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Wiener Morgenzeitung · 1919-07-09 · Heft 170 (9.7.1919) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 170 (9.7.1919)
Date
1919-07-09
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 170 Wien. Mittwoch WM s Strarrdfest der Haksah. ' '.jJJMt. dem 86er-Wasen fährt mau vom Schottenttng zum Nußborfc".' B'auhaus. Der: Stadtbahndnrchlaß führt zum DonaUkai Ihm entlang Zechend, erreicht man bald den Nußhorfer Spitz, wo der Donaukanal begiünt. Man begegnet eine grojV'. Zahl von Spaziergängern. In einem länglichen Tümpel baden an heißen Tagen Kinder gmd Erwachsene.' Nach uu '2-ähr!O Minuten, gelangt man> in den Kuchelauer Häsin. An den Bootshäuserrr der großen Rudervereine und LmMrbeiterstrandbad vorbeigehend, erreicht man ein kleines schmuckloses Häuschen, das /jedem mit seinen blau-weißen Farben freundlich.entgegenleuchtet. An der Rückwand, 'dem EiseNLahndamm zugekehrk, ist Mit großen Buchstaben der RameHakoäh zu lesen. Bei schönem Wetterist ein geschäftiges Treiben zu bemerken, fortwährend kommen Mitglieder des Vereines; aber nichts nur junge Vportleute 'sieht man. Recht häufig findet man.ältere Personen m'Ü ganz Aeinen Kindern, die'sich wenigstens den gesunden Einflüssen der Sonne aussetzen wollen. In der Umkleidehütte wird.rasch der Badeanzug angezogeu. Die Holzstufen führen zum Floß hinunter, wo sofort eine große Zille von zwei strammen Hakoahnern gelenkt, die Neuangekommenen ans andere Ufer befördert. Erst jetzt befindet man sich auf eigenem Grund und Boden. Eine große Bodenfläche ist mit einem, tzolzgitter umzäunt. Sand äst noch nicht, viel vorhanden, doch regen sich ständig fleißige Hakoahnerhände, so daß diesem Mangel in kürzester Zeit abgeholfen sein wird/ Das ^bunteste Bild bietet sich hier denr Beschauer dar. Am Ufer stehen die Trainer, die aufmerksam die Bewegungen und Tempi ihrer Schutzbefohlenen verfolgen. Das ruhige Wasser trägt zahlreiche Hakoahnerinnen und Hakoahnet, die im langem „Hand-über-Hand"-Tempo ihrem Training, obliegen. Im Sande liegen die braunen Gestalten und ruhen von den anstrengenden Hebungen aus. Bald hat sich eine'lustige Gruppe zusarmnengefunden, die frohe Lieder bis anö andere Ufer der Donau erschallen läßt. Immer neue Besucher bringen die Boote, bis die Schatten länger werden und der kommende Abend Luft und Wasser ab kühlt. Nun geht es wieder über den toten Arm des Kuchelauer Hafens zur Umkleidehütte. Rasch werden die Kleider getvechselt und im frohen Heimmarsche findet-ein schöner Tq.g seinen Abschluß. * Für Sonntag den 13. Juli l. I. lädt die Sektions- , Leitung die jüdische Oeffentlichkeit ein, das Strandbad zu besuchen. Diesem Tage ist die offizielle Eröffnung Vorbehalten. Ein großes Programm wird die Aufmerksamkeit der Besucher ständig in Anspruch nehmen. Herren- und Damenwettschwimmen sind vorgesehen. Die Hakoah-Leichtathleten werden sich in einigen Disziplinen zeigen. .Auch für Unterhaltung ist hinreichend gesorgt, so. daß niemand unbefriedigt die Veranstaltung verlassen wird. Die Sektionsleitung hat große Pläne. Neben dem kleinen Umkleidehäuschen soll ein großes, stolzes Bootshaus erstehen, Boote sollen angeschafft werden und für Nichtschwimmer soll eine Badegelegenheit errichtet werden. Viel Geld werden diese Arbeiten tosten. Trotzdem sind die jungen tzäkoahner frohen Mutes, hoffen sie doch, wenn sie sich an die Oefsintitichkeit wenden, genügend Unterstützung zu