Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 176 (15.7.1919)
- Date
- 1919-07-15
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Rr. 176 Wien, Dienstag Wiener Morgenzeitung;15 . IuK 1919 Seite 7 Sport. An die jüdische Jugend. Dank dem, Umstande, daß das Dianabad seine großen inodeinen Schwimmhallen dem Sportklub Hakoah dreimal in der Woche zur Verfügung gestellt hat, sind wir in die Lage.gekommen, diese Hallen für jede unserer Schwimmabteilungen sechs- bis siebenmal monatlich zu sportlichen Ueb«ngen benützen -zu können. Hierdurch ergibt sich die Möglichkeit, hunderte jüdischer Jugendlicher beiderlei Geschlechtes dem Schwimmsporte zu gewinnen. da sich ihnen bei möglichst geringen Kosten Gelegenheit baetet, ,jhren Körper zu stärken und ihre Gesundheit zu fordern. -Weiters besitzt der Verein im Kuchelauer Hafen, (XIX. Be» Mk, Kahlenbergerdorf) ein bequem eingerichtetes Freischwimmbad mit einem Sandstrand, woselbst alle Vorbedingungen sür den angenehmen und geselligen Aufenthalt der Mitglieder unter Vorkehrung entsprechender. Maßnahmen für deren körperliche Sicherheit geschaffen wurden. Sowohl im Dianabad, wie auch in der Kuchelau wird einerseits.,cm sorgfältiges, zielbewusstes, den Fähigkeiten eines ßcden. Einzelnen aügepaßtes Training, andererseits Schwimmunterricht sür Neulinge durch Bcrussschwimmelster geboten. Es bietet sich daher jedem die günstigste Gelegenheit, sich dem schönsten und gesündesten Sportzweige zu widmen. Schwimmen findet im Dianabad: a) für Herren jeden .Donnerstag und jeden zweiten Dienstag (vom 1. Juli, 15. Julr nngefangeü) von 7J M? *IÄ 5)^ür Damen jeden Donnerstag mtb jeden zweiten Dienstag (am 8. Juli, 22. Juli angesangen) von 7«7 his'ViS Uhr abends statt. Anmeldungen werden im Sekretariate des Sportklubs Hakoah, I., Konkordiaplatz 4, und während der Uebungszcit m den Bädern entgegengenommeu. -T-~4, Wettschwimmen des Amateur-Schwimmklubs. Sonntag fand im Dianabade ein vom Wiener Amatenr- Schwrmmklub veranstaltetes lokales Wettschwimmen statt, das kwen ziemlich anregenden Verlau» nahm, aber leine besonderen Leistungen brachte. Die richtige Stimmung kam erst beim Waffer- .spiel ms Haus, bei welchem stch die Anteilnahme des Publikums bis zur Raserei steigerte. Die Amateure gewannen das Spiel gegen Austria 1:0 i0i-0). In den Svrungfontmrenzen fehlte die Konkurrenz, so daß Hvtm. Bernatz und Frl. K'.upsky nur Schaufprünge vorführtcn. Die wichtigsten Ergebnisse der Schw'inmwetkvewerbe waren: D a m e n k o n k u r r e n z e n: Neulingsschwmimen 50 Meter: Held (Wien, 51*5) t. Stafette 4X 25 Meter: Danubia (1:18*8)1. Schwimmen 50 Meter: Leux tFreyä, 41*2) l. Jumorenschwimmen 50 Meter: Brdla (Danubia, 44*2) i. Rücken »chwlmmen 100 Meter; Bffchankä (Freha, 1:47*8). 1. H e^r e nkon.kurrenzen: Jumorenstafette 4X25 Meter: Amateure, (60'8) 1. Nculingsschwinmien 50 Meter: Uhlir ^Aurateure, 42*8) 1. Hauptschwimmen 50 Meter: Sticker (W. A. C., 82*2) 1. Junioren-Brustschwimmen 50 Meter: Reich (Amateure. 4(?8). 