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Wiener Morgenzeitung · 1919-07-12 · Heft 173 (12.7.1919) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 173 (12.7.1919)
Date
1919-07-12
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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- Wien, Samstags i' ' ' Wiener MorgenzeitunK ^2. Juli'1919/7 - Seiles ' _______I_;__- , .* Dr. Plaschkes: Das ist wabr, darüber besitze ich amtliche Zuschriften des Staatsamtes für Innere-. ' Dr. S ch w arz-Hiller: Es ist unrichtig, daß 70.000 Flüchtlinge in Wien sind, sie bilden ' höchstens 0*6% bcr Msamtbevölkerrnig, also maximal 20.000. . Dr. P l a s m k e s: Und die leben in Kellern und Maffenanartiercn des Elends zrisammengepfercht in ganzen Karawanen! Schauen Sie sich nur einmal die Bilder nnserer Frau Anitta Müller an und Sie werden mit Schaudern sehen, wie herrlich unsere Flüchtlinge wohnen. . ...D r. .S ch w a r % * H i ll e r betont, daß er gegen die Zukaflüng der ungarischen Juden sein Veto eingelegt habe, aber gegen die galizischen Juden könne man jetzt nicht strenge . Vorgehen. , Dr. P l a s ch k e s: 20.000 Flüchtlinge ist nicht so wichtig, als für 500 Wiener eine Lungenheilstätte errichten und dadurch zwei Millionen Menschen schützen. ' Dr. S ch w. a r z - H i l l e r: Die Flüchtlinge haben ein gewisses Recht, hier m sein. De. Ehrlich: Sie sind als österreichische Patrioten bergelommen auf der Flucht vor den-Feinden und jetzt werden sie ge--" in behandelt. * - . - r. Schwarz-Hillcr: Die Juden in der Bukowina und Galizien haben zum Staate gehalten. , U tt t e r miiller: Ja! mit dem Schleichhandel! -Dr. Eh r l i ch : Und was ist »it dem treudeutschen Hochadel? Dr. P l a s ch k e 8: Mit den braven deutschen Bauen:? Die uns cmshungern und mit Leopold Salvator? Dr. Ehrlich: Und mit dem Wiudischgrätz? . Dr. P l a s ch le s: Und mit dem Schwarzenberg? 3 f emeinderat Rummelhardt: Das ist ein Tscheche! r.. E b r I i cfj:. Und wer hat die Strafanzeige gegen den Baron Thavonat erstatten mirssm? War das auch rin Tscheche oder gar ein Jude? ,-Dr. Schwarz-Hiller: Haben nur Sie das Recht aus schlechte Menschen? R n m m e l h a r d t: Aber Hörens auf, das Habens vom Dr.- Plaschkes! - . Dr. P laschte s: Reden Sie nicht von jüdischm Verbrechers wenn 'wir ihre Gauner und die unseren nebeneinander ansstcllen, da werden Sre schön ansschaum. ,...R u m m e l h a r d t: Na. na! Letzthin hat ein Jud ein Taschcl mit 10.O0O Kronen gestohlen. Dr. Plaschkes: Und wer die 13 Waggons Fleisch gestohlen und wer waren die 85 Einbrecher, die ont Franz Josefs- Bahnhof Generalversammlung abgehalten haben? . , Dr. S ch w a r z - H i l l e r : Wer war der Walutta, der seinen Vater mit der Hacke erschlagen hat? i Dr. Ehrli ch : Und was ist mit dem Breitwieser? ' . Dr. S ch w a r z - H i l l e r : Biele Leute haben sich Geld -gemacht, aber alle ohne Ansnahme haben verdient, Sie nichts weniger als andere Völker und Glaubensbekenntnisse. , V R u m melhard t.: Nur hinaus mit den Flüchtlingen, sie sollen hmgehen, wohin sie wollen! Dr. Plaschkes: Ein deutscher Lehrer!/! . M u Ul m e lhardt: Alleweil! : , -i Dr.