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Wiener Morgenzeitung · 1919-07-20 · Heft 181 (20.7.1919) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 181 (20.7.1919)
Date
1919-07-20
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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Literatur r^WiffWschaft. AnterdrÄMtES $us dem Weltkrieg. „Krle'gsursachLn" - von Dr. M. Boyh . - tschowiLs ch, ehemaligen serbische,: Geschästs- ' . - 'träger in Berlin, Verlag Orell Fntzli, Zürich 1-919ö — „IlnterdrüÄtLs aus dem Weltkrieg", 1'cm Kurt Ei.s per, Verlag Georg Müller, ’ i : München ■ 1919. — „Politische Oorrespon- 1 . . ‘ denken. und friebferti-A Kriegsaufsätze, .1914 bis 1918", von RNdölf Said-Nuete, > ' - -Vsrrag sDttii Füßki, Zürich 1919. Von oen zahllosen Schriften über' Kriegsentstehnng und Kriegsverlguf,, die jetzt nach dem Zusayunenbruch auch der .'Zensur überall emporschießen, sind diese drei'hervorzuheben. Vo gh itsch e.iv i tsch vor allem, der als früherer serbischer Geschäftsträger -in Berlin den' größere»' Hseil der geheimen diplomatischen. Ränke kennen gelernt hat, bringt eine Menge noch' unbekannten und überraschenden Materials, ' welches gleichzeitig" b.ife Diskussion wieder auf ihren fast fcjott ver- . gessenen Ausgangspunkt zrrrückzwmgt. Er spricht nicht von, dein pciitsch-englischen Gegensatz, der gewiß das seine zur . Katastrophe beigetragen hat-, er beschränktsich ganz auf die zweite Kriegs« rsäche, die Rivalität zwischen Rußland und ' der habsburgischen Monarchie auf dem Balkakr. Hier deckt ev 'nun alle jene Aktioneu und Verschwörungen-auf, die zum Kriege drängten, belegt die feit einem Jahrzehnt unbeirrbar systenratische Kriegsvorbcreitung Rußlands mit Dokumenten, enthüllt -die Abmachungen/ die es unzweideutig genug, mit Serbien getrofsbn hatte, und. vergißt auch nicht, das Doppelspiel des KoburgecS — des „schlauen Fuchs", wie ihn Kiderlen nannte — zu entlarven. Für die Geschichtsschreibung enthält dieses Büchlein /wertvollstes! Material. 'Kirrt E i S n e r s Broschüre enthält zwei polemische,. Aussätze-'die, gegen (5x»fk Heilnrann und David gerichtet, während des Krieges nicht' erscheinen dursten. Sie beschäftigen /sichhauptsächlich mit der Fragewelche der Mächte bei dem entscheidenden Telegramm- Wechsel in den letzten Julitagen 1914 Ausschlag gegeben t hat., Aber .so formuliert verliert die Frage heute schon ihre ' Nsdentung. Innerhalb' der Entwicklung von 1890 bis 1918 gebührt dem Julirnonat nur eine ganz bescheidene Rolle. Dinge,' die jahrelang wohlüberdacht vorbereitet wurden, lassen sich nicht'in Stunden^aus der Welt schaffen. Wer die Schuldigen suchtmuß weiter zurückgehen. War die deutsche Politik vor dem Kriege eine solche, daß die Auseinandersetzung mit , England unvermeidlich wurde? War .sie während detzt Krieges eine solche, daß ein Ausgleich verhindert wurde? In dieser Art ist dir Schuldfrage zu stellen/und das Buch von Said- N net? gibt zu ihrer Beantwortung manchen bedeutsamen . Beii/ag/ Sqid-Ruete,.' ein AuZlandsdeutscher, völlig eingestellt auf die „Westorientierung" und die Verständigung mit England/ Hat während des Krieges publizistisch und durch einen reichen Briefwechsel miv führenden Politikern ausgleicheud zu'wirken versuchti. Wenn auch.der Briefwechsel meistens, y ' ein einseitiger gewesen zu sein scheint, da die Antworten oft "allzw k,irz klingen, gewährt, er doch einen interessanten Etn- - blick. Man . fiüdet aufschlußreiche Briefe von Ballin, Bülow, Erzbergrp-.