Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 166 (5.7.1919)
- Date
- 1919-07-05
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
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Nr. 166 Wien, Samstag Der WslkswirL. Dr. Schumpeter über die finanzielle Lage. Die NationLlyersammkuug zog gestern das Budgetprovisorifim Hl Beratung. Staatssekretär Dr. Schpmpeter ergriff das Wort. Er begründete zunächst, warum das definitive Budget noch nicht vorgelegt tberden konnte. Die Ursache läge darin, daß eS sich als unmöglich erwies, die erforderlichen Daten von den Zentralstellen und den Landesregierungen zu erhalten. Sachliche und.formale Schwierigkeiten standen dem, gegenüber. Er werde jedoch das Budget in etwa 14 Tagen vorlegen. Redner bittet das HaüS, die finanzielle Lage des Staates 'in ihrem ganzen furchtbare« Ernst« zn würdigen und der Regierung zu helfen, mit den Ausgaben, insbesondere mit den.p 1 ö tz l i ch h e r v o r t r e t e n* den Ausgaben, zu bremse». Die Zukunft des Staates hänge davon ah, baß wir die moralische Kraft Wen, die nächsten Monate zu überwinden. Immer wieder üomwt es vor, daß eine PartJei in dankenswerter Weise mit Einsetzung ihres ganzen iLinflusses und ihrer Popularität sich gegen eine Ausgabe, deren Berechtigung an sich feststeht, ausspricht, und daß dann eine andere Partei ihr in den Bücken fällt. Das Budget wird binnen kurzem vorgelegt werden, aber in dem Bewußtsein, daß eS umgearbeitet werden muß, wenn der Friedensvertrag abgeschlossen sein wird. Wenn aber innerhalb der nächsten zwei Wochen die Friedens- Ledingungen Vorlagen, tvas möglich, aber unwahrscheinlich ist, dann wird der Staatssekretär um einen weiteren Aufschub von ungefähr 14 Tagen für die Ueberrrichuiig des Budgets bitten. JeJtz handle es sich nur darum, den Exlex- Znstand zu beseitigen. Die Zeit drängr, Das Haus hat heute noch wichtige andere Gesetze zu erledigen, weil, foc»n , diese Gesetze nicht verabschiedet werden, die Verhandlungen über unsere i Lebensmtttelbezüg« gefährdet werden könnten. Der Staatssekretär will sich deshalb nur auf das Nötigste beschränken. Das Budgetprovisorium enthält nur-die üblichen Ermächtigungen für die Regierung. Den Hauptpunkt bildet die darin vorgesehene Kreditermächtigung von zwei Milliarden. Schon in der Begründung zum Budgetprovisorium wurde gesagt, daß- «S möglicherweise nicht dabei bleiben wird; das ist gewiß eine furchtbar ernste Tatsache. f der Oeffentlichkeit ist nun, was die Bedecknngsfrage betrifft, gesagt worden, wir überließen uns leichbstnnig und ohne jedes Gefühl der Verantwortung einer i Banknoteuwtrtschast, dir zum Untergang führen muß. Das ist meinerseits eine Anklage gegen die Ausgaben, die wir bewilligen. Aber ohne diese- Ausgaben verteidigen zu wollen» gegen die der Staatssekretär ' immer ankämpfe, sei es-' doch klar, daß wir nur durch diese Ausgabe« die Ruh« «chatte« ttftfc die Einheitsfront nicht bloß des Proletariats aufrechterhalten konnten; das ist gewiß von großer Bedeutung und der Staatssekretär möchte alle jene, die sich über die Finanzwirtschäft so auftegen, fragen, was ihnen lieber wäre: Entweder die Politik, die wir gemacht haben, oder der vollkommene soziale Zusammenbruch. Man sagt, man , solle nicht ausgeben, sondern energisch sein. Man schreit nach ' dem Mann. Alle Parteien werben mit dem Staatssekretär gewiß übereinstimmen, wenn er erklärt, daß es für die Regierung' nicht akzeptabel sei, den Wünschen des Volkes mit Gewalt zu begegnen. Selbst wenn wir die Machtmittel zur Verfügung hatten, würde uns das nicht gelingen. ES wäre eine kurzsichtige- Politik, wenn