1. Erntge Borgabeschwimmen vervollständigten das reichhaltige Programm. ) , Aadfahrer - Helden - Erinnerrmgs - Rundfahrt. Sonntag beachte der R.-K. .,D' Wieduer* Radler" §um Andenken an. die rm Kriege gefallenen Svortkamrraden eine große.Rnnd-> fahrt zur Austragung, die in Pmtersdorf ihren Ausgang nahm mtb' über L>t. Pölten, Krems, Tulln nach Gablitz führte. Der Sieger Josef Kokoll (R.-K. ..Landstraße 94") legte die 135*5 Kilometer lange Strecke in 4 Stunden 59 Minuten und 16*3 Sekunden zurück, was einer Stundcndurchschnittsle stung von ungefähr 27 Kilometer entspricht. Wenn man berücksichtigt, daß zahlreiche Berge zu überwinden waren und böiges Wetter herrschte, verdient die Leistung besondere Anerkennung. - Das leichtathletische Meeting für zweitklassige Futzkallvereine. Sowohl die Hakoah, als auch die Vienna obliegen für das am. Sonntag m Hütteldorf zur Austragung gelangende Meeting einem eifrigen Training. Die Aussichten beider Vereine, den Wanderpreis zu gewinnen, sind ziemlich gleich groß. . , Sportklub Hakoah. Heute findet um 8 Uhr abends eine wichtige Klnbleitungssitzung statt. , Der Volkswirt. Wirtschaftliche Nachrichten auö Polen. Die polnische Weltpostverbindung. Wir entnehmen , dem „Polnischen Llopd": Die Delegierten des Ministeriums für Post- und Telegraphie, D a lvor und Maciejewskr, dis von der polnischen Friedensbelegation telegraphisch nach Paris berufen waren, sind von dort zurückgeiehrt. Ihre Anwesenheit in der Seinehauptstad.t stand mit der Angelegenheit der Sicherung des freien Postverlehrs über Deutschs st err ei ch, Ungarn u d D'.ut'chland fowis über Danzig im Zusammenhang. In der letzten Frage würde beschlossen, daß Holen den Telegraphen- und 'Telephonverkehr rkn Gebiete, von Danzig übernimmt. Mt dem fisirnzösischen Post- und Kriegsministerium wurden bei dieser Gelegenheit alle Fragen, drs Post-» und Telegraphenverkehrs zwischen Polen und Frankreich sowie den übrigen europäischön und. den überseeischen' Ländern besprochen. So wurde die Echlvillignng des französischen Generalstabes erlangt mit dem. EilzugWasschau—Paris, der dreimal in d§r Woche abgeht, die polnische Post für Frankreich, England, die Bereinigten Staaten , und Belgien zu fördern. Auf dies? Weise wird die Anslandsverbindung um erlüge "Tage beschleunigt. Auch wurden die Bedingungen des Austausches von Postpaketen zwischen Frankreich Und Polen besprochen. Sie werden mit den Lebensmittelzügen befördert werden, di« viermal wöchentlich zwischen Paris unö Warschau verkehren werden. Diese sZüge werden über Mooena, Mailand, Trilkst, Krakau und Radom gehen. Bersicherungsgebühren der ausländischen Berfichevungsgesellfchaften im früheren Galizien. Das Finanzministerium verfügt in der Verordnung vom )15. Mai 1919 wie folgt: 1. Die Repräsentanzen ausländischer Versicherungsanstalten haben dem polnischen Staate Gebühren im Sinne des § 1 der kais. Verordnung vom 15.-September 1916, R.-G.-Bl. Nr. 280, im Ausmaße gemäß Absatz 1, § 3 dieser Verordnung und § 21 der Vollzugsverordnung vom 10. Dezember 1915 R.