^Bernstchcfs .und vielen and«ren. Gutes und Schlechtes Kluges mrd Verständnisloses dicht, beieinander/ Das Krasseste allerdings bildet, ein Brief des Berner LegationssekretärS, Herrn von Simfon, in welchem dieser aus Anlaß eines etwas ' pazifistischen Aufsatzes von Said- Ruete die gesellschaftlichen Beziehungen zu diesem abbricht. Der Tort, mit welchem' hier von „der Negierung, : die nach dein Willen unseres Allerhöchsten Herrn die Verantwortung trägt'", byzantinisch gesprochen wird, zeigt allzu deutlich/ baß -Heinrich MannZ „Der Untertan" keine Uebertreibüng enthält^ Im letzten seiner widerwärtig konstruierten ' und dilettantisch erlebten Romane, die eint beschämend hohe . Anflage in einern renommierten Verlage erleben („Wie Satan starb", Verlag Georg Müller, München) läßt Artur Landsb e r g e r seine Karikatur. eines kgl. preußischen Landrates kn einem EisenbahneoupZ 1. Klasse mit einem Gleichgesinnten zusümmentreffen, dessen Figur gleichfalls kindlich konstruiert erscheint.. Ist. eo .ein Zufall, daß Landsberger ihn einen diplomatischen Vertreter in Bern nennt? Der Brief des Herrn von Simson, der-übrigens vom Berner Gesandten, Freiherrn . von Romberg approbiert wurde, ließe vermuten/daß selbst die dümmste Karikatur seitens eines durchschnittlichen Noman- . . schreibers hinter der'Wirklichkeit nicht zurückbleibt. m. Heinrich Werirard Ovpenheim» der Nationalvkonom und Politiker wurde vor 100 Jahren, am 20. Juli 1819, geboren. Er studierte die Rechte, war kurze Zeit in Heidelberg -habilitiert /und geriet im Jahre 1818 in die Revolutionsbewegung. Mit Arnold Rüge gemeinsam, gab er die „Reform" heraus und mußte jdünu ins. Ausland flüchten. Nach elf Jahren konnte er-heimkehren und 'gründete die „Deutschen Jahrbücher für Politik und. Literatur". Auch gehörte er. einige Jahre dem Reichstage an. Im Jahre 1872 gab er eine Broschüre heraus, die sich gegen die Professoren' der Nationalökonomie richtete und welche zum erste» , Male die Bezeichnung „KathcdersozialiS mus"prägte. Dis isländische Literatnr-GeseLschaft in Konen» Hagen hat jetzt ihre Jahresschrift herausgegeben, die sich durch eme Reihe lesenswerter Aussätze auszeichnet. Professor - ' Thoroddlen schreibt über Alexander von Humboldt, über den ungarischen Entdecknngsrciscnden und Orientalisten Vambörh und anderes mehr." > Büchereinlans. Martin Buber: „Worte an die Zeit*. Erne Schriftenreihe^ Heft 1: Grundsätze, und Heft 3: Gemeinsckiaft..Wien-München, Dreiländerverlag. — Professor Dr. Franz O p p e n h e i m er : „Die soziale Frage und der Sozialismus", Jena, Verlag Gustav Fischer. — Kurt Eisner: „Unterdrii'cktes aus dem Weltkrieg", München. Verlag Georg Müller. — Är. Artur L i e b e r t: „Vom Geist der Revolution , Berlin W, Verla gsanstall Artur Collignon. — Dr. Paul Roth: „Die , politische Entwicklung in Konareßpolen während der deutschen Okkupation", Leipzig, Verlag K.F. Koehler. — Salomo B i r n« d a ii in,: „Praktische Grammatik der jiddischen Sprache für den Selpstuhterricht", Wien. A. Hartlcbens .'Verlag. 7- Ernst: - „DerZnsammenbiucli. des dcnlichenIdealismus", München, Verlag Georg'Müller.. — Dr. Hclffer. rch: „Die Vorgeschichte des Weltkrieges". Berlin, Ullstcinverlag. — Walter R a t h e n a u: »Der neue Staat".. Berlin. Verlag S. Fischer. « Aus den Theatern. JmSchönbrunnerSchlofithearer gelangt Dienstag den 22. und Freitag den 25. d. M. Franz Bleis Lustspiel „Logst des Herzens", a« den übrigen Tagen der Woche Hermann B a h r s Lustspiel „Das Konzert"- zur Aufführung. Beginn der Vorstellungen l/s7 Uhr. In der N eu e n Wiener Bühne gelasigt heute um 3 Uhr nachmittags im Rahmen einer Sondervorstellung O. D i m 0 w s Drama ..Schma Jsrueil" in jüdischer Sprache zur Ausführung. DaS Stück wird von Herrn OberreMenr I. R e r ß m a