- P! a s ch k e s: Deutscher und Lehrer dazu, wahrlich wir büßen genug. Zar Vorlage selbst erklärt Redner, er spreche sich für die Erwerbung ans, La das Lager sehr günstig gelegen und, für die Tuberkulosen,sehr^günstig-sei. > ' > . Ans Antrag der Gemeinderäte Weber und H e l lm a iM wird die. Debatte . geschlossen und Generalredner Gcmeinderat V a u g o i n (kontra) bespricht die Woh;mngspolitif der liberalen Gestzrnuugsgmossrn des Dr. Sch w a r z- H : l f-e.r, un'.erstützt den Antrag Dr- G l aj s a u e r sür die .Unterbringung der.jüdischenFlüchtlinge in Flüchtlingslager und erklärt schließlich, siw dm Resercntenantrag einMreten. ,;? Gemeinde rat Dr. G r ü n begrüßt dje Vorlage, indem er/zugleich eilt« trauriges 'Bild von dem Fortschxeiten,.. der ^uberkulosL entwirft. Er bedauert und verurkilt aufs schärfste >die überaus häßlicher! Szenen, disich soeben abgespielt'./Nnd niit der .-Vorlage gär nichts ''zu tun haben. In solchen Dingen idürse es ckeiiie Politik geben, sondern nur Liebe zu den Kranken Mld -zu'den Unglücklichen. : - ä - Antwort des Bürgermeisters. -,r. ' Referent Bürgermeister Reumann zum Schlußwort: Ich bedauere, daß. die Debatte über diesen bedeutsamen Gegenstand ans einem solchen Niveau starid. Die Herren vom der Rechten haberi sich leider nicht enthalten, am Unrechte!!-Ott' eiiren.. peinlichen.Vorsall zu provozieren. Das ist tief bedauerlicht Die Sachehätte eine andere Behandlung verdient. Was die Wohnungssürsotge anlangt, so wird sich ja noch. Gölegencheit ergeben, hier zu 'sprechen, und. dann werde schaden Ehristlichsozialen ehwas erzählen! Ich gebe zu/ daß-SteittklannN tzlHt geradezu €iitidealer Aufenthaltsort ' für Tnbetkntose ist. aber Tatsache ist, daß wir dopt -prächtige -MpfolgesMswiesen. Die Wohnnngsfrage liegt uns^ wie ich bereitseingangs erwähnt, schwer am Herzen, aber nicht mindere.Sorge bereitet uns die Fürsorge für die Tnberknlössn, Das. ist/eine Uufgabr, die für die .Gemeinde wichtig ist und es ist uitr. zü bedauern,' baß wir nicht jene Summen dafür auswenden können'^ welche wir gerne zur Verfügung stellenw'üMn. Ich bitte durch Zustimmung zu dem 'Antrag zu bekunden; daß Sie'seine Wichtigkeit voll und ganz würdigen. Bel. der Abstimmung wird "der Referentenantrüg ein- ^stimn.!iä' angenoiinnen. . '. / ''Hierculs wi-'d li: Sitzung nach-Erledt.üng iM’jt: tsei:<r Reseraie um IO Uhr abend? geschlossen. Der Bürgermeister teilt mit, daß in der nächsten Zeit bis Anfang September, anßerordentUche Fälle ausgeiwmrneu, keine Sitzungen des Gemeinderates stattfiude'n. Vorträge und Versammlungen. ' K u l t n r v e r b a n d „I a b n e*. — R e d en n d Lesehalle, IX., Türkenstraße 9. Sonntag den 13. d. M., i10 Uhr vormittags, Dr. R. Goldstern: S e m t n a v für nndiscbes R e ch t. Donnerstag den 17. d. M.. 6 : Uhr jabends, 'Frostig: I e s a i a s (VorbcreitnngSknrs). — iB c aiti „Z i o n". Hente Samstag. ä Ubr nachmittags, Herr 'Moses Frostig: Betreiben wir Partei- oder Bolkspolttik?