-G.-Bl. Nr. 363, zu bezahlen. ' X Obige Vorschrift betrifft Prämien und Zinsen, welche vom 1. November 1918 bezogen wurden, ferner Versicherungssummen und Polizzendarlelien. welüre von dieser Zeit Di- MM BeziMM« AlsttMiii» anläßlich des lb. Todestages Theodor Herzks am Dienstag den 15. d. M., halb 8 Uhr abends, im Festsaale des magistratischen Bezirksamtes, IX., Währingerstratze 43, eine. Donnerstag den 17. d. M., 7 Uhr abends, findet im Tempel in der Müllttcrgyfft eine Trauerandacht statt. ' ausbezahlt worden sind. Es ist gleichgültig, ob die Verträge, auf welche sich jene Zahlungen stützen, in der Zeit vom 1. November 1918 oder früher abgeschlossen wurden. (8 12 der obgenannten kais. Verordnung.) 3. Die Gebühren für die Zeit vom 1. November 1918 bis Ende *1918 sind, falls selbe bis heute nicht bezahlt wurden, zeitlich, örtlich und in der Weise wie im § 3o der obgenannten Dollzugsverordnung bezeichnet, zu begleichen. Vorauszahlungen für das erste und zweite Quartal 1919 (8 36 dieser Verordnung) sind spätestens bis 14. Ju i 1919 zu vollziehen. Zrvairgsverrvattrmg reichsdeutscher Betriebe in Tschechien. Wie in Wiener Finanzkrenen, verlautet, beabsichtigt das jschechische Fman-mimsterium, über, die in. der ttchecho-slowakischeu Republik befindlichen relchsbeutschen Betriebe rur Sicherung der von Deutschland zu zahlenden Kriegsentschädigung dlc Zwangsvcrwaltung zu verhängen. In Denlschböhmen gibt es 300 Betriebe der verschledcnsten Jndnft-.icn. die Reichsdeutschen gehören. In der Weimarer Nntionaiveriammlimg wurde in dieser Angelegenheit von der Deutschna wnaien Volkspartu eme Anfrage an die Regierung gerichtet. . ReichsDankausweLS. Berlin, 14. Juli. Rach der gewaltisim Anspannung am Schluffes des ersten Halbjahrs zciot der Answe's der deu scheck Rtichsbank über die erste Juffwoch«* eine bemerkenswerte.Entlast n n g. De genuine Kap>trlöa>'.iage crmäßrgte sich nämlich um 3781 au) 89.643.Mrll.-open/Ln'ai'k» womit eine gleich teerige Verminderung der fremden Gelder nm*4585 auf 9144 Mill-onen Mark verbunden war. Ter Nncknff an värnerenen Zahkungsnntieln erfuhr eine seit der brüten Apr*'!woche d. J. nM mehr beobachtete Verrninderung, mdem der Umlauf an Banknoten und Darlehenskafferischeinrn um 137 Millionen Mark, akmahm. D'er Darlehensbestand M den Darlehenskassen ging um 39 auf 21.146 Millionen Mark zirrück. Die bilanzmäßigen Neberschüsie der Berficherungsanstalten. Die Vollzugöanweimng des »Staatsamtes für Inneres und Unterricht vom 8. Juli l. I. über die b ilanzill ä ß i g e n U e b e r s ch ü s s e d e 'fr. Versicherungsa n st a I t e n Hatz, anscheinend mehrfach zu Schljiffen auf die finanzielle Fundierung der AnstäUrn geführt, die für die Vollzugsanwelsung rn keiner Weisevbcstmimend waren. Es liegt kein Anlaß vor. anznnehmcn, daß t^e V: r sich ec nn gs a n st alr en nicht in der Lage wären, die satznngsgenraß vorgescheuen Gewinnvertellnugen ohne Gefährdung der Erfüllbarkeit ihrer Beipflichtungen und der Jntercffcn der Vcrstcheruugsnehmev