n n in Szene gesetzt. Ein Teil des Reinertrages sl.ießt den Po gro mopfern z n. Ha.rrvWalden setzt am Wiener Komödienhaus sein Gastspiel als Oskar W.lde in „König des Lebens" bis inklusive t. August fort. Da der Künstler große Filmverträge abgeschlossen hat, ist eine iv . in Verlängerung des Gastspieles ausgeschlossen. •. Im Raimundtheater wird an ' allen Tagm der kommenden Woche (M onkag ausgenommen) düs Singspiel „Das'Dorf ohne Glocke" gegeben. Beginn der Vorstellungen ^/,8 Uhr abends. F r e i e j ü d i s ch e V 0 l k s b ü h n e. Donnerstag den 24. d. M. findet im Bürgertheater die dritte Vorstellung der Freien jüdischen Volksbühne statt. Zur Aufführung gelangt anläßlich des 10. Todestages Jakob GordinS „Uhn a Heim", eines der letzten Werke des Schöpfers des jüdischen amerikanischen Theaters. Die Deutschösterreichische Bühne (V., Volksbildungsbaus), eröffnet Sonntag den 10. August mi/dem dreiaftiyen Schwank „Die Welt ohne Männer" ihre neue Spielzeit. . Akademische Nachrichten. Die Nationalversammlung in Belgrad hat die Gesetzesvoftage betreffend die Errichtung der Univerfttät in L a i b a ch mrt allen Stimmen angenommen. — Der ordentliche Professor für slawische Philologie' und Vorstand des Seminars für slawische Philologe an der Wiener Universität Dr. Milan Res e t a r, scheidet von der Wiener Unlverfität und übersiedelt nach Agram, wo der Gelehrte, welcher ein Schwiegersohn de8 Hofrates Profeffor Dr. I a g i c ist, seine wissenschaftliche Tätigkeit entfalten wird. Metropottheater. Die 100. Aufführung der Operette „Schwarzwaldmädel" findet allgemeiner ArbeitSruhe wegen erst am Dienstag den 22. d. M. statt. Die für Montag gelösten Karten behalten für Dienstag ihre Giltigkeit. , „Iernbaal". Mit dem eben im Druck befiMicheu Heft 12 schließt das erste Jahr dieser Zeitschrift. Für alle Abonnenten wurde eine Einbanddecke hergestcllt, die zum Preise von K 4-.— bezogen werden kann. Die zur Komplettierung des Jahrganges fehlenden Hefte werden zum Preise von K 2 — tiacbncliefert. Komplett gebunden kostet der erste Jahrgang K 25.-*. Alle Bestellungen sind an R. Löwit-Berlag, Wien, I., Fleischmarkt 1; zu richten. ' - ' - Der BolksMet. Wochenschau. Die Unsicherheit über die. finanziellen Friedensbxdingungen für Deutschösterreich hielt auch dieser Woche an; wenngleich die meistan'gefvchhenett Bestimmungen betreffs der Liquidation unseres Eigentums in den Nationalstaaten aufgehoben wurden, so bleiben doch noch die Bedingungen über die Balntaumrechnung und die Borschreibung der Meistbegünstigung ohne Gegenseitigkeit derart drückerrd, daß sie einer radikalen Aenderung auch über das Zugeständnis hinaus, daß wir mit Tschechen und Ungarn. HandelsverträFe schließen dürfen, die der Meistbegünstigung nicht unterliegen, bedürfen. Staatskanzler Renner legt lvbenswerterweise das Schwergewicht seiner Tätigkeit in Saint-Germain jetzt auf die Wirtschaftsfragen. und er dürfte in Paris um so mehr Aussicht auf Entgegenkommen finden, als sich seit dem Aufheben des Anschlußgedankens eine für ün§ zweifellos bessere Stimmung herausbildcte, und die Entente, die jetzt am liebsten das alte Oesterreich galvanisieren möchte, vor der Gefahr eines politischen * und wirtschaftlichen Balkans in Mitteleuropa zurückschreckt. - Diese gebefferten Wirtschuftschancen und die Aussicht^ auf baldige Wiederanftrahme des freien Weltverkehrs verhalfen der Wiener Börse irr der abgelanfenen Woche zu ansehnlichen Kurssteigerungen, unter denen , besonders ausländische Werte und' Bankaktien hervorragen. Die Höhcrbewertung der ersteren erfolgte, nachdem zwecks Beschlagnahme und Verwendung solcher Valutapapiere