^ — Hebräische A r b e i t s z e n t r,a l e. Heute .SarNstag,. >'/,8 Uhr abends. Vortrag des Herr Dr. Chaiin Tartakower im Lokale des Jüdischen Nationalrates, U., Taborstraße 20 a, Mer „Die Paläst'.nakonferenz der deutschen Zwmsten". — Z r o n i st ische Sektion Brrgittenau. Hertte ^Samstag 7 Uhr abends, findet im Sektionslokal, XX., Kar l Meißelstraße 5, Tür 1, ein Vortrag des' Herrn Robert Kien, über „Gründuugcines Turnvereines" statt. Beremsnachrrchte«. Zionistische Sektion B.r i gi t t e n a/u. Mittwoch den 16. d. M., 6 Uhr abmds, findet un Beremslokal, X., Karl Meißelstraße b, Tür 1, eine Versammlung aller Jugendchen des XX. Bezirkes statt. Anschließend daran em Vortrag des erm Kollegen Kürer. Gäste willkommen. -7 Ind.rs cher Z-rern „Nord-Ost" und A kad.B ere r^u r, che n l t n r". Der für heute Samstag un <vaale des Niederäerreichischen Gewer-bcveremrs, I., Eichnchachgaise 1t. angesrtzt ewesene Bortras des bekannten iiidiichrm.DMMS. h e r über das Thema: „Das nationale Moment in der modernen jüdischen Poesie" findet ans technischen Gründen erst Samstag den 26. d. M. im selben Saale %n, 7 Uhr abends statt. Die gelösten Karten behalten ihre Gültigkeit. — H a v 0 v l H a z a k r. Sonntag den 13. d. Al. veranstaltet der Haposl Hazaw einen gemeinsamen Aussing nach Neuwaldegg. Treffpunkt Lrevenbergdenkinal, Pünktlich um 7S3 Uhr nachmittags. Tagesbericht. Der-Fall Reitzes. > " Ein getaufter jüdischer Millionär, der im Wiener Leben eine' große gesellschaftliche mtb „wirtschaftliche" Rolle spielte, im Laufe der Jahre hier zu großem Einfluß gelangt ist und - zu der sogenannten Creme, der Gesellschaft gehört) kehrt Deutschösterreich' den Rücken' und wird — polnischer Staatsbürger. Der ideale Zweck: er will der Vermögensabgabe eütgehen.^ Daß er denr Judentum längst den Rücken gekehrt hat, kommt für die Oeffentlichkeit nicht in Betracht/die über das Vorgehen dieses Herrn mit Recht entrüstet ist. D'as>Juöentmtt muß aber für den gewesenen Baron Reitzes herhalten, wie für. alle niedrigen Handlungen, die von jüdischen Renegaten begangen werde):/Weit, mehr als das Laich, dem er bisher als Staatsbürger angehörte und das den Verlust der Dynastie Reitzes leicht verschmerzen wird/leidet das' Judentum unter dieser' Fahnenflucht in: Interesse., des Geldsackes. Die nationalen Juden haben es immer für ihre wichtigste Pflicht gehalten, dem Staate zu geben, waD des Staates.ist, und sind insbesondere in der freien Resiüblik Deutschösterreich mit allen Kräften daran, am Aufbau des neuen Staats- Wesens mitzuarbeiten. Sie weisen mit Entrüstung den Versuch zurück^ die Felonie des Täuflings-Reitzes dem jüdischen Volke anzukreiden. Die dem Judentum längst entfremdete millionenreiche Oberschicht, vb nun getauft oder nicht getauft, hat immer zum Schaden des Juden- ' tunls skrupellos gewirkt. Der.P ö g r 0 m- T au s s i g hat das zaristische.- Rußland finanziert, der. Kantorensohn Dr. Sieg hart (der früher Singer hieß) hat die christlichsvziale Partei finanziert und. die Antisemiten hoffähig gemacht. Und'Reitzes trägt seine Millionen aus Geschäftsrücksichten in das Polen der Hallerschtzn Soldateska und der barbarischesten Judenverfolgungen. Aber das jüdische Volk muß aus dein Falle Reitzes auch feine Lehren ziehen. Dieselben Juden und Judcnftänunlinge, welche Theodor Herzl in den» Rücken fielen und den Ziomsrnus als staatsfeindlich vernaderten, weil - sie fürchteten, a^lzu. sehr als Juden gekennzeichnet zu sein, wenn die jüdischnatiouale Be'iveguug wächst, diese nämlichen. ileberpatrioten und Streiter wider den Zionismus entpuppen Ich als feile Geldincnschen, denen das -Wohl und Wehe deZ Landes, in dem sie aufgewachsen sind und in dem sie ihre