sich die Regierung put auf . die blauen Bohnen stützen wollte. Die FrtedenSbedtngnngen wie sie jetzt vorliegen, brauchen 'nur ratifiziert zu werden, um die Katastrophe unvermeidlich zu mache«. Wir hoffen aber, daß die finanziellen Bedingungen gemildert und erträglich sein werden. Wenn aber nicht, dann^ gibt es kein Halten mehr. Der Vorwurf gegen unsere Finanzwirtschaft richtet sich aber vielfach nicht nur gegen die Auslagen, sondern auch gegen die Art der Bedeckung. Bon Steuererhöhungen spricht derzeit niemand. Daß die ohnehin passiven Unternehmungen dieses Staates momentan »ichtS bieten können, ist klar. Aber man sagt, wir sollen ein. großes Anlehen unterbringen. Das tun wir ohnehin. Wir drucken ja keine neuen Banknoten, in dem Sinne, wie man sich das vdrstellt. Der Staat lebt momentan von 'Kreditopera- Jionett, die mit kurzfristige« Dchatzscheinea gemacht werden. Diese Schatzscheine firdb die wichtigste Quelle für unser finanzielles Dasein. Die Kassenscheine der Bank, die aus dem alten Regime stammen, müssen jetzt eingelöst werden. Diese Summe nehmen wir auf. Die Dank erfüllt nur schon bestehende Bertzflichtunge«, indem sie das tut. Wir haben gar nicht das Recht, sie «rar Notendrücken ohneweiters zu bewegen. Infolge der Einlösung der Kassenscheine muß natürlich der Bankuotenumlauf steigen, das ist nicht zu vermeiden. Allerdings sei das Problem der Roteninflatio» ein sehr ernstes. Eine Wirkung der Inflation sei die Preissteigerung. Der innere Kaufwert der Krone und damit der Wechselkurs fallen dadurch. Deshalb, und nicht aus Mangel an Sozialgefühl, wehre sich der Staatssekretär Iso verzweifelt gegen die Gehalts- und Lohnerhöhungen. Denn-diese Erhöhungen bewirken eben, daß wirdie Lebensmittel immer wieder zu ungünstige« Bedingungen bekommen. Das sei der Circulus viiiou«, aus dem wir nicht herauskomnren. Eine Anleihe wie im Kriege konnte jetzt keinen Erfolg haben, weil alle Leute ihr Geld zurückhalten würden. Die Vephältnisse in Ungarn haben unseren Kredit i« Julanbe und im Auslande schwer gefährdet. Diese Verhältnisse gefährden die Zukunft des ganzen BolkeS. Aber sie m beseitigen, haben nur kein Mittel. Wenn wir jetzt dnrchkommen, können wir vielleicht zusammen mit der großen BMUbgenSaKgabe eine größere K redite per atro v machen. Mt der Vermögensabgabe wird der Staatssekretär sobald es möglich sein wird, vpr das Haus kommen. Die Vermögensabgabe habe aber nur Sinn unter einer Voraussetzung. Man muß der Bevölkerung sagen können: Zahlt, es ist hart, aber wenn . Ihr zahlt, seid Ihr gerettet. Wiener Morgenzeitung 1 •". r 1 .." ^Das Grundübel aller Teuerung." Der Budgetausfchutz gegen die Anwendung der Notenpresse. Der von Nationalrat Dr. Michael Matzr er« stattete Bericht des Finanz- und Budget-ausschusseS über das Bltdgetprovrs'orium wendet sich scharf gegen die; Anwendung der Notenpvesse. Es heißt darin.: < Die Wiederaufrichtung unseres Wirtschaftslebens 'und der Abbau der Preise setzen eine gründliche Besserung der Währung und des Staa-tskredites voraus. Beides kann nur erreicht werden durch eine einschneidende EinschrLnkung der Ansgaü^en und ihre Deckung durch d-ef.initive Einnahmen. Wird in der Weise..weibergewirtschafdet wie bisher, sy muß nicht bloß der finanzielle und wirtschaftliche Zusammenbruch, sondern auch die' soziale Verelendung die unmiltelbareFolge sein. Zur Abwehr des Unheils genügt aber nicht bloß die richtige Erkenntnis, dazu gehört vor allem der Mut - des Handelns. Die Anwendung der Notenpresse darf nicht länger den Schlußstein unserer Weisheit bilden. Unser junger Kleinstaat darf sich nicht