch zahlbar sind. " i Wirtschaftliche Nachrichten aus Rumänien. Aus B u k. a r e-st wird gemeldet: Minister Conftan- * i n c 8 c u erklärte gestern, baß Rumänien nach Einbringung der jetzigen Ernte50.000WaggonsKornwerdeauSführen können. Die Generalversammlung der Anwmm der „B a n c a C o m e r c l a l a R o m a n a" hat tue Erhöhung des GesellschastskapitalS von 12 auf 50 M i l l i o n c u beschlossen. Keine Abstempelung der dentfchen Banknoten? Berlin, 4. August. Die „Deutsche Allgemeine Zeitung" meldet aus M ün ch en: Die „Münchner Neuesten Nachrichten" erfahren aus dem RcichSfincmzmimsterium, daß dort von der vom anderer Seite gemeldeten Aufgabe der Abstempelnugspläne der Banknoten nichts bekannt sei. Frankreichs wirtschaftliche Position in der Tschecho-Slowakei. - Prag, 5. August. Frankreich hat -bereits alle Vorbereitungen getroffen,' um seine wirtschaftliche Position in der tschecho-slowakischen Republik zu festigen. So sollen die S k o d a w e r k e mit französischem Kapital ausgestattrt und mtt den französischen C r e u z o t - W er k e n vereinigt werden. Austriarverft A. - G. StaMimento Teenieo Trrestins. Ern Konsortium von Großaktionären der Austrrawcrsl A-G., an dessen Spitze vie C r^e d i t - A n st a l t steht, hat einen bedeutenden Akticu-Postm an eine italienische Gruppe verkauft. Die letztgenannte Gruppe beabsichtigt, eine wesentliche. E r h ö h n n g des Aktienkapitals vorzunebmen und mit der verkaufenden Gruppe sind Vereinbarungen wegen Einräumung eines Bezngsrechtes bn. die am Verkaufe tcilnehmendm Aktionäre getrosten worden. Die Credit-Anstalt beabsichtigt, sämtlichen Aktionären der Gesellschaft Gelegenheit zu geben, an dem Verkaufe mit einer Quote teilnmkhmeu sowie an der Uebernahmc. neuer Aktien aus der Kavitalserhohuna zu p a r t r?. r p i e r e n. Diejenigen Aktionäre, welche hiervon Gebrauch machen wollen, werden eingeladen, sich bis 20. A n g u st u I. mit dem Börsebnreau der Oesterreichischen Credit--Anstalt in Wim ins Einvernehmen zu setzen. ' ' \ 0t:*iC ftfTgetstfinc VerysiichlrMg der vcutschrn Vaüüsrr, ibrr Kunden aut die, Möglichkeit - des ^rngünstrgen Ausganges von Speknlationsgeschästen htuzuwesten, besteht der Enischcidllng des dentschemNttchsgerichtcs zufolge nicht; sein solcher Hmwcis ist nur dann geboten, wenn sich die Bank bewußt-ist, daß es sich um eine besonders gefährliche oder um'- eine wenig au.Hchisic che Spekulation bandelt nnd wenn sw nicht /Grund zur - Annahme bat, daß der Kunde hierüber bereits selbst unterrichtet ist. Zwar können auch Kassengeschäfte Sv'.elcharaktcr tragen, doch sind dre Indizien, die bei TeriNingesthästen für die Spielabsicht beweisend sind — Unvermögen zur Leistung des Kaufpreises, uaterlassene effektive Liescrung uiw. — bei Kassengeschäsren nicht von gleicher Beweiskraft. , Künftige KonRwveuz auf dem Weltholzmarktle. 50°/» des, Holzbcftandes der Welt bcstn'den sich in N o r'da m e r i k a. Trotzdem ist es. seitber den Bereinigten - Staaken nicht geglückt, sich eine überragende'Stellung auf dem Weltbolzmarkte zu schassen. Europa, insbesondere Skandinavien, siebt voran, da. es die Hölzer xdester trocknet und sägt und über -eine wirksame Organisation der Exporteure verfügt. Der stärkste Konkurrent rn Znkunft wird R v ß l a n d sein, besten europäischer Teil schätzungsweise zwei Billionen Kuvikluß produzieren wird. Infolge der Tätigkeit der japanischen Kaufleule ist dre sibirische Ausfuhr schon ein wichtiger Faktor auf dem Weltbolzmarkte geworden. Die Ausmitzlnig der s i b i r i sch estt Wälder gebt gänzlich unter javanischer Leitung vor sich. Dank niedriger Frachten — 15 Pfund Sterling iüc 1000 Kubikfuß — liefern die Japaner sogar nach San Francisco.