für Lebensprittelkrehite der Verkehr in ihnen anfangs Juli verboten worden war und nunmehr der Händel wieder in beschränktem Umfange freigegeben wurde; da einerseits die Besitzer eine ungünstigere Behandlung von der Abnahme durch den Staat fürchten und andererseits infolge der börsentechnischen Lage, die in diesen Effekten^starke Kontermine zu jorcierten Deckungen schritt, ist die Aufwärtsbewegung begreiflich. Für Bankaktien stimulierte die Aussicht auf baldige Wiederaufnahme einer geregelten Geschäftstätigkeit und die Erklärungen des neuen tschechischen Finanzministers, aus denen hervvvgeht, daß sich die Sukzessionsstaaten auf Uebernahme eines Anteils der österreichischen Kriegsschuld gefaßt machen. Diese aufvämmernde Einsicht ist um so begrüßenswerter, als die Nationalstaaten der Organisation unserer Großbanken nichts, halbwegs Ebenbürtiges an die Seite setzen können und deren Banken, wenn sie auch jetzt mit unvermittelt großen Kapitalserhöhungen Vorgehen, doch nicht' plötzlich, sondern nur ganz allmählich in di2 Weltwirtschaft hineinwachsen können und sich ihre/Bezjehilttgen im Auslande erst schaffen müssen, und die in diesem Blatte schon vor Monpben vertretene Ansicht, daß zum Schlüsse doch nichts anderes übtig bleiben werde, als einver- ° nehmlich und in leidenschaftsloser Beharrlichkeit die Liquidation des alten Staates durchzufithren, scheint nach manchen Umwegen jetzt überall durchzudringen; dazu mag nicht am wenigsten die Enttäuschung über die Wirkurrg der' Finanzmaßnahmen^ Raschins und ein - gelinder Zwang der Pariser Konferenz beigetragssn haben. Die Wif.-derausuahme des freien Welthandels ist '/ für -die Börse der andere Stimulus. Nach jahrelanger Blockade, ia der wir zuerst unter Hinweis ans die patriotische Pflicht und später mit der-BegründunN^ der ungünstigen Valuta zu immer eülschneidenderen Einschränkungen gezwungen wurden, sehen wir allüber- . all die ernste Bereitschaft zur Wiederanknüpfung alter Beziehungen, und da sich unsere Bevölkerung nicht mehr .. von mißverstandenen Währu-ngsrücksichten beeinfhlssen - läßt, .ist die Aussicht auf baldige, bessere Versorgung, imb wesentliche Senkung der Preise gerechtfertigt. Von:' Auslande liegen schon namhafte Offerten, speziell aus Lieferung von Lbensmitteln zu überraschend billigen Preisen vor, die auch nach Umrechnung, in unsere Währung nur einen Brrrchteil .der jetzigen Schleichhandelspreise ausmachen, Dextilien kommen bereits-in großem Umfange, und nur die Devisenzenrraledie schon längst keine Existenzberechtigung mehr hat, sucht noch, wenn auch erfolglos, entgegenzuwirken: ihre' Aui- * Hebung ist ^vohl eine Forderung, deren Erfüllung nichtmehr lange auf sich warten.läßt, denn unsere Valuta wird hauptsächlich von der Kaufkraft des Geldes im Jnlande beeinflußt, nach dieser richtet sich die Zahlungsbilanz, und tvenn es möglich ist eine wesentliche Reduktion des Preisniveaus durchzusetzen, - so resultiert schon damit allein eine AufwärtsHewegnng unserer Währung. Nach.dem Wahnsinn des 4r/2jührigen Krieges gehen die Völker energisch an den Wiederaufbau,, und auch Deutschösterreich kann speziell durch den Ersatz der - schwarzen durch die weiße Kohle mit dem Ausbau seiner Wasserkräfte, durch Wiederaufnahme der stark exportfähigen Metall- und LnxuSwarenfabrikation, durch dis günstige Lage seiner Hauptstadt, die auch in aller Zukunft als wichtigster Handelsplatz für den Orient nicht zu nm- ' gehen ist, in friedlicher Arbeit teilweise das ersetzen, was ihm an wirtschaftspolitischer Machtstellung durch - den Zerfall der Monarchie verloren ging. Dr. L.S. . Wien, l.,SchoKenring 21. . ' Filiale: Karlsbad 559 Alle bankgesdiäftlictien Transaktionen für das In- und Ausland. Einlage gegen Einlagebücher zu den kulantesten Bedingungen. Tclep-ramndc: Znteibanle, Wien. -Tele £ hon«: J3478, 12OS0, 16431, 12009, 16168, 16216. Aeutzeruugen Karpinskr über die sirranzielle ' Lage Polens. . Warschau, 19. Jutt. (Funkspruch drs Tel.Kor.