durchzuiübren. Allein es ist anacstchts der allgemeinen wiuichasllichen Unsicherheit und der herrschenden Nervosität begrcifiich, daß die Dividendenausschüttungen in Krea^n,, welche die Leistang'sahPkeit d?r Anstalten nicht sachmävni ch zu beurteilen vermögen, eine ungünstige Beurteilung fanden. Für, die nngeschmAerte Erhaltung d/s. wohlerworbenen Vntraucns der .Bevölkerung zu der heimischen Privatversicheiung mußte es deshalb von wesentlichen! Vorteile sem, wenn die Veifichcrüngsaustalten veranlaßt, wurden, b-s zur Klärung der Verhältnisse mit Gewinnausschüttungen jeder Art zurückzuhalten. Daß die ausländischen Nnckvrrstcherer unserer Anstalten und smdere sachlündige Jntereffent'en diesen Akt wirtichaftspoliLischer Vorsicht mißdeuten konnten, war nicht zu befürchten. Bevorstehende Wiederaufnahme des Verkehrs in türkischen Werten. Um eine GtzUtst>'slrlng in dem Merten Handel mit türkischen Werten durchführen zu können, wurde seitens der Börsekammer der Antrag gestellt, den Verkehr m diesen Papieren auf kurze Zxit wieder auizunehmen. Das Staats» amr für Finanzen wird hierüber die Entscheidung treffen. Eine tschechische Lrvensmittelanleihe in Amerika. AuS R e w -H o r k wird telegraphiert: Hier hat sich ein . Syndikat zwecks Erteilung eines Kredits von 25 Millionen Dollar, an die tichccho-slowakische»Republik unter Garantie dtr Regierung der Bereinigten Staaten Uedldet. Der Erlös dimt zum Ankauf von Lebensdedürfnlffen und Rohstoffen, hauptsächlich von Baumwolle. Die pplnisch - deutschösterrerchischen Handelsbeziehungen. Wie den «Polnischen Stimmen" von zuständig Serie mitgeteilr wird, enUvickelt. stch der Warenverkehr zwischen * Deutschösterreich und Polen im Sinre des kürzlich ratifizierten Komvensatronsveitrases sehr lebhaft. In Wien wecken sttzr viele polnische Kaufleute, um unter Leitung der polnischen Wirtschastsmisswn Geschäfte abzuschließru. Seck einigen Tagm werden Verhandlungen geführt zwecks AbschluffrS eines KonwenfatiovS-. Vertrages über die Lieferung großer Quantitäten von M i n e r ä l ö l p r o d u k 1 e n aus Polen. In größeren Mengen wurden bereits nach DerttschöstenM emgefuhrt: E r e r>' S ch l a ch t p f c r'd e. R v d h 8 «t e., G a s ö l e, B e Nz r« und Kohle. Als. Kompensationen wurden auS' Oesterreich gegengeliefert: E i s e n b a h n m al e r L a l uud Sprengst o f f e für Bergwerkszwecke. Eine Kundgebung de« Reichenberger Textilindustriellen gegen die Textilnerordnung der tschechischen Regierung. Aus Reich e n.b e,r g wnch berichtet: In einer bei der Reichenberger HandelSkauM? a^ßehaltenen sammluna aller beteiligten Kreise der ThmlmduWe wmde eme Eiitschließung angenommen, welche von der tschecho-slowakischen Regierung die unverzügliche Aufhebung der TexÜlverordnung vom 16. Juni verlangt, da sie geeignet ist, die gesamte Textilindustrie zunr Stillstand zu bringen. D,e Versammlung befaßte stch ferner mck der Verordnung des MmisterimnS für Bolksversorgung vom 24. Juni betreffend die Regelung der /Preise von