Reichtümer nicht immer einwandfrei züsammengerafft haben, H'ekuba ist,-sobald ihrer .Tasche ein Staatswechsel Vorteile bringt. . ■ ■ , Der Mord im Bkrsenal. * '■ Zu dem von uns gestern gemeldeten Doppelmmd im Arsenal erfahren wir des weiteren: Trotz der Erhebungen und Einvernahmen konnte noch kein klares Bild betreffs, der e i g e n tl t ch e.n U r h e b e r des Verbrechens gewonnen werden. Ais direkte Täter, die den Konunandanten der Arbeiterwehr des Arsenals, Josef G e i s e r,' und dessen Stellvertreter, /Hubert S t a.n z l, -erschossen haben, kommen der tschechische Ober-- lentuant Roman H ü b n e r und der W reu erFadriksd i r e k t 0 r A r n 0 l d R 0 l l e d e r.Ziü ' Betracht. Mitschuldig an der Verleitung zuni Waffendiebstahl und versuchten Bestechung sind der koniinerzielle.Leiter der Aüssuhrhandels- AftiengeseÜschafh Alfred Löst, und der Handelsagent Friedrich S ch r a m e k. Die Hintermänner sind der ebenfalls verhaftete t s ch e ch i s che M a j 0 r N e a n d e r und der t'sch e chis che O b-e r l e u tii a n t Z a v 0 tz k h.' < Major N eande r, der erst 23 Jahre (!) zählt, wollte bei seiner Verhaftung Exterritorialüat gellind machen und berief / sich auf eine aus einem Staatsschreiben seiner Negierung hervorgeh ende Zuteilung zu einer srerndrn Mission nt Wen. Er besaß eine 0 f s e n e. O r d e r d e § t s ch e ch 0 - s j v w a k: s ch e n A n s w ä r t i g e n A m t e s.. Da. diese Order kein B-i s u m unseres Staatsamtes,be§ Aenßery trägt, ist sie zum Gebrauch, vor unseren Behörden ungültig und die Kurierdienste, die Major Neander etwa zu besorgen hatte, begründen die Exterritorialität sticht. Der angebliche Direktor. Arnold R 0 l l e b e r wohnt VI., Theobaldgaffe 10. Während des Krieges hat er sich mit Geschäften aller Art befaßt. Die Untersuchung wird vom Sicherheitsbnreau wegen Mordverdachtes, Verleitung zmn Mißbrauch der Amtsgewalt und - Verleittmg znm Diebstahl gefiihrt. Als Täter wegen des zweifachen Mordes kommen Arnold Rolleder ( und Oberleutnant Roman Hübner in Betracht. H ü b n er g i b t. zu,, geschossen zu haben, wahrend Rolle de r d r e s leugnet, obwohl er bei seiner Verhaftung noch einen Revolver in der Hand hielt, ans dem s ü n f S ch ü s s e a b g e g eben waren. Hübner erklärte bei seiner im Spital erfolgten Einver- 1 nähme, daß er gesehen habe, wie Rolleder wenigstens zweimal geschossen habe. , .- - “ - Abends wird noch berichtet: ' , Durch die heute durchgesührten Vernehttzttngen ist im Wesentlichen Sie bereits gestern auf Grrmd der ersten TatbestandSaufnahmen gegebene Darstellung des Sachverhaltes bestätigt worden.- Im Laufe des heutigen Tages 'wurden sämtliche Verhaftete und eine Reihe von Inskunstspersouen einvernommeu. Bost Wichtigkeit ist, daß der angeh,liche Schramek, der auch unter den: Namen Mörichseu aufgetreten ist, richtig AlfonS Widder heißt, Kaufmann, im Jahre 1892 in Wien geboren und hier zuständig und - im Grabenhotel wohnhaft ist. Femer. wurde dmch eine Zeugenaussage sestgestellt, daß der - verhaftete Rolleder auch noch auf seiner Flucht gegen seine Ber^' fotger zwei Schüffe abgefenert hat, ohne jedoch jemand zu treffen. Die Leiche des bei dem Vorfälle getöteten Stanzl weist außer der tödlichen Kopsivuude noch eine Schußwunde an der rechten Brnstseite