finden. Der kommende Sonntag wird zeigen, in welchem Maße die jüdische Oeffentlichkeit sich die Erkenntnis des großen Wertes des Wassersportes zu. eigen gemacht hak. Das Strandfest beginnt um 3 Uhr nachmittags. Vorverkaufskarten sind zum Preise von K. 4 im Klubheim, Jndustriellen-Cafs, I.Bez., Konkordiaplatz 4, erhältlich. Jüdischer Sport in Polen. In Tarnow fand am 29. Juni ein Fußballmatch zwischen dem jüdischen Sportverein „Samson", T a r n o w, und dem jüdischen Sportklub „B a r» K o ch b a", N e u- S a n d e c statt, welches mit dem Suge Samsons endete. Der Schlußstand war 8:1, während bei Halbzeit „Bar-Kochba" 1:0 geführt hatte. In der' ersten Hälfte drängen beide Mannschaften sehr intensiv und es gelingt der . Sandecer-Mannschast in der' 30. Minute durch den Mittelstürmer den ersten Punkt zu erlangen. Nach der Pause wird das gegnerische Tor von der Samsonmannschaft bombardiert und trotz ausgezeichneten Spieles des Tormannes und der Verteidiger erreichten die Tarnowee in der 7. Minute das erste Goal durch die linke Verbindung, das zweite in der 15. Minute durch den Mittelstürmer und bald darauf durch denselben Spieler das dritte nach schöner Kopfkombination. Eckenverhältnis (19:3) zu Gunsten SamsonS. Das internationale Praterturnier. F. T. <£., Budapest—W. A. $.4:1 (2:1). Der vorletzte Tag des Turniers brachte mit dem übrrlegrnrn Siege des B n d a p e st e r F. T. C. über den W. A. C. eine große Ueberraschung. Der Erfolg der Ungarn war wohlverdient. Sie waren in allen Belangen den Wienern über. Nur im Roh« spiel konnten sie ihnen nicht einmal nahe kommen. Die offenen und versteckten Derbheiten der W. A. C.-8eute, denen der Sieg über den M. T. K. m den Kops,gestiegen ist,'häuften sich in solchem Matze, daß der Schiedsrichter gezwungen war, zwei Spieler auszuschließen. Der F. T. C. trat in veränderter Aufstellung an und lieferte em hochklassiges Spiel. Schon nach kurzer Zeit war es dem Fußballverständigen klar, daß die Wiener kaum ungeschlagen das Spielfeld, verlassen würden. Bald hatte Nemes nach einem schönen Zuspiel. Palakis die Führung errungen. Auch weiter drängte der F. T. C. stark. Em Bombenschuß Palakis aiyg an die Stange und wurde dann von ihm unhaltbar ins Netz befördert. Bald darauft schoß Grüufeld den Ehretttreffer des W. A. C. Knapp vor der Panse wurde Kaps II ausgeschlossen. Nach Wiederbeginn war die Ueberlegenheit der Ungarn noch klarer. Zwei Treffer Nemes' und Vatakrs waren btc Ausbeute. Die W. Ä. C.-Leute konnten stch nur durch Regelverstöße bemerkbar rnpchen/ was noch dem Verteidiger Perzel den verdienten Ausschluß emtrng. Nach Schluß des Spieles nahm der radaulustige Teck des Publikums gegen Schiedsrichter Prager Stellung, der sich aber die Leute vom Lewe halten konnte. Die heutigen Wettspiele. Heute kornmen die beiden letzten Spiele deS Turniers zur Austragung. Da bisher alle beteiligten Vereine je einen Sle; und eine Niederlage (\ufh)eifcn, haben sämtliche noch Aussicht au .den Sieg in der Konkurrenz. Unr 4 Uhr spielt der W. A. C. ksgtn R u d v l f § h it g c l, um 6 Uhr der M. T. K. gegen tz. T. C. Wiener Morgen-;e'itrmg H. Juli 1919 Seite 7 P r ärr N m e r ä 1 ioKsw t 3? Am 1. Juli begann ein neues Quartal. Wir bitten unsere Abonnenten, das Abonnement rechtzeitig zu erneuern, damit keim Unterbrechung in der Zustellung des Blattes eintritt. Bezugsbedingungen: Für Wien: mit Zustellung Monatlich . . . Kronen 7.— Vierteljährig . . „ 90.