länger den Luxus der Finanz gebarung.des Großstaates gönnen. Der Abgang in der enormen Höhe Mn 2060 . Millionen Kronen für das erste Halbjahr der Verwaltungsperiode 1916/20 ist immerhin um 1000 Millionen Kronen niedriger als früher vermutet wurde, er kann aber nach dem gegenwärtigen Stande der Doranschlagsarberten nur annähernd schätzungsweise ermittelt werden. Die unsicheren Grundlagen unserer; derzeitigen Finanzgebarung machen jede Aufstellung eines Voranschlages' von praktischem Werte ^fast un-! möglich. Gewiß, ist nur die Tatsache, daß durch die vorhandene Ueberlastung unseres Staates die gesamte staatliche und private Wirtschaft schwer bedroht und die verworrene Finanzlage des Staates das Grurchübel aller Teuerung ist. Die Sicherstellung der ausländischen Lebensmittel- und Rohstoffttredite. Einlösung der Goldmünzen und ausländischen Wertpapiere. Der Budgetausschuß zog «in der gestrigenVvrmittagssitzung das Gesetz betreffend die Sicherstellung der ausländischen Lebensmittel- und Döhstosfkredite durch Holzaussuhr und Berpsändung von Forstbesitz in Beratung. Dr. M a y r beantragte in § 2 eine Einschaltung, derzufolge die für das ausgeführte Holz einfließenden ausländischen Zahlungsmittel im Einvernehmen mit der zuständigen Landesregierung zur Verfügung des Staatsamtes für Finanzen emzuliefern seien. Dr. Wntte beantragte, auch den Staatssekretär für Handel und Industrie, Gewerbe mtb Bauten mit dem 'Vollzüge des Gesetzes zu betrauen. Das . Gesetz wurde mit dM Anträgen Dr. Mayr und Dr. Wutte angenommen. Nationalrat Allina berichtete über das Gesetz betreffend -ie Sicherstellung ausländischer Lebensmittel¬ und Rohstvfftredite durch. Inanspruchnahme von im private« Besitze befindlichen Goldmünzen und ausländischen Wertpapieren. ° Nach längerer Debatte wurde § 6, Absatz 1, in folgender Fassung angenommen: „Goldmünzen werden bar vergütet." Absatz 2 erhält folgende Fassung: ,ßßti käuf tich er Er we r b un g vonWe % tpapieren kann die Vergütung in barem oder im ^Einvernehmen mit dem Abgeber in verzinslichen Staätsschuldverschreibungen «folgen. Wenn die kreditgebenden Staaten die Wertpapiere «wgültig übernehmen, ist der von ihnen - in Anrechnung gebrachte Betrag nach Abzug etwaiger Unkosten zu vergüten." tz 7, erster Absatz, erster Satz, wurde in folgender Form zum Beschlüsse erhoben: „Die Au-snhr, die Veräußerung oder BerPfändung der in tz 8 angeführten Gegenstände ist verboten." Im übrigen wurde das Gesetz unverändert angenommen. Prager Gisenindustriegefellschaft. U der DerwaltungSratssitzM« der Prager MmivbÄkugesellschaft wurde Über daS Ergebnis der mit Märznbsckaufmen erste» neun Monate drS Geschäftsjahres 1918/IS benchttt. Da auch während der ersten drei Monate der Bcirijib . ein v e r l u st b ringende r war, «gab sich m drr BmchtSprriode im Beraleich mit den ersten nenn Monaten deS vorjährig« GcichästSjabrrS •'« in An S f» l l V v » nahezu zehn Mil l i vn en Krone«. DaS ungünstige ErgckniS findet feine ErÜämny m der geringen Mengung, dem verringerten Absatz lowre m dm steigendm ErzmgMgskosten, mit welch« die E r l ö s - r e j s e nicht gleichen Schritt^ielte«. Der Matz zeigt einen Ausfall ber dm Eisenfabrikatm von 1.1A1Q0Ü Meter- Mw««, bei PhoSphatmehl von 80.v0üMe'terzent»em mW bei Steinkohle von 8,850.000 MeterzeMnern. Die Kohlenförderung betrug in dxn.neun Monaten ö'i (— 8) MiÜionm, die Rohriseqeneuaung 1'6 l— 0'6) Millromw. die an Walzwarr 1'4b Millronm Meterzentner. Dre Arbeitsleistung ist pro Arbeiter und Schicht gegen 1918, beziehungsweise 1915 m dm Kohlmgrüben von '8 auf. 5 und in dev Hütte» von 2'9 auf O'S