auf. Auf dem Tawrte wurden im ganzen sieben anstzeschoffene Patronen gesmlden. Jedes der beiden Opfer, Geiser und Stanzl, hatten, wie emwandfr'ei sestgestellt wurde, einen gckadmcn Revolver bei sich, doch ist n-wiesenennaßeu daraus kein einziger Schuß abgegebeu worden. Die Erhebimgen werden sortgesetzr. Personalnachvicht. Sonntag den 18. d. M. um V?2 Uhr -nachmittags findet im Stadttempel zu Krakau die Bermahlustg unseres Gesinnungsgeuoffen Simon A d v o.k a r mit Fräulein-Cäcilie W i e n e r statt. ' * Jüdische Volksgenossen» welche' znm Sommeraufenthalt in I s ch l, V 0 s l a u, M 8 d U n g 'und-.deni Semmermgorten weilen, mögen ihre Adresse mittels Korresponde:rzlarte umgehend an Jbcn Jüdischen Nation a l r a t, Wien, II.; Taborstraße 20a, bekanntgeben.' * Dtzr Samstagbeginn tetr Sonntagsrnhe. Die nrederösterreichische Landesregierung - verfügt auf Grund des Artikels 2 (3) des Gesetzes vom 15. Mai 1919, St.-G.-Bl. Nr.101, provisorisch bis zur definitiven .Regelung der nach dem Gesetze zu, regelnden Fragen, daß in Wien in solchen Handelsgewerben, die. nicht ausschließlich dem Lebensmittelhandel dienen und-micht ausschließlich Großhandelsbetriebe im Sinne des Artikels 2 (2) bt8'‘ Gesetzes (Großhandel sind Handelsgewerbe, die Waren uuinittelbap an Verbrauche)- nicht absetzen), aber auch nicht ausschmßlirß Dctailgeschüfte sind, vom 12..Juli 1919 abdie Sönntagsruheam S a in s t a g um 2 Uhr, soweit Säuberungs- und Jnständhaltungsarbciten vorgenommen werden, un: 4 Uhr nachmittags dann zn, beginnen hat, wenn es sich um emen gewerbebehördttchanaemeldetm oder als „weitere Betriebsstätte" oder als „Zweigetablissement" angezeigten Betrieb handelt, in ttheffen behördlich angemeldeten oder angezeigte:: Betriebslokalemindestens fünfzig ^Hilfsarbeiter oder Angestellte regelmäßig beschäftigt sind. .Freie AerztesteLen. Die Aerzlegrnppe des Palästma- . amtes -ist in der Lage, günstige Niederlassuttgsmö.glichkeiten für einen Arzt, vr. weä. Uviv., und für - einen Zahnarzt - in der Provinz zu »ermitteln. Anmeldungen schriftlich an die Aerzte<- gruppe des Palästinaamtes,, ll., Zirkusgasse 33,, oder mündlich.- beim Sekretär der Gruppe, Dr. Lauterstem,. täglich von V-3 bis ..V?4 Uhr, nur Ausnahnw von Sonn- und Samstagen. Entsendung militürischev Missionen. Für eventuell nach dem Friedensschlüsse aufzustellende vorübergehende Missionen) werden Offiziere benötigt werden, welche des Italienischen^ Serbischen oder Albanischen mächtig sind. Es wurde verfügt, daß Oifiziere, welche eine dieser Sprachen beherrschen und sich fürs diese Konnnandierung^ melden, ehestens dem Landesbefehlshaberi in Wien namhaft gemacht werdeu. " j *• Selbstmord. Gestern - hat sich der 22jährige Studenb . Leopold Seinseld. IX., Gußenbauergaffe 4 wohnhaft, auf der Kreuzeichenwiese im.Ottakringer Walde durch einen Revolver-i schuß getötet. Die Ulsache der Tat ist unbekannt.. * Todesopfer des Aufspringens. Gestern vormittags ' sprang beim Meidlinger Südbahnbof der Feldwebel. Adolf; Fla:n m e n h a f t, Xl., Kopalgaffe 7 wohnhaft, auf einem fahrenden Straßenbahuzug der Linie 8 auf; er stürzte ab undgeriet mit denr Kops zwischen Schutzvorrichtung und Psiaster.i Der Schädel wurde ihm zermalmt, das Gesicht vollständig zerquetscht. Die. Feuerwehr zog