- Das Gesetz über gemeinschaftliche Ankernlehmrrngen. Das Staatsgesetzblatt veröffirntlicht düS von der Nationalversammlung am 3g. Juli bcschlostene Gesetz über tzemenstchafillche Unternehmungen. Nekordziffertt deS amerikanischen Exportes. Aus Saint-Germain wird telegraphiert: Das amerikanische Handelsamt teilt mit, daß in dem am 1. Juni abgel.a u f e n e n Geschäftsjahr der amerHamsche Export eine Höhe von,71 l4 Millionen Dollar erreicht habe. Die entsprechenden Ziffern sind für das Jahr 1913 2577 Millionen Dollar und für das Jahr 1917 6601 Millionen Dollar. Dev ftnanzislle Verkehr zwischen Deutschland nnd Brasilien wieder anf§ensrmmen. Aus Rio de Janeiro wird telegraphiert: Die Regierung ermächtigte-die in Brasilien weilenden Deutschen, wieder Finanzgeschäfte zu betreiben und Wertsendungen ins Ausland zu schicken. Dämst ist der Zustand wie vor dem Kriege wiederhergestellt. . Erste österreichische Sparkasse. Im Spar- und Scheckverkehr belief sich der Emlagenstand Ende Juli auf K 695',073.517, eS wurden von 12.017 Parteien K 9,817.399 eingelegt und an 25.887 Parteien Li 38,057.130 rückst e z a h l t. An Hypothekardarlehen wurden K 8,140.398 zugezählt, dagegen K 1,540.195 rückgezahlt, so daß sich der Stand an Hypothekardarlehen Ende Juli auf L Z19.076.086 stellte. Die Psandbriefdarlehen beliefen sich Ende Juli auf K 17,575.274, 60jäbrige Pfandbriefe waren K 18,064.400 im Umlaufe, Wechsel wurden 1,210.400 eskomptiert, 10,659.320 elnkasstert, an Kassenscheinen 6,720.000 angekann und 22,950.000 einkassiert. Der Besitz an Wechseln und Kastenscheinen betrug sonach Ende Juli.K 21,541.187. , Lampen- und Metallwarenfabriken R. Ditmar, Gebrüder Wrünner, A.-G. Gestern fand unicr dem Vorsitze des Herrn Vizepräsidenten Alexander B r Ü n n e r die XII. ordentliche Generalversmmnlung der Lampen-- und Metallwarenfabriken R. Ditmar. Gebrüder Brünner A.-G^ statt,, m welcher der Rechenschaftsbericht und die. Bilanz pro 1918/19 vorgrlegt ^rnd einstimmig genehmigt Nimbe. Es wurde beschloffen, von dem erzielten Reingewinn per K 920.5SO.S2 (int Vorjahre K 1,329.461.51) eine 7°/yige Dividende (gegen 8% tnt Vorjahre) zu verteilen > und den Betrag von K 218.532.75 auf neue Rechnung vorzutragcn. Die Banquo de Paris et des Pays bas erhöhte ihr Kapital um 50 auf 150 Millionen derart, daß l»ie neuen Aktien zu 750 Franks herauskommen. Von den Gstreidemrirkten. Vom Auslande liegen heute bloß spärliche Meldungen vor. Der Beschluß der kanadischen Regierung, die heurige Weizenernte anzukaus nt, bat die Ausschaltung spekulativer Prcisübertreibungen zUm Ziele. Infolge der scharfen Preisrückgänge, die einzelne Artikel auf dem Berliner Platze erfahren haben, sind derzeit Verkäufer weniaec abgabcwlllig, zumal durch Zeitmangel der Landwirte die ersthändigen Verladungen schwieriger geworden sind. S e r a d e l l a bewahrt matte Haltung,' auch die Fechsung neuer Ernte ist zu letzten Preisen erhältlich. Bon Weiterstörungen abgesehen, nimmt die Ernte in den d e u t s ch 8 st e r r e i ch t f ch e n Erzeugungsgebietrn einen befriedigenden Fortgang. In Weizen/ Roggen und Gerste wnd noch immer mit emem mittleren C r' t r ä g u i S gerechnet. . .Wiener Börse. Mü Rücksicht auf die Vorgänge in B u d a p est Aeigte sich die Spekulation un der gestrigen Börse zurückhaltend, der Markt bekundete eine schwächere 0. Äugilft 1819 Sette 7 'H a l t u n g, da den Abgaben gegenüber nur geringe Aufnahmsfähigkrit bestand. .Stärker rückgäntz'.