Bekleidungs- Waren, welche gleichfalls als vollkornmen, unannehmbar und undurchführbar bezeichnet wurde. Sollte dieser Erlaß nicht sofort zurückgezogen werden, so wäre der gesamte Handel der Textilbranche genötigt und entschlossen. seine Geschälte zu schließe». Warnung vor dem ütnkaufe von Petroleum» Aktien. DaS mexikanische „vollet'm clvl Centro do informatMm cbmercial“, das vorn Staatsministeriury bemusgegeben wird, schreibt :- Der frühere spanische Konsul m Tampicos Carlos de. Sostoa, sagt, daß die Petroleumgesellfchaften, die in Tampico und Mexiko in den letzten fünf Jahren gegründet wurdon, M' ihrer. Mehrzahl aus Betrug angelegt worden seien. Mehr als-300 würden gegründet. Mit Ausnahme von ungefähr 25 oder 30 hüben sie alle keinen Wert mehr. Angesichts dieser Tatsachen halt dir Konsul es für seine Pflicht, Leute, die mexikanische Petroleum- Aktien kaufen wollen. darauf aufmerksam zu machen, wie not-: wendig es ist. daß sie vorher Auskünfte bei dem Konsulate.m Tampica einholen. Italienischer Tc'Lenhandel. Wie einer staWschen ZüsaMmenstellüug zu entnehmen ist, hat die Einfuhr von Seidenwaren im ersten Vierteljahre 1919 eme beträchtliche Erhöhung, erfahren, während der t^port sich erheblich vermindert bat. Aus? geführt wurden 608 Tonnen Rohseide im Werte von 42*6 Millionm Lire gegenüber 1090 Tonne» im Werte voü 100*8 Mrmomu^ Lire ick der gleichen Periode de- Borjahres, 443 Tonnen Gewebezu 45 Millionen Lire gegen 664 Tonnen zu 65*5 Millionen L;re im Vorjahre. Die Einfuhr an Rohseide betrug 683 Tonnen im Werte von 34*7 Millionen Lire rm gleichen Zeiträume deS Vorjahres imd 32 Tonnen an Geweben zu 6*4 Mrllronen Lire gegen 11 Tonnen zu 2 Millionen Lire im Vorjahre. M Trust Ltd. ftt London. Die Gesellschaft wird das Aktienkapital von 200.000 Pfund Sterling durch Ausgabe von. 7Y0WY . Aktien zu je 2 Schilling erhöben. Die Kapitals' erhöduyg dient zum Abbau der großen Ajphaltlager der Gesellschaft arff Kuba. Von den Getreidemarkten. Unter dem Eindrücke der amtlichen Publikation über den Stand und die Entwicklung deü Staaten ist die aufwärtsstrehende Preisbewegung an Amerikas Börsen nicht nur zum Stillstände gelangt, die Preise haben sich. vielmehr verwohlfeilt, nachdem größere AHaben stattsanden und Meldungen über die Wiederaufnahme des freien Getreideverkehrs in Wmwpeg Vorlagen. Die Preise schloffen mit Embußen'bis zu 3Vr Cent, zumal auch aus Argentinien baissefreundlkche Berichte! Vorlagen. Im Berliner Warenverkehr übersteigt das Angebot -~ line im Kriege wohl nicht beobachtete Erscheinung —- die Nachfrage. Die Tendenz hat unter diesen Umständen eine Abschwachung; erfahren, die gewährten Preisnachläffe sind ftdoch zu germg. mn^ zu größeren Käufen anzuregm. Im hiesigen Verkehr fehlt bö§j Warenangebot noch immer. Der Umsatz bleibt aus kleine Meugm > der gangbaren Nebenprodukte beschränkt. Der Ausweis der Reichs-anst. Berlin. (R e i ch 8 b a n k a n s w eis vom 7. Juli 1918.) (In Tausenden von Mark.) Diese Woche Differenz Aktiva: Metallbestand. 