ihn als Leiche unter.den: Wagenhervor. . - . Aus den Theater«. : Jm S ch 3 n b r u-n n e r S ch l 0 ß t h e a t e r gelangt Morgen Sonntag Hermann B a h r s Lustspiel „Das Konzert"- zur -Ausführung. Beginu V^7 Uhr. / \ In beit K a m in e r s p i e len wird heute „H a b e n> Sie nichts-zu ve r z 0 l l e u?", Schwank in drei Akten von Hennequin und Veber, aufgeführt. Beginn V°8 .Uhr. . '' - ...Das Ensemble der E x l - B ü h n >e führt heute in der Volksvper zun: -» erstenmal A n z e u g r rr b e r s „Meineidhauer" ans. ' - v/ Arrsgrobnngen in Palästina. Was neben der Tradition des-Schriftttmis und des täglichen Lebens die wiffenschaft» Me. Archäologie über das einstige jüdische Leben in Palästina z:x bex-ichtcw^weiß, findet sich übersichtlich därgestellt in der Schrlft Prüf. Thomsens: „Palästina und seine K n. l t it! t it s ii n f Jahrtausende n“. Zahlreiches Jllusirationsmaterial unterstützt die interessanten Aussühmngen W -Puches. Preis, gebunden. X 7.—. Zn . beziehen durch -P. L ö w i t, Buchhandlung, Wien, l., Rotertturmstraße 22. , /;. Die Erlrährung. Der Marktbericht. < / / / Die G r ii n w a r e it 11t ä r f t e, die jetzt" am stärksten besucht sii^d, waren gestern mit Gärtnererzeugnisseu weit schwächer als ans Vortage versehen, ■ da aber an at^wärtigen Gemüseärtev größere Sendungen emgetroffen sind,stand für die rege NachfrageHoch immer ein entsprechendes Angebot zur Verfügung. In der G r 0 ßm'a r'k t h a l l e beschränkte^^sich -gestern Rindfleisch, an, das für die lumnspieise Ausgabe des Extrem-' nnd. Emhestsriiidfleisches verwendet wird. - ' - Dw Beschickung der F i s ch m ä rkt e hat nur insofern^ eine Besserung erfahren, als hente kleine Mengen frische ^-Schell-" fische erhältlich-waren. , - - , ' - ' ,? An Obst erhielten'die Märkte nur Auauäserdbeeren, - Feig'en- und Karobon. ' , - k Die Versorgung Wieus^mit-Eiern.ist durch, das. Ausbleiben-, der polniMnScndnngen ganz ins Stocken geraten'. . , MaiKgrietz für MindestbemiLLelte. - Die Besitzer der rosafarbigen Eiukausscheiue für Wohlsäh'rtSfleisch erhalten in der 109. Fürsorgewoche pro Pci^ou des Haushaltes' Kilogramm Maisgricß zum.Preise von 64-Hellerngegen Abtrennung-, des Ahselmitles 23 in den Geschäften der Großsehlächterei an folgenden Tagen: Montag den 14.. A bi§ F, Mittwoch den IG. ,G bis K, Donnerstag den -175 U bis' U und Sinnstag den -19. 8 bis 7.. aber die' .bezirksweise Abgabe von 10 Dekagramm Wülstiabrtsfleisch für jede Person des Hamchal,es zum 'Preise »nn.'R.l-/ Mit dieser Fleischausgahe wird in der 109. Fürsorgewoehe nü X., und IV. Bezirk für die bei den Siäuden Engeriplatz,.. Onetlen-. straße,/Kolurubttsplatz im X. Bezirk und Phornshalle. Naschmarkt, jm I V. Bezirk raponierten Besitzer der rosafarbigen „Em- -. kauffcheine begonnen werd'ep. n Wernpreiserhöhung im RathauskeLer. Ab Sonn-' tag den 13. d.M. gelten im Nathanskeller folgende Schankpreise :' Heuriger K 10.^-, Alter K 11.—, Rotwein K 14.—, Gnmpoldsi kwchner, beziehungsweise Grinzinger Heuriger X 14.— pro Liter.! ' Der neue Mm'lrtamtspirelrLvr. De'r bisherige Direttor! des städtischen Marltamtrs, Adolf B a u e v„ hat porgestecu dem neuernauuten Ma'.ttnmtsdireklor Aulon W i u k l e r die 6/. schäste übei'/hu.

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