— Halbjährig ... „ 40.— Ga» jährig ... „ 80.— Für btc Trckecho- Slowaker: mit Posiveriand m tschechischer Wähsting Monackich . . . Kronen TöQ Bicrt.'liührig . . „ 92.— Halbjährig ... „ 44,— Ganzjährig ... 88.— anziahrifl . Ernzelexempkav 36Heller. Für DeutschSsterreich: mir Postversand Monatlich , , . Kronen 7.50 Viertcksahrig . . „ 22 — Halbjährig ... „ 44.— Ganzjährig ... „ 88.— Für Polen und die übrige« Natlonalftaaten: mit Postveriand Mona^-.ch ... Kronen 8,20 N.erteljährig . . „ 25.— Halbjährig ... 50.— ötamiiifirtri 96.- Für Deutschland monatlich 5 Marl. Scknvriz Franken, für das übrige Ausland vierteljährig 28 Kronen. D>c Geldsendungen si'rr die Tschechs Siowallei sind per Erlagschein a.n das Postsparkasscnamt P. S. Nr. 150.693 in Prag, Hk Polen. W.estgaW-n Md Polnilch-Sckittsien per Postanweisung an die Wiener Lombaud und Gskomytebunk, Filiale Krall au. iür „Wiener Morgenzcitung*. Krakau» Äynell 12» zu richten. Administration der „W'ener MorgenzeiLnng" Wie», I!., Taborstratze 1 ~ 3. Telephon 44.038«. 43.319. Hollands), somit Staatsbürger eines im Verhältni zum ehemaligen Oesterreich-Ungarn befreundeten (neutralen) Staates." Somit werden dis Zins sch eine eines Schweizers, der in Zürich wohnt, in Wien eingelöst, hingegen kann ein deutschösterreichischer Staatsbürger, der seit zwanzig Jahren in Wien lebt und aus irgendeinem Grunde, erst am 14. März 1919 die Erklärung der deutsch österreichischen Staatsbürgerschaft abgegeben hat, seine Zinsscheine als Andenken vorläufig bei sich behalten. Das ist nicht sehr logisch. Ober vielleicht doch logisch in dem Sinne nämlich', daß der Gedanke, Staatsbürger verschiedenen Rechtes zu schaffen, konsequent Lurchgeführt wird, somit die StaatSbÜrgerschaftSerklärung im, Sinne des Gesetzes über das deutschösterreichische Staatsbürgerrecht nickst ernst genommen sein will. Wie anders wäre eZ sonst' möglich, daß die Banken sich bei der im Zuge befindlichen Nostrifizierung der Kriegsanleihen auf einen Erlaß der Finanzlandesdirektion berufen können, der besagr, daß die Staatsbürgerschaftserklärung allein nicht genügt, um jener Begünstigungen teilhaftig zu werden, welche den deutschösterreichischen Staatsangehörigen Vorbehalten sind. Und gestützt auf diesen Erlaß lehnen die Banken, sotpeit meine Erfahrungen reichen, die Nostrisizierung der Kriegsanleihen ab, wenn nicht gleichzeitig ein deutschösterreichischer Heimatsschein vorgebegt wird. Auf solche Weife wird bas Staatszugehörigkeitsgefühl nicht gefestigt, und matt kann erwarten, daß die benachteiligten Staatsbürger dort, wo es sich um Pflichten handelt, letztere auch der bevorrechte rn Gruppe überlassen werden. Staatsbürgerschaft und Zinsscheine. . Bon Dr. Gmtt Schmitz. In aller Stille «wurde in der letzten Zeit eine neue Drucksorte für die bei der Einlösung der am 1. Mai, 1. Juni und 1. Juli fälligen Zinsscheine der allgemeinen, beziehungsweise der österreichischen Staatsschuld abzugebende Erklärung aufgelegt, die mit einem Schlage und ohne viel Aufsehen zu erregen, drei Kategorien deutschösberreichischer Staatsbürger schuf. Nach dem bisherigen Formular hatte jeder, der Zinsscheine von Obligationen der allgemeinenbeziehungsweise., der österreichischen Staatsschuld zum Ankäufe anbot, unter Strafsanktion 'zu erklären, daß er Staatsbürger Dentschösterveichs sei; nach dem neuen Formular hat er zu erklären, daß er bereits am 13. März 1919 Staatsbürger Deutschösterreichs war und nur in diesem Falle