-Bur.) «2 Inder Laudlagssivüng am 16.d.M. begannen die Debatten über- Lsts. Bndgetz für das erste Halbjahr 1919 und über den Vorani 'schlag für das zweite Halbjahr. Finanzminlster K a r b i n s k i besprach die Schwierigketten der finanziellen Lage, die dadurch bervorgerufen sei, daN der polnische Staat noch keine festen Grenzen habe, feine Armee auf Kriegs!uß und im Kriege befindlich scl und, viele Gebiete so zerstört wären, daß jegliche Produktion unmöglich sei. Stenern auf Industrie, Handel und Grundstücke würden dem Landtag bald vorgelegk werden, das A l k 0 h 0 lmid Z n ck e r m 0 n 0 v 0 l bleibe ansrecht, das T a b a k m 0 n 0 p 0 l.werdee ingeführt werden. Das Goldchavs in Polen werde in Balde ausgehört haben. Die Bezeichnung der Geidemheit werde „Z l 0 1 y" heißen und der Mark gleichwertig sein. Glombmski gab der Ueberzeugung Ausdruck, daß Polen, welches einer Der reichstcü Staaten von Europa sei, sich in kürzester Zeit erholt habe» würde. Die Kärntner Handels- und GeMerSekämmer - über die VermSgensabgKbr.' Wie dem „Währungsschntz", Verein zur Erhaltung des Volksverm'ögens, berichtet wird, hat die Handels- und Gewerbekammer Klagmiurt an.das deutschöüerreichische Staatsamt für Handel und Gewerbe,'Industrie und Bauten eine Eingabe gerichtet, ,n welcher sie zur Verniögensabgabe Stellung nimmt und mn KenntniZnalimc sowie Unterstützung ihres Staridvrrnklcs gegenüber dem Staatsamk für Finanzen-.ersucht. Die Ansicht der Handels und Gewerbekammcr ist in folgendem znmmmengefaßt: „Die Bmiiög-iisabgabe ist zweifellos angesichts, der Finanzlage des Freistaates Dcutschösterreich enze nnbedmgie Notwendigkeit, um dein drohender, Zusammenbruch zu entgehen. Hierbei ist jedoch unbedingt darauf Bedacht zu nehmen, daß alle Vermögen ohne Ausnahme.ersaßt werden, daß die Progression nach aufwärts entsprechend ftergt, und daß andererseits, aut - die Produttiousfähigkeit sämtlicher Betriebt, rnsbesonders der kleinen und mitilcreri, Rücksicht genommen und denselben nicht das Betriebskapital durch » die Abgabe in einer Weise entzogen' wird, daß ein werteres Fortarbeiten unterbunden wird. ' ' ö Mit aller Entschiedenheit muß ferner daraus bestanden werden, daß der Ertrag'der Vermögeüsabgabc unter keinen Um- ' ständen zur Deckung von Fehlbeträgen rm Budget oder Hielausende Ausgaben, sondern - üusschließlich n»ir zum Abbau der Kriegsschulden und zur Verringerung des Bantnorermmlaufes,' also zur Gesundung unserer Volkswirrschair verwendet wird. Was schließlich Kärnten selbst betrifft, so dari die;m Lande selbst, aufzubringende Abgabe insolange nicht dein Staate abgesührt weiden, ,als nicht einerseits die Verwendung der Abgabe, anderersetts - über oft Zugehörigkeit KärntenS ztt Deluschösterrcich wie überhaupt über die staatlichen' Verhälmisie volle Klarheit herrscht^i t Erleichterung der Ausfuhr aü2 der Tscheche- ' Slowuker. Prag» Ist.'Iwi. (Korr.-Bur.) Wie die „Rarodni Lckv" erfährt',' oedmft das Handelsm'.nlster'iiiu die Anssuhr n'ae!» Polen, S'id'lawien, Demichüsterreich und DeMichland in der Weise zu crleichrern. daß die Ervorkenre die erstandene Valuta l'.icht mehr der Devisenzeiilräle abzuiührert brauchen. Die AlNiilinina de>- Valuta werde bloß von Sen Erporten nach den E>ileuicsiaaic,r G

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