1,134.469 — 1.877 darunter Gold. ........ 1,114.529 — 1.874 ' Reichs- und Darlch enskaff ens ch eine 9,005.863 — 52.602 andere Banknoten 2.568 — 671 , Wechsel, Scheck und diskontierte Schatzanwcrsungen. 29,501.648 — 3,791.227 . Lombard-Forderungen. 6.716 4- 448 , Effekten.. 184,849 -4- 9.822 sonstige Aktiva......... 2,380.765 —. 246.»81 Passiva: Grundkapital..... 180.000 unverändert Reservefonds. 99.496 unverändert Notenumlauf ... . . .; . 29,817.464 — 150.924 sonstige tätzlichifällige Derbindkichkeiten. . . ........ 9.144.253 - 4,585.388 sonstige Passiva.. . 2,925.665 653.924 Wiener Börse. Die Meldungen über wesentliche Abänderungen im deutschösterreichischen Friedensvertrage und die ErH Wartung, daß die Lage in Ungarn bald geklärt sein dürste, gaben der Tendenz der gestrigen Bür,'e c'.'a festes Gepräge. Das Geschäft war jedoch nur auf einzelnen Gebieten lebhafter. Im Vordergründe des Interesses standen AI p t n e o i c n, welche angeblich für auswärtige Rechnung in größeren Posten aus dem Markte genommen wuroen und sich um K 52.-- (nachbörslich um weitere K 10.—) erhöhten. Fernerbestand gesteigerte Nachfrage nach Staalsbahnaktien, -die um K 19.— avancierten; ungari» s ch e Werte profitierten K 24.— bis K 47.-7-. Im Schranken war die Tendenz für Transport* w e r t e nicht einheitlich. Während Adria X 41.— und Navigazione K 420.— höher bezaftlt wurden, lagen Dampfschiff* und Lloydaktien schwächer. Mit Erhöhungen wurden P etroleümw ert e, Z u ck erf a b riksaktie» und die übrigen in den Verkehr gezogenen' I n d u ftr i e a k t i e n bedacht. Auf dem R e n t enm a k k t e erhöhten sich Marrente und Oesierreichische Kronenrente urti je l°/or ungarische Kronenrente, gewann?o/o' Im übrigen verweisen wir auf -nachstehende Industrie-Untervehmunsen. Allgem. Baugesellschafl (--- —), Uaionbau 333.-— (-i- 3.—), Wiener Bcmgesellschaft —.— (-Wienerberger Ziege! — (— Liefingrr —(—-«—). Sarajevo Aft.-Brauerei -7-.-- (— —1» Aussig Chem. 1301.- (-!- 1.—). Brosche SpinürS—(—- —Karborundum —(-Holz- Handelsgesellschaft 725.— (+ 26.—), A. E. G. Union Elekt,*. 7171— (4-' 17.—), Siemens Schuckert 438.— (—3.—), Alpine 976.-7- - (4- 52.—). Austria Email 1030 — (4- 12.—), Berg ü. Hütten 1740.— (— —Pyldihüttc 819.— (-t- 24.—), Prager Eisen 2548.— (+ 1.—), Runamurany 900,50 (-—), Skoda» wM 728.— (+ 22.—), Waffenfabrik —(-Salgo Tavjancr 910.— (4- 47.—), Trifarler Kohlen 748.— (-ff 18.—) Unü.ANgem. Kohlen 1765.— (--.—). Urikauy 866.- (-ff 6.—)/ Westböh«. 1005.— (—Brünner Maschinen — (— —r-4 Heidt —(— —.—), Lokomottv Srgl —♦— < (-—Simmermger —(-—.—), Elbemühl —' (— —Lehkam 558.— (--.-). Karpathen 2225.- (-ff 80.—), Äw185öi- (-ff 60.-), Feffabriken 87b.- (- —.—), Schoeller Äcker 1315.— (-f 90.—), Böhm. Zucker —(->-•".—), Oesttrr. Eisenbahnverkehr —<— Krupp A.-G. 533.— (4- 13.50), Rckston 519,75 (-ff 5.-), Fiatwerke - (— -7.—), BeitscherMagnesst 2190.— (-ff 30.—), Schöupnesener (— —Äustro-Aintrikana 2055.— (— 25,—). 10.—1 Ferdinands-Nordbahn 4880. I— 60.—1 Noniaarion? 6100.— i 1770.- (-