werden die Zinsscheine angekauft. Nach diesem Formular gibt es also Staatsbürger mit und ohne Anspruch ihrer Zinsscheine: Staatsbürger, die es schon vor dem 13. März 1919 war^n, deren Coupons also eingelöst werden, und solche, die es erst nach dem 13. März 1919 wurden, die aber Vorsichtig genug waren, ihre ZinSscheine sofort ani Fälligkeitstage der Staatsverwaltung zu verkaufen. Diese haben wenigstens noch die Mai- und Junifälligkeiten verkaufen können, werden aber Mt den künftigen Fälligkeiten bis auf weiteres leer ausgehend Und schließlich solche Staatsbürger, die gleichfalls erst nach dem 13. März 1919 die deutschösterreichische Staatsbürgerschaft erworben Haben, jedoch im Bertrünett auf ein gegebenes Versprechen oder aus anderen Gründen gezögert haben, ihre Zinsscheine einlösen zu lasten. Me eS schon so häufig geschieht, haben ketztere auch diesmal daS Nachsehen und abermals Gelegenheit, sich davon zu überzeugen, wie-wertvoll ein gegebenes Versprechen selbst von autoritativster Seite ist. Sir bekommen für ihre Zinsscheine seit 1. Mai überhaupt nichts. Und doch sagt §.4 des Gesetzes über das deutschösterreichische Staatsbürgerrecht: „Die im § 2 genannten Personen sind vom Zeitpunkte ihrer Erklärung an deutschösterveichische Staatsbürger" und Artikel 2 des Staatsgrundgesetzes vom 21. Dezember 1867 über die allgemeinen Rechte der StaatSbiirger: „Bor dem Gesetze'find alle Staatsbürger gleich." GS gibt nur deutschösterreichische Staatsbürger schlechtwegS, nicht solche mit verschiedenen Rechten, je nachdenr sie die Staatsbürgerschaft vor oder nach dem 13. März 1919 erworben haben, gutgläubig oder mißtrauisch waren.' Freilich, die von der Finanzverwaltung aufgelegtes Formulare sind kein Gesetz, sondern lediglich Erklärungen der Bedingungen, unter welchen sie gewillt sind, die Coupons anzukaufen. Wer gerade bei Festsetzung dieser Bedingungen darf es nicht Vorkommen, daß Staatsbürger verschiedenen Rechter geschaffen tverben, da die minder Berechtigten mit vollem Fug und Recht sich auch für minder verpflichtet erachten müssen, und dann hört eben jede geordnete Verwaltung auf. ES ist übrigeuS nicht der erste Falk der Differenzierung des Inhaltes der Staatsbürgerschaft. In diesem Blatte und in den Vertretungskörpern wurde schon viel über diesen Punkt geschrieben und gesprochen. Daö „Affidavit" enthält aber auch die Erllärung.- ,^ch L bin Staatsbürger . . . tzum Beispiel der SchtMz ober. Wirtschaftliches arrs Rumänien. Bukarest» 7. Juli. (Tel.-Komv.l Die Agentur Dacia meldet : Zmiscken R n m 8 n i e n und G r j e ch e n l a n d ist ein W t r t s ch aftSüberein kommen betreffend den AuÄansch von Waren in größerem Umfange zustande gekommen. * Nach einer Meldung des Finanzblattes „Argus" werden seit einiger Zeit bedeutende Mengen Petroleums aus Rumänien nach der T ü r k e i und Bulgarien exportiert. * 1 Das Rumänische Preßburean meldet: Die Beamten der Bank Nationale in Bukarest. ' Byacka und Galatz sind in den Streik getreten. — Der Streik der Nafsineriearbeiter dauert s o r t- Die Verhandlungen wurden unterbrochen. * Nach der „Allgemeinen Czernowitzer Zeitung" wurde in C z e r n o w i tz unter dem Namen „Er^p Bukowrnaer Warenverkehrs- und KommissionSgesellschaft m. b. H. in Czernowitz" ein Unternehmen großen Stils gegründet, das' sich hauptsächlich die Versorgung der Bevölkerung mit a l l e n Bedarfsartikeln zur Ausgabe macht. Gin Kohlenabkommen zwischen Deutschland und den Tschechen. ' Dresden» 8. Juli. Zwischen der Reichskommission für die Kohleverteilung und der tschecho-slowakischen Regierung haben in Berlin Verhandlungen über die gegenseitige Lieferung von Kohlen stattgefunden. Es ist eine Verständigung erzielt worden, wonach das Abkommen vom 1. Juli 1919 an gilt. er-Werke ül.