^ warm in der Kulisse nebst denungarischen Werten Alpine-, S t a a ts b a h n- und Sk o bö» Aktien. Auch valutarische Papiere waren im Hinblick auf die Besserung des Kronen- Kurses auf 14.25 in Zürich billiger erhÄtlich. Eine Ausnahme machten bloß bie, Aktien der Orientbahnen, welche eine Ärcmee von K 185.— aufzuweisen hatten. Im Schranken herrschte eine geteilte Tendenz. Schiffahrtwerte litten unter Abgaben. Naoigazione ermäßigtm sich um K 300.-—, A u st r o - A m e rÄ e a n a um K 130.—, dagegen schien Petrol e u m - A k t i e n die Aufwärtsbewegung fort.' Karpathen- Petroleum proMerten K 110.—, Galizia K 85.—. Von den Renten erhöhte sich ö st e rr e i ch i s ch e G o l d r e n t e um ungarische K r o n e n r e n t e gab 1% ab: Im übrigen verweisen wir auf nachstehende Schlußkurse: ' Jndustris-lLnternrehrnAngerr. Allgem. Baugesellscb-vr —(— —Umonbau —(— —-Wremr Baugesellschaft —.— (-Wienerberger Ziege! 855 - (-Liesinger 650.— (— 20.—), Sarajevo Akt.-Bmner.-ei —), Aussig Chem. 1450.— V— 42.—), Brosche Spiritus-(--), Karborundum —i-), Holz- Handelsgesellschaft 7R0.— 1+ 24.—), A. E. G. Union Elettr. ' —(--.-—), Siemens Sch ackert 419.— (-}- 2.—\ Alpine 1146.— l— 25.—\ Austria Emmi 1080.— (.4-2.—), Berg u. Hütten 2095.— (■+• 5.—), Poldihütte 960.— ( — 4.—), Prager Esten 2850.— (4- 50.—), Rimamurany 1017.— (—13.—), Skodawerke 741.— (— in.—>.i Waffenfabrik -j- (-Saig» Tarjaner 1085.— 35.—), Trifailer Kohlen 815.— H- 2.—) Uttfi. Allgem. Kohlen 2045.— (— 25.—), Urikany 928.— (+ 3.—', Westböhm. —.— — Brunner Maschinen — ->-Heidt 430.— <— 18.—), Lokomvttv Sigl 640,— i-.—), Simmermger 523.— (4- 13.—), Elbemühl — .— Veykam 605.— (4-15.—), Karpathen 2S5o.— (-f 110.—'*, Galizia 2035.— (4- 85.—), Fezfabriken —(-<—), SchoMr Zucker 1345— i— 45.—). Böhm. Zucker —(— Oesterr. Eisenbahnverkehr 555.— (— 5.—). Türk. Tabakregie 2210.— (4- 10.-), Türkenlose 480.— (-— 16.—), Krupp A.-G. 526.- -4- 1.-!, Ruston 559.50 (4- 9.-). F-atweAe 940i-47.-). Beitscher Magnesit 2280.— (4- 20.-', Schönprlesener, 910.— (4-10.—), Austro-Amerikana 2150.- (-130.-). Transporl-Untevnehmungen. Adria-*.-\ Aussig-Teplitzer —(— —.—), Buschtiehrader lit. A. 2109. - (-Buschtiehrader lit. B. —(—,—Ortenlbahnen 2138.— (4- 185.—), Donau-Dampf. 192?.— (— 28.—), Ferdmands-Nordbahn 5180.— (■+* 70.—), Aoyd 4250.— — 50.—V Naoigazione 6600.— 300.—), Staarseisettbabn 1020.— >— 15.—), Lombarden 181.— ’(— 5.—), 3ö/9 Südbahn Prior. 398— (— 2.—), Staatsbahn Grnußsch. 480.— l- 18.-). Renten. Mairente 63.75 4-.25), Febnranentr — *-), Oesterr. Kronenrente 83.50 (-.25), Oesterr. Goldrente 147.50 (-4- 2.50), Ungar. Goldrente — (-) Ungar. Kronmrente 81.— (— 1.—). Banken. Anglo 382.— (4- 3.—), Bankverein 439.— (-.—), Bodenkredit 901.- (- 34.-), .Kredit-Anstalt 574.- (— 1.—). Ungar. Kredit 712.— (—32.—!. Depositen 475 — (-.—), Länderbank soo.^o (4-.50), Unionbank 485.— f— 4.—), Berkehcsbank 312 50 4- 1.50), Zivnostenska 662 — (+ 7.