Meterzmwer zurück« rn d« allerletzten Zeit eine w e i t er« Ber schlechter u u g ans. Dir Ergebnisse der letzt« drei Monate des am 80. Jmn abgelanfrnen Geschäftsjahres lasten^üch noch mcht überblicken, so daß noch ein lttbrrblrck über dieErgedaGe deS GrfchäftSiahrrS selbst mehr möglich ist und insbesondere nicht gesagt «erd en kann, o beineDividepde vrrtrcktwerdm wird. D»e erstm neun Monate schtteßm mit emrm Berlnst. Demgegenüber steht dem Gewinn auS dem Verkauf der Alpine- Amen, der aber Nur zum Teil dem abgelanfenen Jahr zugute kommt. Der Verkauf der Aktien erfolgte zur Deckung der B a n ks ch «l d e n, die Ende März 1YS DkMonrn Kronm aus S. Zull 1919_ Seite f Die Baepurn Oil Company in Tschechien. Prag, 4. Juli. (Tschecho^slow. Prchbnr.) Die VacimmOft Company errichtet im Holeschowitzer Hafcu ein Magazin Dr ihre^ Produkte und beabsichtigt, auf diese Weise sich nicht nur auf dem tschecho-flowakischen, sondern überhaupt ans dem mittels europäischen Markte für Mineralöle Geltung zu verschaffen. . _ Die Pebeiterräte bei Dr. Schumpeter. Die fkkcgestern anberaumte - Konferenz zwischen dem Arbcfterrat rmds Dr. Schumpeter fand im Staatsamt der Finanzen - statt. In! seinen Aeußcruitgen über die Vermögensabgabe tt*\ schöpfte sich Dr. Schuuweter in allgemeinen Phrasen, ohne über^ den Termin etwas Endgültiges zu sagen. (Siehe Rubrik „Jnlaud".)j Der Wiederaufbau Wiens und Deutsch Österreichs.! Der „B u n d f ü r W i r t s ch a f t s f r e i h e i 1" hat durch' seine Präsidialmitglieder Heinrich R o s e n b e r g undi Dr. Bernhard S -t a r k den leitenden Persönlichkeiten der briti^ schen und amrrikamschmDklssion m Wien Memoranden über», reicht, die sich eingehend mit unserer wirtschaftlichen Lage befasse« Md m politischer, finanzieller nnd kommerzieller Hinsicht Helfe erbitte». .Die Erbitterung, die. zwischen D.eutschösterreich «nfr. den anderen Teilstaaten der ehemaligen Monarchie herrscht, macht die Intervention eines unparteiischen dritten erforderlich, um lebcnsmogliche Beziehungen zwischen den, ehe»^ malig« Angehörigen eines Staates herzustellen. In finanzieller HiNsschl ist dir H i l f e der a n g l i k a n i s ch r n' W e l t! erfordMch, weil weder der Staat, noch die Banken, noch Einzelpersonen sich ausreichende Kredite zur Deckung des Bedarfes an Lebensmitteln und an Rohstoffen beschaffen können. In kommerzieller Hinsicht braucht Deutschösterreich Hilfe^ da. es auS den furchtbaren Fehlern der gebrmdenen Wirtschaft, die den Niedergang -der Produktion, diefurchtbare Tmermrg, die Vernichtuug des Unternehmertums und den Uebergang von^ Produktion und Handel aus ehrliche in unehrliche Hände verschuldet habe», ohne Eingreifen mächtiger Faktoren sich nicht befr«m kann. . Aktiengesellschaft für chemische Industrie. In der gestrigen außerordentlichen Generalversammlung der A k t i e ng e s e l l s ch a f t für ch e m i s ch e I n d u st r i e in Wr«! wurde .im Hinblick darauf, daß sich die Betriebe der Gesellschaft zum Teil in Deutschösterreich, zum Teil in der tschecho-. slowakischen Republck und zum Teil im jugoslawischen Staate befinden, der Beschluß gefaßt, die Gesellschaft mi d r e i selbständigen A k ti en g es ell s ch a f t ens zu teilen, und zwar eme mit dem Sitz in P r a g, eine mit dem: Sitz in L a i b a ch und eine mtt dem Sitz in W i e n, eventuell y den Sitz der Gesellschaft hinsichtlich der im Gebiete der tschecho-' slowakffchm Republik gelegenen Betriebsstätten nach P r a g, hinfichllich der - im jugoslawischen Staale^ gelegenen Betriebsstätta . »Äh Laibach zu verlegen. Couponäbschlage. An der gestrigen Börse wurden^nachstehende Effektengattungen ex Coupon m t rechnungsmäßigen Kursabschlägen gehandelt, und zwar: Galiniche Bank für Handel und Jndustne L 84.