«G. Wie bereits gemeldet, hat Unter dem'Vorsitze des Präsidenten Emmmel R r n g h o f f c r am 5. d. M. in Prag die 8. ordentliche Generalversammlung der Rlnghoffer-Werke A.-G. stattgefunden. Der vorgelegte Rechnungsabschluß weist einen Reingewinn von K 3,213.761.49.(gegen K 2,820.655.28 im Vorjahre) ans. Gemäß dem Anträge der Verwaltung wurde beschloffen. eine Dividende von 8°/,. gleich K 38.— pro 'Aktie (im Vorjahre K 40.—) das ist L 1,440.000.— zur Verteilung zu bringen, dem allgemeinen Reservefonds K 130.000.— tim Vorjahre K 650.000.—) und einem besonderen Steuerfonds K 1,000.000.— zuznmersen rmd nach Bezahlung der Verwaltungsrats-Tantieme und Widmung eines Betrages von K 400.000.— (tut Vorjahre K 200.000.—) für Arbeiter-Fürsorge',wecke, restliche K 65.385.34 (im Vorjahre K 19 499.75) aui neue Rechnung vorzntragen. Der Dividendeneouvon für daS GeMttsjahr 1918 gelangt, so west es sich um nach Dockchrift der. tschecho-slowakischen Negierung ordnungsgemäß abgestemprlte Coupons handelt, ab 7. d. M. an den Kassen der ZivnostenSka Banka und der Frliale der Krrdu-Anstalr Ar Händel und Gewerbe in Praa mtt K. 32.— pro Stück zur Emlösung. Soweit die Aktien der D e u t s ch ö st e r r e i ch e r n\ erliegen und nn Besitze von D e ü t s ch ö st e r r e i ch e r n sind,, kann die Auszahlung der Coupons bei den hierländischcn Zahlstellen (Allgemeine österreichrsche Ddden-Kredrt-Anstalt und Kredit-Anstalt f. H. u. G.) entsprechend der tschecho-slowakischen, Finanztzrsehgebung nm erfolgen, wenn der Aktienbesitzer^ nach-, weist, daß die betreffende Aktie sich bereits am 12. Mürz 1919 außerhalb der Tschecho-Slowakei befand und Eigentum eine- Nicht - Tschecho - Slowaken aebildet hat, . welch letzterer Umstand durch die . behördliche Vertretung der tschecho-slowakckchen Republik bestätigt iem rnuß. — In dem vorgelegten Geschäftsberichte ivird nutgereilt, daß das unternehmen durch den politischen Umschwung eine Einbuße in der Erzeugung, n ich t erlitten bat und im laufenden Geschäftsjahre hinreichend beschästiKt ist. An Stelle der im heurigen Jahre ausgetretenen Derwaltungsratsmitglieder wurden die Hfrren Direktor Heinrich B 616 h r r b e k, Architekt Viktor Benes, Felix Rlng- Koffer, Ingenieur Friedrich R r n g b o f f e r und Dr. Anton Schauer neugewählt, ' Polrus Währung. Aus "Warschau wird den „Polnischen Stimmen" gemeldet: Der amtliche „Monitor PolSki" veröffentlicht eine Erklärung der polnischen Finanzdelegation in. Paris, in der konstatiert wird, daß die Friedenstonieren^ die Frage der Relation zwischen Ler neuen vvlnischeir Währung und der-Mark, Rubel und Krone nicht entscheiden wörde. Der Kongreß wird lediglich beschließen, daß im Hinblick auf dis in Aussicht genommene Liquidierung der Oesterroichisch-ungarischen Baik? der Umlauf der Kronennot«» registriett werden müsse. Diese Verpflichtung wird sich jedoch auf Rubcl und Marknoten nicht be-ieheii: in fein-nr Falte aber wird dieser Beschluß mir ri.o Fest''?!i.er R.cka' tion gleichbedeutend sein. Die Entschttdu'ng oaeuee. l Landtag und der. ReMvunA vftx.behgltep.

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