-). _ . Prager Börse. Prag, 6. August. Bei unregelmäßigem Verkehre zeiate fich' an der beutigeit Börse Kaufintereste nur bei niedrigeren Preunr. Beträchtliche Umsätze fanden hauptsächlich.in der Freihcitsauleche statt. Es notierten: ■ ' Freibe'itsanleibe 103.50, Mähr. Landesanleihe 107.^, Landesbank des Königreiches Böhmen, Kommunalschnldscheme in Kronen 105 — , Landesbank des KönigxeicheL Döhmrn, Mellonationsscheine in Kronen 104.— Eisenbabnschuldscheine der Landesbank des Königreiches Böhmen 104.—, Böhm. Sparkaste- Psavdbr'efe 104.50, 4^/yige mähr. Hypotheken-Psandbriele 108.50) 4*/a ®/oißc 110.50, Mähr. Landrskulturbau-Kommunäloblrganouen 4%iflc 104.50, dieselben 4V»%tftc 107.50, Zentralbank der böbm. Svarkasten-Pfandbrlefe l02.—, Prager städtische Sparkaste 106.- '.- l. mähr. Sparkaste (in Gulden) 107.50. * Berliner Börse. Berlin, 5. Angnst. Unlust, Zurückhaltung und insolgcdn! >< GeschäftEille bildeten auch an der heutigen Börse die hervor stechenden Merkrnole des Verkehres und die Kurse nnterlaoeu in ihrer Gesamiheit keinen besonderm Veränderungen. Eine Aus? nähme von der vorherrschenden Geschäftsstrlle machten zeitweilig Schrsfahrtwerte, die Besserungen von 1 bis 2% erzielten, vor allem aber Peti olevmwerte, von denen Steaua RoMana-Aktten einen weiteren Anstchwitug nahmen. Auch für russische Banktvene und für Kolonialaitteile gab sich zeitweise einige Kauflust zu erkennen, doch fielen diese Papiere nach Befriedigung des BrgrbreS wieder in ihre alte Vernachlässigung zurück. Don Montanwerten lagen Bochumer- und Rombacher-Aktien etwas fester, wogegen Bismarckhütte- und Deutsch-Luxemburger-Aktten mäßige Abschläge erfuhren. Sonst sind als fest, noch Schantrmgbahn-Aktten. nud chemische Werte zu erwähnen, wogegen türkische Tabak-, Orievtbahn- und Hirsch Kupfer-Aktien stärker tm Kurse uachgabcu. Recht still ging es auch auf dem Änlagemarkte AU. KriegSanleibe« notierten ungefähr 81.25. Schatzscheine und die alten heimischen Anleihen blieben gut behauptet. > österreichisch» tmd> ungarische Renten unverändert. Tägliches Geld bedang 4*/,°/«, leicht. Berlin, 5. August. (Schlußkurse.) Schantungbahn 130.63. Große Berliner Straßenbahn 121.—, Oesterreichischr Staatsbahn 105.—, Lombarden —.—, Prinz Heinrich-Bäkm. 804.25, Onentbahn 289.—, Hamburger Paketfahrt 101.87. Hansa 221.25, Nordd. Lloyd 102.25, Vereinigte Elbeschiffahn 94.—. Berliner Handelsgesellschaft 152.50, Konnnet^- und Diskontbank 121.75, Darnistädter Bank 106.—, Deutsche Bank 192.5", Diskonto-Kommandit 152.50. Dresdner Bank 127.87, National* bastk für Deutschland 99.25, Oesterr. Kredit —, Nricksbank 147.25, Allgemeine Elektnzitäts-Gesellschast 170.—, Anglo* bank 159.75, BiLmarahütte 208.50, Bochumer Gußstahl 178.25, Gebrüder Böhler 182.25, Consolidation 231.75, Daimler 197.75, Deutsch-Luxemburger 146.—, Deutschösterr. Bergwerk —. -. Deutsch-Uebersee 225.50, Deutsche Erdöl-Gesellschast 317.50, Gasglühlicht 368.—, Waffen und Munition 200.26, Dbrmersmarckhütte 195.50, Dynamit Nobel 148.25, Elektrische UnteV» nehmung 291.50, Gelsenkirchener 179.25, Harpmer 1MM, Hösch Eisenwerk 209.—, Hohenlohe 111.--°-, Laura-Hütte —. Lothringer Hütte 162.62, Mannesmannrohren 180.73, Ovenstein ck Koppel 172.—, Phönix 191.50, Rheinische Metallwaren 178.75. Rheinische Stahlwerke 141.—. >?ük!- Schuckerl 119.75, > Siemens ck H-I Berliner 188.—.Tabak