—, Bankverein^ ll 20.—, Zentral Bodm . 20.—, Länderbcmk 20.—, Lombardiind Eskomptedanki K 8.—, Mercur K 20.—, Oesterreichisch-ungarische Bank K 28,—, Unionbank K 20.—, Verkehrsbank K 14.—, Depositenbank. K 20.—, Rordbahu K 95.—, Gro.^Köslacher 28.—, Internationale Unfall K 100.—, Secnritas K 70.—, Wiener VersicherungSsGesellschaft, 20.—, Czeija, N-ßl & Co. K 32.—, Wolfsegg K 14.—, Rossitzer Bergbau K 24.—, Brimner Maschinen K 34.—, Stvlzle K.24—, Gerngroß Aktiengesellschaft L 20.-. Geschüstoaüfftcht. Vom Wiener Handelsgericht wurde in der Geschäftsaussichtssache der Firma Töhne & F i al a, Maschinenfabrik in Wien, XX., Engerthstraße ^Rr. 84, an Stelle -es Anton' Seidl der komm. Vertreter des Kreditorenvereines, Herr Eduard Läufer, l., Zclrnkagasse 10, als zweite. Aufsichtsperson gemeinsam, mit' Herrn Raimund Suchanek bestellt. Ausgleichs Bdm Wimer Handelsgerichte wurde im Aus" gleichsverfahren der Kurz- und Wirkwarenstrma S. L. B.erdit z o v e r, Wim, ll.. Obere Dvnaustraße Nr. 1, die Ausgleichs-:' tagsatzung. auf den 14. August, vormittags 10 Uhr, Zimmer 98, erstreckt. Der Ausgleichsschuldner verbefferte sein 22V2vrozentigis. Anbot dahm, daß er nunmehr 100 Prozent, zahlbar 25 Prozent« sofort nach rechtskräftiger Bestätigung des Ausgleiches, den Refft in 48 Monalsraten anbietrt. Bo» d«r Getreidemarkte». Der Kampf der beiden Spekulationsgruppen an den Terminbörseir der nordamerilänischen Union nimmt wieder schärfere. Formen an. Momentan hat die Hausiepartie Oberwaffer. Die letzten Meldungen beinhalten nam-. hast« Preissteigerungen, die mit durch die siatisttsche Lage rhre. Begründung erfahren. Der Experte Sirow schätzt den Durch-' schnittSstand des Mais auf 85‘2°/0, den Ertrag auf 2735 Mlllronen Bushels aegmüber dem amtlichen Endergebnis von 2583 Millionen^ Bufhcks un Vorjahre. Die Weizenernte im Kansas' .wird auf; 229,217.000 Bushels geschätzt. An den deutschen Plätzen ist der' Verkehr lebhafter, insbesondere in den jüngst sreig<!gebenen Futterstoffen. In Prag rst der Verkehr belanglos, da nur spärliche Warenofferte aus Beständen letzter Erüie vorhanden sind.' Die Eryteaussichtm werdm, gleichwie bei Ms, günstig beurteilt. _■ Wietrer Börse. Angeachtet der vom Berliner Markte vorqelege'mn. fteundlichen Berichte verkehrte die gestrige Börse Irr vorwiegend ruhige« Haltung, da die Äeutzerungen des Staatssekretärs für Finanzen Dr. Schumpeter sowie die Mitteilungen bei der Generalversammlung der Prager Eisenindustrie zm Zurückhaltung und Resewe veranlaßten. Lediglich O r i e n t b a h n e n und K r v p p a k t i e n waren Gegenstand regerer Nachf üge und im Schranken wiesen einzelne Schis fahrtwerte» P e t r o l e u m aktien und Z u ck e r f a b r i k s a kti e n Steigerungen auf. Die ruhige Tendenz blieb Mit Rücksicht auf die zweitägiges Derkchrsunterbrechung bis zum Schluffe des Ge-j schäftes ungestört in Geltung. Renten waren wenig! verwrdert. Im übrigen .verweisen wir aus nach-' stehende Schlußkurse: j Industtte-Unternehmungen. Allgcm. Baugesellschaft! <— —Unionbcm —.— (— —Wiener! Baugesellschaft —(— Wienerberger Ziegel — (-*- — .-H Liesmger (— Sarajewo M.-Branerei •*~v— (— Aussig Ehem. (-Brosche Spiritus —l-Karborundunl (-Holz» Handelsgesellschaft 640.- i- 12.-), A. E. G. Union Elektr. —.— (-Siemens Schuckert 395.— <— 3.—), Alpine 904,— (— 6.—), Austria Email —.— (-.—)/ Berg u. Hütten —(-.—), Poldihüite 740.- (+ 16.--), Prager ®ü« 2o8ör— h— 30,—), Rrmammany 845.— (- 23,—), Skoda-